19.05.2013 10:23 Merkliste 0

Hochkonjunktur haben nur die Pessimisten

FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

In der Welt wachsen die Ängste vor dem Absturz. Fürchten muss man sich aber nur vor Politikern, die meinen, nötige Reformen mit Geld „wegdrucken“ zu können.

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Optimisten meinen, dass wir in der besten aller Welten leben. Pessimisten wiederum fürchten, dass dem tatsächlich so ist. Das ist leider nicht von mir, sondern von einem Schriftsteller namens James Branch Cabell. Ein Mann, dessen Werke Anonymität genießen, dessen Name aber rasch im Netz auftaucht, wenn man nach brauchbaren Zitaten zum Thema „Optimismus“ sucht. Und das sollte man. Aphorismen mit aufhellenden Ausblicken sind wichtiger denn je. Vor allem, wenn man sein Geld in einer Wirtschaftsredaktion verdient und die aktuelle Lage zu umreißen versucht.

Dabei ist eines klar: Wir leben in keiner perfekten Welt, aber zweifellos in der besten, die der Menschheit bis dato zur Verfügung steht. Nie zuvor lebten so viele Menschen so gut wie heute. Selbst wenn in den Wohlstandshochburgen des Westens permanent die grassierende Verarmung der Massen beklagt wird, genießt der Durchschnittsbürger heute eine höhere Lebensqualität als die wenigen reichen Herrscherfamilien vor 200 Jahren. Vielleicht ist auch gerade deshalb die Angst vor dem Absturz so groß.

Verstärkt wird diese Furcht von einer nicht enden wollenden Flut an schlechten Nachrichten. Seit Jahren werden europäische Staaten unter größtem Einsatz vor dem Untergang gerettet. Die beunruhigenden Botschaften wollen trotzdem nicht verschwinden. Als machten Griechenland, Spanien und Portugal nicht genug Probleme, rutscht nun auch noch die Zuversicht deutscher Unternehmer in den Keller. In Brasilien, der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt, wurden im Mai mysteriöse Auftragseinbrüche registriert und an den Börsen sausen die Notierungen für Rohstoffe nach unten. Die Verbraucher freut das, die Volkswirte macht es nervös. Dahinter versteckt sich nämlich eine sinkende Nachfrage nach Rohstoffen – und das ist ein verlässlicher Indikator für das jähe Ende eines wirtschaftlichen Aufwärtstrends.

Vieles deutet also darauf hin, dass da irgendjemand den konjunkturellen Stecker gezogen haben könnte. Für Optimisten mag das reichlich absurd klingen, schließlich hören die Menschen seit Jahren, dass es nun bald so weit ist und die furchtbarste aller Weltwirtschaftskrisen über sie hereinbrechen wird. Nur spürt der Großteil der Bevölkerung noch nichts davon. Abgesehen von jenen, die ihren Job verloren haben und kaum Aussichten sehen, einen neuen zu finden.

Aber auch die sonnigsten Gemüter werden sich hin und wieder Gedanken machen, ob da nicht Größeres in Bewegung gekommen ist. Etwa, wenn Milliardenhilfen für ein marodes Euroland die Finanzmärkte gerade einmal für ein paar Tage beruhigen können. Oder wenn ein wirtschaftliches Schwergewicht wie Italien ziemlich offen eine weitere Finanzierung seines Staatshaushalts über die Notenpresse begehrt.

Das alles lässt nämlich den Schluss zu, dass die Rettungsgelder nicht wirken, sondern verpuffen. Vielleicht, weil sie zu klein dimensioniert waren, wie Nobelpreisträger Paul Krugman argumentiert. Oder aber, weil die Hilfen falsche Anreize setzen und deshalb nicht funktionieren. Wie in Italien. So legte Premierminister Mario Monti einen erfrischenden Start hin, mit vielen guten Vorschlägen. Kaum aber half die EZB dem Land dabei, sich weiterhin zu günstigen Konditionen zu verschulden, war es um den Reformeifer geschehen. Der Umbau des überregulierten Arbeitsmarktes stockt, die Steuermoral ist nach wie vor schlecht, der öffentliche Apparat ineffizient wie eh und je.

Bemerkenswert ist, dass Politiker heute zwar tagtäglich vor gefährlichen Brandherden warnen, aber die von ihnen verwalteten Staaten so tun, als wäre nichts. Sie geben unverdrossen Geld für Dinge aus, die schon in der Hochkonjunktur nicht bezahlt werden konnten. Deshalb fürchten sich die Menschen auch weniger vor einem „Kaputtsparen“ des Staates als vor der Illusion der Politik, mit dem Drucken von Geld über die Runden zu kommen und damit selbst sanfte Reformen nicht angehen zu müssen. Wäre das möglich, brauchte auch niemand mehr zu arbeiten. Sondern sich das Geld für den täglichen Bedarf einfach von der Notenbank drucken lassen und damit ins Geschäft laufen.

An die Funktionstüchtigkeit eines derartigen Geschäftsmodells glauben aber nicht einmal die optimistischsten Optimisten.

 

E-Mails an: franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2012)

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44 Kommentare
 
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Bemerkenswert ist, dass Politiker heute zwar tagtäglich vor gefährlichen Brandherden warnen, aber die von ihnen verwalteten Staaten so tun, als wäre nichts.

abhilfe dagegen kann nur die auf dem weg befindliche kompetenzübertragung an brüssel in vielen bereichen bringen!

ansonsten setzen die gartenzwergkönige ihr schreckensregime fort, werfen ihren mist über den zaun auf das nachbargrundstück und wundern sich, wenn der wert der gesamten siedlung immer geringer wird.

Antworten Gast: Tourist
28.06.2012 02:24
1 2

Re: Bemerkenswert ist, dass Politiker heute zwar tagtäglich vor gefährlichen Brandherden warnen, aber die von ihnen verwalteten Staaten so tun, als wäre nichts.

Wenn das aber heisst, das Europa deutscher weden muss bin ich dagegen, OBWHOL ich urspruenglich sogar dachte, dass das gut waere. Aber Merkel's Sparpolitik in der Rezession wird noch ganz Europa in die SCH... reiten.

Die Frau hat einfach keine Ahnung wie eine Volkswirtschaft funktioniert. Das Paradigma der schwaebsichen Hausfrau auf eine Volkswirtschaft zu uebertragen, die auf Giralgeldschoepfung basiert, ist einfach nur krank.

Re: Re: Bemerkenswert ist, dass Politiker heute zwar tagtäglich vor gefährlichen Brandherden warnen, aber die von ihnen verwalteten Staaten so tun, als wäre nichts.

Merkel hat immer noch mehr Ahnung von VWL als die meisten Ihrer Amtskollegen zusammen. Ausnehmen würde ich die Luxenburger, die Briten, die Skandinavier und - JA - die baltischen Staaten.

Der Rest: zum vergessen. Wenn im Quartett Deutschland/Frankreich/Italien/Spanien die Deutschen den Ton angeben ist das das mit großem Abstand kleinste gemeinsame Übel.

Antworten Antworten Antworten Gast: Tourist
28.06.2012 09:31
0 1

Die "Briten". Das ich nicht lache.

Die Briten haben ein Defizit von 14% und eine Staatsverschuldung von ca 100%. Und Leute wie Sie, Merkel und sonstige Neoliberale meinen sie haetten eine Ahnung von Wirtschaft. Einfach nur laecherlich.

Das Geld kommt nicht da an wo es benötigt wird

Die Milliarden, die nun gedruckt werden, fließen zu Banken und Staaten, und diese bezahlen damit ausschließlich ihre Schulden.

Die Realwirtschaft sieht davon nichts. Daher kann auch da nichts mehr investiert werden. Die Folge davon ist eine schrumpfende Wirtschaft.

Der Rest ist eine "self-fulfilling prophecy". Nachdem seit Jahren über die Krise gesprochen wird, geht auch jeder davon aus.

Gast: beschwerer
26.06.2012 13:17
1 1

Privatisiert

Schellhorn!

Ein Problem ist die nicht entwickelte Demokratie!

Die sogenannte repräsentative Demokratie ist keine mehr, oder war auch nie eine. Eine Demokratie wie sie die Schweizer vorleben, neigt dtl weniger zu Korruption, Verteilen von Wahlzuckerln und Besserstellen von Privilegierten Gruppen, wie Politiker Beamte, Bauern und Lehrer, ...

Dieser Umstand kostet dem Staat unnötige Zinszahlungen, denn allein die Beamtenpensionen sind z.b. nicht einmal zu 20% gedeckt, Förderung der Bauern beispielsweise kosten Unsummen und können nur auf Pump geleistet werden.

Und durch das liebenswürdige Drucken der Notenbanken, ist dieser Reichtum für Privilegierte Gruppen erst entstanden, nicht durch ach so harte Arbeit (!) und der bröckelt jetzt, naturgemäß.


Antworten Gast: Tourist
26.06.2012 12:09
0 3

In der Schweiz kann man immer wieder sehen wie toll direkte Demokratie funktioniert

Das nennt sich dann die Diktatur der Minderheit ueber die Mehrheit.

Bekanntestes Beispiel: Die Leute stimmten gegen einen EWR Beitritt obwohl laut Umfragen die Mehrheit dafuer war.

Antworten Antworten Gast: Eleonora K.
26.06.2012 13:28
2 0

Re: In der Schweiz kann man immer wieder sehen wie toll direkte Demokratie funktioniert

Da dürfte eben die Mehrheit nicht zu den Wahlurnen gegangen sein.

Re: Re: In der Schweiz kann man immer wieder sehen wie toll direkte Demokratie funktioniert

ihr einzelner satz zeigt die problematik der direkten demokratie auf:
selbst im mutterland schweiz erreicht so gut wie kein referendum eine wahlbeteiligung von 50%.

die allermeisten grundeln bei 30% beteiligung oder deutlich darunter herum.

in ö wäre es ziemlich sicher nicht anders.
und was bei uns noch dazu kommt: im gegensatz zur schweiz, wo durch lange tradition die schweigende mehrheit widerspruchslos die entscheidungen der minderheit zur kenntnis nimmt, wird bei uns die meckerei und der widerstand nicht enden!

Gast: Hardliner 1
26.06.2012 10:29
4 0

Rückkehr zur EWG

Immer wieder haben in den letzten zweieinhalb Jahren EU, EZB und IWF mit gigantischen Milliardenbeträgen versucht, de Finanzmärkte zu "beruhigen". Erfolglos, denn es waren nur kurze Strohfeuer.
Das Projekt Euro ist gescheitert, weil man Ländern mit höchst unterschiedlicher Wirtschaftskraft und Steuermoral keine Gemeinschaftswährung aufs Auge drücken kann.
Mein Petitum: Rückkehr zur EWG und zu nationalen Währungen. Dabei können sich dann Länder wie Deutschland, Österreich, Holland oder Finnland feste Wechselkursparitäten geben. Die Weichwährungsländer im Süden sind trotz Euro Weichwährungsländer geblieben. Der Euro ist daher für sie tödlich, weil sie ihre Wirtschaftsschwäche nicht durch Abwertungen ausgleichen können, wie dies früher die Regel war.
Wir brauchen weniger und nicht mehr Europa. Zentralismus ist von übel, besonders wenn völlig undemokratische Institutionen wie die EU-Kommission oder künftig der Gouverneursrat (ESM) das Sagen haben.

Antworten Gast: Alter Pauker
26.06.2012 13:36
0 0

Re: Rückkehr zur EWG

"Wir brauchen weniger und nicht mehr Europa. Zentralismus ist von Übel." - Volle Zustimmung von einem inzwischen geläuterten ehemaligen EU-Befürworter. Leopold Kohrs Devise "Small is beautiful" hat im ZA der Globalisierung mehr Berechtigung als jemals zuvor. Die Distanz zwischen Regierenden bzw. Entscheidungsträgern und Regierten ist zu groß geworden. Nur brauchen wir dann auch mehr eigenverantwortliches Denken und Tun an der Basis. Und das ist ein Bildungsproblem, das wir nicht mit dem Etikettenschwindel der NMS lösen können. Und "Krone", "Heute" und "Österreich" sind auch nicht hilfreich, wenn sie mehr als 50 % der österreichischen Gehirne prägen.

Antworten Gast: Tourist
26.06.2012 11:50
0 0

Keine Ahnung haben, hauptsache nur das Nachplappern, was man in den Medien vorgesagt bekommt

Selbst wenn alle suedeuropaeischen Laender den Euro verliessen, haette Deutschland immer noch das Problem zu niedriger Lohnstueckkosten.

Dann muessten immer noch Frankreich und einige andere Laender austreten. Und am Ende wuerden dann alle Laender um Deutschland abwerten und Deutschland haette wieder Leistungsbilanzdefizite sprich waere weniger wettbewerbsfaehig.

Welchen Sinn also diese ganze Euro Austreterei haben?!?!

Antworten Antworten Gast: Hardliner 1
26.06.2012 14:39
0 0

Re: Keine Ahnung haben, hauptsache nur das Nachplappern, was man in den Medien vorgesagt bekommt

Deutschland könnte aus der Währungsunion austreten und eine D-Mark II einführen. Diese Währung würde dann zunächst stark aufwerten, was zwar dem Export schadet, dem Import aber nutzt. Und der deutsche Import ist ja nicht gering.
Ohne den Euro hatte Österreich genausowenig Probleme wie Deutschland mit Schilöling und Mark. Erst durch das unsinnige Zusammenführen von Staaten mit öllig unterschiedlicher Wirtschaftskraft wurden die Euro-Probleme möglich.
Man kann ohne den Euro leben, wie Schweden, Dänemark, England oder außerhalb der EU die Schweiz und Norwegen beweisen.

Re: Rückkehr zur EWG

Der ESM ist eine tödliche Gefahr, die den Bürgern jedoch als Allheilmittel vermittelt wird. Dass der ESM die Bürger dazu zwingen wird, noch mehr Abgaben zu leisten, das wird verschwiegen. Es wird in dieser EU alles schöngeredet, um ja nicht die Wahrheit ans Licht zu bringen. Auf Deutsch, die Bürger werden hinters Licht geführt, sie werden von Brüssel und ihren eigenen Politikern betrogen und sie spannen's nicht, da man sie wohlweislich nicht genügend informiert hat. Brüssel erschleicht sich durch mangelhafte und oft auch bewusst falsche Infromationen das Wohlwollen der Bürger. Und Letztere wachen erst dann auf, wenn das Kind in den Brunnen gefallen und schon ersoffen ist. Daher zurück zur Wirtschaftsgemeinschaft mit eigenen, der Wirtschaftskraft des jeweiligen Landes entsprechenden Währungen. Die EU in ihrer jetzigen Form und der Euro sind gescheitert. Das Ablaufdatum der beiden ist bereits überschritten.

Und täglich grüße das ...

Es gehört zum Kernstück liberaler "Propaganda" uns einzubläuen, wir lebten in der besten aller möglichen Welten. Dieses Urteil stimmt nur bedingt und eigentlich nur aus utilitaristischer Sicht.

Thomas Sedlacek ("Die Ökonomie von Gut und Böse", 2009) formuliert es so: "Die quecksilbrige Unbeständigkeit unserer Zeit wird durch defizitäre Wirtschaften verschlimmert, die wir am liebsten stets am Rande der Überhitzung sehen würden. Wenn maximales Wachstum um jeden Preis der Imperativ unserer Zeit ist, können wir uns nicht ausruhen und auch keine Befriedigung erreichen. ..." Die derzeitige Krise habe laut Sedlacek die zu große Konsumparty auf Kredit zur Ursache.

Gesellschaftliche Stabilität entsteht dauerhaft nur, wenn ein philosophisch-geistiges Ordnungszentrum die enthemmten Liberalen und ihre Parties weltweit zügeln könnte. Von der Ressourchen- und Umweltproblematik dabei ganz zu schweigen.

Die Problematik, warum dies im Durchschnittsmenschen-Zeitalter so schwer zu erreichen ist, hat Eric Voegelin 1959 so beschrieben:
"Ich würde sagen, die größte Gefahr für eine lebensfähige Restauration europäischer geistiger Ordnung sind die
Massenkommunikationsmittel:
die Presse, der Rundfunk, das Fernsehen, die illustrierten Zeitschriften usw. Und zwar deshalb, weil sie – wie ein eiserner Vorhang –die Bevölkerung in der breiten Masse von allem, was geistige Problematik der westlichen Welt ist, abtrennen."

also zusammengefaßt...

Die Medien sind schuld?

P.S.: meines Erachtens ist das theoretischer Blödsinn. Wir leben im Web 2.0-Zeitalter, die News fliegen schneller um die Welt als Virgin Atlantic. Der "eiserne Vorhang" ist längst durchlässig wie ein Sieb.

Gast: Vernunftwende
26.06.2012 09:20
1 0

Ich will mich einmal als Optimist versuchen...

1. Die EU inkl. aller Nationalstaaten beschließen als strategisches Investitionsziel die Erreichung der Energietautarkie Europas. Dazu werden hohe Investionen in Effizienz, erneuerbare Energien, Wärmedämmung etc. getätigt die einerseits einen Boom in der Branche auslösen, andererseits konkrete Kosteneinsparungen in der Zukunft bringen. Österreich wird zum Plusenergieland.
2. Die EU beschliesst endlich die NATO abzulösen und investiert massiv in eine wirklich gemeinsame Rüstungspolitik mit dem Ziel ein defensiver globaler Player zu werden, es kommt zu einem Boom in der betreffenden Branche.
3. Es kommt zu einer Regulierung der Finanzmärkte, To big to fail-Banken werden zerschlagen. Die EU fokussiert ihre Deregulierungsbemühungen auf die Realwirtschaft, in Ö kommt die 15.000 € GmbH. Der Arbeitsmarkt wird zwar dereguliert, allerdings mit Vorbild Dänemark ("Flexicurity"), die Realwirtschaft erlebt eine unglaubliche Dynamisierung. Die Löhne steigen substantiell.
4. Es kommt bei gewissen Kompetenzen zu einer Re-Nationalisierung, dafür werden andere Kompetenzen nach Brüssel abgegeben. Das europäische Parlament wird zu einem echten Parlament.
5. Fortsetzung erwünscht....


Antworten Gast: Tourist
26.06.2012 09:59
0 0

5...

5. Die Voelker werden nicht durch Politik und Wirtschaft gegenseitig ausgespielt:

Zuerst werden die deutschen Arbeitnehmer ausgebeutet damit Deuschland mit Dumpingpreisen die Wirtschaften anderer Laender ruinieren kann.

Die Banken borgen diesen Laendern Geld, damit diese die deutschen Produkte kaufen koennen. Und wenn beide pleite sind, Banken und Laender, dann duerfen die Arbeitnehmer nochmal zahlen, mit der aberwitizgen Begruendung, man muesse ja die Griechen und Portugiesen retten, und nicht die Banken.


Re: Schwäbische Hausfrau, Neoliberale, ausgebeutete deutsche Arbeitnehmer ruinieren andere Volkswirtschaften

Lieber Tourist !
Ich habe mir Ihre diversen Äußerungen im Forum durchgelesen und finde es an der Zeit, dass Sie jetzt das machen, was Touristen irgendwann mal alle machen -
sie verlangen ihre Rechnung - bezahlen - und reisen dann wieder ab. Auf Wiedersehen im nächsten Jahr vielleicht.

Sie haben während Ihres Aufenthaltes in der Presse soviel Unsinn von sich gegeben - das steht Ihnen zu - jeder
hat halt seine Meinung - aber die haben auch andere - und die lautet : bitte abreisen und erzählen sie ihre Erkenntnisse bitte zuhause.

Wobei ich mich noch für die letzte These
von der der deutschen Arbeitssklaven welche mittels Dumpingpreisen andere Wirtschaften ruinieren - aufgrund Ihrer Skurilität bedanken muss - ich werde mir
erlauben diese These beispielhaft anderweitig zu verwenden.

Gute Reise Tourist - eventuell gehts ja weiter nach Deutschland - dort ist ja aufgrund neoliberaler Ausbeutung alles billig und wohlfeil - schöne Ferien auch weiterhin und Adieu.

0 0

das würde ich sofort unterstützen

Subsidaritätsprinzip konsequent einhalten

EU-Ebene:
gemeinsame Außenpolitik, Wehrpolitik, gemeinsame Rahmenbedingungen der Sozialpolitik und Steuerpolitik;

ein echtes Parlament, neben der Landessprache eine gemeinsame Sprache (Englisch)

Gast: Tourist
26.06.2012 08:04
0 0

Fuerchten muessen wir uns vor fantasielosen und untaetigen Politikern

Merkel: "Es gibt keine Patentloesung"

Das war ihr Ausspruch vor 2 Jahren. Damals war schon klar, dass sie abwarten und darauf hoffen wuerde, dass die Probleme von selbst verschwinden.

Ihre Aussage ist ja schon ein Widerspruch in sich. Den was heisst Patentloesung? Patentloesung heisst, man hat ein Problem, moeglischerweise eine Idee und arbeitet dann jahrelang an dessen Loesung.

Merkel hat aber genau dies ausgeschlossen, sie hat 2 Jahre nichts getan. Sie hat den angeblichen grossen Wurf bereits drei mal gelandet: jetzt fordert sie zum vierten mal eine Fiskalunion obwohl es schon drei davon gibt (Stabilitaetspakt, Fiskalpakt und Sixpack)!

Und die deutschen Medien verteitigen sie auch noch. Guenther Jauch meinte in seiner ARD Show: "Diese Probleme sind so hoch komplex, dass sie kaum einer versteht."

Ja die Probleme sind komplex, aber nicht so hochkomplex, dass sie niemand verstehen koennte. Die Politiker verstehen sie allerdings nicht (weil die meisten Juristen und keine Volkswirte sind), und weil sie an der Macht bleiben wollen hoeren sie nur auf das was ihnen die Berater empfehlen und ihren Machterhalt sichert, sprich nix tun und hoffen, dass es bis zu Merkels und Cos Wiederwahl nicht schlimmer kommt.

Macht ja auch fuer Merkel Sinn, denn in Deutschland laueft es momentan rund.

Aber die Zeit spielt gegen sie.
Wir warten Frau Merkel.

Contra

Fürchten muss man sich vor den aktiv tätigen Politikern Von jenen, die ernsthaft glauben, einen freien Markt ersetzen zu können, jene die selbst Preissignale (Zinsen, Löhne etc.) direkt verordnen.
Ein guter Politker ist jener, der nicht Mindestlöhne direkt festsetzt (wie Frankreichs Holland) sondern der Vorraussetzungen schafft, damit die Real-Löhne steigen können, und zwar von selbst.

Gast: radius
25.06.2012 22:46
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Wenn man einige Poster so hört, dann kommt einem das Grausen.

Danke, Herr Schellhorn, dass Sie immer wieder den Finger in die Wunder legen.

Re: Wenn man einige Poster so hört, dann kommt einem das Grausen.

Bin ganz ihrer Meinung, radius. Ich bewundere auch immer die Ausdauer von Hrn. Schellhorn, stets mit der gleichen Schärfe, Klarheit und Professionalität die Dinge beim Namen zu nennen und zu versuchen, den Leuten etwas Verstand beizubringen. Ich ergebe mich oft nur noch in Sarkasmus und lache die Leute aus, was natürlich auch nicht weiter führt.

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Fürchten muss man sich aber nur vor Politikern

Da gebe ich Ihnen natürlich recht, doch würde ich den Satz anders weiter führen.

Meine Angst vor Politikern ist deshalb da, weil ich noch selten eine Zeit erlebt habe, in der so beharrlich gelogen und verzerrt wurde wie es zur Zeit passiert.

Kaum ein Politiker, der Mann/Frau genug ist reinen Wein einzuschenken. Und solange diese Personen in ihrer Selbstlüge aufgehen, solange wird auch der Anlauf für den bevorstehenden Aufknall an der Mauer sein.

 
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