21.05.2013 22:41 Merkliste 0

Vertrauensfrage für Frau Karl

REGINA PÖLL (Die Presse)

Die Ministerin muss sich entscheiden: für die Justiz? Oder doch lieber für die Partei?

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Der jüngste APA/OGM- Vertrauensindex über Österreichs Institutionen braucht Ministerin Karl nicht zu wundern: Am meisten abgestürzt seit dem Vorjahr ist – richtig, die Justiz. Was einer Ohrfeige für Frau Karl gleichkommt: Immerhin ist sie vor einem Jahr mit dem Anspruch in ihr Amt gestartet, das Vertrauen in die Justiz zu heben. Nun ja: weit gefehlt.

Wenig geholfen hat schon in den Vorwochen, dass Karl zwei Gesetzesentwürfe – zur Diversion und zur Strafprozessordnung – vorlegte, die sie flugs wieder zurücknehmen musste. Experten und Betroffene hatten ihre Papiere in der Luft zerrissen.

Nun tut es ein Übriges, dass Karl Ende der Vorwoche ihre Linie in Sachen U-Ausschuss änderte. Nachdem ihr Parteifreund, der ÖVP-Chef im U-Ausschuss, Werner Amon, mittlerweile als Beschuldigter geführt wird und sich mit dem Vorwurf der „Politjustiz“ zu wehren versuchte, stellte sie sich zunächst tapfer hinter „ihre“ Justiz. Um zuletzt – nachdem ihr wohl die Parteikollegen den Kopf gewaschen hatten – doch noch öffentlich „Verständnis“ für Amons Kritik an der Justiz aufzubringen. Die Justiz arbeite aber schon gut, sagte sie noch dazu. Ja, hoffentlich.

Will die Ministerin nicht nur ihre Behörden, sondern auch sich selbst vor dem Totalabsturz in der öffentlichen Meinung retten, wird sie sich rasch zwischen Justiz und Parteiräson entscheiden müssen. Sonst kann das Motto nur lauten: Misstrauen Sie Frau Karl.

 

regina.poell@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.03.2012)

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28 Kommentare
 
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Gast: quotenfrau?
23.03.2012 06:49
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karl

also karl und quotenfrau ist vielleicht das eine. aber vergessen wir mal nicht die vielen quotenmänner, die es faktisch gibt, oder?

Gast: justjetzt
20.03.2012 10:24
1 0

Beispiele für Quotenfrauen

Wenn ich nach Lektüre dieses Artikels nach Beispielen für "Quotenfrauen" gefragt würde, würden mir in erster Linie drei einfallen:
Karl, die Oberstaatsanwältin mit dem Doppelnamen den man besser gleich vergisst und nicht zuletzt PÖLL.

.....Am meisten abgestürzt seit dem Vorjahr ist – richtig, die Justiz.... dass Karl zwei Gesetzesentwürfe – zur Diversion und zur Strafprozessordnung – vorlegte...Die Justiz arbeite aber schon gut...

.
Den Hinweis auf einen Totalabsturz halte ich für übertrieben. Dennoch stellt sich die Frage, wie gut die Frau BMJ beraten wird.

Vielleicht sollte die Frau BMJ Anstrengungen unternehmen, konstruktiv - kritische Anregungen auch von aussen entgegenzunehmen.

Wir haben dies anläßlich einer Tagung im Justizpalast am 14.3. versucht und die Frau BMJ in einem kurzen Gespräch auf die Problematik der "Durchsetzung von Menschenrechten" aufmerksam zu machen.

Sie zeigte sich durchaus interssiert. Was ist passiert?

Der Gesprächspartner wurde in einer rüden Form von der Leiterin der Beschwerdestelle im OLG Wien zwei mal unterbrochen und auf die Möglichkiet einer Beschwerde bei ihr aufmerksam gemacht.

Diese Dame wurde höflich aber bestimmt darauf aufmerksam gemacht, dass es sich nicht um eine Beschwerde, sondern um eine wichtige Information bzw. Anregung an die Frau BMJ persönlich handelte.

Ist man in Bereichen der Justiz schon so nervös, dass man Anregungen von Bürgern bei der zuständigen BMJ in einer derartigen Weise abzublocken versucht?

Wir werden jedenfalls die Frau BMJ in einer besonders konstruktiven Form über die Problamatik der " Durchsetzbarkeit von Menschenrechten " schriftlich und in einem persönlichen Gespräch informieren.

Über das Ergebnis werden wir berichten ( ohne die Beschwerdestelle im OLG Wien )

http://so-for-humanity.com2000.at


es begann mit bandion-ortner


und endete vorlaufig bei karl.......kann es noch schlimmer kommen.......ja, wenn die övp weiter den justizninister stellt.....

n


Karl:

Grenzenlose Dummheit und Unfähigkeit!

0 9

Vertrauen in die Justiz - wie hätten Sie das gemacht Frau Pöll?

wenn Sie von der eigenen Partei ständig Prügel zwischen die Füße bekommen?
Da ist es schon einfacher, Sie bleiben bei Ihrer Zeitung und schreiben gelegentlich ein paar nutzlose Zeilen gegen Alles und Jeden.

Gast: 1. Parteiloser
19.03.2012 13:19
2 0

Minister und NR Abgeordnete mussten sich schon vorher entscheiden!

Es ist immer eine Entscheidung für die Partei und gegen Österreich und die Österreich. Die Partei, welche das schöne Posterl vergibt, die fordert das auch so.

Es ist auch so, dass es noch keinen Minister gab, welcher die Parteieninteressen gegenüber den Interessen von Österreich geopfert hat.

Es ist auch so, dass die NR Abgeordneten die Gesetzesvorlagen meist nicht lesen, trotzdem aber die Stimme abgeben. Dazu gibt des den grausigen Klubzwang, welcher direkt aus der "Partei" kommt und mit den Interessen von Österreich gar nichts zu tun hat.

Betreffend der Justizministerin ist das auch nicht anders, nur dass eben in den letzten Monaten deren Versagen gegenüber Österreich besonders ins Bewusstsein der Menschen getreten ist.

Der Wille geht in Österreich schon lange nicht mehr vom Volk aus. Tatsächlich sitzen im Ö Parlament doch mehrheitlich Interessensvertreter (Lobbyisten), welche sich das Gesetz in eigener Sache machten, also die Gesetzgebung im eigene Interesse missbrauchten. Ist aber kein Wunder, bestehen die Parteien nur aus Interessensvertreter, welchen das Schicksal Österreichs überhaupt nicht interessiert.

Die Parteien und deren Bonzen sind also gegen Österreich und daher immer ein Schaden für Österreich.

Diese Gruppe wird aber dann auch perfekt repräsentiert. Ein korrupter Inseratenkanzler, ein Vizekanzler mit massiven Amtsmissbrauch bei den Diplomatenpässen und der Neugebauer als NR Präsi. Das ist Ö heute!

Re: Minister und NR Abgeordnete mussten sich schon vorher entscheiden!

...Der Wille geht in Österreich schon lange nicht mehr vom Volk aus.... Das ist Ö heute...
.
Was könnte man tun, um diesen Zustand deutlich zu verbessern?

Wir meinen durch eine schrittweise - evoltutionär gestaltete " Vierte Kraft ".

Nähers dazu:

http://www.saubere-haende.org/typo3/index.php?id=138

50'40" Lösungen, die 4. Kraft neben den drei klassischen Kräften laut Montesquieu (Legislative, Exekutive und Judikative)

51'32" Legislatives Unrecht, Österreich hat vor 32 Jahre ratifiziert, aber keine Ausführungsgesetz gemacht

Wir werden dies an einem Exempel statuieren:

Es geht dabei um die Umsetzung von völkerrechtlicen Verträgen, die für jede Bürgerin und jeden Bürger eine große Bedeutung haben.

Dazu folgender Hinweis:

SFH-4413 Zweite UN-Menschenrechtsbeschwerde Dr. Perterer gegen die Republik Österreich vom 31.10.2011
Österreich hat es seit 1978 (=33 Jahre!) unterlassen zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ein Durchführungsgesetz zu erlassen, damit VIEWS des UN-Menschenrechtsausschusses für Österreich verbindlich sind

http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=364&aid=5191

http://so-for-humanity.com2000.at


Gast: HarmonikerIn
19.03.2012 12:53
3 3

Wenn nach Präsident, Kanzler, Wiener Bürgermeister und Staatsanwaltschaft auch das Justizministerium der SPÖ angehören würde - könnten wir endlich in totalitärer nordkoreanischer Harmonie versinken!



Re: Wenn nach Präsident, Kanzler, Wiener Bürgermeister und Staatsanwaltschaft auch das Justizministerium der SPÖ angehören würde - könnten wir endlich in totalitärer nordkoreanischer Harmonie versinken!

um Sie in Ihrer so geschätzten einschätzung zu bestätigen empfehlen Wir ... eine exkursion in den -polizeihäfn- roßauer`lände nr° 9 in 1090 ! ... dollfußisches läßt grüssen ~ m v v !

Antworten Gast: der Phil-Harmoniker
19.03.2012 16:18
1 1

Re: Wenn nach Präsident, Kanzler, Wiener Bürgermeister und Staatsanwaltschaft auch das Justizministerium der SPÖ angehören würde - könnten wir endlich in totalitärer nordkoreanischer Harmonie versinken!

... dann bleiben Sie bitte bei Ihrer ÖVP !!!

Gast: from another point of view
19.03.2012 11:24
6 0

management by weiterwursteln!

In jedem solide geführten Unternehmen ist es üblich, die besten Köpfe in verantortungsvolle Positionen zu hieven. In der Politik ist es anders und damit falsch: 1. Frauenquoten um jeden Preis, um zu zeigen wie weltoffen man ist und wie gender-affin. So kommen Fälle wie Frau Karl, Frau Bandion-Ortner, Rauch -Kallat, etc, heraus. Man sollte die bestperformer einsetzen, wenns dann eine Frau ist - umso besser. Wenn dann noch Herr Pilnacek zusammen mit Frau Karl = worst worst case!!

2. Ressortverteilung nach Parteibuch: Warum muiss es so sein, dass die ÖVP zB das Justiz- und das Finanzressort hat? Wenn man nicht die richtigen Leute dafür hat, so sollte die Ressortverantwortung neu geordnet werden.
Und nicht management by weiterwursteln!

Gast: Puzzi
19.03.2012 11:20
8 1

Steirer helfen Steirern

Einen offensichtlichen Fall von schwarzer Vetternwitschaft halte ich den "Fall Herberstein";
Die adelige Frau Herberstein, eine Steirerin ebenso wie die Justizministerin Karl und enge Vertraute der vormaligen steiermärkischen Landeshauptfrau Klasnic wurde wegen Betrugs zu einer mehrmonatigen unbedingten Haftstrafe verurteilt; ohne Angabe von Gründen wurde jedoch der Antritt der Haft auf unbestimmte Zeit aufgeschoben; man kann sicher sein, dass Frau Herberstein die Haft niemals antreten wird.

Gast: harras
19.03.2012 10:52
8 0

wir haben zur Kenntnis

nehmen müssen, dass die Frau Karl für diese Position v o l l k o m m e n ungeeignet ist. Die bringt die Justiz um den letzten schäbigen Rest an Achtung,der noch verblieben ist. Und jetzt auch noch das Geeiere wegen ihres Parteifreundes.Ab nach Hause,soll sie dort ihre Fans beglücken.

Gast: Paul 667
19.03.2012 10:32
7 0

Ich traue der Justiz nicht mehr blind

Vor einigen Jahren hätte ich ohne nachzudenken die Partei der Justiz ergriffen.
Nach den Vorkommnissen der letzten Jahre tue ich das nicht mehr. Die Justiz, und speziell die Staatsanwaltschaft Wien hat nicht mehr mein uneingeschränktes Vertrauen.

Gast: Blankenstein Husar
19.03.2012 10:32
8 0

Dass das Quoten-Fräulein Karl als Ministerin schlicht und ergreifend unfähig ist,

dürfte wohl kein Geheimnis mehr sein.

Dieses Amt erfordert eine starke Hand, Durchsetzungsvermögen, Führungsqualität, Organisationstalent und vor allem eine starke Persönlichkeit.

An allem fehlt es diesem Quotenmädchen.

Im übrigen gilt das auch für die "Oberstaatsanwältin" aus Wien, die allem Anschein nach auch der Quote ihren Posten zu verdanken hat.


Gast: Parlament 8077/AB XXIXP
19.03.2012 10:05
2 0

Sachalterschaftsmissbrauch

Wenn Fr. Dr.Karl dem Parlament kurz nach dem Amtsantritt erklärt, die Zwangsversteigerung
von Mündelvermögen als Folge von richterlicher
Untätigkeit ( GH der Menchenrechte Zehentner)
und weiterer gleichgelagerter Fällen wie beim
Wr. Neustadt sind kein Anlass weitere
63000 Betroffene und ihr Vermögen zu schützen, bleibt alles totes Recht wie bisher
.......................

In der gestrigen Sonntagsabend Diskussion

konnte man zwei Justizminister live vergleichen, Frau Dr.Berger und Herrn Dr. Böhmdorfer. Der Vergleich macht mich sicher, dass alle Justizministerinnen der verganenen zehn Jahre, sich nicht mit Herrn Dr. Böhmdorfer vergleichen lassen. Schade!

4 0

Re: In der gestrigen Sonntagsabend Diskussion

Ich bin eine Frau...

und halte absolut NICHTS !
von zwanghaften Quotenbesetzungen.

Es" sollte und dürfte "
ausschließlich!
Der/die Beste eine Führungsposition überantwortet bekommen!

Es ist eine Schande!


0 1

Re: In der gestrigen Sonntagsabend Diskussion

"Der Herr Landeshauptmann ist über JEDEN Verdacht erhaben" .....

Gast: Schramagl
18.03.2012 22:34
8 0

Wurst welche Ministerin oder Kanzler

Wenns um Probleme geht. Machen diese Minister bis zum Kanzler nichts.
Es macht jeder beim Staatdienst was sie wollen der einen bessern Posten hat. Weil ganz man einfach unter Freunden nicht sozusagen am Tisch Hauen kann.

Das ist der Grund warum Nirgends was rasch weitergeht. Wenns um Politiker geht. Gibts nur Prvillegien. Bei KHG veröffentlicht man die Daten. Wo es keine Beweise gibt. Beim Herrn Kanzler schweigt man. Es gilt für beide die Unschuldsvermutung. Warum werden dann beide nicht gleich behandelt?

Ich finde die Justiz ist nicht unabhängig.

Diese Posten wie Justizminister gehören nicht Parteipolitisch besetzt.

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Frau Karl ist überfordert,

das hat sie hinreichend bewiesen.

Sie war als Wissenschaftsministerin untauglich und sie ist es als Justizministerin.

Das hat die ÖVP davon, dass sie Posten nach dem Bündeproporz besetzt und nicht nach bester Eignung.

Es müsste ein Wunder geschehen, würde der Ruf der Justiz sich merklich verbessern. Das wäre dann möglich, wenn die anhängigen Korruptionsfälle schonungslos aufgeklärt werden würden und die Schuldigen hinter Gittern säßen und ergaunertes Vermögen eingezogen werden würde.

Wenig wahrscheinlich, dass dies eintreten wird.

Gast: Zündler
18.03.2012 20:11
5 0

Da hat....

...die Frau Professor ein zu großes Stück vom Kuchen abgebissen und würgt jetzt mehr schlecht als recht es runter.

Natürlich ist der Karriereschritt von Professur an der KF-Universität zur Ministeramt ein schöner, doch sind schon andere (wie gehts eigentlich Frau Rat Bandion-Ortner?) umgefallen, aus Kadavergehörsam an der Partei.

Soviel ich weiß war die Frau Karl Assistenzprofessorin

was einem früheren Universitätsassistenten entspricht.
Ich würde daher nicht von einer "Professur" sprechen, die in meinem Verständnis für die Position eines ordentlichen Professors reserviert ist.


Re: Da hat....

Karriereschritt??
Bekanntermassen welchselte sie Ihre (Assistenz-)professur zuerst gegen den Parteiposten einer Generalsekretärin im ÖAAB um danach der Frau Bandion-Ortner nachzufolgen. Doch eher eine Parteikarriere, oder?

Re: Da hat....

ganz gut- Sie werden es wahrscheinlich nicht glauben aber die arbeitet an der Akademie für Korruptionsbekämpfung. Halt ein echter Gag der ÖVP, leider aber wahr.

 
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