Jemanden, der auf dem Boden liegt, sollte man nicht treten. Wenn eine Partei auf dem Boden liegt, dann die Wiener ÖVP – dass Ähnliches für den Bundesableger gilt, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Die laut Umfragen im einstelligen Prozentbereich rangierende Wiener Partei hat auf der Suche nach dem Sinn des politischen Lebens im Allgemeinen und der eigenen Organisationen im Besonderen originellerweise ihre eigenen Funktionäre befragt.
Von Manfred Juraczka, der mangels Gegenkandidat am Samstag mit gewisser Wahrscheinlichkeit zum Chef der kleinen Truppe gekürt werden wird, war inhaltlich bisher wenig zu vernehmen. Aber das könnte ja, siehe erster Satz, noch werden. Die Funktionäre fordern, was Selbstverständlichkeit sein sollte: Leistung möge sich lohnen. Auch bei der Erstellung von Kandidatenlisten. Leistung und nicht Bünde- oder Bezirksinteressen sollen entscheiden, wer aufgestellt wird. Sapperlot! Ein Beweis mehr, wie realitätsfern Funktionäre sein können.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.02.2012)















