Schuld ist immer nur Israel

Christian Ultsch (Die Presse)

Ausgelöst haben die neue Gaza-Eskalation palästinensische Extremisten mit Raketenangriffen. Doch von Israel wird offenbar erwartet, dass es sich bombardieren lässt.

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Der tunesische Außenminister Rafik Abdessalem zeigte sich am Samstag bei seinem Solidaritätsbesuch im palästinensischen Gazastreifen mindestens ebenso kämpferisch wie einseitig. Israel stehe nicht über dem Völkerrecht. Die Luftangriffe seien völlig inakzeptabel, sagte der Diplomat, als er das zerbombte Hamas-Regierungsgebäude besichtigte. Unerwähnt ließ er, warum es zum neuerlichen Gewaltausbruch gekommen war. Er vergaß wie so viele andere Entrüstete auch, den ursprünglichen Aggressor beim Namen zu nennen. In klassischer Täter-Opfer-Umkehr lud Herr Abdessalem die Schuld bei Israel ab.

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Das asymmetrische Phänomen ist mittlerweile bekannt. Sobald Israel auf Attacken reagiert, wird es nicht nur sofort auf eine Stufe mit dem Aggressor gestellt, sondern im Handumdrehen zum allein verantwortlichen Übeltäter gestempelt. Auch diesmal: Die jetzige Krise begann, relativ unbeachtet, vor einer Woche. Militante Palästinenser feuerten vom Gazastreifen aus eine Panzerabwehrrakete auf ein israelisches Patrouillenfahrzeug jenseits der Grenze ab; zwei Soldaten wurden schwer verletzt. Israels Armee erwiderte das Feuer, daraufhin regnete es innerhalb von 48 Stunden mehr als hundert Raketen auf Südisrael. Schon in den Wochen davor hatten die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen deutlich zugenommen.

Die Provokateure mussten wissen, was sie auslösten. Nicht nur, weil in Israel Wahlkampf ist. Auch das ist ein Faktor, doch dessen Bedeutung wird übertrieben. Israels Premier Netanjahu braucht keinen Krieg, um zu gewinnen. Er liegt in Umfragen deutlich voran. Keine Regierung der Welt kann achselzuckend hinnehmen, dass ihre Bürger bombardiert werden. Auch der Staat Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung, die jedoch angemessen bleiben muss. Der Abschreckungseffekt, den der letzte blutige Gaza-Krieg (1400 palästinensische Tote!) nach dem Jahreswechsel 2009 hatte, ist verpufft. Mehr als drei Jahre lang war die islamistische Hamas, die den Gazastreifen regiert, willens und in der Lage, Raketenangriffe auf Israel einzudämmen. Zuletzt war dies aus Gründen, die vermutlich mit innerpalästinensischen Machtkämpfen zu tun haben, nicht der Fall. Deshalb hatte in der traurigen Logik dieses Konflikts Israel nun keine andere Wahl, als zurückzuschlagen. Mit der gezielten Tötung des Hamas-Militärchefs Ahmed al-Jaabari nahm es jedoch zunächst bewusst eine Eskalation in Kauf.

Konflikt ohne Lösung. Die zentrale Frage, eine Überlebensfrage für viele, ist nun, ob und wann die Gewaltspirale gestoppt werden kann. Eine gute Gelegenheit wurde bereits verpasst. Beim Gaza-Besuch des ägyptischen Premiers Kandil keimte am Freitag kurz die Hoffnung auf eine Waffenruhe auf, doch die palästinensischen Extremisten schossen weiter und packten Iran-Importware aus: Raketen mit 75 Kilometer Reichweite, bis Tel Aviv und Jerusalem. Mittlerweile hat Israel Reservisten einberufen. Am Samstag stand eine Bodenoffensive bevor. Laut „New York Times“ warnte US-Präsident Obama den israelischen Premier davor und bat den ägyptischen Präsidenten Mursi, einen Moslembruder, mäßigend auf dessen Genossen bei der Hamas einzuwirken.

Durch den Arabischen Frühling hat sich der diplomatische Druck auf den jüdischen Staat erhöht, zumindest in der Lautstärke. Ein Krieg, das ist schon jetzt klar, wird zum PR-Desaster für Israel und das Land weiter isolieren. Die Regierung in Jerusalem könnte sich trotzdem zu einem Einmarsch entschließen: Wenn sie nämlich zum Schluss kommt, dass sie anders keine Abschreckungswirkung erzielen und ihre Bürger nicht vor Raketenangriffen schützen kann. Für eine gewisse Zeit zumindest. Denn jeder weiß, und darin liegt die Tragik: Dauerhaft lässt sich das Problem nicht militärisch lösen. Politisch jedoch auch nicht mit einem Gegenüber wie der Hamas, für die (Raketen-)Terror ein probates Mittel darstellt und die Zerstörung Israels erklärtes Ziel bleibt. Den Preis werden am Ende wieder Zivilsten zahlen.



christian.ultsch@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.11.2012)

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125 Kommentare
 
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der rotstrich

die strichorgie gegen cicerl/köchel ist schon überzogen.
aber es mag ihn halt keiner..den ferrarifahrer und münchhausen.

An ihren Taten .. werdet ihr sie erkennen ....


Verdrehung der Tatsachen: Schuld sind immer nur die Palästinenser!

Den Besetzten bleibt halt nur der Weg zum Terror, wenn Dialog nicht hilft.

Und daher sind die Palästinenser seit jeher immer "selbst schuld" gewesen.

Israel hat erst massiv über die Stränge schlagen müssen, dass sich die ersten überhaupt gewagt haben, den ehemaligen Opfern selbst Untaten zu unterstellen.

Die Überschrift zeugt ja nur von der Propagandamaschinerie, die dahinter steht. Die Unterstützer dieser Seite haben halt nach wie vor das Kapital.

Das sogenannte Siedlerunwesen

In einem Beitrag, der inzwischen gelöscht wurde, wurde die Bemerkung gemacht vom „Siedlerunwesen im Westjordanland“.

Im Westjordanland gibt es kein Siedlerunwesen. Im genannten Beitrag fehlt auch jede Begründung für diese Behauptung.

Die Israelis kennen drei Arten von Siedlungen im Westjordanland:

1) Illegale Siedlungen.
2) Siedlungen zur Unterstützung von notwendigen Militärposten.
3) Siedlungen, die schon vor der Errichtung Israels bestanden und meist sogar aus dem 19. Jh. stammen.

*) ad 1)
Illegale Siedlungen hat Israel immer und vergleichsweise sofort nach ihrer Entdeckung zwangsweise geräumt und geschliffen, um die Wiederansiedlung zu verhindern.

*) ad 2)
Israel benötigt im Westjordanland immer weniger, aber immer noch einzelne Militärposten aus Gründen der Sicherheit. An diese Militärposten sind zu deren Versorgung zivile Siedlungen angeschlossen.

Bei jedem bisher bekannt gewordenen Rückzug der Israelis, z.B. aus dem Sinai anläßlich des Friedenschlusses mit Ägypten vom März 1979 oder zuletzt bei der Räumung des Gaza-Streifens durch Ariel Sharon, hat Israel diese Siedlungen geräumt und geschliffen, auch um die illegale Wiederbesiedlung zu verhindern.

*) ad 3)
Bei diesen Siedlungen besteht Israel auf dem Recht, sie bei Bedarf zu erweitern. Solange der Vater mit seiner Familie eine Wohnung benutzt, muß der Sohn das Recht haben, für seine neue Familie neuen Wohnraum zu schaffen.

Fortsetzung folgt:

Das sogenannte Siedlerunwesen

Fortsetzung 1:

Alles andere wäre die Verletzung eines Menschenrechtes. Jeder Mensch hat das Recht am Ort seiner Geburt sein Leben zu vollbringen. Läßt man ihm keine neue Wohnung bauen, muß er den Ort verlassen, das ist Vertreibung und daher eine Menschenrechtsverletzung.

An der Stelle ist der eben wiedergewählte US-Präsident Obama massiv zu kritisieren.

Nach seinem ersten Amtsantritt vor vier Jahren hat er relativ bald seine berühmt-berüchtigte Rede in Kairo gehalten, mit der er sich bei den Arabern positiv einführen wollte. Die Araber haben ihn danach aber bis heute ignoriert.

In dieser Rede verlangte er kategorisch, Israel müsse den Siedlungsbau unverzüglich und restlos einstellen.

Israel ist dieser Aufforderung nie nachgekommen und kann ihr auch – siehe oben – gar nicht nachkommen. Das aber hat Obama mangels außenpolitischen Konzepts nicht begriffen. Als der Schaden erkennbar war, hat seine, in Außenpolitik auch relativ unbedarfte Außenministerin, Hillary Clinton, erfolglos versucht, die Forderung Obamas zu leugnen.

Mit diesem Unsinn hat Obama die Bemühungen um einen Nahost-Frieden nachhaltig geschädigt. Jetzt ist er wiedergewählt, der Schaden wird weitere vier Jahre anhalten, es sei denn, Obama geht endlich nach Israel, wo er bisher nicht hingefunden hat, und nimmt dort seine Forderung explizit zurück.

Fortsetzung folgt:

Das sogenannte Siedlerunwesen

Fortsetzung 2:

Die Schädigung des Nahost-Friedens ist dadurch gegeben, daß kein Palästinenser angesichts der Obama-Forderung an den Verhandlungstisch gehen kann, solange Israel Siedlungen baut.

Abschließend ist noch eines festzuhalten.

Der Teilungsplan der UNO vom November 1947, auf dessen Basis Israel entstanden ist, sieht vor, daß es zwei Staaten gibt in Palästina, einen jüdischen und einen moslemischen. Aber jeder Bürger, egal wo er ansässig ist, sollte bleiben, wo er war und gleichberechtigter Bürger des jeweiligen Staates werden.

Die Israelis haben sich an dieses Konzept gehalten. Entgegen allen anderslautenden Behauptungen wurde niemand vertrieben – die Flüchtlinge entstanden durch die Kriegshandlungen der Araber, bzw. deren entsprechenden Propaganda – und darum leben heute in Israel 14 % Moslems als gleichberechtigte Bürger des Landes, wie die Juden.

Im Westjordanland leben bislang unter rund 6 Millionen Moslems etwa 400.000 Juden, das sind weniger als 7 %. Die aber nicht alle bleiben werden. Im Gazastreifen wurden anläßlich der Räumung auch alle Juden abgesiedelt.

Wenn die Juden in ihrem Staat 14 % Moslems aushalten, dann ist den Palästinensern in ihrem vorgesehenen, aber bislang von ihnen selbst verhinderten Staat weniger als 7 % Juden durchaus zuzumuten.

So schaut das „Siedlerunwesen im Westjordanland“ wirklich aus!


Re: Das sogenannte Siedlerunwesen

geh, Pepperl........

Re: Das sogenannte Siedlerunwesen

Sehr authentisch - wäre schön, wenn es mehrere derartige hochqualifizierte und von tiefem Wissen zeugende Berichte gebe .. Die roten Zeichen zeugen für den heutigen "Bildungsgrad" - oder für die Leser der "Freien" Presse ...

Re: Das sogenannte Siedlerunwesen

Ich vermag nicht vollständig zu überprüfen, ob Ihre Version ein Märchen ist, oder die Wahrheit.

Dennoch lese ich seit Jahrzehnten von massiven Menschenrechtsverletzungen hauptsächlich durch israelische Soldaten und Polizeieinheiten, teils berichtet von ehemaligen Angehörigen dieser Einheiten. Ich lese von Autobahnen, die "wegen der Terrorgefahr" jüdischen Siedlern vorbehalten sind. Ich lese von Kindern, denen die Arme gebrochen werden, und von schwangeren Frauen, denen in den Unterleib geschossen oder getreten wird.

Und ich sah auch Videos von Tötungen durch das Militär, zB weil jemand sich bei einer Festnahme entreissen wollte. Man lies ihn gehen und erschoss ihn. Kein Gummigeschoss. Und von einer Frau, die festgebunden und "angetanzt" wurde. Die Vergewaltigung danach war nicht mehr am Band.

Oder ist das auch alles gefälscht? Realistischer am Band, als ein Hollywood-Streifen? Mit echten Emotionen, die voll rüberkommen? Ist der Film "Waltz with Bashir" gefälscht? Sind die Berichte der unabhängigen Beobachter, die von Bombenangriffen auf Flüchtlingslager berichten, falsch?

Ich kann nicht alles, was Sie sagen, überprüfen. Aber ich weiss, dass hier massiv was stinkt, und bin froh, dass sich heute nicht mehr alle an der Nase herumführen lassen.

Situation

Liebermann befürwortet seit langem den Siedlungsbau im Westjordanland. Für mich die echte Kriegshandlung. Die Jugend beider Länder tauscht sich per Internet aus und suchen den gegenseitigen Frieden. Beide bemühen sich um die endliche Anerkennung des Gaza-Streifens als selbstständiger Staat. Ist denn das so schwierig, wer verantwortet das ?

Die Hamas verhindert die Zwei-Staaten-Lösung, weil sie Israel haben will

Monica, so einfach ist das nicht! Sie fragen, wer das verantwortet. Ausschließlich die Hamas!

Der UNO-Plan vom November 1947, auf dem die Gründung Israelis durch überwältigenden UNO-Beschluß beruht, sieht die sogenannte Zwei-Staaten-Lösung vor. Es sollten ein jüdischer und ein moslemischer Staat entstehen. Der jüdische ist entstanden und nunmehr weit und breit die einzige wirkliche Demokratie. Die Araber lehnten ab, führten mehrere Kriege, die sie alle verloren und es ist die übrig gebliebene Hamas, welche in der gesamten westlichen Welt als Terrororganisation gilt, sie lehnt die Zwei-Staaten-Lösung kategorisch ab. Sie will Israel vernichten und sie will in Palästina nur einen Staat, einen islamischen Gottesstaat.

Gaza allein, wie Sie sagen, kann kein Staat werden. Israel hat der Zwei-Staaten-Lösung seit eh und je zugestimmt. Israel stellt eine einzige Bedingung, der moslemische Staat aus Gaza und Westjordanland darf für Israel keine Bedrohung darstellen. Und genau daran hapert es. Die Hamas bedroht nicht nur Israel mit der Vernichtung, sie setzt auch ununterbrochen kriegerische Maßnahmen, vornehmlich gegen die israelische Zivilbevölkerung. Sie schießt hunderte Raketen auf Israel und rüstet auf, offenbar durch iranische Hilfe, sie verfügt auch schon über Raketen, die bis Jerusalem reichen.

Israel hat keinen einzigen Krieg begonnen, aber alle gewonnen, es wird auch den Krieg der Hamas gewinnen, auf Kosten der Palästinenser!

Das ist die rauhe Wirklichkeit.

ja genau sind die palaestinensischen kinder selber schuld

wenn sie in den israelischen raketenhagel hineinlaufen um sich zerfetzen zu lassen. israel hat damit sicher nichts zu tun und waescht seine haende in unschuld!

Re: ja genau sind die palaestinensischen kinder selber schuld

Dass die Hamas ihre Waffenlager und Raketenabschussbasen bevorzugt mitten in Wohngebieten neben Moscheen, auf Krankenhäusern usw. aufstellen hat damit natürlich überhaupt nichts zu tun.

ganz gaza ist wohngebiet

unglaublich zynisch - eigentlich fast schweinisch - die zivilen opfer der palaestinenser auch noch zur propaganda zu missbrauchen...

Re: ganz gaza ist wohngebiet

Schauen Sie mal auf Google-Maps, auf Wikipedia oder fahren Sie mal selber hin. Der Gaza-Streifen ist zwar recht dicht besiedelt, aber nicht durchgehend Wohngebiet. Und selbst wenn es so wäre müsste man da nicht zwingend Raketenabschussrampen aufstellen.

Dass man die zivilen Opfer der Palästinenser nicht zur Propaganda missbrauchen sollte stimmt, deswegen finde ich Ihre einseitigen Schuldzuweisungen auch so schrecklich.

Fakt ist, dass alle völkerrechtlichen Regelungen zum Schutz von Zivilisten BEIDE Seiten eines Konflikts binden. Wenn sich eine Seite nicht daran hält Zivilisten und Kämpfer auseinander zu halten, dann fehlt die Voraussetzung für die andere Seite um die Zivilisten zu schonen.
Umgekehrt hat Israel sehr wohl Militärbasen weit weg von Wohngebieten aufgestellt, und die Hamas feuert trotzdem gezielt auf die Wohngebiete (trifft nur halt selten).

witzartikel oder taeter-opfer-umkehrpropaganda?

Die paar selbstgebastelten rakterln kamen nach der ermordung des hamas armeechefs vomn 13 november. ausserdem besetzt israel seit jahrzehnten illegal palaestinenserland - jetzt von einer legitimen "Verteidigung" Israels zu sprechen ist also kompletter unsinn.

Es gibt schon lange keine besetzten Gebiete mehr! Sollte man halt wissen!

Es ist sagenhaft, „außer Parlament“, welchen Stuß Sie hier zu verbreiten versuchen. Sie haben keine Ahnung von den historischen Fakten, die zum jetzigen Zustand geführt haben.

Ich darf aushelfen mit historisch gesicherten Daten:

Schon zwei Tage vor der Gründung Israels im Mai 1948 begannen die Araber mit Krieg gegen Israel. Das war der sogenannte Unabhängigkeitskrieg, den Israel nach fast einem Jahr im Frühjahr 1949 gewann. Da gab es schon durch Israel besetzte Gebiete.

Die Araber führten weitere Kriege, die Israel ausnahmslos alle gewann.

Bis endlich der Ägypter Anwar as-Sadat im März 1979 mit Israel Frieden schloß. Der zweite vernünftige Araber war König Hussein von Jordanien, der, nachdem er die palästinensischen Flüchtlinge in seinem Land mit Arbeit versorgt und damit befriedet und ihnen die jordanische Staatbürgerschaft gegeben hatte, mit Israel im Oktober 1994 Frieden schloß.

Beide Friedensschlüsse zum beiderseitigen Vorteil.

Bei beiden Friedensschlüssen wurden die von Israel besetzten Gebiete als künftiges palästinensisches Staatsgebiet deklariert und unter israelische Verwaltung gestellt. Damit war der Besatzungsstatus vertraglich beendet. Es gibt keine besetzten Gebiete mehr!

In der weiteren Folge räumte Israel diesen Verwaltungsgebieten weitreichende Autonomie als Vorbereitung auf die Staatsbildung ein.

Dann aber kam der palästinensische Bürgerkrieg zwischen der Fatah und der Hamas, der dazu führte, daß Israel die Verwaltung des Gaza-Streifens aufgab und sich zurückzog.

Re: witzartikel oder taeter-opfer-umkehrpropaganda?

Die Besatzung ist legal und hat ein klein wenig mit dem Krieg zu tun, den die arabische Liga gegen Israel geführt hat. Und mit den hunderttausenden Juden, die aus den arabischen Ländern vertrieben wurden und in Israel Schutz gesucht haben (dass deren Vertreibung illegal war interessiert heute irgendwie niemanden mehr - ganz anders als bei arabischen Flüchtlingen aus der gleichen Zeit).

Erschreckend

Es ist erschreckend wir sehr sich linksgrüne Foristen als Feinde der Juden bloss stellen und auch nicht vor Geschichtsfälschung zurück schrecken.

Ihr seit um keinen Deut besser, als die vor 70 Jahren.

Re: Erschreckend

meschugge

ich habe verständnis rür ultsch.

er ist halt noch ein junger bub.

wäre er ein bisserl älter oder hätte er interesse an geschichte, dann MÜSSTE er sich an den zustand vor der ersten intifada (1987) erinnern.
damals verhielten sich die palästinenser genau so, wie er es auch heute gerne hätte: sie vegetierten in ihren lagern dahin, sie verrichteten ihre arbeit für die israelis zu einem bruchteil des angemessenen lohns, sie hielten bei jeder demütigung auch brav die andere backe hin.

(persönliche anmerkung: ich war zu jener zeit des öfteren in israel und konnte es nicht verstehen, wie sich jemand derartig demütig und untertänig einer herrenrasse unterwerfen konnte ohne nur im geringsten 'aufzumucken'!)

und was hat dieses verhalten den palästinensern genützt? GAR NICHTS.

als dann jugendliche ohne perspektive zu steinen gegriffen haben, wurden sie mit scharfer munition exekutiert.
und wenn gestern die bösen hamas-terroristen zu kunstdüngerraketen griffen, wurden sie mit high-tech bombardiert.

ich hoffe zutiefst, dass noch viele raketen durch die sinai-tunnel nach gaza geschmuggelt werden. und ich hoffe zutiefst, dass diese moderner und treffsicherer werden. denn eine andere sprache als gewalt scheint israel nicht zu verstehen!

Re: ich habe verständnis rür ultsch.

Der Zustand damals war: Die arabischen Staaten haben einen Frieden oder Verhandlungen mit Israel kategorisch ausgeschlossen und Palästinenserorganisationen haben Terroranschläge ausgeführt. Natürlich hat der Großteil der Zivilisten nicht aufgemuckt, aber die militanten selbsternannten Volksvertreter sehr wohl.
Was hat es umgekehrt Israel gebracht die Selbstverwaltung zuzulassen, gewählte Vertreter der Palästinenser anzuerkennen und Siedlungen aufzulösen? Immer neue Raketen und eine (mehr oder weniger) demokratisch gewählte Volksvertretung der Palästinenser, die nicht vom Endziel der Vernichtung Israels abrücken will. Die Hamas tut nicht einmal so als würde sie Frieden haben wollen.

Re: ich habe verständnis rür ultsch.

was für einen sinn hat es mit den lächerlichen selbstgebastelten raketchen i. ein paar nadelstiche zu versetzen? es liefert den i. hardlinern wie bibi nur den vorwand die pal. allesamt als terr. zu denunzieren mit denen man nicht verhandeln und denen man schon gar keinen staat geben kann.

die i. führung hat es sich in der jetzigen situation komfortabel eingerichtet. sie können ihre siedlungsexpansion in der westbank verfolgen und haben den friedensprozess begraben weil die anderen sind eh nur terr.

keine kassam oder sonstige raketen werden i. zum einlenken bewegen, daher ist gewalt von seiten der pal. sinnlos und schädlich.

Re: Re: ich habe verständnis rür ultsch.

Von "selbstgebastelten Raketchen" kann keineswegs die Rede sein. Es handelt sich vielmehr um Raketen aus iranischer Produktion (die Kurzstreckenraketen), sowie Granaten aus russisch/syrischer Lizenzproduktion. Redens keinen Schmarrn daher, wenn Sie keine Ahnung haben!

Re: Re: Re: ich habe verständnis rür ultsch.

die 2,5 mittelstreckenraketen die sie haben und die es mit ach und krach in die nähe von tel aviv oder jerusalem schaffen sind tatsächlich aus iran. aber die sind für i. nicht das problem, weil die groß und leicht abzufangen sind. das problem sind die kleinen aus, und jetzt passen sie auf, pal. eigenproduktion. die sind schwer abzufangen, leicht zu bauen , richten aber nicht so viel schaden an.

guckst du:

http://blog.foreignpolicy.com/posts/2012/11/16/how_hamas_is_winning_the_rocket_war

Re: Re: ich habe verständnis rür ultsch.

die hamas ist pleite..die arabische welt schaut auf syrien und libyen...was lag näher als einen clash zu provozieren...jetzt sind die palestinenser wieder auf der weltbühne...opfer sind ihnen egal

 
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