23.05.2013 20:53 Merkliste 0

Wenn Maria Fekter doch nur Reinhard Kamitz hieße

FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Unter Finanzminister Reinhard Kamitz war der Bundeshaushalt der Republik Österreich zum letzten Mal im Plus. Das war im Jahr 1954.

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Eine große Rednerin wird Maria Fekter wohl nicht mehr werden. In 82 ziemlich langen Minuten versuchte Österreichs Finanzministerin am Dienstag, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass der Bundeshaushalt eigentlich ein tadellos geführter ist. Soweit das „in Zeiten wie diesen" überhaupt möglich ist. Soll heißen: Bräuchten die Volksbanken sowie die Staatsbanken Hypo Alpe Adria und Kommunalkredit nicht so viel Geld, um schiefgegangene Geschäfte zu begradigen, stünde Österreich ganz passabel da. Aber auch so könne sich ein Defizit in Höhe von etwas mehr als drei Prozent der Wirtschaftsleistung sehen lassen, immerhin stecke ganz Europa seit Jahren in einer hartnäckigen Wirtschaftskrise.

Nun soll es ja niemandem verboten sein, die Wirklichkeit in ein hübscheres Kleid zu stecken. Schon gar nicht einem Regierungsmitglied, dem die Wählerschaft ein gewisses Maß an Eigen-PR bestimmt nicht allzu übel nehmen wird. Eher beunruhigen dürfte eine wachsende Zahl der Bevölkerung aber, dass sich in der Regierungsmannschaft kein einziger Minister mehr findet, der rasant wachsende Schuldenberge bei enorm hohen Steuereinnahmen für eine schlechte Sache hält. Niemand, der zumindest im vertrauten Kreis darauf verweisen würde, dass die Finanzhilfen für angeschlagene Staatsbanken zwar ein Problem, aber nicht das Problem sind.

Das Problem ist eher darin zu sehen, dass der Bund zuletzt im Jahr 1954 (!) einen Überschuss erwirtschaftet hat. Seit 1945 gab es mit 1953 und 1954 überhaupt nur zwei Jahre, in denen eine heimische Bundesregierung weniger Geld ausgegeben als eingenommen hat. Und mit Reinhard Kamitz kennt die Zweite Republik auch nur einen einzigen Finanzminister, dem das „Kunststück" gelungen ist, mit den vorhandenen Mitteln das Auslangen zu finden. Seit 1955 haben alle seine Nachfolger selbst die konjunkturell besten Jahre genutzt, um die Schulden des Bundes weiter zu erhöhen.

In diese Liste hat sich auch Maria Fekter eingetragen: Allein heuer wird in den Kassen mit 11,1 Milliarden Euro so viel Geld fehlen wie nie zuvor in der Geschichte des Landes. Die Steuereinnahmen entwickeln sich zwar besser als erwartet, das trifft aber auch auf die Ausgaben zu. Und das, obwohl dieses Land ja angeblich „kaputtgespart" wird, wie von Freunden hoher Staatsausgaben nahezu täglich zu hören ist. Dabei wird der Bund heuer 76,5 Milliarden Euro ausgeben - das sind um flotte 8,7 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Was die Bundesregierung freilich nicht daran hindert, vom „Sparen" zu reden.

Das vermutlich noch größere Problem ist, dass seit ewigen Zeit versucht wird, die tiefen Löcher im Bundeshaushalt nur auf ein und dieselbe Art zu stopfen: mit noch höheren Steuern. Das ist die einzige Konstante, die Österreichs Steuerzahler von der heimischen Finanzpolitik erwarten dürfen. Und das, obwohl die Bundesregierungen seit Jahrzehnten eindrucksvoll beweisen, was mit den höheren Einnahmen geschieht: Sie münden automatisch in noch höhere Ausgaben. Diese Dynamik folgt keinem Naturgesetz, sie ist in Gesetze gegossener politischer Wille. Die Bundesausgaben hängen nicht nur vom tatsächlichen Bedarf ab, sie sind an die Höhe der Einnahmen geknüpft.

Verlassen dürfen sich die Bürger auch darauf, dass über „Reformen" bestenfalls geredet wird. Umgesetzt wird von all dem so gut wie nichts. Weil nicht nur die Regierungsmitglieder, sondern fast alle im Parlament vertretenen Politiker sinkende Staatsausgaben für eine brandgefährliche Strategie halten. Wie viele staatshörige Bürger vertrauen auch sie mehr der Wirtschaftskraft des Staates als in jener der (privaten) Unternehmer.
Deshalb wird auch jetzt wieder nur ein Thema diskutiert: noch höhere Steuern. Ob nun die Grundsteuern kräftig angehoben werden oder die Erbschafts- und Vermögensteuer wieder eingeführt werden - am immerwährenden Defizit wird all das nichts ändern, mit den Einnahmen werden einzig und allein die Staatsausgaben weiter nach oben getrieben. Solange Maria Fekter bei all dem mitmacht, ist es ziemlich irrelevant, wie gut oder schlecht sie redet. Gemessen wird sie daran werden, ob aus ihr vielleicht doch noch ein weiblicher Reinhard Kamitz wird. Hoffen wird man ja noch dürfen.

E-Mails an: franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.10.2012)

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70 Kommentare
 
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Gast: Niederösterreicher
18.10.2012 00:29
1 0

Laßt doch die Fekter in Ruhe!

Schon einmal haben die Schwarzen unter Schüssel versucht, den "Sparefroh" zu spielen und sind an der (beim Wähler durchaus populären) Ausgaben-Wut der Linken gescheitert.
Statt Kritik am Budget-Defizit sollte man lieber anerkannen, daß die Fekter und die Schwarzen wenigsten die wichtigsten Ausgaben-Orgien verhindert haben!

Kleines Beispiel: das Gratis-Hochschulstudium auch für Untalentierte! Nach dem Eingeständnis der Roten will man durch Erleichterung des Studiums und auf Geschäftsunkosten den Anteil der traditionell links stehenden "Unterschicht" an den Akademikern wesentlich erhöhen, um die Gesellschaft mit linken Dogmen indoktrinieren zu können ....

Da zählt nicht echte Leistung, sondern der Lehrstoff soll den unbegabten Studenten notfalls mit dem "Nürnberger Trichter" eingetrichtert werden: Hauptsache die Mehrheit der Akademiker hat ein "linkes" Bewußtsein!

Gast: astray
17.10.2012 21:26
1 0

fekter

fekters budget ist wahrscheinlich die beste unter allen schlechten möglichkeiten.nicht zu vergessen ihr roter sektionschef steger,der hier massgeblich mitarbeitet.
im europäischen vergleich ist dieses budget wahrscheinlich nicht das schlechteste.
aber eines sollte man fekter verbieten:ohne not englisch zu sprechen,zumal ihr deutsches idiom grenzwertig ist.

Das Budget - Dichtung und Wahrheit

Dass Frau Fekter die möglichen Aufwendungen für die Banken derart knapp abhandelte, zeigt doch, dass ihr offenbar dabei nicht ganz wohl zumute ist. Dass der Sektionschef am Vorabend meint, dass das Defizit heuer ohne die Aufwendungen für die Banken näher bei 2 % liegt, lässt tief blicken. Das Budget sollte die in Zahlen gegossene Gesellschaftspolitik widerspiegeln. Die darin gesetzten Schwerpunkte lassen einerseits tief blicken andererseits aber auch am Gestaltungswillen dieser Koalition stark zweifeln. Hoffentlich hat diese Regierung noch das Glück zu begreifen, dass ihr Gerede vom Sparen solange leeres Gedöns darstellt, solange nicht jährlich ein Primärüberschuss erwirtschaftet wird. Von mehr lässt sich bei dieser Konstellation maximal träumen.

Gast: ich pack sie nicht
17.10.2012 16:41
0 1

die Fekter ist eine der vielen "Leuchten"

in unserem Regierungsteam für die ich mich als Österreicher fremdschäme...

Grasser war zwar nicht im plus aber fast

etwas das mit sozialistischen Regierung nie und nimmer möglich wäre.

Schwarz/Blau hat die Schulden auch um 6 % v BIP gesenkt und alleine das macht sie zur Besten Regierung seit 30 Jarhen.

Antworten Gast: SchauGenau
17.10.2012 16:02
1 0

Re: Grasser war zwar nicht im plus aber fast

Zu blöd nur, dass man das Staateigentum nur einmal verkaufen kann, oder?

Antworten Antworten Gast: der kluge Sozi weiß
17.10.2012 16:45
3 1

Re: Re: Grasser war zwar nicht im plus aber fast

daß man Staatseigentum immer wieder subventionieren muß um davon zu profitieren. Schließlich ist die ÖBB für uns sehr wichtig, sie übernimmt ohne Widerrede die Kosten für die Werbung unseres roten Bundekanzlers!

Re: Re: Re: Grasser war zwar nicht im plus aber fast

Und was hat er nicht verkauft?

ÖBB, nennen Sie ja, oder auch die AUA. Sozusagen die Ladenhüter.

Mit voller Hose ist leicht stinken.

Re: Re: Re: Grasser war zwar nicht im plus aber fast

Oder was hat Grasser noch verkauft, hmm?

Bundeswohnungen! Der Buwog-Quadratmeter werde von der Immofinanz mit 1.000 Euro bewertet, der Einkaufspreis lag bei 500 Euro.

2001 wurde das Dorotheum an die Bietergruppe "One Two Beteiligungs- und Managementberatung" verkauft,. Nach Meinung der RH-Prüfer wurde das Dorotheum zu billig verkauft: Der Erlös des Bundes sei mit 70,57 Mio. Euro „um rund zehn bis 20 Mio. Euro unter der Verkaufspreisempfehlung seitens der Investmentbank“ gelegen.

Re: Re: Re: Grasser war zwar nicht im plus aber fast

Sicher. Die Austria Tabak z.B., die Grasser um ein Taschengeld verkauft hat (break even für Gallagher nach 4!! Jahren) war z.B. derart subventionsbedürftig, dass ihnen Grasser gleich noch einen Mindestzigarettenpreis (= Zwang zu höherem Gewinn) mit draufgelegt hat.

Damit Gallagher die pöhse Konkurrenz nicht so zusetzt.

In diesem Land wird es nie zu einer Ausgabensenkung kommen, wenn die Steuern nicht endlich - auf Defizit - massiv gesenkt werden

Weil jede Budgetsanierung ist bsiher so abgelaufen, das 50/50 steuernerhöht und gespart wurde, aber am nächsten Tag die diversen Funktionäre schon wieder mehr Ausgaben verlangt haben.

Nach 2 Jahren ist dann nur die Steuererhöhung übrig geblieben und ein Defizit war erst wieder da. Und dann hat das Spiel von neumen begonnen - da haben sich die ÖVP/SPÖ Funktionäre schön gegenseitig den Ball zugeschossen.

Daher soll die nächste Regierung einfach die Steuern senken, egal wenn wir dadurch Defizit erhalten und dann einsparen und dann auf Defizit wieder senken.

Nur so kommt der Bürger noch zu etwas und nicht die Partei

Gast: Geld istweg!
17.10.2012 12:36
3 1

Die Frau Fekter ist wie (fast?) alle Regierungsmitglieder der jetzigen Koalition

Unfähig, heillos überfordert, entscheidungsschwach- bis unwillig, mutlos und einfallslos! Leider!

Somit hat Schellhorn mit seiner Analyse recht, leider!

Und die Herren charles j fox und Co gehören zur Kategorie I, siehe oben.

Ein Budget mit Überschuss, bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum und Nahezu Vollbeschäftigung ist bei einigermaßen kreativem Handeln natürlich möglich, siehe Beispiele anderer Länder.

Aber dazu bräuchte es außer Einfallsreichtum, Mut und Durchsetzungsvermögen gegenüber einem Schulden befürwortenden und diese umverteilenden Koalitionspartner SPÖ.

Fekter gehörte einmal zu den mutigeren Regierungsmitgliedern, der Mut ist abhanden gekommen, andere positive Eigenschaften fehlten ihr zu Beginn an. Leider!

Antworten Gast: Vogel Strauss
17.10.2012 20:22
1 0

Re: Die Frau Fekter ist wie (fast?) alle Regierungsmitglieder der jetzigen Koalition

Nicht nur in der jetzigen, auch in den kommenden Regierungen ... es gehen ja nur Leute in die Politik, die in der Privatwirtschaft nix erreichen! Genauso schaut die politische Landschaft derzeit auch aus!

1954=2012 ???

wie kann man allen ernstes die lage des jahres 1954 mit der von heute vergleichen? damals waren wir mitten im nachkriegsboom, wir hatten hohe wachstumsraten und niedrige arbeitslosigkeit. in der situatuion einen ausgegelichenen haushalt aufzustellen - meinetwegen.

aber wir müssen uns fragen ob das, was 1954 gut und richtig war auch im unmittelbaren hier und jetzt tauglich ist. und das muss man verneinen, denn wir stehen vor einer ganz anderen herausforderung, wir haben eine schwere währungs- und eine wirtschaftskrise, die sich jederzeit zu einer schweren depression auswachsen kann. das sind unsere problenme und denen ist nicht beizukommen, wenn wir au teufel komm raus einen ausgeglichenen haushalt vorlegen. aber schell hat auch eine ganz ander agenda. ihm geht es nicht um wachstum und beschägftigung, ihm geht es nicht mal um die wirtschaft insgesamt. er ist ein ideologe des marktradikalismus, der alles bereit ist zu opfern um den staat zu schrumpfen. daher ist für ihn eine kürzung der staatlichen ausgaben in jedem fall gut und wenn es zur schwersten depression seit den 1930ern führen sollte, ist ihm das auch wurscht. hauptsache der staat schrumpft...

Antworten Gast: Kamitz
17.10.2012 14:58
3 0

Re: 1954=2012 ???

Wenn jemand darauf hinweist, dass der letzte Überschuss im Jahr 1954 angefallen ist, setzt er/sie nicht das Jahr 1954 mit 2012 gleich. Der Staat schrumpft auch nicht, er steht heute für 52 Prozent der Wirtschaftsleistung. Staatliche Ausgaben werden in Österreich nicht gekürzt, im Gegenteil - allein im letzten Jahr sind sie um über zehn Prozent gewachsen, wie der Autor richtigerweise anmerkt. Der angehäufte Wohlstand wurde nicht zur Gänze erwirtschaftet, sondern geliehen. Das lässt sich an der hohen Verschuldung (relativ wie absolut) ablesen. "Auf Teufel komm raus einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen"? Sehr witzig.

und täglich grüsst das murmeltier..

okay, was lernen wir aus dem artikel? unsere regierung besteht aus hochqualifizierten personen die auf strukturprobleme das patentrezept höhere steuern gefunden haben, um den sozialen frieden zu wahren.
soweit so schlecht, aber wie ändert man das?
wer erklärt bei der nächsten wahl dass sich jetzt mal wirklich was ändern muss?

Es ist damit alles zum Budget gesagt,

und der Klüngel zwischen Politik, Banken und Wirtschaft geht weiter.

Gast: Hansi Hüpfer
17.10.2012 08:26
5 0

Die EU wird's schon richten! Dream on!

Danke für diesen überfälligen Artikel.
Die Roten warten nur noch d'rauf die verfahrene Situation mit warmer Hand, der EU zu überlassen und obendrein noch dafür von Schäuble für die Umsetzung seines Plans beglückwünscht zu werden.

Unter Finanzminister Reinhard Kamitz war der Bundeshaushalt der Republik Österreich zum letzten Mal im Plus.

warum so weit in der vergangenheit stöbern?

wie war denn das vor ~10 jahren, als der schönste finanzminister aller zeiten ausgeglichen budgetierte?
da haben 'qualitäts'journalisten wie unterberger oder schellhorn vor lauter jubel nicht mehr gewusst, wie sie heissen.
da haben sie ihre 'expertise' bewiesen und ein lügenmärchen geglaubt und verbreitet.

warum also stellen sie nicht den viel gegenwärtigeren grasser als superwuzi in die manege anstelle von kamitz?
verdrängung eigener unzulänglichkeiten?
oder ist es schlicht schellhornss alzheimer, der erlebnisse in der jugend ins gedächtnis ruft aber vergessen lässt, was gestern passiert ist?

Re: Unter Finanzminister Reinhard Kamitz war der Bundeshaushalt der Republik Österreich zum letzten Mal im Plus.

weil er annähernd ausgeglichen budgetierte?

etwas, was Edlinger und SPÖ 2 Jahre davor noch für undenkbar hielten?

Re: Unter Finanzminister Reinhard Kamitz war der Bundeshaushalt der Republik Österreich zum letzten Mal im Plus.

volle zustimmung! der größte finanzminister aller zeiten, schellhorns heros und unser aller vorbild karl-heinz grasser hat das nulldefizit ja schon erreicht und das budget saniert! wieso in die ferne schweifen wenn das gute liegt so nah? wozu brauchen wir einen kamitz von vor 50 jahren, wenn wir doch vor etwas mehr als fünf jahren noch einen GRASSER hatten?

wie kann man diese nachhaltige budgetsanierung nur vergessen? was ist los mit ihnen, schellhorn? wieso fordern sie nicht, dass fekter sich in grasser verwandeln soll?

Für ALLE halbgebildeten Möchtegern-Ökonomen !


http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/schweiz-bund-kanton-gemeinde-finanzen-1.15344128

Ähnliches gibt es von Schweden.

Doch unsere rotschwarzen Pseudosozialisten ist Machterhalt wichtiger als die nächste Generation.

Relativ bösartige Zyniker !

Danke für den link, es geht also doch, vor allem wenn die Bevölkerung mitentscheidet!

Die Bürger sind doch nicht so dumm, wie es die diversen Regierer gern hätten. Glückliche Schweiz!

Re: Für ALLE halbgebildeten Möchtegern-Ökonomen !

offensichtlich richtet sich ihr posting an die presse-wirtschaftsredaktion. nur möchte ich die vor ihrem furor in schutz nehmen: denn die(gtroßteils) herren der pr. sind viell. halbgebildet, aber möchtegernökonomen - das verbitten sie sich sicher! denn die herren schell, zirm & co wollen alles sein, aber keine wirtschaftswissenschafter! das ist so linkslinks, dieses auf staatskosten forschen und lehren! diese herren wollen keine pragmatisierten staatsbedienstete sein, sondern dynamische entrepreneurs, und vor allem JÜNGER DES FREIEN MARKTES. das hat mit wissenschaft nix zu tun, da wollen die nicht einmal anstreifen! alles hören sie auf mit ihren unterstellungen!

Re: Re: Für ALLE halbgebildeten Möchtegern-Ökonomen !

also ich fand den link auf die nzz mit dem bericht über die schweizer budgetgebahrung recht erhellend, denn das zeigt, dass trotz niedrigerer steuern und trotz wirtschaftskrise ein überschuss möglich ist.

österreich hat seit 1945 lächerliche 3x einen überschuss produziert und marschiert schnurstracks in die schuldenfalle. wenn das kein zeichen der "immerwährenden" unfähigkeit von rot und schwarz ist, was dann?!?

"Aber auch so könne sich ein Defizit in Höhe von etwas mehr als drei Prozent der Wirtschaftsleistung sehen lassen "

polemik bin ich von ihnen gewohnt, hr. sch.
aber geht es nicht ein bisserl eleganter, als zahlen zu erfinden?

das defizit 2013 wird bei 2,3% liegen und nicht bei "mehr als drei Prozent".
in dieser zahl sind auch die länder und gemeinden mit drin. das bundesdefizit ("..für 2013 veranschlagt Fekter 68,7 Milliarden Euro. Die Staatsausgaben sollen auf 75 Milliarden Euro sinken") liegt bei 6,3 milliarden. das ist ~ EIN prozent.

in einer meinungsspalte zu polemisieren gehört offenbar zum geschäft.
warum aber in einer form, die auf lese- und rechnen-schwäche des autors schließen lässt???

 
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