25.05.2012 18:18 | Meine Presse Merkliste 0

Kein Geld von Lobbyisten?

JAKOB ZIRM (Die Presse)

Am sinnvollsten wäre eine VKI-Finanzierung ganz ohne Geld von AK, WKÖ & Co.

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Die Wirtschafts- und die Landwirtschaftskammern wollen den heimischen Verein für Konsumenteninformation nicht mehr finanzieren. Weil er in der Öffentlichkeit zu sehr als „Klagsverein“ wahrgenommen wird. Nun ist nicht zu bestreiten, dass der VKI in den Causae AWD und Meinl European Land eine ganze Reihe von öffentlichkeitswirksamen Klagen eingebracht hat. Allerdings mit gutem Grund, geht es bei beiden Fällen ja um tausende geschädigte Anleger.

Gleichzeitig ist aber vor allem die Argumentation der Wirtschaftsvertreter zu verstehen, dass sie mit den Zwangsbeiträgen ihrer Mitglieder nicht Klagen gegen ebendiese finanzieren wollen.

Der Fall zeigt somit ein grundsätzliches Problem des VKI auf. Anders als sein deutsches Pendant („Stiftung Warentest“), das zusätzlich zu den Markteinnahmen nur von der öffentlichen Hand Geld erhält, ist der VKI von Lobbying-Organisationen abhängig. Nichts anderes sind Wirtschafts- oder Arbeiterkammer nämlich, auch wenn sie im Verfassungsrang stehen.

Am sinnvollsten wäre es daher, bei Organisation und Finanzierung dem deutschen Vorbild zu folgen. Kein Geld, heißt es dazu aber aus dem für Konsumentenschutz verantwortlichen Sozialministerium.

Schade. Denn vorhanden wäre das Geld ja. Allerdings in Form von lohnnebenkosten-erhöhenden Zwangsbeiträgen bei den verschiedenen Kammern. Warum eigentlich?

 

jakob.zirm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2012)

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4 Kommentare
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Gleichzeitig ist aber vor allem die Argumentation der Wirtschaftsvertreter zu verstehen, dass sie mit den Zwangsbeiträgen ihrer Mitglieder nicht Klagen gegen ebendiese finanzieren wollen.

das ist völlig falsch!

der GROSSTEIL der mitglieder dieser organisationen agiert korrekt und ist von KEINEN klagen betroffen.

die aussage des herrn zirm stimmt nur dann, wenn sich diese organisationen als interessenvertretung der schwarzen schafe verstehen. tun sie das? dann wäre es höchste zeit für die mehrzahl der weissen schafe, diesen hirten den stock in den hintern zu rammen!

die presse würde den VKI wohl am liebsten GANZ ohne geld sehen


denn herr z. kann ja nach eigenem bekunden "gut verstehen", dass die vertreter der unternehmer den VKI kleinkriegen wollen. schließlich sind die ja ganz schön lästig, mit ihrem ewigen konsumentenschutz. und überhaupt: das ist doch KLASSENKAMPF pur, dieser VKI! die hetzen mündige käufer gegen fleißige leistungsträger (=unternehmen) auf! aber der mündige konsument kann SELBST und ALLEINE entscheiden, der braucht keinen verein, der ihm vorrechnet, wo und wie er betakelt wird! das interessiert nicht!

selbst ist der konsument: also konsumentenschutz einstellen, VKI zusperren! und wieder was gespart...und WKÖ/IV/die presse freuts auch!

Antworten JT-1
11.02.2012 10:06
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Re:Sinnerfassendes Lesen ...

... ist die Ihre Sache wohl nicht? Hauptsache: polemisieren.

Antworten wmaurer
11.02.2012 07:54
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Re: ja den VKI zusperren


wir haben ja ein Ministerium und einen Minister für Konsumentenschutz.

Endlich etwas Gscheites in diesem Forum von diesem charles james fox

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