20.05.2013 10:47 Merkliste 0

Papst-Schüler Schönborn pilgert auf schmalem Grat

DIETMAR NEUWIRTH (Die Presse)

Gestern mussten die Pfarrer in Wien ihre Gemeinden informieren: Der Erzbischof verordnet eine Reform. Hunderte Pfarren werden gestrichen. Rom ist wachsam.

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War ein aufregender Sonntag, nicht? Weniger wegen der gewollt oder ungewollt bisweilen ins Halbkabarettistische oszillierenden Ausführungen des Josef Cap in der „Pressestunde“ des ORF. Aufregender war der Tag schon für jene gar nicht so wenigen, die zur selben Stunde nicht vor dem TV-Gerät, sondern vor dem Altar gesessen sind. Wegen eines Schreibens, das Kardinal Christoph Schönborn seine Priester in den 660 Pfarren der Erzdiözese Wien hat verlesen lassen. Hunderte Pfarren sollen in den nächsten zehn Jahren kirchenrechtlich aufgelöst und in eine Großpfarre überführt werden.

Nicht wenige Kirchgänger haben die vom Stephansplatz dekretierte Strukturreform mit zumindest gemischten Gefühlen vernommen und bei den diversen Pfarrcafés diskutiert. Denn die wenige Tage vorher von Schönborn überraschend rasch und radikal verordnete Strukturreform betrifft sie alle. Den gelegentlichen Messbesucher, den Mesner, die Pfarrsekretärin und die paar noch real existierenden Pfarrersköchinnen.

Der Kardinal korrigiert 200Jahre später den Kaiser: Er will die Zahl der Pfarren genauso drastisch verringern, wie sie Joseph II. hat ansteigen lassen. Schönborn und sein Team reagieren damit sehr spät auf eine Entwicklung, die vor Jahrzehnten begonnen hat. Auf das Einbrechen des Angebots an Priestern hat Schönborn bisher mit dem Holen ausländischer Seelsorger und mit Gesundbeten reagiert. Jetzt muss er ein Notprogramm einleiten. Es ist der Versuch eines Turnarounds auf hoher, rauer See: So oder ähnlich würde es der Manager eines Unternehmens ausdrücken.

Gestern ließ der Kardinal seine Priester also verlesen: „Die kirchlichen Strukturen sind dazu da, den Menschen und ihrem Heil zu dienen. Das ist der Maßstab, an dem sie zu messen und auszurichten sind.“ Wer würde einem Bischof widersprechen? Außer vielleicht Helmut Schüller. Und seine Mannen der Pfarrerinitiative. Und Paul Zulehner. Und die Frauen und Männer der Laieninitiative. Und die Plattform „Wir sind Kirche“. Und – aber das führt zu weit. Hier soll kein Widerspruch erfolgen. Lediglich ein kleiner Hinweis. Den Menschen, ihrem Heil dienen – gilt dieses Postulat nur für Strukturen? Eher nicht. Das gesamte Handeln „der Kirche“ hat sich daran zu orientieren. Es wäre lächerlich, dem Kardinal zu unterstellen, er wüsste das nicht. Aber wie in der Verkündigung neue Wege gegangen werden, wie sich die Kirche heute noch verständlich machen kann, dazu gibt es kein annähernd so ambitioniertes Projekt wie zum Auflösen von Pfarren.

Trotzdem: Unter der Annahme, dass sich in absehbarer Zeit die Rahmenbedingungen für die Zulassung zur katholischen Priesterweihe nicht ändern werden – und auf die Zuverlässigkeit dieser Annahme kann getrost gewettet werden –, ist die Strukturreform Schönborns nicht nur nachvollziehbar, sondern dringend geboten. Auch um seiner Priester willen, die unter Mehrfachbelastungen leiden. Vieles an administrativer Arbeit, das derzeit die Zeit eines „kleinen“ Pfarrers verschwendet, kann zentral geleistet werden. Kostengünstiger, von Laien. Ja die Laien! Ohne deren Mitarbeiten, Mitdenken und Mitentscheiden wären die Pfarren Ödland. Ihnen wird in Teilgemeinden, wenn kein Pfarrer mehr im unmittelbaren Umkreis wohnt, künftig eine noch stärkere Bedeutung zufallen. Helmut Schüller müsste das freuen. Tut es aber nicht. Genauso wenig wie den Papst. Der hat erst am Freitag, von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, eine Warnung ausgesprochen: In Castel Gandolfo (wie beneidenswert lange doch der römische Sommer dauert) hat er sich gegen einseitige Fixierungen auf Strukturfragen gewandt. Und gemahnt, die Zuständigkeiten von Laien und Priestern dürften nicht verwischt werden. Er freue sich über das Engagement von Laien. Aber, so der Papst wörtlich: „Man muss allerdings daran erinnern, dass die spezifische Aufgabe der Laien in der Durchdringung der weltlichen Realitäten besteht.“ Zugespitzt heißt das so viel wie: Liebe Laien, kümmert euch um eure, nämlich die weltlichen Angelegenheiten. Den Rest erledigen wir. Schlaglichtartig wird deutlich, auf welch schmalem Grat sich Christoph Schönborn bewegt, der Lieblingsschüler Joseph Ratzingers.

 

E-Mails an: dietmar.neuwirth@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.09.2012)

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64 Kommentare
 
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Gibt eh Internet...

...wozu also Priester? Wegen der alten Mutterln? Oder wegen den jüngeren Ministrant_Innen?

Gast: Printemps
24.09.2012 17:48
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... Laien



Die Durchdringung der Wirklichkeit mit christlichem Geist ist eine Kernforderung des II. Vatikanums. Dahinter steckt auch eine Aufwertung des Laien, denn so genau wie die Laien z.B. in Wirtschaftsfragen urteilen können, kann das die Geistlichkeit bei der heutigen Komplexität schon gar nicht mehr. Wir kriegen praktisch nur noch die grobe Marschrichtung vorgegeben, alles andere ist uns überlassen.

Eng damit verbunden, weil es auch zum Sauerteig in der Welt sein gehört ist die Laienspritualität, die immer noch in ihren Kinderschuhen steckt, bei der aber viele Geistliche, v.a. die Mönche mit ihren Schriften uns helfen, dies tiefer zu durchdringen. Für mich ist das auch keine Abwertung des Laien, eher eine Art Arbeitsgemeinschaft, da wir alle dasselbe Ziel vor Augen haben. Der Autor des Artikels verkennt vollkommen, wie wichtig das "mit der Kirche mitfühlen" ist. Idealerweise schwingen alle Katholiken ein in den Herzschlag der Kirche, damit wir alle gemeinsam daran mitarbeiten, dass das Reich Gottes kommt, d.h. indem wir ein Leben an der hand Gottes führen, in der Einfachheit des Kindes und mit der Demut des Zöllners.

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Ein neuer Chefredakteur und schon …

Ein neuer Chefredakteur und schon gehen die Uhren in der Presse anders, besser!

Auch wenn’s der gute Dietmar Neuwirth nicht ganz lassen kann – siehe die Stänkerei über den „beneidenswert langen Sommer in Castel Gandolfo“ – mit seinem bisherigen Hohn und der ebenso ausgeprägten Häme hält er sich erfreulich zurück.

Was aus dem wirren Geschreibsel des guten Dietmar Neuwirths aber nicht beneidenswert zu Tage tritt, ist die völlige Ahnungslosigkeit, worum es in der Kirche überhaupt geht.

Beweis gefällig?

Zitat Dietmar Neuwirth:

„Aber, so der Papst wörtlich: „Man muß allerdings daran erinnern, daß die spezifische Aufgabe der Laien in der Durchdringung der weltlichen Realitäten besteht.“ Zugespitzt heißt das so viel wie: Liebe Laien, kümmert euch um eure, nämlich die weltlichen Angelegenheiten. Den Rest erledigen wir.“

Zitat Ende.

Ein Berufsleben lang als beratender Ingenieur in der Wasserwirtschaft tätig, habe ich mich zu keiner Zeit über den Bau von Unterseebooten ausgelassen, weil ich davon keine Ahnung habe. Gleiches wäre Dietmar Neuwirth anzuraten, wenn es um die Katholische Kirche geht. Davon hat er keine Ahnung.

Die „Durchdringung der weltlichen Realitäten“ bedeutet nicht, was nehme ich zum Frühstück, wie sieht das abendliche TV-Programm aus oder wie mache ich meinem Chef klar, daß ich alles besser weiß als er.

Die Durchdringung der weltlichen Realitäten heißt, christliches Gedankengut im täglichen Leben sichtbar anwenden. Das kann Rom nicht, das muß ich schon selber machen.

Man muss kein Huhn sein ...

... um zu wisse, ob ein Ei faul ist ;)

Und dass U-Boote vorwiegend militärische Zwecke haben - dazu braucht es kein Ingenieurswissen.

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Unbescheiden, wie ich bin

CapeOfGreenHope, wie Recht Sie doch haben, man muß kein Huhn sein, um zu erkennen, daß ein Ei faul ist.

Die lästige Kleinigkeit aber ist, man muß ein Huhn sein, um ein Ei zu legen!

Um Unterseeboote zu bauen, für welchen Einsatzzweck auch immer, braucht man das Wissen und die Technologie, wie man U-Boote baut.

Weil mir dieses Wissen vollständig fehlt, habe ich mich in meinem Leben noch nicht über den Bau von U-Booten ausgelassen.

Völlig unbescheiden meine ich, wenn Hrn. Dietmar Neuwirth jedes Wissen offensichtlich über die Details des Christentums fehlt, sollte er sich nicht über die Kirche auslassen. Und daß ihm jedes Wissen fehlen muß, zeigt das von mir aufgezeigte Beispiel. Eine Aussage des Papstes, die er wörtlich zitiert, interpretiert er mangels einschlägigen Wissens völlig sinnwidrig.

Auch das ist eine lästige Kleinigkeit, die in einer Qualitätszeitung einfach nicht zu passieren hat. Unbescheiden, wie ich bin!

Gast: hausverstand1
24.09.2012 14:51
5 0

Was soll das nur?

Meine Güte, ich habe selten so einen Schwachsinn gelesen. Als ob der Priestermangel der Grund für die Zusammenlegung ist. Hat sich Herr Neuwirth überhaupt irgendwie für ein paar Minuten informiert oder den Kommentar zwischen Duschen und Frühstück einmal schnell hingetippt.
Der Priestermangel ist der geringste Grund für die Zusammenlegungen in der Erzdiözese Wien. Was nützen mehrere Kirchen, die bei 65.000 offiziell existierenden Katholiken in deren Umfeld, von nur 2% derselben (= 1500) besucht wird (siehe 10. Bezirk)? Jeder halbwegs klar denkende Mensch würde diesen Zusammenhang erkennen. Es ist also vollkommen Blunzn, wie's in Wien heisst, wie die Bestimmungen zur Priesterberufung (der nicht ein 0815 Job ist wie jeder andere allein wegen der theologischen Bedeutungen der Berufung) gestaltet sind. Das hat die evangelische Kirche schon lernen dürfen, aber die Medien sind dennoch gscheiter als die Geschichte. Bevor man einen 0815 Artikel schreibt, der ewig gestrig ist, sollte man es bleiben lassen.

Gast: Die Marie
24.09.2012 12:21
9 1

Wir sind verwöhnt!

Wir Christen im reichen Europa sind zu verwöhnt, zu bequem.
In Südamerika und Afrika nehmen die Menschen viel größere Wege auf sich. Und dort blüht der Glaube!
Es geht uns zu gut...

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Es geht uns zu gut...


Keine Sorge, das ändert sich eh bald. ;-)

Und im Übrigen: Ist das nicht eine sehr merkwürdige Voraussetzung, um den Glauben erblühen zu lassen?

Wer das richtig verstanden hat, kann doch auch heute bereits seine Schätze im Himmel anhäufen, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen.
Und Matthäus 6,21:
Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.

Amtliche Kirchen und Religionen haben nichts mit wahrem Christentum zu tun. Das ist etwas für sanfte Rebellen und Menschen mit Charakter.
Armut mag ja eine Tugend sein (weil das Gegenteil schnell zur Untugend wird und oft die Seele verseucht), aber arm sein und brav zur Kirche gehen, weil man Angst und eh sonst nix hat, war nicht im "Sinne des Erfinders" ...

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Merket Euch; Ihr die ihr mit der Erbsünde behaftet seid:

Je länger der Weg in die Kirche ist, umso mehr steigen die Chancen, dass Eure Seelen dem Feuer der Hölle entkommen! Ihr müsst aber aufpassen, dass Euch der 'Teufel am Kirchweg keine sündigen Gedanken eingibt. Es heßt ja: Ich habe gesündigt in gedanken, Worten und Werken und alles unterliegt der Strafe eures Gottes! Aber vielleicht gilt das nicht mehr. Was sagt das die Glaubensvereinsführung dazu?

In die Kirche gehen, hilft beim Nachdenken!

Ja, „aquilo“, Ihre Frage: „Was sagt das die Glaubensvereinsführung dazu?“ ist ganz leicht beantwortet.

Die „Glaubensvereinsführung“, was immer das in Ihrer Sicht der Dinge sein mag, würde mit absoluter Sicherheit die Frage mit einem einzigen Wort beantworten:

Dummkopf

Damit Sie noch etwas dazulernen und sich nicht noch einmal so billig blamieren:

Als getaufter Christ sind Sie von der Erbsünde befreit. Diese Erbsündenfreiheit verbleibt Ihnen auch dann, wenn Sie aus der Kirche, z.B. aus Kostengründen, ausgetreten sind. Einmal Christ, immer Christ, sagt die Bibel! Ob’s Ihnen paßt oder nicht!

Alle Sünden, die Sie nach der Taufe persönlich, im eignen Entschluß begangen haben, werden Ihnen vergeben, wenn Sie die Sünden bereuen und versprechen, also sich vornehmen, dieselben Sünden nicht wieder zu begehen. Gott nach katholischem Verständnis ist kein strafender Gott, sondern ein barmherziger.

Die Chance, daß uns auf dem Weg zur Kirche der Teufel holt, wie Sie meinen, ist äußerst gering, allerdings nur, wenn man keine so verqueren Ansichten nach außen vertritt, wie Sie das machen.

Aber, auch Sie haben die ganz einfache Chance nicht in die Hölle zu kommen, Sie müssen nur anfangen über Ihr Leben und vor allem über seinen Sinn nachzudenken. Wenn Sie bei diesem Nachdenken zur Erkenntnis kommen, die Maxime stimmt „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, haben Sie schon gewonnen, egal ob Sie dann in die Kirche gehen oder auch nicht!

In die Kirche gehen, würde Ihnen aber beim Nachdenken helfen!

3 1

Re: In die Kirche gehen, hilft beim Nachdenken!

In die Hölle kommen nur die, die daran glauben. Sonst niemand!

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In die Hölle kommen nur die, die daran glauben.

Ja, und auch die nur zu Lebzeiten. ;-)

Wer denkfähig ist, sollte das auch tun

„aquilo“, Sie müssen ja geradezu eine panische Angst vor der Hölle haben, wenn Sie so laut und deutlich „im Wald pfeifen“.

Wie ich Ihnen eben geraten habe, Lesen eines Katechismus hilft über Wissenslücken im christlichen Gedankengut hinweg.

Und wer die christliche Lehre kennt und bereit ist, sich daran einigermaßen zu halten, braucht keine Angst vor der Hölle zu haben.

Wer sich aber Gott als freundlichen alten Mann mit weißem Bart, auf einer Wolke sitzend, vorstellt, der wird sich natürlich auch die Hölle als finsteres Loch irgendwo tief in der Erde mit ständig brennendem Feuer vorstellen.

Wer aber seine Denkfähigkeit nützt – das kann jeder, nur viele machen es nicht, Sie auch nicht – der wird erkennen, was in den Bildern vom Baum der Erkenntnis steht, was unter Himmel und Hölle, was vom Bild Gottes zu halten ist und was vom Ebenbild Gottes, vulgo Mensch.

Es liegt mir fern, Sie zu missionieren. Sie aber sollten erst einmal das christliche Gedankengut in seiner ganzen Länge zur Kenntnis nehmen, bevor Sie anfangen, darüber unqualifiziert zu stänkern, nur weil Sie mit der Problematik Ihres Lebens Schwierigkeiten haben.

Es sind Ihre Schwierigkeiten, die Sie dazu bringen, auf die Kirche einzudreschen, obwohl Sie sichtlich gar nicht wissen, was die Kirche von Ihnen will und wie sie Ihnen in Ihrem Leben beistehen kann.

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Re: Wer denkfähig ist, sollte das auch tun

Woher wollen Sie wissen, dass ich Angst habe? Warum soll ich mich vor etwas fürchten, das nicht exisitert?

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unbd warum teilt ihr Gott eine Erbsünde aus?

Sieht so Barmehrzigkeit aus? Oder fällt das unter unergründlicher Ratschluß? Das ist die Jokerkarte, mit der sich die Gläubigen vom Nahcdenken befreien!

In jeder Buchhandlung kann man einen Katechismus kaufen. Lesen hilft!

Du meine Güte, „aquilo“, wachen Sie doch auf! Sie schmeißen ein paar Begriffe durch die Gegend, die Sie irgendwo aufgefangen haben, und merken gar nicht, daß alles falsch ist, was Sie da so locker vom Hocker verkünden. Schlicht, weil Sie keine Ahnung haben, wovon Sie überhaupt reden.

Nicht Gott hat die Erbsünde, es gibt nur eine, „ausgeteilt“, wie Sie meinen, sondern der Mensch hat sie begangen, indem er verbotenerweise vom Baum der Erkenntnis genascht hat.

Die Erkenntnis Gottes steht am Ende der Entwicklung des Menschen. Davor steht der Auftrag Gottes, „bevölkert die Erde und macht sie Euch untertan“. Wir sind mittendrin beim Bevölkern und beim Untertanmachen der Erde. Gott erkennen werden wir aber erst anläßlich des jüngsten Gerichtes.

Ob Sie das glauben oder nicht, macht überhaupt keinen Unterschied. Sie sollten aber nur von Dingen reden, die Sie zuerst wenigstens zur Kenntnis genommen haben. Und wenn Sie alle Details kennen, ist es Ihnen unbenommen, die daraus resultierenden christlichen Grundsätze abzulehnen. Dann aber, das müssen Sie auch zur Kenntnis nehmen, sind Sie ein vergleichsweise unangenehmer Zeitgenosse. Denn dann lehnen Sie die Rücksichtnahme auf die Gesellschaft ab, in der Sie leben und lehnen es ab, z.B. einen Schwächeren zu helfen. Eben, unangenehmer Zeitgenosse.

Der christliche, barmherzige Gott vergibt uns die Erbsünde, wenn wir durch die Taufe in seine Gemeinschaft aufgenommen werden.

So einfach ist das! Man muß es nur wissen!

Re: In jeder Buchhandlung kann man einen Katechismus kaufen. Lesen hilft!

"Der christliche, barmherzige Gott vergibt uns die Erbsünde, wenn wir durch die Taufe in seine Gemeinschaft aufgenommen werden."
Diese Taufe wird in fast 100% der Fälle an Säuglingen vorgenommen, also an Wesen, die sich nicht dagegen wehren können. Glauben Sie wirklich, daß Gott so ungerecht ist, alle Menschen für etwas schuldig zu sprechen, das sie nicht begangen haben ? Oder ist die "Erbsünde" nicht doch ein Produkt von Augustinus ?


Rennt man gegen eine Wand, beschädigt man meistens seine Nase

Nun, Hypolit, was die Erbsünde betrifft, sei auch Ihnen geraten, die Genesis zu lesen. Möglicherweise, aber ganz und gar nicht sicher, werden Sie dann das Bild „Erbsünde“ verstehen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Na ja, und was die Taufe im Säuglingsalter betrifft, darf ich daran erinnern, daß jeder Säugling, ohne gefragt zu werden, automatisch seinen Familiennamen erhält und völlig unabhängig von christlicher Taufe, schon vor der Taufe dem Standesamt gemeldet werden muß, welchen Vornamen er bekommt.

Der ach so arme Säugling kann sich weder gegen den Familiennamen noch gegen seinen Vornamen wehren, der ihm dann sein ganzes Leben anhängt. Schreckliches Schicksal!

Wenn er den mühsamen Amtsweg nicht scheut und einen triftigen Grund vorweisen kann, kann er seinen Namen ändern lassen. Aus der Kirche austreten kann er aber ohne triftigen Grund.

Oder anders ausgedrückt, gegen seine Taufe kann er sich als Erwachsener problemlos wehren, gegen seinen Namen nicht.

Schlußfolgerung, wir müssen unsere Säuglinge bis zur Großjährigkeit ohne Namen lassen, denn man kann doch niemanden mit einem Namen „vergewaltigen“. Wo kommen wir denn da hin?

Abschließend darf ich hoffen, Sie erkennen jetzt klar und deutlich, welchen Unsinn Sie da verbreiten.

Re: Rennt man gegen eine Wand, beschädigt man meistens seine Nase

Nach den Regeln der ach so nächstemliebenden katholischen Kirche kann man zwar aus der Kirche austreten, bleibt aber weiter durch die Taufe Christ."Einmal Christ, immer Christ, sagt die Bibel! Ob’s Ihnen paßt oder nicht!" haben Sie so treffend geschrieben.

Ich würde auch Ihnen raten, das AT einmal zu lesen, Sie werden dann vielleicht doch einige sehr markante Gegensätze zum NT erkennnen. Übrigens Genesis: Wie kann ein Mensch (Moses) über seinen eigenen Tod berichten ?

Abschließend darf ich hoffen, Sie erkennen jetzt klar und deutlich, welchen biotten Unsinn Sie da verbreiten.


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Nicht Gott hat die Erbsünde, es gibt nur eine, „ausgeteilt“, wie Sie meinen, sondern der Mensch hat sie begangen, indem er verbotenerweise vom Baum der Erkenntnis genascht hat.

Dass Sie keine Äpfel vom Baum der Erkenntnis gegessen haben, liegt für mich klar auf der Hand!

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Nicht Gott hat die Erbsünde, es gibt nur eine, „ausgeteilt“, wie Sie meinen, sondern der Mensch hat sie begangen, indem er verbotenerweise vom Baum der Erkenntnis genascht hat.

Was soll das heißen:: "der Mensch"
Ich denke, dass es diesen Meschen nicht gibt. Oder stammen die alle von einem Vorfahren ab?
Wann hat den ihr lieber Gott begonnen einzelnen Lebewesen Erbsünde zu verpassen.
Hoffentlich hat er nicht auf irgend einen Hominiden vergessen, denn sonst hättens vielleicht zu wenig zum missionieren!!

Einige schaffen den Spagat.

sich über Dinge aufzuregen, die sie nicht interessieren. Bewundernswert, oder?

Gast: b745
24.09.2012 08:17
6 15

3,5milliarden steuergeld für diese mafia


Antworten Gast: Die Marie
24.09.2012 11:42
8 0

Du hast keine Ahnung, sondern nur traurigen Hass!

Was ist in deinem Leben nur schreckliches passiert?

Re: 3,5milliarden steuergeld für diese mafia

Thema?

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Schönborn entpuppt sich

als der Darabos der katholischen Kirche.

 
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