Manchmal erscheint Marko Arnautović im Vergleich zu anderen Fußball-Exzentrikern wie ein Waserl. Und hin und wieder schießt er für Österreich auch ein paar Tore. Wenn ihn vor wenigen Jahren der damalige Inter-Trainer José Mourinho gelassen hätte, dann sicher auch gegen Gianluigi Buffon, und die Tifosi hätten dem Österreicher kleine Eskapaden verziehen.
Über die Probleme, die der italienische Teamtorhüter Buffon macht, kann mittlerweile aber nicht einmal mehr der Staatsanwalt hinwegsehen. Buffon ist in den Liga-Wettskandal verstrickt, Fahnder haben in einem Wettbüro Schecks des Juventus-Stars in der Höhe von 1,5 Millionen Euro gefunden. Mit der größten Geldtransaktion sollen 20 Rolex-Uhren angeschafft worden sein, mit Sportwetten habe das freilich alles nichts zu tun. Buffon ist für hohe Wetteinsätze bekannt, der Weltklassekeeper aber könnte sich nun gewaltig verzockt haben. Und mit ihm die Fans, die bei der Euro 2012 auf einen Turniersieg von Italien gewettet haben.
wolfgang.wiederstein@diepresse.com
("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.06.2012)















