25.05.2012 13:22 | Meine Presse Merkliste 0

Vorwärts in die Vergangenheit

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Die Fusion von FPÖ und BZÖ-Kärnten folgt einer ziemlich intelligenten Strategie.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Das Versteckspiel ist also zu Ende: Die teils wütend dementierten Gerüchte über eine Wiedervereinigung von FPÖ und BZÖ erwiesen sich als wahr. Nachdem Jörg Haider das strahlungsarme Knittelfelder Spaltprodukt „Bündnis Zukunft Österreich“ bei der vergangenen Nationalratswahl noch einmal aufgeladen hatte, war das immer wieder diskutierte CDU-CSU-Modell kein Thema mehr. Verlockend wäre es schon gewesen: Das „dritte Lager“ überbot 2008 mit gemeinsam 28,5 Prozent der Stimmen sogar die historische Bestmarke von 26,9 Prozent, die 1999 zu Wolfgang Schüssels „Wende“-Coup geführt hatte. Aber der altersmilde Jörg Haider und sein jugendlich-aggressiver Klon Heinz-Christian Strache gemeinsam in einer Partei: Das ging sich nicht mehr aus, auch wenn, wie Scheuch heute sagt, die Gespräche noch unter Einbindung Jörg Haider, begonnen haben sollen.

Mit Haider starb die Chance, das BZÖ als ernst zu nehmenden politischen Faktor auf Bundesebene zu etablieren. Mit Haiders Tod lebte aber eben auch die Chance einer raschen Wiedervereinigung des „dritten Lagers“ wieder auf. Dass es nicht zur Totalfusion zwischen FPÖ und BZÖ gekommen ist, mutet auf den ersten Blick seltsam an: Es wäre mit 54 Abgeordneten die zweitstärkste Parlamentsfraktion entstanden. Auf den zweiten Blick ergibt die jetzt gewählte Variante, einen eigenen Klub für die Kärntner Freiheitlichen zu gründen, durchaus Sinn. Erstens kann man mit einem eigenen Klub für fünf Abgeordnete fast so viel Geld lukrieren wie mit der Vergrößerung eines Klubs von 34 auf 55 Abgeordnete. Zweitens, und das ist viel wichtiger, kann man auf diese Weise unliebsame „Parteifreunde“ wie Peter Westenthaler oder Ewald Stadler loswerden.


Dass sich der Partei- und Klubchef des BZÖ, Josef Bucher, einen Tag Bedenkzeit nahm, um zu entscheiden, ob er nicht dem neu gegründeten Klub der Kärntner Freiheitlichen beitreten will, ist zunächst auch schwer zu verstehen. Uwe Scheuch, der starke Mann der Kärntner Freiheitlichen, hat ja seinen Wiedervereinigungswunsch damit begründet, dass die Wiener Führung des BZÖ vom rechten Weg abgekommen war.

Damit meinte Scheuch zwar vor allem die ideologisch indifferenten Glücksritter vom Schlag eines Peter Westenthaler oder Gerald Grosz. Aber auch Josef Buchers Versuch, aus der orangen Söldnertruppe eine liberale Partei nach dem Vorbild der FDP zu basteln, war wohl eher nicht das, was sich Scheuch und seine Kärntner unter ihren Grundwerten „Familie, Tradition und Heimatliebe“ vorstellen.

Dennoch könnten sich auch hier die Interessen treffen: Wenn das Rest-BZÖ seinen Kopf verliert, stehen die übrigen Abgeordneten noch klarer als „Verlierertruppe“ da. Angesichts der zu erwartenden Diadochenkämpfe zwischen politischen Borderlinern wie Grosz, Stadler und Westenthaler kann man sich ausrechnen, dass nicht nur viele Wähler, sondern vielleicht auch der eine oder andere Abgeordnete den Weg direkt zurück in die blaue „Heimat“ antritt.


Josef Bucher hingegen könnte zu dem Schluss kommen, dass sich sein Wunsch, eine liberale Partei zu etablieren, bis zur nächsten Wahl nicht realisieren lässt. Dann wäre seine politische Karriere zu Ende, im Schoß der Kärntner Freiheitlichen kann er sie fortsetzen. Bucher hat für seinen Umpositionierungsversuch während der vergangenen Monate einiges an Ermunterung aus jenen industriellen Kreisen erfahren, die schon Karl-Heinz Grasser die Gründung einer wirtschaftsliberalen Partei zugetraut haben. Jetzt wird er sie wohl fragen, ob sie bereit wären, ihr Interesse auch finanziell zu dokumentieren.

An diesem Punkt wird es auch für die politische Konkurrenz spannend: So wenig sich ÖVP, SPÖ und Grüne für die BZÖ-Abgeordneten interessieren werden, so sehr werden sie versuchen – müssen –, den BZÖ-Wählern ein Angebot zu machen. Denn die Strategie von Heinz-Christian Strache und Uwe Scheuch ist klar und ziemlich intelligent: Die FPÖ sammelt die österreichweiten Stimmen des BZÖ ein, und die Kärntner Freiheitlichen müssen keine Konkurrenz aus dem eigenen Lager fürchten. Scheuch hat aufgrund seiner feudalen Weltsicht kaum bundespolitische Interessen, Strache bekommt kostenlos die Kärntner Nationalratsmandate.

 

Das Konzept heißt „Vorwärts in die Vergangenheit“: nicht nur ideologisch, sondern auch und vor allem strategisch. Die anderen Parteien, diesmal vor allem die SPÖ, werden sich etwas einfallen lassen müssen, wenn sie verhindern wollen, dass die „neue“ FPÖ wie 1999 zur Nummer zwei im Land wird.


michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.12.2009)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

32 Kommentare
 
1 2
Gast: anonymos
18.12.2009 11:33
0 0

der Ruf nach starken Männern

Das Jammern hilft nichts! Die SPÖ hat mit den Apparatschicks und dem Lesben-Imperium (das sagen Frauen!!) den Zugang zum Wähler verloren - aber das ist ja allen Mandataren egal, denn sie sitzen warm in ihren Sesseln und werden nach diesem Wahlrecht immer wieder dort sitzen.
Würden die Sitze im Nationalrat nach Wählerstimmen verteilt, dann wäre die stärkste Partei ohnedis die der NICHTWÄHLER.

0 0

Strache als Klotz am Bein der FPÖ


Strache erweist sich mehr und mehr als unfähiger Klotz am Bein der FPÖ. Das haben unter anderem auch die nicht berauschenden "Wahlerfolge" in den Ländern und bei der EU-Wahl gezeigt.

Und jetzt importiert Strache den geistigen Sondermüll, der durch den Kärntner "Lei-lei-Sozialismus" produziert wurde (und auch weiterhin produziert wird) in seine FPÖ.

Da wird Strache noch einiges an "Erklärungsbedarf" haben, wenn er, wie es ja wünschenswert wäre, in Wien als Bürgermeister gewählt werden will (in Wien kann sogar ein Strache nichts schlechter machen als Häupl, als Bundespolitiker ist Strache aber inkompetent zum Quadrat), die Roten ihm aber vorhalten werden: "Wien darf nicht Kärnten werden".

Aber so schwierige Zusammenhänge sind einem Strache wohl zu hoch.

Es wäre Zeit dass ein Kaliber wie Graf o. ä. ihm mal flüstert: "Freund, wir haben dich damals nach Haider gewählt, weil kein anderer da war, aber langsam wirst du uns zum Ballast. Du stehst fir selbst und uns im Weg."

Aber Strache wird es wohl so ergehen wie tausenden Mundgeruchs-geplagten: selbst erfährt man es als allerletzter!

Antworten j.r.tm
18.12.2009 10:39
0 0

Re: Strache als Klotz am Bein der FPÖ

Find ich auch.
Haider wäre nie so blöd gewesen in dieser Situation die Wiedervereinigung zu machen.

Sieht ja so aus, als ob Strache die Kärntner FPÖ für ihre Hypo Politik belohnen möchte!

Gast: Schneeball
17.12.2009 11:43
0 0

BZÖ

Ein unfassbares Schmierentheater
mehr ist dazu nicht zu sagen

0 2

28,5%

Neuwahlen jetzt! dann ist geklärt, ob das Dritte Lager 1., 2. oder 3. ist und ob SPÖVP noch über 50% erreichen. Ob die aber den Mut haben?

Antworten thomas.s.
17.12.2009 13:40
1 1

Re: 28,5%

Wahnsinn!! Geniale Idee. Genau dazu dienen Neuwählen nämlich.
Nicht solange am Kleber schnüffeln, gell!

1 0

gut geschrieben. aber....

ist es sicher, dass die "neuen" freiheitlichen in kaernten die bzoe wahlerfolge wiederholen koennen?

1 0

sehr schöner artikel

passt ja gar nicht zu linken aussagen

alle fpöler sind dumm

wann kommen nazikarikaturen, rassismusvorwürfe
von news und profil und standard

da werden wir noch viel erleben im jahr 2010

Antworten Gast: sans
17.12.2009 10:37
0 0

Re: sehr schöner artikel

natürlich passt das zur aussage! in jedem anderen zivilisierten land müssten die verantwortlichen nämlich zurücktreten und würden mit so einer wählerInnen - verarschung nicht durchkommen:

nach der nächsten bundeswahl sowieso nur mehr eine partei aber vorher - wenn sie den 5. auftreiben - rasch noch mal abkassieren! die vertreter der "braven, fleissigen, anständigen"


WERTE STAMMLESER !

.....I....
.... I....
.....I....
.... I....
.....I...
.V.....V
..V...V
....V
Sicher werden viele von Ihnen bald in diversen linken Medien Horrorszenarien beispielsweise mit Strache als Darth Vader und Scheuch als Alien (aus dem gleichnamigen Film Alien) erblicken. Man wird sicher versuchen, das geschmackloseste Titelblatt welches Österreich je zu sehen bekam noch zu topen.
In schwarz/weiß am Besten und mit einem gehakten Kreuz das größer sein dürfte als das Format A 4 es überhaupt von seiner natürlichen Formgebung erlaubt ( vielleicht zum ausfalten, damit es optisch noch größer wirkt oder wenn man mehrere dieser Wochenzeitschriften aneinanderlegt, vielleicht könnte das dann ein optisch noch größer wahrzunehmendes gehaktes Kreuz ergeben vor dem dann eben Darth Vader-Strache und Alien-Scheuch einen oder mehrere Menschen zerfleischen, auseinanderreißen bzw. jeweils mit dem Laserschwert in Stücke schneiden, weil ja jeder seine eigene Gemetzelmethode anwendet )

Dahinter könnte (ebenfalls deutlich auf solch einem Titelblatt zu erkennen) der 3. Nationalratspräsident Graf klatschend und mit einem amüsierten Gesich sitzen und so weiter und so fort...

Aber gibt das denn so das korrekte Bild einer Wiedervereinigung von eigentlich natürlichen Partnern wieder, an der die ganze Bevölkerung keine Sekunde jemals zweifeln mochte ?

Oder wird wieder einmal mit Ängsten manipuliert und in den tiefsten Abgründen journalistischer Kleingeistigkeit herumgestochert werden ?

0 4

Re: WERTE STAMMLESER !

Ja, ich habe Angst davor, dass Leute mit der Intellektualität des Herrn Dörfler oder des Herrn Strache nicht nur Kärnten in den Abgrund reissen sondern den Bund selbst. Als erstklassiger Steuerzahler fürchte ich mich davor, dass mit einer Umverteilung à la Kärnten in ganz Österreich weiter gemacht wird. Und Punkto Sicherheit wird sich nicht viel ändern, da man, wenn man nach Känten blickt, auch ganz offizielle bestohlen werden kann ohne die Möglichkeit, sich dagegen zu wehren.

Antworten Antworten LePenseur
17.12.2009 10:41
0 0

Wertester "Pragmatiker"!

1.) Wären Sie tatsächlich ein solcher, so entbehrte Ihre Eigendefinition "erstklassiger Steuerzahler" nicht eines höchst unpragmatischen Masochismus ...

2.) weshalb nehmen Sie an, daß wohl "Leute mit der Intellektualität des Herrn Dörfler oder des Herrn Strache" Österreich in den Abgrund reißen könnten, wohingegen dies Leute von der Intellektualität Faymanns, Hundsdorfers, Neugebauers, Prölls etc. etc. dies nicht tun? Dörfler hat in seiner kurzen Amtszeit bewiesen, daß er ein populistisch agierender Landeshäuptling mit ebenso gewisser Popularität wie ungewisser Intelligenz ist — aber im Prinzip den Typus des harmlos-unbedarften Provinzpolitikers verkörpert. Die Hypo-Pleite kam zwar in seiner Amtszeit, aber wohl nur zum allergeringsten Teil aus seinem Verschulden.

3.) Strache hat bislang zwar polemische Reden gehalten, aber im Gegensatz zu Faymann, Pröll & Co. noch nicht bewiesen, daß er zu sinnvoller Politik unfähig ist. Warum also soll ich jemanden, der seine Unfähigkeit noch nicht beweisen hat, mehr fürchten als die, die ihre Unfähigkeit schon flagrant unter Beweis gestellt haben?

Antworten Antworten Antworten Gast: mai
17.12.2009 12:29
0 0

Re: Wertester

dass dörfler "harmlos, unbedarft" ist, wie sie schreiben, soll niemanden aufregen? der mann ist LANDESHAUPTMANN! und sein bundesland ist völlig pleite! dessen ungeachtet verteilt er einen "jugendtausender" - wie fahrlässig kann man agieren in diesem land?
und zu strache: dieser hat in interviews zum besten gegeben, er könne sich einen beitritt russlands zur eu vorstellen - wie absurd ist das denn?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: junimond
18.12.2009 00:31
0 0

Re: Re: Wertester

ER hat Euch nicht belogen!Da in Kärnten ja die Sonne vom Himmel gefallen ist, kann es ja nur finster sein!

Re: Re: Wertester

... -....
... -....
... -....
... -....
... -....
... -....
... -....
... -....
.V ....V
..V ..V
. ..V...

WIR BEDANKEN UNS FÜR DIE VIELEN KOMMENTARE !

komajo
17.12.2009 06:35
0 3

Was ich mir erwarte:

Österreich wird sicherer werden schon alleine aus dem Grund, dass ihm nicht wieder ein Auto gestohlen wird. Es schmerzt ein wenig, dass nun in absehbarer Zeit ein Klubobmann mit fürstlichem Bezug mehr geben wird. Kann man diese Funktion nicht wenigstens finanziell abschaffen?

2 0

Wie bei einer ganz "normalen" Firmenfusion...

Der stärkere Partner holt sich vom schwächeren die Filettstücke; die weniger ertragreichen Abteilungen werden kühl lächelnd abgestoßen, weil sie im Grunde keiner braucht.

So wie hier eben das Bundes-BZÖ. Denn ohne die Quotenbringer in Kärnten gäbe es die Orangen nicht im Wiener Parlament. Ausschließlich im tiefsten Süden lukriert das BZÖ jenen Stimmenanteil, der sie in den NR spülte.

Lustig war Straches "Argument" am "Runden Tisch", warum er trotz seinerzeitiger "eidesstattlichen Erklärung" nun doch das Kärntner BZÖ "heimholte". "Weil die Kärntner, im Gegensatz zum Bundes-BZÖ "freiheitliche Werte hoch gehalten haben". Die übrigen Orangen hätten sich vom freiheitlichen Gedankengut hingegen bereits "weit entfernt".

Anderseits waren es gerade die Kärntner, die ständig verzweifelt nach jenen "moderaten programmatischen Unterschieden" gegenüber der FPÖ suchten, mit denen sie sich für jene wählbar machen wollten,welche die rauhe Sprache und den rüden Stil Straches weniger goutieren!

Wittichis
17.12.2009 00:29
3 0

Täusche ich mich,

oder ist es doch das erste Mal, daß eine Qualitätszeitung dem Dritten Lager intelligentes Handeln zubilligt. Dafür war die Wut der ORF-ler (Herr Tarik Leitner und etwas beherrschter Frau Ingrid Thurnherr) unübersehbar; unabhängig eben - wovon? Fad wird es die nächste Zeit sicher nicht, bei dem zu erwartenden Truppenaufmarsch der "korrekten Zivilgesellschaft." W.

1 0

Re: Täusche ich mich,

politisch korrektheit der linken orfler

richtig gehässig war tarik, als er strache wegen der petzner-bucher frage löcherte, weil er genau wusste einer der beiden wird den parlamentsklub vervollständigen.
richtig die tränen sind geflossen vor wut.

politisch korrekte samt standard, news, kurier und profil werden schon an nazihetze und rassismusvorwürfen arbeiten

Gast: also
17.12.2009 00:23
1 1

fpö vergangenheit und bzö zukunft

so ist das zu verstehen.
Nun hat man die Wahl zwischen Vergangenheit (FPÖ+FPK) und Zukunft (BZÖ), schauen wir was da rauskommt.

Gast: Niederösterreicher
17.12.2009 00:18
1 0

Das Kärntner BZÖ stand in den letzten Tagen unter einem Trommelfeuer der GroKo und der Medien.

Viele Vorwürfe waren verfehlt, weil die Ursache der Bankenpleite mit jener der BAWAG nicht vergleichbar sind. Der Vorstand der BAWAG hatte mit Refco etc. deren Gläubiger in den USA durch Scheinkontoüberweisungen hinters Licht geführt und mußte diesen buchstäblich Milliarden an Schadenersatz zahlen. Im Falle der "Hypo" waren es "nur" zu riskante Ausleihungen am Westbalkan, die in der Finanzkrise schlagend zu werden drohen. Ob dabei die Sorgfalt eines ordentlichen Bankkaufmannes verletzt wurde, ist noch nicht erwiesen. Gewisse "soziale Wohltaten" an die Kärntner Bevölkerung werden von den "reichen" Banken auch in anderen Bundesländern erwartet und waren für die Pleite sicherlich nicht einmal mitauslösend. Schließlich wird auch von genau jenen, die jetzt die leichtsinnige Kreditvergabe kritisieren, bei jeder Gelegenheit "soziales Handeln" durch großzügigere Kreditvergabe und "Sozialprojekte" verlangt.

Weiter ist Fakt, daß Haider und sein BZÖ die marode "Hypo" rechtzeitig den "Bayern" gegen gutes Geld "angedreht" haben, sodaß die Hauptleidtragenden die bayrischen Steuerzahler sind. Ob die österr. Republik mit der "Verstaatlichung" - besser Schenkung durch die Eigentümer - wirklich so ein schlechtes Geschäft gemacht hat, wird sich erst erweisen.

Jedenfalls bot der Bundes-BZÖ den Kärntnern gegen Medien und politische Gegner kaum Schutz, warum der Schwenk zur Strache-FPÖ eigentlich logisch war.

Die ÖVP od. Schüssel jetzt zu beschimpfen, ist m.E. auch eine Sauerei!!

Gast: IGS
16.12.2009 23:46
0 1

Vom Wähler keine Rede

Wichtig ist, dass die "Ehe" dem Steuerzahler Millionen kostet. Des weiteren ist es ein Betrug am Kärntner BZÖ-Wähler, der zwar in Haiderverehrung und im Abwehrkampf gegen Wien usw das BZÖ und nicht die FPÖ gewählt hat. Jetzt ist die Maske ab.

Gast: Sick
16.12.2009 20:57
2 3

ENDLICH

jemand, der "Sinn ergeben" richtig verwenden kann! Sinn kann man nämlich nicht "machen"! Danke Herr Fleischhacker.

3 4

Ohne einer der beiden Verlobten nahezustehen ...

... und Auslands-Ösi, halte ich diese Entwicklung für interessant. Denn sie beweist, daß wir in Österreich drei im Wachkoma (oder permanent im promilligen oder gedanklichen Öl) befindliche Parteien haben: SPÖ, ÖVP, Grüne.
Und zwei, die noch einigermaßen wach sind und ihre machtpolitischen Karten geschickt zu spielen wissen.
Ich sehe das wertfrei und machiavellistisch: Was FPÖ und BZÖ nach Haiders Tod tun mußten und jetzt in die Tat umsetzen, hätten die anderen drei Parteien schon vor Jahresfrist erkennen und politisch abfedern können: nämlich durch erkennbare, dem Bürger zugewandte Leistung, nicht durch Blah-Blah.

Gast: schlÄchter
16.12.2009 20:27
3 1

sg herr chefredakteur!

mmn gut erkannt, sehe es ähnlich.
problematisch wird noch die notwendige demontage des LH drler, dieser mann ist kaum mehr tragbar (hypodesaster, unqualifizierte aussagen, überfordert als LH, kann angeblich auch nicht gut mit scheuch usw.).

die fpömuss, wills sie wirklich platz 2 erobern va auf wirtschaftspolitischer basis dringend mehr fachleute an bord holen, ebenso im bereich außenpolitik. die gewinnt man aber nur über angebote an övp nahe kreise oder "liberale" - das wird schwierig. derzeit ist die fp mit den jetzt hinzugekommenen orangen verstärkungen
auf bundeseben nicht regierungsfähig.

ein bißchenkaffeesudlesen:
die wienwahl wird gewonnen, aber sp wird sich (nichmals) halten können (mit vp oder grüner hilfe).
die nächsten NR-wahlen bringen die entscheidung: das vereinigte dritte lager muss dann aber aus frustrierten vp-und der polit mitte respekrable fachleute einbiunden. solche wirds zur genüge geben, denn die spövp einheitspartei um faymann und pröll wird, wenn sie so weiterwursteln, an ihrer visoinslosigkeit und ihrem nichtanpacken de wirklichen probleme (migrationspolitik las neu soziale hauptfrage, sozialpolitik und der unsäglichen schuldenplitik) als unerträglich empfunden werden. es geht dann der große richtungswahlkampf bürgerliches lager gegen rotgrün richtig los.
mit gewaltigen chancen für das dritte lager.
und sudlesen aus! ;-)

mfg+schönen abend
s.


Antworten Gast: gast
17.12.2009 07:48
0 1

Re: sg herr chefredakteur!

Ich geb Ihnen recht, allerdings gibt es in Ö niemals einen Wahlkanpf Bürgerliche gegen Linke, weil die derzeitige Führung der ÖVP so lange mit Rot koalieren wird und will, bis es keine Mehrheit dafür mehr gibt.
Das ist auch der Grund warum ich als Bürgerlicher die Schwarzen nicht mehr wählen kann. Diese Stillstandskoalition sind zum Speiben.
Aber wenn soll man bitte jetzt noch wählen, wenn einen die ÖVP zu sozialistenfreundlich ist, der Strache zu links, zu dumm etc ist und das BZÖ verschwindet?
Dieses Land bräuchte eine bürgerlich-wirtschaftsliberale Partei!!

 
1 2

Top-News

Mehr Kommentare: