25.05.2012 14:03 | Meine Presse Merkliste 0

Budgetsprint: Tapfer, aber ohne Perspektive

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Die Regierungsspitzen agieren als Athleten an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Ihre eigentliche Aufgabe wäre die von Trainern, die einen Plan entwickeln.

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Werner Faymann und Michael Spindelegger sind stolz auf das, was die Verhandlungen der vergangenen Wochen ergeben haben: Ein Mix aus Einsparungen und neuen (Steuer-)Einnahmen, mit dem das vorgegebene „Konsolidierungsziel“ von 26Milliarden Euro bis 2016 erreichbar erscheint. Dieser Stolz ist begründet: Was jetzt auf dem Tisch liegt, ist das Maximum dessen, was diese Regierung erreichen konnte.

Auch ein schwer übergewichtiger Mann, der es schafft, fünf Kilometer in weniger als einer Stunde zurückzulegen, kann ja mit Recht stolz auf seine Leistung sein: Er ist an seine Grenzen gegangen und hat sein physisches Potenzial für den Moment voll ausgeschöpft. (Und man ist, angesichts der tapferen Bemühungen des Moments, sogar geneigt, ihm die Einnahme verbotener Substanzen in Form von neuen Abgaben nachzusehen.)

Das ändert nichts daran, dass er mit seiner Zeit nicht wirklich konkurrenzfähig ist. Aber es könnte die Voraussetzung dafür bilden, dass er sich, konsequentes Training und angemessene Ernährung vorausgesetzt, in Richtung Konkurrenzfähigkeit entwickelt.

Das, was die österreichische Regierung unter dem etwas euphemistischen Titel „Sparpaket“ vorgelegt hat, reicht vermutlich für den Moment. Aber es ist eben weit davon entfernt, konkurrenzfähig zu sein. Erschwerend kommt hinzu, dass die Regierungsspitzen mit ihrer etwas überzogenen Rhetorik („echte Hämmer“ etc.) den Eindruck erweckt haben, dass man einen neuen Mittelstreckenweltrekord aufzustellen gedenke. Da wirkt dann eine Durchschnittszeit von zwölf Minuten pro Kilometer nicht mehr ganz so toll – sie ist von einem Spaziergänger ohne schwerwiegende körperliche Einschränkungen zu schaffen.

Bleiben wir sportlich fair: Wenn die Koalition es schafft, das, was sie jetzt gezeigt hat, als Einstieg in ein konsequentes Training zu interpretieren, mit dem es möglich wird, größere Strecken ohne Muskelkrämpfe und Anfälle von Hyperventilation durchzustehen, kann man das Ergebnis dieses ersten, untrainierten Anlaufs akzeptieren.

Die Frage ist, ob man ihr das zutrauen kann. Die Antwort ist nein.

Die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Trainingsprogramm ist nämlich die Herstellung eines konsistenten, realistischen Bildes von Zielen, Methoden und Zeiträumen. Wer sich darauf verlegt, immer dann, wenn der unmittelbare Verlust der Startberechtigung droht, einen kurzen Sprint hinzulegen, hat wenig Chance, sich in eine substanziell bessere Verfassung zu bringen.

Genau das ist aber die Geschichte der sogenannten „Budgetsanierungen“ in diesem Land: Krampf-Sprints ohne Plan. Der Trainingsplan des Sportlers entspricht dem, was man in der Politik „Erzählung“ nennt. Diese Erzählung hat die Aufgabe, den Bürgern auf der Grundlage von klaren Wertvorstellungen ein nachvollziehbares, reproduzierbares und auch in Ausschnitten verstehbares Bild des angemessenen Verhältnisses zwischen dem Einzelnen und dem Staat zu vermitteln. Staatshaushalte sind die Übersetzung einer solchen Erzählung in Zahlen: Abgaben und Zuwendungen, Einzahlungen und Auszahlungen folgen ihrer Logik.


Die sogenannte Große Koalition verfügt über kein solches Bild. Werner Faymann und Michael Spindelegger begnügen sich damit, sich und ihre Parteien im Bewerb, das heißt an der Macht, zu halten. Die Sprints, derer es dafür immer wieder bedarf, bewerkstelligen sie mehr schlecht als recht. Sie agieren nicht als Trainer, sondern als Athleten an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, tapfer, aber ohne Perspektive.

Das zunehmende Unbehagen, das sich in „Wutbürger“-Attacken und in eher formlosen Fantasien über neue politische Bewegungen äußert, ist die unmittelbare Folge davon.

Kurzfristige Anstrengungen wie das jetzt vorliegende „Sparpaket“ können daran nichts ändern – im Gegenteil: Die kurzfristigen Schmerzen, die sie verursachen, steigern das Bedürfnis nach kurzfristiger Erholung. Je öfter man sich ihr hingibt, umso schwerer wird es, mit dem ernsthaften Training zu beginnen. Vor allem, wenn weit und breit kein Trainer in Sicht ist.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2012)

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51 Kommentare
 
1 2
Sabine63
14.02.2012 17:33
1 0

Schlechte Aussichten

Eine treffsichere Analyse über die Langzeit-Erfolgsaussichten unserer Regierung.
Leider auch ein Abgesang auf unsere Zukunft. Denn es bleibt der furchtbare Verdacht, dass die beiden Kurzstreckenläufer im Rausche ihrer Beseeltheit alles daran setzen werden, verbleiben zu können.
Auch der eine oder andere Gesichterwechsel nach verlorener Wahl wird daran nichts ändern.

4 0

in kurzen Worten

diese Regierung ist gescheitert. Sie wird an Reformen gemessen und Reform hat sie bisher keine zusammengebracht.

derfreund
12.02.2012 09:40
2 0

Zum Glück gibt es die Deutschen!

Mit solchen Politikern und mit solcher schlammpigen Politik müsste Österreich in der dritte Liga spielen. Dank die Deutschen kann es noch über Wasser bleiben. Die Journalisten sind aber eindeutig drittklassig. Die Weltachse hat sich gewaltig veraendert und sie haben es noch nicht gemerkt.

Gast: Johan C.
11.02.2012 19:14
0 0

In unserem Land ist es NOCH nicht so schlimm wie in Griechenland

Aber auch hierzulande denkt jeder nur an den eigenen Vorteil - so wird das Ziel sicher nicht erreichbar sein.

Wenn in einer Volksgemeinschaft jeder nur an sich denkt, wird die "Gemeinschaft" ad absurdum geführt.

Keiner will weniger erhalten - jeder droht mit Streik.

Die heißen Eisen wie Zusammenlegung der kranken Kassen, Spitalsreform, ELGA, Hochschulreform, Oberstufenreform etc.

All das, wofür wir unsere tollen Politiker wählen, wird NICHT erledigt!

Aber wie lange würde ein Politiker oder eine Partei am Regieren bleiben, die all diese Punkte angreift? Spätestens bei der nächsten Wahl ist die Partei im Nichts gelandet.

Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient! Weil eben das Volk die Regierung wählt.

Gast: Mavi
11.02.2012 18:59
1 4

Keine helleren Köpfe?

Fleischhackers Kommentare sind entweder:

-Bemüht provokant und dadurch peinlich sowie schlecht argumentiert.

-Schlecht argumentiert.

Dieser hier ist nur schlecht argumentiert.

2 4

ein schwer übergewichtiger mann, nicht konkurrenzfähig mit seiner bestzeit

DAS ist ö?
aber ganz ganz sicher nicht, hr. f!

nur zu ihrer erinnerung: ö sapielt in der topliga dieser welt. und die allermeisten anderen staaten können mit uns nicht mithalten!

dieses auseinanderdividieren (hier der staat, dort alles andere) ist unseriös hoch drei. das sind kommunizierende gefäße und wir haben das große glück und privileg, dass bei uns in allen röhren das wasser ganz weit oben steht.

wo ich f's ansicht teile: das war vermutlich für längere zeit alles. mir persönlich wäre es auch lieber gewesen, wenn das paket deutlich kleiner ausgefallen wäre, doch in ein paar jahren dafür strukturen an ihren wurzeln geändert würden.
ein scharlatan der behauptet, solches könne man in 2 monaten auf die beine stellen!

doch die mehrzahl der medien und lautstark brüllende bürger wollten halt jetzt und gleich etwas größeres: ihr habt es bekommen und seid wieder nicht zufrieden.

ICH nehme solche stimmen nicht ernst. und ich glaube, dass das niemand tut, der sich tatsächlich um staat und gesellschacht annimmt und somit etwas anderes macht als herumschreien.

Antworten joquer
14.02.2012 17:16
2 0

Re: ein schwer übergewichtiger mann, nicht konkurrenzfähig mit seiner bestzeit

Da Sie sich mit dem Verständnis offenbar schwertun kurz zur Erklärung: gemeint ist nicht Österreich als Ganzes sondern der Staat Österreich. Der ist durch einen ständig weiterwuchernden Gesetzesdschungel nur durch ein Heer an Beamten und sonstigen Staatsbediensteten administrierbar. Dazu kommen zu viele Verwaltungsebenen mit Kompetenzüberschneidungen in großem Umfang.
Dazu kommen zu viele Verflechtungen des Staates mit der Privatwirtschaft - dadurch wird der Staat zum Marktteilnehmer, was ihn in seiner eigentlichen Aufgabe - der Regelung der Märkte - behindert.
Fleischhacker hat Recht, dass das derzeitige Sparpaket maximal dazu geeignet ist der Politik Luft zu verschaffen, um wirkliche Reformen auszuarbeiten. Leider teile ich seine Einschätzung, dass kaum zu erwarten ist, dass dies auch so genutzt wird.

Antworten Gast: Vollkommen ahnungslos
11.02.2012 17:36
2 1

Re: ein schwer übergewichtiger mann, nicht konkurrenzfähig mit seiner bestzeit

Sie kenne die Gegebnehiet hinter den Kulissen scheinbar nicht:

Die Vielzahl der ausgelagerten Unternehmeungen des Budnes und zB der Stadt Wien, helfen seit Jahren schon die Zahl der Bematen zu schönen. bezahlt werden diese trotzdem mit Steuergeldern und zwar mit gehältern bei dem einen die Augen Tränen. (Nach dem Motto: Herr Politiker wünscht für Herrn XY dieses Gehalt, natürlich NETTO, und das mindesten dopplet soviel wie ein gutes gehalt in der Privatwirtschta allerding BRUTTO)

Sparen ist in den ausgelagerten unternehmen ein Fremdwort, auch wenn diese vom Rechnungshof und Kontrollamt gepüft sind.

Hier einzusparen würde keine zwei Monate dauern, nur wer läßt sich schon gerne sein Spielzeug wegnehmen, die Sozialisten - und ganz voran Häupl - am aller wenigsten.

Faymanns Inseratenkampagne ist nur die Spitze eines riesigen Eisberges.

Die Politiker müssen froh sein, dass solche Dinge der breiten Öffentlichkeit in der regel nicht zugänglich sind, jeder Private würde für diese Machenschaften hinter Gitter gehen, aber da die Steuern endlos fließen gibt es keinen grund zu sparen.

MMn ist das "Sparpaket" ein Schröpfungspaket der Sonderklasse, aber Ende 2013 wird es samt Faymann Geschichte sein.

0 1

"Hier einzusparen würde keine zwei Monate dauern, nur wer läßt sich schon gerne sein Spielzeug wegnehmen,"

sie schleudern phrasen!

ich bin froh, dass vieles von "ausgelagerten" unternehmen erledigt wird.
denn dadurch wird es wenigstens erledigt!

und lassen sie sich endlich mal darüber informieren, dass auch beamte etwas leisten und genauso ihren beitrag für diesen staat bringen wie sie! diese uninformiertheit schreit ja zum himmel. dieser glaube, nur sie selbst seien ein produktives mitglied (sind sie es überhaupt? behaupten kann man ja viel, doch die größten behaupter sind bekanntlich auch die größten schnorrer!), ist ja wirklich bedenklich.

Antworten Antworten grazer100
11.02.2012 20:48
2 0

Re: Re: ein schwer übergewichtiger mann, nicht konkurrenzfähig mit seiner bestzeit

Meine volle Zustimmung zu Ihrer Ansicht. Der größte Witz ist, dass nicht auch nur ein Wort über Aufgabenreformen im öff. Dienst gesagt wird.....

Gast: Harald K, 1040 Wien
11.02.2012 15:17
0 7

Bleiben wir sportlich fair?


Viele müssen was beitragen – die Kirche nicht…

http://derstandard.at/1328162577961/3



Antworten Dr.Schwejk
12.02.2012 18:12
2 0

Re: Bleiben wir sportlich fair?

Die negativen Bewertungen bestätigen mich in meiner Ansicht, dass viele hier nicht schreiben können.
Man kann auch über die Kirchen reden, aber das was in dem Standardartikel erwähnt ist, ist nicht wirklich auffallend:
- Grundsteuerbefreiung für Gebäude, die etwa für Gottesdienste genutzt werden können - 53 Mio.
- Kirchensteuer und kirchliche Spenden sind steuerlich absetzbar
Das sind viele andere Spenden auch
- Gehälter der LehrerInnen in kirchlichen Schulen
An öffentlichen Schulen werden die Gehälter auch vom Staat bezahlt
- EU-Agrarsubventionen
Die kassieren auch andere, die landwirtschaftlichen Grund besitzen
- Religionssendungen im ORF
Na und? Immer noch besser als amerikanischer Serienschmarrn!
Der einzige Punkt, der mir unangenehm auffällt:
"Der Vermögensvertrag, der 1960 abgeschlossen wurde, regelt Entschädigungszahlungen an die katholische Kirche für Beschlagnahmungen durch das Naziregime: 44 Millionen unbefristet und jährlich."

Antworten modestus
12.02.2012 12:35
0 0

Re: Bleiben wir sportlich fair?

die kirche ist arm...

Gast: Hausmeister
11.02.2012 15:09
1 0

Wos?

"Die Regierungsspitzen agieren als Athleten an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Ihre eigentliche Aufgabe wäre die von Trainern, die einen Plan entwickeln"....

Dieser Einstieg ist aber auch eher ein gewagter Drahtseilakt...


17und4
11.02.2012 13:04
8 0

wenn das Ziel war, die Staatsverschuldung zu senken,

dann ist es völlig verfehlt.
Wie im Kommentar bemerkt: "Die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Trainingsprogramm ist nämlich die Herstellung eines konsistenten, realistischen Bildes von Zielen, Methoden und Zeiträumen."
hätte als Ziel nicht das Nulldefizit angegeben wrden müssen, sondern eine Senkung der Staatsversculdung une ein Senkung der Zinsenlast, und zwar abslute Werte und nicht relative, zB als Prozentsatz vom Budget oder vom BIP

Das leben spielt sich no ch immer im absoluten Bereich ab und nicht in Prozenten von irgendwas.

Totalversager

Gast: nurgerecht
11.02.2012 12:49
16 0

Das Problem sind überforderte und abhängige Politiker!

Der Vergleich Trainer/Sportler ist nicht schlecht. Man könnte es aber auch einfacher so sagen: Unsere Politiker verwalten nur mehr den Staat. Das sollten sie aber gefälligst den dafür besser geeigneten Beamten überlassen, die kommen auch billiger. Die Politiker sollen gefälligst gestalten! Dafür sind sie da, und dafür werden sie von uns bezahlt. Dieser Aufgabe kommen die Politiker derzeit schlicht und einfach nicht nach – sei es, weil sie persönlich überfordert sind, sei es, weil sie sich gegen die Lobbys (die größte Gefahr für die Allgemeinheit geht mittlerweile von den von Gier getriebenen Finanzhaien und Konzernchefs aus!) nicht durchsetzen können. Einen beträchtlichen Teil ihrer Energie wenden die Politiker dafür auf, ihre Funktion weiterhin zu behalten, obwohl sie ihr nicht gerecht werden (können). In Summe ist es zu wenig, was sie momentan leisten! Jetzt könnte man sagen, in anderen Ländern sei das auch nicht anders, sogar noch schlechter. Das stimmt, aber auch diese Ausrede hilft uns auf Dauer nicht weiter. Wenn niemand da ist, der die aufziehenden Konflikte und die sich abzeichnenden Verteilungskämpfe kompetent gestaltend und damit letztlich auf friedliche Weise lösen kann, werden die Leute das womöglich auf nicht-friedliche Weise tun. Die Straßenkämpfe in anderen Ländern und der Wutstau bei vielen noch mündigen Bürgern sind die aktuellen ersten Hinweise darauf, dass sich längst nicht mehr alle alles gefallen lassen. Das mögen alle bedenken, bevor es zu spät ist!

Martin_01
11.02.2012 12:28
7 0

Perspektive


Die Perspektive kann nur nach dem Floriani-Prinzip funktionieren.
Man hat irgendjemanden, der zu viel hat, dem man das wegnimmt, was er zuviel hat, und schon ist alles bestens. Man selbst zahlt natürlich keinen Cent.
So funktioniert es aber nicht.

Die Bürger haben sich längst daran gewöhnt, dass sie nur jemanden wählen brauchen, der ihnen sagt, dass nicht so viel gespart werden soll, dass die Schulden eh keine Schulden sind, solange AAA draufsteht und dass das schon irgendwann einmal sich von selbst erledigt.

Eine ganze Menge Geld ist jetzt schon dabei herausgekommen, dass jeder ein wenig beiträgt. Ich halte es für einen guten Anfang. Und ob ich jetzt als Bürger weniger bekomme oder gleich viel bekomme und mehr zahle, macht netto keinen Unterschied.

techno08
11.02.2012 12:10
3 0

Marathon

Ein Marathon endet nach 42.195 Metern. Da nützen die Bestzeit auf den ersten 10 km nichts, wenn du dann ausgepumpt bist und einfach nicht mehr geht.
Der Vergleich mit dem Trainer ist sehr gut.

Mendacis
11.02.2012 12:06
3 0

Man hat dein Eindruck,..

beiden Regierungsparteien ist klar, dass die Karten nach der nächsten NR Wahl eh neu gemischt werden und es sich gar nicht mehr lohnt, jetzt mit irgendwelchen Maßnahmen die Bevölkerung zu verärgern. Alle Tabu Themen wurden daher sorgfältigst ausgespart. Was da an Einsparungen bei Beamten oder Pensionisten angekündigt wird, ist reine Kosmetik. Wir waren unter Schüssel-Grasser schon wesentlich weiter, bevor deren Massnahmen dann von Gusi&Co zurückgenommen wurden.

citoyen
11.02.2012 11:30
8 0

Das Paket ist voll heisser Luft

Das Sparpaket ist, trotz des peinlichen Selbstlobes der Regierung, äußerst schwach ausgefallen. Die notwendigen strukturellen Weichenstellungen wurden nicht angepackt - was sich bald rächen wird.

Vermutlich müssen wir noch einmal drastisch von den Agenturen abgestuft werden und unter die Fuchtel des IWF kommen. Schade, daß die GROKO nicht die Kraft hat, ein echtes Paket für die Zukunft zu schnüren, daß den nächsten Generationen eine faire Chance gibt.
Der Zeitpunkt wäre so günstig gewesen...

tentum
11.02.2012 10:44
6 0

noch viele Fragezeichen

Eine Finanztransaktionssteuer mit 1,5 Mrd im Alleingang anzusetzen ist unrealisitisch, die Beamtenvereinbarung ist schwammig, es wird sicher versucht hier auszubüchsen. Die längst überfällige Reform des Bundesstaates wurde nicht einmal angesprochen, hier herrscht offenbar Redeverbot. Insgesamt Unglaubwürdig mit vielen zu erwartenden Nachbesserungen

modestus
11.02.2012 10:11
9 0

mumpiz

seit einigen jahren ist in der PRESSE redaktion
der zynischr sarkasmus zuhause. vergleiche für die dummen leser, die ohne nicht auskommen, fallen dann auch so aus. unterberger war ein benevolenter diktator. sein nachfolger praktiziert anders..die redaktion ist ein haifischbecken (prominentes opfer..dr. salomon) solange sich schellhorn nowak ultsch..etc...mit scharfen zähnen gegeüberschwimmen, kann der CR ruhig schlafen..divide et impera...im haifischbecken...muss heissen HAIburgerstrasse.
wir uraltabonennten hätten aber doch gerne wieder sachliche kommentare..ohne sarkastoschnickschnack...einfach auf den punkt geschrieben.
ceterum...von 2000 bis 2006 waren wir schon auf dem richtigen weg. die schüssel-grasser budgets waren einsparbudgets...damals hiess es in der spö budget der grausslichkeiten und soziale kälte...etc..
warum fleischhacker nicht darauf hinweist, dass es vorallem faymann war der das damals erreichte verschleudert hat ist nicht erklärlich. denn genau das wäre die sachliche analyse die wir so sehr vermissen...herr fleischhacker..eh?
faymann repariert was er zerstört hat und klopft sich dafür auf die schulter...und die depperten österreicher schlucken das.

Antworten Gast: Vogel Strauss
11.02.2012 17:27
2 1

Re: mumpiz

Es gibt gewisse Dinge in diesem Land, da kann nur mit Sarkas- und Zynismus drüber geschrieben werden. Ich finde die Kommentare des Hr. CR immer wieder erheiternd; sie erleichtern einem den Ärger über die derzeitige politische Situation.
Wobei ich mich über manche linke Ergüsse im 'Spectrum' genauso aufrege wie Sie ...

Antworten 17und4
11.02.2012 13:07
1 8

Re: mumpiz

nicht Faymann ist Schuld, das ist die ÖVP wohl von alleine, sie haätte ja nicht mit der SPÖ koitieren müssen.
Das ist jetzt dabei herausgekommen, ein Monster ohne Extremitäten, mit hasszerfressenem Maul

Antworten Antworten Gast: =EHM=
11.02.2012 17:45
5 0

Re: Re: mumpiz

Vollkomemn falsch Ihre Meinung:

Im Wahlkampf 2008 hat Faymann Sachen in die gesetzlichen Wege geleitet, die bis heute mehr als die Einsparungen seines jetzigen Sparpaketes gekostet haben. Alles nur damit wir die nächsten fünf Jahre den schlechtesten BK der zweiten Republik durchfütter dürfen.

Er verschweigt natürlich, dass wesentliche Teile davon - 13. Kinderbeihilfe - wieder zurückgenommen werden musste.

Diverse Aktionen in der sog. Wirtschaftkriese - zB diese unsägliche Förderung der deutschen Autoindustrie - hat ebenfalls weit über eine Milliarde gekostet und der österr. Wirtschaft kaum etwas gebracht.

SOZIS Können nicht wirtschaften, siehe Konsum, siehe BAWAG, siehe.., siehe...

Antworten Antworten modestus
11.02.2012 13:29
1 1

Re: Re: mumpiz

wie bitte???????

 
1 2

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