19.05.2013 17:12 Merkliste 0

Es geht schon lange nicht mehr nur um Griechenland

JAKOB ZIRM (Die Presse)

An Griechenland wird stellvertretend der Richtungsstreit über die Zukunft der EU ausgetragen. Die Politik sollte den Bürgern dabei ihre Souveränität zurückgeben.

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Es sei jene Reise, in der über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone entschieden werde, titelten griechische Zeitungen Anfang der Woche. Und auch wenn bei den Besuchen des griechischen Premierminister, Antonis Samaras, in Berlin und Paris keine konkreten Beschlüsse über einen möglichen „Grexit“ getroffen werden dürften, so könnte sich aufgrund der Gespräche mit Angela Merkel und François Hollande zumindest entscheiden, ob Griechenland seine Anstrengungen erhöht, die Sparziele doch noch zu erreichen (wie von Deutschland gefordert) oder sich auf ein weiteres Hilfspaket einstellt (wie von Frankreich bereits in den Raum gestellt).

Die Antwort auf diese Frage ist essenziell, da es hierbei nicht nur um die Zukunft Griechenlands, sondern um jene der gesamten Eurozone geht. Griechenland steht für lediglich zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts der gesamten Währungsunion. Theoretisch könnten die Griechen daher ohne große Probleme auf Jahre vom Rest Europas durchgefüttert werden. Allerdings blieben die Auswirkungen davon nicht nur auf Griechenland beschränkt. Auch in Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und zu guter Letzt sogar in Deutschland oder in Österreich würden die Einwohner nicht verstehen, warum notwendige Maßnahmen wie ein späterer Pensionsantritt, ein sparsameres Gesundheitssystem oder eine schlankere Verwaltung umgesetzt werden sollten, wenn es sich doch auch ohne Reformen weiter gut leben lässt.

Schlussendlich steht Griechenland stellvertretend für die Frage, ob die Eurostaaten in Zukunft nach deutschem Vorbild verhältnismäßig sparsam, mit einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft und einer starken Währung ausgestattet sein sollen. Oder ob die mediterrane Methode das Ziel ist, bei der sich Staaten im internationalen Konkurrenzkampf mittels gezielter Abwertung durch das regelmäßige Anwerfen der Notenpresse samt Inflationierung der Währung behaupten. Letzteres mag im Jetzt für viele Menschen zwar bequemer sein. Um den gewohnten Wohlstand für die Zukunft abzusichern, bedarf es allerdings unbedingt des zuerst genannten Weges.

Dieser Richtungsstreit findet natürlich nicht nur in der Eurozone statt. Die Krise hat auch in anderen Industrieländern schonungslos offengelegt, dass schon zu lange auf Kosten der Zukunft gelebt wurde. Doch während andernorts – etwa beim diesjährigen Präsidentschaftswahlkampf in den USA – die Bürger ihr Votum klar abgeben können, entscheiden in der Eurozone nationale Regierungen, die nach nationalen Wahlkämpfen mit nationalen Themen gewählt wurden, über die wirtschaftliche Zukunft der gesamten Eurozone.

Vielen Europäern wurde erst durch die jetzige Krise bewusst, wie sehr sie mit den Bewohnern anderer Euroländer in einem gemeinsamen Boot sitzen. Über die Steuerung dieses Bootes können sie jedoch nur sehr indirekt entscheiden. Eine Lösung für diese demokratiepolitische Schieflage und den damit verbundenen Eurofrust vieler Menschen kann nur eine Rückgabe der Souveränität an die Bürger bringen. Sie müssen über die Zukunft für die Eurozone wieder direkt entscheiden dürfen. Auch wenn dies schlussendlich die von vielen gefürchteten Vereinigten Staaten von Europa oder den Austritt einzelner Staaten aus der Währungsunion bringen könnte. Damit wäre endlich jener Geburtsfehler der Währungsunion behoben, dass diese ohne engere politische Verzahnung nicht funktionieren kann, diese politische Verzahnung aber demokratisch nicht legitimiert ist.

Heute wird der Richtungsstreit über die Zukunft der Eurozone nämlich unbemerkt von weiten Teilen der Bevölkerung in Gremien wie dem Rat der Europäischen Zentralbank entschieden. Gremien, deren Strukturen nicht für Sondersituationen wie die gegenwärtige Krise geschaffen wurden. So hat etwa die Zentralbank Maltas im EZB-Rat gleich viel Stimmgewicht wie jene des Euro-Schwergewichts Deutschland. Die Bürger können daher nur zusehen und hoffen, dass sich die Verteidiger der ursprünglich geplanten und versprochenen Hartwährungsunion durchsetzen.

E-Mails an: jakob.zirm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2012)

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26 Kommentare
 
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Ein GREXIT ist unvermeidbar, denn immer nur zu drohen ohne zu handeln ist unglaubwürdig und die Chancen für Merkel wären dahin.

http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/481935_panikmache_euro.html

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Die demokratiepolitische Schieflage

hierzulande besteht nicht nur darin, dass wir nicht über die Europolitik abstimmen können und unsere Politiker ohne uns zu fragen dem ESM zugestimmt haben - es wird auch nicht mit offenen Karten gespielt. Die finanzielle Lage Österreichs hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert.

Schuld daran sind die Target 2 Schulden bei der EZB, die in den letzten Jahren dramatisch gestiegen sind. Sie lagen Ende des Jahres 2011 bei 69 Milliarden Euro. Grund dafür sind die Kreditvergaben der Großbanken, die sich im Osten verzockt haben und vom Staat teilweise verstaatlicht wurden oder hohe Zuschüsse erhalten.

Ohne das billige Geld er EU würde Österreich ganz schön dumm dastehen. Insofern kann man uns schon fast in die Liste der Südländer einreihen.
Es gibt nur noch vier Länder, die keine Schulden bei der EZB haben: Deutschland, Niederlande, Luxemburg und Finnland.

Re: Die demokratiepolitische Schieflage

Und was ist mit den Target 2 Schulden der Deutschen, die belaufen sich auf 700 Milliarden!

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@diabolo

Offensichtlich können Sie keine Statistiken lesen. Die von Ihnen erwähnten 700 Milliarden der Deutschen sind ein positiver Saldo, sprich ein riesiges GUTHABEN!

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Nachtrag

Die Target 2 Salden im Vergleich
http://www.querschuesse.de/target2-salden/

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@diabolo

Anscheinend können Sie keine Statistiken lesen: Die 700 Milliarden der Deutschen sind ein positiver Target 2-Saldo, sprich ein GUTHABEN bei der EZB.

Gast: gggggg
24.08.2012 13:14
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Guter, wichtiger Artikel.

Und deprimierend. Denn die Schuldenmacher und Abzocker werden sich durchsetzen. Die von Zirm erwähnten (lebensnotwendigen) Reformen sicher nicht. Das wäre ein reines Wunder. Die Gier und die Unvernunft sind zu stark. Da braucht es offensichtlich leider eine wirklich große Katastrophe.

Sowohl die Brüsseler Technokraten

als auch die nationalen Regierungen der Euroländer haben die Bevölkerung überrumpelt. Man ging einvernehmlich den Weg der Euroeinführung ohne sich darüber im Klaren zu sein, was das für Folgen haben würde. Das war nicht nur undemokratisch, das war diktatorisch. Somit haben sich die Politiker hier wie dort für etwas entschieden, das in einer Volksabstimmung wahrscheinlich keine Mehrheit gefunden hätte. So aber sind wir auf Gedeih und Verderb eben diesen Politikern und deren Entscheidungen ausgeliefert. Das wird keine Zukunft haben, denn zu einer Demokratie gehört nun mal die Zustimmung oder auch die Ablenung durch die Bevölkerung. Diese lässt sich nicht als Stimmvieh verkaufen, schon gar nicht, wenn es um weittragende Beschlüsse geht. Jetzt steht der Euro nicht nur wegen Griechnland vor einer Zerreißprobe und ob er diese überstehen wird, ist fraglich. Das Beste wird sein, man lässt die mediterranen Staaten ihren eigenen Weg gehen und die Nordländer trennen sich von diesen. Dass der Weg der Nordländer der bessere ist, das zeigen heute die Wirtschaftsdaten Deutschlands. Und Österreich? Da wird es schwierig sein, den richtigen Weg zu finden. Primär muss der Haushalt geordnet werden. Erst dann kann man sich entscheiden, welchem "Block" man sich anschließen wird. Ich hoffe doch für den Weg der Nordländer.

Gast: unbeteiligter
24.08.2012 10:15
7 4

und Sie glauben wirklich , dass die ....

Finanzmafia es zulassen wird, dass die Bürger mitentscheiden -

Es gab für die Bürger nie eine freie Abstimmung :

entweder wurde solange abgestimmt, bis das Ergebnis den Undemokraten in Brüssel genehm war (Irland)

oder es wird gar nicht abgestimmt ( Griechenland , Österreich )

Die Eu ist eine reine Diktatur und wird in die Geschichtsbücher als größtes Unglück des 21 jdhts eiingehen.

Tod der EU !


Antworten Gast: Czerno
24.08.2012 13:02
0 1

Re: und Sie glauben wirklich , dass die ....

zum "Thema Tod der EU" ein Blick in die Realität:
www.ich-will-europa.de

Die EU und den Euro wird es in 100 Jahren noch geben, und das ist gut so

Antworten Antworten Gast: eu-hasser
24.08.2012 14:59
2 0

Re: Re: und Sie glauben wirklich , dass die ....

da schau an , es gibt immer noch eu-fanaten.

ich dachte die sind schon längst ausgestorben

Antworten Antworten Gast: watcher 1
24.08.2012 14:06
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Re: Re: und Sie glauben wirklich , dass die ....

und dann sind Sie schweißnass aus dem Bett gefallen und aufgewacht

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funktioniert es in den USA wirklich soviel besser ....

verfolgt man die wipol der US in den letzten 15 jahren, zeigt sich, dass sowohl die republikaner als auch die demokraten den wohlstand schon lange auf pump finanzieren - förderung der privaten verschuldnung (clinton und bush) oder der öffetnlichen (bush und obama). also eine wirkliche wahl hat das volk auch nicht - oder haben die demokraten die gewünschet verbesserung der sozialversicherung von obama bekommen?

"Eine Lösung für diese demokratiepolitische Schieflage..."

aber es gibt doch eh ein 'ding' zwischen der allmacht der regierungschefs und dem nonsens direktabstimmungen!

es nennt sich europäisches parlament und es liegt in einem dornröschen-ähnlichen schlaf.

kein wunder, denn autoren wie zirm erwähnen es nicht mal in ihrem meinungsbeitrag.
im redaktionellen teil aller medien wird kaum darüber berichtet.
und der wähler interessiert sich die bohne dafür (= 40% wahlbeteiligung)

kein wunder, dass DESHALB seine bedeutung so gering ist und es nicht das tun kann/darf/fordert, was fast jedes andere parlament dieser welt auch tut: regierung ernennen, kontrollieren, rausschmeissen, gesetze verabschieden.

das eu-parlament tut eh, was ihm möglich ist. doch die bürger der eu wollen offenbar nicht mehr vom einzig tauglichen instrument, das zur verfügung steht. sie wollen lieber gar nichts tun, oder zumindest sudern, oder verrückte demokratie-experimente ausprobieren!

Antworten Gast: Karl Schlosser
24.08.2012 19:25
0 1

Ohne US-EU gehts nicht ?

Wie die USA brauchen wir EIN Parlament und EINE Regierung für Bundesangelegenheiten wie den Euro. Ein Bundestaat kann dann keine Schulden über der Maastricht-Quote machen, wenn man Haftungen nur bis zu dieser Höhe fixiert. Wer kein Geld bekommt muss dann reformieren und sparen weil der Markt ihn dazu zwingt. Banken die dennoch an Betrüger weiterliefern gehen dann leer aus und das ist gut so.

Antworten Gast: E. Meier
24.08.2012 10:47
2 0

Re: "Eine Lösung für diese demokratiepolitische Schieflage..."

Ist für Linke eine Volksbefragung ein verrücktes Demokrat -Experiment ??

Gast: sepperldepperl
24.08.2012 07:38
2 2

haallooooooo

Was soll dieser Bericht ??

Das die Griechen nur das Opferlamm sind, hat doch jeder normale Mensch mit ein bischen Schmalz kapiert.
Dazu braucht man einen Bericht der Presse ?

Gewinner der EU sind, werden und bleiben die Banken und Industrien. Das Arbeitervolk jeder Klasse wird,wurde und bleibt verarx c h t.

Kein Wunder das man den Menschen in Österreich erzählen kann, dass es ihnen besser geht als vor der EU, obwohl sie weniger in der Tasche haben.

Antworten Gast: Markus Trullus
24.08.2012 16:25
1 0

Re: haallooooooo

Ach sepperldepperl, wenn die Wirtschaft wirklich so einfach wär wie du kundtust, warum sind dann alle Utopien wie der Realsozialismus und Kommunismus vollkommen gescheitert? Net kommen, und sagen, die Bösen Kapitalsten hätten ihn kaputt gemacht; der ist schon von selbst vor die Hunde gegangen. Und das Gegenstück dazu, der freie Markt. Da meinen dann Linkslinke, dass auch der vor die Hunde gehen würde; nur: bitte, wo gab's oder gibt's einen freien Markt? net amoi in Amerika!

Gast: Tourist
24.08.2012 07:37
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Europa kann nur am deutschen Geist genesen meint also der Autor

Wohin Deutschtuemlerei und Ueberheblichkeit fuehren haben wir bereits 2 mal erlebt.

Grexit ...

Alle einigermaßen realistischen Grexit-Szenarien müssen durchgerechnet und geplant werden. Auch wenn sie vielleicht niemals eintreten. Die Deutschen rechnen und planen bereits ...

Und Österreich? Wird hier auch schon gerechnet und geplant?

Lieber BK Faymann, das wäre mal eine sinnvolle Aktion! Oder setzen Sie lieber die Scheuklappen auf und warten einfach mal ab, was so in der großen weiten EU-Welt passiert?

Auch wir Wähler wollen gerne wissen, was auf uns zukommt. Also geben Sie uns Antworten. Das gibt Ihnen mehr Profil als ÖBB-Inseratenkampagnen ;-)

Immerhin sind Sie der Chef, auch wenn man es nicht immer merkt!

Und auf manche Situationen kann man sich ja vielleicht auch vorbereiten ...

Gast: Europabeobachter
24.08.2012 05:55
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Eine Europaeische Union ist nur durch die Wiederbelebung des Geheiligten Roemischen Reiches moeglich

Die kopflose Europa-Konstruktion von heute MUSS scheitern. All die ex(?)Maoisten und sonstige Linksdrallige die sich dort eingenistet haben fuehren uns nur direkt ins Verderben.
Europa ist nur als VERTIKALE Ordnung denkbar.

Gast: Niederösterreicher
24.08.2012 01:22
3 0

Eine Konsequenz einer starken europäischen Regierung

wird leider zu wenig bedacht: je größer der Staat, umso weniger Gewicht kommt dem einzelnen Bürger bei der Wahl zu!

In einem Europa der 500 Millionen geht ein Kleinstaat wie Österreich einfach unter. Daher die Tendenz zur Regionalisierung in Europa, also ein dem Zentralismus entgegengesetzter Trend.

Es zeigt sich aber auch, daß Staaten mit vielen Nationalitäten und nationalen Mentalitäten nur sehr schwer sich auf eine einheitliche Politik einigen können. In vielen Staaten waren die nördlich gelegenen Regionen es leid, die unterentwickelten südlichen Regionen durch Transferleistungen auf Dauer zu subventionieren (etwa in Italien!!). Andererseits sind größere STaaten sicher billiger zu verwalten als kleine (man denke etwa an diplomatische Vertretungen in Österreich für 8 Mill. und in Dtl. für 80 Mill.). Man sollte daher aus Kostengründen vernünftige staatliche Einheiten schaffen, etwa nach dem guten alten Nationalitätenprinzip und keine unregierbare Monsterstaaten, deren Nationalitäten sich untereinander nicht vertragen (Beispiel: Österreich-Ungarn)!

Wir können davon ausgehen,

daß Regierungsmitglieder Verträge lesen können und verstehen. Die "no bail out"-Klausel wurde von allen unterschrieben. Auch das EZB-Statut mit dem Verbot der Staatsfinanzierung. Den Deutschen wurde damit der Verzicht auf die DM schmackhaft und bei uns hieß es überhaupt 1994 "der Schilling bleibt". Ob dei Südländer mit Vorsatz die billigen deutschen Zinsen haben die Südländer genommen und den Kostenvorteil nicht in Produktivität investiert, sondern konsumiert. Die Konsequenzen waren vorauszusehen.... wenn nicht alles ein vorbedachter Trick und eine Unredlichkeit gegen seine "biederen" Partner war. W.

Gast: Regie
23.08.2012 20:18
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Vereinigte Staaten von Europa, nein danke.


Irgendwann einmal klang das unheimlich verlockend: die Vereinigten Staaten von Europa. Auch ein wenig in der Hoffnung, der heimische Sumpf würde von aussen ausgetrocknet.

Doch wir kamen vom Regen in die Traufe.

Was bisher geboten wurde, Milliarden wurden - gemessen am Ergebnis - sinnlos herumgeschoben, wirklich profitiert haben einige Wenige. Vertragsbruch in Serie, demokratische Eckpfeiler werden lautlos eingerissen, eine Krise, die vorhersehbar war, und zudem das Gefühl, die Krise könnte einem Drehbuch folgen, um die "Vereinigten Staaten von Europa" als "alternativlos" den Völkern aufzuzwingen.

So habe ich mir das nicht vorgestellt, viele andere auch nicht. Und genau betrachtet: es geht ums Geld. Die EU hätte die Finanzindustrie längst einzäunen können, doch nichts dergleichen ist geschehen. Im Gegenteil, man versucht, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen, und eine besonders unglückliche Figur - um es höflich auszudrücken - machen dabei unsere Politdarsteller.

Seit Bundespräsident Fischer, immerhin Verfassungsjurist, den ESM unterzeichnet hat, und auch anderen Äusserungen der einst großen Volksparteien, habe ich große Zweifel an deren demokratischer Grundhaltung.

Besser aus eigener Kraft im eigenen Haus erstmal sauber machen.


Antworten Gast: Markus Trullus
24.08.2012 16:28
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Re: Vereinigte Staaten von Europa, nein danke.

Besser aus eigener Kraft im eigenen Haus erstmal sauber machen. OK
Das können wir sowieso, resp. sind verpflichtet dazu, hat aber nix mit der EU zu tun. Nur: wir tun's nicht, und das schlechte Ergebnis kreiden wir der UE an. Hausaufgaben machen ist die Devise!

Gast: little_brother_is_watching_you_too!
23.08.2012 19:39
5 0

etwas unsubtil!

"Sie müssen über die Zukunft FÜR die Eurozone wieder direkt entscheiden dürfen."

dagegen stimmen sollen sie also nicht dürfen.
sind sie noch zu retten?

 
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