19.06.2013 05:00 Merkliste 0

Leistungsfähige Schulen benötigen eine fähige Politik

CHRISTOPH SCHWARZ (Die Presse)

Die Forderung nach einer Gesamtschule ist in der Theorie richtig. Scheitert in der Praxis aber an der bildungspolitisch visions- und mutlosen Regierung.

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Ideologien sind etwas ungemein Praktisches. Die eigene Meinung ist rasch gebildet, Argumente sind schnell bei der Hand, Positionen müssen nicht ständig überdacht werden. Und von Fakten muss man sich kaum beeindrucken lassen. Blöd nur, wenn die Diskrepanz zwischen eigenem Weltbild und der Realität so groß wird, dass sich der Widerspruch auch durch noch so glänzende Beweisführung nicht länger verbergen lässt.

Vor genau diesem Dilemma stehen die Regierungsparteien in der Bildungspolitik. Relativ knapp, deshalb aber nicht weniger richtig zusammengefasst, ließe sich mit Blick auf die nötigen Reformen sagen: In Schulbelangen ist derzeit wohl den bösen Gesamtschulbefürwortern in der SPÖ recht zu geben, in Uni-Belangen aber den vermeintlich gleichheitsfeindlichen Zugangsbeschränkern in der ÖVP. Nicht nur, weil ein simpler politischer Abtausch das Höchste ist, was man der kraftlosen Koalition derzeit noch zutraut. Sondern vor allem, weil die gesellschaftliche Realität eine klare Sprache spricht. Auch, wenn das Ideologen so gar nicht gefällt.


Die wenig schmeichelhaften Erhebungen der OECD hätte es für diese nicht ganz neue Feststellung freilich nicht gebraucht. Sie verdeutlichen aber, wie drängend das Problem ist. Die OECD hat festgestellt, dass Chancen auf einen „Bildungsaufstieg“ in kaum einem Land so gering sind wie in Österreich. Sie hat festgestellt, dass die Schuld im Schulsystem zu suchen sei, in dem sozial Benachteiligte – oftmals Migranten – „in wenigen Schulen stark konzentriert“ sind. Und sie hat festgestellt, dass Studiengebühren den Bildungsaufstieg nicht beeinträchtigen. Das ist ein klarer Aufruf zu einer Gesamtschule. Selektiert werden darf nicht im Alter von zehn Jahren. Sondern später, und auch an den Unis, durch harte Zugangstests. Zusätzlich müssen die Unis, sobald die Qualität stimmt, stärker privat finanziert werden.

Man könnte nun – das ist der einfache Weg – Energie darauf verwenden zu erörtern, warum die OECD falschliegt. Man könnte aber auch eingestehen, dass diese Studie weder unseriös noch die erste und einzige ist, die zu diesem Schluss kommt. Und überlegen, ob der Istzustand des Bildungssystems nicht doch zu überdenken wäre. Denn, nicht zu vergessen: Das Bildungssystem ist nicht deshalb so, wie es ist, weil es so erfolgreich ist. Sondern, weil sich SPÖ und ÖVP zu keiner Weiterentwicklung durchringen. Die SPÖ gefällt sich zu gut in der falsch interpretierten Rolle als Verteidigerin der Arbeiterschicht. Die ÖVP will die „Bürgerlichen“, die ihre Kinder (nicht zwingend wegen ihrer Begabung, sondern auch aus Tradition) in das schicken, was wir Gymnasium nennen, nicht vergrämen.


Während die SPÖ die Ablehnung, die sie der Uni-Gebühr entgegenbringt, nicht einmal zu argumentieren versucht, versteckt sich die ÖVP hinter falschen Behauptungen: Bis heute konnte niemand schlüssig erklären, warum die Trennung in AHS-Unterstufe und Neue Mittelschule per se Talente fördern soll. Um zuzugeben, dass es ihr vor allem darum gehe, ihre Wähler davor zu schützen, den Nachwuchs mit muslimischen Parallelgesellschaftskindern in eine Schule schicken zu müssen, fehlt der Mut. Den Vorwurf, dass man – um das halbwegs gut funktionierende Gymnasium zu erhalten – in Kauf nimmt, dass andere Schulformen vor allem in Städten Bildungsverlierer produzieren, muss sich die ÖVP gefallen lassen. Dass dies ungerecht, vor allem aber teuer, weil arbeitsmarktpolitisch unsinnig ist, weiß sie.

Leider ist es zugleich genau dieser Mangel an politischem Geschick und Visionen der Koalition, der die Forderung nach einer Gesamtschule in Österreich unverantwortlich macht. Dass die Regierung – allen voran Ministerin Claudia Schmied – ein qualitätsvolles Modell mit innerer Differenzierung auf die Beine stellen kann, kann fast ausgeschlossen werden. Nicht zuletzt, weil eine Gesamtschule, die keine Nivellierung nach unten mit sich bringt, zuerst eine Integrationspolitik benötigen würde, die aus mehr als aus Überschriften besteht. Unsere Kinder sind keine bildungspolitischen Versuchskaninchen.

Bevor wir ein leistungsfähiges Schulsystem konzipieren können, benötigen wir also eine leistungsfähige Regierung. Letzteres ist wohl das schwierigere Vorhaben

 

E-Mails an: christoph.schwarz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.09.2012)

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45 Kommentare
 
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endlich spricht es mal ein journalist aus,

nämlich die bigotterie der ÖVP: einerseits dauernd von fachkräften sprechen, obwohl sie maßgeblich daran beteiligt war, dass scharen von ungebildeten nach österreich kamen und ganze stadtteile verelenden, die österreicher umwege machen, um noch verbliebene deutschsprachige schulen besuchen zu können, etc. die ÖVP, was sagt die dazu? kh kopf sagte mal, man solle nicht die gymnasien mit den "grottenschlechten wiener hauptschulen" verschmischen. tja, das sagt sich so richtig lapidar. was das für die betroffenen heißt: lehrer und die österreichische minderheit, ist ihm egal.
er und seinesgleichen, die vorreiter dieses desasters, schicken ihre kinder weit, weit weg von solchen brennpunkten in nobelschulen.
das ist einfach nur mehr pervers.

Die Parteien kümmern sich überhaupt nicht um den Lernerfolg, es geht nur um mehr oder weniger Gleichmacherei!

Die PISA-Studien zeigen, dass es gar keinen Unterschied zwischen Gesamtschulen und den wie üblich geteilten Schulen gibt. Deshalb kümmert sich die österreichische Politik gar nicht um Lernerfolge, die Schuldebatte in Österreich geht nur darum, ob die Sozialisten ihren Gleichheitswahn durchsetzen können oder nicht!

Gast: LehrerundVater
12.09.2012 16:41
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sonderbar....

Orientiert sich die "Bildungsbürgerzeitung" Presse um ? Dann sollte sie auch unterschiedliche argumente einbeziehen. Denn es ist nicht ausgemacht, das eine Gesamt- Einheitsschule bessere Ergebnisse liefert -
sg. Hr. Redakteur, ich will sie nicht polemisch fragen, ob sie ihre eigenen Kinder in eine NMS oder HS geben (außer sie leben am Land, wo die HS in der Regel so gut (manchmal besser) ist, wie manche wiener Gymnasien).
Aber nehmen sie auch die anderen Publikationen (außerhalb der linken Pädagogengruppe wahr, bzw Pisa-Ergebnisse zw. Bayern und Berlin/Hamburg - wo die Eltern für das Gym auf die straße gagangen sind.
Oder nehmen sie die durchaus kritische Situation im Gesamtschulland Frankreich her - nachzulesen in SCHELLE C., O. HOLLESTEIN, N. MEISTER, hrsg (2012): Schule und Unterricht in Frankreich. Waxmann-Münster.


...ihre Wähler davor zu schützen, den Nachwuchs mit muslimischen Parallelgesellschaftskindern in eine Schule schicken zu müssen,...

Na wenn das kein guter Grund ist....

Gast: Apollo 13
12.09.2012 13:00
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"das halbwegs gut funktionierende Gymnasium zu erhalten "

Wie bitte??? Das Gymnasium funktioniert nicht mal halbwegs gut. Nirgendwo sonst wird so wenig differenziert, und nirgendwo sonst braucht man so viel Nachhilfe.

Antworten Gast: asdfghjp
12.09.2012 17:53
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Nachhilfe im internationalen Vergleich

Welcher Anteil der SchülerInnen benötigen Nachhilfe?

a) In der Unterrichtssprache
Japan: 64,12%
Südkorea: 56,52%
OECD-Mittel: 17,23%
Österreich: 3,95%

b) In Mathematik:
Japan: 76,56%
Südkorea: 65,05%
OECD-Mittel: 26,71%
Österreich: 12,96%

Re: Nachhilfe im internationalen Vergleich

Wie misst man die Notwendigkeit von Nachhilfe? Falls es hier wirklich um den Bedarf und nicht die Nutzung von Nachhilfe geht.

Und was sagt das aus? Im Extrem: Wenn ich die Anforderungen der Schule auf 0 schraube braucht niemand Nachhilfe um die zu erfüllen, kann nur trotzdem dadurch nicht mehr als andere.

Antworten Antworten Antworten Gast: asdfghjp
13.09.2012 21:37
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Wie misst man die Notwendigkeit von Nachhilfe?

Im Rahmen der PISA-Testung wurden die Schüler u. a. gefragt, ob sie Nachhilfe in Anspruch nehmen – und wenn ja, in welchem Ausmaß. Die Tabelle zeigt die Ergebnisse.
Welche Schlüsse Sie daraus ziehen, überlasse ich allein Ihnen.

Antworten Antworten Antworten Gast: schülerinauswien
12.09.2012 19:33
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Re: Re: Nachhilfe im internationalen Vergleich

zT kommen die Nachhilfezahlen so zustande, dass a) in der AHS auch viele sitzen, die besser in weniger anspruchsvollen Schulen aufgehoben wären,
b) aus dem in unserem Schulsystem üblichen Trend zunächst einmal mehrere Monate nichts zu machen und dann zu glauben alles noch hinzukriegen - und wenn das nicht geht, eben Nachhilfe zu konsumieren (also Geld für etwas zu verbrauchen, das man vorher hätte normal und gratis in der Schule bekommen hätte - hätte man regelmäßig laufend sein Pensum gemacht....,

Das ist ein klarer Aufruf...

...zur Reform des Schulsystems, dass diese Reform eine Gesamtschule beinhaltet ergibt sich aus den zitierten Ergebnissen der Studie aber nicht.

Ein völlig undifferenziertes Schulsystem, in dem das hochbegabte Wunderkind in der gleichen Klasse sitzt und die gleichen Aufgaben bekommt wie ein Sonderschüler, der in der fünften Schulstufe noch nicht lesen kann, wird erst recht Bildungsverlierer produzieren.
Wenn man sich mal zur Differenzierung bekennt ist man sowieso schon von dem radikalen Gesamtschulgedanken abgegangen, dann kann man tatsächlich darüber diskutieren wie diese Differenzierung ausgestaltet wird, also wie viele wie unterschiedliche Schultypen es geben soll, wie weit bei denen intern differenziert werden kann usw.
In Wahrheit liegt der Schlüssel aber sowieso in der Durchlässigkeit. Wenn man nicht den Besuch eines bestimmten Schultypes zur Voraussetzung eines weiteren Bildungsweges macht - insbesondere die Matura als Voraussetzung für das Studium - sondern z.B. nur noch über studienspezifische Einstufungstests arbeitet, dann ist die Selektion nach Schultypen relativ egal. Zumindest so lange im Schulsystem in allen Schultypen gute, auf die Bedürfnisse der Schüler abgestimmte Arbeit geleistet wird. Wenn das nicht funktioniert ist aber sowieso relativ egal, ob man einen oder mehrere Schultypen hat.

Gast: Gast 555
12.09.2012 12:09
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Die Forderung nach einer Gesamtschule ist in der Theorie FALSCH

Um die Ausbildung der Lehrer geht es und nicht um das Herumdoktern an den schulformen.
Ich habe selbst erlebt, wie der Wiener Stadtschulrat teilweise schlecht ausgebildete ProfessorInnen an Höhere Schulen zugewiesen hat und man sich nicht dagegen wehren kann. Aber es ist halt viel aufwändiger, die Qualität der Lehrer zu verbessern bzw schlechte auszusondern als plakativ Organisationsänderungen an Schulen selbst zu fordern.

Antworten Gast: Apollo 13
12.09.2012 13:01
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Re: Die Forderung nach einer Gesamtschule ist in der Theorie FALSCH

Die Forderung nach einer Gesamtschule ist natürlich RICHTIG! Es gibt keine einziges Argument für eine Trenung mit 10 Jahren.

Antworten Antworten Gast: Gast 555
12.09.2012 13:48
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Re: Re: Die Forderung nach einer Gesamtschule ist in der Theorie FALSCH

Es gibt JEDE MENGE Argumente für eine Trenung mit 10 Jahren.
Oder spielen alle Fußballer in der Bundesliga?
Die SPÖ-Eltern wissen es am besten, wo ihre Kinder ihre Ausbildung genießen.

Antworten Antworten Antworten Gast: schülerauswienundumgebung
12.09.2012 16:28
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Re: Re: Re: Die Forderung nach einer Gesamtschule ist in der Theorie FALSCH

...Einheitsschule wäre genauso falsch wie Einheitsstraßen: Ein Moped wird noch lange nicht zur 750erBMW wenn es "auch" auf der Autobahn fahren darf...es behindert (insbes. in größerer Zahl dort) den Verkehr...
Es gibt in OE so viele Bausteinmöglichkeiten: a) die Mehrzahl der Maturanten stammt aus HS und nicht AHS-Unterstufen (über BHS nämlich).
b) es gibt Lehre mit Matura
c) bzw. mit abgeschlossener berufsausbildung Studienberechtigungsprüfungen für FH und Uni
d) es gibt etwa von HAS auf HAK sg. Überleitungslehrgänge.
Dazu noch die versch. Abendschulen und Collegs.
So what ? ES HÄNGT VOM EINZELNEN AB OB UND WIE ER WEITERMACHT !!! Gute (Land)Hauptschulen geben durchaus uns das Rüstzeug auf diesen Wegen weiterzukommen - und die städtischen Problemkinder - die werden weil alle froh sind sie los zu werden in der 4. HS formal "positiv" abgeschoben...auch wenn sie nicht lesen können. DORT Standardprüfungen einzuführen und diese Gruppe zu ein, zwei Jahren Zusatzbasisschulung in einer Auffangschule zwangszuverpflichten damit sie irgendeine anspruchslosere Lehre - nicht die, wo wir gute Leute brauchen - machen können, wäre sinnvoller als alle in einen Einheitstop zu stecken. Das ist überall so - Bundesliga...Bezirksliga, Weltcup...Europacup..etc..

Gast: grausl
12.09.2012 10:20
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allerhand ungeklärt

wern fühlt sich, und wer darf sich berufen fühlen, was leistung ist? oder ist die definition von "leistung" aus dem demokratischen prozess ausgenommen?

Antworten Gast: Apollo 13
12.09.2012 13:02
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Re: allerhand ungeklärt

Leistung ist in Ö alles, wofür man Steuern zahlen muss. Erben ist keine Leistung, ergo keine Steuern. So stellt sich die ÖVP ein leistungsgerechtes Steuersystem vor.

Ideologie ist der bestimmende Faktor

in der Bildungspolitik. Mit dieser Feststellung liegt Schwarz richtig, die Gesamtschule jedoch als Heilmittel für Bildungsschwache anzusehen ist falsch. In der Gesamtschule geht es nicht um Ausbildungserfolge, denn die Unterrichtsministerien hätte schon längst die in der Gesamtschule vorgesehenen Ausbildungsmethoden in der Hauptschule verwirklichen können, und damit mehrere Jahrgänge an Analphabeten und Rechenschwächlingen vermeiden können. Es geht vielmehr um ein Sozialexperiment der totalen Durchmischung aller Schichten. Die Durchlässigkeit des Schulsystems kann ebenfalls nicht an der Gesamtschule festgemacht werden. Mit dem Absacken der Hauptschulen im städtischen Bereich hat natürlich die Durchlässigkeit auch abgenommen. Aber ebenso ausschlggebend ist der Wunsch der Eltern ihren Kindern eine "bessere" Ausbildung angedeihen zu lassen und die Übertragung dieses Wunsches auch auf die Kinder.

Gast: Hellmesberger
12.09.2012 08:05
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Na danke!

Wenn sich die Presse jetzt auch noch für die Gesamtschule positioniert, lasse ich mir die Inserate des Unterrichtsministeriums lieber direkt mailen.

Re: Na danke!

Der Herr Schwarz schreibt nicht auf Zuruf vom Minoritenplatz, nehme ich mal an. Da geht es nach der Neuausrichtung der Presse wohl eher um das Einhalten der Leitl´schen Gesamtschullinie. Dieser, so kann man mutmaßen, verspricht sich von einer flächendeckenden NMS wohl leicht ansteigende Grundkompetenzen der Lehrlinge und ist dafür bereit, das öffentliche Gymnasium zu opfern. Die eigenen Kinder in Privatschulen zu schicken ist ja für die Vordenker der IV und des Wirtschaftsbundes kein finanzielles Problem, betrifft Leitl und co. also nicht persönlich.

Antworten Antworten Gast: Hellmesberger
12.09.2012 14:29
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Re: Re: Na danke!

Auch nicht besser

leistungsfähige Schulen

Leistungsfähige Schulen, Herr Schwarz, benötigen keine fähige Politik, sondern die Möglichkeit zur Kundenorientierung. Und wenn viele Kunden - und es gibt zahlreiche bildungsinteressierte Eltern, welche für ihr Kind aus guten Gründen das Gymnasium in seiner derzeitigen Form erhalten sehen wollen- das duale System bevorzugen, so hat dies die Politik zu respektieren und zu akzeptieren. Wenn viele Eltern, und Sie, Herr Schwarz, werden, so Sie Kinder haben, sicherlich zu diesen zählen, das gesamtgesellschaftliche Wohl über den Lernfortschritt des eigenen Nachwuchses stellen, mögen sie dies durch Besuch der NMS beweisen. Kinderlose Politiker oder solche, die Gesamtschultöne flöten, ihre Sprösslinge aber in katholischen Privatschulen ausbilden lassen, sollen bitte den Mund halten.

Antworten Gast: Apollo 13
12.09.2012 13:05
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Re: leistungsfähige Schulen

"wenn viele Kunden - und es gibt zahlreiche bildungsinteressierte Eltern, welche für ihr Kind aus guten Gründen das Gymnasium in seiner derzeitigen Form erhalten sehen wollen- das duale System bevorzugen..." Wo bitte sind die Daten, die zeigen, dass eine Mehrheit der Eltern das duale System bevorzugen?? Bitte Fakten zeigen!

Re: leistungsfähige Schulen

Grundlegender Irrtum: Sie - und nicht nur Sie - verwechseln NMS mit Gesamtschule. Bitte mal überlegen, was "gesamt" heißt.

Antworten Gast: Wolhberger
12.09.2012 09:33
0 2

Und wenn noch so viele Eltern

wollen, dass Kinder mit 10 Jahren ohne jegliche objektive Grundlage aus dem besseren Bildungsprozess zwangsausgeschieden werden, ist das natürlich noch lange kein Grund, dem zu folgen. Es geht um die Kinder und nicht um die Eltern. Und es geht um das Wohl aller Kinder.

Re: leistungsfähige Schulen

Wieso sollte noch mal das gesamtgesellschaftliche Wohl steigen, wenn ich mein Kind in die NMS stecke?

Re: Re: leistungsfähige Schulen

Ich glaube auch nicht, dass das NMS System gesamtgesellschaftlichen Nutzen zeitigt; wenn allerdings diejenigen, welche dies glauben, ihren Nachwuchs auch nicht dorthin schicken oder ihnen diese Frage mangels Kinder egal sein kann, muss schon sehr viel verbohrte "Ideologie", wie Herr Schwarz so schön sagt, im Spiel sein!

 
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