Schweren Herzens: Ja zur Wehrpflicht

MeinungEine Woche vor der Befragung boten SPÖ und ÖVP noch einmal ihre Argumente auf: Vom "besten System Europas" bis zum "Luftschloss". Unsicherheitsfaktor ist die Beteiligung.Die Chance, dass eine künftige Regierung nachvollziehbare sicherheitspolitische Optionen entwickelt, ist größer als das Risiko der populistischen Verschlimmbesserung.

Schweren Herzens Wehrpflicht
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Schweren Herzens Wehrpflicht
(c) Clemens Fabry

Am kommenden Sonntag sind wir also eingeladen, den Veitstanz, in dem ÖVP, SPÖ und „Kronen Zeitung“ rund um die Frage Wehrpflicht oder Berufsheer seit geraumer Zeit ihre psychopolitischen Probleme ausagieren, durch unsere Teilnahme zur Massenpsychose zu veredeln. Man kann jeden verstehen, der sich entschließt, diese Einladung zu ignorieren und den Initiatoren des organisierten Demokratiebetrugs zu signalisieren, dass man nicht bereit ist, sich auf so dreiste Weise für dumm verkaufen zu lassen. Das Problem von Signalen besteht allerdings darin, dass ihre Wirksamkeit von der Fähigkeit und der Bereitschaft des Empfängers abhängt, sie zu verstehen. Gehörlose können durch einen Warnruf nicht vor einem Unfall bewahrt werden, Blinde kann man nicht durch Warnschilder auf Gefahren aufmerksam machen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.01.2013)

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