Amerika und Europa im Lifestyle-Krieg
Die Europäer haben ihren Bürgern versprochen, sie dürften gleichzeitig ein Maximum an Freiheit und ein Maximum an Sicherheit konsumieren.
Lasst Strache und sein Team arbeiten!
Eine Regierungsbeteiligung der FPÖ, am besten an der Seite der SPÖ, wäre auf jeden Fall nicht schlimmer als eine Fortsetzung der Großen Koalition.
Warum kauft man Zeit, wenn man sie nicht nutzen will?
Die Herabstufung der österreichischen Kreditwürdigkeit könnte eine Chance sein. Unter der Voraussetzung, dass die Regierung ernsthaft das Budget sanieren will.
Hoffentlich bleibt Herr Alex wenigstens bei Herrn Niko
Alexander Wrabetz geht nicht ganz entspannt in seine zweite Amtszeit. Selbst schuld: Keine Idee haben und zu feig sein, zu ihr zu stehen, ist ein bisserl viel.
Nicht die Zeit vergeht – wir vergehen
So, wie es aussieht, werden wir auch 2012 Silvester feiern. Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, ein wenig vom zyklischen Denken der Maya zu lernen.
Was verbirgt sich in den Falten, die die Wirklichkeit wirft?
Zu Weihnachten feiern die Christen die Menschwerdung Gottes. Man muss nicht an Gott glauben, um sich um die Menschwerdung des Menschen zu bemühen.
Pilatus an Spindelegger: Was ist Wahrheit?
Der ÖVP-Chef und Vizekanzler erwartet, dass die Presse „die Wahrheit“ schreibt. Wir können wohl nur fragen, was Pilatus Jesus gefragt hat: Was ist Wahrheit?
Die riskanteste Spekulation der Finanzgeschichte
Die Staats- und Regierungschefs der EU stemmen sich gegen den Sturm auf der rauen See der Finanzmärkte und riskieren damit einen Tsunami auf dem Festland.
Gottschalk und die Wiener ÖVP haben dasselbe Problem
Fernsehformate wie „Wetten dass..?“ und Politikformate wie Parteien haben dasselbe Problem: So geht es nicht mehr. Anders auch nicht.
Die Krise zeigt: Ökologie ist Ökonomie
Die Debatte über die Erderwärmung hat sich abgekühlt, die akademischen Wurzelseppen sind ruhiger geworden, die Welt geht vielleicht doch nicht unter.
Wachsen lassen, nicht verwalten
Es gibt auch für Gesamtschulgegner einen guten Grund, das Bildungsvolksbegehren zu unterschreiben: Es hilft, Kinder und Lehrer vor Politik und Lehrergewerkschaft zu schützen.
Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht
Die Brüsseler Glaubenskongregation der Berufseuropäer arbeitet intensiv an ihrem Dogmenapparat. Das ist gut so: Häresie ist Europas letzte Chance.
Den großen Wurf gibt es gar nicht
Der Kapitalismus, sagen die Enteignungseuphoriker, hat genau so versagt wie der Sozialismus, es muss etwas Neues her. Stimmt ja vielleicht. Aber was ist das Neue?
Mehr oder weniger Europa ist nicht das Ende der Welt
Die Antwort auf die Krise wäre wohl ein anderes Europa, das bereit ist, auf das Totschlagargument der Alternativenlosigkeit als Zwangsmittel zu verzichten.
Das Peter-Prinzip gilt nicht nur für Einzelpersonen
Dass Politiker sich ihre Werbung von öffentlichen Unternehmen bezahlen lassen, ist unter Berücksichtigung durchschnittlicher Anstandskriterien ein Rücktrittsgrund.
Die österreichische Politik ist ein Tinnitus
Machen wir uns nichts vor: Die Parteiendemokratie ist seit einem Vierteljahrhundert am Ende, und dort wird sie mindestens ein weiteres Vierteljahrhundert bleiben.
Israel ist in die Defensive geraten
Man muss hoffen, dass die antiisraelischen Kräfte nach dem Arabischen Frühling nicht im Fahrwasser eines naiven Revolutionsglaubens die Oberhand gewinnen.
Der Filz-Korruptionist fürchtet nur einen. Den Wettbewerb.
Man soll das, was in den Schüssel-Jahren passiert ist, nicht verharmlosen. Aber auch nicht übertreiben. Es war die Fortsetzung des Proporzes mit anderen Mitteln.
Träumen – bis man wieder ausgeladen wird
In den Aufständen des Arabischen Frühlings sind die Möglichkeiten und Grenzen der Realpolitik so kompakt sichtbar geworden wie schon lange nicht.
Sie spüren, dass etwas Neues beginnt
Charles Moore und Frank Schirrmacher fragen sich, ob nicht die Linke recht habe mit ihrer Kritik, dass unser System nur die Reichen reicher und die Armen ärmer macht. Ist das wirklich die Frage?
Europas Politiker erpressen ihre Bürger mit dem Euro
Die Eurobonds sind reine Fiktion: Sogar ihre Befürworter wissen, dass derzeit die Voraussetzungen für ihre sinnvolle Einführung politisch nicht herstellbar sind.
Die EU-Politik führte zur Japanisierung Europas
Die Anzeichen für die Rückkehr der Krise kommen wenig überraschend. Die Theorie, dass man durch hohe Staatsschulden Wachstum erzeugen kann, ist widerlegt.
Die Biedermänner helfen schon wieder den Brandstiftern
Die „Seht ihr, was ihr angerichtet habt“-Predigten gegen die Rechtspopulisten sind heuchlerisch. Und sie sind mit einiger Wahrscheinlichkeit politisch kontraproduktiv.
Die Euroländer verharren in einer lebensgefährlichen Illusion
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder man ist Euromitglied und gibt wirtschaftspolitische Souveränität ab, oder man verfügt souverän über die eigene Währung.
Schulden machen, bis das Morphium ausgeht
Stellen wir uns vor, wie es wäre, wenn man die fetten Jahre genutzt hätte, um die Schulden so weit zu reduzieren, dass die Zinslast um 30 Prozent geringer wäre.
Schulen gründen gegen das Diktat des Mittelmaßes
Gäbe es in diesem Land liberales Denken, gäbe es unsere Schuldebatte nicht mehr. Aber die Sehnsucht nach politisch hergestellter Gleichheit scheint unstillbar zu sein.
Wir haben uns Straches Erfolg redlich verdient
Die Regierungsparteien haben seit Jörg Haiders Siegeszug nichts gelernt. Sie finanzieren mit Medien-Bestechung ein Ausbildungscamp für Strache-Wähler.
Europa wird die Geldgeister, die es rief, nicht mehr los
Was vor einem Jahr als spektakuläre Rettungsaktion für Griechenland begonnen hat, entpuppt sich immer mehr als die eigentliche Bedrohung Europas und des Euro.
EU stabilisiert den Balkan und destabilisiert sich selbst
Die EU-Erweiterung auf dem Westbalkan ist die konsequente Fortsetzung einer Politik, die man als umgekehrten „erweiterten Selbstmord“ bezeichnen könnte.
Mit Michael Spindelegger ist die ÖVP zu sich gekommen
Der neue Obmann der ÖVP möchte es ungefähr so machen wie Wolfgang Schüssel. Keine schlechte Idee, abgesehen davon, dass er eben nicht Wolfgang Schüssel ist.
Werner Madoff und die bösen Banken
Der Chef der Erste Bank hat die Politik scharf kritisiert. Die empörten Reaktionen zeigen, wie erfolgreich Österreichs Bildungspolitik ist.
Entscheidet euch, ob ihr „unsere“ oder „ihre“ Leute seid
Die türkische Regierung nennt österreichische Staatsbürger türkischer Herkunft „unsere Leute“. Diese sollten sich dagegen wehren. Wir auch.
Geschichtsvergessenheit, Geschichtsversessenheit
Es kann sich lohnen, die Unterschiede der meritokratischen Wettbewerbsgesellschaft Großbritanniens und der österreichischen Schnarchokratie näher zu beleuchten.
Und haben fast die Sprache in der Fremde verloren
Religion und Politik haben ein gemeinsames Problem: ihre Sprache. Sie ist hermetisch und erreicht längst nur mehr die Eingeweihten und Überzeugten.
Ein Mann voll Macht mit einer Vollmacht, die voll nichts macht
Michael Spindelegger sucht sich sein Regierungsteam. Die Vollmacht, die ihm der Parteivorstand gab, ist eine Farce, die in der ÖVP seit Jahrzehnten gespielt wird.
Der tägliche Neubeginn im ständischen Funktionärsstaat
In diesem Land herrscht die „Pappschicht“ aus Funktionären der zweiten und dritten Ebene. Das ist ungefähr das genaue Gegenteil von Demokratie.
Mit dem Essen landet unsere Verantwortung auf dem Müll
Die Grundnahrungsmittel erfüllen ihren symbolischen Zweck, uns an einige der Grundbedingungen unserer Existenz zu erinnern, immer noch ganz gut.
Die Volkspartei laboriert an einer politischen Thrombose
Josef Pröll ist das kleinste Problem, das die ÖVP derzeit hat. Im Gegenteil: Die Idee, ihn zu ersetzen, ist Teil der latenten Suizidneigung der schwarzen Hirschzähne.
Revolutionen in den Zeiten der Verhausschweinung
Was kommt nach den Umstürzen in der arabischen Welt? Revolutionäre Massen, die sich im Facebook-Modus durch den Cyberroom wälzen? Oder doch die Islamisten?
Imperialisten, Waldschrate und andere Katastrophen
Medientechnisch besteht zwischen Japan und Libyen wenig Unterschied. Beide Krisen zeigen die Dysfunktionalität von Krisenjournalismus.
N wie Neutralität, n wie niederträchtig
Die österreichische Libyen-Politik der vergangenen vier Jahrzehnte erklärt schlüssiger als jede verfassungsrechtliche Expertise, was Neutralitätspolitik heißt.
Realpolitik in Ägypten, Zynismus in Libyen
Die Zeitungen gleichen derzeit Wäldern von erigierten Moralzeigefingern. Jetzt haben es wieder einmal alle immer schon gewusst.
Der Fall zu Guttenberg oder die Rache der grauen Mäuse
Die Plagiatsvorwürfe gegen den deutschen Verteidigungsminister sollten nicht unterschätzt werden. Sie sind ein Symptom der Erosion unseres politischen Systems.
Wer nichts zu verlieren hat, kann leicht moralisch sein
Der zögerliche Umgang der Amerikaner und Europäer mit der ägyptischen Revolution widerspricht dem unmittelbaren Moralempfinden. Aber er hat Gründe.
Tunesien ist die Lösung nicht nur für Ägypten
Die säkulare Freiheitsbewegung, die in Nordafrika Fuß fasst, lässt auf Alternativen zur Herrschaft der Islamisten hoffen. Doch das Risiko eines Rückschlags ist groß.
















