24.05.2013 19:21 Merkliste 0

Mit Judenbeschimpfungen fängt es an

Leitartikel von CHRISTIAN ULTSCH (Die Presse)

Wiener Polizisten schauten zu, als sich ein Fußballfan vor einem Rabbiner mit Hitlergruß aufpflanzte und "Juden raus!" rief. Wenn schon Ordnungshüter offenen Antisemitismus dulden, wird es gefährlich.

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Auf dem Wiener Schwedenplatz spielte sich am vergangenen Donnerstag folgende Szene ab: Ein paar Stunden vor dem Fußballmatch zwischen Rapid und Paok Saloniki ging ein Fan auf einen Rabbiner zu und sagte: „Hau ab, du Scheißjude! Juden raus! Heil Hitler.“ Der Geistliche beschwerte sich daraufhin bei einem Polizisten, der in der Nähe stand. Der Beamte sah jedoch überhaupt keinen Anlass einzuschreiten. „Na hör'n S', heut' is' Fußball“, sagte er. Und der Fußballfan stand dabei immer noch mit Hitlergruß vor dem Rabbiner. Der versuchte danach, andere Uniformierte zum Eingreifen zu bewegen, jedoch ohne Erfolg. „Dass diese Polizisten tatenlos zusehen und auch noch grinsen, ist ein regelrechtes Schockerlebnis“, heißt es im schriftlichen Protokoll, das der Rabbiner der Polizei zukommen ließ. Dort prüft nun das Beschwerdereferat den Fall.

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Antisemitismus umzugehen. In Österreich halten es immer noch einige in ihrer Na-und-Mentalität für angemessen wegzuschauen oder auch noch blöd dazu zu grinsen. Bei Ordnungshütern ist es nicht eine Frage der Zivilcourage, ob sie Judenhassern in den Arm oder ins Wort fallen. Sie sind dazu verpflichtet. Nur zur Erinnerung: Hier ist es strafbar, sich im nationalsozialistischen Sinne wiederzubetätigen und gegen Juden zu hetzen.

Aber es wäre ja nicht das erste Mal, dass ausgerechnet in jenem Land, das bei der Vernichtung der Juden einen überdurchschnittlich hohen Anteil williger Nazi-Vollstrecker gestellt hat, Antisemitismus ignoriert, bagatellisiert oder verdodelt wird. Vor ein paar Tagen erst stellte der Chef der drittgrößten Partei eine Karikatur im „Stürmer“-Stil auf seine Facebook-Seite. Auf der Zeichnung war ein fetter Bankier mit Hakennase zu sehen, an dessen Manschettenknöpfen Davidsterne prangten. Auch für Ungebildete war das Machwerk unschwer als antisemitisch zu erkennen. Und doch stritt H. C. Strache in besonders dümmlicher Weise alle Vorwürfe ab, anstatt sich zu entschuldigen oder gar Konsequenzen zu ziehen. Der Skandal blieb, wie davor schon viele andere, ohne Folgen. Zwischen Wien und Bregenz glaubt man, das alles nicht so ernst nehmen zu müssen. Vergessen, dass die Nationalsozialisten mehr als 65.000 österreichische Juden ermordet und 130.000 vertrieben haben?

Im Grunde haben die meisten Österreicher die Verjährung gleich nach 1945 für sich in Anspruch genommen, und 67 Jahre später tun sie es umso ungenierter. Die wirkliche Last der Verantwortung hat die Republik ohnehin frühzeitig auf den deutschen Nachbarn abgewälzt. Und dort reagiert nach wie vor das öffentliche Alarmsystem ungleich sensibler auf Judenhass. Das war jüngst erst wieder daran abzulesen, wie kämpferisch deutsche Politiker und Meinungsführer reagierten, nachdem in Berlin-Schöneberg arabische Jugendliche einen Rabbiner zusammengeschlagen hatten. Und als dann der Rektor eines jüdischen Kollegs seinen Studenten riet, in nächster Zeit auf der Straße besser keine Kippa zu tragen, riefen Berliner Künstler auf, sich aus Solidarität die jüdische Kopfbedeckung aufzusetzen.

Der Antisemitismus flammt gerade neu in Europa auf. Als Brandbeschleuniger fungieren dabei, vor allem in Ländern wie Frankreich oder auch Deutschland, arabische Jugendliche, die den aggressiven antisemitischen Diskurs des Nahen Ostens ungefiltert in ihre (neue) Heimat tragen. Doch auch die Mehrheitsbevölkerung kultiviert unter dem Deckmantel eines zunehmenden Hasses auf Israels antijüdische Regungen. Das trifft leider auch auf Österreich zu. Und was passieren kann, wenn man jahrelang bei Judenbeschimpfungen weghört, zeigt sich in Ungarn. Dort nimmt der offene Antisemitismus, ganz ohne Araber, seit dem Parlamentseinzug der rechtsextremen Jobbik-Partei erschreckend zu.

Das sollte auch Österreich eine Lehre sein. Der antisemitische Krebs wuchert schnell, wenn man ihn nicht schon im Anfangsstadium aus dem gesellschaftlichen Gewebe schneidet.

christian.ultsch@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.09.2012)

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106 Kommentare
 
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Gast: nachdenken24
05.09.2012 09:04
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Wo gibts tatsächlich Antisemitismus...

Antisemitismus ist in jeder Form zu verurteilen und zu verachten!!!

ABER schaut einmal objektiv in die Gesellschaft und betrachtet eine Aussage eines Rabbiners, welches dieser in den letztn Tagen in den Medien getätigt hat:

Antisemitimus steigt massvi an, und zwar unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund!

denkt mal darüber nach...

Gast: Konsequenzlos
05.09.2012 08:26
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Von der Vergangenheit eingeholt

Der Österreicher verabscheut die Juden noch immer. Habe es einigemale beobachtet, mit welcher Chuzpe der Alpentäler die Schuld von damals verdrängt. Der ewig-verbale Dauerbrenner: „Do homa an zwenig vergast“, ist tief verwurzelte Volksdialektik. Habe es nicht einmal erlebt, mit welcher Dreistigkeit man die Blutschuld weit von sich schiebt: „Hoit die Goschen und moch die net wichtig mit ana nie bewiesenen Schuldzuweisung!“ Ganz liebe Leute, gutbürgerlich unbescholten, äußern sich Rattengleich, wenn sie vorsätzlich und wider besserem Wissen den nie vergehenden!!! inzwischen historischen Meuchelmord beiseiteschieben. So is des in Österreich und net anders. Die Einstellung meiner Landsleute wird sich da wohl nie ändern-LEIDER.

Gast: 100
04.09.2012 16:55
3 3

Wenn schon Ordnungshüter offenen Antisemitismus dulden, wird es gefährlich

*schlotter*

lustig, wenn die pro-rosenkranz-presse sich über antisem. beschwert


sonst werden ja derlei sachen hier verniedlicht und verharmlost, vor allem wenn sie von politikern kommen, denen sich die presse gerne bedienen würde um ihre lieblingspartei övp an der macht zu zementieren.

da ist man dann schnell mit dem vorwurf da, alle kritiker von derlei antisem. flegeleien wären "hysterisch". und bei der präsidentschaftswahl hat diese zeitung ihren abscheu vor fischer zelebriert und so indirekt alles in ihrer macht stehende getan um rosenkranz' ergebnis zu verbessern.

ach ja, und ist das nicht dieselbe zeitung, bei der "antifaschist" als schimpfwort gilt?

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Ah nee...

Seit vielen Jahren waehlen 1/3 der Österreicher rassistische Parteien. Bisher hat man nichts daran schlimmes gefunden jetzt auf einmal...
Der Zug ist schon abgefahren meine Herren.

Nein, es fängt nicht mit Judenbeschimpfungen an!

Grundsätzlich fängt es damit an, dass Beschimpfungen öffentlich geduldet werden. Weiter geht es dann damit, dass Hetze und Beschimpfungen gegen gewisse Gruppen "akzeptabel" und gesellschaftlich toleriert werden.

- Brauchen Sie wirklich ein Verbotsgesetz, um diesen Vorfall (so er tatsächlich so stattgefunden hat) zu verurteilen? Wäre er für andere Gruppen für Sie in Ordnung?
- Die politische öffentliche (aber unrichtige) Brandmarkung von "Bankern" und "Spekulanten" stört Sie nicht?
- Wesentlich schlimmere Hetze, die sich gegen Andersdenkende richtet und tatsächlich handgreiflich und zerstörerisch wird, wie zB früher gegen Opern- und jetzt Akademikerballbesucher, stört Sie nicht?

Wenn Sie Beschimpfungen und Hetze nicht grundsätzlich entgegen treten, dann dürfen Sie sich auch nicht alterieren, wenn diese dort ankommt, wo es sie doch stört. Sie müssen nur über den Tellerrand hinausschauen, die Gruppennamen und eventuell die Reihenfolge ändern, dann passt es wieder:

"Als sie die Juden holten, sagte ich nichts; ich war ja kein Jude.
Als sie die Zigeuner holten, sagte ich nichts; ich war ja kein Zigeuner.
Als sie die Kommunisten holten, sagte ich nichts; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Schwulen holten, sagte ich nichts; ich war ja nicht schwul.
Als sie die Sozialisten holten, sagte ich nichts; ich war ja kein Sozialist.
Als sie mich holten, war niemand mehr da, der etwas sagen hätte können…
(Martin Niemöller)"

Schon vergessen?

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Re: Nein, es fängt nicht mit Judenbeschimpfungen an!

Das eigentliche Problem heute ist, welche Beschimpfungen sich katholische Österreicher bieten lassen müssen. Scheiß-Österreicher bis zu Masturbatiohsszenen inder "Kunst" mit dem Kruzifix.

Dagegen unteriimmt heute niemand etwas.

Re: Re: Nein, es fängt nicht mit Judenbeschimpfungen an!

Geht in die gleiche Richtung. Wenn auch hier "nur" eine allgemeine Verunglimpfung und keine persönliche Beschimpfung stattfindet - das Messen mit völlig unterschiedlichen Maßstäben fällt auch hier auf. Und wird zu den gleichen Konsequenzen führen.

Antworten Gast: schlÄchter
03.09.2012 17:19
6 1

Re: Nein, es fängt nicht mit Judenbeschimpfungen an!

sg de voltaire!
volle zustimmung.
erlaube mir auch noch einen kleinen zusatz: auch übertreibung und einseitigkeit wirkt als "brandbescheleuniger" - zb die aussagen eines alt-IKG präsidenten ivm mit WKR-ballbesuchern, die mangelde abgrenzung zu ranadalierenden antifaschisten oder die gleichsetzjung einer beschneidungsdiskussion mit der shoa....

mfg
s.

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danke ...

für den artikel und ihr engagement herr ultsch.

der polizist hat doch eh korrekt gehandelt!

zumindest hat er sich am beispiel von kollegen orientiert:
diese haben auch zugesehen, wie nach dem wkr-ball hooligans herrn konecny auf offener straße krankenhausreif geprügelt haben und keinerlei konsequenzen aus ihrem wegschauen erfahren mussten.
möglicherweise sind ihnen aber auch jene folterpolizisten ins gedächtnis gekommen, die im anschluss daran von höchster stelle verständnis bekommen haben, sich nun in der frühpension von den folterstrapazen erholen dürfen oder als bodyguard von strache karriere machten....

0 0

Re: der polizist hat doch eh korrekt gehandelt!

Waren das nicht Linksradikale die Hrn. Konecny irrtümlich als "alten Herrn" identifizierten und attackierten?

Neben haßerfülltem "Antifa"-Gebrüll wurden ja auch andere Ballbesucher in Umkreis der Hofburg angepöbelt und bedrängt, wie auf div. Videos zu sehen war.

Re: der polizist hat doch eh korrekt gehandelt!

....oder seitens leitender Polizeiorgane (Hr. Mahrer) für die interne Ausbildung zur polizeilichen Führungskraft empfohlen werden.

Re: der polizist hat doch eh korrekt gehandelt!

Der latente Antisemitismus ist leider noch immer vorhanden. Das allerdings lediglich an einer Berufsgruppe festzumachen greift zu kurz.
PS: Am 23.08. um 12.01h haben Sie in einem Posting die iranische Atombombe verteidigt, ich kann mich nur wundern.

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Re: Re: der polizist hat doch eh korrekt gehandelt!

Schreiben Sie halt einen Bericht. Welchen Zusammenhang gibt es hier mit einer iranischen Atombombe?

Re: Re: Re: der polizist hat doch eh korrekt gehandelt!

Welchen wohl, denken Sie einmal scharf nach.

Ich glaube nicht, daß Unterschicht-Wiener in Fragen des Antisemitismus das Hauptproblem darstellen.

Hingegen liefert die Google-Recherche "Antisemitismus Migranten" 465.000 Ergebnisse in 0,33 Sekunden. "Laut einer Studie im Auftrag des Bundesinnenministeriums aus dem Jahr 2007 tendieren muslimische Schüler überdurchschnittlich stark zu antisemitischen Vorurteilen. Von 500 befragten jungen, in Deutschland aufgewachsenen Muslimen stimmten 15,7 Prozent dem Satz zu: Menschen jüdischen Glaubens sind überheblich und geldgierig. Die Zustimmung zu diesem Vorurteil war damit doppelt so hoch wie bei anderen Einwanderer-Jugendlichen und fast dreimal so hoch wie in der originär deutschen Altersgruppe."

Und: "Bei Antisemitismus denken die meisten Deutschen reflexartig nur an Rechtsextremisten, nicht an Muslime oder gar Linke. Dass das falsch ist, hat sich schon im Jahr 2000 beim Anschlag auf die Düsseldorfer Synagoge gezeigt. Die halbe Republik ging beim sogenannten "Aufstand der Anständigen" mit Lichterketten gegen Rechts auf die Straße, am Ende waren die Täter arabisch-stämmige Jugendliche.

Ein aktuelles Beispiel für Anti-Israelismus von Links ist der Aufruf des inzwischen zurückgetretenen Duisburger Oberbürgermeister-Kandidaten der Linken, Hermann Dierkes, zum Israel-Boykott. Der Linken-Parteichef Oskar Lafontaine nennt den Diktator Hugo Chavez in Venezuela ein Vorbild für seine Politik, obwohl dieser neuerdings auch den Holocaust leugnet."

Dad Bedenkliche am vorliegenden Fall

ist meines Erachtens, dass der Hooligan diese Beschimpfungen im sicheren Bewusstsein geäußert hat, dass die anwesenden Polizisten nicht eingreifen würden. Womit er ja auch Recht behielt.

Die Forderung eines Posters nach fristloser Entlassung des betroffenen Polizisten ist meiner Meinung nach völlig überzogen.

Eine Verwarnung und ein Vermerk in seinem Personalakt ist jedoch unerlässlich, sowie eine Entschuldigung beim Betroffenen.

Dies wäre ein klares Signal an die jüdischen Mitbürger, dass sie in Österreich nicht wieder ungestraft zum Freiwild werden.


Wir haben als Gesellschaft ein Problem

mit zu großer Toleranz gegen Rechtsaußen und mit latentem Antisemitismus. Dies ist auch nicht an einer Berufsgruppe festzumachen, unbeschadet der Untersuchungen von Disziplinarbehörden, bzw. Gerichten. Diese Institutionen können lediglich individuelle Verfehlungen ahnden. Was hindert uns daran zu einer aufgeklärten, liberalen, demoratischen Bürgergesellschaft zu reifen, in derartiges Gedankenungut geächtet ist? Vermutlich unsere zu gering entwickelt Diskussionskultur.

Re: Wir haben als Gesellschaft ein Problem

Vielleicht hängt das damit zusammen, dass eine Diskussion gar nicht erwünscht ist?

Wir haben zu obigem Fall die Sachverhaltsdarstellung des Rabbiners, sonst nichts (noch keine Zeugen gehört, keine Aussagen des Polizisten, kein Untersuchungsergebnis).

Es soll sich laut anderen Medien um einen Anhänger des griechischen Vereins handeln.

Dennoch beschwört Ultsch in seinem Kommentar alles möglich herauf, vermanscht Verbrechen arabischer Jugendlicher mit angeblicher österreichischer "No - na" Einstellung und latentem Antisemitismus der "Mehrheitsbevölkerung" - was immer das sein soll.

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Sg. Herr Ultsch,

hier hat ein Einzelner, geschützt durch eine Gruppe möglicherwiese gewaltbereiter Hools eine verabscheuungswürdige Handlung gesetzt. Ein oder mehrere Polizisten haben, entweder aufgrund mangelnder Courage oder in Abwägung der möglichen Folgen auf ein Einschreiten verzichtet.
Was ist Ihre Reaktion? Eine hasserfüllte und wütende Tirade gegen die Österreicher im Allgemeinen und die Polizei im Besonderen. Wenn in einer Gesellschaft Eigentumsdelikte vorkommen, und wenn die Polizei nicht gleich jeden Räuber erschiesst, weil vielleicht Unbeteiligte gefährdet wären, ist das ja auch nicht gleich eine Gesellschaft von Räubern und Dieben. Und nach Ihrer Logik entschuldigen Sie die Handlungen des eigentlichen Täters ja sogar, denn in einem Umfeld, wie Österreich es Ihrer Meinung nach bietet, kann er ja gar nicht anders handeln!!

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Re: Sg. Herr Ultsch,

herr ultsch, hat sie und ihre freunde gemeint, wenn er latenten antisemitismus beklagt - SIE SIND GEMEINT - und er hat leider recht

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Re: Re: Sg. Herr Ultsch,

Wenn ich mich dagegen verwehre, dass die Handlungen einzelner Hooligans allen Österreichern angelastet werden, bin ich also in Ihren Augen Antisemit, wenn ich mich dagegen verwehre, einen Polizisten zu verurteilen, ohne seine Beweggründe und Entscheidungsumstände zu kennen, bin ich in Ihren Augen auch Antisemit.
In Ihrem Kopf möchte ich wahrlich nicht stecken!

Antworten Antworten Antworten Gast: Kein Mensch unterstellt ihnen einen gelebten Antisemitismus.
05.09.2012 10:39
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Re: Re: Re: Sg. Herr Ultsch,

Nur, wenn dort ein Haufen Polizisten steht, und den verbalen Wiederbetätiger nicht vom Fleck weg festnimmt, ist es mit dem Geschichtsbewusstsein unserer Ordnungs-Hüter auch nicht weit her. Wenn ich ihnen hier erzähle, wie oft ich mir anhören musste-do homa an zwenig vergast-zieht es ihnen wahrscheinlich vor Scham die Schuach aus. Selbst in einer SPÖ-Sektion hat man sich vollkommen Wiederstandsfrei und noch mit Applaus unterlegt, solchen schmierigen Verbalartikulationen hingegeben. Es gilt die Unschuldsvermutung-leider

Re: Sg. Herr Ultsch,

"In Österreich halten es immer noch einige in ihrer Na-und-Mentalität für angemessen wegzuschauen oder auch noch blöd dazu zu grinsen."

hat ultsch beim schreiben dieses satzes an sie und ihre grün-klicker gedacht?

Gast: Seb.B.
02.09.2012 17:25
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Ich glaub ich spinne

Jetzt reichts aber!
Könnten ein paar der hier anwesenden Vorpostern bitte einmal in ihrem Leben ein Geschichtsbuch aufschlagen?
Und ein Lexikon, dann einmal Antisemitismus nachschlagen und begreifen.
Schlimm, wie antisemitisch hier viele sind.
Und welche "Na und"-Mentalität viele haben.
Pfui.

 
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