11.02.2012 17:03 | Meine Presse Merkliste0

Wann wird Kärnten verstaatlicht?

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Verfassungsexperten sollten einen legalen Weg zur Entfernung der Kärntner Landesregierung finden.

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Die Hypo Alpe Adria, die inzwischen im allgemeinen Sprachgebrauch unter Hypo Albtraum Adria firmiert, wird also um den symbolischen Preis von drei Euro – einer für jeden Eigentümer – und einer Milliarde Euro Schadensbeteiligung der Alteigentümer in das Eigentum der Republik übergehen. Die Argumente für die nun getroffene Entscheidung, die sechstgrößte Bank des Landes als „Systembank“ und damit als „too big to fail“ zu betrachten, sind bekannt: dass die Kurse der anderen österreichischen Banken zusätzlich unter Druck gekommen wären, dass die Schockwirkung, die ein Konkurs in Kärnten, vor allem aber in jenen Ländern Südosteuropas, in denen die Hypo eine weit größere Rolle spielt als in Österreich, entfaltet hätte, Lehman-ähnliche Auswirkungen hätte haben können.

Die Argumente, die dagegen sprechen, sollten dennoch nicht in Vergessenheit geraten: Die weitverbreitete Wahrnehmung, dass man wieder einmal mit dem Argument „Systembank“ die für das Desaster verantwortlichen Eigentümer zu billig davonkommen ließ, ist mehr als nur ein Ressentiment. Einen schalen Nachgeschmack hinterlässt vor allem der Umstand, dass man jetzt übers Wochenende eine Hopp- oder-dropp-Entscheidung treffen musste, die naturgemäß nicht anders ausfallen konnte. Nachdem die dramatische Lage des Instituts seit Längerem bekannt ist, wird sich der Finanzminister die Frage gefallen lassen müssen, ob es nicht doch einen Weg der geordneten Abwicklung gegeben hätte. Der Einwand, dass eine solche geordnete Abwicklung ohnehin der nächste Schritt sein muss, für den man jetzt eben etwas mehr Zeit hat, provoziert ja nur die Gegenfrage: „Warum dann nicht gleich?“


Denn das Basissignal, das von dieser Lösung ausgeht, lautet nun einmal: Egal, wie fahrlässig oder kriminell die verantwortlichen Manager und Eigentümervertreter agiert haben, am Ende kommt der Staat für den Schaden auf, und der Staat, das sind nun einmal wir alle. Gewiss, wenn alles gut geht und nicht allzu viele zusätzliche Leichen im Hypo-Keller liegen, könnte die Republik am Ende der Strecke bei einem Wiederverkauf einzelner Filetstücke mit einem blauen Auge davonkommen. Aber der psychopolitische Schaden, der während des vergangenen halben Jahres maximiert wurde, lässt sich durch den gewinnbringenden Verkauf der bosnischen Hypo-Filialen nicht wiedergutmachen. Vor allem aber: Wer sich vor Augen hält, mit welch aufreizender Gelassenheit die Strafverfolgungsbehörden das Hypo-Drama während der vergangenen Wochen und Monate erste Reihe fußfrei genossen haben, kann nur den Eindruck gewinnen, dass sich die Verursacher dieses Desasters nicht wirklich fürchten müssen, zur Verantwortung gezogen zu werden.

Gewiss, gewiss, die Unschuldsvermutung. So lange niemand rechtskräftig verurteilt worden ist, muss man davon ausgehen, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Strafrechtlich macht es nun einmal einen erheblichen Unterschied, ob hier nur dumm oder ob kriminell agiert worden ist. Politisch ist diese Frage geklärt: Dass sich die von einem, wie die Staatsanwaltschaft meint, nur begrenzt zurechnungsfähigen Brennnesselsuppenliebhaber angeführte Faschingsgilde, die sich Landesregierung schimpft, durch nachgerade kriminelle Dummheit, gepaart mit Großmannssucht und pseudofeudalem Habitus auszeichnet, kann nicht erst seit gestern jeder wissen, der es wahrhaben will.


Hier liegt der zweite psychopolitische Schadensherd: Wenn das Hypo-Desaster, das eine unmittelbare Folge der Selbstbedienungsmentalität Jörg Haiders und seiner unbedarften Nachfolgermarionetten ist, auf politischer Ebene ohne Konsequenzen bleibt, haben wir ein ernstes Demokratieproblem. Diejenigen, die noch daran glauben, dass Politik in diesem Land irgendetwas mit Verantwortung zu tun hat, werden dann zur verschwindenden Minderheit.

Wenn man jetzt keinen anderen Ausweg gesehen hat, als die Hypo Alpe Adria zu verstaatlichen, wäre es nur logisch und konsequent, auch Kärnten zu verstaatlichen. Man muss das Bundesland zur Vermeidung weiteren Schadens dem Zugriff der bisherigen Verantwortlichen entziehen. Fein, dass der Bundesregierung die Erhaltung des Vertrauens in unser Finanzsystem einige Milliarden Euro wert ist. Wie wäre es aber, wenn man sich auch Gedanken über die Aufrechterhaltung des Vertrauens ins politische System machte?

Die Verfassungsexperten des Landes sind aufgerufen, legale Wege zur Entfernung der Kärntner Landesregierung zu erkunden.


michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.12.2009)

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106 Kommentare
 
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Wenn die Bundesländer das Geld

das sie ausgeben auch selber einnehmen würden sähe die Sache schon anders aus. Aber da haben wir einen Fehler in der Verfassung. Und jeder nützt ihn aus.

Gast: Niederösterreicher
16.12.2009 12:04
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Österreich ist durch den Zusammenschluß selbstständiger Bundesländer entstanden!

Eine "Kurator" für ein Bundesland zu bestellen, wäre ähnlich, als würde wegen des hohen Defizits und eines eklatanten Nichtwirtschaftenkönnens die EU für Gesamtösterreich einen "hohen EU-Kommissar" bestellen!

Antworten Gast: pensionist
16.12.2009 23:24
0 0

Re: Österreich ist durch den Zusammenschluß selbstständiger Bundesländer entstanden!

Wäre aber sinnvoll - aber in Brüssel sitzen ja die gleichen Typen.

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Entfernung der Kärntner Landesregierung

Da sieht man, was ein Chefredakteur anrichten kann! Jetzt übernimmt auch Josef Urschitz diese Argumentation. Ein wenig mehr Kenntnis des Verfassungsrechts und rechtspolitsches Denken wären angesagt.

Antworten junius
16.12.2009 12:45
0 1

Re: Entfernung der Kärntner Landesregierung

Alter.Kämpfer schafft es, dass ich mich einmal mit herrn fleischhacker (nicht unbedingt in allem einer meinung, aber unbedingt) solidarisch sehen muss.

Gast: anonymos
16.12.2009 01:41
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Lynch-Justiz vorprogrammiert

Es wäre nicht zu verwundern, wenn der Volkszorn sich (wieder) gegen jene Leute wendet, welche die Verursacher des Banken-Desasters sind. Die Lynch-Justiz ist bereits vorprogrammiert.
Wenn jemand schon Tillo mit Vornamen heißt!
Vielleicht müsste in solchem und ähnlichen Fällen die "Sippenhaftung" einführen, wo auch Besitz aus dem persönlichen Umfeld der Familie zur Wiedergutmachung herangezogen wird (wie es eben im Hochkapitalismus des 19.Jhdts der Fall war) - da werden die Mitglieder des "Auserwählten Volkes" aber sofort in Wehklagen ausbrechen.

Wer jetzt noch den Vergleich mit den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts scheut, der ist nicht mehr zu retten!

http://www.berlin-co.com/
http://immogeschaedigte.wordpress.com/

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Kärntner?

..die Kärntner haben ihre Versager (Haider @ Co) selbst gewählt und da sie nach wie vor gleich blind sind, sollten sie die Suppe selbst auslöffeln.. Kärnten ist die reinste Belastung für Österreich,leider!!

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Re: Kärntner?

Es tut mir leid, aber ich bin Kärntner und kann nichts gegen die Regierung tun.
Ich denke, dass hier wirklich die Gerichte gefragt sind um dem ein Ende zu setzen.

Die Erpressunstaktik der Medien führt dazu, dass die Zeitungen nichts gegen die Regierung schreiben.

Wir brauchen Aufklärung und eine neue Form der Demokratie

http://www.k2020.at/

Antworten Gast: rainbow
15.12.2009 22:58
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Re: Kärntner?

Es tut mir leid, aber ich bin Kärntner und kann nichts gegen die Regierung tun.
Ich denke, dass hier wirklich die Gerichte gefragt sind um dem ein Ende zu setzen.

Die Erpressunstaktik der Medien führt dazu, dass die Zeitungen nichts gegen die Regierung schreiben.

http://www.k2020.at/

Gast: LukyP
15.12.2009 20:00
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Na, etwa Angst vor einer anderen Meinung bekommen?

Unser Fleichhacker hat wohl kalte Füße bekommen, dieses Würstel, welches denkt, ein Journalist zu sein. Einfach eine Minung nicht zu veröffentlichen - wirklich unglaublich, dein Demokratieverständnis.
Leider, lieber Fleischi, kann an ein Hirn nicht transplantieren, also musst du hirnlos durch die Welt spazieren gehen (kannst mir verraten, wie man es schafft, so viel Schwachsinn in den Schädel zu bekommen?) und uns mit deinen Schwachsinnigkeiten belästigen.

Antworten Gast: petra
15.12.2009 22:35
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Re: Na, etwa Angst vor einer anderen Meinung bekommen?

Mit dieser Aussage ist der Begriff Hirnlosigkeit neu definierbar! san se vilaicht a keandnarin? lei?

Antworten Antworten Gast: Kärntnerin
16.12.2009 07:28
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Re: Re: Na, etwa Angst vor einer anderen Meinung bekommen?

Ich nehme an, Sie meinen damit die Herren über die Herr Fleischhacker in diesem Artikel schreibt? Wenn nicht, dann sind Sie wohl einer jener Unbelehrbaren die noch immer glauben das die orange Brut Kärntnen gut tut. Ihre äußerst primitive und beleidigende Ausdruckweise zeigt, dass letzteres zutrifft. Gratuliere, Sie würden Karriere beim BZÖ machen. Die sind immer auf der Sucher nach verbalen Neandertalern, die zu dumm sind zu erkennen, dass sie als politisches Kanonenfutter verwendet werden (Petzner, Strutz, Dobernig,...). Grüße aus Kärnten von einer waschechten Kärntnerin

Antworten Antworten Antworten Gast: LukyP
16.12.2009 21:36
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Re: Re: Re: Na, etwa Angst vor einer anderen Meinung bekommen?

Der liebe Fleischi hält sich für einen Journalisten, ist aber nur eine linke Bazille, die man nur mit stärksten "Medikamenten" bekämpfen kann.
Und jemand, der das Niveau des Fleischi für gut hält, hat wohl kein Recht, mein Niveau zu kritisieren. Bist vielleicht eine der slovenischen Kärntnerinnen, die zu dem Vouk aufschauen wie zu einem Gott? Passt Dir Kärnten nicht? Dann kannst die Sachen packen und verschwinden.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Kärntnerin
17.12.2009 10:37
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Re: Re: Re: Re: Na, etwa Angst vor einer anderen Meinung bekommen?

Sie haben mein vollstes Mitleid. Ihre Ausdrucksweise lässt auf ein äußerst niedriges Bildungsniveau schließen. Ich muss Sie enttäuschen, ich bin keine Kärntner-Slowenin. Ich bin nur eine jener fleissigen Menschen die 42% Lohnsteuer zahlen müssen damit die Landesregierung ihren feudalistischen Wahnsinn finanzieren kann. Das alles, weil 46% der Wahlberechtigten in Kärnten zu unterbelichtet und zu ungebildet sind um zu erkennen, dass noch ihre Enkelkinder dafür aufkommen werden müssen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
18.12.2009 21:08
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Liebe überbelichtete Kärntnerin!

Ihr hohes Bildungsniveau hat Sie sofort erkennen lassen, daß der unterbelichtete Teil der Kärntner Wähler immer gerade den Rattenfängern nachläuft, die für sie mehr Schulden zu machen versprechen! Zuerst war das jahrzehntelang eine satte SPÖ-Mehrheit und dann eben der Haider und seine Epigonen!!!

Aber trösten Sie Sich und schauen Sie Sich die Wiener an.......

Gast: Leser
15.12.2009 17:06
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So verfassungswidrig..

..wie eine Torpedierung des föderalistischen Prinzips wären Zugangbeschränkungen für EU-Bürger an den Unis, Minarettverbote und die absolute Versagung eines Instanzenzuges im Asylverfahren zusammen nicht..

Gast: Hubertus
15.12.2009 16:50
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Legale Wege zur Entfernung

Da haben wir wieder einen Autor der Probleme mit demokratisch gewählten regierungen hat. Und wer hat denn dem BZÖ und haider die mehrheit gebracht. Die Kärntner SPÖ und Kärntner ÖVP. Daher sind diese beiden Parteien genauso schuldig, denn diese haben Haider erst seinen unheilvollen Einfluß ermöglicht.

Merker
15.12.2009 16:14
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Er würde milde lächeln..

....der selige Vater aller Wegdebattierer. Seine Söhne haben es sehr gut erklärt dass...
...die in Wien schuldig sind
...dass die Banker schuldig sind
...dass man den Finanzminister "gelegt" hat
...die Bayern für dumm verkauft hat
...der Staat alles zahlt
und dass letzten Endes Kärnten besser dasteht als je zuvor. Und siehe da, es gibt welche die ihm das abgekauft hätten. Eine schweigende Minderheit hält die Hände auf und denkt sich: gut hams es gmacht, die Schlawiner!

Gast: guest
15.12.2009 15:21
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Staatsreform

Die Geiselhaft, in der sich die österreichischen Steuerzahler befanden, war objektiv der einzige Grund warum die Verstaatlichung das einzig mögliche Szenario war, wenn die 18 Mrd. Haftung des Landes Ktn. schlagend geworden wären, dann hätte der Bund einspringen müssen, und das wäre wesentlich teurer geworden als die 450 Mio + wohl noch ein paar Mrd., die da noch als Leichen im Keller schlummern werden.
Fakt ist, die Staatsorganisation in AT ist katastrophal, wir leisten uns bei 8,x Mio Einwohnern und nur 3 Mio. Steuerzahlern einen aufgeblasenen Verwaltungsapparat, der den Gedanken des Lean Managements geradezu mit Füssen tritt.
Die überweigende Zahl der Gesetze wird in Brüssel beschlossen, nur hat sich in AT seit dem EU Beitritt nichts an den gesetzgebenden Körperschaften geändert, wir Steuerzahler haben nur die Ehre und das Vergnügen einen zusätzlichen Wasserkopf zu finanzieren!
Staatsreform, und zwar asap: Abschaffung der Landesfürsten, ebenso die Dorfkaiser, also EU > Bund > Bezirke, das reicht.
Leider wird das nie kommen, denn welche "Amterl" werden dann die Heerschar der Parteifreunde bekommen, die Parteien, die diese Reform beschliessen müssten, werden nicht die Kuh, die sie noch jahrzehntelang melken wollen, schlachten
Wenn die durch das schon explosionsartige Verbrennen von Steuergeldern entstehende Hitze als Nestwärme verkauft wird -und nichts anderes passiert seit Jahrzehnten in diesem Land- dann ist das nicht Demokratie, sondern Parteiendiktatur.

Antworten leokoller3
16.12.2009 06:50
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Re: Staatsreform

Ich sehe das aehnlich, aber doch anders.

Weg mit den Landtagen und Landesregierungen. 22 Verwaltungsbezirke OHNE Gesetzgebungsbefugnis und Steuerhoheit. 800 - 1000 Gemeinden MIT Gesetzgebungsbefugnis und Steuerhoheit. Weg mit dem Finanzausgleich. Persoenlichkeitswahlrecht auf allen Ebenen.

Gast: PoWi-MStt
15.12.2009 15:19
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Kärnten must change- yes we can!

Ein absolut genialer Beitrag! "Die Verfassungsexperten des Landes sind aufgerufen, legale Wege zur Entfernung der Kärntner Landesregierung zu erkunden." Ich kann das nur voll unterstützen. Es darf nicht sein, dass die Riege rund um Haider wieder unbescholten davonkommt und sich das "HYPO-Disaster" wieder zur Heldenmär verkehrt. Im übertragenenen Sinn: Köpfe müssen rollen. Jedoch nicht einzelne Sündenböcke, die für die wahren Verantwortlichen den Kopf hinhalten müssen, sondern die wahren Köpfe der "Faschingsgilde". Es darf kein, "aber-er-wusste-nichts-davon" -Mythos geben wie bei schon anderen Österreichern, die sich weltweit einen Namen gemacht haben (wobei ich jene keinesfalls in den selben Topf werfen möchte- lediglich das Heldenmythos um sie scheint ähnlich). Eine solche Krise muss genützt werden um mit allen Mitgliedern jener "Faschingsgilde" einmal aufzuräumen.
Nur noch zum Abschluss:
Nebenbei haben die Kärntenfeindlichen Kommentare hier überhaupt keinen Platz. Aus Oberösterreich entstammen schließlich auch nicht nur Hitlers, Haiders und pädophile Priester... also jeder der hier radikale Positionen bezieht, bedenke dass auch in seinem Bundesland so einiges nicht in Ordnung ist, was nicht bedeutet, dass es hier keine kritischen Stimmen gibt.

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Re: Steirisch Kongo

Und als Nächstes fordern Sie dann, Kärnten als Steirisch Kongo unter Kolonialverwaltung zu stellen, oder?

Antworten Antworten Gast: jungspund
15.12.2009 22:37
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Re: Re: Steirisch Kongo

Kärnten soll allen österreichischen Steuerzahlern Gratisurlaube auf Lebenszeit anbieten, dann geht wenigstens ein kleiner Tropfen zurück von diesen Finanzgenies!

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Gesamtänderung

Sowohl die Möglichkeit eine vom Landtag gewählte Landesregierung (vom Bund aus) "zu entfernen" wie der Staatskommissär für überschuldete Länder stellt eine Gesamtänderung der Bundesverfassung dar. Ob so eine Volksabstimmung Erfolg hätte? Genausowenig kann es auch ein Austreten eines Landes oder die Weigerung des Bundes geben für österreichische Gebietskörperschaften einzustehen. Auch gegenüber der EU ist ja der Bund für das Handeln der Länder verantwortlich.

Gast: Kasnudl
15.12.2009 13:44
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Kärnten is a Waaahnsinn

herrlicher Kommentar.
alle sudaranten, die jetzt wissen wollen, was wäre wenn... das in einem anderen Bundesland passiert wär...
hallo, willkommen in real life, und in echtzeit noch dazu: ist eben net wo anders sondern in Kärnten, wo das Geld der Leute von den Supermännern der LReg mit beiden Händen beim Fenster rausgeworfen wird. und dann glauben die Leute noch, dass das Geschenke san, und alles "gratis" ist.
Nur: Good Morning Kärtner. in Wahrheit wächst - schön unter Wasser im Wördasee, damit des kana sigt, ein megamäßiger Schuldenberg. Obtrogen dürfen ihn dann die Kinder, die nu goa net geboren san. weil irgendwann kon ma nimma schwimma im see weil er so volla dreck is, marke "Made daham". Oba bittschen, imma fest gen Wien schimpfn, des is voll supa. a waaaahnsinn, sogat da glernte Kärnta

Gast: Kärntnerin
15.12.2009 13:41
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Nicht alle außerhalb Kärntens wissen das

Ich hab mir wirklich schon öfter überlegt aus Kärnten wegzuziehen. Ich schäme mich jedesmal zuzugeben Kärntnerin zu sein. Ich habe wirklich darauf gehofft, dass Pröll die Bank in den Konkurs schlittern lässt. Ich denke noch immer, dass dies die einzige Möglichkeit gewesen wäre, jene KärntnerInnen wachzurütteln, die immer noch hinter dieser Landesregierung stehen.

Ich danke Michael Fleischhacker für seinen Artikel. SChade nur, dass die wenigsten Kärntner diesen lesen werden, und falls sie Zugang dazu hätten, würden ihn nur die wenigsten verstehen. Der niederige Bildungsstand ist das Hauptproblem in unserem Bundesland. 'Hypogate' wird nichts an der Einstellung der meisten KärntnerInnen ändern weil sie, genauso wie Dörfler, intellektuell nicht in der Lage sind zu erkennen wie gefährlich die orange Brut ist.

 
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