20.05.2013 03:58 Merkliste 0

U-Ausschuss reimt sich auf Schluss

FLORIAN ASAMER (Die Presse)

Die Regierung stellt ein gutes Jahr vor dem Wahltermin U-Ausschuss und Arbeit ein. Wir können ein weiteres Mal nur den Kopf schütteln. Oder uns diesmal wehren.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wir halten nüchtern fest: Die Kolonne steht. Die ohnehin nicht gerade flotte Regierungslimousine hat ohne ersichtlichen Grund auf freier Strecke angehalten. Da die Rettungsgasse immer noch nicht klaglos funktioniert, können wir am Ende des Reformstaus nur über die Ursache rätseln. Sicher ist allerdings, im Herbst 2012 ist noch ein ganzes Jahr Legislaturperiode übrig, aber kaum noch eine Regierung.

Die Koalition aus SPÖ und ÖVP hat sich seit der Festlegung auf die Volksbefragung über die Zukunft des Bundesheeres de facto selbst außer Dienst gestellt. Sachfragen werden entweder direkt der Bevölkerung zur Lösung überantwortet. Oder gar nicht mehr bearbeitet. Wenn man von einem Wahltermin im kommenden Herbst ausgeht (außer der SPÖ hat eigentlich niemand Grund, früher wählen zu lassen) und noch die üblichen Sondierungs-, Regierungsbildungs-, Koalitionsvertragsausarbeitungsphasen addiert, kann man damit rechnen, dass die Arbeit nicht vor dem Frühjahr 2014 wieder aufgenommen werden wird.

Und deshalb wurde die Legislaturperiode auf Wunsch der Regierungsparteien von vier auf fünf Jahren verlängert? Im Gegenzug werden wir jetzt öfter einmal volksbefragt. Gut zu wissen, was man von all den Demokratiepaketen tatsächlich zu halten hat, mit denen die Geduld der Bürger in treuherzigen Stehsätzen seit Monaten strapaziert wird.

Aber halt, so stimmt das natürlich alles auch wieder nicht. Die Koalition versteht sich schon gerade so gut, dass noch einmal ein gemeinsamer Entschluss gefallen sein dürfte. Jener nämlich, den laufenden Korruptions-U-Ausschuss (U steht dabei für Untersuchung, wie man hört) ziemlich abrupt zu beenden. Das ist offiziell notwendig, weil die grüne Abgeordnete Gabriele Moser nicht in der Lage ist, den Vorsitz ordentlich zu führen. Inoffiziell natürlich nur, weil weder SPÖ noch ÖVP (!) sich in der Lage fühlt, den SPÖ-Chef dort vorzuführen. Soweit das (auch ohne Rettungsgasse) zu uns durchgedrungen ist, hält die Koalition die Absolvierung des ORF-„Sommergesprächs“ durch Bundeskanzler Werner Faymann für ausreichend, um alle in der „Inseratenaffäre“ bekannt gewordenen Merkwürdigkeiten zu entkräften.

Im Kern geht es dabei um den Vorwurf, der Bundeskanzler habe in seiner Funktion als Infrastrukturminister staatsnahe Unternehmen wie ÖBB und Asfinag über die dortigen Führungen hinweg damit beauftragt, für ziemlich viel Steuergeld Werbung mit Faymann-Sujets in (vorwiegend auflagenstarken Boulevard-)Zeitungen zu buchen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch im ÖVP-geführten Lebensministerium ähnlich gearbeitet wurde.

Der Bundeskanzler jedenfalls will die Aufregung darüber bis heute nicht verstanden haben. Sollte das stimmen, ist das kein gutes Zeichen. Wenn nicht, auch nicht. In dem statt eines Erscheinens vor dem U-Ausschuss absolvierten „Sommergespräch“ hat der Kanzler jedenfalls alle Vorwürfe mit dem Hinweis auf ORF-Inserate mit dem Kopf des „Sommergespräche“-Moderators abgetan.

Um nicht nur schulterzuckend dabei zuzusehen, wie der Regierungschef mit dieser Vorgangsweise durchkommt, versuchen wir, eine Art Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Jene Zeitungen, die von Beginn an versucht haben, Licht in die Inseratenpraxis öffentlicher Institutionen zu bringen, nicht ohne dabei ihre eigene, nicht immer unangreifbare Rolle offen zu beleuchten, haben sich informell darauf verständigt, gegen die Einstellung des U-Ausschusses publizistischen Widerstand zu leisten, solange Werner Faymann dort nicht ausgesagt hat.

Das sind große Worte. Dahinter steht nicht weniger als der feste Wille, das Thema nicht so ohne Weiteres wieder von der Tagesordnung zu nehmen. Und zu hoffen, in Lesern, Wählern und Bürgern Verbündete zu finden. Vielleicht reicht der so aufgebaute Druck aus, den Ausschuss plangemäß weiterzuführen. Wenn nicht, gibt es in einem Jahr Gelegenheit, entsprechend zu wählen. Seite1

 

E-Mails an: florian.asamer@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

35 Kommentare
 
12
Gast: imognimma
20.09.2012 22:08
0 0

U-Ausschuss

Des Gsindl gehört einfach nur eingesperrt.

1 0

Eine Spendaktion tut not, weil die Kasse die Behebung bestimmter Krankheiten nicht finanziert

„charles james fox“, zu Deutsch Karl Jakob Fuchs! Englisch macht eben mehr her, wird aber durch die unbeholfene Kleinschreibung völlig ruiniert. Das aber merkt der Fuchs nicht, denn sonst täte er es ja ändern.

Zu bewundern ist aber die Arbeitsleistung des Fuchses, auch wenn das, was er so zusammenschreibt wenn der Tag lang ist und die Sonne scheint, völliger Stuß ist. Völliger Stuß ist dabei schon ein gewisses Entgegenkommen gegenüber dem unbedarften Fuchs, denn das was er wirklich macht, ist die absolut reine Verleumdung.

Schüssel hatte keine Koalition mit Haider, sondern mit der FPÖ. Parteichefin der FPÖ war aber Frau Riess-Passer, die als Vizekanzlerin gute Figur machte, und nicht Haider. Obwohl die FPÖ stärker war als die ÖVP, wußte Schüssel es zu verhindern, daß Haider – was dieser gerne gehabt hätte – Bundeskanzler wurde, er bekam nicht einmal ein Ministeramt.

Der U-Ausschuß hat keinen wie immer gearteten Beweis erbracht, daß in der Amtszeit Schüssel irgend etwas Unrechtmäßiges geschehen wäre. Alle Vorwürfe, die man den Schüsselregierungen macht und machen kann, sind rein politischer Natur. Eurofighter, Polizeireform, ÖBB-Entflechtung, Buwog-Privatisierung, um nur ein paar zu nennen. Bei all diesen Reformen kann man politisch unterschiedlicher Meinung sein, aber alle Maßnahmen wurden vielfach geprüft, für in Ordnung befunden und für die Vorwürfe, die seither erhoben werden, fehlt bislang jeder Beweis.

Fortsetzung folgt:

Antworten Gast: AnhängerdesGutmenschentums
18.09.2012 21:45
1 1

Re: Eine Spendaktion tut not, weil die Kasse die Behebung bestimmter Krankheiten nicht finanziert

Bitte bleiben Sie sachlich, nicht emotional und verlassen Sie die Personenebene. Attackieren Sie niemanden persönlich, denn das fällt nur auf Sie zurück.

1 0

Eine Spendaktion tut not, weil die Kasse die Behebung bestimmter Krankheiten nicht finanziert

Fortsetzung 1:

Der U-Ausschuß brachte keinen wie immer gearteten Beweis, daß alle die Vorwürfe gegen Schüssel und seine Minister auch nur im Ansatz berechtigt wären. Irgendwelche Anklagen wurden seitens der Justiz bislang nicht erhoben und daher hat auch kein Gericht irgendeine Schuld bei einem der Beteiligten feststellen können.

Wenn Gorbach z.B. zwei Jahre nach seiner Amtszeit von der Telekom Geld bekommt, dann bestimmt nicht für eine Verordnung, der er als Minister zum Vorteil der Telekom erlassen hat. Warum sollte die Telekom das auch machen und wenn doch, warum die Verspätung von zwei Jahren und nicht gleich nach dem Ausscheiden Gorbachs aus der Regierung.

Die Behauptung, Grasser hätte an der Provision bei der Buwog-Privatisierung mitgeschnitten ist bislang nicht einmal plausibel behauptet, geschweige denn bewiesen worden. Die Justiz sagt selbst, sie hat gegen Grasser nichts in der Hand und hofft, in den Liechtensteiner Akten etwas zu finden. Die Herausgabe dieser Akten verhindert aber nicht Grasser, sondern ein Steuerberater, der sich sein grundsätzliches Recht auf Verschwiegenheit nicht nehmen läßt, weil dies sein Geschäft schädigen würde.

Mensdorff hat mit der ÖVP nichts zu tun und es ist schlicht unwahr, er wäre beim österreichischen Ankauf von Eurofightern beteiligt gewesen. Die Justiz ermittelt gegen ihn, weil er angeblich im Auftrag der britischern BAe tschechische Auftraggeber bestochen haben soll.

Fortsetzung folgt:

1 0

Eine Spendaktion tut not, weil die Kasse die Behebung bestimmter Krankheiten nicht finanziert

Fortsetzung 2:

Die österreichische Justiz wird sich schwer tun, das zu beweisen, weil sie kaum tschechische Zeugen vor ein österreichisches Gericht bringen wird können. Die Behauptung, Mensdorff hätte mit den Eurofightern zu tun, kommt daher, daß die BAe Teilhaber der EADS ist. Das aber kann weder der Fuchs noch etwa ein Peter Pilz unterscheiden.

Was bisher beim U-Ausschuß übrig bleibt, ist die eigenartige Vorgangsweise der Telekom beim Verteilen von Parteispenden. Parteispenden waren aber – und sind noch immer nicht – verboten. Also ist die Telekom zu untersuchen und nicht die ÖVP und schon gar nicht Schüssel, wie dies der Fuchs pausenlos haben will. Die Telekom aber jedenfalls auch wegen der Kursmanipulation, die Spitzenmanagern des Instituts Millionen-Provisionen brachte. Aber auch hier fehlt bislang jede Anklage seitens der Justiz. Aber bitte, sie hat wenigstens einen Kronzeugen an der Hand, also ist Geduld gefragt und nicht das Prügeln Schüssels, wie dies der Fuchs ständig wiederholt und in geradezu unnachahmlicher Weise ohne Beweise zustandebringt.

Demgegenüber steht, Schüssel war es, der den Mißbrauch der Frühpension begann einzubremsen, Grasser war es, der die Staatsquote massiv senkte, der durch geeignete Steuerpolitik das Steueraufkommen erhöhte, der durch die Gruppenbesteuerung gemeinsam mit Bratenstein das Entstehen hunderttausender Arbeitsplätze initiierte.

Fortsetzung folgt:

1 0

Eine Spendaktion tut not, weil die Kasse die Behebung bestimmter Krankheiten nicht finanziert

Fortsetzung 3:

Gorbach war es, der durch Entflechtung der ÖBB erreichte, daß wir jetzt wissen, wo die Verluste des Unternehmens herkommen. Strasser war es, der die Polizei und Gendarmerie kostensenkend zusammenlegte. Zwar zum Unwillen, der „elitären“ Polizei, die nicht mit den Dorfsheriffs zusammengehen wollte. Die gegenwärtige ÖVP-Ministerin hat diese Reform durch Verschlankung der Verwaltung zu Ende gebracht.

Noch einmal, über alle diese Maßnahmen kann man politisch unterschiedlicher Meinung sein und soll sie daher auch ausführlich diskutieren.

Diskussion aber heißt in Rede und Gegenrede Argumente austauschen.

Politische Auseinadersetzung heißt nicht, seinen politischen Gegner mit Geifer zu überschütten, mit Verleumdungen einzudecken, dabei kein wirkliches Argument auf den Tisch zu bringen, sondern ewig und drei Tage lang denselben.Schmarren wiederkauend zu veröffentlichen.

Bei letzterer, verabscheuungswürdiger Tätigkeit ist aber Karl Jakob Fuchs, vulgo „charles james fox“ ganz große Klasse.

entsprechend wählen

würde ich ja gerne, aber wen?

Selbst als überzeugter

"Antigrüner" muss man Frau Moser alle Achtung zollen; sie hat den Regierungsparteien den Wind aus den Segeln genommen und die damit in eine peinliche Situation gebracht. Bravo!

Gast: inserator
18.09.2012 12:26
1 0

endlich

Es wird Zeit, als Mutbürger im Verein mit den "Qualitätsmedien" endlich gegen die Präpotenz von Parteien, Provisionsverrechnern,Geldkofferträgern,Steuergeldverschwendern, Druckkostenverrechnern,Inseratenkeilern etc. aufzutreten!

Sehr bewundernswert!

Aber sollte nicht viel mehr auch der Druck auf die parteigesteuerte Justiz erhöht werden?

Die Trennung von Legislative, Judikative und Executive sind tragende Säulen einer "funktionierenden Demokratie" und die ist ein Österreich verloren gegangen!

Gast: Geld istweg!
18.09.2012 11:05
3 1

Oberst Falaffel: Da schreibt sich ein rotgrüner Parteischreiberling die Finger wund, aber:

die Wähler sind nicht mehr so dumm, wie rotgrün das gerne möchte.

Der Artikel von Asamer ist notwendig und goldrichtig, ich hoffe auch andere Medien schließen sich dem an und erwachen aus ihrer Lethargie, denn sonst ist die Demokratie in Österreich ernstlich gefährdet.

"..gegen die Einstellung des U-Ausschusses publizistischen Widerstand zu leisten..."

dann leisten sie auch widerstand gegen die österreichische bevölkerung!

denn diese hat ihr urteil über den u-ausschuss und seine bislang erschreckenden ergebnisse bereits abgegeben:
schwer korrupte parteien haben keinen einbruch in den umfragen erlitten.
die einzige nicht-korrupte partei dieses landes hat kaum erhöhten zuspruch aufzuweisen.

die ö bevölkerung (oder große teile davon) mault gerne, doch sie handelt nicht.
die sich selbst auf die schulter klopfenden medien leisten "publizistischen widerstand", doch wenn ein parteiinserat winkt, kassieren sie ebenfalls gern.
heuchler!

2 0

Re: "..gegen die Einstellung des U-Ausschusses publizistischen Widerstand zu leisten..."

Umfragen sind meist das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt sind.

Sage mir den Auftraggeber und die Fragestellung und ich sage dir das Ergebnis der Umfrage.

Gast: Gast: Leser
18.09.2012 10:11
5 0

Neue Lage

Nun ist ja das (angebliche oder tatsächliche) Hindernis für die Fortsetzung des Ausschusses weg: Moser hat den Vorsitz zurückgelegt. Wenn der Ausschuss also jetzt trotzdem nicht weitergeht, einschließlich Ladung von Faymann, zeigen die Parteien ihr wahres Gesicht: nämlich dass sie keinerlei Interesse an der Aufkärung der Vorwürfe haben bzw. wäre das der letzte Beweis, dass die Vorwürfe stimmen.

Re: Neue Lage

Das ist hier der Kommentar mit dem höchsten Wahrheitsgehalt.

Jene Zeitungen, die von Beginn an versucht haben, Licht in die Inseratenpraxis öffentlicher Institutionen zu bringen, nicht ohne dabei ihre eigene, nicht immer unangreifbare Rolle offen zu beleuchten,

sind das 'jene zeitungen', die wegen ihrer geringen auflage als nicht inseraten-würdig befunden wurden und als ausgleich halt jene politiker schön geschrieben haben, die ihnen von ihren eigentümern 'ans herz gelegt' wurden?

2 2

Zeit wirds

diesen korruptesten und miesesten Kanzler der Zweiten Republik zum Offenbarungseid (=Aussage unter Wahrheitspflicht), oder besser noch zum Rücktritt zu zwingen.

Diese Initiative kann man nur begrüßen, mit Werner Faymann hat die kleptokratische Bedienung an Steuerzahlergeld zur Selbstbeweihräucherung und Medienbestechung eine vollkommen neue Dimension erhalten und wenn das durchgeht, dann gute Nacht Österreich, hallo Bananistan.

Re: Zeit wirds

Dem kann ich nur zustimmen!

Ich habe etliche Inserate damals in der gewissen Boulevard-Zeitung gesehen und mich nur über diese Selbstdarstellung gewundert. Da war die ÖBB nur Mittel zum Zweck, um in der auflagenstärksten Zeitung eine Doppelseite zu erhalten!
Aufklärung gehört natürlich aber auch in alle anderen Inseraten-Affären der ÖVP!

Re: Zeit wirds

der "korrupteste und mieseste Kanzler der Zweiten Republik"???

dieser titel gebührt wohl einem anderen, nämlich dem mentor von KHG, dem förderer von strasser, rauch-kallat& co, dem koalitionspartner haiders, unserem allseits geschätzten heldenkanzler dr. schüssel! ER war wirklich der kanzler, auf den all die oben erwähnten attribute passen!

2 0

Re: Re: Zeit wirds

Gegen welchen Kanzler gibt es strafrechtliche Ermittlungen?

a)Schüssel

b)Faymann

Welcher Kanzler korrumpiert in großem Maßstab mit Steuerzahlergeld die Medien?

a)Schüssel

b)Faymann

PS: Was das "mies" anbelangt, sind natürlich politische Ansichten verschieden. Schüssel hat aber wenigstens gearbeitet, Faymann hingegen sitzt nur untätig dafür dauergrinsend herum und tut NICHTS, außer Medien bestechen und sich so den Machterhalt auf Steuerzahlerkosten sichern versuchen. Oder können Sie mir ein großes Projekt nennen, welches Kanzler Faymann umgesetzt hat?

Re: Re: Re: Zeit wirds

Was soll diese Diskussion? Soll doch der U-Ausschuß (begleitet von hoffentlich wachen Medien) arbeiten. Niemand soll vorverurteilt oder vor-exculpiert werden. Diese Parteien-Ping-Pong ist nur mehr langweilig.

Re: Re: Re: Zeit wirds

ich sag ja nicht, dass faymann ohne fehl wäre. allerdings fällt er, was den nach oben offenen korruptionsindex betrifft hinter das traumduo von 2000 ff. schüssel-haider zurück.

warum es keine strafrechtlichen ermittlungen gegen schüssel gibt? warten wirs ab. aber wenn jemand fast NUR korrupte politiker ernennt, die sich systematisch persönlich bereichern wie grasser, strasser& co., dann ist das wohl schlimmer, als inserate schalten.

mir wärs eigentlich auch lieber gewesen, wenn schüssel nix getan hätte. das hätte der republik viel geld gespart.

Gast: asylwerber
18.09.2012 09:30
1 0

Jämmerliches Schauspiel

Der U-Ausschuss und das erbärmliche Agieren der Parteisoldaten bieten ein beschämendes und jämmerlcihes Schauspiel und dieses wird die Flucht der Wähler weg von den Wahlurnen weiter vorantreiben.

Gast: januskopf
18.09.2012 09:09
4 0

Bravo!

Tolle Sache!

wieso ist das auftreten gegen vertuschung korrupter praktiken durch regierungspolitiker jetzt so besonders erwähnenenswert?



dachte, das gehört dazu, wenn man journalist ist? was sonst soll eine zeitung machen?

aber ich vergaß: das ist ja "die presse"! die zeitung die der ära schüssel-grasser immer noch kränze flicht, für die khg ein super finanzminister, ernst strasser ein toller reformer, schüssel ein heldenkanzler, graf ali ein erfolgreicher geschäftsmann, jede privatisierung super-sauber und goldrichtig und die erde eine scheibe ist.

für SO eine zeitung ist es alles andere als selbstverständlich, dass sie gegen den mißbrauch staatlicher institutionen durch den bundeskanzler auftritt, das muss natürlich eigens betont werden und zum "publizistischen widerstand" aufgeplustert werden.

dabei hilft nat. der umstand, das der bundeskanzler faymann und nicht mehr schüssel heißt - dem letzteren hat dieses blatt, trotz aller untaten seines "erstklassigen teams". die jetzt die staatsanwaltschaft bis zum jahr schenn beschäftigen werden, immer die treue gehalten. da wurde NIE zum "publ. widerstand" aufgerufen, im gegenteil. da wurde jeder, der zum widerstand aufrief mit spott und hohn überzogen, ja den anti-schwarz-blau-demonstranten wurde unterstellt, sie würden sich mit dem anti-ns-widerstand vergleichen, etc., etc.

aber diese art doppelmoral ist dann wohl das, was man hier unter "bürgerlichem liberalismus" versteht...

2 1

Re: wieso ist das auftreten gegen vertuschung korrupter praktiken durch regierungspolitiker jetzt so besonders erwähnenenswert?

das ist ein aeusserst dummer kommentar

 
12

Mehr Kommentare:

Top-News