Ganz ehrlich: Die Scherbenaufräumer, die jetzt bei der Kommunalkredit und bei der Hypo Alpe Adria die vom früheren Management angerichteten Flurschäden zu beseitigen versuchen, machen ihren Job gar nicht so schlecht. Aber zaubern können sie auch nicht. Am Ende des Tages wird also wohl noch die eine oder andere Milliarde an den Steuerzahlern hängen bleiben beziehungsweise ihren Weg ins Budgetdefizit und in die offiziellen Staatsschulden finden.
Das ist besonders im Fall Hypo ärgerlich. Denn die hätte man wohl auch billiger „abwickeln“ können. Wenn, ja wenn nicht diese hirnrissige (unterdessen auf 18 Milliarden abgeschmolzene) 24-Milliarden-Euro-Haftung des Landes Kärnten gewesen wäre.
Einem Privaten, der Bürgschaften über das Zwölffache seines Jahreseinkommens einginge, würde man wohl zu Recht der Besachwalterung zuführen. Die Landespolitiker, die damals diesem Kapital-Verbrechen zugestimmt haben, führen dagegen noch immer das große Wort, so als wäre nichts gewesen.
Fehlende Verantwortung – das ist auf allen Ebenen wohl die Hauptursache der derzeitigen Finanzkrise. Brauchen wir nicht, zahlt eh der Steuerzahler. Das gilt im Übrigen auch für die Kommunalkredit, deren frühere Finanzchefin für die Mithilfe beim Milliardenversenken mit dem Posten der Unterrichtsministerin belohnt worden ist. Witzig ist das Ganze nicht. Aber teuer!
("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2012)















