19.06.2013 07:29 Merkliste 0

Der Filz-Korruptionist fürchtet nur einen. Den Wettbewerb.

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Man soll das, was in den Schüssel-Jahren passiert ist, nicht verharmlosen. Aber auch nicht übertreiben. Es war die Fortsetzung des Proporzes mit anderen Mitteln.

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Der Telekom-Austria-Skandal sitzt Österreichs Spitzenmanagern und -politikern ziemlich in den Knochen. Kaum ein Gespräch beim Europäischen Forum in Alpbach, bei dem nicht einer von ihnen unter Stöhnen die verheerenden Auswirkungen auf den ohnehin nicht gerade glanzvollen Ruf beider Berufsgruppen beklagt hätte. Als Manager eines österreichischen Großunternehmens sei man inzwischen in der öffentlichen Wahrnehmung ein überführter Korruptionist. Ähnliches gelte für Politiker.

Je nun, was ist da passiert? Platzt nun tatsächlich die große moralische Eiterbeule, als welche die schwarz-blaue Regierung von den Wohlmeinenden immer gesehen wurde? Zeigt sich jetzt spät, aber hässlich, das „wahre Gesicht“ des „Systems“ Schüssel? Ja und nein. Ja, während der Zeit der FPÖ/BZÖ-ÖVP-Koalition sind offensichtlich einige besonders dreiste Fälle von Grenzgängertum zwischen schlechtem Benehmen und Kriminalität passiert. Nein, das war nichts Neues. Das System, das man hierzulande „Sozialpartnerschaft“ nennt, bildet seit jeher das institutionelle Gerüst für die milde, die österreichische Form der Korruption, die da heißt: Mir wern kan Richter brauch'n. Vor allem keinen Wettbewerbsrichter.

Man soll das, was in den Jahren der Schüssel-Regierung passiert ist, nicht verharmlosen, vor allem deshalb nicht, weil Schüssel selbst sich immer als derjenige präsentiert hat, der Schluss macht mit den alten Mauscheleien. Entweder hat er nicht gewusst, was seine Partner da so treiben – dann war er nicht so groß, wie viele glauben (die von ihm selbst vermutete Größe konnte er ohnehin schwer erreichen). Oder er hat akzeptiert, dass sich seine blauen Buben um ihre persönlichen Finanzen kümmern, damit er inzwischen in Ruhe regieren kann. Dann trägt er einen Teil der Verantwortung für das, was geschehen ist.

Man soll das, was passiert ist, aber auch nicht übertreiben. Denn es ist nur die Fortsetzung des Proporzes mit den anderen, nämlich beschränkteren Mitteln. Die Gefräßigkeit der Neuankömmlinge im Selbstbedienungsladen Republik war besonders groß, weil sie wussten, dass dieser für sie nur eine beschränkte Öffnungszeit haben würde, während Rote und Schwarze, ob sie nun an der Regierung sind oder nicht, über den Lieferanteneingang immer Zutritt haben.

Damit können dann Arbeiterkammerfunktionäre Vorstände bei börsenotierten Unternehmen wie dem Flughafen Wien werden, und wenn sie ein paar hundert Millionen Euro Schaden angerichtet haben, kriegen sie einen Konsulentenvertrag. Alles ziemlich unspektakulär und seit Jahrzehnten geübt, drum taugt es nicht zum großen Einmalskandal. Dafür ist es in den schwarzen Bundesländern üblich, dass gescheiterte oder amtsmüde Politiker im Vorstand des Landesenergieversorgers oder einer Wohnbaugesellschaft landen, um von dort aus auf Geheiß der politischen Eigentümer als „Sponsoren“ Projekte zu finanzieren, die mit dem Geschäft ihres Unternehmens nichts zu tun haben.


Das alles findet seit jeher in geordneten Bahnen statt, gesittet, ohne großes Protzgehabe, gewissermaßen als Selbstverständlichkeit. Der österreichische Filz-Korruptionist ist eine Art Gentleman-Gauner, er isst mit Messer und Gabel und vergisst nicht, schöne Grüße an die Gattin zu bestellen. Den ehemaligen Outlaws, die im Jahr 2000 den Schlüssel zum Selbstbedienungsladen Österreich ausgehändigt bekamen, fehlten Gelassenheit und Stil. Die gediegene Bedienung eines moralisch fragwürdigen Systems erfordert durchaus Bildung und Intelligenz.

Parteipolitisch wird der Telekom-Skandal nicht wirklich viel hergeben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch sozialdemokratische Parteigänger und Sympathisanten auf der Bildfläche erscheinen. Man wird wieder die Frage stellen, wie es der SPÖ gelungen ist, einige hundert Millionen Schilling Schulden durch die Kündigung einer größeren Anzahl von Sekretärinnen abzubauen.

Was bleiben wird, ist der Eindruck, dass „die da oben“ ohnehin alle korrupt sind. Leider ist der Befund korrekt. Nicht, weil es so viele Spieler im System gibt, die auf individueller Ebene korrupt wären. Sondern weil das System korrupt ist und macht: Es dient dazu, Wettbewerb zu verhindern.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2011)

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94 Kommentare
 
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Gast: Hans Maier
07.09.2011 09:21
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Ein moralisches Vorbild, der Herr Chefredakteur

Herr Fleischhacker! Ausgerechnet Sie schreiben gegen Filz-Korruptionisten? Na dann! Vielleicht gibt es ja noch ein paar Restleser Ihrer Zeitung, die Ihnen das glauben.

Gast: unhold
04.09.2011 09:55
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lackierte affen

privatisierung ist doch nichts anderes als legalisierter diebstahl von gemeineigentum!

post, öffentlicher verkehr, ausbildung, gesundheit und energie hätten nie privatisiert werden dürfen!

die beiden berufsgruppen politiker und manager fasst man seither unter dem oberbegriff LACKIERTE AFFEN zusammen!

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An den Gast 20111

@ in Deutschland bestimmt nicht der Wähler welche Koalition letztendlich zustande kommt

Aber auch nicht das Gesetz!
Natürlich stimmt das das wir eine SPÖVP- Diktatur haben!
Ich hoffe, dass der Wähler/die Wählerin das auch weiß!
Wer mit wem regiert darauf haben allerings wir auch keinen Einfluss, wie der Wähler/die Wählerin in Deutschland auch darauf keinen Einfluss hat.

Deswegen müssen wir schon ghörig anders wählen! Ich bin diesmal links aussen unterwegs, weil vor denen muss man sich auch nicht mehr fürchten. Rechts haben wir genug gehabt.

Gast: radius
03.09.2011 23:31
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Danke, Herr Fleischhacker.

Wie lange schon schreibe ich gegen diese Missstände bereits an und langsam fruchtet es.


"Das alles findet seit jeher in geordneten Bahnen statt, gesittet, ohne großes Protzgehabe, gewissermaßen als Selbstverständlichkeit."

ja, in geordneten bahnen, weil innerhalb dieser geordneten bahnen etwas für die schichten unterhalb der politik abfällt:
der eine wird auf der liste für gemeindewohnungen vorgereiht, wenn er brav den kotau macht.
der andere bekommt ohne große ausschreibung einen auftrag.
der eine kann seinen 'depperten' buam auf einer sicheren stelle unterbringen,
dem anderen gratuliert bei seiner geburtstagsfeier ein hoher repräsentant des staates, was ziemlich image-fördernd für das geburtstagskind sein kann...

diese liste der goodies, erhältlich wenn alles in geordneten bahnen verläuft, ließe sich noch lange fortsetzen.

wenn allerdings die bahnen in unordnung kommen, wenn manche leistungen aus faktischen gründen nicht mehr möglich sind.... dann steht der österreicher empört auf und ruft: "verdammte korruption und freunderlwirtschaft!"
allerdings vergisst er gern, dass es gar nicht unwahrscheinlich ist, dass er selbst auch schon direkt oder indirekt davon profitiert hat.
und wenn er nicht darauf vergisst, dann denkt er sich als nebensatz zu seinfem ausruf: "...echt gemein, alle anderen kassieren und ich nicht mehr..."

fleischhackers befund: "dass „die da oben“ ohnehin alle korrupt sind.".... naja.
seine analyse allerdings: "Sondern weil das System korrupt ist und macht" ist falsch. ausser man ersetzt das wort system durch "österreich" bzw "hr. und fr. österreicher", die genau so sind, wie sie deix immer zeichnet!!!

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Re: "Das alles findet seit jeher in geordneten Bahnen statt, gesittet, ohne großes Protzgehabe, gewissermaßen als Selbstverständlichkeit."

Tja Sie haben recht. Aber eben jetzt sind die Bahnen in Unordnung kommen. Und ich kann mir nicht helfen, ich verbinde die in Unordnung gekommenen Bahnen damit, dass die Gemeinschaft größer und undruchschaubarer geworden ist. Des ist der Ekel! Obwohl ich persönlich auch schon gegen kleine Korruptionen bin!

Das, was in einer kleinen Gemeinschaft irgendwie selbstlaufend funktioniert funktioniert auf großer Ebene eben nicht mehr in selber Form selbstlaufend: Denn da werden die kleinen vergessen!.
"Korrupt schön und gut" gepaart mit Realtiätsveränderung-Wahrnehmungs-Weigerung ist teuflisch!" Allein dafür gehört man als Politiker schon "abgestraft"!

Aber Sie haben recht, man sollte einmal eine Debatte darüber auslösen wie Korruptionsanfällig man selber ist!
"Na ja das sind ja kleine Eier im Gegensatz zu den großen Korruptionsfällen?", sagt der Herr und die Frau Ö! Deswegen wäres es echt einmal super, wenn jemand für die Allgemeinheit ein Rechenbeispiel vorexerzieren würde.

Gast: kurz und bündig
03.09.2011 17:56
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guter artikel...

... lösungsansätze haben sie auch?

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Re: guter artikel...

Lösungsansätze liefert eh die user!
Ich find das Nach-Denken eine Form sich an der Dem o kra tie zu beteiligen!
Des Autors Aufgabe ist das zu lesen zu sortieren, und daraus den nächsten Artikel zu kreieren , vlt mit Lösungsansätz.

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Re: guter artikel...

Lösungsansätze liefern eh die user!
Ich find das Nach-Denken eine Form sich an der Demokratie zu beteiligen!
Fleischhackers Aufgabe ist das zu lesen zu sortiern, und daraus den nächsten Artikel zu schreiben, vlt mit Lösungsansätzen!

Gast: stefan grauermann
03.09.2011 17:43
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Nicht allein der Wettbewerb ist es ...

... es fehlt mittlerweile einer ganzen Generation das Wissen um "Gehört sich" oder "Gehört sich nicht"; aber auch um "Du sollst" und "Du sollst nicht".

Dann erst kommt der Wettbewerb!

Antworten Gast: Markus Trullus
05.09.2011 07:48
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Re: Nicht allein der Wettbewerb ist es ...

Wie wahr, wie wahr!

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Der Konsument von Presseförderung schreit schon wieder nach mehr Wettbewerb. Is ja drollig.

Schuld an den miserablen Zuständen ist natürlich das quasi von Gott
gegebene unabänderliche und hinzunehmende "System".

Akteure werden damit zu willigen Erfüllungsgehilfen
eines "übergeordneten" "Planes".

Ja wenn das System schuld ist,
kann der arme Politiker nichts machen,
er ist quasi selbst ein "Opfer".

Die Einen sind dabei eben geschickte "Opfer",
die auf lange Sicht gesehen immer ein wenig mitgehen lassen,
die Anderen müssen sich aus Zeitmangel notgedrungen
gleich die Taschen voll füllen,
die Armen.

Jetzt noch ein bisschen Mitleid heucheln,
die Schuld der Einzelnen relativieren
und dann ab zum Gruppenkuscheln.

Gast: Gast 2011
03.09.2011 14:34
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Gratulation an Herrn Fleischhacker!!

der Kommentar ist eine treffende Beschreibung der miesen österreichischen Politszene. Die beiden Großparteien haben sich Österreich brüderlich aufgeteilt und mit ihren Bünden und Kammern perfekte Vorfeldorganisationen installiert. In den vielen, vielen Jahren der großen Koalition hat sich das System verfilzt und der Korruption Tür und Tor geöffnet. Nicht umsonst haben SPÖVP die Kammern in den Verfassungsrang gehoben, nicht umsonst hat man die Legislaturperiode verlängert. In beiden Fällen ohne das Volk zu fragen. Leider haben auch die Medien für ganzseitige Inserate und Presseförderung dieses System unterstützt wodurch das österreichische Politsystem erst seine mafiösen Strukturen aufbauen konnte. Was bei uns fehlt ist politische Hygiene, die es nur geben kann wenn Regierungsparteien wie in Deutschland wechseln. Eine SPÖVP-Koalition sollte in Österreich verboten werden um diese Hygiene wieder herzustellen. Kein Wunder, daß die SPÖ während schwarz-blau mit beinharter Fundamentalopposition regierte ohne Rücksicht auf negative Folgen für das Ansehen Österreichs. Immerhin geht es um die finanzielle Grundlage der Parteien, die offenbar auch auf den Geldhahn der Telekom angewiesen sind.

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Re: Gratulation an Herrn Fleischhacker!!

Tja anders wählen! Die Regierungen in D wechseln auch nicht per Gesetz sondern durch die Wählerin und den Wähler!
Aber was wäre es einmal mit links aussen? Ein Versuch allemal wert! Es braucht jemand, der oder die keine Kniefälle vor der Wirtschaft macht!
Weil "Wirtschaft muss florieren" heisst in Ö "Geht es der Korruption gut geht es auch der Wirtschaft Gut!" und das muss endlich aufhören!

Antworten Antworten Gast: Gast 2011
04.09.2011 00:07
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Re: Re: Gratulation an Herrn Fleischhacker!!

auch in Deutschland bestimmt nicht der Wähler welche Koalition letztendlich zustande kommt. Er weiß aber, daß die Parteien in der Regierung positive Veränderungen herbeiführen wollen. Anders als bei uns ist es für die Großparteien durchaus normal auch einmal in Opposition zu sein. Bei SPÖVP ist dies undenkbar, viel zu sehr ist alles auf diesen verdammten Proporz ausgerichtet! Jede politische Alternative wird schlecht gemacht. Wir haben in Österreich quasi eine SPÖVP-Diktatur, die erst beendet ist wenn diese Parteien zusammen nicht mehr die Mehrheit haben.

Antworten Antworten Antworten Gast: Markus Trullus
05.09.2011 07:51
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Re: Re: Re: Gratulation an Herrn Fleischhacker!!

Sie kommen spät, aber doch drauf. Gratulation! GRKO Diktatur, wegen der im Verfassungsrang stehenden Proporzgesetze nicht (ausser qualitativer Mehrheit von über 2/3) auflösbar!!!! Haben wir uns selber eingebrockt!

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Re: Re: Re: Gratulation an Herrn Fleischhacker!!

@ in Deutschland bestimmt nicht der Wähler welche Koalition letztendlich zustande kommt

Aber auch nicht das Gesetz!
Natürlich stimmt das das wir eine SPÖVP- Diktatur haben!
Ich hoffe, dass der Wähler/die Wählerin das auch weiß!
Wer mit wem regiert darauf haben allerings wir auch keinen Einfluss, wie der Wähler/die Wählerin in Deutschland auch darauf keinen Einfluss hat.

Deswegen müssen wir schon ghörig anders wählen! Ich bin diesmal links aussen unterwegs, weil vor denen muss man sich auch nicht mehr fürchten. Rechts haben wir genug gehabt.

Antworten Gast: Suum cuique
03.09.2011 16:39
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Re: Gratulation an Herrn Fleischhacker!!

Die SPÖ hat während Schwarz-Blau mit "beinharter Fundamentalopposition" re(a)giert??? Meines Wissens war Gusenbauer als roter Oppositionschef genauso zahn- und kompetenzlos wie er als Bundeskanzler (ein Wunder, dass es soweit überhaupt kommen konnte!) agierte. Also von wegen Fundamentalopposition! Waren Sie da im Ausland und haben nichts mitbekommen?

Antworten Antworten Gast: Gast 2011
03.09.2011 17:30
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Re: Re: Gratulation an Herrn Fleischhacker!!

Sie haben recht, natürlich sollte es "reagiert" heißen. Das "a" ist mir wohl abhanden gekommen.

Gast: Hinsichtlich & Rücksichtlich
03.09.2011 13:39
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Herr Fleischhacker !

Die Unterdrückung der Wahrheit ist offensichtlich die einzige Aufgabe, der die Artisten der >Presse-Zensur< nachkommen müssen. Eine Schande für diese Zeitung! Die Pravda lässt grüssen......

???

Irgendeine sachliche Ableitung Ihrer "Schlussfolgerung"?

Gast: Luzifer
03.09.2011 12:05
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Ex-Vize-Busek hat es im Interview mit dem ORF,

auf borende Fragen einer sichtl. links stehenden Redakteurin, so beantwortet:

Es sei lange genug in der Politik, um noch zu wissen, daß etliche Minister aus der Kreisky-Regierung später strafrechtlich rechtskräftig verurteilt wurden. Dennoch habe das auf die Beurteilung der Person Kreiskys und dessen Ära keinen Einfluß gehabt.

Wenn schon ein Ex-ÖVP-Politiker, der der schwarz-blauen Koalition kritisch und im Besonderen der Person seines "Parteifreundes" Schüssel kritisch gegenüber stand, solche ausgewogenen Worte findet, dann konnte sich auch der Chefredakteur einer bürgerlichen Zeitung zu einer ausgewogeneren Wortwahl bereit finden (wobei ich natürlich auch berücksichtige, daß man als Journalist nicht gerne mit einer isolierten Meinung dastehen will. Und dazu muß man auch wissen, daß es die Linke es verstanden hat, die Macht in ORF und im Boulvard zu übernehmen, sodaß die Aussagen linker Propagandisten in diesen Medien sehr leicht über Gebühr verstärkt unter das Volk gebracht werden)!

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Kann das sein, dass sie Skandale der Korruption stärker zum Tragen kommen seit wir bei der EU sind bzw. den Euro eingeführt haben?

würd mich interessiren?

Re: Kann das sein, dass sie Skandale der Korruption stärker zum Tragen kommen seit wir bei der EU sind bzw. den Euro eingeführt haben?

noi

Re: Re: Kann das sein, dass sie Skandale der Korruption stärker zum Tragen kommen seit wir bei der EU sind bzw. den Euro eingeführt haben?

aba, im anfang war glaubi da waldheim

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Kann das sein, dass dieses Korruptions-System auf dem Hintergrund der EU nicht mehr funktioniert, nicht mehr "gewinnbringend für alle aufgeht"?

Meine These ist, dass man und frau sich nicht verpflichtet fühlen einen Ausgleich zu leisten, wo sich kein Bezug "zum ausgebeuteten Objekt" (mehr) herstellen lässt! (dh. dort wo man keinen persönlich kennt?!)

Würde mich interessieren wie das andere sehen?

Früher hat das K-System eben funktioniert:
Denn, wo innerhalb einer Gruppe eine Hand (die man kennt!) die andere gewaschen hat innerhalb der Gruppe ein jeder was davon gehabt.
Der, der etwas bekommen hat in irgendeiner anderen Form für einen Ausgleich gesorgt.

 
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