Was bitte ist nur los mit den Wiener Grünen? Die fröhliche, unbeschwert scheinende Partei hat sich in diesem Sommer eine harte Zeit der Selbstreflexion, -bezichtigung und -geißelung auferlegt. Kaum hat professore Alexander Van der Bellen reumütig erklärt, es sei ein „Makel“ gewesen, sein Mandat im Rathaus nicht angenommen zu haben, ereilt uns das nächste Gelöbnis, sich zu bessern. (Vorsichtige) Kritik von SP-Stadtrat Michael Ludwig und mehr als 100.000 Unterschriften für eine Parkpickerl-Volksbefragung später bekennt Klubchef David Ellensohn, das Erklären der für das Budget nicht uninteressanten Maßnahme nicht übertrieben ernst genommen zu haben. Wie recht er hat. Wirklich erklärt, wie sie Parkplatzmangel beheben wollen, haben sich auch die Gegner nicht. Egal. Sie waren beim Sammeln von Unterschriften erfolgreich. Um bei einer Volksbefragung ein Ja zur Pickerlausweitung zu erreichen, wird mehr als das Verteilen eines Werbefolders nötig sein. (Grüne) Politik von oben herab kommt nie gut.
E-Mails an: dietmar.neuwirth@diepresse.com
Bürgerferne Grüne (ausgerechnet!)
DIETMAR NEUWIRTH (Die Presse)
Was bitte ist nur los mit den Wiener Grünen?
39 Kommentare
linkslinke Abzocke
es ist schon klar, dass man die Parkflächen nicht unbegrenzt ausdehnen kann aber Vasilaco und Co haben nur eines im Sinn: Abzocke wo es nur geht . alleine die Ausweitung der Gebuhrenzonen und -zeiten, die massive Erhöhung dér Gebühren sind noch nur dazu da, die Autofahrer als Melkkuh auszunehmen. und das Geld fließt in die Parteien und Parteinahe Betriebe der SPÖ. und dem Bürger wird versichert es sei alles gut und bestensGleichheit
Die Einführung eines Parkpickerls nur für einen Bewohner mit Hauptwohnsitz in Wien sehe ich als zentralistische Anstrengung einer links Linken Organisation. Sie nötigt geradezu Pendler mit Nebenwohnsitz in Wien sich hier Haupt zu melden. Wer noch nie einen 8 Stunden Tag und dann noch bis zu 4 Stunden Fahrzeit mit den Öffis von zur Arbeit hatte weis nicht wovon er spricht. Wenn schon Forderung der Öffentlichen Infrastruktur dann alle Autobesitzer zur Kasse gebeten mit einer km abhängigen Abschlagszahlung (das ist auch umsetzbar zB übers Pickerl). Das Geld auf die Bundesländer und den Bund aufgeteilt sowie zweckgebunden. Die Öffis wieder leistbarer machen und auch von den Pedalrittern einen FS und Kostenbeitrag verlangen, denn auch sie nutzen von der öffentlichen Hand finanzierte Radwege, Strassen und unterliegen ebenso der StVo.s.g. herr neuwirth
was ist mit der chaostruppe los?wenn kommunisten oder andere linksradikale auf der oppositionsbank kauern und nägel beissen, kommen immer lustige forderungen..sie wissen, dass sie das nicht umsetzen müssen.
sobald sie in verantwortung stehen schaut das gleich ganz anders aus...chaos pur....das war zu erwarten. nicht zu erwarten war, dass es jemanden gibt den das wundert...so wie sie
entgrünt österreich !
und wien kann wieder lebenWirklich erklärt, wie sie Parkplatzmangel beheben wollen, haben sich auch die Gegner nicht
Recherchieren?- Mehr Park & Ride Anlagen zu vernünftigen Preisen
- billigere Öffi Tickets!
- Erweiterung der Ubahnen in die Vorstädte
- Statt unnötigen Radwegen alá Wienfluss Parkmöglichkeiten schaffen!
brauchen sie noch mehr mögliche Alternativen?
Re: Wirklich erklärt, wie sie Parkplatzmangel beheben wollen, haben sich auch die Gegner nicht
noch mehr öffis in Wien???Fahrens mal in Graz, Linz oder Salzburg öffentlich, sie würden Wien anbeten!
Re: Re: Wirklich erklärt, wie sie Parkplatzmangel beheben wollen, haben sich auch die Gegner nicht
Wo habe ich denn bitte noch mehr Öffis gefordert? Ich habe lediglich eine Verlängerung der Ubahn und eine Verbilligung gefodert. Lesen und dann postenRe: Re: Fahrens mal in Graz, Linz oder Salzburg öffentlich, sie würden Wien anbeten !
???Wie lange braucht man wohl als Nicht-Wiener, bis man sich im Wiener Straßenbahn- und Bus-Chaos auskennt ?
In Salzburg hingegen ist die Übersichtlichkeit der Linien hervorragend. (Ist natürlich in einer kleinen Stadt auch viel leichter einzurichten - aber warum man das Wiener Tohuwabohu anbeten sollte, ist mir schleierhaft.)
Re: Wirklich erklärt, wie sie Parkplatzmangel beheben wollen, haben sich auch die Gegner nicht
Hört sich vernünftig an denn eigentlich ist das Parkplatzproblem hausgemacht, da ja immer wieder Parkfläche vernichtet wird. Auch "Gratis-Öffis" mit "Gratis-Park&Ride" würden helfen die Autofahrer zum Umstieg zubewegen.
Der rasche weitere Ausbau der Öffis ist unabhängig vom Parkpickerl sowiso eine Notwendigkeit.
machen wir die autofahrer glücklich!
lassen wir sie noch viel länger im stau stehen und bei der parkplatzsuche kreisen.da sie offenbar gegen lenkende maßnahmen so derartig allergisch sind, muss ein großer lustgewinn in diesen tätigkeiten stecken!
Re: machen wir die autofahrer glücklich!
Ich finde den Ausdruck "lenkende Massnahmen", welchen Sie in Ihrem Posting verwendet haben, ausgesprochen interessant. "Lenkende Massnahmen" wie das Parkpickerl, lenken nämlich zwei Dinge:1. Mehr Geld von vielen Steuerzahlern in die Stadtkasse
2. Die Grünen zurück in die Opposition (spätestens bei der nächsten Wahl)
Was diese Massnahmen jedoch NICHT lenken ist folgendes: Den Pendlerstrom und den Verkehr in Wien generell.
Re: Re: machen wir die autofahrer glücklich!
also ich kenne leute in pickerlzonen, die behaupten, dass die suche leichter geworden sei. vermutlich ist das nicht überall so.aber wenn ich mir die in meiner bislang pickerlfreien gegend so anschaue, dann muss ich sagen: ziemlich viele autos ohne W auf dem kennzeichen stehen da rum!
da ich in wien kein auto benutze, bin ich nur indirekt betroffener, ein passiv-raucher sozusagen.
doch ich wundere mich schon sehr über die direkt betroffenen, die WIENER autofahrer, denen ein bagatellbetrag für die vignette schlimmer erscheint als eine erleichterte parkplatzsuche. zeitgewinn und kostenersparnis inklusive.
warum diese unlogik?
Re: Re: Re: machen wir die autofahrer glücklich!
Ganz einfach: Weil auch der Wiener mit seinem Pickerl dann nur in SEINEM Bezirk parken darf. Seine Gäste/Verwandte, die ebenfalls Wiener sind, aber halt leider nicht im selben Bezirk wohnen, können dann nicht mehr per Auto kommen. Jetzt fahren Sie mal mit Kind und Kegel quer duch Wien, mir den Öffis, weil Sie bei ihrer Familie nicht parken können.Das Pickerl würde genau dann und NUR dann eine Mehrheit an Befürwortern haben, wenn man damit in ALLEN Bezirken parken könnte. Angeblich soll es ja die bösen Pendler von NÖ abhalten nach Wien zu fahren. Warum dann aber das Pickerl nicht in ganz Wien gilt, ist die eigentliche Unlogik, die von unseren unfähigen Politikern offenbar nicht begriffen wird.
Re: Re: Re: Re: machen wir die autofahrer glücklich!
also eine forderung des wiener autofahrers, immer und überall in ganz wien gratis parken zu können.solche unverschämtheiten KÖNNEN nur resultat von zuviel benzinschnüffeln sein!
"das Erklären der für das Budget nicht uninteressanten Maßnahme nicht übertrieben ernst genommen zu haben"
der allgemeine tenor bei anderen themen, zb bei der integration lautet: das ist eine holschuld.ich finde: informationen über politik zu sammeln, ist ebenfalls eine holschuld.
die informationen dazu gibt es zuhauf. und es ist ein offenbarungseid des bürgers, wenn er diese infos nicht einholen und verknüpfen kann, sondern alles mundgerecht aufbereitet von parteien serviert bekommen will - zurecht wird ihm da viel mieses hingestellt und er muss diesen fraß runterschlingen.
warum ausgerechnet die presse, die sich und ihren lesern einen 'weiten horizont' zuschreibt, diese depperl-versorgung fordert, entzieht sich meinem verständnis!
Re: "das Erklären der für das Budget nicht uninteressanten Maßnahme nicht übertrieben ernst genommen zu haben"
Sie sind ja ein ganz ein Schlauer.Versuchen sie mal als Vertreter einer Bürgerinitiative Informationen einzuholen. Sie werden bei den Politikern gegen eine Mauer des Ablehnens laufen. Da wird Datenschutz, Verschwiegenheitspflicht und was weiß ich noch alles ins Feld geführt. Antworten erhalten sie keine, ausser man findet jemanden wohlgesonnenen der einem unter dem Mantel der Verschwiegenheit Infos zukommen lässt.
Politiker sind schlimmer als Rosstäuscher und lügen bereits reflexartig weil sie niemals bereit sind die Wahrheit zu sagen.Selbst wenn man es schwarz auf weiß nachweisen kann werden diese Ehr- und Charakterlosen Menschen alles abstreiten.
Re: Re: "das Erklären der für das Budget nicht uninteressanten Maßnahme nicht übertrieben ernst genommen zu haben"
sie sind aber auch ein ganz schlauer: einer der vortrefflich zu pauschalieren weiss!wie wäre es, wenn sie ihre pauschielierung im letzten absatz fortsetzten?
zb in form von: poster sind schlimmer als der letzte grind. sie sind dumm, faul und präpotent, sie befetzen ohne argumente den ideologischen gegner und suhlen sich in ihrer anonymität.
selbst wenn man es schwarz auf weiß nachweisen kann, werden diese ehr- und charakterlosen menschen alles abstreiten.
"wie sie Parkplatzmangel beheben wollen"
na, durch das parkpickerl. bei uns im 15. nahe der U3 parken ca. 50%-60% nicht-wiener (darunter zahlreiche dauerparker - derzeit blockiert seit einer woche ein slowakischer kleintransporter unser haustor). und etliche wiener werden wohl auch bezirksfremd sein. mit parkpickerl sind dann ca. 50% -60% dieses verkehrs weg aus unserer gasse.Re: "wie sie Parkplatzmangel beheben wollen"
Ausländische Lenker (speziell aus dem ehem. Ostblock) ignorieren konsequent unser Verkehrsrecht da die Strafen ohnehin niemand eintreiben kann wenn sie nicht bezahlen, das wird sich auch mit Parkpickerl nicht ändern die finden den Strafzettel höchstens lustig.Re: "wie sie Parkplatzmangel beheben wollen"
Wenn er Ihr Haustor blockiert, lassen Sie ihn abschleppen---dazu brauchen Sie kein Parkpickerl.Die fröhlich und unbeschwert scheinende Partei...
Der war gut!!!Irgendetwas muß ich versäumt haben.
Die Grünen waren nie unbeschwert und fröhlich. Das waren immer krampfhaft verbissene Ideologen die in den Keller lachen gehen.
Holper- und Stolpertext
Das ist der am wenig flüssigste Text, den ich je von einem Journalisten gelesen habe.Lieber Herr Neuwirth!
Die Grünen sind eine Partei wie jede (!) andere. Dass sie von den gegenwärtig behandelten Skandalen nicht betroffen sind, liegt lediglich daran, dass sie nie Regierungsverantwortung trugen und daher in nichts eingebunden wurden. Was in Wien geschah, zeichnet sich inzwischen bereits wenige Wochen nach der Wahl auch in Innsbruck ab. Das politische Alltagsgeschäft ist eben ein anderes. Sie unterscheiden sich aber auch in Opposition nicht von den anderen. Zwei Tiroler Beispiele: LAbg. Georg Willi - nicht abgeschlossenes Studium von 1979-1989, ab da und bis heute in der Politik. LAbg. Gebi Mair - Studium 2010 abgeschlossen, aber seit 2006 in der Politik. Haben beide keinen Tag ihr Geld selbst erarbeitet, sondern lebten und leben vom Steuergeld. Tolle grüne Alternative!Wieso sich die in Wie "Grüne" nennen, "Linksextrem" wäre angebrachter, weil die Bevölkerung nirgends mitreden darf.
Die Grünen sind im Machtrausch-
weil der unsagbare Häupl sie als Steigbügelhalter erwählt hat ( sie selber brachten 12,64% auf die Waage), wähnen sie sich am Ziel ihren Wünsche und träumen von der Regierungsbeteiligung auf Bundesebene.Ich hoffe denn doch,dass den Wählern endlich ein Licht aufgeht und sie auch realisieren, dass die Grünen den unsäglichen ESM mit voran treiben wollen.
Machen wir sie wieder zu dem was sie sind :
eine Zwerg-Partei !!
Das Parkpickerl
hat bis dato keinen einzigen, neuen Parkplatz gebracht, sondern nur mehr Einnahmen für die Stadt, denn der propagierte Lenkungseffekt liegt unter der Wahrnehmbarkeitsgrenze.Und als Ablenkungsmanöver wurde vor kurzem von den Grünen Tempo 30 auf Hauptstraßen in der Nacht als nächste, beabsichtigte Aktion auf den Tisch gebracht. Gleichzeitig biedern sie sich für eine, mittels Zustimmung zum "ESM-Putsch" durch die Hintertür (in Deutschland vor dem Verfassungsgericht), für eine nächste Regierungsbeteiligung an.
Und das soll Politik für steuerzahlende Bürger und deren Kinder sein? Ich hätte eine andere Vorstellung davon.















