22.05.2013 09:35 Merkliste 0

Proporz ohne Filz oder: Die reine Lehre des Ständestaats

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Früher galt der österreichische Proporz als Hort von Vorteilsnahme und Korruption. Das hat sich geändert. Jetzt erscheint er als klares politisches Konzept.

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Die österreichische Realverfassung sagt seit jeher, dass das Recht und die Macht in der Republik von den Parteien ausgehen. Das beginnt beim Wahlrecht und endet bei der Besetzung von Positionen in der Verwaltung und in staatsnahen Betrieben. Der Transmissionsriemen für die Machtentfaltung der Parteien ist seit Gründung der Zweiten Republik die „Sozialpartnerschaft“, eine Art ständisches Organisationsmodell für Wirtschaft und Gesellschaft in Österreich.

Wie dieses System funktioniert, zeigt die zuletzt durch das Gezerre um das Mandat des Wiener Arbeiterkammer-Direktors und Faymann-Beraters Werner Muhm ins Zentrum innerkoalitionärer Auseinandersetzungen gerückte Zusammensetzung des Aufsichtsgremiums (Generalrat) der Oesterreichischen Nationalbank.

Als ihre vier Hauptaufgaben beschreibt die OeNB den geldpolitischen Entscheidungsprozess, die Umsetzung der Geldpolitik, die Kommunikation der Geldpolitik sowie die Sicherung der Stabilität der Finanzmärkte. Der Generalrat hat „das Direktorium in Angelegenheiten der Geschäftsführung und der Währungspolitik zu beraten“.

Diese Aufgabe erfüllen derzeit unter anderem der Generalsekretär der Landwirtschaftskammer, die Vizepräsidentin der Hoteliersvereinigung, die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich und die Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten.

Und der Direktor der Wiener Arbeiterkammer. Werner Muhm, dessen Mandat ausgelaufen ist, kehrt zurück, dafür wird das Mandat des der SPÖ zugerechneten ehemaligen Bank-Austria-Chefs Erich Hampel nicht verlängert. Finanzministerin Maria Fekter hat ihren Widerstand gegen Muhm aufgegeben, offensichtlich kam es zwischen ihr und dem Regierungskoordinator der SPÖ, Josef Ostermayer, zu einer Paketeinigung, in der auch heikle Fragen wie Einheitswerte und Ticketsteuer zum Wohl der Allgemeinheit beantwortet werden konnten.

Nicht zuletzt ist durch die Besetzung des OeNB-Generalrats mit Experten nun auch wieder sichergestellt, dass der geldpolitische Entscheidungsprozess, die Umsetzung der Geldpolitik, die Kommunikation der Geldpolitik sowie die Sicherung der Stabilität der Finanzmärkte – Österreich darf nicht Spanien werden – in geordneten Bahnen verlaufen können. Ist doch schön.

Es sieht also auf den ersten Blick so aus, als würde der gute alte Proporz, die Aufteilung der österreichischen Welt in Rot und Schwarz nach dem Verfassungsprinzip „Ana vo uns oda kana vo uns“, noch funktionieren wie eh und je.

Auf den zweiten Blick zeigt sich aber, nicht zuletzt angesichts der mutmaßlichen Korruptionsfälle, die derzeit in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss behandelt werden, ein differenziertes Bild. Der langjährige Zwillingsbruder des Proporzes, der Filz, dem Jörg Haider nach 1986 seinen kometenhaften Aufstieg verdankte, hat sich aus dem Familienverband herausgelöst.


Das hat in erster Linie mit der weitgehenden Privatisierung der ehemals verstaatlichten Industrie zu tun. Die Parteien und ihre sozialpartnerschaftlichen Vorfeldorganisationen hatten keinen Zugriff mehr auf gut dotierte Jobs in den großen Industriekonglomeraten. Das Filzgeschäft verlagerte sich als unmittelbare Folge dieses Prozesses von den Kammern in die Kabinette. Die großen Einkommen wurden nicht mehr maßvoll und dauerhaft in Vorständen, sondern maßlos und kurzfristig über Beratungsaufträge lukriert.

An der moralischen Bewertung des Einzelfalles ändert das nicht viel. Aber es hat – vor allem, wenn die jetzt gerichtlich und politisch zu untersuchenden Vorgänge aus dem abgelaufenen Jahrzehnt zu Konsequenzen führen – eine nicht zu unterschätzende Auswirkung auf die politische Kultur des Landes.

Und zwar eine eindeutig positive Wirkung: Durch die Trennung von Proporz und Filz tritt so etwas wie die reine Lehre des Ständestaates zutage. Man muss die Ansicht der herrschenden politischen Klasse, dass eine Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts idealerweise ständisch organisiert sein sollte, nicht teilen. Aber es ist eine klare politische Ansage. Und das ist ein Beginn.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.06.2012)

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41 Kommentare
 
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Gast: babapresse
19.06.2012 14:51
0 1

das schlagt dem fass den boden aus...

man sieht wieder eindrucksvoll: ein studium (oder drei) machen noch keinen denkenden menschen...

dieser absatz: "Und zwar eine eindeutig positive Wirkung: Durch die Trennung von Proporz und Filz tritt so etwas wie die reine Lehre des Ständestaates zutage. Man muss die Ansicht der herrschenden politischen Klasse, dass eine Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts idealerweise ständisch organisiert sein sollte,..."

hat gerade dazu geführt das ich meine seit 15 jahren laufenden presseabos für alle lokale storniert habe....

für mich ist die gedankenwelt von michael fleischhacker nicht anders zu beschreiben als als gefährlich einfältig, besonders gefährlich falsch gedacht und unerträglich reaktionär...


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Die Sozialpartnerschaft ist unverzichtbar, sie als obsolet zu bezeichnen ist sozialpolitischer Sprengstoff, den niemand braucht!

Der kleinschreibende Sprachvergewaltiger, vulgo Kleindenker „modestus“ läßt uns neuerlich an seinem Fundus an historischem Wissen teilhaben.

Jetzt behauptet er doch frank und frei, hilfs der Sozialpartnerschaft konnte während der Besatzungszeit die österreichische Regierung am Alliierten Kontrollrat vorbei herrschen, weil die sozialpartnerschaftlichen Aktivitäten schließlich außerhalb des Parlaments abliefen und so den Besatzungsmächten verborgen blieben.

Wäre die immens dümmliche Aussage nicht so gemeingefährlich, könnte man sie als aufgelegten Blödsinn ins sogenannte Rund-Archiv, sprich Papierkorb werfen.

So aber muß dagegen in aller Form protestiert werden, weil dies nichts anderes heißt, als daß Österreich damals zumindest in Teilen nicht rechtsstaatlich agiert haben soll.

Was der Sprachvergewaltiger nicht kapiert, sind zwei Fakten.

Zum einen, in allen zivilisierten Staaten dieser Welt, die sich demokratisch verhalten, ist die sogenannte Tarifhoheit ein unveräußerliches Recht der Arbeitswelt. Sprich, die Löhne werden ausschließlich zwischen den Arbeitgebern auf der einen Seite und den Gewerkschaften auf der anderen Seite vereinbart. Das ist die Sozialpartnerschaft! Das war sie damals, das ist sie bis heute, und zwar absolut unverzichtbar bis heute. Auch wenn der Hr. Chefredakteur dieser Zeitung, das etwas anders sehen mag.

Fortsetzung folgt:

0 1

Die Sozialpartnerschaft ist unverzichtbar, sie als obsolet zu bezeichnen ist sozialpolitischer Sprengstoff, den niemand braucht!

Fortsetzung:

Zum anderen war die Sozialpartnerschaft damals ein Instrument der Großen Koalition, das Wenige, das vorhanden war, so aufzuteilen, daß einerseits der Wiederaufbau in Gang zu bringen und zu halten war und zum anderen alle Teile der Bevölkerung in ihren Grundbedürfnissen berücksichtigt werden konnten.

Nichts von dem, was solcherart durch die Sozialpartnerschaft vorbereitet oder ausgehandelt wurde, erlangte Gesetzeskraft ohne das Parlament. Weder die Regierung noch gar die Sozialpartnerschaft hatte in diesem auch damals schon Rechtsstaat die Möglichkeit am Parlament vorbei irgend etwas zu verordnen, zu bestimmen oder sonstwie durchzusetzen.

Gleichzeitig anzunehmen, man hätte irgend etwas am Alliierten Kontrollrat, insbesondere an den Sowjets vorbei schmuggeln können, ist Stumpfsinn der Extraklasse.

Es waren die aufrechten und standhaften Politiker Österreichs, die gekonnt mit den Alliierten verkehrten, ohne ihren aufrechten Gang zu verleugnen. Da sind an vorderster Front zu nennen, Bundeskanzler Raab, zuerst Bundeskanzler und später Außenminister Figl, Innenminister Helmer, um nur die wichtigsten zu nennen.

Die Sozialpartnerschaft heute als obsolet zu bezeichnen, ist überhaupt sozialpolitischer Sprengstoff. Die Tarifhoheit ist ein Wert an sich.

Also zusammengefaßt: Konzentrierter Blödsinn des erschreckend unwissenden Kleinschreibers „modestus“. Wann hört dieser Unsinn eigentlich auf?

Kelsens Problem ist gelöst

Kelsens Rechtspositivismus stand lange vor der Frage, was denn eigentlich die "Grundnorm" ist - jetzt wissen wir es: die Sozialpartnerschaft!

Jedes Gesetz, selbstverständlich auch die Verfassung mit all ihren Grundprinzipien, muss den Anforderungen der Sozialpartnerschaft genügen. Eigentlich ganz offensichtlich.

Gast: Gruftmaus
14.06.2012 10:04
0 4

Falschheit

In meiner Jugend wurde mir öfters nahegelegt, stets das richtige Parteibuch GRIFFBEREIT zu haben. (Wahre Küstler/innen hatten 3 gleichzeitig)
Es war für Viele einfach eine selbstverst. Investition, monatl. ein bissi Schotter abzugeben und dafür div. Vergünstigungen zu lukrieren.
Vom Freibad über Kino, zu Bahn...usw...usf....

DAS ist nun innerhalb der "breiten Masse" wohl nicht mehr üblich, weil sich der Filz einzementiert hat und die kleinen Leute nahezu rechtlos wurden.

Die geschmeidige, rel. zurückhaltende Bestechung bis zum letzten Bürger ist einer massiven Korruption alleine EINER Kaste geworden und hat nun auch die Justiz vergiftet.
(Ziviler) Widerstand ist zwecklos geworden.


realverfassung...???

die sozialpartnerschaft war zwischen 1945 und 1955 ein probates mittel um österreichische politik ohne alliierten ratr machen zu können. weil ausserparlamentarisch und inoffiziell.
seit 1955 ist das modell obsolet. da es aber so bequem ist ausserparlamentarisch zu regieren und das parlamant nur zum durchwinken zu benutzen ist sie immer noch unter uns...so weit so schlecht...was aber daran ständisch sein soll entgeht mir komplett...denn darunter verstehe ich immer noch engelbert&kurti

...„Ana vo uns oda kana vo uns"...wenn die jetzt gerichtlich und politisch zu untersuchenden Vorgänge aus dem abgelaufenen Jahrzehnt zu Konsequenzen führen...

Also:
Nachdem zu lange postings offensichtlich wieder gelöscht werden, machen wir es kurz:

Zur Verantwortlichkeit der Präsidenten des Rechnungshofs Dr. Fiedler udn Dr. Moser:

SFH-5008 Proporz ohne Filz oder: Die reine Lehre des Ständestaats, MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse), Posting Dr. Lederbauer vom 12.6.2012 17.40 Uhr
.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=305&aid=5760
.
http://so-for-humanity.com2000.at


Ich bin von Pressekolomnisten begeistert!

Sie sind wie die Kapelle auf Titanik. Das schiff sinkt zwar aber sie können seelenruhig weiter spielen!

Postenverteilung

ist doch in jedem Land üblich.
Man denke zB. an die Besetzung der Höchstrichter in den USA auf Lebenszeit durch die US-Präsidenten. Nur in Österreich wird immer ein Geschrei drum gemacht(vor allem von der Oma-Betrüger Partei)!

Gast: pächter der wahrheit
12.06.2012 12:08
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Genau so ist es.

Ohne alles an Österreich schlecht reden zu wollen: Wir leben in einem schönen Land, haben intakte Natur, die Leute sind im Allgemeinen freundlich, ehrlich, leistungsbereit und haben eine grundsätzlich solidarische Einstellung.

Das ist kein Verdienst unserer Politik! Unsere Politik betreibt Hickhack nur zum Machterhalt und teilweise gegen die eigene Bevölkerung. Der ganze aufgeblasene Politikapparat dient zur Bereicherung einiger weniger und parasitiert uns alle.

Re: Genau so ist es.

Intakte Natur? Das ganze Land ist mit schirchen Häseln zugeschissen!

Re: Genau so ist es.

Wir leben in einem schönen Land?- Ja, haben eine intakte Natur? - Ja, aber wie lange noch? Die Leute sind im Allgemeinen freundlich?- Ja, aber auch sehr oft falsch, siehe "goldenes Wiener Herz" Ehrlich? - kommt drauf an. Leistungsbereit?- im Grunde ja. Haben eine grundsätzlich solidarische Einstellung - ja, mit Eischränkungen.
Und wie steht es mit der Politik und deren Vasallen? Hier gebe ich ein klares NEIN, denn die poisitiven Tugenden der Österreicher spiegelt sich nicht in deren Handlungen wider, viel mehr die negativen und das gravierend.

1 0

ich kann mir nicht helfen, es verstärkt sich ein wirkliches Unbehagen

die politische Willkür der beiden (ehemaligen) Großparteien war immer schon ein Stachel für jeden Bürger, der Demokratie als wertvolles Gut sieht. Sie ist auch verantwortlich, dass sich populistische Kräfte wie ehemals Jörg Haider, jetzt HC Strache die ja in Wirklichkeit die Schaufenster von gar nicht so lustigen Einrichtungen sind, so prächtig entwickeln konnten, es war ja nie irgendeine beweisbare Leistung dahinter (das Ergebnis beim "Vorzeigemodell Kärnten" konnte man ja in einer historisch sehr kurzen Zeit sehen) ja nicht einmal eine vorzeigbare Ideologie, sondern immer nur das Aufzeigen der unglaublichen Präpotenz der "Großparteien" die sich als legitime Nachfolger der Habsburger sehen und gemeinsam mit ihrem "Hofstaat" (Bünde, Gewerkschaften, Kammern, Vereine...), Österreich als ihr Eigentum sehen, das sie zum Wohl ihres Netzwerkes und ihrer Machtfestigung einsetzen. Man konnte sich lange und oft trösten, dass es ja trotzdem in Österreich irgendwie funktioniert - was ja auch propagandistisch ausgeschlachtet wurde - nur jetzt, wo es relativ eng und schwierig wird in Österreich, in Europa und überhaupt international rächt sich das bitter. Es gibt keine, für komplexe Staatsaufgaben geeignete politischen Vertreter (dafür braucht man Kompetenz, Standing und Vertrauen), nicht in der ÖVP und SPÖ und es gibt auch keine irgendwie organisierte Alternativen die einen demokratischen Lösungsprozess ermöglichen würden. Relativ unheimlich und nicht sehr angenehm, dies zu beobachten.

Re: ich kann mir nicht helfen, es verstärkt sich ein wirkliches Unbehagen

diese demokratieform hat funktioniert als beide parteien zusammen ca. 95% der stimmen hatte. selbst damals war es für die 5%-partei eine sauerei, aber es war "nachvollziehbar".

in zeiten, wo beide gemeinsam nicht selten bei umfragen unter 50% liegen .... man muss es nicht ausführen!


Gast: 1. Parteiloser
12.06.2012 08:53
2 2

Der Posterl- und Amterlschacher ist eigentlich ein korrupter, menschenrechtswidriger Vorgang!

Das bedeutet nichts anderes, als das die Regierung korrupt ist und die Menschenrechte mit den Füßen tritt, schon immer getreten hat. Österreich hat also schon traditionell eine korrupte Regierung.

Das ist auch ursächlich dafür, dass in den vielen Entscheidungsträgerpositionen unfähige und unwillige Personen sitzen und so für eine fast restlose Fehlfunktion der Gebietskörperschaften bei irren Kosten gesorgt hat.

Die Regierung haben diese Korruption aber dann auch noch so einbetoniert (zB Beamtendienstrecht), dass die durchgeführten korrupten und menschenverachtenden Posterlschacherungen den Begünstigten die Rechte auf Lebenszeit sichern.

Dass dieser Regierung ein korrupter Inseratenkanzler vorsteht und von einem amtsmissbrauchenden Vizekanzler begleitet wird, das passt dann doch herrlich zum Tagesgeschäft in der 2. Republik.

Dieser Misthaufen gehört schleunigst entsorgt, weil der Schaden immer größer wird und schon Millionen Österreicher in die Armutsgefährdung getrieben hat.

Re: Der Posterl- und Amterlschacher ist eigentlich ein korrupter, menschenrechtswidriger Vorgang!

irgendwie haben es diese Kröten geahnt dass es eng wird und haben ihre Vorfeldorganisationen (Kammern) noch schnell in Verfassungrang gebracht (Gusenbauer sei gedankt).

Gast: 1. Parteiloser
12.06.2012 08:06
1 0

Der Posterl- und Amterlschacher ist eigentlich ein korrupter, menschenrechtswidriger Vorgang!

Das bedeutet nichts anderes, als das die Regierung korrupt ist und die Menschenrechte mit den Füßen tritt, schon immer getreten hat. Österreich hat also schon traditionell eine korrupte Regierung.

Das ist auch ursächlich dafür, dass in den vielen Entscheidungsträgerpositionen unfähige und unwillige Personen sitzen und so für eine fast restlose Fehlfunktion der Gebietskörperschaften bei irren Kosten gesorgt hat.

Die Regierung haben diese Korruption aber dann auch noch so einbetoniert (zB Beamtendienstrecht), dass die durchgeführten korrupten und menschenverachtenden Posterlschacherungen den Begünstigten die Rechte auf Lebenszeit sichern.

Dass dieser Regierung ein korrupter Inseratenkanzler vorsteht und von einem amtsmissbrauchenden Vizekanzler begleitet wird, das passt dann doch herrlich zum Tagesgeschäft in der 2. Republik.

Dieser Misthaufen gehört schleunigst entsorgt, weil der Schaden immer größer wird und schon Millionen Österreicher in die Armutsgefährdung getrieben hat.

Und....

... es geht herunter bis in die Gemeinden, wo es für den jeweiligen Parteifunktionär eine Selbstverständlichkeit ist, weil "es ganz einfach zur Tradition gehört". Ein Sauerei wird es immer nur dann, wenn es der "Eigene" nicht geworden ist. Im Extremfall: Die Schuldirektorin trifft sich mit ihrem Schulwart in der Sektion und vereinbart dort wann dieser mit ihrem Hund "gassi gehen" wird. Dafür darf der Schulwart das Pausenbuffet führen, ein schönes Zubrot und gleichzeitig eine großartige "soziale Tat", jedenfalls aus der Sicht der Direktorin und des Schulwartes. Beispiel aus der anderen Reichshälfte sind natürlich ebenso aufzufinden Das oben angeführte ist aufgrund Pensionierung beider beteiligter Personen jüngere Vergangenheit. Die "Schwerpunkt" liegen nach Bundesland verschieden, eher unpolitische Personen wechseln das "Logo" des Parteibuches ohne jede Hemmung, was nicht ganz unlogisch ist, wenn eine "Sache über Jahrzehnte wie geschmiert funktioniert". Und dann redet der ÖVP - Obmann andauernd vom Leistungsprinzip, eine ehemaliger SPÖ-Vorsitzender hat sogar von der Hochleistungsgesellschaft gesprochen für die wir die höchst möglichen Qualifikationen mittels unseres Schul- und Universitätssystems zu sorgen hätten. Alles super!!! Und ur......!

Re: Und....

...und geworden ist es ein Höchststeuerland.

Re: Und....

Wobei jener ehemalige SPÖ-Vorsitzende, so ein Ungustel er sonst sein mag, der erste seiner Art war, der die Allmacht der Gewerkschaften in der Partei zu durchbrechen suchte. Hat sich dann nicht mehr lange gehalten...

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Warum nicht die brutale Wahrheit sagen...

der genannte Umstand ist, angesichts dass wir 2012 angekommen sind, ein unglaublicher Skandal und Verbrechen an den Bürgerinteressen.

Das gesamte parlamentarische System und Verwaltung gehören von Grund auf völlig resettet - Österreich ist schlicht nicht reformierbar.

3 1

Bitte um Hilfe ...

... dieses Argument zu verstehen: Inwiefern trägt die Privatisierung zentraler Österreichischer Unternehmen zur verbesserten Sichtbarkeit des ständischen Systems bei?

Gut, der Filz wird (hoffentlich) durch juristische und politische Instrumente entfernt. Als Ende eines Prozesses der durch Privatisierungen ausgelöst wurde. Was hat das mit der Besetzung des OENB Generalrates zu tun? Wie trägt er dazu bei, dass die Besetzung dieses Gremiums transparenter ist?

Ich sympathisiere mit Ihrer Kritik an unserer politischen Realverfassung, zweifle aber an der Lückenlosigkeit dieser Argumentationskette.

LEB

1 0

Fleischhacker vor den Vorhang!

Chapeau!

S.g. Hr. Dr. Fleischhacker,

das ist genial geschrieben!

Danke, eine starke Stimme im Vakuum der Innenpolitik des "Ständestaates"!

Die denkenden Österreicher freuen sich auf so eine Unterstützung bei der Durchsetzung einer echten direkten Demokratie in diesem Land!


Sozialpartnerschaft muss aus der Verfassung entfernt werden

Die österreichische Sozialpartnerschaft steht für:
-) Korruption,
-) Misswirtschaft,
-) Filz und
-) desolate Währungspolitik.

Die österreichische Sozialpartnerschaft ist ohne jeden Zweifel organisiert.

Gibt es Unterschiede zwischen der organisierten Sozialpartnerschaft und der organisierten Kriminalität?

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Re: Sozialpartnerschaft muss aus der Verfassung entfernt werden

Saviano weist in seinem Buch "Gomorrah" nach, dass die kriminellen Vereinigungen von Italien aus die Welt überziehen dabei weit geschäftsmäßiger und in der Verwaltung, Administration und Geschäftspolitik weit effizienter vorgehen als der italienische Staat. Deshalb auch der breite Zuspruch in der Gesellschaft und die Ablehnung staatlicher Admiistrationen.

 
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