21.05.2013 02:50 Merkliste 0

Wir bekommen die Migranten, die in unser Klischee passen

CHRISTOPH SCHWARZ (Die Presse)

Österreich hinkt im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe hinterher. Verwundern darf das nicht.

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Eines der wohl größten Probleme der österreichischen Zuwanderungspolitik lässt sich in nur einem Satz treffsicher zusammenfassen: Die Migranten, die wir auf dem Arbeitsmarkt brauchen, bekommen wir nicht – und die Migranten, die wir bekommen, brauchen wir auf dem Arbeitsmarkt nicht. Oder zumindest nur zum Teil.

Um der Aussage zuzustimmen, muss man weder Populist noch xenophob sein. Es reicht, das vorliegende Zahlenmaterial zu sichten: Der größte Teil der Akademiker aus dem Nicht-EU-Raum, die ihr Studium in Österreich absolviert haben, verlässt das Land so rasch wie möglich wieder. So haben im Studienjahr 2010/11 zwar knapp 1300 Drittstaatenangehörige hier ein Studium abgeschlossen – allerdings beantragten seit Juli 2011 nur 222 jene Rot-Weiß-Rot-Card, die den Verbleib im Land sichert. Wie es sich mit den rund 50.000 EU-Bürgern, die an österreichischen Unis studieren, verhält, weiß die Statistik aufgrund der Niederlassungsfreiheit nicht. Als Gradmesser können aber jene Zahlen dienen, die für die Ärztebedarfsstudie an den Med-Unis erhoben wurden: Zwei Drittel der ausländischen Medizinstudenten verlassen Österreich nach Ende ihrer Ausbildung.

Österreich erlebt damit das, was man in universitären Kreisen „asymmetrische Mobilität“ nennt: Aufgrund niedriger Zugangshürden zum Studium – kaum Beschränkungen, keine Uni-Gebühr – wählen viele Österreich als Studienort. Nachdem die sich – auf Staatskosten – ausbilden ließen, verlassen sie das Land wieder. Im Wettbewerb um die besten Köpfe kann Österreich nicht mithalten.

Im Gegenzug verfügt ein großer Teil jener Zuwanderer, die dauerhaft im Land bleiben, über erschreckend niedrige Bildung. So hatten im Jahr 2011 laut Integrationsbericht des Innenministeriums ganze 31 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund lediglich einen Pflichtschulabschluss. In der österreichischen Bevölkerung liegt dieser Wert bei 13 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil der wenig Gebildeten unter den Türken (61 Prozent nur Pflichtschulabschluss) sowie bei Migranten aus dem ehemaligen Jugoslawien (37 Prozent). Migranten aus EU-Staaten verfügen zwar über eine überdurchschnittlich hohe Bildung – sie sind aber leider in der Minderzahl. Keine sonderlich gute Ausgangslage für ein Land, das über einen Mangel an gut ausgebildeten Facharbeitern klagt und damit kokettiert, dass seine wichtigste Ressource das Wissen sei.

Schwieriger als die Bestandsaufnahme gestaltet sich freilich die Suche nach den Gründen für die (zu) geringe Attraktivität Österreichs bei hochgebildeten Migranten. Ein entscheidender Faktor mag sein, dass Österreich als Wirtschaftsstandort immer weiter zurückfällt. Im „IMD World Competitiveness Yearbook“, in dem das Schweizer Institut für Management-Entwicklung alljährlich die Wettbewerbsfähigkeit von rund 60 Staaten nach 327 Kriterien bewertet, fiel Österreich in den vergangenen zwei Jahren um sieben Plätze auf Rang 21.

Und: Es gelingt kaum, selbst bestehende Stärken zu kommunizieren. Ausländische „High Potentials“, also Schlüsselarbeitskräfte wie Manager und Fachexperten, nehmen das Land kaum als Wirtschafts-, sondern eher – „Sound of Music“ lässt grüßen – als Tourismusstandort wahr. Das belegt etwa eine von der Stadt Wien beauftragte Erhebung der Webster Privatuniversität, die diese gegen den Widerstand der Stadt 2010 veröffentlicht hat. Nur ein Drittel der Befragten nahm Wien vor der Ankunft als Geschäftszentrum wahr, nur 14 Prozent sahen Wien als Hightech-Standort. Auch bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse hinkt Österreich hinterher; die Regierung steuert zumindest hier derzeit gegen.

Als größtes Problem bezeichneten die Befragten die Ausländerfeindlichkeit. Es geht wohl nicht nur ihnen so. Bis heute herrscht ein Klima, das jene, die die Wahl haben, nicht zum Bleiben einlädt. Und bei jenen Zuwanderern, die bleiben, werden – selbst in zweiter Generation – die Potenziale allzu oft bei weitem nicht ausgeschöpft. Bis heute ist unser Bildungsproblem auch ein Integrationsproblem.

Das passt ins Bild: Denn Österreich hat damit nicht zuletzt genau jene Migranten, die dem Klischee der Mehrheit der Bevölkerung entsprechen.

 

E-Mails an: christoph.schwarz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.08.2012)

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89 Kommentare
 
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Mich wundert das nicht!

Meine Frau ist Akademikerin, Lehrerin der Deutschen Sprache und kommt aus einem Nicht EU-Staat. Sie lebt seit mehr als 10 Jahren in Österreich. Ihr Diplom wird offiziell nicht anerkannt. So und gleichzeitig darf sie aber an der Uni Wien ganz legal ein Doktoratsstudium absolvieren natürlich nicht gratis. Welch Schizoprenie. Gut - aber das ist noch lange nicht alles. Sie arbeitet an einem Privatgymnasium und darf den Schülern ganz legal die Matura abnehmen. Ihre Kollegen sind vom Stadtschulrat bestellt, der Sie allerdings keinesfalls beschäftigen will und verdienen für die gleiche Leistung in anderen Fächern das Doppelte bis Dreifache. Wenn Sie jetzt denken sollten, daß sie ja Ihr Diplom hier nachmachen könnte und dann vom Österreichischen Staat, in dem Fall vom Staqdtschulrat akzeptiert weerden würde, weit gefehlt. Ihre Vorgängerin tat dieses und wurde trotzdem abgespeist und ignoriert. Gleichzeitig bekommen Österreicher, die vergleichsweise als Nicht Nativ Speaker weniger Ahnung von der Sprache haben einen gut bezahlten Job vom Stadtschulrat in den Allerwertesten gesteckt und sagen meiner Frau wie ihre Muttersprache funktioniert. Man kann nachvollziehen, daß dies nicht gerade motievierend ist Österreicher zu werden! Ich kann das mittlerweile nachvollziehen!

Re: Mich wundert das nicht!

ich kann es Ihnen nachfühlen, ich kenne ein ähnliches Schicksal eines Arztes, obwohl Nostrifizierung gemacht und Ärztemangel in vielen Regionen Ö, will die Ärztekammer nicht die Bewilligung zur Ausübung als Arzt geben. Er darf sich zwar Dr.med. nennen, aber nicht als Dr.med arbeiten.

Gast: bärig
16.08.2012 18:49
4 0

Schulsystem

Solange es üblich ist, Kinder und Jugendliche, die kein Wort Deutsch verstehen in "Normalklassen" zu setzen und sie dort ihrem Schicksal überlässt (mit ein paar läppischen D-Kurs Stunden nebenbei), wird das Erlernen der deutschen Sprache seitens der Zuwanderer nicht als wirklich wichtig empfunden!
Solange alt-68er im Bildungssystem das Sagen haben, wird sich daran nichts ändern. Deren Credo: Alle müssen mit allen können- der Durchschnittsschüler ist gefragt- nicht der, der gute Leistungen erbringen kann!

Gast: Plotin
16.08.2012 17:00
5 0

Europa braucht Immigranten, welche "hereinpassen"

. . . die gibt es, 100 Millionen, ein riesiges Land, dessen Name vom Philipp II, dem Habsburger stammt.
So lese ich, dass nun Kanada mit der Union assoziieren wird. Nur wird kaum ein Kanadier um vieles weniger in Europa arbeiten, wo die Lebenshaltungskosten dazu höher kommen.
Doch die Philippinen, harte Arbeiter, deren Einkommen oft nur zum Überleben reicht, würden wo immer im christlichen Abendland willkommen sein und das demokratische Land für Europas Industrien endlose Investitionen bieten.
Dies wäre Brüssels Agenda für die Wirtschaftsgemeinschaft und nicht der Superstaat, dessen Verschuldung gleich einem Mühlstein noch alle versenkt.

Sozialistische Politik!

man braucht sich nicht wundern.

Gast: schlÄchter
16.08.2012 16:27
4 0

sg herr redakteur schwarz!

wie üblichund leider auch im fremdenrecht teilweise unberücksichtigt wird auch in ihrem kommentar nicht genug differenziert:
familiennachzug, fachkräftemangel, schlüsselarbeistkräfte, bildung, kulturelle intergationsproblematik und schlussendlich natürlich wieder einseitig der rassismus der gastgesellschaf, garniert mit ibnternationalen statistiken, die völlig verschiedengeartete migrationszugänge nicht erfasst.darin liegt mmn das hauptproblem.

familiennachzug(begrenzt auf die kernfamilie - eltern kinder) für hier bereits eingebürgerte oder idr. gut verdiende schlüsselarbeistkräfte kann in überschaubren grenzen gehalten werden.
ebenso eine saisoniers - oder relativ großzügiges bleiberecht für tatsächlich-nach punktesystem (CH, canada oder australien machens vor)ausgesuchte migranten.
diese werden von der bevölkerung auch nicht als "bedrohung" wahrgenommen.

die wirklichen problemfelder liegen in den bereichen der integrationsunwilligen (auch jenen mit bereits erteilter staatsbürgerschaft, meist hat das einen kulturellen - religiösen hintergrund) und der ausnutzung des asylrechtes und der sozialen angebote insb. durch wirtschaftsflüchlinge (es gibt kein internationales recht auf niederlassungsfreiheit und erwerbsfreiheit), die leider auch zu einem nicht unbedeutenden anteil kriminell sind. gegen dieser mißbrauch - unter takräftiger mithilfe der asylindustrie und verblendeten inländischen sympathisanten führt zur überforderung der gastgesellschaft lt medien "rassismus".

mfg

Nicht nur Migranten

In Österreich zählt ja auch der "Eingeborene", der etwas leistet, nichts. Wer einmal den unsäglichen Herrn Edlinger, immerhin früherer Finanzminister und hochrangiger SP-Vertreter, über "Streber" und "Vorzugsschüler" schwadronieren gehört hat, weiß, was ich meine.

Insbesondere die SP spielt immer gerne mit dem Neidkomplex und ignoriet gerne jene, von denen der Staat lebt und die Geschenke an die "sozial Benachteiligten" (die es durchaus gibt) finanziert. Warum sollte ein achiever sich in so einem Umfeld niederlassen wollen, in dem er lediglich als Melkkuh für seinen ungerechtfertigten "Reichtum" gesehen wird.

Gast: phj
16.08.2012 14:39
4 2

Das wahre Problem ist:

Jeder Akademiker und jede Spitzenfachkraft bekommt eine Arbeitsvertrag über sagen wir mal € 500.000,- per anno.
Am Ende wundert er sich warum er nur 250.000,- im Börsel hat.

Antworten Gast: Topqualifiziert
16.08.2012 15:09
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Tatsächlich bleiben von 500,000 jährlich 285,728.

Dafür ist man aber auch voll kranken-, arbeitslosen- und pensionsversichert und lebt in einem Land, in dem man als Besserverdiener nicht in einem gut bewachten Ghetto mit Mauer drum herum wohnen muss, aus dem man sich nur in der gepanzerten Limouse samt Leibwächtern raus trauen kann.

Re: Tatsächlich bleiben von 500,000 jährlich 285,728.

Jede dieser Versicherungen wäre für eine wirkliche Spitzenkraft am freien Markt günstiger zu bekommen und allein für eine funktionierende Polizei ist das schon recht viel Geld.

Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
16.08.2012 17:15
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Re: Tatsächlich bleiben von 500,000 jährlich 285,728.

Solche Kleinigkeiten werden in diesem Forum gerne übersehen ;-)

Überall anders is´ es viel superer!

Antworten Antworten Gast: phj
16.08.2012 16:20
3 0

Re: Tatsächlich bleiben von 500,000 jährlich 285,728.

Ein Topqualifizierter wird wohl kaum eine Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen. Ob dieser in späteren Jahren in den Genuß einer adäquaten staatlichen Pension erhalten wird, ist eine mehr als optimistische Einschätzung.
Die Kriminalitätsrate ist auch bei uns steigend. Die drastische Situation, welche sie beschreiben trifft nur auf ein paar Länder zu, die meines Wissens keine hohen Ausbildungsstandard haben.

Gast: Uni-Prof. und Dissbetreuer
16.08.2012 14:34
5 0

Volkswirtschaftlicher Irrsinn!

Ein Beispiel aus der Praxis:
Ein Thailänder ´gibt den Abschluß seines Doktoratsstudiums an einer Wiener Universität dem Fremdenamt im folgenden Monat bekannt. Umgehend bekommt er Post, daß er innerhalb von 14 Tagen nach Abschluß das Land zu verlassen hat. Er mußte den Flug vor der Prüfung buchen, obwohl er noch nicht wußte, ob diese auch erfolgreich sein würde.
Da investieren wir Steuerzahler in einen Menschen ein ganzes Doktoratsstudium (denn durch die Studiengebühren ist dieses wirklich nicht gedeckt) und dann schmeißt ihn das Fremdenamt ohne jede Recherche über seine Fähigkeiten hinaus. Verrückt!

Antworten Gast: fdgvsdd
17.08.2012 06:38
0 0

Re: Volkswirtschaftlicher Irrsinn!

Haben Sie für ihn interveniert, auch wenn es vermutlich sinnlos ist? So ein Schwachsinn ist ja nicht auszuhalten. Dafür würden sich die Medien mit Sicherheit interessieren, vielleicht könnte dadurch zumindest für Spitzenkräfte eine Gesetzesänderung bewirkt werden.

Re: Re: Volkswirtschaftlicher Irrsinn!

Österreich ist das Land der Verhinderer!
ich habe mich für einen Arzt eingesetzt, bin vom Bürgermeister, Landeshauptmann, Sozialminister, Innenminister u. Gesundheitsminister gelaufen - alles war ergebnislos. Im Grunde war es die Ärztekammer die keine Erlaubnis erteilen wollte und will.

Re: Volkswirtschaftlicher Irrsinn!

Änliches Beispiel hier. Inzwischen muss er sich das Studium finanzieren, was er als Teilzeit-Mitarbeiter in der Wirtschaft tut.
Die Papierflut, die über das Unternehmen hereinbricht, ist sagenhaft.

Auch dieses Problem könnte bei uns auftreten

Der SPIEGEL, ein politisch eher linksorientiertes Blatt, zeigt ein Problem auf, das man bisher zu wenig beachtet hat. Noch ist es nur in deutschen Medien zu lesen, aber bald könnte es auch bei uns ein heißes Thema sein.: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salafisten-junge-deutsch-tuerken-finden-koran-aktion-gut-a-850346.html

Gast: Vom Kopf auf die Füße gestellt
16.08.2012 12:52
1 0

entspricht das Klischee

den Migranten, die wir bekommen.

Re: entspricht das Klischee

Tragischer Weise stimmt wohl Beides.

Diskriminierung ist es, wenn man seine Meinung von einer Gruppe unreflektiert auf eine Einzelperson überträgt. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob die Meinung über die Gruppe insgesamt mehr oder weniger korrekt ist.
Die Klischees kommen nicht von ungefähr, wir haben tatsächlich viele Probleme mit Migranten. Aber eben nicht mit allen.
Und wenn man die trotzdem alle dementsprechend behandelt, dann gehen die, die es sich leisten können. Uns bleiben dann großteils jene, die sonst keiner will. Und verfestigen hier wieder das Klischee.

Re: Re: entspricht das Klischee

nicht nur. es gibt viele Gründe

ein kleiner weiterer Punkt. aus meiner Erfahrung beschweren sich Migranten auch über die kühle Art der Österreicher (Ostösterreicher?). sie wirken distanziert, man wird nicht warm... das stört Südostmigranten zumindest... es mag banal scheinen, aber mich hat es deswegen auch schon ins Ausland gezogen...

Antworten Antworten Antworten Gast: Lala80
16.08.2012 22:03
1 0

Re: Re: Re: entspricht das Klischee

Nun ja, der Österreicher und speziell der Wiener mag halt keine lauten, lärmenden Menschen, die ständig zu nahe an einen herantreten und die persönliche Distanz verletzen.

Das weiß man aber nach ein paar Erfahrungen. Wieso passt man sich dann nicht einfach den Gepflogenheiten an? Dass man auf Ablehnung stößt, wenn man genau das Verhalten weiter an den Tag legt, dass das Gegenüber stört, sollte eigentlich logisch sein.

Wenn ich als Österreicherin in bspw. muslimisches Land auswandere, muss ich auch damit rechnen, nicht mehr in kurzen Hosen und kurzärmligen Leiberln herumlaufen zu können. Umgekehrt sollte das auch funktionieren.

Gast: Zweifel tut not
16.08.2012 12:42
4 0

Also bitte, das haben wir der jahrzentelangen Untätigkeit

von Politikern aller Farbkonstellationen zu verdanken!
Zuwanderung ist etwas was Österreich einfach passiert. Das Land und seine Bürger nehmen eine einfache passive Rolle ein.
Die Leut kommen und werden ignoriert. Sollen sie doch zusehen wie sie zurechtkommen.
Sie kommen nur teilweise zurecht.
Die Alternative wäre sich Zuwanderer zu suchen. So wie Kanada das macht. Dort wird man mit offenen Armen aufgenommen und betreut wenn man in das kanadische Beuteschema passt. So kommt Kanada zu Ingenieuren, Ärzten und Facharbeitern.
Wir hingegen kommen zu Leuten die direkt nach der Ankunft zum AMS gehen müssen, weil keine Arbeit und keine Ausbildung!

Re: Also bitte, das haben wir der jahrzentelangen Untätigkeit

Man kann nicht einfach einen Grund herausgreifen, es spielen viele Faktoren mit.
Österreich ist bei potentiellen Schlüsselkräften zu wenig (als Arbeitsmarkt) bekannt. Daran kann man was ändern, als kleines Land aber nur in Maßen.
Das feindselige Umfeld, weil hier sowohl Migranten als auch Besserverdiener schnell mal angefeindet werden, ist zwar nur ein gradueller Unterschied zu anderen Ländern, aber immerhin doch da. Hier könnte man zumindest am Image nach außen arbeiten, dass das Problem nicht noch größer dargestellt wird, als es sowieso schon ist.
Es sind aber auch hard facts die mitspielen. Je mehr man von Besserverdienern zu Arbeitslosen umverteilt, um so höher die Attraktivität für schlecht qualifizierte Arbeitskräfte und um so abschreckender ist man für qualifizierte Fachleute. Das lässt sich über Zuwanderungspolitik allein nicht aushebeln. Und das ist ja auch der Grund, wieso wir nicht nur bei der Zuwanderung, sondern auch der Abwanderung ein Problem haben.

Gast: total crash
16.08.2012 12:12
4 0

Für unsere Politiker reicht das Bildungsniveau das der

Großteil der Migranten (nach der Einbürgerung und Gemeindebauwohnung Übergabe) ihr Eigen nennt,um als Danke für die großzügige bevorzugte Behandlung die direkt in die reichlich mit Geldgeschenken gefüllte Sozial(Hilfe)-Hängematte führt,im Ausgleich und als Dankeschön ein Kreuzerl bei den Wahlen bekommen.

Deshalb wird sich in der praktizierten österr.Politik nix ändern,sie wollen nur billig an der Macht bleiben sich selbst bereichern und korrupt bleiben.

Armes Österreich,armselige Politiker ;o(

so ist das in einem Land...

...wos mehr darauf ankommt, wen man kennt als darauf, was man kann

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... die Ausländerfeindlichkeit...

hält auch hier als Grund für alle Ausreden her. In einem Land das hauptsächlich aus Provinzen (Bundesländer) besteht, bei denen die Kuh im Vordergrund steht, in ihrer Kleinheit und Ehrlichkeit, wer will da schon bleiben.

Ich denke dass es in anderen Ländern mit der Ausländerfreundlichkeit auch nicht weit her ist, in der Provinz in den USA ist sie sicher viel höher? Auch in Kandada und in Australien fliegen die Fetzen ob der Zuwanderung von Ungebildeten.

Wer große Pläne und die Voraussetzungen (Bildung) dafür hat, will hier nur noch weg. Wer bitte will 2/3 des Jahres für den Staat schuften, ein Staat in welchem Wohlhabende im Klassenkampf für jeden Dreckherhalten müssen.

In dem Forschung und jedes Neue verteufelt wird (Gentechnik), in dem die Korruption ein Maß erreicht hat, das fast nicht mehr auszuhalten ist.

Ein Land in dem jemand schon als asozial angesehen wird, wenn er nicht im Fischerverein, bei der Feuerwehr oder beim Kaninchenzuchtverein nicht ehrenamtlich tätig ist. In dem die Vereinsmeierei als Maß aller Dinge angsehen wird, und die Ehrenamtlichen bereits Heiligstatus erreicht haben.

Leider habe ich die Vorraussetzungen nicht, aus diesem wunderschönen, verzauberten, sauberen und mit glücklichen Kühen auf Almen bestehenden Ausnahmeland abzuhauen.

 
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