18.05.2013 20:34 Merkliste 0

Der rätselhafte Onkel Frank

OLIVER PINK (Die Presse)

Kurze Zwischenfrage: Was genau will Frank Stronach jetzt eigentlich?

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KOMMENTAR

Eine „Sphinx ohne Rätsel“ nannte Bruno Kreisky einst spöttisch seinen Nach-Nachfolger Franz Vranitzky. Zumindest bei den Rätseln herrscht bei Frank Stronach wenig Mangel.

Da legt er den großen Boulevardmedien Broschüren bei, in denen er eine „geistige Revolution“ ausruft – quasi sein politisches Manifest, „mit Lösungen“, wie Stronach mit Nachdruck betont. Eine eigene Partei gründen, um diese Inhalte an den Wähler zu bringen, will er aber auch wieder nicht. Und eine Kooperation mit dem BZÖ oder eine Unterstützung desselben scheint derzeit ebenso ausgeschlossen.

Was genau will der gütige Onkel aus Amerika jetzt also? Man weiß es nicht.

Manche seiner Ideen klingen durchaus vernünftig. Dass man nicht mehr ausgeben soll, als man einnimmt, etwa. Dass ein Staat allerdings so geführt werden kann wie ein Unternehmen, wird wohl nicht einmal der „neoliberalste Neoliberale“ behaupten. Denn der Staat hat in Bereichen wie Bildung oder Gesundheit Aufgaben zu erfüllen, die sich wirtschaftlich nicht rechnen.

Dass jenes Geld, das der Steuerzahler dem Staat für seine Aufgaben zur Verfügung stellt, derzeit nicht selten ineffizient oder gar falsch eingesetzt wird, ist allerdings wieder eine andere Geschichte. Das sehen mittlerweile aber auch schon Sozialdemokraten vom Schlage eines Hannes Androsch so.

Ein Frank Stronach könnte dieses Thema sicher noch zuspitzen. Fragt sich nur: wo, wann und vor allem: wie?


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2012)

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25 Kommentare
 
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Gast: Franz_Strohsack
18.05.2012 15:15
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Neoliberal

Klar kann ein Staat wie ein Unternehmen geführt werden.

Schließlich gibt es viele Unternehmen die defizitäre Bereiche haben (Forschungsabteilungen, Marketing....) und es mit anderen Abteilungen (Produkte, Dienstleistung) wettmachen.

Genau gleich wie ein Staat: Im Bereich Bildung und Gesundheit wird immer ein Defizit stehen. Nur ob dieses Defizit nun 1/3 unserer Ausgaben ausmacht oder weniger, ist ein riesiger Unterschied.

Und ja, ich hab Stronach noch nie verstanden. Egal ob im Sport oder der Politik, ich vermisse immer den roten Faden.

Polit-Finanzier.

Herr Stronach braucht einen politisch tätigen Parter, und wenn die sich in Sachthemen einigen, finanziert er ihn.
Sieht so aus, als ob keiner das Geld haben wollte.

wozu hat man diesen kommentar gelesen?

man weiß es nicht.

Gast: nkerl
18.05.2012 09:58
1 1

um es ganz banal zu sagen,

sich wichtig machen.

Re: um es ganz banal zu sagen,

erstens hat er das nicht notwendig,
und zweitens ist es sehr wohl angesagt, auch politisch einzugreifen, mit Geld (das ihm dann verloren geht, und das leistet er sich), wenn es nottut. Und es tut not.
Wo bleiben die Finanz-Stützen anderer, die per Proporz zuerst in hohe politische Ämter und dann als Folge in höchste Management-Ebenen aufstiegen? Haben die keine politischen Ziele mehr?Androsch-Volksbegehren ist zuwenig. Nur Reden auch nicht.

Antworten Antworten Gast: nkerl
18.05.2012 12:35
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Re: Re: um es ganz banal zu sagen,

Gutester, und ob der das nötig hat, der schreit ja geradezu nach Aufmerksamkeit. Fussball und Pferderennerei sind voll in die Hose gegangen, nehmen wir also zur Abwechslung die Politik , was ja auch schon in Kanada in die Hose ging. Sollen wir jetzt für sein Geltungsdefizit herhalten ?

Re: Re: Re: um es ganz banal zu sagen,

Nein, Sie halten wahrscheinlich mehr her für das Schuldenmachen unserer Politiker.
Was Sie im Fall Stronach "herhalten" müssen, Sie Ärmster, erklären Sie nicht. Was eigentlich?
Was alles bei Herrn Stronach NICHT in die Hose gegangen ist, vergessen Sie. Ein erfolgreicher Mensch; hat wohl meist einen richtigen Blick gehabt.

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"Was genau will der gütige Onkel aus Amerika jetzt also? Man weiß es nicht."

Naja, mit diesem Herumlavieren unterscheidet er sich aber in keinster Weise mehr vom österreichischen Durchschnittspolitiker.

Wenn es also die Politik ist, in die es Stronach treibt, dann scheint er recht genau zu wissen, was er will.....

Gast: Martin_S
18.05.2012 08:59
0 0

Wieso

muss man eine Partei gründen oder einer Partei angehören, nur um seine Meinung öffentlich kundzutun? Denn das hat Stronach ja. Also wozu soll er politisch tätig werden??

es ist ein schrei nach liebe.

ein entwurzelter, der in seiner neuen heimat zwar wirtschaftlichen erfolg aber offenbar keine neue heimat gefunden hat.

ein mann, der immer nur dem geld hinterhergelaufen ist, aber nicht den wahren werten, sodass heute frau und kinder ihn meiden und nach europa 'schicken'.

ein armer mann, der ausserhalb seines angestammten faches (und da auch nur in der gründungsphase) keinerlei expertise und keinerlei menschenkenntnis hat und daher regelmäßig ausgenommen wird wie eine weihnachtsgans.

ein tollpatsch, der in späten jahren derart verzweiflelt nach einer möglichkeit sucht, sein eigentlich verpatztes leben wieder geradezubiegen und dafür auch noch verlacht wird.

eigentlich ein musterbeispiel, wie man es NICHT macht im leben!

Re: es ist ein schrei nach liebe.

sie scheinen ihn ziemlich gut zu kennen. es will ja fast niemand wahrhaben, dass bei einer bling-bling - persönlichkeit so manches im argen liegt und alles andere als beneidenswert ist! dieses immer schnellere drehen bzw. verlassen von ideen hat mit einer immer geringer werdenden reizschwelle an befriedigung zu tun - wie es sich bedauerlicherweise auch in diversen nicht-geschäftlichen :-)) lebensbereichen zeigt...solange genügend käufliche erfüllungsgehilfen finden, wird sich an dem system nichts ändern. in wahrheit stehen alle schlange-die zeit läuft und jeder will noch rausquetschen, was in dr verbleibenden zeit rausquetschbar ist. bbbbbrrrrrrr.....

Antworten Gast: freund?
18.05.2012 08:40
2 0

Re: es ist ein schrei nach liebe.



NUR , weil sie NICHTS im leben erreicht, und NIE gearbeitet haben, sind sie noch KEIN säulenheiliger !

und ein oberst auch nicht.

Antworten Antworten Gast: Aufmerksamer Zeitungsleser
18.05.2012 12:56
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Interessant, was Sie alles über den Werdegang anderer Poster wissen ...

Wenn Sie sich dann noch über den Werdegang Stronachs informieren, können Sie auch zum Thema etwas beitragen.


Antworten Antworten Antworten Gast: freund?
18.05.2012 15:21
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Re: Interessant, was Sie alles über den Werdegang anderer Poster wissen ...



s. unten .

1 0

Naja, der Androsch wusste das schon seit Kreisky's (Un)zeiten

Parteien sind nicht die einzige Moeglichkeit; die Tea-party Bewegung zB. arbeitet durch Unterstuetzung bestimmter Kandidaten etablierter Parteien oder Unabhaengiger, was im Mehrheitssystem zugegeben sinnvoller ist , im Proportionalsystem aber immer noch Lenkwirkung haette. Also organiserte 'Wutbuerger' Bewegungen , welche eigentlich zur Abwechslung gar nicht im rechts-links Schema verankert sein muessten.

Unsere Politker sind ja eh allesamt "perfekt"...

Warum sollten sie sich da auch noch mit den diversen (übrigens gar nicht so dumm klingenden) Vorschlägen Frank Stronachs näher befassen? Besonders ulkig wirkt da der Herr Buchner vom BZÖ, der großspurig auf die Stronach-Millionen verzichtete, um seine "politische Unabhängigkeit" zu bewahren! Neuerdings haben es sich ja SPÖ und ÖVP so gerichtet, daß nur in den NR einziehende Parteien eine Refundierung der Wahlkampfkosten erwarten dürfen. Und eine vergleichsweise winzige Gruppierung wie das BZÖ wird 2013 echte Probleme haben, den Einzug ins Parlament zu schaffen. Und dann herrscht wirklich Schmalhans als Küchenmeister. Macht auch nix: Hauptsache, man bleibt "ehrlich" und verzichtet auf die Alimentationen durch den austro-kandadischen "Big Spender"...

Gast: hier meine antwort
17.05.2012 21:49
1 3

Was genau will Frank Stronach jetzt eigentlich?

Ich habe eine Vermutung:

Er will seinem Leben krampfhaft Sinn geben, nachdem er erkannt hat, dass man Dollarmillionen nicht essen kann.

Leider schafft es der Werkzeugmacher aber nicht, irgendwen mit seinen Ergüssen INTELLEKTUELL zu stimulieren. Seine Revolutionsvorschläge klingen für mich wie die Phrasendrescherei von pubertierenden Gymnasiasten.

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Re: Was genau will Frank Stronach jetzt eigentlich?

sowohl seinem Leben mehr Sinn geben zu wollen als auch ein Werkzeugmacher gewesen zu sein adelt Hr.Stronach mehr als es ihn tadelt.

Gast: b754
17.05.2012 19:08
1 7

seinen narzissmus befriedigen

weil er sonst nichts zu tun hat er und der lauda sind verzichtbar

Antworten Gast: freund?
17.05.2012 21:59
5 2

Re: seinen narzissmus befriedigen



er und der lauda ernähren sich selber, DU kostest mindestsicherung :

WER ist verzichtbar ?

Re: Re: seinen narzissmus befriedigen

sagen sie mal, freund? - was für ein faschistoider vollkoffer müssen sie sein, wenn man sich die unqualifizierten beflegelungen zu gemüte führt. will sich das stronachinstitut keine feineren klingen als bezahlte jubler leisten? da hat mn sich früher noch besserer lobbyisten (:-)) bedient.

Antworten Antworten Gast: b754
18.05.2012 11:13
0 1

Re: Re: seinen narzissmus befriedigen

du

Gast: freund?
17.05.2012 19:00
2 0

a bissal wichtig sein



will er, auf die alten tag !

was er sagt, ist oft richtig, aber gegen die sozi-gangster muß er schon schwereres geschütz auffahren !

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Re: a bissal wichtig sein

Der in die Jahre gekommene Stronach hat aber hier in Österreich tausende Arbeitsplätze geschaffen - da könnte man schon etwas nachsichtig betreffend seiner Österreich-Sentimentalität sein.

Antworten Antworten Gast: freund?
18.05.2012 08:41
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Re: Re: a bissal wichtig sein



seine wirtschaftlichen leistungen würdige ich auch, aber hier ist gefragt, was er POLITISCH will- und punktet er mit unklarheit und hü-hott.

 
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