25.05.2013 05:47 Merkliste 0

Es gibt keine bequeme Lösung für das griechische Problem

JAKOB ZIRM (Die Presse)

Die erhoffte Sanierung von Athens Staatsfinanzen dürfte eine Schimäre bleiben. Als mögliche Alternativen bleiben die Transferunion oder die Rückkehr zur Drachme.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Griechenland braucht mehr Geld. Es ist – leider – nicht sonderlich überraschend, was die Troika bei ihrem jüngsten Besuch in Athen festgestellt hat. Trotz zweier Hilfspakete und einen Schuldenschnitts fehlen 14 Milliarden Euro. Geld, das Griechenland nicht hat. Die Gründe dafür sind Verzögerungen bei Privatisierungen, Probleme bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung und natürlich die anhaltende schwere Rezession, in deren Folge die Steuereinnahmen sinken und die Kosten etwa für Arbeitslose steigen.

Über das mögliche Ergebnis dieses ökonomischen Cocktails wurde an dieser Stelle bereits im Februar orakelt: Es dürfte ein weiteres Hilfspaket notwendig werden. So mehren sich in Frankreich bereits die Stimmen dafür, während der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble dies mit den Worten „kein Geld in ein Fass ohne Boden“ (noch) ablehnt.

Griechenland befindet sich nun endgültig an jenem Punkt, an dem die Hoffnung der politischen Kaste, dass sich das griechische Problem ohne Änderung des Systems irgendwie von selbst lösen wird, zunehmend dem Kopf-in-den-Sand-Stecken eines Vogel Strauß gleicht. Es ist natürlich nicht so, dass die Griechen seit Ausbruch der Krise untätig gewesen wären. Sie haben Sparmaßnahmen umgesetzt und ihre Daten erkennbar verbessert. Es hat aber leider nicht gereicht.


Für die Zukunft könnten also nur zwei Alternativen bleiben. Und beide sind wesentlich unangenehmer als das bisherige Durchwurschteln. Variante Nummer eins ist die offene Transferunion. Ein Prinzip, das innerhalb von Nationalstaaten gang und gäbe ist. So wird in Italien, den USA oder Österreich anstandslos akzeptiert, dass ärmere Regionen von den reicheren quersubventioniert werden.

Allerdings ist die EU kein Staat. Und bei allem Europa-Gefühl, das vor allem bei der Generation Erasmus inzwischen vorhanden ist, dürfte es bei den Steuerzahlern der Geberländer eine überwältigende Ablehnung dieses Konzepts geben. Dies sollte die Politik bei jeglichen Gedankenspielen zum Thema Hilfspaket, Eurobonds oder dem Anwerfen der Druckerpresse zur direkten Staatsfinanzierung bedenken.

Lösungsvariante Nummer zwei ist die Rückkehr zur Drachme (nicht zu verwechseln mit dem Schwachsinn einer Rückkehr Österreichs zum Schilling). Diese in Brüssel unter Denkverbot gestellte Möglichkeit wurde zuletzt ja von Außenminister Michael Spindelegger aufs Tapet gebracht. Und auch wenn der Zeitpunkt seiner Ansage mehr auf die innenpolitische Konkurrenz von Frank Stronach gezielt haben dürfte, gibt es einige Argumente, die dafür sprechen.

So würde die Drachme den Griechen wieder die Hoheit über den Wert ihrer Währung samt dringend notwendiger Abwertung ebendieser zurückgeben. Dies kann – wie das Beispiel Türkei vor zehn Jahren gezeigt hat – der Anstoß für ein kleines Wirtschaftswunder sein. In der Türkei wurde nicht nur der Tourismus beflügelt, auch bis dahin nicht gekannte Industriebetriebe siedelten sich aufgrund des günstigen Umfelds an.

Natürlich kann auch die Drachme nicht mit einem Schlag alle Probleme lösen. So wären Reformen weiter notwendig. Und die anderen Euroländer müssten in den ersten Jahren auch weiter Geld nach Athen überweisen, damit etwa Nahrungsmittel und Medikamente gestützt werden könnten, um das ansonsten zu befürchtende soziale Desaster zu verhindern.

Und dann gibt es natürlich noch die viel beschworene Ansteckungsgefahr anderer Länder des Südens, wonach Investoren nach einem „Grexit“ von diesen keine Anleihen mehr kaufen würden. Doch inwieweit unterscheidet sich das von der jetzigen Situation? Schon jetzt werden spanische Anleihen nur noch von spanischen Banken (mit EZB-Geld) gekauft. Der Markt glaubt längst nicht mehr an eine Lösung der Krise ohne echte Änderung des Systems.

Die Erkenntnis, dass diese Lösung für Griechenland bei allen Risken noch die größten Chancen bringen würde, könnte auch das gravierendste Hindernis beseitigen. Denn laut bestehenden EU-Regeln müsste Griechenland dem Euroaustritt selbst zustimmen.
Griechen fehlen 14 Milliarden Seite 1

 

E-Mails an: jakob.zirm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.08.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

30 Kommentare
 
12
3 0

Schwachsinn

Ist wenn behauptet wird Österreich könnte nicht raus aus dem Euro Dilemma. Folgendes einmal durchgespielt: Keinerlei Hilfe für die Länder bis sie es geschafft haben ihre Finanzen in Ordnung zu bringen, und zu einem späteren Zeitpunkt einen Antrag auf Mitgliedschaft zu beantragen. Demzufolge könnte Österreich den Schilling wieder einführen bis sich des Risiko der Schuldenländer zum Positiven gewandelt hat, das selbige gilt auch für die BRD.
Wenn da jemand sich moniert, dass dies nicht machbar wäre, kann Mann nur eines Antworten: Geht nicht gibt’s nicht. Das sieht Mann am besten beim Euro was, da alles geht, was nie alles gehen durfte, Betrug Fälschung der Zahlen um Mitglied zu werden, und vor allem gegen die Bevölkerung gehandelt zu Haben.

Gast: Was mich stört:
20.08.2012 15:55
6 0

Es wird die Schuldfrage unter den Teppich gekehrt!

Man tut so, als ob die Griechenprobleme unsere wären, aber dem ist nicht so.

Dank Bilanzfälschung und Lügnerei hat sich ein Land in den EUR geschwindelt und gleichzeitig massiv Kredite aufgenommen.

Kredite, die dank Lügen auf einmal billiger waren als früher.

Auch eine amerikanische Bank war mit von der Partie.

Die Schuldigen an den Schulden sind NUR die Griechen, sonst niemand. Pervers ist es, so zu tun, als ob die Deutschen oder sonstwer dafür verantwortlich wäre, wenn griechische Politiker sich Wahlen kaufen und die Leute sich auch kaufen lassen.

Einschlägige Bevölkerungsschichten in Ö können sich auch gleich ansehen was passiert, wenn man einen Staat ruiniert!

Gast: 0815-kommentar
20.08.2012 12:41
0 1

das kernproblem bleibt bei einem grexit ungelöst

ein grexit ist doch keine lösung für die weiter wachsenden ungleichgewichte in der euro-zone! der verschafft maximal etwas zeit, nicht mehr.

die kosten sind wohl auch höher, wir neben den erwähnten zuschüssen die anleihen gegen null abwerten müssen.

wichtig wäre es, den griechen ein paar ausnahmen von den eu-freiheiten zu gewähren. dürfte griechenland eine kapitalfluss-kontrolle einführen, wäre es mit der steuerhinterziehung auch wieder schwerer.

Gast: suro111
20.08.2012 12:00
3 1

die "stolzen Grichen" - Kotzzzzz ..

Liebe Griechen ! Seid einfach nur ehrlich dann braucht ihr nicht immer eure Nachbarn anschnorren, auspressen und in Geiselhaft nehmen. Ihr seid bis in eure Haarwurzeln ein korruptes Volk ! Die Wahrheit tut weh, aber Sie ist jedem zuzumuten. Helft euch selbst in dem Ihr endlich alle eure Steuern zahlt und nicht den Finanzbeamten zusammenschlägt, der Steuern einhebt !!!!!!!!!!! ( Medienmitteilung vor 48 Stunden / Finanzmitarbeiter wurde verprügelt und die Polizeistation wurde gestürmt… ) Jede Krise hat seinem Volk eine höhere Steuerlast und Veränderungen abverlangt. So war es bei den Amerikanern nach dem Weltkrieg oder bei den europäischen Völkern nach dem Zusammenbruch des Kommunismus. Wenn Ihr endlich „Alle“ - wie in zivilisierten Ländern üblich (! ) eure Abgaben zahlt, habt Ihr kein Problem, aber betrügen und unterschlagen ist halt einfacher. Soviel zum „stolze Volk“ der Griechen.

Doch, es gibt eine "bequeme" Lösung

Die Griechen sind „bequem“ in die Schuldenfalle getappt.
Jetzt ist es nur noch logisch, dass das internationale Kapital versucht, sich der Reihe nach die besten Schnäppchen einzuverleiben.

Aber uns geht es nicht viel besser, die pro Kopf Verschuldung ist in Österreich genau so hoch, wie jene von Griechenland.

Die "linke" Schuldenpolitik hat in Europa genau so versagt, wie der "rechte" Privatisierungswahn.

Was die EZB jetzt "bequem" tun kann, ist Geld drucken. Die Amerikaner haben es uns ja vorgemacht. Der Dollar ist schon lange nur noch grünbedrucktes Papier.

Re: Doch, es gibt eine "bequeme" Lösung

Am sinnvollsten wäre wohl eher eine Kombivariante. Griechenland scheidet mittelfristig aus dem Euro aus. Keine anderes Land hat so desaströse Wirtschaftswerte wie Gr, und kein anderes Land so eine kaputte Politik.

Damit die anderen Südländer nicht auch umfallen, gibt man dem ESM eine Bankenlizenz. Mit dieser Lizenz bekommt der ESM unbegrenzt Mittel von der EZB, ist also nichtmehr niederzuspekulieren.

Nur der ESM kann dann GEGEN AUFLAGEN das Geld der EZB dann in den Süden (OHNE GRIECHENLAND) weitertransferieren.

Damit das aber immernoch keine Endlosdruckerei wird, darf man sich im Süden nur Geld ausleihen, wenn das Zinsniveau über einen bestimmten Schwellwert liegt. Soll heissen, bis zB 4% bekommt man vom Kapitalmarkt Geld, darüber hinaus vom ESM, und das wiederum nur gegen Auflagen.


5 0

ach ja,

was das volk schon immer wusste, geht jetzt auch in die hirne der politiker rein ?!

Lügen über Lügen...

Die europäische Finanz&Banken"elite" sowie die von ihr gekauften, ähh verzeihung lobbyierten, EU-Politiker betreiben aus Eigeninteresse um die faulen Kredite eine reine Insolvenzverschleppung!! Ich war gerade eine Woche auf Rhodos im Urlaub und kann nur sagen, es war herrlich UND das Land hat sehr wohl etwas zu bieten!! Um sich aber selbst von seinem bisher eingefahrenen System aus Faulheit, Korruption, EU-Förderwahn etc. "reinigen" zu können muss Griechenland zuerst tief fallen bzw fallen gelassen werden um sich danach (eventuell) wieder mühsam empor arbeiten zu können! Mit ein paar Finanztricks und Geldspritzen wird es kein Wirtschaftswunder spielen!! Wenn man den durchschnittlichen griechischen Lebensstandart mit dem der angrenzenden Staaten oder anderen Ländern in SEE vergleicht, wird man sehen, dass die ach soo armen Griechen noch lange nicht den unteren Boden erreicht haben. Alles was ein Grieche (in der breiten Masse!!) "mehr hat" als ein Mazedonier, Montenegriner etc erfreut mich zwar für diesen persönlich, ist aber systemisch durch NICHTS gerechtfertigt, da der gesamte Wohlstandsanstieg, nur auf EU-Geld und Schulden passiert ist. Das wird übrigens die Türkei auch noch treffen, aber solange das Wachstum groß genug ist, sind Kredit relativ leicht zu bedienen... ;-)


13 0

Jim Rogers,anerkannter Rohstoff- u.Börsenkenner..

..über Griechenland:
"Man muss die Länder, die ganz offensichtlich pleite sind, auch pleitegehen lassen. Griechenland ist ganz klar pleite. Das zu bestreiten ist absurd. Also lasst Griechenland pleitegehen. Dann würden Banken und Anleihebesitzer zwar eine Menge Geld verlieren. Aber warum sollten hart arbeitende deutsche Steuerzahler Geld bezahlen, damit die Griechen am Strand sitzen und Wein trinken und die Banker ihre Lamborghinis behalten können. Das ist absurd", so Rogers.

Re: Jim Rogers,anerkannter Rohstoff- u.Börsenkenner..

herr rogers hat halt einen sicheren job/ein sicheres auskommen.
uns österreicher würde eine rückkehr griechenlands zur drachme 'eh nur' das BIP um 4% reduzieren.
gehen SIE freiwillig in die arbeitslose?

Re: Re: Jim Rogers,anerkannter Rohstoff- u.Börsenkenner..

Wie kommen Sie auf die 4%?
Klingt sehr nach Wirtschaftsesoterik.
Selbst wenn alle Exporte nach Griechenland ausfallen würden, wäre das nicht einmal annähernd so viel.
Einfach eine Zahl hinwerfen, weil man ideologisch etwas nicht will, ist eine altbekannte aber immer noch langweilige Methode.

Gast: Tourist
20.08.2012 03:59
3 0

Den Unterschied zwischen Eurozone und EU sollte man schon kennen

die Folgen einer Waehrungsgemeinschaft ebenfalls.

Re: Den Unterschied zwischen Eurozone und EU sollte man schon kennen

Die "Folgen einer Währungsgemeinschaft" können Sie ziemlich aktuell in der aktuellen UBS-Statistik nachlesen.
Ob "man" die kennen "muss", weiss ich nicht.

Zusammengefasst übrigens bei den deutschen Wirtschaftsnachrichten. Bald wohl auch in der Presse.

17 2

Es gibt eine bequeme und nachhaltige Lösung für das griechische Problem

Wir schicken den gesamten Grünen Parlamentsclub, der gerade mit stark überhöhter Geschwindigkeit per e-Auto durch Österreich braust um seine grünen Ideen unters Volk zubringen nach Griechenland. Die Griechen brauchen solche frischen, naturbelassenen Ideen weit dringender als die satten Österreicher.
Dort können sie die Landwirtschaft und Industrie mit ihren grünen Ideen revolutionieren. Vasilaku spricht die Landessprache perfekt und könnte vom Tag eins an die Umsetzung leiten.

Wir wären ein riesigen Problem in Wien los, die Griechen hätten eine solide Ausrede für die nächsten Generationen gegenüber den zahlenden EU Bürgern warum nie was funktioniert und Häupl hätte auch seine Freude.

Re: Es gibt eine bequeme und nachhaltige Lösung für das griechische Problem

der vorschlag hat was, wirkt echt sympatisch und nebenbei gibt er der grünen mizzi vasi die chance einmal zu beweisen ,- was wir ohnehin schon erahnten, das sie eine olivgrüne luftblase mit leicht afterdienernden ansätzen ist.

9 0

Die Griechen wehren sich mit Händen und Füßen


gegen einen Euro-Austritt. Denn die Griechen sind schlau: Solange sie im Euro-Raum bleiben, können sie die anderen Euro-Länder besser erpressen.

Daher bin ich für den von Forumsteilnemer Klaus Kastner (19.8., 20:24 Uhr) vorgebrachten Vorschlag:

"Ein 3. Weg
Es gibt schon noch eine dritte Lösung für Griechenland. Sie wäre, vorübergehend Rahmenbedingungen zu schaffen, die - bei Beibehaltung des Euro - eine Situation simulieren, als wäre man zur Drachme zurückgekehrt. Kurz: Sonderabgaben auf Importe; Freihandelszonen mit Rahmenbedingungen, die den Aufbau von Importsubstitution fördern; Sonderincentives für Auslandsinvestitionen und --- Kapitalkontrollen. ...."

Da müsste die EURO-Gemeinschaft aber starken gemeinschaftlichen Willen zeigen, der derzeit nirgends zu sehen ist.

Daher ist es das Interesse der Griechen, dass alles so uneinig, unentschlossen und wischi-waschi im Euro-Bereich bleibt wie es seit 2010 war: also Transferunion.

Brüssel wird erst aufwachen, bis wir in Österreich 2013 einen Bundeskanzler Strache haben.

Re: Die Griechen wehren sich mit Händen und Füßen

Ihr Punkt ist zutreffend: der Euro ist für Griechenland die Nabelschnur zum Lebensstandard. Der griechische Lebensstandard ist größtenteils importiert. Ohne Euro, Devisenreserven nur mehr für die wesentlichsten Importe. Bye, bye SUVs, Smartphones, etc.

Ich meine halt nur, man sollte Griechenland die Chance geben, seinen Lebensstandard selbst zu schaffen. In der ersten Euro-Runde haben sie es vermasselt, aber fast alle haben die erste Runde vermasselt. Man sollte Griechenland eine zweite Runde ermöglichen nach dem (beispielhaften) Motto: "Wir geben Euch jetzt x Jahre Zeit, mit gewissem Schutz Eure eigene Wirtschaft aufzubauen. Es liegt an Euch, ob Ihr das tun wollt oder nicht. Wenn ja, dann habt Ihr faire Chancen, das zu erreichen. Wenn nein, dann seid Ihr am Ende der x Jahre wieder dort, wo Ihr in den 1960/70er Jahren wart --- ein relatives armes Land, das vom Toursimus lebt und wo Leistungsträger abwandern. Die Entscheidung liegt bei Euch".

Was derzeit geschieht, vergleiche mit einem talentierten Regionalfussballer, den man zum FC Bayern schickt. Kaum hat er sich in München eingelebt, sagt man ihm, dass er sein Spiel verbessern muss, um nicht aus der Mannschaft zu fliegen. Ich meine halt, man sollte ihn erst zu einem Bundesliga-Club schicken, dort einen Star werden lassen und ihn erst dann zu anderen Stars schicken.

7 1

Nicht Griechenland hat ein Problem - Österreich hat ein massives Problem durch Griechenland und co.

es gibt in Wahrheit nur drei mögliche Alternativen:

1. Alles bleibt wie es ist und wir 27 gehen alle gemeinsam den sich täglich deutlich abzeichnenden Weg der Titanic

2. Wir steigen gemeinsam mit den wenigen starken Volkswirtschaften aus dem Währungsverbund aus und gründen eine gemeinsame Paralellwährung zum €

3. Wir Österreicher definieren die Neutralität neu, schießen uns (das ist nicht so unrealistisch wie es scheint) mit der Schweiz zu einem Bund zusammen.

Da die österreichische Bundesregierung auf die österreichische Verfassung angelobt wurde und IMHO ausschließlich die Interessen der Österreicher zu vertreten hat, scheidet Variante 1 aus.

Antworten Antworten Gast: Gast: Leser
20.08.2012 15:29
0 0

Re: Nicht Griechenland hat ein Problem - Österreich hat ein massives Problem durch Griechenland und co.

Mit der Schweiz zusammen"schießen" kann ja lustig werden: die Schweizer schießen mit der Armbrust von Wilhelm Tell, wir vielleicht mit Glock-Pistolen. So werden wir uns sicher sanieren.

0 0

Re: Re: Nicht Griechenland hat ein Problem - Österreich hat ein massives Problem durch Griechenland und co.

Man kann, wenn man wirklich will, alles absichtlich falsch verstehen.
Auch so eine daraboschartige Leerleistung...

Transferunion, NEIN danke.


"Euroländer müssten in den ersten Jahren auch weiter Geld nach Athen überweisen"

Also ich lese in den Postings von Linken immer wieder, dass diese Zahlungen sowieso nur den pöhsen Kapitalisten zugute kommen. Warum also die Zahlungen nicht ganz stoppen? Von den Griechen gibt es dafür ja auch kein Dankeschön, sondern nur Hasstiraden.

Ein 3. Weg

Es gibt schon noch eine dritte Lösung für Griechenland. Sie wäre, vorübergehend Rahmenbedingungen zu schaffen, die - bei Beibehaltung des Euro - eine Situation simulieren, als wäre man zur Drachme zurückgekehrt. Kurz: Sonderabgaben auf Importe; Freihandelszonen mit Rahmenbedingungen, die den Aufbau von Importsubstitution fördern; Sonderincentives für Auslandsinvestitionen und --- Kapitalkontrollen.

Zwei der vier EU-Freiheiten (freier Güter-/Kapitalverkehr) sind für Griechenland killer-apps geworden. Keine Wirtschaft kann bestehen, wenn ihr auf Dauer die Produktion und das Finanzkapital abhanden kommt. Griechenland braucht vorübergehend eine art "infant industry protection". Damit seine Wirtschaft überhaupt wettbewerbsfähig werden kann, muss man sie wettbewerbsfähig werden lassen.

Die EU müsste bereit sein, Verträge vorübergehend abzuändern. Eventuell auch das politische Risiko (inkl. Grexit) bei Auslandsinvestitionen zu übernehmen. Das würde die EU viel weniger kosten, als eine Zombie-Wirtschaft am Leben zu erhalten.

Der angehängte Artikel ist schon fast ein Jahr alt, jedoch über weite Strecken noch gültig.

http://klauskastner.blogspot.co.at/2011/09/endspiel-um-griechenland.html

12 1

Schade, das kaufmännische Sorgfaltspflicht keinen Wert bei den EU Hohepriestern hat.


also kann man ruhig auf Weiterwursteln der Wursteln d.h. amateurhafte Konkursverschleppung, setzen.

Antworten Gast: mannix
20.08.2012 08:04
0 2

Re: Schade, das kaufmännische Sorgfaltspflicht keinen Wert bei den EU Hohepriestern hat.

...das trifft wohl aber auf jeden Staatshaushalt zu, mit Ausnahme von Norwegen (vielleicht gibt es auch noch andere Staaten?). Denn jeder Staat erwirtschaftet Defizite!


 
12

Mehr Kommentare:

Top-News