20.06.2013 15:34 Merkliste 0

Die EU stabilisiert den Balkan und destabilisiert sich selbst

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Die EU-Erweiterung auf dem Westbalkan ist die konsequente Fortsetzung einer Politik, die man als umgekehrten „erweiterten Selbstmord“ bezeichnen könnte.

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Die Kriminalpsychologie kennt im Zusammenhang mit Amokläufen den Begriff des „erweiterten Selbstmordes“: Der Amokläufer tötet nicht zehn Menschen, weil er zehn Menschen töten will. Er will sich selbst töten und dabei nicht allein sein.

Die Europäische Union ist möglicherweise auch gerade dabei, Selbstmord zu begehen, allerdings unter genau umgekehrten Vorzeichen: Sie will möglichst vielen Ländern eine Perspektive bieten und hat deshalb selbst kaum noch eine. Ob bei der großen Erweiterungsrunde um zehn Mitglieder im Jahr 2004 oder bei der Aufnahme von Bulgarien und Rumänien 2007: Alle Warnungen, dass die Kandidaten noch nicht beitrittsreif seien, wurden mit dem Argument erschlagen, dass für den ehemaligen Ostblock und für den Balkan die Perspektive eines EU-Beitritts und der Beitritt selbst die einzige Garantie für Reform- und Westorientierung seien. Dass heute die größte Gefahr von „alten“ Mitgliedern ausgeht, zeigt nur, dass auch die EU noch nicht beitrittsreif war.

Die EU hat also, um den Staaten Zentral- und Südosteuropas eine Perspektive zu eröffnen, ihre eigene Perspektive aufs Spiel gesetzt. Ein Akt von Selbstlosigkeit im Angesicht eines weltgeschichtlichen Zeitfensters, könnte man sagen. Allerdings ist es mit der Selbstlosigkeit so eine Sache: Erstaunlich oft neigen Menschen zur Selbstlosigkeit, die kein Selbst haben, das sie loswerden könnten. Mit Institutionen scheint es nicht anders zu sein.

Was das „Selbst“ der EU denn sei, wurde erörtert, noch lange bevor ihre ersten Vorläufer gegründet wurden. Ironischerweise war es der britische Premier Winston Churchill, der 1946 die „Vereinigten Staaten von Europa“ propagierte, Frankreichs General de Gaulle antwortet mit seinem Vorschlag eines „Europa der Vaterländer“. Der deutsche Außenminister Joschka Fischer wünschte sich in seiner berühmten Rede an der Berliner Humboldt-Universität noch im Jahr 2000 eine „Europäische Föderation“, nach dem Subsidiaritätsprinzip organisiert, aber eben doch ein souveräner Staat, wenn auch einer, der aus souveränen Staaten gebildet wird.

Das Staatlichkeitsdenken der Europäer ist schon lange schizophren. Als bald nach der Jahrtausendwende der Massenbeitritt der ehemaligen Ostblockstaaten zur Debatte stand, geschah dies unter dem Motto „Erweiterung oder Vertiefung“. Am Ende erklärten die europäischen Auskenner den Bürgern, dass Erweiterung und Vertiefung kein Widerspruch seien. Es waren dieselben Auskenner, die sich immer stärker darüber zu wundern begannen, dass die europäische Idee nach und nach an Zugkraft und Zustimmung einbüßte. Dass das etwas damit zu tun haben könnte, dass sie, die europäischen Auskenner, uns, die europäischen Hausverstandsbenutzer, für dumm verkauften, auf die Idee kamen sie nicht.

Nach demselben Muster lief die Debatte rund um die Einführung des „Euro“ ab. Die Vertreter der „Krönungstheorie“ wiesen darauf hin, dass die Schaffung eines einheitlichen Währungsraumes erst angeraten sei, wenn man zuvor dafür sorge, dass die teilnehmenden Staaten wirksam zur Einhaltung der Stabilitätskriterien angehalten werden könnten. Man tat das als uneuropäische Kleingeisterei ab und wies erneut auf die einmalige Chance hin, Europa nach der Zeitenwende durch eine gemeinsame Währung als ökonomischen und politischen Spieler auf dem Feld der neuen Weltordnung einzuführen.


Man sieht inzwischen, dass es sich bei dem Spieler, der da gekauft wurde, um einen fußmaroden Kerl handelt, der planlos im Mittelfeld herumrennt, weil er zum Stürmen zu langsam und zum Verteidigen zu schwach ist.

Die Union ist durch ihre Unfähigkeit, wenigstens jenen Teil ihrer Mitglieder auf Stabilitätskurs zu halten, der an der gemeinsamen Währung teilnimmt, lebensbedrohlichen Risken ausgesetzt. Da würde sogar ein Sofortbeitritt Serbiens wie ein überschaubares Kollateralrisiko wirken.

Die Europäer haben sich vor längerer Zeit dazu entschlossen, für die Stabilisierung potenzieller Mitglieder die eigene Stabilität aufs Spiel zu setzen. So, wie es aussieht, werden sie verlieren.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.05.2011)

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39 Kommentare
 
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Gast: calafati
19.06.2011 09:46
0 0

So wie es jetzt läuft, heißt sehenden Auges dem Untergang..

entgegenzufahren, aber garnicht vom falschen Kurs abweichen zu wollen.
Da sind die falschen Steuermänner am Ruder!

Gast: Ich bin der Meinung
10.06.2011 16:22
0 0

Schon lange bevor das Kapitel SO Europa auf die Agenda kam

hat schon die letzte Stunde der EU geschlagen.

Was passiert, wenn es jetzt wirklich zum Crash kommt? Wer behält da die Nerven? Oder glaubt Herr Fleischhacker, dass dann HC das Ruder herumreißt?

Profitiert von der EU haben eben bislang nur wenige Industrielle und der steuerzahlende Kleinbürger war stolz darauf, kein Geld bei seinen Allinklusivreisen wechseln zu müssen, übrigens wo er es auch ohne den Euro nicht notwendig hatte.


Diese "Vision" ist eben auch nur eine Ideologie!

Alles auf dieser Welt ist in irgend einer Form einer bestimmten Gesetzmäßigkeit unterworfen. Ideologen, Visionäre und andere Träumer versuchten immer wieder, das Hemmnis dieser Gesetzmäßigkeiten mit einem genialen Hieb zu durchbrechen. Zunächst verblüffte sogar ihr "Erfolg"; doch mit der Zeit zeigten sich die Denkfehler anhand der immer stärker auftretenden Mängel. Die europäische Integration wurde wie ein Pferd vom Schwanz her aufgezäumt. Schüssel bezeichnete z.B. den Euro als "integrierenden, Identität schaffenden Faktor"; dabei wurde uns gerade vorgeführt, daß der Dinar keineswegs die zahlreichen teilrepublikansichen Unterschiede und Widersprüche in Ex-Jugoslawien zu übertünchen vermochte.

Die "permanente Erweiterung", so hörten wir es tatsächlich jahrelang aus Brüssel, sei das "wichtigste Ziel der EU überhaupt". Daher wurde praktisch NIE wirklich genau hingesehen, ob ein Beitrittskandidat auch nur ansatzweise die papierenden Vorgaben aus Brüssel erüllte. Sich bereits einige Schritte in die richtige Richtung zu bewegen, genügte dann schon für eine Vollmitgliedschaft. Und wehe dem, der kritische Fragen dazu stellte: Der wurde sofort als "Antieuropäer" abgekanzelt. So ziehen eben die europäischen Lemminge weiter ihrem Untergang entgegen. Denn daß der ganze Laden in absehbarer Zeit wegen notorischer Unfinanzierbarkeit geschlossen wird, zeichnet sich schließlich immer deutlicher ab.

Antworten Gast: Ich bin der Meinung
10.06.2011 16:24
0 0

Re: Diese

Eine Ideologie haben Sie leider unterschlagen:

Die Kirche und da vor allem die kath.

2 0

Die Europäer haben sich vor längerer Zeit dazu entschlossen, für die Stabilisierung potenzieller Mitglieder die eigene Stabilität aufs Spiel zu setzen. So, wie es aussieht, werden sie verlieren.

ich als notorischer Pessimist, hatte schon bei der Abstimmung ein sehr flaues Gefühl und ging erst gar nicht zur Urne; muss aber trotzdem diesen Müll mittragen !?

Würde eine Partei trauen sich aktiv dafür einzusetzen eien neuerliche Volksabstimmung durchzuführen welche den Inhalt hat (ja/nein) zum AUsstieg, würde diese haushoch in vielen Ländern gewinnen, und möglicherweise schlimmeres verhindern .

Gast: noname
29.05.2011 17:50
7 1

Was die Großen anlangt:

Das halb Ost-Österreich als "Kollateralschaden" des Schengen-Abkommens von Ost-EU-Banden ausgeplündert wurde wie nach einem verlorenen Krieg (das wurde dann von den direkt Betroffenen auch so empfunden) war der EU egal.
Schengen musste bleiben (obwohl es vorher ganz anders hieß).

Aber einige Tausend tunesischer "Flüchtlinge" die Italien nach Frankreich exportierte genügten dass sofort Schengen-Abkommen außer Kraft gesetzt werden durften.

Ein großer Schmerz bei einem "Kleinen" (oder dem "Falschen") ist also der EU egal
Ein Mini-Minimalschmerz bei einem "Großen" - schon besteht Handlungsbedarf.
Dazu braucht man keine EU. Das ist beinharte Machtpolitik.

Auch Dänemark darf "Zollkontrollen" einführen - nur wir dürfen Österreicher nur eins: Zahlen, die Goschn halten und untergehen.

Wenn die EU zerfällt und wir Dank Darabosch kein Heer mehr haben: Soll sich jeder mal kurz überlegen wo er morgen als Staatsbürger miesester Klasse wieder aufwacht. Mit "Rechten" wie die Sudetendeutschen in der Tschechoslowakei oder einst die Österreicher im heutigen Slowenien.
Sie finden das "abwegig": Für diese Menschen war es auch "abwegig" aber 2-3 Jahre später bitterste Realtität.

Ein Verteidigungsminister - der offensichtlich noch nie davon gehört hat dass Griechenland trotz NATO- und EU-Mitgliedschaft weltweit das drittgrößte Verteidigungsbudget pro Kopf hat (wo doch eine EU-Mitgliedschaf lt. Darabos ein Garantieschein ist, dass man nie wieder ein Heer braucht) für diese "Schöne Zukunft".

Gast: noname
29.05.2011 17:16
6 0

Alle Multikulti-Reiche in und um EUropa sind zerbrochen

ein EINZIGES nicht: Die Schweiz.

Statt sich diese und deren Erfahrungen als Vorbild zu nehmen (deren Einigungsprozess war übrigens alles andere als friedlich und dauerte Jahrhunderte) mussten unsere Besserwisser unbedingt das Rad neu erfinden.
Ein impotenter Multi-Kulti-Zentralstaat mit einer hyperreichen "Elite" das Vorbild statt die Vielfalt der Völker Europas zum Vorteil aller zu nutzen. Ideologie statt gesuner Pragmatismus - obwohl es immer der war der Europa weiterbrachte und obwohl es immer die Ideologien waren die uns viel kosteten.

Der "Erfolg" wird nunmehr sichtbar.

Es gäbe noch gute, erfolgversprechnde Rettungsmöglichkeiten - aber es stellt sich doch die Frage: Ist der Zerfall der EU nicht schon längst von manchen, sehr einflussreichen einkalkuliert und "Gewinnbringend" ?

Gast: beschwerer
29.05.2011 00:25
0 2

Der größte Auskenner aller Zeiten

ist der fle-michel aus Südösterreich.

Teil der Geschichte

In den Fünfzigerjahren als geniale Idee geboren (EWG), in den Neunzigerjahren als EU weitgehend umgesetzt, in den Zehnerjahren als Europaidee in den Sand gesetzt? Über ein halbes Jahrhundert ist dieses Konstrukt also bereits Teil unserer Geschichte. Auch MF reiht sich nun ein unter die Propheten. Aber auch Propheten haben schon geirrt. Freilich, Europa ist gelebter Widerspruch in sich. "Auch wenn die Brücke bricht, bestehen die Ufer weiter." (S.J.Lec)


Re: Teil der Geschichte

Nur dumm für die, die gerade auf der Brücke stehen - wo es doch hieß, auf dem anderen Ufer ist ja alles viel besser.

Die Türkei als Chance?

Ich bin weder EU-Phobiker, noch EUnthusiast. Die EU hat ein paar gravierende Konstruktionsfehler. Der für mich gravierendste das Fehlen der Gegenseitigkeit. Sonderrechte überall, eine unendliche Liste. Es ging immer ums Herausholen, fehlte schon immer die Solidarität: Wer z.B. gerade Aussengrenzen zu überwachen hat, ist - selbst in Zeiten von Frontex - der Dumme; schnell erweitern, hat das Problem ein anderer ("Schwarzer Peter").
Vernachlässigung der Menchenrechte (Aufrechterhaltung der Benes-Dekrete, Avnoj-Beschlüsse,...). Zweisprachige Ortstafeln in Italien, endlich in Kärnten, aber Slowenisch-Südsteiermark (Marburg), Slowakisch-Ungarn, Siebenbürgen, West-Polen,...? Nie gehört?
Das EURO-Problem ist kein Währungsproblem, sondern eines verlogener Politiker (Schröder, 3%, ach watt) und von Geldgebern (Banken, Fonds,...). Hätten GR, IE, PT, ES nicht soviel Geld bekommen, wären sie jetzt nicht pleite; ein Konkurs ist immer ein Neuanfang, an dem nach Verwertung der Masse die Gläubiger mitzahlen.
Warum Türkei als Chance? Vielleicht kommen die Auskenner jetzt drauf, dass das Konstrukt EU-Alt (lässt Beitrittsverhandlungen zu mit einem Staat, der sich im Kriegszustand mit einem Mitglied befindet! Absurd!) nicht mehr hält. Dass wir eine EU-Neu brauchen.
Das heißt 1. Gegenseitigkeit (was du nicht hergeben willst, bekommst du auch nicht von uns). Folge: 2. EU der unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Und 3. Alte G'schichten sind vor dem Beitritt beizulegen (CS:SK, Slov:HR, SK:HU).

Antworten Gast: noname
29.05.2011 17:32
2 0

kurz und gut: "gleiches Recht für alle".

Wenn unsere Journalistik z.B. nichts dazu einfällt dass ein Nachbarstaat zwar das halbe Staatsgebiet von uns annektiert und die dortige Minderheit vertrieben hat und einen weiteren Teil 2 Mal in hundert Jahren erfolglos zu erobern versucht hat aber jetzt bei UNS (den Vertriebenen) einseitig zweisprachige Ortstafeln fordert: da mangelt es entweder an Erfahrung im Umgang mit Eroberern bzw. Menschen die nie genug bekommen können oder man ist sehr einäugig (warum auch immer).

Gerechte Lösungen, die echten Frieden statt dekretierten bringen schauen anders aus.

Es wurden in der EU vor allem die Großen, danach nicht nur die Südländer sondern die ganze Ost-EU gehätschelt dass es für sie eine Wonne war. Der Islam sowieso.

Geschichtsbewältigung in der Ost-EU ? Solidarischer Beitrag statt ewiges abkassieren ? Keine Spur.

Ja Geschichtsbewältigung ist schmerzhaft, aber sie bietet auch die Chance einer Weiterentwicklung - unter den richtigen Bedingungen.

Die wurde dort versäumt, deshalb ja die Angst der EU dass dort die alten Konflikte wieder aufbrechen könnte und Deckel drauf oder alles mit dem Wattebausch des Geldes ertränken. Aber so bekommt man archaisches Balkan-Denken aus den Köpfen und Herzen sicher nicht raus.

Ein erfolgreiches Beispiel wäre kroatisch-Istrien wo die italienische Bevölkerung vertrieben wurde und Kroatien trotzdem freiwillig zweisprachige Ortstafeln hingestellt hat - vorbildlich !

Antworten Gast: Markus Trullus
29.05.2011 09:13
1 0

Re: Die Türkei als Chance?

ja, kann ich gedanklich mitziehen; das orte ich auch schon lange als echte Probleme der EU...
Und die "Neu EU" müsste viel mehr mit Mandaten aus der Bevölkerung abgesichert sein, neben ausbalancierten "echten" Kontrollmechanismen. Da wäre an dem derzeitigem Ergebnis des Konvents noch einiges auszusetzen...

Die EU, Schengen und der EURO wurden von ihren Politikern zerstört!


Man muss sich vorstellen; da gibt es eine EU und einen EURO-Raum, der sich im Vorfeld der Gründung in vieljährigen Prozessen die ausgeklügeltsten und umfangreichsten Gesetze und Vorschriften der Weltgeschichte gibt und durch diese bis ins kleinste Detail vorbildlich geregelt wird.

Dann aber kommen die Politiker und verhunzen das ganze Regelwerk!

1.) Die Osterweiterung mit Staaten die noch heute nicht Europafähig sind (Rumänien, Bulgarien,...)

2.) Die Schengen-Erweiterung auf Staaten, die ihre Außengrenzen nicht sichern können.

3.) Die Schengen-Erweiterung auf Staaten, die ihre rechtsstaatlichen AUfgaben (Verbrechensbekämpfung) im Inneren nicht ausreichend sichern können

4.) Die Aufnahme von Ländern in die EURO-Zone, welche die Regeln weder im Vorfeld noch im laufenden betrieb eingehalten haben.

5.) Die Missachtung der EURO-Regeln durch fast ALLE Mitgliedsländer der Zone, inkl. und vor allem Schröder-Deutschland (Schuldengrenze "dummes Korsett")

6.) Die Missachtung der "No bail out" Klausel im EU-Vertrag (GR, IRL, POR,...)

Das heißt also, die EU und der EURO wären als IDEE eine tolle Sache gewesen, die praktische Umsetzung ist aber am Populismus und der Korruption/Eitelkeit der handelnden Personen gescheitert.

Man kann eben aus einer Wirtschaftsunion keine Kriminalitäts-, Verschuldungs-, As yl- und Umverteilungsunion machen.

DAMIT ERLEIDET DIE EUROPÄISCHE UNION DAS GLEICHE SCHICKSAL WIE DER KOMMUNISMUS!

Idee: vielversprechend
Umsetzung: verheerend.

Gut gemeint ist oft schlecht gemacht

Der Versuch, den Balkan zu stabilisieren, wird ohnehin nicht funktionieren. Der unausrottbare fanatische Nationalismus gewisser Ethnien wird sich nur kurzfristig durch die Verlockung eines EU-Beitritts eindämmen lassen.

Die Verbrechen von Karadzic, Mladic & Co. waren nicht die ersten und werden vermutlich nicht die letzten sein, wenn auch hoffentlich nicht mehr in einem derartig entsetzlichen Ausmaß.

12 1

Guter Kommentar zur EU!

endlich!

Auf dem Weg der EU zur EUdssR haben die Eliten die Völker verloren. Das wird sich in schwierigen Zeiten bitter rächen.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie auf dem Gipfel von Nizza (2000) statt die seriöse Vertiefung der EU vorantzutreiben, Österreich bashing angesagt war.

Chirac, Schröder und Fischer schaufelten damals der EU ihr zukünftiges Grab.

Gast: Thomas v.A.
28.05.2011 12:43
4 1

am Ende siegt das Richtige

Es war doch vom Anfang an klar, dass das nie funktionieren kann. Daher warten wir in Ruhe ab - alles wird zerbrechen und die Folgen werden gar nicht schlimm sein- auch wenn die Auskenner etwas anderes behaupten ! Die Folgen können gar nicht schlimm sein - da die Realwirtschaft in Deutschland und Österreich blendend funktioniert. Die Buchwerte in irgendwelchen Bilanzen sind doch nur Zahlen die nichts in der Realität bedeuten.
In einem Jahr ist der Spuk vorbei.

Das Boot ist voll!!!

Das düstere Szenario des Leitartikels trifft leider genau den Punkt.

Ob die neuerliche Erweiterung lediglich aus schnöder Gier hinsichtlich neuer Exportmärkte ins Auge gefasst wird oder aus angeblich edlen Motiven heraus (politisches „Helfersyndrom“) - es ist abzusehen, dass ein derartiges Unterfangen nicht gelingen kann.

Wenn die EU versucht, noch mehr Schiffbrüchige ins bereits überlastete und gefährlich schaukelnde Boot zu holen, werden letzten Endes alle untergehen. Cui bono?

Aus reinem Selbsterhaltungstrieb sollte dies der Kapitän deshalb tunlichst unterlassen. Er ist vor allem seiner Stammmannschaft und seinen Passagieren verpflichtet, und es beginnt sich ohnehin schon eine Meuterei abzuzeichnen.

Abzockerverein

Genau! Die EU ist ein Verein der gegenseitiugen Abzocke - (es kann sich nur um gegenseitige Abzocke handeln, da Synergien und Rohstoffländer eher dünn gesäht sind; vielleicht auch vergleichbar mit dem gegenseitigen Federnausreißen bei Hühnern) - , ein Verein der diese geplante Abzocke jedenfalls auf Seite der Nettozahler als Helfersyndrom tarnt. Wobei ich bewusst nicht "Hilfe" schreibe. Wir wollen unsere neuen Süd-, Ost-, usw. Märkte abzocken und tarnen uns als "krankhaft Helfenwollende".

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Gerade bei diesen Thema sollte man differenzieren

zwischen WAS (ist das Ziel) und WIE (ist die Umsatzung) . Die europäische Union ist ein eizigartiges historisches Projekt das imstande wäre, die Spuren die die Katastrophen des 20. Jahrhunderts hinterlassen haben langfristig zu beseitigen. Allerdings ist das politische Personal offensichtlich nicht in der Lage die Dimension dieser Aufgabe zu begreifen und dementsprechend strategisch und nicht ausschließlich opportunistisch zu handeln. Schade für Europa.

Zum neuen Rütli-Schwur gegen die EU

ruft hingegen die Schweizerische Volkspartei auf:

Vertreter der SVP Waldstätter-Kantone haben sich gestern auf dem Rütli verpflichtet, dass sie im Falle eines Beitritts der Schweiz in die EU die Bildung einer neuen Eidgenossenschaft an die Hand nehmen. Wenn die Schweiz ihre Souveränität aufgibt, braucht es einen neuen Rütli-Bund. Eine Schweiz in der EU ist keine Schweiz mehr.

Vielleicht wachen die Menschen auch hierzulande bald auf?

..

Verblödetes Volksdenken in den Mitgliedsstaaten macht der EU zu schaffen. Sonst nix.

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Die Europäische Union ist möglicherweise auch gerade dabei, Selbstmord zu begehen

na hoffentlich sehr bald schon, um uns noch mehr Kosten und Probleme samt Sinnbefreiter Vorschriften ersparen zu können !

Dieses als gescheitert zu betrachtende Konstrukt diente allein dem Zweck der finanziellen Selbstbedienung, zum Schaden aller Bürger

Gast: Pinoy
28.05.2011 08:28
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mit dem Euro ist Zahltag

. . . unsere Kinder sollten es den blöden Eurokraten noch verdanken, wenn jetzt die Vernunft einkehrte, dass die Politiker kein Land mehr verschulden dürften.
Ein Ministerium sollte Standards für Industrie und Wirtschaft schaffen, Steuern, Einkommen und Betriebsentnahmen angleichen und tunlichst aufs doppelte Durchschnittseinkommen begrenzen bis die Union schuldenfrei ist. Ein soziales Europa hätte allen Bürgern ein Mindesteinkommen zu gewährleisten.

Antworten Gast: Markus Trullus
29.05.2011 09:23
0 0

Re: mit dem Euro ist Zahltag

Ach ja, ihr visionären, unrealistischen Sozialmanager...

Gast: BeobachterderGeschichte
28.05.2011 06:26
3 2

Etwas mehr Perspektive, Herr Fleischhacker

Die Geschichte beginnt nicht mit der Urkathastrophe des 20.Jhdts. Nun, da beinahe die gesamte Monarchie wieder Teil der EU ist, sollte man sich auf das HEILIGE und ROEMISCHE besinnen, und wieder das Kaiserreich aufleben lassen. Das einzige, was keinerlei Zukunft und Perspektive hat, ist das sozialistische, freimaurerische, atheistische Konstrukt der Raeterepublik EU.

 
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