18.06.2013 08:12 Merkliste 0

Die Grassers vom Café Rosa

GEORG RENNER (Die Presse)

500.000 Euro aus Zwangsbeiträgen versickern in einem ÖH-Beisl – ohne Transparenz.

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Jeder Studierende zahlt in Österreich 17 Euro pro Semester für seine Vertretung, die Hochschülerschaft. Geld, das zum Teil in dringend nötige Studienberatung fließt, in die Erstellung von Skripten oder in eine allgemeine Unfallversicherung. Andererseits geht ein guter Teil in dubiosen Projekten wie dem Studentenbeisl „Café Rosa“ auf: 500.000 Euro hat die grün-rot-rote ÖH der Universität Wien seit Mai 2011 in ihr „basisdemokratisches“ Etablissement gebuttert – allerdings nicht über ihr ordentliches Budget, sondern als Förderung für einen eigens gegründeten Verein, dessen einziges Mitglied die Hochschülerschaft selbst ist.

Jetzt kann man ja durchaus der Meinung sein, dass es auch zu den Aufgaben einer Studentenvertretung gehört, angehenden Akademikern Raum zum gesellschaftlichen Austausch anzubieten – zum Beispiel in Form von Studentenfesten, Konzerten oder eben sogar durch den Betrieb einer eigenen, aus ÖH-Geldern finanzierten, Bar.

Haarig wird es, wenn in einer Zwangsvertretung Geldflüsse über abenteuerliche Rechtskonstruktionen, die an jene eines ehemaligen Finanzministers erinnern, an Kontrollinstanzen vorbeidirigiert werden – sowohl an internen (der Opposition) als auch externen (dem Wissenschaftsministerium): Der Verein sei niemandem Rechenschaft schuldig. Klar, oder? Wäre dann nur noch zu klären, wie die „Basisdemokratie“ ohne Transparenz funktionieren soll.

 

georg.renner@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.03.2012)

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47 Kommentare
 
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Gast: andi007
18.03.2012 15:00
1 2

wow

bist du deppat, beim cafe rosa ist viel falsch gelaufen, sehr viel nicht astrein

aber der kommentar ist komplett fern jeder sachkenntnis....

ist g.renner ein praktikant?

Gast: seifenblase
16.03.2012 19:57
0 7

also bitte

man kann ja vom rosa halten, was man will, aber der kommentar ist ja wohl furchtbar! unsachlich, wertend und sauschlecht geschrieben. pfui.

am echten grasser hat renner immer gefallen gefunden


aber das hindert ihn nicht, die öh uni wien zu diffamieren, weil die leider nicht die ihm genehme schwarz-blau-korrupte richtung hat.

Antworten Gast: berlushohni
16.03.2012 13:06
2 1

Re: am echten grasser hat renner immer gefallen gefunden

die gute alte Politikermethode... schnell ein Gegenangriff, "Diffamierung", "Befangenheit", "Ausgrenzung"...und dann noch "die Linken", "die Rechten". Hauptsache, man kann ablenken, wie öd!

Gast: eamonclever
15.03.2012 16:30
2 2

ist der artikel aus einer schülerzeitung?

ich habe mir das durchgelesen und gedacht, da fehlt irgendwo der zusammenhang. Jetz komme ich drauf, der meint gras, die studentenvereinigung, der alternativen studenten. Sollte man vielleicht unter denksportaufgabe veröffentlichen und nicht als kommentar.

Antworten Gast: kahageh!
16.03.2012 09:41
7 1

Re: ist der artikel aus einer schülerzeitung?

zuviel denken scheint auch nicht zum Verständnis zu führen! Aber jeder sieht halt nur das, was er sehen will!
Dass die grasserschen Umgehungsmodelle auch beim Akademikernachwuchs Gefallen finden, sollte aus diesem Artikel irgendwo und irgendwie schon herauszulesen sein!

Antworten Antworten Gast: eamon clever
16.03.2012 16:44
3 0

Re: Re: ist der artikel aus einer schülerzeitung?

der unterschied ist der, dass grasser mit eigenem geld eine möglich steuerschonende methode ersonnen hat, die fachlich okay ist und mit sicherheit zu keinem steuerverfahren führen wird. Die öh wird da jedoch nicht ungeschoren wegkommen. Also ist der vergleich suboptimal. Das ist das wesen eines artikels einer schülerzeitung, gut geschrieben, wütend aber nicht immer faktensicher.

Re: ist der artikel aus einer schülerzeitung?

was genau ist daran so schwer zu verstehen?

"...wie dem Studentenbeisl „Café Rosa“ auf: 500.000 Euro hat die grün-rot-rote ÖH der Universität Wien seit Mai 2011 in ihr „basisdemokratisches“ Etablissement gebuttert..."

Antworten Antworten Gast: tutmirleid, aber...
15.03.2012 22:55
0 0

Re: Re: ist der artikel aus einer schülerzeitung?

trotzdem hat er recht: es ist etwas kurz und es steht etwas wenig information drin.

Re: Re: Re: ist der artikel aus einer schülerzeitung?

das wird daran liegen, dass das nur der kommentar zum eigentlichen artikel ist, in dem die ganzen informationen enthalten sind.

0 21

Neuer Spruch für Ihre Mailbox

Hallo, hier spricht – XXXX - der Butler seiner
Lordschaft KHG.
Seine Hoheit ist momentan unpässlich.
Er befindet sich gerade mit Lady Fiona auf dem
Weg in sein neues bestens bewachtes Domizil in Stein an der Donau.
Er wird voraussichtlich die nächsten
zehn Jahre nicht zu sprechen sein.
Geben sie mir Ihre Wünsche auf Band,
ich werde sie seiner Lordschaft bei der nächsten Besuchszeit übermitteln.

Re: Neuer Spruch für Ihre Mailbox

kann es sein, dass sie nur die überschrift gelesen haben...?

20 0

Re: Neuer Spruch für Ihre Mailbox

Bist sicher, im richtigen Forum zu sein?
Oder gar im richtigen Leben?

"dringend nötige Studienberatung ..."

das mag theoretisch zutreffen, aber jeder, der eine solche beratung einmal in der praxis erlebt hat, würde diese "dringlichkeit" in zweifel ziehen.

Antworten Gast: wu-student
15.03.2012 12:19
3 0

Re: "dringend nötige Studienberatung ..."

Selbes an der WU.

Aber gut, da ist ja nicht Rot/Grün/Honigkuchenpferde-Koalition am Werk.

Antworten Gast: zufrieden mit IBK
15.03.2012 11:29
5 0

Re: "dringend nötige Studienberatung ..."

Die Studienberatung bei der ÖH Innsbruck funktioniert blendent. Die antworten sofort auf Mails und wissen in den meisten Fällen selbst Rat und wenn einmal nicht, dann wenigstens jemanden, der was weiß. Schade, dass es bei euch in Wien nicht so klappt!

Re: Re: "dringend nötige Studienberatung ..."

Das liegt daran, daß bei den letzten Wahlen auch die AG abgesahnt hat. Die sind zwar ÖVP-nahe, aber haben wenigstens ein grundsätzliches Interesse am Studenten selbst. Seit ihrem Amtsantritt haben sie zumindest einiges erwirkt (Öffnungszeiten der Bibliothek ....). Die Jahre davor unter links-linker Herrschaft waren nur von Demos und Dauerkrawall geprägt ... Service am Studenten - nada!

Antworten Antworten Antworten Gast: ugw
15.03.2012 22:53
0 0

Re: Re: Re: "dringend nötige Studienberatung ..."

linke in inschbruckh? um gottes willen!

34 0

Alles kein Problem.

Ein Café führen? Oder einen Kindergarten? Das geht schon. Die ÖH macht das mit links ;-)

13 0

Re: Alles kein Problem.

Dieses Cafe stand (unter anderem) unter dem Grundsatz des "Antikapitalismus".... das Geld ist jetzt weg, insofern wohl ein voller Erfolg.

Antworten Antworten Gast: ehnein
15.03.2012 22:52
1 0

Re: Re: Alles kein Problem.

eh... nein. der finanzwirtschaft wurde keinen schaden zugefügt.

Gutes Beispiel

Also ich persönlich bin froh über dieses Cafe. Es ist nämlich ein wunderschöner Beweis dafür, in welche Richtung wir steuern würden, gäbe es eine linksextreme Regierung.

Meinungstotalitarismus, antidemokratische (weil anarchische) Tendenzen, Gewaltbereitschaft, keine Diskussionskultur (weil alles angefeindet wird, das rechts von Marx angesiedelt ist), usw....all das findet sich in Reinstform in und um diesem Cafe. Insofern ist es ein gutes "Mahnmal", das selbst Zweifler von der Gefahr dieser extremen Ideologie überzeugen sollte.

Dass die Handelnden für ihre eigenen verqueren Ideen Zwangsbeiträge von Zwangsmitgliedern faktisch veruntreuen passt da hervorragend ins Bild. Wenn man nicht freiwillig sein Hab und Gut für "das Kollektiv" opfert, kommen eben Zwangsmaßnahmen.

Antworten Gast: Gast zu Marx
15.04.2012 22:49
0 0

Re: Gutes Beispiel

Man sollte Marx schon genauer kennen, wenn man ihn in linkem Zusammenhang erwähnt. Siehe "Frankfurter Schule".

Antworten Gast: winwnnd
15.03.2012 22:50
0 1

Re: Gutes Beispiel

weiß nicht, ob das wirklich dort so ist, denn ich war noch nie drin. und du?

Antworten Gast: Margaret T.
15.03.2012 13:38
16 0

Re: Gutes Beispiel

So ist es. Und das nennt mann "Gemeinwohlökonomie"

Re: Gutes Beispiel

da muss ich sie leider enttäuschen. wie eine der verantwortlichinnen in der zib erklärt hat, lag es ja nicht am konzept, sondern an der mangelnden reife der welt.

lerneffekt also gleich null, sondern ziemlich banale externalisierung der gründe...

 
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