20.06.2013 08:31 Merkliste 0

Abgestumpft im Alltagssumpf

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Das große Krisengetöse übertönt das leise Knirschen im Gebälk der Institutionen und Strukturen der Republik.

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Früher hätte einen so etwas in höchste Alarmbereitschaft versetzt: Französische Politiker und Diplomaten reden derzeit nicht wirklich gut über ihr deutsches Gegenüber. Kleingeistige Buchhalter seien sie, die keinen Sinn für das Große und Ganze, keine Vision für Europa hätten und sich deswegen als Hauptbremse auf dem Weg aus der Krise erwiesen. Umgekehrt fühlen sich die Deutschen über den Tisch gezogen, sie haben das Gefühl, dass sie wieder einmal zahlen müssen, während die anderen – und eben vor allem die Franzosen, die sich ihr Griechenland-Bankenrettungspaket von den Nachbarn zahlen lassen – die großen Reden schwingen.

Vermutlich war der Zusammenhalt der EU noch nie so stark gefährdet wie dieser Tage, aber man gewinnt nicht den Eindruck, dass das die Menschen besonders aufregt. Ist halt so, und wenn man nicht zu viel Zeitung liest, weiß man es eh nicht.

Das Phänomen, dass eine schwere Krise– und die gegenwärtige erlebt schon ihr drittes Jahr – zu Abstumpfungsreaktionen führt, ist auch im historischen Vergleich ganz gut belegbar. Die Billionen- und Milliardensummen, mit denen da in der öffentlichen Auseinandersetzung jongliert wird, sind so weit außerhalb des Vorstellungsvermögens des einzelnen Bürgers, dass sich irgendwann zwangsläufig so etwas wie ein Unwirklichkeitsvorbehalt einstellt. Es handelt sich dabei in erster Linie um einen Selbstschutzmechanismus: Würde man täglich versuchen zu verstehen, was das alles wirklich bedeutet und bedeuten kann, hätte man keine ruhige Sekunde mehr.

Das große Hintergrunddröhnen der Krise führt naturgemäß dazu, dass andere schrille Töne wie sanfte Melodien der Normalität aufgenommen werden. Die katholische Kirche ist mit einiger Sicherheit eine der Profiteurinnen dieser Entwicklung: Wären die Fälle sexuellen Missbrauchs und des teilweise inakzeptablen Umgangs der offiziellen Stellen damit nicht in der Krise passiert, wäre der Sturm bei Weitem nicht so schnell abgeebbt.

Auch im kleinen Österreich fehlt es nicht an Beispielen dafür, dass das große Krisengetöse das Knirschen im Gebälk der Institutionen und Strukturen übertönt: Die Schul- und Bildungsdiskussion ließe sich unter anderen Rahmenbedingungen nicht so leicht abwürgen, wie das derzeit der Fall ist, die Entwicklung bei den Österreichischen Bundesbahnen, die seit Jahrzehnten ein Griechenland im Kleinen sind, müsste längst zu öffentlichen Aufständen führen. Dass sich die nächste Große Koalition, die angetreten ist, die großen Strukturreformen für das Land in Angriff zu nehmen, nicht einmal traut, über eine Reform des Föderalismus überhaupt zu sprechen, müsste ein Dauerthema sein.

Am schlimmsten freilich steht es um die Medien selbst. Was im Netzwerk zwischen dem Bundeskanzleramt, dem Wiener Rathaus, der Familie Dichand und den Gebrüdern Fellner an Millionenbeträgen verschoben wird, ist eigentlich atemberaubend. Aber es gehört inzwischen zur Realität, und angesichts der Aussicht auf den Totalzusammenbruch der europäischen Wirtschaft ist es auch wieder nicht so schlimm, oder?

Über Pfingsten, hört man, verhandelt die Raiffeisengruppe, der zweite große Spieler in diesem Spiel der Abhängigkeiten und Gefälligkeiten, mit der deutschen WAZ über den Rückkauf der Anteile am „Kurier“ und an der „Kronen Zeitung“. Sollte stimmen, was die Gerüchte sagen, dass dann Raiffeisen 100Prozent am „Kurier“ und eine Sperrminorität an der „Kronen Zeitung“ hätte, träte eine Situation ein, die in jeder entwickelten Demokratie nördlich der Sahara unhaltbar wäre.


No na, sagen an diesem Punkt viele, und was ist mit der Medienmacht des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi? Besser ließe sich das oben beschriebene Phänomen nicht dokumentieren: Wir sind inzwischen so weit, dass wir ein System, das auch nicht viel ärger wäre als jenes, für das Silvio Berlusconi steht, für kein wirkliches Problem halten.

Da könnte man doch gleich einen Schritt weiter gehen und eine Lanze für den alten Italiener brechen: Im Unterschied zu Dichand und Konrad regiert Berlusconi immerhin selbst.

Das gesellschaftliche Radarsystem ist ganz auf die großen Krisenbomber ausgerichtet und übersieht zusehends die kleinen Provinzialitäts- und Schamlosigkeitsjets, mit denen darunter permanent der Luftraum des Zumutbaren verletzt wird.

Leben mit dem schwachen Euro Seite 1
Sachwerte schlagen Papiervermögen Seite 2


michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.05.2010)

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37 Kommentare
 
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Abgestumpft vielleicht ja, aber...

...das war doch auch schon vor der Krise nicht anders - die Entwicklung der ÖBB hätte schon vor etlichen Jahren Massendemonstrationen hervorrufen müssen, Regierungen/Politiker haben mit ganz kurzen Ausnahmen zu meinen Lebzeiten keine vernünftigen Ideen gehabt geschweige denn umgesetzt, etc. etc. Schön und gut, wenn sie sich einen Anlaß suchen, diese ganzen Mißstände wieder einmal aufzuzählen, aber die gab's alle schon lang vor der Finanzkrise...

Gelassenheit der Bürger/innen versus "Reformitis"

Auch wenn man Zeitung liest und einiges mitbekommt, kann man gelassen bleiben, weiss man sich in „Gottes Hand“ oder annimmt, der Planet und natürlich das Universum, die werden es schon aushalten, diese Raffgier und dieses „immer mehr, immer größer, immer höher“. Und: Wenn Fleischhacker richtig schreibt, dass uns Bürgerinnen und Bürger die Summen über den Kopf wachsen, sodass wir diese verdrängen oder gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen, dann meine ich als Bürger, diese Summen wachsen auch den „Insidern“ über den Kopf, da diese nur mehr ein Symptom nach dem anderen zu bekämpfen haben. Mit dem Wort „Reform“ kann man uns auch nicht mehr hinter dem „Ofen hervorlocken“, da doch ständig „Irgendjemand“ das kleinste „Irgendetwas“ eine Reform nennt. Im Burgenland will z.B. ein Landeshauptmann das Verhältnis Polizist:Bürger/innen von etwa 1:160 weiter „verbessern“, obwohl dieses Verhältnis in anderen Bundesländern etwa 1:430 beträgt. Bis zur Vervollkommnung unseres „subjektiven Sicherheitsbedürfnisses“ auf dieses vom Landeshauptmann gewünschte Verhältnis, müssen uns die Grundwehrdiener des Bundesheeres durch ihre „Präsenz im Hinterland“ dieses „subjektive .......“ vermitteln. Wenn ich als Bürger nun den Eindruck habe, diese Vorgangsweise wäre gegen die böse ÖVP-Innenministerin - Feindbildpflege Marke „Parteifunktionär" - gerichtet und solle den Parteifreund SPÖ-Verteidigungsminister ins Licht stellen, dann ist das natürlich auch bloß auf meine „subjektive Wahrnehmung" zurückzuführen.

Missbrauch der Ostparaneua durch die SPÖ

Leider ist die Geschichte noch nicht zu Ende da die im Burgenland von der SPÖ (Niessl-Darabosch) angeworfene Propagandamaschine die ohnehin latent vorhandene Ostparaneua im Land verschärt und auf Jahre hinaus Schaden anrichteten. Dies alles geschieht um die von der FPÖ im Jahr 2005 zurückgewonnen Stimmen zu behalten. Es wird hier von einer Partei in der man doch gelegentlich noch die Internationale singt, ein hoher nationalistsicher Preis bezahlt. Die Fortsetzung kann man schon auf die FPÖ-Plakaten sehen. Die bisher als eher harmlos gesehene ÖVP wirkt bei diesem Treiben geradezu staatsmännisch und der Spitzenkanditat der Grünen war in der Fernsehdiskussion geradezu ein Bote der Vernunft.

Un man vergesse bitte nicht die Jets

die unter dem Radar fliegen :-)

Gast: Schweiz
23.05.2010 22:05
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Das ist eben der Unterschied zu einer wachen, verantwortungsvollen Demokratie


Die Schweiz hat 2009 etliche Milliarden Haushalts-Überschuss erwirtschaftet.

Dort würden solche Zustände wie in Österreich zu massiven Reaktionen seitens der Medien bzw. der Stimmbürger führen.

Österreich verkommt immer mehr zu einem Freilichtmuseeum für angewandte Parteien-, Pensionisten- und Beamtendiktatur.

Antworten Gast: Zürich
24.05.2010 03:06
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Re: Das ist eben der Unterschied zu einer wachen, verantwortungsvollen Demokratie

"Die Schweiz hat 2009 etliche Milliarden Haushalts-Überschuss erwirtschaftet."
Der gute Jahresabschluss ist erfreulich, aber Sie sollten doch nicht so übertreiben, es waren genau 2 Milliarden, nicht "etliche".

Antworten Antworten Gast: Schweizer
24.05.2010 12:56
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Re: Re: Das ist eben der Unterschied zu einer wachen, verantwortungsvollen Demokratie

Die Schweiz hat 2009 ihre Schulden um 11 MILLIARDEN FRANKEN reduziert!

Zitat:

"Trotz Wirtschaftskrise hat der Bund letztes Jahr schwarze Zahlen geschrieben: Der Überschuss beträgt 2,7 Milliarden Franken, wie das Finanzdepartement (EFD) mitteilte. Damit wurde der budgetierte Überschuss um 1,8 Millarden übertroffen.

Die Finanzierungsrechnung schloss mit einem Überschuss von 9,7 Milliarden Franken. Dank dieser Gelder konnte der Bund die Bruttoschulden auf Ende 2009 um knapp 11 Milliarden auf noch 110,9 Milliarden Franken abbauen.

Die Bundesschulden sanken damit gegenüber dem Höchststand im Jahr 2005 um fast 20 Milliarden Franken."

Zitat ende

Und wie ist das in Österreich????

Österreich hat Faymann und Pröll

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Immerhin

das hat es in Österreich noch nie gegeben. Das wäre so, als würde die Sonne im Westen aufgehen.

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Re: Immerhin

was auch mittlerweile als wahrscheinlicher wirkt... ;-)

Abstumpfung als Selbstschutz oder Selbstbetrug?

Es stimmt. Der Aufreger von vorgestern lockt keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor.

Wetten, dass in zwei, drei Monaten kein Mensch mehr von den Missbrauchsfällen spricht?

Gewaltige Natur- oder Umweltkatastrophen wie das Erdbeben in Haiti oder die Ölpest vor Louisiana sind auch sehr gut dazu geeignet, uns zumindest kurzfristig von den nicht unbeträchtlichen Problemen im eigenen Land abzulenken.

Das Empörungspotential eines Durchschnittsbürgers ist nur begrenzt; dies kommt Politikern natürlich sehr entgegen, die Probleme lieber aussitzen als anpacken. Und im Windschatten von großen Krisen und Skandalen kann man sich so einiges erlauben, denn das geht praktischerweise unter.

Der Vergleich von MF im letzten Absatz ist sehr gut gewählt. (Mir fiel dazu übrigens der 18-jährige Matthias Rust ein, der 1987 mit seiner Cessna im Tiefflug das sowjetische Radarsystem ausgetrickst hat und unverfroren auf dem Roten Platz in Moskau gelandet ist!)

Gast: Niederösterreicher
23.05.2010 18:21
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Wenn einmal ein roter Mitspieler wie die dt. WAZ aus österr. Medien ausscheidet,

ist das für Dr. Fleischhacker eine Einschränkung der Meinungsvielfalt?

Der Einfluß der WAZ auf die "Krone" war gerichtskundig. Und mancher Meinungsschwenk der "Krone" ist nur so erklärlich. Auch jetzt noch hat ein Ex-Chef-Redakteur der "Arbeiterzeitung" im Dichand-Heute eine ständige Kolumne. Und unsere heutige desaströse GroKo-Regierung verdankt dem medialen Druck durch die beiden Milliardäre Dichand und Fellner ihre Existenz.

Richtig ist aber, daß die genannten Herren für ihren "Bärendienst" dem Volk nicht geradestehen müssen und die Kohle behalten dürfen!

Re: Wenn einmal ein roter Mitspieler wie die dt. WAZ aus österr. Medien ausscheidet,

Fellner Milliardär? Das meinen Sie aber nicht ernst?

Antworten Antworten Gast: Niederösterreicher
25.05.2010 02:21
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Re: Re: Wenn einmal ein roter Mitspieler wie die dt. WAZ aus österr. Medien ausscheidet,

Die lachsroten Printmedien des Fellner sind erst vor einigen Jahren von Null gestartet und werden zunehmend zur Konkurrenz für die Dichand-Printmedien. Den Wert seines Zeitungsimperiums würde ich daher nicht unterschätzen. Es würde mich auch nicht wundern, wenn er sein Vermögens steuerschonend und ideologiekonform in einer Stiftung oder in der Karibik angelegt hätte.

Re: Re: Re: Wenn einmal ein roter Mitspieler wie die dt. WAZ aus österr. Medien ausscheidet,

Kann schon sein, dass Fellner was auf der hohen Kante hat, aber garantiert keine Milliarden. Und seine Medien sind ökonomisch immer nur am Abgrund entlanggeschrammt, wie Insider Ihnen erzählen können.

Dichand hingegen besitzt vermutlich über 500 Fantastilliarden, da haben Sie wohl recht.

Gast: thukydides
23.05.2010 12:48
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Herr Fleischhacker hat zwar im Grunde genommen Recht,

aber wenn ich mir dan wüchentlichen Propagandaartikel der "Presse am Sonntag", genannt "Sonntagsspaziergang", durchlese, muss man zwangsläufig Kritk an der "Presse"-Redaktion üben, die nicht zugeben will, dass auch sie von diesem System eingenommen ist. Zugegebenermaßen nicht so schlimm, wie z.B. "Krone", "Österreich", "Kurier", etc, aber doch in einem Maße, das man nicht einfach leugnen kann.

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Demokratie nach Art des Hauses

Leider hat M.Fleischhacker mit allem Recht was er schreibt. A.Rohrer hat das vor langer Zeit als die "Verluderung der Republik" bezeichnet und da in Österreich in den führenden Positionen die Verursacher der Verluderung das Sagen haben,wird sich daran auch in Zukunft nichts ändern.Die Lethargie der Österreicher hilft dabei ungemein,da die Allgemeinheit von diesen Zuständen weder informiert noch daran interessiert ist.Die Leute regen sich lieber über 300 Rumänen auf,die Anspruch auf eine österr.Pension haben als über Milliarden die versickern und durch Korruption oder politische Unfähigkeit verloren gehen.Die österr.Presseförderung wäre natürlich so wie viele andere Dinge völlig anders zu organisieren bzw. überhaupt zu hinterfragen und ist ein zusätzlicher Indikator für die vielen Dinge die in diesem Land schon lange nicht mehr korrekt funktionieren.Wie immer hat der gewöhnliche Arbeitnehmer,der über kein Netzwerk,keine "Freunderl" und auch kein nennenswertes Einkommen verfügt,die Rechnung zu begleichen und das einzig sichere in einer immer unsicherer werdenden Welt ist,dass sich daran auch in Zukunft absolut nichts ändern wird.

grins!

ich finde es schwer in ordnung, dass sie dichand und konrad per tastatur abwatschen.

aber , bitte herr fleischhacker, erzählen sie uns doch gelegentlich auch, WER SIE anruft, um einzelne artikel oder die linie der ganzen zeitung zu bestimmen!

sie haben zwar nicht geschrieben, dass ganz ö besetzt sei von den bösen römern, und nur ein einziges kleines gallisches dorf mit namen 'presse' widerstand leiste .
aber weglassen ist auch eine form der behauptung!

Gast: schwejk
22.05.2010 11:50
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Presseförderung

Wenn der Herr Chefredakteur schon Reformen herbeischreiben will, dann bitte keine halbherzigen: Wieso fordert er nicht die völlige Abschaffung der Presseförderung? Profitiert vielleicht auch die Presse davon (nicht mehr so viel wie früher, aber ein paar Milliönchen kommen sicher zusammen)?
Bitte nicht Wasser predigen und Wein trinken!

Antworten Gast: machmuss verschiebnix
22.05.2010 15:20
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Reformen kann niemand herbeischreiben oder herbeiwählen,

denn ein Auflösen der gegenseitigen Abhängigkeiten
innerhalb des symbiotisch verfilzten Staats-Apparates,
würde zu dessen Kollaps führen. Letztlich ist es
dieser Apparat der Österreich regiert - wer könnte
seine Aufgaben übernehmen, solange der Patient für
diverse Einschnitte im OP unterm "Messer" liegt ?

Dummy-Frage:
Wenn wir uns als "Freistaat Österreich" an Deutschland
angliedern und dann zusammen mit Deutschland aus der
EU austreten, wäre dann beiden geholfen ?

Dann müßte Deutschland nicht mehr für jene bezahlen,
von denen es auch noch dafür geprügelt wird,
und Österreich könnte sein gesamtes politisches
System auf dem Misthaufen der Geschichte entsorgen.

Unrealistisch ?
Mag sein, aber wie realistisch war der Fall der Mauer
für deren Erbauer ?

Antworten Gast: ???
22.05.2010 13:41
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Re: Presseförderung

Das hat er schon. Die Presseförderung ist der Ausgleich für die rechtlich festgeschriebene Bevorzugung der Wiener Zeitung. Und ein Ende dieser Bevorzugung und damit auch der Presseförderung - dazu gab es schon einen Artikel.

Aber interessanter Weise fand das die Politik gar nicht so erstrebenswert ...

Antworten Gast: sdf
22.05.2010 12:44
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Jein

die einen erhalten dann keine (demokratiezerstörende) Presseförderung die anderen zig Millionen von anderen über "Inserate"
Das wäre immer noch unausgewogen und demokratiezerstörend.
Hat wer eine besserer Idee ?

Gast: ert
22.05.2010 11:49
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Na welch Zufall dass alles so läuft - sind aber keine Ablenkungsmanöver um gerade die von ihnen so schön aufgezählten Geschäftchen der herrschenden Klasse

(quer durch alle Parteien) unbemerkt über die Bühne zu bringen.
Vielleicht war gerade das der Sinn des EU-Beitritts ?

Auch der angeführte "Kirchenschkandalll" (mit tw. 40 Jahr alten Vorkommnissen (was gäbe es bei 40 Jahren da erst über unsere Politikerkaste alles zu berichten - da müsste eine Zeitung 1000 Seiten haben)) war so ein Ablenkungsmanöver, denn nach der BP-Wahl war schnell Schluss damit. Ist ja auch ein dankbares Opfer, die Kirche. Die demonstriert nicht mit gewaltbereiten Demonstranten, errichtet keine Barrikaden, Banlieus brennen auch nicht, schiebt die Schuld nicht ab, die kann man gerne als Watschenmann missbrauchen.

Aber es gibt eine höhere Gerechtigkeit, die gleicht das alles aus. Das steht schon in der Bibel (AT).

Politisch gesehen hilft dagegen nur das Schweizer Modell und stark entflochtene Medienlandschaft. Ein SPÖ(!!!)-Jungpoliitker hat das in einem Artikel in der (vo-?)letzten Bunten Zeitung (oder wie immer die jetzt heißt) treffend angeführt. Manche denken dort offensichtlich schon nach.

Zusatz von mir: Das Grundproblem in unserem System ist die nicht berücksichtigte Differenz relativer Größen. Prozessieren Sie mal allein gegen einen Multi oder das Finanzamt. Das Problem ist auch beim Austausch innerhalb der EU höchstvirulent. Von Waren bis Studenten.
Unsere Demokratie wird sich erst wieder erholen wenn sie das höchstprior berücksichtigt.
Je größer ein Gebilde desto ademokratischer.
S. "Verfassungsreform" die gerade die A-Demokratie begünstigt.

Gast: Gast
22.05.2010 09:31
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Beispiellose Verblödungskultur einer degenerierten Generation

"Wären die Fälle sexuellen Missbrauchs und des teilweise inakzeptablen Umgangs der offiziellen Stellen damit nicht in der Krise passiert, wäre der Sturm bei Weitem nicht so schnell abgeebbt."

"Die Schul- und Bildungsdiskussion ließe sich unter anderen Rahmenbedingungen nicht so leicht abwürgen, wie das derzeit der Fall ist, die Entwicklung bei den Österreichischen Bundesbahnen, die seit Jahrzehnten ein Griechenland im Kleinen sind, müsste längst zu öffentlichen Aufständen führen."

"Was im Netzwerk zwischen dem Bundeskanzleramt, dem Wiener Rathaus, der Familie Dichand und den Gebrüdern Fellner an Millionenbeträgen verschoben wird, ist eigentlich atemberaubend"

Sie sprechen von öffentlichen Aufständen! Was für Aufstände? Demonstrieren? Für deutsche Werte, für Volk und Vaterland? Jeder weiß wer in diese Kerbe schlägt wird automatisch mit der Nazikeule erschlagen mit aller Kraft des Gesetzes!
Warum säuft sich eine Generation jedes Wochenende die Birne weich?
Randale in der Schule?
Keine Disziplin?
Sogar die Kleinsten merken, dass dieses System einfach keine Zukunft bietet. Der gesamt Druck und Stress von den paar Leuten die sich Kinder noch antun, geben den unbewusst 1:1 weiter.

Wie sie schreiben ist das offensichtlich politisch gewollt. Wenn im 2 Satz der Verfassung steht, das Recht geht vom Volk aus.
Leben wir dann nicht in einer demokratischen Republik?
Wird hier im Sinne des Volkes regiert und wenn nicht ist das Verfassungswidrig?

Antworten Gast: asd
22.05.2010 11:52
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Auch innerkichlich erkennen manche was tw. Sache ist

s. Martin Mosebach in der Süddeutschen Zeitung
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33691/1/1

Antworten Gast: Gast Gast
22.05.2010 11:38
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Re: Beispiellose Verblödungskultur einer degenerierten Generation

Bitte dieses Video ansehen.
Diesem mutigen Mann muss man einfach zuhören. Er muss gehört werden!

Viele Berufskollegen, auch in Österreich sollen sich daran ein Beispiel nehmen:
Der Mann ist sein Geld wert! Er weiß wer seine Auftraggeber sind: DAS VOLK!
http://www.youtube.com/watch?v=Sv1kw02Dvb4&feature=player_embedded


Gast: Gast
22.05.2010 08:54
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Würde man täglich versuchen zu verstehen, was das alles wirklich bedeutet und bedeuten kann, hätte man keine ruhige Sekunde mehr.

Es ist wohl eher so dass die Wahrheit einen eben nicht unbedingt glücklich macht. Denn wer die Wahrheit sucht der ist verflucht!

 
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