Den großen Wurf gibt es gar nicht

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Der Kapitalismus, sagen die Enteignungseuphoriker, hat genau so versagt wie der Sozialismus, es muss etwas Neues her. Stimmt ja vielleicht. Aber was ist das Neue?

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Den großen Wurf, ohne den angeblich die Euro-Schuldenkrise nicht beendet werden kann, wird es wohl nicht geben. Jedenfalls nicht an diesem Wochenende, vermutlich auch nicht am Mittwoch. Das hat verschiedene Gründe. Der wichtigste: Den großen Wurf, der die gegenwärtige Krise lösen könnte, gibt es gar nicht. Jedenfalls nicht innerhalb des mechanisch-quantitativen Denkens, das derzeit vor allem den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy auf der Suche nach noch mehr Billionen für den Rettungsschirms umtreibt. „Size does matter“ ist einfach ein Klassiker für Menschen, die am „short man syndrome“ leiden, und so lässt der Franzose nicht locker.

Mehr zum Thema:

So wird es aber – abgesehen davon, dass sich der Rest der Europäer die französisch-deutschen Allmachtsfantasien nicht ewig gefallen lassen wird – nicht gehen: Einfach noch mehr Geld in ein ansonsten unverändertes System zu schütten, ob nun auf dem Weg einer Banklizenz für den EFSF oder sonstiger Hebelvorrichtungen (das „Leverage“-System von Finanzierungen mit zu hohem Fremdkapitalanteil gilt übrigens als einer der großen Verursacher der 2008er-Krise), führt zu nichts als immer teureren, immer kürzeren Aufschüben.

Im Große-Würfe-Supermarkt stehen derzeit leider nur zwei Modelle im Regal: Entweder man wandelt die Europäische Union in einer Art Blitz-Zentralisierung zumindest auf wirtschaftspolitischer Ebene in einen Bundesstaat um. Oder man verkleinert die Eurozone auf die Hartwährungsländer. Beides ist mit ziemlicher Sicherheit sehr teuer, der Unterschied liegt eher im Prinzip. Manche wollen einen europäischen Bundesstaat, andere sind der Ansicht, dass die von den Briten immer schon favorisierte Vorstellung einer Freihandelszone, innerhalb der Staaten mit je eigener Währung freundschaftlichen Wettbewerb pflegen, angemessener ist.

Die netten Europäer, die meinen, ein europäischer Bundesstaat sei die gutbürgerliche Fortsetzung dessen, was sie im Griechischunterricht im Schottengymnasium gelernt haben, sollten sich allerdings keine Illusionen machen: Nach der angeblich so grausamen Periode des sogenannten Neoliberalismus kommt jetzt die Blütezeit des Neosozialismus, und zwar, um im deutschsprachigen Raum zu bleiben, unter Einbeziehung der neosozialistischen CDU, CSU und ÖVP. Die herzjesumarxistische Propaganda von Attac und ähnlichen Enteignungseuphorikern, die sich darauf verlassen kann, dass die yogageeichte liberal-katholische Hausfrau in Hietzing die „Occupy Wall Street“-Aktivisten für die Urenkel des heiligen Franz von Assisi hält, geht voll auf: Der Kapitalismus, sagen sie, hat genauso versagt wie der Sozialismus, es muss etwas Neues her.

Stimmt ja auch irgendwie. Aber was ist das Neue? Das Neue, das sich derzeit im linken Mainstream von Sozialwissenschaften und Medien ankündigt, und auf das die verängstigten Konservativen aufspringen, weil sie fürchten, für ihre wirtschaftsliberalen Restpositionen in die gemeinwohlökonomische Gummizelle gesteckt zu werden, ist auf jeden Fall eines: antiliberal. Eigeninteresse ist Gier, Selbstbestimmung ist Egoismus, Eigenverantwortung ist soziale Kälte. Die Verstaatlicher und Entmündiger wittern Morgenluft. Man fühlt sich an Dostojewskis Großinquisitor erinnert: Der Mann, der die Freiheit predigt und die Ordnung infrage stellt, wird verhaftet und in der Dunkelheit davongejagt. Er wird hier nicht gebraucht, die Menschen wollen nach der Überzeugung des Großinquisitors keine Freiheit, Freiheit ängstigt sie nur, sie wollen und brauchen die Sicherheit der Institution.


Der Chefredakteur jenes Konsumverweigerermagazins („Adbusters“), das die Wall-Street-Demos organisiert, spricht im Sinn einer neuen Bescheidenheit von der ersten Weltrevolution, die sich da ankündige (falls sich an dieser Stelle jemand fragt, ob Größenwahn in dieser Branche einfach dazugehört, die Antwort ist Ja). Das revolutionäre Pathos hat auch schon das eine oder andere Mainstream-Medium erfasst. Kein Wunder: Wer verschläft schon gern eine Weltrevolution?

Falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, ein Gefühl dafür bekommen möchten, wie das Ergebnis dieser Weltrevolution ungefähr aussehen wird, werfen Sie einen Blick nach China. Wer wollte bezweifeln, dass es sich dabei um eine Erfolgsgeschichte handelt?

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.10.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

58 Kommentare
 
12

Es haben weder Kapitalismus, noch Kommunismus versagt

Beide Systeme, vorwiegend jedoch der Kommunismus, haben Probleme mit Menschen, die sich auf Kosten der anderen bereichern wollen.

Gast: F.A. Hayek
27.10.2011 19:58
3 0

Was bitte ist am momentanen System liberal?

60% und mehr Staatsquote
50% und mehr Beschaeftigung im Staat, in Staatsbetrieben oder in Branchen, die ohne Regulierung (Gewerbeordnung, kompliziertes Steuerrecht, 9 Bauordnungen) wegen mangelnder Konkurenzfaehigkeit sofort verschwinden wuerden
Verstaatlichung von Banken
Bail-Outs in Trillionenhoehe
Regulierungen wohin man schaut
Oligarchische Maerkte, die offen zu Tage treten
Korruption und Parteiwirtschaft
Von der oeffentlichen Hand finanzierte Beratungen und Medienservices
Insiderhandel

Sagen sie mir bitte, in welchem Markt der CEO eines Flughafens die Forderung der Gewerkschaft nach weniger Wettbewerb unterstuetzt?
Sagen sie mir bitte, in welchem Markt Konsumkredite vergeben werden, von denen man weis, dass man sie nie zurueck bekommt?
Sagen sie mir in welchem Markt, man sich Staatsbuergerschaften kaufen kann?

Wir haben ein Staatsversagen und kein Marktversagen, denn ein Markt, der nicht existiert kann nicht versagen.

An die Sozialisten in allen Parteien. Wir haben den Weg Richtung Versklavung schon lange eingeschlagen. Ob es jetzt Wohlfuehlwirtschaft oder Gemeinwohlwirtschaft oder sonst wie heist - Es ist immer noch die gleiche Fratze, die die Freiheit des Menschen eliminieren moechte.

Re: Was bitte ist am momentanen System liberal?

Die Menschen plappern halt alle lieber irgendwas Gescheites nach, statt sich selbst Gedanken zu machen. Das haben sie schon von Kinderstube (autoritäres Kommandieren) bis hin zum Schulsystem so gelernt.

Es gibt ja auch viele, die behaupten, die Demokratie hätte versagt. Bei 4-%-Hürde und Wahlbetrug, einer Konstellation die Neuparteien keine Chance gibt, sehe ich jedoch auch keine Demokratie.

Aber das übersteigt halt den Horizont der meisten, sowas zu begreifen.

Gast: rienzi
26.10.2011 13:55
0 0

Gratulation!

Wieder einmal hervorragend, der Fleischhacker!!

Gast: Ex Standard Leser
23.10.2011 15:45
3 0

Bestätigung

Wenn ich diesen Kommentar und auch die Postings lese weiß ich wieder weshalb ich vor ca. einem Jahr vom Standard zur Presse gewechselt habe.

Gast: Luzifer
23.10.2011 15:29
1 0

Interessante "Kapitalismus-Analysen" im deutschen FS:

Die großen Wirtschaftskrisen zeigen, daß der Markt auch in der Variante "Soziale Marktwirtschaft" zu Ungleichgewichten in der Vermögensverteilung führt... Sie bedarf daher in großeren Zeitabständen eines "Resets", dh. die Vermögen müssen durch radikale Vermögenssteuern neu aufgeteilt werden. So geschehen beim "NEW DEAL" in den USA vor dem 2.WK.

Leider kein angenehmer Gedanke, daß am Ende trotz aller Anstrengungen der Fleißigen und Begabten alle das Gleiche haben sollten, wie die Laxen! Und vor allem, daß den Wirtschaftsflüchtlingen aus dem Süden neben vielen Vergünstigungen auch noch das Volksvermögen nachgeschmissen wird!

Re: Interessante "Kapitalismus-Analysen" im deutschen FS:

Setzen Sie in Ihrem Kommentar die Wohlhabenden mit den „Fleißigen und Begabten" gleich und die Armen mit den „Laxen"? Das halte ich für absolut unzulässig. Es gibt genug Fleißige und Talentierte, die nie über die Armutsgrenze kommen. Umgekehrt gibt es sehr Wohlhabende, die nur einen winzigen Prozentsatz ihrer Zeit mit Arbeit verbringen.
Sie argumentieren hier viel zu banal für meinen Geschmack.

2 0

Apropos Enteignungseuphoriker

Es gab im vorigen Jahrhundert zweimal eine Art "Lastenausgleichsgesetz", das den Zweck hatte, durch hohe Steuern auf Immobilienbesitz einen Ausgleich für öffentliche Investitionen zu schaffen.
Und zwar die "Hauszinssteuer" von 1924 bis 1943 und das "Lastenausgleichsgesetz" von 1948, wo Immobilienbesitzer eine Zwangshypothek in Höhe der Hälfte des Hauswertes aufnehmen und diesen Betrag über 30 Jahre an den Staat abstottern mussten.

Durchaus möglich, dass uns sowas heute wieder blüht. Das Bestreben, Immobilien als Schutz vor Krisen zu kaufen, könnte sich daher als Bumerang herausstellen.

Ein interessantes Interview zu diesem Thema gibt es unter
http://www.capital.de/finanzen/:Boersenstar-im-Interview--Dirk-Mueller-sieht-das-Finanzsystem-am-Ende/100042385.html?p=1

Gast: Unbeteiligter
23.10.2011 13:30
1 0

Der große Wurf.....

Wird letztlich vom Volk kommen und dazu braucht es auch keine NATO Bomber!

Sirte kann ueberall sein!

Gast: josef 1
23.10.2011 09:03
1 2

Einheit macht stark und small is beauty

Eine folgerichtige Entwicklung wäre auf EU-Ebene die Einführung einer Wirtschaftsregierung durch eine entsprechende Direktion .

Für Österreich wäre überdies die Abschaffung des Bundesrates und die Umwandlung der Bundesländer in reine dezentrale Verwaltungskammern (anstelle der Vielzahl von BH's und anstelle der Landesregierungen) ein längst überfälliges Gebot der Stunde.

Antworten Gast: Erzkapitalist
23.10.2011 11:21
3 1

Schreibens keinen Senf

Wirtschaftsdirektorium der EU....natürlich, nur die größten Schafe und die dümmsten Kälber wählen freiwillig den eigenen Schlächter. Aus der Wirtschaftsregierung wird Fremdbestimmung, aus der Fremdbestimmung wird Hass und aus Hass entstehen Kriege.

Antworten Gast: Burgenländer
23.10.2011 11:14
0 0

Bundesrat-Landtage-Landesregierungen

Wir, werter Herr Josef, die wir uns um die Finanzierung der über Jahrzehnte aufgeblasenen Funktionärsstrukturen müssen mit dem Vorwurf rechnen "Alles abschaffen zu wollen". Mit diesem Argument sichern sich viele Funktionäre über Jahre ihre Pfründe in den aufgeblähnten Strukturen. Allerdings: Die Macht der bereits Ohnmächtigen auf der Bundesebene hängt in hohem Maß und vielen Kompetenzdschungeln von den Ländern ab. z.B. Der NÖ-LH und der Wiener Bürgermeister halten sich in der aktuellen Situation eine Bundesregierungsspitze.

Lieber Herr Fleischhacker!

Viele Ihrer Kommentare schätze ich. Hier hätten Sie sich ihren Hinweis auf China ersparen können. Meine Variante für den dritten Weg: Soziale Marktwirtschaft (Marke: Österreich/Deuschland) + ökologischer Faktorx2 + Persönlichkeitswahlrecht bis hin zum klassischen Mehrheitswahlrecht, abzüglich der Deregulierungen nach dem Zusammenbruch der Systemkonkurrenz durch den Kommunismus, sowie Reduzierung des Systems um eine beträchtliche Anzahl von Funktionären in den Parteien, sowie in den Kammern und der Gewerkschaft. Vielleicht, werter Herr Fleischhacker, können Sie selbst nicht mehr an die Veränderung des Wordings erinnern. In Österreich und Deutschland - vor allem - wurde bis hinein in die 80er Jahre immer von der sozialen Marktwirtschaft gesprochen, bis hin zur ökosozialen Marktwirtschaft. In den 90er Jahren, in zeitlicher Deckungsgleichheit mit der Niederlage von Josef Riegler (der Mann mit den "traurigen" Augen) und dem Aufstieg des sozialdemokratischen Bankers Vrantzky in Österreich und dem Zusammenbruch der UdSSR sowie der Gelegenheit für Goldgräberkapitalismus im Osten von Europa, wurde der Begriff soziale Marktwirtschaft verdrängt und der Begiff Kapitalismus wurde "in". Gleichzeitig mit dem Anstieg der Bedeutung des Produktionsfaktors Kapital und die Möglichkeit dieses mit Knopfdruck zu globalisieren, sank jene des "unflexiblen" Produktionsfaktors Arbeit, die Erscheinungsformen beider Faktoren änderten ihre Gestalt. Kurz: Bedürfnisbefriedigung anstatt Gewinnmaximierung!

Gast: darknight
22.10.2011 17:56
1 2

der heuschreckenkapitalismus von der wall street bis zur u. londoner city ist genauso gescheitert wie der kommunismus- china, die USA, und die bankenkonzerneEU zeigens ja täglich auf.

obama, faymann, merkel, sarkozy, berlusconi, papandreou, barroso, putin oder andere. Wer von diesen exponenten einer casinobankenpolitik soll eine wende herbeiführen. es schaut sehr düster für die menschen und umwelt dieser welt aus.
dass dieser wallstreet heuschreckenkapitalismus keine grenzen kennt und alles zerstört, was zu zerstören ist, ist längst bekannt.
der kommunismus war eine katastrophe, der wallstreet und londonercity börsenkapitalismus ebenso. und einen sozialen und nachhaltigen mittelweg wird es nicht geben. die eu und der euro mit dem bankenchaos zeigen ja auf,wie schnell ganz europa wieder in den abgrund geführt wird. eine soziale, ethische und ökologische wende ist nicht in sicht, im gegenteil, europas politik stützt sogar noch diese casinobankensysteme und ignoriert sämtliche warnungen.
die völker und steuerzahler werden durch diese bankenpolitik in eine schuldenfalle getrieben, die steuern für die arbeitnehmer und dem mittelstand wurden auf die spitze getrieben u.gleichzeitig wurden alle notwendigen steuern für reiche und vermögende abgeschafft. das nun die staaten bankrott sind, die banken im chaos versinken, die politik nur mehr chaotisch reagiert, statt agiert, und die menschen immer ärmer werden, ist nur natürlich. was denn sonst! ein völlig von der realwirtschaft entgekoppelter deregulierter finanz-und casinobankenmarkt kann ja gar nichts anderes, als länder, demokratien, staaten, pensionen,ja ganze gesellschaftsstrukturen zugrunde zu richten.

Re: der heuschreckenkapitalismus von der wall street bis zur u. londoner city ist genauso gescheitert wie der kommunismus- china, die USA, und die bankenkonzerneEU zeigens ja täglich auf.

Hier werden soviele Dinge durcheinandergebracht, falsch in Beziehung gesetzt und unrichtige Behauptungen aufgestellt daß man einfach nur feststellen muß: Der Mann hat weder von Ökonomie noch Politik eine Ahnung.
Aber, und das ist ja das lustige daran: genau diese nicht mal mehr halbgebildeten Schwafler stehen an vorderster Front der megaphonhaltenden Kapitalismuskritiker, und da die breite Masse noch weniger davon versteht und mit Neidkomplexen ausgestattet ist, entsteht daraus eine Mainstream-Meinung, die irgendwann mal der Freiheit den Garaus macht. Die Frage ist also nicht wann wander ich aus, sondern wohin.

1 2

die altnazi sitzen überall in den startlöchern

und wie es aussieht brauchen die sich gar nicht bemühen, die brauchen auch keine revolution, die werden ganz einfach überall schön gemütlich die wahlen gewinnen.

ausser die werfen vorzeitig die nerven weg.

aber das wird nicht passieren!

faymann und pröll (spindelegger zählt sowieso nicht) sind der untergang der freien demokratie!

Gast: persilschein
22.10.2011 17:53
5 2

@eisener: Es ist nicht der Kapitalismus der versagte

Auch heute noch wird die zweite Garnitur nach Brüssel weggelobt und wird im Heimatland dank großer Entfernung und geringem Medieninteresse kaum wahrgenommen, richtet aber gerade deshalb und mangels Kontrolle großen Schaden an.

Die derzeitige Eurofinanzkrise ist alleine ein Versagen der EU Politiker und des EU Parlamentes.

Re: @eisener: Es ist nicht der Kapitalismus der versagte

Falsch!
Die aktuelle Eurokrise ist ein Scheitern der Mitgliedsstaaten an sich.
Nicht immer mit dem Finger auf Brüssel zeigen.
Wie der Euro eingeführt wurde konnten lediglich Finnland, Österreich und (soweit ich weiß) Holland die wirtschaftlichen Bedingungen erfüllen. Nichteinmal Frankreich und Deutschland. Und dennoch ist man aus politischem Willen weiter gegangen. Griechenland hat die Zahlen gefaked so what?! Es sind andere Staaten dabei die nicht viel besser dastehen und man hat es 30 (!) Jahre versäumt dieses Land aufzubauen. Eines der Argumente für die Osterweiterung.

Nicht vergessen: Die EU-Gesetze gehen immer via Kommission (Vorschlag) über Parlament in den Rat. Und der hat schulssendlich die Entscheidung. Dass unsere werten Vertreter bei ihren Treffen in Brüssel einfach nur noch die Hand heben ohne den Inhalt zu kennen, ist eine andere Sache...

Nicht immer ist die EU Schuld wie es uns unsere Politiker gerne glaubhaft darstellen würden.

MFG vom Elch

Gast: Erzkapitalist
22.10.2011 14:50
3 0

Kärchern wir die Sozialisten aller Parteien weg

Die yogageeichte liberal-katholische Hausfrau, sofern sie nicht bei Mitterlehner mit irgendwelchen Genderstudien versorgt wird, samt konservativem ÖVP Hintergrund Ehegesponse (Lehrer, Beamter, Wirtschaftskammer) eint ja in Wirklichkeit eines: der absolute Verlust von Realität. Kein Wunder - gilt aber nicht nur für die Schwarzen, sondern auch für die Faymann-Roten- waren die Väter noch in der Produktion realer Güter tätig, wird nun nur mehr virtueller "produziert", also Genderstudien, Kommunikationsberatung, Politirgendwas, LehrerIn (!) usw. usf. Die planmäßige Verdummung durchsetzt die Gesellschaft und, und dies ganz besonders, die nachrückenden "Eliten".

Re: Kärchern wir die Sozialisten aller Parteien weg

Ich wittere langsam immer mehr Potential für eine radikal-liberale Bewegung.

Sehr schön, man muss der neo-sozialistischen "Inteligenzija", mitsamt deren willfährigen Marionetten, wie den Sozialisten in allen Parteien und den Berufsdemonstranten mal zeigen, dass sie den schleichenden roten Totalitarismus nicht kampflos bis an die Vollendung fortführen werden können.

Antworten Antworten Gast: Erzkapitalist
23.10.2011 11:17
2 0

Wer als junger Mensch

bereits in den 80iger Jahren das "Vergnügen" hatte, in der DDR Verwandte zu besuchen, sieht Rot, wenn er die Medienmeschpoche samt ATTAC, Küberl + Co planmäßig Hausverstand und Freiheit unterwandern sieht. Widerstand wird zur Pflicht, wenn diese Kreaturen aus allen möglichen Löchern kriechen und Witzfiguren der sogenannten Konservativen (ÖVP!) nur belämmert daneben stehen.

Gast: thurnhofer.cc
22.10.2011 14:31
0 4

Antiquierte Diagnose

CR Fleischhacker bedient antiquierte Links-Rechts-Vorurteile, die uns in der aktuellen Krise nicht weiter helfen. Details siehe www thurnhofer cc

Antworten Gast: Gerne nur Gast
22.10.2011 16:13
2 0

nice try!


www eigenwerbung at

... die schwächsten aller Postings. So wird das sicher etwas: im Presse-Forum die eigene kleine Privat-HP bewerben, weil sie offenbar nur wenige interessiert.

Es ist nicht der "Kapitalismus", der versagt hat!

Versagt hat nur die dumme und verantwortungslose Politik der EU-Bonzen, die eine negative Auslese von europäischen Politikern, die in ihrer Heimat versagt haben und nach Brüssel abgeschoben wurden, darstellen!

Jetzt gibt es keinen billigen oder schmerzlosen Weg, um die angerichteten Schäden zu beseitigen. Mit immer größeren "Rettungsschirmen", die nichts retten, sondern nur Zeit zur Konkursverschleppung kaufen, wird der entstandene Schaden immer größer und seine Reparatur, die nur hinausgeschoben, nicht aber vermieden werden kann, von Jahr zu Jahr teurer und unerträglicher!

Von den "zwei Modellen, die im Regal stehen", scheidet eine EU-Zentralregierung, die nichts anderes als eine Diktatur der Unfähigen ohne Demokratie wäre, aus. Die Beschränkung des Euroraumes auf Länder, die bereit sind, eine Hartwährungspolitik zu machen, wäre eine Möglichkeit, um weitere Schäden zu verhindern, erspart uns aber nicht die gigantischen Opfer, die wir unausweichlich erbringen müssen, um den verfahrenen Eu-Karren wieder ins Geleise zu bringen!

Die wirren Ideen von Attac und anderen Weltverbesserern, die dem Kapitalismus statt der verhängnisvollen Politik die Schuld zuschieben wollen, bringen uns nicht weiter, sondern würden alles nur noch schlechter machen!


Re: Es ist nicht der "Kapitalismus", der versagt hat!

Das sehe ich auch so. Die zweite Garnitur wird aus allen EU-Ländern nach Brüssel geschickt. Was soll dabei schon rauskommen, wenn man sich auf diese Art der Leute entledigt, die zu Hause Schaden anrichten würden. Tja, das ist wohl ein klassisches Eigentor. Denn gerade in Brüssel können Profilierungsneurosen ja perfekt ausgelebt werden. Beispiele aus Österreich gibt es ja genug - ich brauche mir nur Karas und Swoboda ansehen, die noch dazu Delgationsleiter ihrer Parteien sind.

0 0

Re: Re: Brüsseler Frühling

Statt Karas und Swoboda bräuchten wir mutige und entschlossene Volksvertreter wie Dubcek und Svoboda in Brüssel!

 
12

Top-News

  • Ostern ist das neue Weihnachten
    Während die Konsumlaune zu Weihnachten stagniert, geben die Österreicher immer mehr für Ostergeschenke aus. Der Handel steigert die Kauflust mit Umfragen und Lockangeboten.
    Ostukraine: Fünf Tote bei Schusswechsel
    Bei einem Angriff auf einen Stützpunkt prorussischer Separatisten starben drei Separatisten und zwei der Angreifer, berichtet der russische Sender Rossija 24.
    Formel 1: Hamilton holt dritten GP-Sieg in Folge
    Der Mercedes-Pilot Lewis Hamilton gewann am Sonntag in Shanghai vor Nico Rosberg und Fernando Alonso. Sebastian Vettel landete auf Platz fünf.
    Die Industrie probt den Aufstand
    Österreichs Spitzenmanager haben genug von hohen Lohn- und Energiekosten und drohen schon mit Abwanderung. Voest, OMV, Lenzing und Industriellenvereinigung gehen vor der Budgetrede des Finanzministers in die Offensive.
    Sparvorgaben: SPÖ sucht gemeinsame Linie
    Immer mehr SPÖ-Politiker wollen das Schulbudget neu verhandeln. Doch der Finanzminister bleibt hart – und der Kanzler schweigt.
    Der Kunde als Testfahrer
    Nach einer Reihe von Unfällen, die 13 Menschenleben gekostet hat, musste General Motors heuer schon 6,6 Millionen Autos zurückrufen. Sind neue Modelle für die Kunden ein Risiko?
AnmeldenAnmelden