25.05.2012 18:11 | Meine Presse Merkliste 0

Rettet die Retter

ERICH KOCINA (Die Presse)

Von halb erfrorenen Sanitätern kann man keine Höchstleistungen erwarten.

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Sanitäter und Ärzte zeigen großen Einsatz und riskieren häufig auch ihre eigene Gesundheit, um Menschenleben zu retten. Zuletzt etwa im Fall jener Wiener Tourengeher, die sich auf der Schneealpe verirrten und nach einer nächtlichen Suche mit Erfrierungen gerettet wurden – auch einige Retter erlitten dabei Unterkühlungen und Erfrierungen. Leichtsinn und schlechte Vorbereitung brachten also nicht nur die Tourengeher, sondern auch die Bergretter in Gefahr. Dass es immer wieder solche Einsätze gibt, ist bedauerlich. Ein organisatorisches Problem ist es allerdings nicht.

Sehr wohl ein organisatorisches Problem ist es aber, womit die Rettungsfahrer des Roten Kreuzes in Tirol konfrontiert sind. Damit sie Einsatzorte innerhalb einer gewissen Zeit erreichen können, müssen sie oft stundenlang mitten in der Pampa stehen – im Fachjargon spricht man von Bereitstellungspunkten – und auf den Einsatzbefehl warten. Ohne WC, ohne Waschraum – und in vielen Fahrzeugen auch noch ohne Standheizung.

Was damit enden kann, dass ein Sanitäter mit klammen Fingern einen Verband anlegen oder ein vor Kälte zitternder Arzt eine Injektion geben muss. Stimmt schon, das müssen Bergretter im alpinen Einsatz manchmal auch machen, und sie kriegen es trotz allem gut hin. Doch Rettungskräfte ohne Not in die kalte Einöde zu setzen, das kann nicht die Lösung sein.

 

erich.kocina@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.02.2012)

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13 Kommentare
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wer sitzt in diesen fahrzeugen?

ein sanitäter, ein zivildiener, ein jungarzt...

also alles leute, die kein hohes oder gar kein gehalt für ihre tätigkeit bekommen.
die zahlen also keine/kaum steuern!

die hängen sowieso am tropf der hart arbeitenden, viel verdienenden und hohe steuern zahlenden "leistungsträger". wenn jemand einen warmen hintern verdient, dann die. und nicht diese schmarotzer in ihren blaulicht-autos!

mich wundert, dass es (noch) kein ähnliches statement von einem dieser angeberischen leistungsträger von eigenen gnaden gibt, die leistung mit einkommen gleichsetzen!

conzept
07.02.2012 09:45
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ganz so ist es nicht

ganz so ist es ja nicht mit den armen rettungsleuten. stimmt, diese sind wirklich meist engagiert und werden dafür auch kräftig ausgenutzt. der fisch stinkt -wie meist- am kopf: die aufgeblähten rettungsorganisationen "rotes kreuz etc" verbraten jede menge staatliche zuschüsse für prestige- und/oder politische zwecke. effizienz ist etwas anderes - der zuständige landesrat konnte bei der ausschreibung der rettungsdienste nur mit not eine "ausländische" private organisation abwimmeln.

Antworten Gast: Vogel Strauss
07.02.2012 13:59
3 0

Re: ganz so ist es nicht

Wie sollte eine 'ausländische Organisation' bei uns mit den örtlichen Gegebenheiten zurecht kommen? Kenn das zufällig selber aus der Praxis - es gibt (sogar im Wiener Umfeld) Örtlichkeiten, da funktioniert kein Navi oder Routenplaner. Für sowas haben wir immer unseren handgezeichneten Ortsplan (von den einheimischen ortskundigen Freiwilligen erstellt) zur Hand! Möchte mal die 'private ausländische Organisation' sehen, die sich da kostendeckend zurecht findet!

wieviel sollen wir noch ausgeben für diese staatsangestellten?


warm sollen sie's haben, UND ein wc, UND einen waschraum...ja, sonst noch was?!!!

wir müssen sparen, und allein die existenz dieser bergrettung ist dokument der enteignung der armen, frierenden nettozahler.

wir brauchen nicht mehr leckerlis für diese staatsbeamten, sondern ein radikales abspecken! der mündige bürger rettet sich selber und braucht keine obrigkeitsstaatlich-bevormundende bergrettung!

Antworten artemis70
07.02.2012 11:41
2 0

Re: wieviel sollen wir noch ausgeben für diese staatsangestellten?

die ironie hat hier leider niemand verstanden, schade.

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Re: Re: wieviel sollen wir noch ausgeben für diese staatsangestellten?

das niveau im presse-forum ist DERART hoch, dass an so niedriges wie ironie nicht mal im traum gedacht wird.

andererseits: die ironie war doch derart offensichtlich, dass man sich um die geistige gesundheit der nicht-versteher ernsthafte sorgen machen sollte.

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Re: Re: Re: wieviel sollen wir noch ausgeben für diese staatsangestellten?

Ironie? Mag sein, aber im ersten Augenblick hab ich auch gedacht, dass das ernst gemeint sein könnte. Ist ja nur minimal radikaler als das Durchschnittsposting hier.

Antworten Antworten Antworten Antworten artemis70
07.02.2012 20:20
0 0

Re: Re: Re: Re: wieviel sollen wir noch ausgeben für diese staatsangestellten?

wie wahr!

Antworten Gast: BKM
07.02.2012 09:13
6 0

Re: wieviel sollen wir noch ausgeben für diese staatsangestellten?

Zeigen Sie mir einen, nur einen einzigen Mitarbeiter bei Bergrettung oder Rotem Kreuz, der in dieser Funktion öffentlich Bediensteter ist, bevor Sie einen derartigen Unsinn posten. Im Übrigen sei Ihrer mündigen Selbstrettung nichts in den Weg gelegt. Viel Spaß dabei und mögen Sie nie Hilfe benötigen.

Antworten Gast: jusler
06.02.2012 23:55
4 0

Re: wieviel sollen wir noch ausgeben für diese staatsangestellten?

Ich freue mich darauf, wenn Sie in einer Notsituation sind.. mal sehen, ob Sie dann noch gleich denken!
Schämen Sie sich, Österreich sollte froh sein ein dermaßen gutes Rettungssystem zu haben!

Sparen ja, aber nicht bei unserer Rettung!

P.S.: Denken Sie auch an die Freiwilligen und informieren Sie sich über die Anstellung beim Roten Kreuz und dgl, bevor sie von Staatsbeamten reden!

Antworten Gast: Maxwell123
06.02.2012 23:24
3 0

Re: wieviel sollen wir noch ausgeben für diese staatsangestellten?

Hatten Sie heute einen Unfall mit Gehirnerschütterung?

Antworten Antworten Dagobert
07.02.2012 11:06
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Re: Re: wieviel sollen wir noch ausgeben für diese staatsangestellten?

Nein, der schreibt auch ohne akute Verletzung immer so einen Blödsinn.

Antworten Gast: Martin Winkler
06.02.2012 23:21
5 0

Re: wieviel sollen wir noch ausgeben für diese staatsangestellten?

Beeindruckend.

Weder Rotes Kreuz noch Bergrettung sind staatliche Strukturen, die Leute machen das meines Wissens nach hauptsächlich ehrenamtlich.

Die Existenz der Bergrettung ist ein Dokument der Selbstorganisation der Bergsportler (Gründung durch die alpinen Vereine), die Existenz des roten Kreuzes ein Dokument der Menschlichkeit als Folge der Katastrophe von Solferino.

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