25.05.2012 13:47 | Meine Presse Merkliste 0

Die österreichische Politik ist ein Tinnitus

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Machen wir uns nichts vor: Die Parteiendemokratie ist seit einem Vierteljahrhundert am Ende, und dort wird sie mindestens ein weiteres Vierteljahrhundert bleiben.

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Nach dem Sommer, hieß es vor dem Sommer, würde neuer Schwung in die österreichische Innenpolitik kommen. Der neue ÖVP-Obmann Michael Spindelegger würde dann genug Zeit gehabt haben, klarere programmatische Vorstellungen zu entwickeln, die beiden Koalitionspartner würden sich in einigen der Streitthemen des Frühjahrs – Bildung, Wehrpflicht – auf eine Vorgangsweise einigen, um die Große Koalition von dem Stillstands-image zu befreien, das immer öfter den Ruf nach etwas Neuem in der österreichischen Politik laut werden lässt.

Es wird Bürger gegeben haben, die das gern geglaubt hätten. Die Mehrheit wird es nicht geglaubt haben und sich jetzt, einmal mehr, darin bestätigt fühlen, dass von dieser Regierung einfach nichts zu erwarten ist. Enttäuschung ist nicht der richtige Begriff für die herrschende politische Stimmung. So wie der Hass die Kehrseite der Liebe ist, ist die Enttäuschung die Kehrseite der Erwartung und der Zorn die Kehrseite der gläubigen Hoffnung. Nichts davon, weder Hass noch Enttäuschung noch Wut, muss diese Regierung fürchten.

Fürchten, sagen besorgte Beobachter, muss man nur, dass das Desinteresse der Bürger an der Innenpolitik eher früher als später gefährliche Ausmaße annehmen wird. Das handelsübliche Gefahrenszenario sieht so aus: Wenn die Angewiderten nicht mehr zur Wahl gehen und die verbliebenen Zornigen ihren Protest mit Stimmen für die populistische Opposition zum Ausdruck bringen, dann droht uns – ja, was eigentlich? Die Machtübernahme der Strache-FPÖ? Und wenn ja, wie würde sie aussehen, die „Machtübernahme“? Abschaffung der Demokratie, ein autoritäres Regime? Außer ein paar Angstlust-Neurotikern, die für ihren „Widerstand“ gegen was auch immer das Phantasma einer Bedrohung brauchen, glaubt niemand, dass paramilitärische H-C-Garden in Österreich Angst und Schrecken verbreiten würden.

Nein, die große österreichische Bedrohung besteht darin, dass, wenn diese Große Koalition des Stillstands endgültig gescheitert ist, eine Neuauflage dieser Großen Koalition stattfindet. Diese Bedrohung ist nicht neu: Jede „Große“ Koalition aus SPÖ und ÖVP, die während des vergangenen Vierteljahrhunderts dieses Land regiert hat, war die Folge des endgültigen Scheiterns der Großen Koalition. Und jedes Mal betrog sich das Land selbst mit der Idee, dass es eben eine Frage der Personen sei. Werner Faymann und Josef Pröll: endlich zwei, die miteinander konnten. Nun ja.

Es ist eben keine Frage der Personen, sondern eine Frage des Systems. Die österreichische Parteiendemokratie ist seit einem Vierteljahrhundert am Ende, und dort wird sie mindestens ein weiteres Vierteljahrhundert bleiben. Die Rekrutierungsmechanismen dieser Parteiendemokratie haben inzwischen den politischen Personalpool ziemlich vollständig zermahlen. Auch wenn die Wahlergebnisse zwischendurch eine rot-grüne Regierung erlauben würden, so wie sie für einige Jahre eine schwarz-blaue erlaubt haben, würde das wenig ändern.

Alle, die jetzt davon reden, dass es so nicht weitergehen könne, dass man etwas Neues wagen müsse in der Politik, am besten eine neue Partei gründen, machen sich etwas vor. Die österreichische Politik ist kein Rückenleiden, das sich durch regelmäßige Bewegung beheben lässt. Sie ist ein Tinnitus, der geht nicht weg. Man kann nur lernen, ihn zu ertragen, und das gelingt nur, wenn man einmal akzeptiert hat, dass er irreversibel ist.


Das Neue liegt nicht im Politischen im herkömmlichen Sinn. Menschen, die bereit und in der Lage sind, über den eigenen Alltag hinaus an der Gestaltung von Gesellschaft teilzunehmen, sollten und werden das außerhalb der politischen Strukturen tun. Erst wenn der Selbstzerstörungsprozess der institutionalisierten Politik in Österreich abgeschlossen ist, wenn nicht einmal mehr der Vizeobmann der Mietervereinigung Liesing und der Subsekretär des ÖAAB Kottingbrunn bereit sind, Regierungsämter zu übernehmen, wird die Zeit struktureller Reformen beginnen.

Bis dahin werden wir uns alle in Geduld und Eigeninitiative üben. Das wird uns umso leichter fallen, als dem Land, in dem wir leben, nicht wirklich viel passieren kann, außer dass alles bleibt, wie es ohnehin schon immer war.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.09.2011)

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40 Kommentare
 
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Gast: Karl Schlosser
07.10.2011 17:53
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Politikverbot für Staatsdiener ?

Wenn sich Staatsdiener (die Verwaltung) die Gesetzgebung (Parlament) "aussuchen" können, dann ist eine Demokratie mit Gewaltenteilung unmöglich.
Bei uns werden die Sektionen der Parteien schon an der Basis von Staatsdienern beherrscht, die bestimmer wer Kanditat werden darf. Die wahren Wähler sind also die Staatsdiener in den Sektionen. Das Volk hat keine echte Wahl mehr. Staatsdiener, die Parteimitglieder sind und politische Funktionen ausüben sind unsere Herren und nicht unsere Diener !

Gast: derGeschmeidige
06.10.2011 13:13
0 0

Änderungen...

MMn wird sich nur etwas ändern, wenn man die kleineren Parteien stark macht. NICHT ODER UNGÜLTIG WÄHLEN ist keine Lösung! Gebt eure Proteststimme Blau oder Grün, denn SPÖVP haben starke Stammwähler. Nur so kann sich prozentuell mal richtig was verändern und ein Umdenken, auch in Europa beginnen.

Gast: Zen Su Riert
04.10.2011 12:26
0 0

ad Tinnitus: einen hab ich noch;-)

wenn ich in die österreichische Innenpolitik schau', glaub ich, ich hab einen Tinnitus in den Augen: ich seh nur lauter Pfeifen!

Gast: Zen Su Riert
04.10.2011 12:24
0 0

nichts passieren

na das glaube ich nicht. schon sehr bald wird kein geld mehr da sein, um dem pöbel all seine wohlerworbenen rechte bezahlen zu können. denn wenn einmal alles geld aus deutschland und österreich in griechenland uä versenkt ist, wird niemand mehr da sein, Österreich zu retten. und dem kleinen mann etwas wegnehmen wird den kleinen mann sehr sehr böse machen. und viele sehr böse, gewaltbereite kleine männer auf der strasse werden sehr unangenehm sein. da hilft dann auch kein totaler überwachungsstaat mit terrorismusprävention mehr. Grüß Gott Genossen;-)

Ka_Sandra
26.09.2011 22:46
0 0

Ich setze meinen letzten Jeton....

...auf die Plattform "Mein Österreich".

Wer derzeit noch auf rot oder schwarz setzt, hat schon verloren. Bei dieser Koalition kann man nur mehr sagen: Rien ne va plus!

Paul Katz
25.09.2011 11:16
1 0

Leider glaube ich nicht,

dass "dem Land, in dem wir leben, nicht wirklich viel passieren kann". Das glauben die Idioten von Politikern und hoffen halt viele, die nichts ändern können. Aber wenn wir dann tatsächlich den Alten keine Pflege, den Kranken keine Betreuung, den Pensionisten keine Pension und den Arbeitenden kein Gehalt mehr bieten können, dann "werden wir schön schau´n".

Und dann halte ich es für möglich, dass die Menschen wieder mit Waffen in der Hand die Schuldigen und vermeintlich Schuldigen jagen und an die Wand stellen werden. BTW glauben das die Politiker offenbar auch und rüsten den Sicherheitsapparat unter dem Vorwand einer nebulosen Terrorismusgefahr immer weiter auf.

1 0

wer schon in die zukunft schaut, sollte nicht kurzsichtig sein!

in einem vierteljahrhundert werden die menschen (auch) in diesem land tatsächliche probleme zu bewältigen haben.

und nicht solche PIMPERLprobleme wie schulden, wirtschaftskrisen, parteien-hick-hack und ähnliches.

in 25 jahren wird die bevölkerung die schulden für die tatsächlichen verfehlungen der vergangenheit zu bezahlen haben, von denen ein fleischhacker noch keine (mir in erinnerung gebliebene) zeile geschrieben hat! hoffentlich erlebe ich es nicht mehr.

Gast: ökono-mist
25.09.2011 03:26
0 0

Auf in die Schlacht (ums Künigl-Buffet). Aber nicht ohne die Trompeten von Jericho


"Die österreichische Politik ist ein Tinnitus"

Was sonst sollte sie sein, fragt man sich, wenn ihr einziges Lenkungsinstrument, die "Seitenblicke", von einem Einzigen, der noch dazu - nomen est superomen! - "Purzl" KLINGOHR heißt, produziert, entideologisiert und verbreitet wird?

Wir sind wir, und mir samma a mir - und nur mir samma auf dera Wölt!


Antworten Ka_Sandra
26.09.2011 22:33
0 0

Re: Auf in die Schlacht (ums Künigl-Buffet). Aber nicht ohne die Trompeten von Jericho

Purzl Klingohr....
....das erinnert irgendwie an Gehörsturz ;-)

Gast: iokukawa
25.09.2011 00:08
0 0

es wär ja schon geholfen, wenn die nächste regierungsbildung nicht dem präsidenten sondern den wählern überlassen wird.

für was gehen wir denn wählen wenn wir trotzdem immer den gleichen quak vorgesetzt bekommen.

und weg mit dem klubzwang, damit nicht mehr nur 5 leute sondern alle abgeordneten eine wahl treffen können. es besteht ja eine gewisse hoffnung, daß wenigstens ein paar von denen so etwas wie verstand und anstand im leib haben.

ihre einschätzung, was dem land passieren kann, halte ich für reichlich naiv, herr fleischhacker. mittlerweile haben sich kriminelle organisationen ins spiel gebracht, die ihr vertrauen reichlich erschüttern werden.

Gast: Volker Plass
24.09.2011 20:28
2 0

Schön!

Man muss nicht immer eine Lösung haben. Auch elegant den Frust rauskotzen, kann helfen.
Ich habe mich sehr amüsiert! :-)

Gast: Rudolf Burger
24.09.2011 14:45
0 0

Eine Änderung unter FPOe könnte sein

dass die Presse nicht mehr am meisten Presseförderung von allen österreichischen Tageszeitungen bekommt (Vielleicht wird dann diese Förderung auch umbenannt)

Antworten Gast: Luzifer
24.09.2011 15:31
1 1

Re: Eine Änderung unter FPOe könnte sein

Sie haben offenbar in der U-Bahn brav ihr "Heute" gelesen, wo die Familie Dichand darüber lamentierte! Dabei war an prominenter Stelle auch die "Presse" angeführt!

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Das Problem..

... sind weder die Parteien oder das Wahlsystem.
1. Die Sozialdemokratie hat Europaweit etwas geschaffen, das so schnell niemand komplett wegnehmen kann ohne dass es in Revolten enden würde. Das sind gewisse Mindestsicherungen, Sozialversicherungen, Beiträge und ähnliches.

2. Das wirkliche Problem, und da kann keine Systemänderung etwas machen, ist, dass in der Politik weder Menschen mit Charisma und Intelligenz am Werk sind, noch Hoffnung auf einen besseren Nachwuchs gibt. Rudas, Kurz & Co. geben wenig Grund dazu. Brave Parteizöglinge eben. Poitiker wie Dönmez die mE sachlich korrekt, ruhig auf gewisse Probleme hinweisen und auch fernab von populistischen Machenschaften durchaus brauchbare Lösungsvorschläge präsentieren, werden von der eigenen Partei zurecht gewiesen.

Freilich lässt sich brauchbare Politik nur unter einem gemeinsamen Banner machen, aber man muss auch all jene mehr Gehör und öffentliche Präsenz geben die von dieser Linie durchaus auch abweichen. Manchmal findet man sehr wohl einen Grund seine Strategie zu überdenken....

MFG vom Elch

Gast: alphaDOG
24.09.2011 13:25
0 2

Na so was aber auch

Politik interessiert doch schon lange Niemanden mehr. Die Redakteure leben in ihrer eigenen Welt.

Der Normalbürger hat es doch schon längst aufgegeben. Die Krone liefert den täglichen Aufreger und fertig.

Gast: zurückzumursprung
24.09.2011 13:01
0 0

überall muß sich die politik fragen- wem dienen wir und wem nützen wir- ethische, soziale nachhaltige werte wurden für die macht der banken und finanzmärkte geopfert.

wenn man sich nun wieder die 1mio.ste auflage des hick hacks der parteien anschaut- wunderts einen nicht mehr, dass das vertrauen verloren ging. konstruktiv und positiv für die bevölkerung zu arbeiten und eine nachhaltige ökologische soziale politik für die menschen zu machen, ist heute kaum mehr möglich.
die gierigen und mächtigen geister die man rief, wird man nicht mehr los.
die finanzmärkte und bankensysteme haben in wahrheit auf allen gesellschaftlichen ebenen die macht übernommen. die politik muß meist nur mehr schauen, wie kann sie diese massiven interessensunterschiede der reichen eliten und des gemeinen volkes unter einem hut bringen und den bürgern und wählern sagen- wir versuchen alles, aber wir können dieser finanzmarktentwicklung nichts mehr entgegensetzen. in den letzten beiden jahren wurde genau dies offensichtlich-und ist letztendlich ein zeugnis dafür, wie ohnmächtig fast die gesamte nationale und internationale politik ist. ackermann, der IWF, die weltbank, die börsen u.privaten kapitalmärkte haben die welt in ihren klauen u. millionen von reichen spekulanten und finanzjongleuren spekulieren diese bestehende welt zu tode. daran ändern auch die schönrednereien und beschwichtigungsversuche der politik nichts. die SPÖ und faymann sind ja ein bsp. dafür, wie die politik heute tickt. man biedert sich den boulevardjournalisten und spekulanten an, bezahlt millionen steuergelder für eigenwerbungen und versucht damit diese machtverschiebungen zu verheimlichen.

Gast: check
24.09.2011 12:27
0 0

So ist das eben in einer angewandten Bonzo-Gerontokratie

Endlich wird das "perpetuum mobile austriae" zum Thema gemacht:

Verantwortungslose korrupte Politiker ---> kaufen aftergängige Medien ---> produzieren unkritische Wähler ---> wählen verantwortungslose korrupte Politiker ---> usw. usw.

Die spucken doch auf die Steuerzahler, das Wohl Österreichs ist denen egal, hauptsache der Partei gehts gut.

Ein paar Schaumschlägereien als Ablenkungsmanöver, und schon haben sie wieder Narrenfreiheit.

Und zur Not hilft man eben beim Wahlergebnis direkt nach:

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/593146/index.do

Gast: Gast: Leser
24.09.2011 10:31
2 0

Nichts passieren?

"... als dem Land, in dem wir leben, nicht wirklich viel passieren kann..." Na, da irrt Fleischhacker aber gehörig. Offenbar weiß er nicht, wie schlimm es auch bei uns um Budgetdefizit und Staatschulden steht - fast alle Wirtschaftsforscher sehen Österreich nicht weit von griechischen und italienischen Zuständen entfernt. Lösunge gäbe es ja: Reformen bei Verwalltung und Gesundheitwesen, die jährlich zwischen 5 und 12 Md. Einsparungen bringen würden, liegen fix und fertig auf dem Tisch (WIFO, IHS, Rechnungshof); leider ist diese (und wahrscheinlich auch jede zukünftige) Koalitinsregierung nicht willens und in der Lage, diese auch durchzusetzen. Es kann uns also sehr bald sehr viel passieren.

Svenco
24.09.2011 10:20
2 7

Es gibt nur eine Lösung!

Österreich sollte das machen was die DDR vor 20 Jahren erfolgreich durchgeführt hat, sich Deutschland anschliessen! Österreich kann dadurch nur gewinnen!

Antworten Gast: Gerd
24.09.2011 14:46
4 0

Re: Es gibt nur eine Lösung!

Anschluß an Deutsch-Türkistan?
Wohl eher nicht.
Wenn schon dann an die Schweiz...aber ich wage zu bezweifeln ob die uns wollen....
Aber es geht noch einfacher:
Grenzen dicht und die Bereicherer rauswerfen.
Fertig.

Antworten Antworten Svenco
07.10.2011 11:05
0 0

Re: Re: Es gibt nur eine Lösung!

Schade, dass du Deutschland schon aufgegeben hast! Du musst jetzt türkisch lernen um deine Verbundenheit mit Deutschland nachzuweisen!

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Re: Es gibt nur eine Lösung!

Aber sonst gehts dir noch gut?

Antworten Antworten Svenco
24.09.2011 13:23
0 3

Re: Re: Es gibt nur eine Lösung!

Sei bitte mir gegenüber etwas höfflich und dankbar! Ich habe schliesslich eine Lösung für die Lebenslüge der Österreicher gefunden!

Antworten Antworten Antworten sirgerald
25.09.2011 21:20
0 0

Re: Re: Re: Es gibt nur eine Lösung!

Dort wo Sie offenbar noch immer Ihr Standbein sehen, dort gibt es keine Lebenslügen? Dort gibt es keinen Sissimythos? Keine Großmannssucht?
Schön, dass irgendwo noch alles in Ordnung ist.

Alatriste
24.09.2011 09:50
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Fleischhacker for President!

Ich meine es ernst - der Chefredakteur der Presse sollte Österreich als oberster Repräsentant vertreten. Er würde auf jeden Fall eine bessere Figur machen, als Fischer, Faymann, Spindelegger und Co. Meine Stimme hat er. Hmm... hilft ja nichts, weder steht er auf einer Parteiliste und ich selbst bin auch nicht Parteimitglied. Müssen wir halt weiter hoffen ...

Gast: Engelbert Gruber
24.09.2011 08:43
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Sie täuschen sich!

Ich bin davon überzeugt, dass Sie sich die Zukunft viel zu positiv und harmonisch ausmalen. Wir Österreicher sind zwar obrigkeitshörig und feig, aber wenn der Feige gewürgt wird und keine Luft mehr bekommt, wird er sich wehren. Dann fliegt die dünne Decke der Zivilisation weg (viele, wahrscheinlich auch Sie meinen, es sei keine Decke, sondern ein stabiles Korsett, in dem wir stecken), und dann ist vieles möglich. Dieses Szenario wird umso eher eintreffen, je radikaler die Entwicklung der Straßengewalt in unseren Nachbarstaaten sich gestaltet. Denken Sie an Arabien und Nordafrika.

 
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