Man kann nicht nur Betriebe zu Tode sanieren. Für Stadtteile gilt Ähnliches. Ob nun der Wiener Eislaufverein selbst und dessen Umgebung einer Revitalisierung bedürfen oder nicht, darüber lässt sich länger diskutieren. Fest steht, dass ein Investor genau das plant. Weil Michael Tojner weiß, wie sensibel das Gebiet in unmittelbarer Nähe zu Ring und erstem Bezirk ist, hat er einen für Österreich ungewöhnlichen Weg gewählt. Der Standort wird mit der Stadt Wien entwickelt. Um Wickel – man verzeihe den Ausdruck – über ein fertiges Projekt zu verhindern. Stichwort: Weltkulturerbe, Gebäudehöhe, Eislaufverein etc. Jetzt dürfen also neben Vertretern der Stadt Wien auch noch Ministerialbeamte gleich zweier Ressorts, Mitarbeiter des Bundesdenkmalamts und sogar Gesandte aller politischen Parteien (Experten allesamt, natürlich) nachdenken, verwerfen und planen. Ach ja, Architekten dürfen auch dabei sein. Ein beispielgebender Weg? Mehr Stadt, weniger privat.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.06.2012)















