18.05.2013 20:07 Merkliste 0

Keine falsche Scham

Ulrike Weiser (Die Presse)

Die Debatte über Beschneidung sollte nicht als »unwichtig« abgetan werden. Zu einer ehrlichen Diskussion gehört aber auch, dass Kritiker über ihre Motive nachdenken.

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Wann braucht es eine öffentliche Debatte über rituelle Beschneidung? Wann, wenn nicht jetzt? Wenn Spitäler aus Angst vor dem Rechtsrisiko einen OP-Stopp verhängen. Wenn Vertreter von vier Religionen wegen allgemeiner Verunsicherung eine offizielle Erklärung der Regierung fordern.

Allein: Die heimischen Spitzenpolitiker sehen keinen Diskussionsbedarf. Das sei „nicht wichtig“, sagt der Gesundheitsminister. Da gebe es nichts klarzustellen, heißt es aus dem Justizministerium (dort sollte man sich fragen, warum seine Versicherung, der Eingriff sei straflos, den Betroffenen nicht genügt). Dass das Terrain heikel ist, zeigt nicht zuletzt, dass sich weder Bundespräsident noch Integrationsstaatssekretär näher äußert. Die sagen sonst zu fast allem etwas.

Die politische Scham findet ihren Widerhall in einer legistisch geschickten Lösung: Die Straflosigkeit der religiös motivierten Beschneidung von Kindern ergibt sich nur implizit, eine ausdrückliche gesetzliche Erlaubnis (in der man etwa Qualitätskriterien festlegen könnte) fehlt. Denn so einer Regelung würden Fragen vorangehen, die offenbar keiner stellen will: Wann ist Religionsfreiheit mehr wert als körperliche Unversehrtheit? Oder: Wie verhält sich das Recht der Eltern, Kinder so zu prägen, wie sie es für richtig halten, gegenüber einem modernen kindlichen Selbstbestimmungsrecht? Man muss wahrlich kein Antisemit oder Islamfeind sein, um darüber nachzudenken.

Deshalb Ja zur Debatte, aber auch Ja zur Kritik an ihrem bisherigen Verlauf: Denn warum die Frage der Kinderrechte auf Religion reduziert wird, darf man hinterfragen. Immerhin fällen Eltern täglich Entscheidungen, die für Kinder auch körperliche Langzeitfolgen haben, gute wie schlechte. Skurrile Ernährungsvorschriften, Passivrauchen, extremer Sport: Die Liste der Dinge, die Eltern Kindern zumuten, ist lang.

Dennoch ist uns die ambivalente elterliche Freiheit lieber als ihr Gegenteil – die Omnipräsenz des Staates im Kinderzimmer. Die Grenze der Freiheit ist jedoch die Gefahr für das Kind. Besteht diese bei der Beschneidung? Zwar handelt es sich um eine OP (mit Risiko), die aber keinen gesundheitlichen Schaden verursacht. Zumindest lautet so bisher die landläufige Prämisse. Sollte sie mit Studien widerlegt werden, wäre ein Verbot jedoch tatsächlich Gebot.

Geht man aber hier und nun davon aus, dass dem Kind bei sachgemäßer Durchführung kein Schaden zugefügt wird, stehen sich nicht Kinder- und Elternrechte gegenüber, sondern Menschen, für die religiöse Regeln zentral zur Identität gehören, und eine, wie das so hübsch heißt, „religiös unmusikalische“ Gesellschaft.

Für diese ergeben solche Regeln einfach keinen Sinn. Anders als etwa die Weltsicht von Impfgegnern, die man, auch wenn man sie nicht teilt, rational nachvollziehen kann. Bekämen Juden und Muslime mehr Verständnis, würden sie Hygiene oder gar bessere Sexualität als Grund für die Beschneidung angeben? Kann sein. Aber soll das tatsächlich ihr Problem sein? Hoffentlich nicht.



ulrike.weiser@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.07.2012)

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70 Kommentare
 
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Abgrenzungsfrage

Wie bei vielem, haben wir es mit einem Abgrenzungsproblem zu tun. Menschenopfer würden unter dem Vorwand der Religionsfreiheit wohl kaum toleriert. Aber wie viel (verzichtbare?) Haut darf einem Gott geopfert werden?

"...dass sich weder Bundespräsident noch Integrationsstaatssekretär näher äußert."

es mag im presse kommentatoren-team üblich sein, dass sich leute zu wort melden, die weder eine ahnung von der sache haben noch sonstwie kompetent sind.
aber frau oberschlau weiser: könnten sie vielleicht mal erklären, warum ein BP oder ein integrationsstaatssekretär ihren senf dazugeben sollten?
die sind weder presse-kommentatoren noch sollten sie den job von witzfiguren machen!

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Re: "...dass sich weder Bundespräsident noch Integrationsstaatssekretär näher äußert."

Mon Colonel !

Wenn die Vertreter der vier führenden Religionsbekenntnisse dieser Republik in die Öffentlichkeit treten und von der Bundesregierung eine verbindliche Erklärung des Inhalts verlangen, dass in Hinkunft gesichert werde, dass schwere Körperverletzung, so sie von konfessionellen Funktionären bzw. deren Hilfsorganen begangen worden ist, rechtlich nicht als ebensolche zu qualifizieren sei - dann, sehr geehrter Herr Kamerad, darf schon an unseren allseits hochverehrten Herrn Bundespräsidenten (und Ihren und meinen Oberbefehlshaber) die Zumutung gestellt werden, für eine kurze Weile seine aufopferungsvolle Tätigkeit als Vizepräsident (oder mittlerweile Präsident) der Österreichisch-Nordkoreanischen Freundschaftsgesellschaft zu unterbrechen, und wenigstens ebensokurz wie er der Prüfung des ESM oblag sich dem ferneren Schicksal sowohl der betroffenen Kinder als auch der beschworenen österreichischen Rechtsstaatlichkeit zu widmen.

Respekt, Herr Oberst.

P. s.: . . . . und a propos "frau oberschlau weiser" - das wollen wir überhört/-lesen haben, nicht wahr, Herr sozusagen . . . . Oberst. Ich bin sonst nicht gesonnen, das Anflegeln von Frauen in meiner Gegenwart so ohne weiteres hinzunehmen - auch nicht virtuell. Bitte, sagen Sie das in der Löwelstraße weiter.


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Re: Re: "...dass sich weder Bundespräsident noch Integrationsstaatssekretär näher äußert."

An den
Nachtdienst der online-Redaktion

Ich versuche schon seit mehreren Stunden immer wieder, eine kurze Korrektur zum Text ins Netz zu stellen. Nehme an, es gibt eine technische Störung. Wenn "die Leitung wieder frei" ist, bitte ich Sie - falls für Sie technisch machbar - nur das letzte der Korrekturpostings durchzulassen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Zenzine
31.07.2012 06:25
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Re: Re: Re: "...dass sich weder Bundespräsident noch Integrationsstaatssekretär näher äußert."

Es gibt keinen Nachtdienst. Das erklärt, wieso die Kommentare erst morgens online sind.

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Re: Re: Re: Re: "...dass sich weder Bundespräsident noch Integrationsstaatssekretär näher äußert."

Ich danke Ihnen für die Ínformation. Sie erspart viel Ärger und Unruhe.

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Re: Re: "...dass sich weder Bundespräsident noch Integrationsstaatssekretär näher äußert."

(korr.:) In der fünften Zeile von oben ist "schwere" vor "Körperverletzung" zu streichen.

"Einfache"Körperverletzung eines 8 Tage alten Kindes als Anlass für ein Familienfest ist arg genug.

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Re: Re: "...dass sich weder Bundespräsident noch Integrationsstaatssekretär näher äußert."

Und noch etwas - denn hier muss immer wieder von neuem in Erinnerung gerufen und präzisiert werden, denn es besteht die beträchtliche Tendenz, vom eigentlichen Thema abgezogen zu werden:

Es geht um einen ganz konkreten Fall, und um ein ganz konkretes ("Skandal"-) Urteil, sowie die Auswirkungen auf unsere weitere Judikatur.

Es geht um den Fall eines ganz konkreten vierjährigen (muslimischen) Buben, der mit schweren Blutungen von seiner Mutter ins Spital gebracht worden war (und dessen Mutter dort sogar zunächst angegeben hat, dass die Beschneidung gegen ihren erklärten Willen erfolgt sei). Und es geht ferner um den Freispruch des (muslimischen) Arztes in erster, sowie um seine Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung (mit Nachsicht der Straffolgen) in zweiter Instanz.

Und da (und somit beim "Skandal") halten wir nun.

keine sorge...

... das thema poppt sowieso bald wieder auf wenn die beschneidung zur kostenfrage wird und wie solidarisch die allgemeinheit gewisse, nicht medizinisch motivierte faible, der eltern mitzufinanzieren hat.

Re: keine sorge...

bitte schließen sie nicht von sich auf andere!

SIE mögen sich ja medizinisch nicht notwendige dinge von der allgemeinheit finanzieren lassen.
doch wer in eine ambulanz kommt, um sein kind beschneiden zu lassen, zahlt dafür 300 euro. bar oder kreditkarte.

Gast: Rational
29.07.2012 14:36
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was ist an Impfgegnern rational?

Wenn Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen, setzen sie sie der Gefahr von Infektionskrankheiten mit schweren Folgen bis hin zum Tod aus. Was, sehr geehrte Frau Weiser, ist daran fuer Sie, wie Sie schreiben, rational nachvollziehbar?

Re: was ist an Impfgegnern rational?

z.B. dass es keine gesicherten positiven Wirkungsnachweise von Impfungen gibt, Negativbeispiele aber genug.

Auch an Impfungen kann man sterben.

Man kann an Krankheiten sterben, vor denen man sich durch Impfungen schützen kann. Und man kann an genau diesen Impfungen sterben. Für beides gibt es Todesraten, die nicht immer so klar auseinander liegen, dass eine Entscheidung eindeutig wäre.

Man nehme die Zeckenimpfung. Jedes Jahr stirbt etwa eine Person in Österreich an der Zeckenimpfung. Und ein paar Personen erkranken schwer an der FSME, eventuell sterben ein oder zwei Personen. Ist es dann eindeutig, seine Kinder impfen zu lassen, wenn man sich den Großteil des Jahres in der Stadt aufhält? Und nicht in Hochrisiko-Gebieten Urlaub macht? Diese Frage ist nicht so eindeutig zu beantworten...

Antworten Gast: super
29.07.2012 15:58
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Re: was ist an Impfgegnern rational?

sie infizieren ein baby bei einer impfung mit 6 - 12 schweren krankheiten. die impfschäden gehen bis ein das erbgut.
ich denke, dass sie null ahnung von diesem "segen der menschheit" und deren nebenwirkungen haben...

Antworten Antworten Gast: Konservativer
30.07.2012 08:35
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Re: Re: was ist an Impfgegnern rational?

"sie infizieren ein baby bei einer impfung mit 6 - 12 schweren krankheiten. die impfschäden gehen bis ein das erbgut."

Das ist eine nette frei erfundene Fantasiegeschichte. Doch nun wieder zurück zur Realität.

Antworten Antworten Antworten Gast: ganauaber
30.07.2012 11:07
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Re: Re: Re: was ist an Impfgegnern rational?

Das stimmt - aber nur, um die weißen Blutkörperchen im Übung zu halten. Die schalfen, die Keime, sind also ungefährlich. Die weißen Blutkörperchen können außerdem gut mit ihnen umgehen und halten sie in schach.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: super
30.07.2012 13:58
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Re: Re: Re: Re: was ist an Impfgegnern rational?


kein problem. geht nur weiterhin zum onkel doktor, wenn euch etwas fehlt. fresst die tabletten, die euch die pharmaindustrie verkaufen und glaubt daran, dass beide nur euer bestes wollen...

Antworten Antworten Gast: Rational
29.07.2012 20:03
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Re: Re: was ist an Impfgegnern rational?

was Sie hier behaupten ist unrichtig und entbehrt jeder faktischen Grundlage - ein gutes Beispiel von Impfgegnerschaft, die rational nicht nachvollziehbar ist.

Re: was ist an Impfgegnern rational?

präsident carter liess tausende gegen sweinflu impfen...nach etwa 200 todesopfern wurde die aktion eingestellt

Antworten Antworten Gast: Konservativer
30.07.2012 08:37
1 1

Re: Re: was ist an Impfgegnern rational?

Tolles Argument gegen Impfungen.

Im Straßenverkehr sterben nach WHO-Schätzungen ca. 1 Million Menschen jährlich.

"Verbietet Autos, denn die sind böse und machen Aua."

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Re: Re: Re: was ist an Impfgegnern rational?

Wenn ´s wahr ist, dann sind 200 Tote auf Grund einer Impfkampagne allerdings ein "Tolles Argument gegen Impfungen !" . . . . Es sollte sogar einen derart imponierenden Härtling wie Sie überzeugen !

Antworten Antworten Gast: Rational
29.07.2012 20:08
2 0

Re: Re: was ist an Impfgegnern rational?

auch das ist unrichtig. Ein Zusammenhang mit dem Guillain Barre Syndrom (GBS) nach der Impfung gegen die sogenannte Schweinegrippe wurde damals vermutet, aber ein signifikanter Zusammenhang wurde nie nachgewiesen. Seit damals werden alle Impfungen, speziell Influenza Impfungen nach einer Haeufung von GBS genau nachkontrolliert und es ist nie so ein Zusammenhang gefunden worden.

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Re: Re: Re: was ist an Impfgegnern rational?

Sehr geehrter Herr Rational !

Bitte, erinnern Sie sich daran, worum es hier geht: nämlich um die Frage, ob es rational nachvollziehbar sei, dass sich Eltern sträuben Ihre Kinder unter den von Ihnen selbst geschilderten Umständen impfen zu lassen !

Also:

1) Es gibt eine Impfkampagne gegen Schweinegrippe

2) Es gibt massíve Folgeerscheinungen, 200 Tote werden (von Ihnen unwiedersprochen) genannt

3) Sie selbst sagen, die Wissenschaft vermutet zunächst einen Zusammenhang mit dem XYZ-Syndrom, was weitere Forschungen nach sich zieht

4) Es wird festgestellt, dass besagte Folgeerscheinungen auch nach Grippeimpfungen aufträten, weshalb seit damals auch hinter Grippeimpfungen hinterhergeforscht werde

5) Es sei aber bis dato kein kausaler Zusammenhang gefunden worden.

Und Sie meinen tatsächlich, unter solchen hanebüchenen Begleitumständen sollen verantwortungsvolle Eltern impfen lassen ?!

Lesen Sie, bitte, Ihr eigenes Posting noch einmal durch !

Haben Sie Kinder, Herr Rational ?

Die Eltern sollen schon einmal drauflos impfen lassen, denn die (selber zweifelnde !) Wissensachaft wird nach ein paar Jahren schon feststellen, dass kein Zusammenhang besteht . . . . ? ? ?

Sagen Sie einmal ehrlich - was verstehen Sie unter "rational" ?

4) Ihrer


juristisch regeln?

Ich gratuliere schon jetzt jedem Juristen, der dieses Problem legal korrekt und praktikabel formulieren kann. Ohne gleich die "weibliche Genitalverstümmelung" (wieso ist die männliche so klar keine?) wieder zu erlauben. Ohne Diskriminierung von Männern und Frauen.

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Re: juristisch regeln?

Zweierlei wäre auf jeden Fall vorher vonnöten:

1) Die aufrechte Verbindlichkeit der behaupteten vertraglichen Verpflichtung einwandfrei beweisen zu lassen. Die betreffende Passage im Text lautet:

"Jedes Knäblein, wenn ´s acht Tage ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen . . . . Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, dann wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat".
(1. Mose, 17)

2) Es wird nichts anderes übrig bleiben, als den Vertragspartner, wenn schon nicht wegen gefährlicher Drohung als Beschuldigten (wogegen realistischerweise wohl sein exterritorialer Status sprechen wird), so doch versuchsweise als Zeugen vorzuladen.

Sollte der Adressat nicht eruierbar sein, so könnte man das Vorschieben seiner angeblichen Existenz zunächst einmal als Schutzbehauptung ansehen.

Ist nur so ein Vorschlag. Was sagt ein Jurist dazu ?

Gast: Gast AO
29.07.2012 10:32
11 0

@ „Zu einer ehrlichen Diskussion gehört aber auch, dass Kritiker über ihre Motive nachdenken.“


Zu einer ehrlichen Diskussion gehört aber auch, dass BEFÜHRWORTER über ihre Motive nachdenken.


 
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