24.05.2013 01:11 Merkliste 0

Leitartikel: Wir Jungen glauben nicht mehr an sichere Pensionen

JAKOB ZIRM (Die Presse)

Politische Schönfärberei kann die Fakten der Pensionsarithmetik nicht entkräften. Das Glück der Systembewahrer ist, dass viele Junge bereits resigniert haben.

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Die Pensionen sind sicher. Dieser Satz dürfte in der Hitparade der meistgebrauchten Politlügen einen Spitzenplatz ergattern – weltweit, aber vor allem in Österreich. Denn wer sich die Fakten der Pensionsarithmetik ansieht, kann über die politische Schönfärberei, wie sie von Regierungsmitgliedern, Pensionistenvertretern oder Gewerkschaftern seit Jahren betrieben wird, nur den Kopf schütteln.

100 Tage steigt pro Jahr im Schnitt die Lebenserwartung der Österreicher. Grundsätzlich ist das ein Grund zur Freude. Allerdings wird dadurch sukzessive das Pensionssystem aus den Angeln gehoben. Denn der Pensionsantritt wird an die steigende Lebenserwartung nicht angepasst. Im Gegenteil. Gingen in Österreich die Menschen in den 1970er-Jahren im Schnitt noch mit über 61 Jahren in Pension, treten sie heutzutage bereits mit rund 59 Jahren ihren Ruhestand an. In nur zwei Ländern der OECD gehen die Einwohner noch früher in Pension. Statt der 15 Pensionsjahre wie in den 1970ern ergibt sich heute ein Zeitraum von 25 Jahren, in denen der durchschnittliche Bürger dieses Landes für sein Einkommen nicht mehr selbst sorgt, sondern es per Umlageverfahren von den Jüngeren bezahlt bekommt.


Als wäre diese Entwicklung nicht schon Problem genug für das Pensionssystem, sinkt gleichzeitig auch der Anteil der unter 60-Jährigen an der Bevölkerung, während die Zahl der Pensionisten steigt. Grund hierfür ist die seit Jahren geringe Fertilitätsrate. So bekommen die Österreicherinnen im Schnitt nur 1,4 Kinder. Um die Bevölkerungszahl konstant zu halten, wären aber zumindest zwei Kinder pro Frau notwendig.

Natürlich ist die Frage, ob und wie viele Kinder jemand bekommt, eine höchstpersönliche Lebensentscheidung. Gleichzeitig lässt sich mit dem Verweis auf diesen Umstand aber nicht die Realität der Demografie außer Kraft setzen. Und diese lautet vereinfacht gesagt: Da die Generation der Baby-Boomer weniger Kinder als ihre eigenen Eltern bekommen hat und länger leben wird, müsste sie auch wesentlich später in Pension gehen.

Das tut sie aber nicht. Und deshalb kommt das Pensionssystem zunehmend in eine bedrohliche Schieflage. So wird der Zuschuss des Bundes zu den Pensionen in den zehn Jahren zwischen 2006 und 2016 um fast 40 Prozent auf nahezu 20 Milliarden Euro angestiegen sein, wie der Rechnungshof in seiner Kontrolle der Finanzplanung der Regierung jüngst vorgerechnet hat. Somit würde 2016 bereits jeder vierte Steuer-Euro in das Pensionssystem fließen – zusätzlich zu den Beiträgen der Versicherten wohlgemerkt.

Wird diese Entwicklung ohne ernsthafte Reformen so fortgeschrieben, muss das System zwangsläufig im nächsten oder übernächsten Jahrzehnt kollabieren. Zu diesem Zeitpunkt werden die jungen Erwerbstätigen von ihrem eigenen Pensionsantritt aber noch weit entfernt sein. Sie werden, wie die Verlierer in einem Pyramidenspiel, eingezahlt haben, ohne je etwas herauszubekommen.


Die professionellen Verteidiger des Systems argumentieren ob dieser Fakten gern damit, dass ja nicht das gesetzliche, sondern das tatsächliche Pensionsantrittsalter entscheidend sei. Und da ältere Arbeitnehmer keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten, wäre es unfair, sie in die Arbeitslosigkeit statt in die Pension zu entlassen. Doch wie soll das Thema eines notwendigen Arbeitsmarkts für Ältere je ernst diskutiert werden, wenn jene, die es betrifft – ältere Arbeitnehmer und Arbeitgeber –, mittels Pensionierungen die Kosten des Problems einfach auf die Jüngeren abwälzen?

Hinzu kommt, dass die politischen Vertreter der Jungen den absehbaren Kollaps des Pensionssystems meist nicht nur ignorieren. Sie gehen mitunter sogar fahnenschwingend auf die Straße um gegen Reformen zu demonstrieren. Dass die große Mehrheit der Jungen das Ganze anscheinend schweigend hinnimmt, hat jedoch nicht nur mit mangelndem Interesse zu tun, wie häufig konstatiert wird. Viele haben angesichts der politischen Übermacht der Älteren einfach resigniert – und rechnen nur mehr mit ihrer privaten Vorsorge. Kein gutes Zeichen für eine Demokratie.

 

E-Mails an: jakob.zirm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.09.2012)

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54 Kommentare
 
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Gast: geistreicher
06.10.2012 10:38
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ist blöd reden wirklich genug?

eine frage: wie werden eigentlich die pensionsjahre von politkern errechnet und was müssen sie tun um pensionsjahre zu erlangen. güngten da zu teil schon volksverhetzende kommentare der freiheitlichen oder oder das anhiehen der spendierhosen beim ausverkauf österreich durch die anderen parteien.

Nachdem gut 80% der "Erwerbstätigen"...

gemessen an dem, was sie real produzieren, ohnehin "Sandschaufler" sind, ist noch jede Menge Platz für Anpassungen ohne Wohlstandsverlust.

alte sind einfach unnötig und kosten nur geld

die marktwirtschaftliche lösung dieses problems liegt auf der hand. sprechen sie es nur aus, herr z., unseren segen haben sie!

Die Pensionen (unsere) sind GESICHERT, werte Jugend !


Ihr braucht nur doppelt so viel arbeiten für den gleichen Nettolohn.

und nach uns die Sintflut ! Österreichischer Sozialismus pur...

Nach Schweizer Kriterien haben wir zwar 10% Arbeitslose (alle unter 65 ), doch wos kümat des an echtn Gewerkschofta...

Und BITTE ja keine Vergleiche mit Schweden oder der Schweiz !

Denn Schamgefühle für "gestohlene" Pensionsanteile wären ein Zeichen von Verantwortung...


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Die

Alten arbeiten nichts und kriegen dafür Geld vom Staat. Ob sie da ein gutes Vorbild für die Jugend abgeben? :-)

Antworten Gast: Be-obachter
27.09.2012 19:59
0 5

Re: Die Alten arbeiten nichts...

Nicht nur das - sie wählen auch noch eisern immer jene Partei, die Werktätige höher & höher besteuert, um es zu den Pensionisten umzuverteilen.
Weiters gehen sie zumeist schon lang vor dem Erreichen des eigentlichen Pensionsalters in den Ruhestand.

Ich kenne persönlich einige (kinderlose) Frauen, die sind bereits länger in Pension als sie an Versicherungsjahren aufzuweisen haben.


0 1

Recht hat die Jugend

Bin Rentner bekomme für 45 Jahre Arbeit 1500 EU
und muss darauf noch Steuern blechen, und möchte der Jugend eines auf dm Wege mitgeben.
Die letzten Jahre habe ich einiges gelernt, arbeite gemütlich mach dir kein Stress, des öfteren krank feiern, bei Unwohlsein mindestens 2 Tage erholen und so weiter. Aus folgenden Gründen. Dein ehrlich verdienter Lohn wird durch Steuern soweit erniedrigt das du mit Arbeitslosen Geld fast genauso weit kommst, haste auch noch das Vorteil, nicht für die Menschen aller Nationen dein Geld im Prinzip zu verschenken. Der Staat müsste mehr für die eigenen Bürger zurücklegen, was die am liebsten nicht tun würden. Z.B der Euro. Dazu möchte ich noch bemerken, das als 30 Jähriger auf die Faule Jugend geschimpft habe. Heute sage ich, die haben verdammt nochmal Recht gehabt.

Re: Recht hat die Jugend

...und mit 1500 EUR sind Sie noch gut dran. Die meisten kriegen das nicht einmal.

Gast: socJustice
27.09.2012 17:20
2 0

jedem Pensionisten sollte ein menschenwürdiges Ausgedinge zustehen

. . . es ist nicht der Sinn des Sozialstaates Privilegierten exorbitante Pensionen zu verschaffen.
Ebenso sollte das Mindesteinkommen gleich einem Vorsteuerrabatt jedem zustehen. Damit brächte jeder Job ein vernünftiges Einkommen, während erst überdurchschnittliche Einkommen progressiv zu belasten wären.


"Sozialversicherungs-Bank", ...

so muss die Allgemeine Sozialversicherungsanstalt und jene der Gewerblich Selbstständigen umbenannt werden, Die Gesetze-machenden Konzern abhängigen Schergen im Plenum werden "unseren Lobbyisten, ein Zeichen gebend" folgen und Milliarden flüssig machen. Ohne Zaudern wird das durch gewunken. Der Begriff "Bank" hat Gewicht in der Politik!

Gast: Zweifel tut not
27.09.2012 16:01
0 0

Man sollte die verschiedenen Ausgaben des Staates grundsätzlich hinterfragen.

Abseits von jeglichem Alarmismus natürlich. Von dem bald bevorstehenden Untergang des Pensionssystems lese ich seit fast 30 Jahren in dieser und in anderen Zeitungen.
Er ist bis jetzt nicht eingetreten. Das deutet darauf hin daß sich die Journalisten der Angstlust bedienen um die vielen weißen Flecken auf ihrem Papier zu füllen!
Oh, es gibt schon Probleme, aber an die soll man nüchtern und überlegt herangehen. Polemiken in Leitartikeln, in einem atemlosen Stil geschrieben helfen da wenig!
Das langsame Bohren dicker Bretter ist angesagt.

Wenn wir schon sparen müssen so sollten wir nicht bei Leuten anfangen die sich nicht wehren können, auch wenn der Neid noch so groß ist.
Schaffen wir mal die Presseförderung ab, das ist schon ein ordentlicher Batzen Geld!

Re: Man sollte die verschiedenen Ausgaben des Staates grundsätzlich hinterfragen.

Jaaa, Verteidigungspolitik und Bundesheer, Beamtendienstrecht, Hochrüstung der Sicherheitswachen um den unausbleiblichen Unruhen zu begegnen, Subventions- und Förderungspolitik, Steuergerechtigkeit, VSt-Missbrauch und, und ...

Im Zusammenhang mit diesen Novellen muss gleich dem Finanzminister eine Kontrolle zugewiesen werden, damit die zu erwartenden Budget-Überschüsse ordentlich verwaltet werden!


Wir Jungen glauben nicht mehr an sichere Pensionen

Was für primitive Argumentationen über Generationen hinweg!

Pensionsarithmetik etc. sind Schlagwörter, welche nicht einmal die verbohrtesten Gewohnheitswähler ernst nehmen. Das staatliche System krank zu reden, um verunsicherte Beitragszahler in die Fänge privater Geschäftemacher zu treiben – einfach unredlich!

Fakt ist, dass jeder zum Zeitpunkt der Einbehaltung des ersten SV-Beitrages "mit dem System" einen Vertrag eingegangen ist, welcher Gültigkeit zu haben hat.

Wenn nun andere Regeln greifen sollen müssen sie von beiden "Vertragspartnern" erst eingegangen werden. Welche Unredlichkeiten in der privaten Pensionsvorsorge tragend wurden, sind ein Fall für den StA!

Gesetzliche Pensionsversicherung und eine Möglichkeit, mit dem Sozialstaat über die Mindestpflicht hinaus lukrativere Vorsorgemöglichkeiten abzuschließen, daran wird kein Weg vorbeiführen und den Finanzkapital-Konzernhaien ist mit strengen Kontrollen zu begenen. Das muss Sache sein!

Re: Wir Jungen glauben nicht mehr an sichere Pensionen

Was ist denn an dem "Krankreden" inhaltlich falsch?
Keine steigende Lebenserwartung? Keine Demographischen Umbrüche? Haben wir keine Finanzierungslücke im Umlagensystem?
Hat der Rechnungshof sich die staatlichen Deckungsbeiträge einfach nur eingebildet?

Dass es sehr fraglich ist wie man mit den "wohlerworbenen Rechten" umgehen soll und kann, das stimmt natürlich. Aber das wischt das dargestellte Problem nicht vom Tisch, sondern macht nur die Lösung komplizierter. Und es dadurch noch dringender etwas zu tun, weil man einfach lange Vorlaufzeiten braucht um Reformen halbwegs friktionsfrei über die Bühne zu bringen.

Antworten Antworten Gast: Karl Schlosser
27.09.2012 18:17
0 0

Ein altes Gesetz gibt Rechte - ein neues nimmt sie !

Wenn absehbar ist, dass der Staat zuweinig Geld hat um Rechte aus einem alten Gesetz zu erfüllen, dann muss er ein neues "erfüllbares"Gesetz machen. Denn ein Pleite würde weit mehr Schaden verursachen als eine rechtzeitige Kürzung (also ein "Ausgleich") wohlerworbener Rechte. Schaut nach Griechenland und traut euch !

Gast: Hannking
27.09.2012 12:26
1 0

Das Zwangspensionssystem sofort aufheben (die Kammern gleich dazu).


Gast: unglaubl
27.09.2012 11:30
2 7

Selten so

einen schlechten Leitartikel gelesen.

Sogar ein Volksschüler kann besser und richtiger argumentieren als Herr Zirm.
Man kann nur hoffen, dass sich die Pensionsexperten in ihrem Bereich besser sind als Herr Zirm beim Schreiben, sonst sieht es bitter aus.

9 0

Re: Selten so

Möglicherweise gibt es tatsächlich Volkschüler, die besser argumentieren als Hr. Zirm. Sie können es offenbar nicht, sonst hätten Sie in Ihre Tirade auch Argumente aufgenommen oder zumindest Fehlerhaftes aus dem Artikel zitiert und widerlegt.

Die Gier is a Hund ...

Ein Grundübel der ganzen Pensionsdiskussion ist doch, dass jene, die die Pensionen jetzt und in Zukunft zahlen, kein politisches Gewicht haben.

Alle, die sich regelmäßig zum Pensionsthema zu Wort melden, stehen selbst absehbar vor dem Ruhestand. Und keiner sägt an dem Ast auf dem er sitzt. Ein Blick ins Parlament, in die Kammern, die Gewerkschaften, usw. zeigt primär SilberlöwInnen, die den Teufel tun werden, ein System zu Gunsten einer Generation zu verändern, die sich mangels Macht und Einfluss nicht wehren kann.

Politiker, Beamte und sonstige Priviligierte in diesem Land entscheiden darüber, wer wieviel bekommen wird. Keiner von denen überwindet die eigene Gier. Und nachdem auch keine Krähe der anderen ein Auge auspeckt, werden die für dumm hingestellten Zahler und Erhalter des Systems weiter mit Polit-Valium ruhig gestellt: Es ist eh alles super, ändern brauch' ma nix. Oder wie der Sozialminister kürzlich sinngemäß meinte: Ich lass mir das System doch nicht schlechtreden ...

Was vergessen wird: Er spricht von einem System, von dem auch er demnächst hochgradig profitiert, das in Zukunft aber viele in Armut treiben wird. Das ist wahre Nachhaltigkeit.

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falsche Diagnosen

...Doch wie soll das Thema eines notwendigen Arbeitsmarkts für Ältere je ernst diskutiert werden, wenn jene, die es betrifft – ältere Arbeitnehmer und Arbeitgeber –, mittels Pensionierungen die Kosten des Problems einfach auf die Jüngeren abwälzen?..
Typisch journalistische Verkürzung bzw.Beweis von wenig Interesse,die Fakten zur Kenntnis zu nehmen und Unlogik als Recherche zu verkaufen.
Der nicht vorhandene Arbeitsmarkt für ältere Arbeitnehmer ist nur deshalb ein Problem weil eben nicht alle die älter sind und arbeitslos werden,in Pension gehen können.In den meisten Fällen liegt davor jahrelange Arbeitslosigkeit,die dazu führt,dass die Pensionen der Betroffenen massiv gekürzt werden.
Die Kosten werden daher vorranigig von den desolaten Pensionskassen in die ebenso desolaten Kassen der Arbeitslosenversicherung verlagert.So lange es keine seriösen und auch entsprechend bezahlten Jobs für ältere Arbeitnehmer gibt,ist das ganze nur eine virtuelle und vor allem sehr heuchlerische Debatte die aber real zur unmittelbaren Armut vor der Pension und mittelbar zu ebensolcher in der Pension führt.Alle Beteiligten in Politik und Wirtschaft wissen das auch aber es ist ihnen sichtlich egal,da sie selbst niemals von diesem Thema betroffen sein werden.Auch Journalisten gehören in den meisten Fällen nicht zu den Betroffenen und sollten sich zumindest informieren,bevor sie hauptsächlich Unsinn schreiben.

Re: falsche Diagnosen

die analyse hinsichtlich der anstehenden demografischen katastrophe ist völlig zutreffend. so unangenehm das ergebnis erscheint. tatsachen zu leugnen, macht diese nicht ungeschehen.

das der arbeitsmarkt für ältere personen problematisch ist, ist auch kein geheimnis. den meisten ist jedoch nicht bewusst, dass es an den kosten für ältere arbeitnehmer liegt. durch "automatische" jährliche gehaltssprünge kostet ein mitt-50er zumeist doppelt soviel wie ein end-20er. er bringt den unternehmen aber nicht den doppelten ertrag. ein älterer arbeitnehmer hat mehr erfahrung und dadurch mehr wert für ein unternehmen, er bringt zumeist aber auch nicht mehr die leistung eines jungen arbeitnehmers, sodass der vorteil durch die erfahrung durch den geringeren output, wenn nicht aufgehoben, so doch geschmälert wird. auch das sind fakten (einzelfälle, die das gegenteil belegen gibt es natürlich auch, aber diese sind kein grund die allgemeinen tatsachen zu ignorieren).

solange also nicht das kostenproblem von älteren arbeitsnehmern diskutiert wird, wird es hier zu keiner reduktion ihrer arbeitslosigkeitsrate kommen.

das mag viele leute erzürnen, ist aber eine tatsache. und wer tatsachen ignoriert, wird früher oder später von der wirklichkeit überrollt.

Re: Re: falsche Diagnosen

Das bedeutet anders herum nur, dass junge Arbeitskräfte zu billig sind.

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Re: Re: Re: falsche Diagnosen

Teilweise mag das durchaus stimmen.
Man kann auch grundsätzlich das Senioritätsprinzip in Frage stellen und für Berufsanfänger ein neues System etablieren.
Das hat aber in den KV ohnehin ein oberes Ende ab dem nur mehr die KV Lohnerhöhungen hinzukommen.In vielen KV gibt es außerdem keine Biennen oder sonstige außerordentliche Vergütungen.
Die heutigen älteren Arbeitnehmer haben in ihren Anfangsjahren zum Teil sehr wenig verdient und das vor allem mit dem Hinweis auf das Senioritätsprinzip,dass zu höheren Einkommen mit zunehmendem Alter führt.Soll die gleiche Generation heute darum umfallen und so wie bei vielen anderen Dingen auch darum betrogen werden?
Am Anfang nix,am Ende wenig und dazwischen liegt ein ganzes Arbeitsleben während sich die Chefetagen über jährliche Einkommenserhöhungen von +9% und mehr freuen können?
Ich habe den Eindruck hier posten viele,die keine Ahnung von der Realität haben und sich selbst für die legitimen Nachfahren von B.Gates halten.

Re: Re: Re: falsche Diagnosen

sie haben es verstanden.

ich bin auch der ansicht, dass wir den mindestlohn auf EUR 10.000 anheben sollten. nicht nur in österreich, sondern weltweit. damit würde man dann die armut besiegen und die wirtschaftsleistung würde ganz fantastisch durch diese maßnahme angekurbelt werden.

der friedens- und wirtschaftsnobelpreis sind mir beide sicher!

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Re: Re: Re: Re: falsche Diagnosen

Ich habe mich nicht zum Thema Mindestlohn geäußert.
Wenn Sie der Meinung sind,dass ein älterer und erfahrener Arbeitnehmer den gleichen Lohn wie ein junger unerfahrener bekommen sollte,sind Sie sicher auch der Meinung,einen Mercedes um den Preis eines Volkswagens bekommen zu müssen.Beide Autos haben im Normalfall Räder und bringen Sie im besten Fall von A nach B,wieso sollten Sie daher für den Mercedes mehr bezahlen müssen?

Re: Re: Re: Re: falsche Diagnosen

Sie haben es nicht verstanden.

Ich bin nämlich nur der Ansicht die Lebenseinkommenskurve abzuflachen.

 
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