19.06.2013 00:32 Merkliste 0

Kärnten, die Hysterie und die Kindesweglegung

RAINER NOWAK (Die Presse)

Zur Trockenlegung der Kärntner Sümpfe braucht man keine Notmaßnahme der Regierung, sondern eine ernsthafte Justiz und (partei-)politische Konsequenzen.

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Peter Westenthaler, Paradefall für die absurde bis eigenwillige Personalrekrutierung Jörg Haiders, lieferte am Mittwoch die Wortmeldung des Tages. Er verteidigte seinen alten Mentor gegen „unbewiesene Unterstellungen“: „Das ist eine ganz miese Polithatz gegen Haider, der sich selbst nicht mehr wehren kann. Dreieinhalb Jahre nach seinem Tod putzen sich nun einige ihre schmutzigen Schuhe an Haider ab, nur, um von sich selbst abzulenken.“

Das ist putzig. Dass Jörg Haider sich und seinen Operettenhofstaat nur mittels eines zutiefst korrupten Systems finanzieren und aufrechterhalten konnte, ist de facto bewiesen. Und dennoch hat Westenthaler in einem Punkt recht: Die Versuche des abgetretenen ÖVP-Chefs Josef Martinz und der FPÖ Kärnten, dem verstorbenen Jörg Haider die gesamte Schuld zuzuschieben, sind so durchsichtig wie lächerlich. Alle Kärntner Politiker haben von dem System an illegaler Parteienfinanzierung und teilweiser persönlicher Bereicherung gewusst.

Die Spitzenleute der beiden Regierungsparteien dürften davon vermutlich – persönlich oder zumindest machtpolitisch – profitiert haben, allen voran Uwe Scheuch, in anderer Affäre in erster Instanz schon zu sieben Monaten bedingt verurteilt, und der amtierende Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Der spricht wiederum von „Menschenhatz“ gegen die Seinen und beweist, dass ihm jeglicher Sinn für die Realität abhandengekommen ist.

Die Reaktionen auf den Kärntner Dammbruch gleiten generell ins Hysterische ab. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter kann sich vorstellen, dass der Kärntner Landtag auf Antrag der Bundesregierung aufgelöst werde, wenn sich die örtlichen Freiheitlichen weiter weigern, Neuwahlen zuzustimmen. Diese Möglichkeit wurde in der Zweiten Republik noch nie angewandt – es handelt sich um einen Gesetzesparagrafen für einen staatspolitischen Notfall und würde eine Zweidrittelmehrheit im Bundesrat sowie den Sanktus des Bundespräsidenten voraussetzen. So wichtig ist Kärnten nicht. Wenigstens ist Josef Ostermayer, Staatssekretär im Kanzleramt, nüchtern genug, dies festzuhalten.

Die Kärntner Sumpflandschaften werden aber die Politik der Republik noch lange beschäftigen. Nur die völlige Trockenlegung mittels ernsthaft an Aufklärung interessierter Staatsanwaltschaft könnte jenes Vertrauen in die Justiz herstellen, über das heute, Freitag, die zuständige Ministerin Beatrix Karl bei einer Pressekonferenz plaudern will. Sie wird sich damit schwertun, so viel steht fest.

Dann wären da die politischen Implikationen: Schwarz-Blau, mögliche Alternative zur aktuellen Dauerkoalition oder zur in jeder Hinsicht akademischen Variante Rot-Grün, wurde dank der korrupten Kärntner wieder unwahrscheinlicher: Immer wenn in den vergangenen Jahren die Parteien zusammenarbeiteten, blieben nicht Reformen, sondern Affären im Gedächtnis haften. Dass heißt übrigens nicht, dass derlei Fälle in SPÖ-geführten oder anderen ÖVP-geführten Ländern nicht passieren würden. Sie dürften nur bis zum Schluss besser verschleiert worden sein oder aber – wie im Roten Wien – mittels Inseraten, Zuwendungen und Freundlichkeiten von und für eigene(n) Verlage(n) und befreundete(n) Medien – besser und unauffälliger organisiert sein.

Hat die ÖVP dank des rot-grünen Parkpickerls in Wien und Einsatzes der Präsenzdiener bei der Unwetterkatastrophe in der Steiermark wieder emotionale Themen gefunden, muss Michael Spindelegger nun schon wieder erklären, warum ausgerechnet in der Partei für Leistungsträger so viele in die eigene Tasche und/oder in die Parteikasse arbeiteten. Spindelegger, selbst integer, wird das Thema nicht mehr los.

Das Gleiche gilt für Heinz-Christian Strache, der Scheuch und Dörfler eine Rückkehr in die FPÖ-Familie ermöglicht hat und zu lange in führender Parteifunktion der orange-blauen Truppe war, um nicht über die Finanzierung der Haider-Welt Bescheid zu wissen. Der FPÖ-Chef geht natürlich auf Tauchstation und hofft, dass einmal mehr alles an ihm abprallt. Die Versöhnung mit den Kärntnern um Scheuch war Heinz-Christian Straches größter politischer Fehler. Zieht er keine Konsequenzen, beweist er: Entweder es fehlt ihm der Instinkt – oder das Rechtsgefühl. Oder beides.

 

E-Mails an: rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.07.2012)

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53 Kommentare
 
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Gast: Niederösterreicher
28.07.2012 16:20
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Von Nissel/Bgld lernen!

Nissel und die burgenländische SPÖ fordert die schonunglose Aufdeckung der "Pfründe" in der BEGAS, eines burgenländischen Landesunternehmens! Chupze! Mit dieser Forderung werden gleich 2 Fliegen mit einem Schlag getroffen: einerseits zeigt die burgenländsiche SPÖ, 1.) wie "sauber" sie ist und wie sie gegen die Großverdiener auftritt; keiner soll mehr verdienen als die burgenländische Landeshauptmann, ein gelernter Pflichtschullehrer! Nicht einmal ein Akademiker in einem Industriebetrieb; 2.) bei den Roten gibt es geradezu definitionsgemäß keine Skandale!

Kleiner Haken: 1) Der burgenländische LHptm. als Maß aller Dinge? Keiner ist tüchtiger und darf mehr verdienen? Offenbar eine kleine Selbstüberschätzung des Herrn LHptm...
2) und daß in einem Landesunternehmen ein LHptm. auf die Postenbestellung keinen Einfluß nimmt und auch nicht weiß, was ein "Protege" dann verdienen wird? Schon ein bißchen unglaubwürdig! Auf jedenfalls aber ein sehr publikumswirksamer "Schmäh"! Und für eine wirksame Verbreitung sorgt schon die "größte Medienorgel" unseres Landes, die sich bekanntlich in roten Handen befindet!

Wie gesagt: von den Roten kann man nur lernen!

Gast: gggggg
28.07.2012 15:48
0 0

´Die Reaktionen auf den Kärntner Dammbruch gleiten generell ins Hysterische ab.´

Also wenn da wer hysterisch ist, dann sind es u.a. auch Sie, Herr Nowak. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: gegen die jahrzehntelangen, institutionalisierten Sauereien der SPÖVP sind die ´Kärntner Dammbrüche´(und die Vergehen Haiders) lächerliche peanuts. Ohne dieselben auch nur im mindestens verharmlosen zu wollen: was sich ÖVP und SPÖ geleistet haben und nach wie vor leisten - ein unfaßbar unanständiges Feudalssystem - geht in die Milliarden, die an jene verteilt werden, die durch ihre stumpfsinnige Stimmabgabe für eine dieser beiden Parteien dieselben an der Macht halten. Um nichts anderes geht es. Sie weisen zwar durchaus auf die Wahrheit hin (´Dass heißt übrigens nicht, dass derlei Fälle in SPÖ-geführten oder anderen ÖVP-geführten Ländern nicht passieren würden. Sie dürften nur bis zum Schluss besser verschleiert worden sein oder aber – wie im Roten Wien – mittels Inseraten, Zuwendungen und Freundlichkeiten von und für eigene(n) Verlage(n) und befreundete(n) Medien – besser und unauffälliger organisiert sein.´ !!) tun aber dennoch so als sei Kärnten - und v.a. Haider - weit, weit schlimmer als die anderen. Das ist Schwachsinn. Der Realitätsverlust ist hier ganz auf Ihrer Seite, Hr. Nowak. (Nehmen Sie sich ein Beispiel an Ihrem Chefredakteur. Der beweist weit mehr Durchblick, Objektivität, und Realitätssinn.)

Gast: auch ein Gast
27.07.2012 21:36
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der gute Haider

hat sich als Landeshauptmann sehr schnell in den korrupten Politsumpf Österreichs integriert. Den Sumpf angelegt haben jedoch die ewigen Koalitionspartner SPÖVP mit ihren Vorfeldorganisationen, den Kammern und Bünden. Österreich wurde "brüderlich" aufgeteilt und die Mafia wurde offenbar zum Vorbild.

Gast: Buchwurm7
27.07.2012 16:35
0 1

Haider: Eine große (Ent-)Täuschung für viele Menschen

Es tut weh, wenn Illusionen wie Seifenblasen zerplatzen: Jörg Haider und seine Partei "des Anstands"

Gast: beim stand der dinge...
27.07.2012 14:22
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„Das ist eine ganz miese Polithatz gegen Haider, der sich selbst nicht mehr wehren kann. Dreieinhalb Jahre nach seinem Tod putzen sich nun einige ihre schmutzigen Schuhe an Haider ab, nur, um von sich selbst abzulenken.“

und sowas sitzt bei uns im "nationarat" als abgeordneter???????

Gast: Kurti
27.07.2012 11:38
5 2

Die einzige Regierung, die die Staatsschulden halbwegs reduziert hat, war die Schwarz-Blaue

http://www.statistik.at/web_de/statistiken/volkswirtschaftliche_gesamtrechnungen/bruttoinlandsprodukt_und_hauptaggregate/jahresdaten/019505.html

Verschuldung relativ zum BIP:
Kreisky: von ca 10% auf 43.5%
Sinowatz: von 43.5% auf 52.4%
Vranitzky: von 52,4% auf 64,1%
Klima: von 64.1% auf 66.2%
Schüssel: von 66.2% auf 60.2% dh -6% !!!!
Gusenbauer: 60.2% auf 63.8%
Faymann: von 63.8% auf 72.4%

Korruption gibt's überall, besonders auch bei der SPÖ. Der wesentliche Unterschied ist, dass die SPÖ-Regierungen als Bonus noch den Staatsbankrott dazulegen.

Schwarz-Blau erwirtschaftet wenigstens noch den Kuchen, der durch Korruption leider teilweise angefressen wird. Bei Rot-Grün gibt's gleich gar keinen Kuchen mehr!

Antworten Gast: Koalitionserrinnerung
28.07.2012 20:02
0 0

Re: Die einzige Regierung, die die Staatsschulden halbwegs reduziert hat, war die Schwarz-Blaue

Kreisky: Rot mit blauer Duldung, dann rot
Sinowatz: Rot Blau ?
Vranitzky: Rot schwarz
Klima: rot schwarz
schüssel: schwarz blau orange , wie ein chameleon halt
gusenbauer: rot schwarz
faymann: weltwirtschaftskrise, schuldenanstieg unter schwarzem Finanzminister, WAHRSCHEINLICH AUSSER FÜR EINÄUGIGE UNVERMEIDLICH.

Den Kuchen erwirtschaften die betriebe, nicht die regierung oder die beamten oder die pensionisten, obwohl deren leistungen sicher toll sind.

Antworten Gast: Zahlen zahlen
27.07.2012 16:56
1 0

Darauf können die Österreicher stolz sein

Die Steuerzahler haben unter Schüssel nicht nur mittels höchster Steuersätze und Verkaufs von Staatseigentum minus 6 Prozent erreicht, nein, sie haben auch noch den ganzen Korruptionssumpf finanziert.

Mit den Geldern aus dem Korruptionssumpf wären wir auf mindestens -10 Prozent. Ich bin stolz auf mich.

Antworten Gast: Heimat
27.07.2012 14:57
2 2

Re: Die einzige Regierung, die die Staatsschulden halbwegs reduziert hat, war die Schwarz-Blaue

Es ist schon intressant, jetzt wo die Eiterbeule Korruption jetzt so richtig aufbricht, schreiben sie irgendwas von roten Schulden. Was soll das?! PS. Bin kein Roter oder Grüner! Sondern, der einmal an Haider u. Schüssel geglaubt hat!!!

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warum

bleiben Politiker von Leuten die in Kinos und Schulen eindringen, verschont?

Antworten Gast: einBeobachter
27.07.2012 17:50
0 0

Re: warum

Eine WIRKLICH gute Frage.
Möglicherweise, weil sie sich gar nicht unter das "gemeine" Volk mischen.

Gast: HelleOlga
27.07.2012 10:39
2 3

Spindelegger, selbst integer - na woher denn !?!

Ist derselbe Saubauer wie seine oberkorrupte Bande:

http://derstandard.at/1302745477982/Die-Munitionsaffaere-aus-dem-Archiv?seite=2

Gast: kimom
27.07.2012 10:33
6 1

Wie RN bei seinem Kommentar ausgerechnet diesen Staatssekretär zitieren kann, der "Millionen für den Werner" von Staatsbetrieben gefordert haben soll, entbehrt nicht einer Absurdität und Komik, zeigt aber auch

worin die Unterschiede zw. Kärnten und Wien liegen. Es macht die Distanz, die seit jeher für den Anderen einen schärferen Blick hat, während man sich an die vermieften Zuständen in der Nähe gewöhnt hat. Der entfernte Verwandte aber picobello dastehen muss und seines inszeniert wird wie am Hof des Sonnenkönigs zu Versailles.

Die Dreistigkeit, wie in Kärnten mit öff. Geldern umgegangen wurde, ist aber in nichts größer als in Wien, wo Millionen von Staatsbetrieben zur Werbung eines Ministers gefordert werden oder wo eine Partei öff. Aufträge an Unternehmen vergibt, an denen sie beteiligt ist etc etc.

Der Unterschied hat teils gesetzl. Ursachen, liegt teils in der Vorgehensweise der Justiz und teils in der medialen Inszenierung und dies macht erst ein "System" aus, während das "System Haider" offensichtlich keines war, andernfalls alles so konstruiert, dass auch genug Einfluss in Justiz und Medien vorhanden wäre.

Das "System" ist also andernorts, dort, wo "Genossen" für die Justiz gefordert werden und keiner fragt, warum Richter oder Staatsanwälte ausgerechnet "Genossen" sein sollen, oder wo parteipol. Wahlkampfleiter bzw. Parteinahe ohne jede Scham im Staatsfunk einen Posten in der Nachrichtenredaktion übernehmen und keiner daran Anstoß nimmt, dass dies möglich und auch realisiert wird.

All dies ist "System", weil es allumfassend ist, sich aber mit Demokratie, wo Trennung und Transparenz zu herrschen hat, absolut nicht verträgt!

Nicht dass ich die SPÖ, schon gar nicht die Wiener SPÖ, bei irgendetwas verteidigen will, aber

alleine das Hypo-Debakel und dass für diesen Selbstbedienungsladen der Kärntner Politik alleine 19 Milliarden Euro an Haftungen eingegangen wurden, ist einmalig!

Alleine die Hypo-Haftungen, wenn sie schlagend geworden wären, hätte 2008 Österreich in die Katastrophe führen können.

Und der Verkauf an die Bayern LB hat an den Haftungen ja nichts geändert, weswegen die Verhandlungsposition von Pröll bzw. des Finanzministeriums mit Bayern miserabel war.

Einmal abgesehen davon, dass sich die GRAWE und deren Eigentümer billigst aus dem von ihnen mitverantwortenden Debakel verabschiedeten.

Jetzt kann man sagen, dass Haider & seine Vasallenparteien immer Mitspieler hatte: Richtig die ÖVP & SPÖ stehen für ihre jeweiligen Koalitionen mit in der Schuld.

Zurück zum Wiener SP Vergleich: Auch dortige Skandale, mir als Nicht-Wiener fällt einmal der Pratervorplatz auf die Schnelle ein, gehören natürlich gleich rigoros aufgeklärt und geahndet.

Zurück zu Kärnten: Ändert ja bitte alles nichts daran, dass die Haider-Erben dieses Land in den Abgrund geführt haben; und die politische Verantwortung eindeutig zuzuordnen ist und deswegen zu Neuwahlen führen muss.

Dass es das nicht tut, hat mit der überall und in allen Parteien vorherrschenden inexistenten Rücktrittskultur zu tun: Dabei geht es um politische Verantwortung und Moral, die viel enger als die Buchstaben des Strafgesetzbuch zu sein hat.

Nur nicht in Kärnten und in Österreich.

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Man braucht kein Jurist oder Rechtsgelehrter sein um zu erkennen, dass in unserem Staate etwas schief läuft!


Als Normalbürger verstehe ich unter Justiz ganz einfach all jene Institutionen, welche den Bürger schützen und ihm insbesondere zu seinem Recht verhelfen sollen.
Im Zuge dessen aber auch den Rechtsbrecher einer gerechten Strafe zuführen.

Beobachtet man nun, als am Rande stehender und machtloser Bürger, diesen seit Jahren tobenden juristisch – politischen Hick-Hack gewinnt man unweigerlich den Eindruck, dass mann/frau mit dieser Ansicht wohl nicht ganz richtig liegt.

Also meine lieben Justitiare, entweder sind diese ganzen Anschuldigungen aus der Luft gegriffen, dann schließt die Akten und lasst sie laufen, oder aber es ist was dran, dann macht’s endlich Nägel mit Köpfen. Aber hört bitte auf das gemeine Volk für dumm zu verkaufen.

Lösungsvorschlag eines Laien am Rande: Die Anklage mit der Verteidigung austauschen bzw. vertauschen.

Wenn im Durchschnitt so viele Normalbürger mit dem Gesetz in Konflikt sein würden
(sprich ein Verfahren anhängig, angeklagt oder verurteilt) wie dies bei den Politikern der Fall ist, dann würde man uns wahrscheinlich als ein Volk von Kriminellen bezeichnen.
Wie lange werden die Politiker noch brauchen bis man sie - wie an Biertischen längst üblich - pauschal als Kriminelle bezeichnet.

Gast: Heinz Uwe
27.07.2012 09:20
0 0

Die dritte Möglichkeit:

Er ist mitfinanziert worden.

Unerklärlich

Wenn die Bundesregierung nicht von ihrem Antragsrecht auf Auflösung des Kärntner Landtags gebrauch macht, macht sie sich an dem Desaster gleichermaßen mitschuldig.

Diese Regelung wurde von den Schöpfern EXAKT für solche Fälle geschaffen - wenn ein Bundesland so dermaßen vor die Hunde geht und Neuwahlen verweigert werden.

Was bitte braucht es noch?

Wann wird endlich

die Gedenkstätte für Dr.Jörg Heiderin Lambichl geräumt,denn dieser Kerzerlpark ist eine ständige Gefahr für die Verkehrssicherheit,denn Autofahrer bremsen plötzlich ab,um anscheinend vom Auto aus die angezündeten Kerzalan zu zählen?

Er hat eine Grabstätte mit Urne im Bärental und dort ist genug Platz für Kerzalan und Fan-Tourismus.

Re: Wann wird endlich

Was ist das Gute im Schlechten?

Na, dass Hunde, die dort regelmäßig das Haxerl bei den vielen Kerzen heben, sich hinterher anscheinend sehr erleichtert fühlen.

nowak kann es nicht vermeiden,

wenn auch nur in einem nebensatz ein "alle sind so mies" einzuflechten. die roten machen es halt "besser und unauffälliger".

mal abgesehen davon, dass solche aussagen die sache von parteisekretären sind (sieht nowak schon einen karrieresprung und sich schon in einer schwarzen oder braunen parteizentrale sitzen???) und in einer angeblichen qualitätszeitung OHNE fakten nichts zu suchen haben: wenn schon alle gangster sind, dann gibt es dennoch grausliche typen und gentlemenverbrecher.
wenn man sich schon für verbrecher entscheiden muss, dann für jene, die ein bisserl "besser und unauffälliger " agieren - das wollten sie uns doch damit sagen, herr nowak. ODER???

Antworten Gast: Ollala
27.07.2012 10:04
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Re: nowak kann es nicht vermeiden,

Da scheint einer Angst zu haben, dass im Roten Wien mal genau hingeschaut wird inclusive der Inseraten unseres Herrn Bundeskanzlers.

Re: Re: nowak kann es nicht vermeiden,

proletenargumentation!

@strache "Zieht er keine Konsequenzen, beweist er: Entweder es fehlt ihm der Instinkt – oder das Rechtsgefühl. Oder beides."

seine "tacuhstation" könnte aber auch folgenden grund haben: er kriecht deshalb am boden und ist ganz, ganz still, weil er den zettel sucht, auf dem ihm kickl seine 'argumente' aufgeschrieben hat.

was ich mich frage: wenn ihm dieser zettel fehlt - warum greift er nicht auf altbewährtes zurück, und faselt von pogromartigen zuständen, denen seine parteifreunde in kärnten ausgesetzt sind und die natürlich ihren ausgang in der linkslinken medienhetze haben....????

Bin gespannt,was der

"Petzi" als Zeuge aussagen wird?

Hatte ja auch Insiderwissen bei diesem Deal. Möglicherweise stammen einige anonyme Infos an die Staatsanwaltschaft von ihm?

Würde er auspacken,dann würden seine Sympathie-Werte in der Öffentlichkeit sicher steigen.

"Nur die völlige Trockenlegung mittels ernsthaft an Aufklärung interessierter Staatsanwaltschaft könnte jenes Vertrauen in die Justiz herstellen"

da sollte aber hilfe von aussen kommen.

ich möchte nicht die ganze kärntner justiz pauschal verdammen. doch mit haider-fans durchsetzt ist sie genau so wie die kärntner bevölkerung (also rund jeder dritte stA/richter/sonstiger aus der justiz betet ihn nach wie vor an).
ein hinweis auf die problematische stellung von juristen ist die ex-anwältin von martinz, die mittlerweile wegen ihrer verwicklung in die sache ihr mandat zurückgelegt hat und untergetaucht ist.

also:
entweder "das recht" hat einen glückstag und bei der juristischen aufarbeitung kommen weder tatsächlich noch ideoligisch in die sache verwickelte leute zum zug.
oder "dem recht" wird vorausschauend geholfen, indem all diese untersuchungen usw zb von graz aus gemacht werden. (sorry liebe kärntner StA und richter: zuviele von euch hängen da mit drin. es sollte zwar keine pauschalurteile geben. aber auch keine pauschalfreisprüche für euch und eure kollegen!)

"..Das ist putzig."

naja, westenthalers sicht der dinge ist weniger putzig sondern mehr 'crazy'. der autor zieht eh diese schlussfolgerungen.

dennoch darf man nicht vergessen, dass westenthaler nicht ohne grund nr-abgeordneter ist. er vertritt tatsächlich bürger! und ein anteil der sicher größer ist als für ein nr-mandat nötig, glaubt FEST an solche "putzige" wahrheiten.

auch ein dörfler "spricht wiederum von „Menschenhatz“ gegen die Seinen und beweist, dass ihm jeglicher Sinn für die Realität abhandengekommen ist." auch er ist nicht übergeschnappt, sondern er greift nach einem strohhalm: er weiss nämlich, dass es in kärnten leute gibt, die GENAU DAS glauben. es sind zwar nicht mehr soviele wie bei der letzten landtagswahl, doch solche deppen laufen nach wie vor herum: in kärnten und in ö. und diese leute haben genau dasselbe gewicht bei wahlen wie alle anderen auch!
(abweichend vom thema: das ist der grund für meine skepsis gegen direkte demokratie. die aktuell zwischengeschaltete repräsentantenebene ist zwar (siehe aktuelle ereignisse) auch nicht das gelbe vom ei. doch einiges wird schon gedämpft, was andernfalls eine durchgeknallte minderheit evtl durchbringen würde)

 
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