21.11.2009 17:24 | Meine Presse Merkliste0

Mit der ÖVP ist kein Staat mehr zu machen

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

SPÖ und ÖVP erzielen das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. Die Sozialdemokraten bleiben die stärkste Fraktion im Parlament. Die Grünen werden von FPÖ und BZÖ überholt, es wird also wohl wieder nichts mit der Regierung.

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Das Ergebnis dieses Wahlsonntags ist weder eine große Überraschung noch ein großer Umsturz. Dass FPÖ und BZÖ gemeinsam zur stärksten Kraft werden könnten, war ebenso vorhersehbar wie die möglichen Regierungskonstellationen danach: Fortsetzung der „Großen Koalition“ als „Kleine Koalition“ aus SPÖ und ÖVP oder Beteiligung zumindest der FPÖ, möglicherweise auch des BZÖ. Umsturz ist es keiner, weil wir die Situation schon hatten: 1999 sah es politisch ziemlich genau gleich aus in diesem Land (siehe auch Seiten 2 und 3). Damals wie heute war der Hauptgrund für den Höhenflug des dritten Lagers die Große Koalition. Seinerzeit war sie allerdings nicht nach eineinhalb Jahren miserabler Performance gescheitert, sondern erst nach dreizehn Jahren gemeinsamer Regierung, in denen immerhin der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union stattgefunden hatte.

Und es gibt einen weiteren wesentlichen Unterschied zur Situation vor zehn Jahren: 1999 profitierte Jörg Haider von der Ausgrenzungsstrategie der SPÖ, die Franz Vranitzky zu Recht das Prädikat „Haidermacher“ eingetragen hat. 2008 wurden Haider und Heinz-Christian Strache von Werner Faymann auf Augenhöhe, von Populist zu Populist sozusagen, behandelt, was die Bekenntnisbereitschaft der freiheitlichen Wähler und damit die Vorhersehbarkeit des freiheitlichen Erfolgs erhöhte.

Deshalb wäre es auch nur konsequent, wenn Faymann, der „Strachemacher“ des Jahres 2008 und nebenbei einer der beiden Verlierer dieser Wahl, den Weg weitergeht und mit den Siegern eine Regierung bildet. Was den populistischen Grundzugang zur Politik betrifft, sind sich die beiden sehr ähnlich, und auch inhaltlich spricht, wie die letzte Nationalratssitzung vor der Wahl gezeigt hat, nichts dagegen: Schon da gab es eine SPÖ-FPÖ-Minderheitsfraktion, die sich mit wechselndem Erfolg Mehrheiten suchte. Zumindest das könnte man in Form einer Minderheitsregierung – vielleicht Rot-Grün mit freiheitlicher Duldung? – fortsetzen.

 


Vom Bundespräsidenten über den medialen Mainstream, der die Möglichkeit einer Regierungsbeteiligung von FPÖ und BZÖ vermutlich erneut für das Ausleben seiner „Naziland“-Fantasien nutzen würde, wird allerdings massiver Druck auf eine Koalition der Verlierer ausgeübt werden. Heinz Fischer, der seine Unabhängigkeit von den politischen Realitäten während der vergangenen eineinhalb Jahre wiederholt eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, wird vermutlich sogar erklären, dass die Neuauflage der Großen Koalition der „Wählerwille“ sei. Nachdem sie Werner Faymanns Wille ist, ist sie ja tatsächlich auch der Wille zumindest eines Wählers. Also wird Fischer wie schon 2006 mit aller Gewalt versuchen, die ÖVP in eine Neuauflage der Verliererkoalition zu prügeln, im Namen einer „stabilen Regierung“.


Und sie wird sich wohl wieder hineinprügeln lassen, die ÖVP. Denn inzwischen ist sie inhaltlich und personell sogar für eine selbstbewusste Oppositionsansage, die die einzig richtige Antwort auf die Entwicklung der vergangenen zwei Jahre wäre, zu schwach. Erst recht für die einzige Alternative, die sich nach der Absage Faymanns an FPÖ und BZÖ ergibt: eine Regierung aus ÖVP, FPÖ und BZÖ. Schon allein der Umstand, dass sich mediokre Figuren wie ein Ferry Maier am Wahlabend über eine Niederlage öffentlich lustig machen, zu der sie selber durch ihre schiere Existenz einen wesentlichen Beitrag geleistet haben, zeigt, dass mit dieser Partei auf absehbare Zeit kein Staat mehr zu machen sein wird. Und so wird sich die SPÖ, die das schlechteste Ergebnis aller Zeiten eingefahren hat, als Sieger fühlen dürfen und genüsslich mitansehen, wie die ÖVP, die ebenfalls das schlechteste Ergebnis aller Zeiten eingefahren hat, nach absolvierter Obmannentsorgung reumütig ins koalitionäre Faulbett gekrochen kommt.

FPÖ und BZÖ kann nichts Besseres passieren: Schon allein der berechtigte Zorn darüber, dass das politische Establishment des Landes, vom Bundespräsidenten abwärts, den Bürgern weismachen will, dass genau das, was sie dezidiert nicht mehr wollten, das Beste für das Land wäre, wird ihnen weitere Anhänger zutreiben.


michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.09.2008)

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113 Kommentare
Gast: Manioc
12.10.2008 20:32
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@Weinpolter

Also die alte Leier eine rote Regierung ist eine gute Regierung, eine andere ist schlecht.
Dafür braucht man kein Mehrheitswahlrecht, das kann man auch so in die Verfassung schreiben.

Etwa so:
Eine Regierung ohne Beteiligung der Sozialdemokraten ist schlecht für Österreich und bleibt daher aus demokratischen Gründen ausgeschlossen.

Das Mehrheitswahlrecht beschert den Briten zwar nach aussen stabile politische Zustände, aber wissen Sie auch, wie viele Leute in GB sich politisch nicht vertreten fühlen?

Die gehen dann auf die Strasse und vertreten sich dort selbst.

Viel Vergnügen

Gast: Manioc
12.10.2008 20:27
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Forts.

Warum diesen Herrn Strache niemand ernst nimmt, versteh ich einfach nicht. Er hat alle schlechten Eigenschaften des ehemaligen VdU wiederbelebt. Aber da gibt es keine kleinen Sticheleien in der Presse, da wird nicht dagegen polemisiert.

Vielleicht sollte man den Leuten doch einmal die Wahrheit sagen. Zum Schluß kommt das gar nicht so schlecht an.

Gast: Manioc
12.10.2008 20:22
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Warum nur immer wieder Haider

Was ich seit dem Bestehen des BZÖ nicht verstehen kann ist eines:

Da gab es eine rechtslastige Partei namens FPÖ.
Sie war und ist ein Sammelbecken für Altnazis (soweit noch überlebend) und deren konditionierten Nachwuchs (soweit fähig, komplette Sätze zu sprechen).

Diese FPÖ hielt Kreisky 1970 die Steigbügel für eine Minderheitsreg., bis der Populist alle Gesetze unter Dach und Fach hatte um die Absolute zu schaffen.
Diese FPÖ verlängerte 1983 die Zeit sozialistischer Alleinherrschaft um 3 Jahre.
Das hat man alles gewusst.

Aber erst, als Haider Stunk machte ist man draufgekommen, dass das ja eigentlich sehr rechte Gesellen sind.

Dabei hatten gerade die strammen Gesellen (zumindest nach einer Zeit) unter Haider nicht soviel zu reden wie vorher. Das hat auch zur Abspaltung des BZÖ geführt (Wobei ich nicht sagen will, daß das keine rechte Partei ist).
Aber jetzt haben wir Strache, und gegen den ist Haider wahrlich ein linker Staatsmann gewesen.

Gast: Franz Weinpolter
08.10.2008 19:01
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Ein Mehrheitswahlrecht braucht das Land

Immer wieder beweist sich: Ein Verhältniswahlrecht ist nicht geeignet für Österreich. Wir brauchen ein Mehrheitswahlrecht wie in Großbritannien, wo immer die relativ stärkste Partei die absolute Mehrheit im Parlament erhält, selbst wenn sie nur 25% der Stimmen einfährt. Hätten wir ein solches Wahlrecht, hätte Österreich seit Kreisky eine stabile sozialistische Mehrheit gehabt und würde heute ganz anders (besser!) aussehen als es jetzt der Fall ist. FPÖ und BZÖ wären einfach kein Thema mehr, leider auch die Grünen. Bedauerlicherweise schaut es gegenwärtig nicht so aus, als ob im Parlament die für für Enführung eines Mehrheitswahlrechtes erforderliche Zweidrittelmehrheit zu finden wäre. --- Eine Hochrechnung am Wahlabend wäre auch verzichtbar, der ORF würde dabei eine Menge Geld einsparen und stünde finanziell besser da als heute.

Gast: Herr Müller
06.10.2008 23:28
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Lieber Herr Fleischhacker:

"Faymann, der „Strachemacher“ des Jahres 2008" - dieser Topfen ist ja wohl nicht zu überbieten: mindestens den gleichen wenn nicht den größeren Anteil am "Sieg" von Strache und Haider gebührt der Schüssel-Molterer-ÖVP - wer hat denn 6 Jahre mit FBÖ/BZÖ koaliert und deren "Ausländerpolitik" salonfähig gemacht? - Bekanntlich war das die ÖVP, oder sind Sie ein bisschen vergesslich?

Gast: D.Knoflach
01.10.2008 15:54
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So, what ?

Inkompetenz war noch nie ein Grund für Opposition.

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Hintergründig.

Was Herrn Fleischhacker in diesem Artikel wundervoll gelungen ist, ist eine sogenannte "demonstratio ad absurdum": er hat schlüssig bewiesen, daß es für die ÖVP - aber auch für Österreich insgesamt - keine vernünftige Alternative zur Fortsetzung der Großen Koalition gibt.

leokoller3
01.10.2008 16:40
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Re: Hintergründig.

Das Problem der OeVP wird damit jedoch nur hinausgeschoben und vertieft. Sollte die mittlere (von grosser kann man ja nicht mehr sprechen) Koalition kommen (auch wenn sie die vollen fuenf Jahre haelt), dann wird die FPOe (ohne BZOe) zumindest Zweite sein und die OeVP auf unter 20% abrutschen. In der Opposition koennte man sich regenerieren und vielleicht den heutigen Stimmenanteil halten. Der einzige Weg fuer die OeVP, bei der naechsten Wahl wieder eine Grosspartei (62 oder mehr Mandate) zu werden, ist schwarz/blau/orange.

Gast: modestus
30.09.2008 18:02
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Bitte,


Wolfi und Willi, nehmts den Fleischi gleich mit!


leokoller3
30.09.2008 23:07
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Re: Bitte,

Bitte, Werni und Hansi, nehmts den Gast: modestus gleich mit!

Gast: Albert Steinbacher
29.09.2008 23:16
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Die ÖVP ist nur für die Macht geschaffen

Sie kann nicht ohne den maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft leben, sie würde zerbrechen.
Daran ist die Koalition gescheitert, weil sie nichts abgeben wollte.
Sie hat den derzeitigen Untergang herbeigeführt mit der brutalen Verwigerung jeder Arbeit.
Wenn sie in Opposition geht kann man ihren Nachruf schreiben.

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In der schwarzen Zwickmühle

Natürlich wäre ein Dreieergespann ÖVP, FPÖ und BZÖ zumindest theoretisch eine Option. Doch dafür müßten zunächst die Herren Strache und Haider ihre gegenseitigen Animositäten begraben. Und wer führt nach einer möglichen Reunion in der neuen Partei dann das große Wort? Da müßte es schon eine äußerst penibel konstruierte Kompetenzabrenzug geben, damit es sich nicht bald wieder spießt!

Ich weiß nicht, ob sich die ÖVP darüber freuen sollte. Denn gegen diese beiden "Igeln" hätte der "Hase" Josef Pröll einen verdammt schweren Stand! Da wäre fast noch der Vizekanzler-Part unter einem Regierungschef Faymann der angenehmere Part, denn dieser braucht nicht erst Kreide zu fressen, damit man seine wahren Absichten übersieht.

Daß Josef Pröll heute zum "geschäftsführenden Obmann" gemacht wurde, ist immerhin der ersten Schritt in eine vernünftigere personelle Richtung. Weitere sollten jedoch möglichst bald folgen; noch früher freilich die Verabschiedung Schüssels Denn der ist des Übels Wurzel!

geheimrat
29.09.2008 18:01
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Die gestrige Wahl


war der absolute Höhepunkt des Heilsgeschehens in dem sich Gott durch seinen in die Welt gesandten Sohn Werner F. in unüberbietbarer Weise offenbarte.

leokoller3
30.09.2008 23:03
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Re: Die gestrige Wahl

Die oesterreichische Dreifaltigkeit:
der Vater = Hans
der Sohn = Werner
der Hl. Geist = die Krone

Gast: pietronius
29.09.2008 17:40
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fpö-macher! wer? die övp!

ihr artikel liegen falsche ansätze zu grunde!
1. haider und strache-macher 2008 ist eindeutig die övp unter schüssel/molterer, denn sie hat die wahlen provoziert und ausgerufen. das ergebnis war vorherzusehen.
2. regierungs und salonfähig gemacht wurde die fpö (später bzö) durch die schüssel övp und deren regierung im jahr 2000.
3. die övp führte verhandlungen mit dem bzö zur verhinderung der mwst. halbierung, hat also die radikale rechte nicht ausgegrenzt.
lieber herr fleischhacker, ich weiss ihren meinungsjournalismus wirklich nicht zu schätzen (leitartikel am samstag). aber jetzt auch noch die falschen schlüsse aus dieser wahl zu ziehen, das hat schon chuzpe!
ich bin schon gespannt, wie sie die kommende övp-bzö-fpö koalition durch ihre leitartikel salonfähig schreiben werden.
wo bleibt der anstand dieser einst renomierten zeitung.

Tom93
29.09.2008 16:11
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ächz. die arme övp wird wieder in die regierung geprügelt werden. gemein!

sie wird sich nicht wehren könne, wieder die politik im land bestimmen zu können, obwohl sie nur knapp 26% der stimmen erhalten hat. und ministerien und posten sonderzahl in der verwaltung besetzen zu können.

das leben kann so hart sein!

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fleischhacker ist parteipolitischer journalist

wie kann man sonst nur die eigentlichen fpo-bzo-macher nicht erwähnen - die oevp?

VPler-Dämmerung

Zu Recht: wer braucht diese ÖVP noch? Ab in die Opposition Wunden lecken. Es wär doch so einfach. Weg mit Schüssel, Kohl und Molterer. Her mit den Hahns, Fekters, Hirschmanns. Ich will keinen NÖ Landeshauptmann mehr sehen. Ich will keine verstaubten im letzten Jht stecken gebliebenen Funktionäre mehr (Neugebauer). Wirtschaftsliberalismus, kontrollierte Einwanderung, radikale Bildungsreform, Bundesstaatsreform etc. verlangen vor allem eines: den aufrechten Gang. Mut zum Risiko. Die Wähler sind klug genug.

TU Student
29.09.2008 16:03
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Weiters...

Wir brauchen KEINE kontrollierte Zuwanderung, sondern IHR sollt die EIGENE Jugend ernst nehmen!

25 Jaehrigen, die zwischen Praktikum und freien Dienstverhaeltnissen wechseln, etwas von Familiengruendung erzaehlen, ist Zynismus.

Das Bildungssystem ist nicht so schlecht wie getan wird, wenn man endlich aufhoert, die Vorurteile der uebelsten Proleten zu bedienen: "Faule Studenten sollen zahlen".

Die Waehler sind klug genug, leider die Politiker nicht. KEIN EINZIGER ist es wert, ihm die Stimme zu geben.

TU Student
29.09.2008 15:53
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Krampfhafte Realitaetsverweigerung

Der Schuesselkurs wurde abgewaehlt. Eine liberale Politik will in diesem Land niemand, eine Neo-liberale schon ueberhaupt nicht.

Was in Oesterreich fehlt, ist eine KONSERVATIVE Partei. Es duerfte Ihnen entgangen sein, dass dieser sogenannte Wirtschaftliberalismus uns um haaresbreite am 3.Weltkrieg vorbeischrammen liess (durch Zusammenbruch des globalen Waehrungssystems). Im Oesiland war man die letzten Tage wohl etwas zu sehr mit sich selbst beschaeftigt, man nimmt sich etwas zu wichtig hier.

Vielleicht ist Ihnen nicht klar, dass heute Millionen von Amerikanern ohne Pension dastehen, weil diese verzockt wurde. Schuessel hat dieses System in Oe. fuer uns Junge etabliert.

Ich stelle hier eine Frage: Warum sollte wir Jungen heute die (oft ueberzogegen) Pensionen der Alten finanzieren, wenn wir selbst dem Gluecksspiel ausgesetzt sind?

Liebe "moderne" OEVPler, ANTWORTET!

Antworten Antworten Gast: hobbit
30.09.2008 13:54
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Re: Krampfhafte Realitaetsverweigerung

Hey Mann, gib mir Deine Drogen, die müssen ja irre wirken angesichts des Schwachsinns, den Du schreibst.

Dritter Weltkrieg? Wo bitte?

Schüssel etablierte amerikanisches Pensionssystem in Österreich? Wann? Kann man da reinoptieren? Lieber ein amerikanisches System mit Risken, als ein österreichisches, das mich zwingt, Beiträge zu zahlen, die ich selbst sicher nicht schlechter veranlagen würde. Aber lassen wirs: Deine Anwürfe sind derart schräg, daß jeder Kommentar zu viel Beachtung wäre.

Studiere weiter und tu Dir selbst einen Gefallen: Mach es gut und schnell, denn Deine Ausführungen lassen vermuten, dass es jenseits Deines Faches wenig geistige Flexibilität gibt.

Re: Krampfhafte Realitaetsverweigerung

WENN Sie in der ÖVP noch immer Konservatismus sehen, DANN muß ich Ihnen drauf antworten: Dann fehlt eine rechtsliberale Partei als Gegenstück zu den Grünen in Österreich.

Nur Konservative sehen zur Zeit einen dritten Weltkrieg als Folge der Finanzkrise. Wie ich schon sagte: In der ÖVP fehlt der Mut zum Risiko.

kobold
29.09.2008 15:43
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Re: VPler-Dämmerung

Welchen Hahn meinen Sie? Johannes Hahn? Das ist einer der größten Verlierer in der ÖVP.

Gast: Erwin
29.09.2008 15:09
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Wo ist eigentlich Cicero/Christian,

der auch angesichts dieses (vorhersehbaren) ÖVP-Debakels nicht müde wird, ein Loblied auf Molterer/Schüssel anzustimmen?

Cicero
29.09.2008 16:07
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Nur die Ruhe! Wenn Faymann Bundeskanzler werden will, muß er Wasser in seinen Wein gießen.

Keine Sorge, ich, Cicero, bin nicht identisch mit Christian, aber ich komme schon noch. Und ich habe mehr zu sagen als Ihnen lieb ist.
Gegenwärtig bin ich auf dem Weg nach Hainburg an der Donau zur alljährlichen Generalversammlung des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa, dessen Präsident Erhard Busek ist und dessen bescheidenes, ordentliches Mitglied ich bin.
Also bitte, nur Geduld.
Vorweg nur soviel, Faymann hat verloren, halt weniger als die ÖVP, aber eben verloren. Denn er kann alleine nicht! Ohne ÖVP kann Faymann nicht oder er muß sein Versprechen, nicht mit der FPÖ, eben brechen.
Die ÖVP kann sich zurücklehnen und erst einmal zuschauen. Sie wird sich aber nicht zurücklehnen, sondern analysieren und ein Konzept erarbeiten. Dann werden wir sehen.

Antworten Antworten Gast: Erwin
29.09.2008 17:29
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Re: Nur die Ruhe! Wenn Faymann Bundeskanzler werden will, muß er Wasser in seinen Wein gießen.

Ach ja, Erhard Busek, der sich jetzt alterweise gibt und ebenfalls als Totengräber der ÖVP (legendär ist sein Anstimmen der Internationale) betrachtet werden kann.

Da die ÖVP die Opposition fürchtet wie sonst kaum etwas, wird ihr nichts anderes übrig bleiben, als abermals mit der ungeliebten SPÖ in die Regierung einzutreten, um bei der nächsten Wahl, die wahrscheinlich bald fällig sein wird, die nächste Watschen vom Wähler zu bekommen.

Die Talfahrt der ÖVP (und auch der SPÖ) ist noch lange nicht zu Ende!


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