25.05.2012 13:41 | Meine Presse Merkliste 0

Schulden machen, bis das Morphium ausgeht

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Stellen wir uns vor, wie es wäre, wenn man die fetten Jahre genutzt hätte, um die Schulden so weit zu reduzieren, dass die Zinslast um 30 Prozent geringer wäre.

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Österreichs Wirtschaft ist gesund, sagt der Wirtschaftsbericht der Regierung. Die Krise wurde gut gemeistert, die Wirtschaft wächst wieder, die Arbeitslosenrate ist vorbildlich.

Gesundheit ist freilich eine Definitionsfrage, oder wie die Gesundheitsphilosophen sagen: Krankheit ist eine Funktion der Diagnose. Wer im Großen und Ganzen schmerzfrei ist und sich in einer psychisch stabilen Lage befindet, gälte nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO selbst dann als gesund, wenn er Krebs im Endstadium hätte. Wer (noch) nichts spürt und deshalb keinen Arzt aufsucht, sowieso. Mit der ökonomischen Selbstdiagnose der österreichischen Regierung verhält es sich ähnlich. Mehr noch: Wir sind psychisch so stark, dass wir uns trotz der düsteren Prognosen der OECD und anderer ökonomischer Internisten über unser volkswirtschaftliches Herz-Kreislauf-System eines ausgesprochenen Wohlbefindens erfreuen.

Das hat unbestrittene Vorteile: Optimismus wirkt sich auch dann positiv auf die Investitions- und Konsumfreude aus, wenn ihm keine besonders überzeugenden Fakten zugrunde liegen. Um im Bild zu bleiben: Die Arbeitslosigkeit schmerzt uns so wenig, weil wir ausreichend mit Morphium der Sorten Frühpension, Invaliditätsrente und Umschulung behandelt werden. Und wenn die Finanzministerin sagt, dass alles fein sei, man sich jetzt aber doch ein wenig um den Abbau der Schulden kümmern müsse, klingt das ein wenig so, als würde der Onkologe verkünden, dass alle Befunde bestens seien, abgesehen davon, dass man sich beizeiten den Tumor ansehen wolle, der sich da in der Lunge breitgemacht hat.

Dass Österreich jährlich mehr als zehn Milliarden Euro für Zinszahlungen aufwenden muss, also etwas mehr als drei Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung, wird gern als unvermeidbarer Kollateralschaden der glanzvollen Krisenbekämpfung verkauft. Dass sich der Verschuldungsgrad krisenbedingt noch einmal erhöht hat, ist wohl wahr. Wahr ist aber auch, dass es nicht gelungen ist, während der Hochkonjunkturphase mit mehr als drei Prozent einen annähernd ausgeglichenen Staatshaushalt zustande zu bringen. Das bedeutet, dass es die Finanzkrise den Verantwortlichen für die Staatsfinanzen erlaubt hat, ihr Missmanagement während der langen Boomphase zu vertuschen. Der primitive Schmäh funktioniert noch immer: Wenn es schlecht geht, kann man nicht sanieren, weil die eigentlich notwendigen Einschränkungen die ohnehin schon geschundenen Untertanen noch weiter in die Verzweiflung treiben würden. Und wenn es gut geht, kann man nicht sanieren, weil die Untertanen, die in der Krise geschunden wurden, nicht verstehen würden, dass sie jetzt, da endlich wieder die Sonne scheint, im Schatten der Einschränkung frieren sollen.

Stellen wir uns einfach einmal vor, wie es wäre, wenn man die fetten Jahre genutzt hätte, um den Schuldenstand so weit zu reduzieren, dass die aktuelle Zinslast um 30 Prozent geringer wäre. Das würde eine Verdopplung jener Mittel erlauben, die die Republik für die Universitäten ausgibt. Es heißt übrigens auch, dass wir dreimal so viel Geld für Kreditzinsen ausgeben wie für die Universitäten – das müsste sogar jemandem zu denken geben, der sich persönlich aus Bildung nicht sonderlich viel macht.

Man muss befürchten, dass die Regierung die zusätzlichen zwei Milliarden tatsächlich ins System schütten würde, weil man dann nach jetzigem Stand ungefähr eine Legislaturperiode lang Ruhe vor den lästigen Rektoren hätte (die wollen 300 Millionen zusätzlich pro Jahr) und sich auch über Studiengebühren keine Gedanken mehr machen müsste. Man steckt ja auch ein Drittel aller zusätzlichen Einnahmen den gierigen Landesoperettenfürsten in den Rachen, statt das Geld dafür zu verwenden, sie abzuschaffen und die Verwaltung unseres Zwergstaates den Grundprinzipien der menschengerechten Bürgerhaltung anzupassen.

Vielleicht sollte die Regierung geschlossen nach Griechenland fahren. Dort kann man derzeit sehen, wie es sich anfühlt, wenn einem plötzlich das Geld für volkswirtschaftliche Morphiumgaben ausgeht und der Schuldentumor explodiert: eher schmerzhaft.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.07.2011)

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133 Kommentare
 
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Der Staat hat deshalb Schulden,...

...weil er das Geld seiner Schuldner nicht wegsteuert, so einfach ist das. Die Realwirtschaft könnte all das veranlagte Geld gar nicht brauchen.
Staatsschulden sind lediglich die Differenz zu zuwenig besteuertem Vermögen.

Antworten Gast: Prokurist
17.07.2011 09:09
0 0

Re: Der Staat hat deshalb Schulden,...

Sie glauben doch nicht ernsthaft, wenn man Meinl und Grasser/Swarovski höher besteuert ist das Problem gelöst ??

Antworten Antworten Gast: blablausw
19.07.2011 12:22
0 0

Re: Re: Der Staat hat deshalb Schulden,...

Sie glauben doch nicht ernsthaft, wenn man X und Y/Ottonormalverdiener zu tode besteuert ist das Problem gelöst ??

und um ihre frage zu beantworten: kann schon sein dass es das Problem nicht (sofort) löst, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung

Sie glauben doch nicht ernsthaft, wenn man X und Y/Ottonormalverdiener zu tode besteuert ist das Problem gelöst ??

ich glaube der alternativvorschlag ihres vorposters war eher ausgabenseitig ;)

Gast: Medizinalrat Dr. Hödl
11.07.2011 18:57
0 1

Herr Fleischhacker!

Sie als Metzger haben leicht schreiben: Nach getanem Dienst verzehren Sie ein Wurstsemmerl.

Ich als Facharzt für palliative Medizin tu mir da schwerer. Morphin ist am freien Markt kaum mehr zu bekommen, darüber sollten Sie auch einmal schreiben.

Zur Differenzialdiagnose: Der Irrsinn schießt ins Kraut, wir müssen uns am Riemen reissen. Fakten bringen keine Heilung. Ein Schuss Autosuggestion ("den Gratiskindergarten nicht kaputtsparen") darf dabei nicht fehlen. Wir sind hinüber. Aber fernöstliche Wunderheiler und Fiskal-Ayurveda werden uns begleiten.

Es grüßt Sie

Medizinalrat Dr. Hödl


Gast: Na und?
11.07.2011 13:33
1 1

Lieber Chefredakteur!

Was euch Journalisten fehlt, ist Mut.

Normalerweise hätte man es NIE dulden dürfen, daß Pröll & Freunde Geld an die Griechen verschenken. Oder daß man beim Budget rechtliche Rahmenbedingungen ignoriert.

Es wäre auch gerade von Euch Journalisten zu hinterfragen, wann und ob die Parteien seriöse Gesetze beschließen und vielleicht auch einmal ohen Defizit wirtschaften.

Seriöserweise müsste in JEDEM Interview gefragt werden, wann die Schulden zurückgezahlt werden. Oder wie es mit den Schulen weitergeht, mit den Unis usw.

Leider Fehlanzeige, die Vierte Macht im Staat ist Handlanger der Politik.

Antworten ambrosius
11.07.2011 18:55
0 0

Re: Lieber Chefredakteur!

Wenn ich mir die aktuellen Hofberichterstattungen zu den Pröll Festpielen am Wochenende ansehe, dann frage ich mich was die Journaille aus der Schulden Krise gelernt hat?

Antworten montiburns
11.07.2011 15:43
1 0

Re: Lieber Chefredakteur!

Was Österreich fehlt, ist Handhabe gegen von der Politik, im genaueren von der SPÖ, gekaufte Massenmedien!

Gast: Bleile Alfred
11.07.2011 11:13
0 0

Schulden machen, bis das Morphium ausgeht

Hallo Herr Fleischhacker,

Ihr Bericht weist einen gewaltigen Mangel auf.

Hätten Sie zumindest Deutschland noch dazugepackt, wäre Ihre Betrachtung noch trefflicher.

Freundliche Grüsse

A. Bleile

Murray
11.07.2011 09:11
2 0

Die wahren Abenteuer finden im Budget statt

Das Allgemeine Budget 2011 sieht bei Einnahmen von weniger als 63 Milliarden Ausgaben von 70 Milliarden vor, Abgang etwas über sieben Milliarden. Netter Prozentsatz. Anmerkung: Ein Unternehmen mit einer fiktiven Schuldentilgungsdauer von mehr als 15 Jahren gilt nach österreichischem Recht als reorganisationswürdig. Wie hoch ist die fiktive Schuldentilgungsdauer in Österreich, wenn es eigentlich keinen freien Cash-flow mehr gibt? Unendlich?
Zehn Milliarden der Ausgaben fließen an die Sozialversicherungen, die anscheinend mit ihren Geldern schon lange nicht mehr auskommen, zehn Milliarden macht der Schuldendienst aus.
Wie heißt der alte Spruch? "In jedem kleinen Problem steckt ein großes, das gerne heraus möchte." In diesem Fall steckt in einem großen Problem ein noch größeres, das einmal herauskommen wird.
Und was unsere Zahlentrickser aus der Politik noch alles drin versteckt haben, will ich schon gar nicht mehr wissen...

Jack 3
10.07.2011 12:55
0 0

Frei nach Nietsche:

"Schulden sind das Opium fürs Volk"... verabreicht von vielen Politikern aller Coleurs (nicht von allen)...

Antworten Gast: Smyle
11.07.2011 15:19
1 0

Doch von allen.

Rote, Schwarze, Blaue, Grüne und Orangen stehen hinter dem aktuellen Bundesbudgetdefizit und hinter jeweils ihren Landesbudgetdefiziten. Und zwar JEDE der genannten Parteien.

Svenco
10.07.2011 09:28
0 2

Ich würde mein Geld den Experten hier anvertrauen!

Dennoch würde ich den gleichen Leuten meine Haut nicht anvertrauen, denn sie ist dunkel. So gesehen sien die Österreicher asiatische Albinos aber sie denken, dass sie eine andere und bessere Rasse seien!

Antworten Gast: Hemingway
10.07.2011 10:41
2 0

Re: Ich würde mein Geld den Experten hier anvertrauen!

Vertrauen Sie ihr Geld lieber keinen Experten an. Die meisten selbsternannten Experten sind keine Experten, die möchten nur ihr Geld (vernichten).

Hinsichtlich der Hautfarbe dürften sie einem Irrtum unterliegen, weil viele Hellhäutige gerne eine dunkle Haut wünschen und sich deswegen in sonnigen Ländern stundenlang in der Sonne braten, um ebenfalls eine 'gesunde' Bräune zu bekommen.

starclimb
10.07.2011 07:22
0 0

Welchen Sinn hat sparen, wenn das Geld dann sowieso an Länder wie Griechenland, Portugal etc überwiesen wird?

Fleischhacker hätte ja grundsätzlich recht, aber den derzeitigen realen politischen Verhältnissen ist jeder Bürger dumm der für sparen ist.

Und das galt selbst bei Schüssel.

Der Bürger aus dem ungeschützten Bereich war damals bereit zu sparen (und musste es auch), aber Schüssel hat das Geld genommen und es für fürstliche Frühpensionen für Lehrer, die jetzt fehlen, Eurofihter, Investmentfonds durch Abfertigung-Neu u priv Pensions-Förderung und andere Zuckerln für die ÖVP-Funktionärs-Klientel, die nie und nimmer sparen, verwendet.

Da kann man gleich die Kreisky-Schuldnepopulisten der SPÖ/FPÖ wählen.

Antworten Gast: 43er
11.07.2011 15:21
0 0

Sie meinen "Kärnten überweisen wird"

Griechenland und Portugal zusammen kosten uns weniger als die Kärntner Katastrophe samt Hypo Bank...

Antworten montiburns
10.07.2011 12:51
2 0

Re: Welchen Sinn hat sparen, wenn das Geld dann sowieso an Länder wie Griechenland, Portugal etc überwiesen wird?

Also die Abertigung-Neu ist aus vielerlei Gründen positiv für den Arbeitnehmer und möchte ich nicht als Investmentbankhilfe sehen.

ad fürstliche Frühpensionen für Lehrer... die fürstliche Frühpension ist das Prinzip des SPÖ-Klientels, die paar 1000 Lehrer sind auch schon egal im Vergleich mit der halben Million SPÖ-Privilegienrittern.

Eurofighter? War wohl das bessere Flugzeug, warum sonst wurde nicht der Gripen gekauft, obwohl dafür ein ÖVPnaher Mennsdorff tätig war? Was waren die anderen Zuckerl?

Zuckerl verteilt prinzipiell die SPÖ - hätte es die NAcht vor der Wahl 2008 nicht gegeben, 2 Milliarden per anno wären mehr am Konto der Republik und somit das derzeitige Sparpaket unnötig!

Antworten Antworten starclimb
11.07.2011 07:17
0 0

Re: Re: Welchen Sinn hat sparen, wenn das Geld dann sowieso an Länder wie Griechenland, Portugal etc überwiesen wird?

a) Abfertigung-Neu: Ein Arbeiter könnte aus der alten Abfertigung für seine Pension viel mehr machen (zB in dem er mit ein bisschen Pfusch sein Haus verbessert hat) als durch die Anlage in Fonds, die noch dazu auf Österreich beschränkt sind (letzteres zeigt ja übereindeutig wo hier das Motiv lag)

b) Es war die Regierung Schüssel die die Haklerrregelung vor allem auch auf Beamte ausdehnte und für diese sogar Vorteilhafter gestaltet hat als für ASVGler

c) Zum Eurofighter hätte es günstigere ausgereiftere Alternativen gegeben (zB F16)

Aber am wichtigsten ist, dass sich die ÖVP so seit Jahrzehenten nicht anders gebärdet als die SPÖ und es dann auch keinen Grund gibt sie aus wirtschaftlichen Motiven zu wählen - und aus welchen Motiven sollte man sonst eine bürgerliche Partei wählen?

Antworten Antworten Antworten Gast: Hupfingatsch
11.07.2011 11:04
0 0

Re: Re: Re: Welchen Sinn hat sparen, wenn das Geld dann sowieso an Länder wie Griechenland, Portugal etc überwiesen wird?

Mein Gott und was es sonst noch so gibt, abgesehen davon das sich Spövp
generell keinen Lorbeer für ihre Ruhmestaten aufzusetzen haben, wie kann man nur so viel Schwachsinn in die Tastatur hämmern ohne sofort, aus Gründen des Selbstschutzes, die Nummer des psychiatrischen Notdienstes zu wählen!
Hilfe für Starclimb: Tel. 31330

Gast: Jugiwetzl
09.07.2011 19:55
0 5

Stellen wir uns vor, wie es wäre, wenn man die fetten Jahre genutzt hätte, um die Schulden so weit zu reduzieren, dass die Zinslast um 30 Prozent geringer wäre.

Ja was wäre dann wohl gewesen?

Konzerne wären abgewandert wegen zu hohen Steuern oder fehlenden Subventionen. Die letzten zehn Jahre wären um einiges schlimmer gewesen als sie schon waren und dafür würde es uns jetzt minimal besser gehen weil sparen ja sowieso angesagt sein würde.

Außerdem ist die Diskussion vollkommen obsolet, weil sobald Griechenland defaultet der Autor mit sich selbst über das Thema diskutieren kann.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
09.07.2011 22:42
2 0

Re: Stellen wir uns vor, wie es wäre, wenn man die fetten Jahre genutzt hätte, um die Schulden so weit zu reduzieren, dass die Zinslast um 30 Prozent geringer wäre.

Die Schulden Österreichs hatten doch mit zu geringen Steuern gar nichts zu tun, hätten also auch nichts mit einer Abwanderung von Konzern aus Österreich nichts zu tun.

Das alleinige Problem sind die Staatsausageben, also das traditionelle Verwirtschaften der Parteibonzen und deren riesigen geschützte Bereich.

Antworten hwolf13
09.07.2011 20:28
2 0

Re: Stellen wir uns vor, wie es wäre, wenn man die fetten Jahre genutzt hätte, um die Schulden so weit zu reduzieren, dass die Zinslast um 30 Prozent geringer wäre.

Und Sie denken, dass das Problem leichter zu lösen wird, wenn wir den Schuldenberg weiter wachsen lassen? Denken Sie dass das Sparen dann leichter fällt wenn man sparen MUSS statt sparen zu KÖNNEN?
Mir scheint, dass Sie den Artikel nicht verstanden haben .. wir haben die letzten Jahre eben gut gelebt - aber auf Kosten der Zukunft!! Wir haben Geld ausgegeben, dass wir noch nicht mal verdient haben .. hauptsache uns gings gut ... zahlen können eh die Kinder ...

Gast: Han
09.07.2011 16:32
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Steuerquote

ist in Österrecih überdurchschnittlich hoch und trotzdem sind die politischen Parteien bisher nicht in der Lage gewesen die Schulden abzubauen, sondern erhöhen sich diese in schwindelerregende Höhen. Es ist etwas "faul" in diesem Land.
Die Schlußfolgerungen daraus sind ein immer noch aufgeblähter Staatsapparat mit seinen Politfunktionären und Staatsdienern, sowie mangelnde Sparsamkeit.
Die Idee vom schmalen Staat ist bereits seit mindestens 20 Jahren bekannt und es geschieht nichts. Am Beispiel Griechenland wird ersichtlich wie unfähig politische Parteien sind. Sie hanteln sich von der einen zur nächsten Wahl. Schuld an einer Misere haben natürlich immer die Anderen.
Das momentane Wirtschaftwachstum ist ein Erfolg der Unternehmer und nicht der Politik, allerdings auf Kosten der geringen und fallenden Löhne.
Die Frage ist wie lange sich die Österreicher dieses Abcashersystem noch gefallen lassen muss!

Antworten Gast: Bürger1
09.07.2011 22:22
1 0

Re: Steuerquote

Wie sollte auch etwas geschehen, wenn fast alle Parlamentarier aus dem geschützten staatlichen Sektor kommen. Es gibt übrigens Länder, in denen man es als unvereinbar sieht, wenn Mitglieder der Exekutive (=Staatsbedienstete bzw. Bedienstete von staatsnahen Betrieben/Institutionen) im Parlament sitzen (=Legislative) würden. Und diesen Ländern, zum Beispiel die Schweiz, geht es nicht gerade schlecht.

Darum: Der erste Schritt aus der Misere ist es, die Unvereinbarkeit von Staatsdienst und Parlamentsmandat einzuführen. Danach könnte man wohl auch endlich die dringendst fällige Reform des Beamtendienstrechts angehen.

Gast: reagf
09.07.2011 14:22
1 0

Die Krise wurde gut gemeistert

Ich glaub es geht los. Niemand hat für die enormen Schäden der Wirtschaftskrise bezahlt - im Gegenteil. Und Griechenland steht uns noch als unser Lehman bevor.


4 0

des Kanzlers neue Kleider...


 
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