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Hollande ist weichgeklopft

HELMAR DUMBS (Die Presse)

Das wichtigste Versprechen des neuen Präsidenten hält nur bis zur Parlamentswahl.

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Prognosen sind ja bekanntlich schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Wer hätte sich etwa vorherzusagen getraut, dass Dänemark die Niederlande in der EM-Vorrunde bezwingen würde? Eine Prognose sei an dieser Stelle trotzdem gewagt: Frankreichs neuer Präsident François Hollande wird schneller von seiner Forderung abrücken, den Europäischen Stabilitätsmechanismus wieder aufzuschnüren, als er „ESM“ sagen kann. Sein Wahlkampfversprechen hat ein fixes Ablaufdatum: die Parlamentswahl, die gestern begonnen hat. Nach der Stichwahl am kommenden Sonntag ist es ungenießbar. Wie die Wahl ausgeht, ist dabei sekundär.

Längst hat Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel ihrem neuen Widerpart klargemacht, dass es ein Aufdröseln des Paktes nicht spielen wird. Dem Vernehmen nach wurde Hollande bereits weich geklopft. Die Frage ist nicht mehr, ob er von seinem Versprechen abrücken wird, sondern nur noch, wie er diese Volte seinen Wählern verkauft.

 

helmar.dumbs@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.06.2012)

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11 Kommentare
Gast: Zyni
11.06.2012 17:09
0 0

Einfach

weltfremd. Tip: Frankreichs Ziele nachlesen.

Gast: Luzifer
11.06.2012 13:18
3 0

Eigentlich waren die Wahlen von der Sozialisten leicht zu gewinnen:

Das unpopuläre Sparen wird aufgegeben, die Zeche zahlen andere Staaten ....

Auf diese Weise kann auch ein "fader" Politiker Wahlen gewinnen!!

Ein Beispiel mehr, daß sich POPULISMUS in der Politik bezahlt macht!

Das Beispiel Hollandes und auch die günstige wirtschaftliche Entwicklung Polens, das sich vom EURO fernhält, sollte uns veranlassen, die weitere Mitgliedschaft in der EURO-Zone zu überdenken!

Gast: Heinrich Schreiber
11.06.2012 11:51
1 0

Hollande ist weichgeklopft

Gibt es Prognosen, die nicht die Zukunft betreffen?

Gast: rotgipfler
11.06.2012 11:49
6 0

Gelebte Realitätsverweigerung zur Befriedigung der Leser

Merkel ist von Hollande weichgeklopft worden. Damit ist ihr Ablaufdatum nähergerückt. Die Bankenlobby wird noch zuvor die Deutschen akräftig abcashen. Und Österreich zieht wieder einmal - "alternativlos" - mit. ein Trauerspiel.

Gast: Geheimrat
11.06.2012 10:30
3 0

Politiker leben eben von der Lüge......


Gast: 1. Parteiloser
11.06.2012 08:39
2 0

Hollandes Programm war schon immer unfinanzierbar!

Das 60 Punkte Programm, samt Zeitplan zur Umsetzung, wurde auch veröffentlicht:

http://www.wiesaussieht.de/2012/05/09/der-60-punkteplan-von-francois-hollande/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-60-punkteplan-von-francois-hollande

Das sind, meiner Meinung nach, auch viele vernünftige Punkte dabei. Eine Schnellschätzung zu den Kosten / Einnahmen der einzelnen Punkten, in eine Exceltabelle gedrückt, die hat dann aber doch als Summe
-300 Mrd. Euro p.a. ergeben. Es würde auch bedeuten, dass die Staatsausgabenquote von F, ausgehend von satten 55% des BIP, auf weit über 70% steigen würde was dann eine weitgehende Planwirtschaft, also einen Kommunismus, bedeuten würde. Das jährliche Defizit würde von gut 100 Mrd. Euro auf 400 Mrd. Euro pro Jahr, dann etwa 20% des BIP, steigen müssen.

Hollandes Vision sind also klar erkennbar die Auswirkungen auch. Wenn es diesem Herrn auch nur gelingt 20% seiner Vorhaben umzusetzen (eine Masse an Frühpensionisten hat er schon geschaffen!), dann wird F schnell die Finanzierung am freien Markt verloren haben. Dann braucht er die EZB um seinen Wahnsinn verwirklich zu wollen (Punkt 11 des Links beachten). Das könnte schon 2013/14 der Fall sein. Dann wird es sehr schnell gehen und die Eurozone in die Lage wie früher Zimbabwe kommen.

Frankreich hat heute schon ein Leistungsproblem, ein Problem der Versorgung der Gesellschaft. Dieses Grundproblem lässt sich durch um Umverteilung niemals lösen!

Gast: harras
10.06.2012 20:41
4 0

lebt der Kommentator

in einer Parallelwelt oder hat er nichts verstanden. Wenn hier jemand jemanden weichgeklopft hat, dann Hollande Merkel.
Das passt aber anscheinend nicht ins Weltbild.

Vllt stimmt aber auch mit der soz. Geschäftsidee etwas nicht.


Gast: eupolitics
10.06.2012 20:32
1 5

der sozialist hollande gewinnt- weil er dem arbeitenden volk hilft(pension bei 41jahre arbeit u.60 Lebensjahren)- und faymann verliert die wahlen 2013, weil der den arbeitenden asvg arbeitnehmern schadet und sozialabbau im interesse der banken und bilderberger macht

http://www.orf.at/stories/2124924/2124573/
Pension mit 60 wieder eingeführt
Nicht einmal vier Wochen nach ihrem Amtsantritt hat die neue sozialistische Regierung in Paris damit begonnen, die umstrittene Pensionsreform der Konservativen teilweise zurückzudrehen. Sie setzt damit ein Wahlversprechen von Francois Hollande um.
Die Pension mit 60 wird für diejenigen Arbeitnehmer wieder eingeführt, die schon ab dem Alter von 18 oder 19 Jahren und über Jahrzehnte in die Pensionskasse einbezahlt haben, wie Sozialministerin Marisol Touraine (PS) am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung mitteilte. Im Jahr 2013 sollen etwa 110.000 Bürger davon profitieren.
Längere Erziehungszeiten
Der Anfang Mai abgewählte konservative Präsident Nicolas Sarkozy hatte das Pensionseintrittsalter gegen den Widerstand der Gewerkschaften im Jahr 2010 von 60 auf 62 Jahre angehoben, um die Topbonität Frankreichs zu sichern. Per Dekret soll das nun für jene Arbeitnehmer zurückgenommen werden, die die volle Beitragszeit von 41 oder 41,5 Jahren je nach Geburtsjahr erreicht haben. Sie sollen dann wieder mit 60 Jahren ohne Abschläge in Pension gehen können.

Gast: b754
10.06.2012 20:12
3 10

also merkel ist sicher früher geschichte als hollande

denn die lügerei der merkel die nur die marionette der deutschen bank ist fliegt auf

Gast: LegendIn
10.06.2012 20:08
10 1

Sozialisten und die Halbwertszeit ihrer Versprechen!

Sozialisten werden nur durch Wählerbetrug und Wählerkauf in ihre Ämter gebracht.

Aber viel schlimmer ist die Ansteckungsgefahr, die vom faulen Apfel Frankreich für die ganze EURO-Zone ausgeht.

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