20.06.2013 01:00 Merkliste 0

Das Experiment Zypern ist sehr logisch – und sehr gefährlich

HANNA KORDIK (Die Presse)

Erstmals sollen Bankkunden für die Rettung von Geldinstituten geradestehen. Ein Tabubruch mit unabsehbaren Folgen. Aber offenbar alternativlos.

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Ein entspanntes Wochenende sieht anders aus: Von Freitag auf Samstag verhandelten die Eurofinanzminister und der Internationale Währungsfonds bis spät in die Nacht mit Zypern über ein Rettungspaket für den strauchelnden Inselstaat. Am Samstag stürmten die Zyprioten die geöffneten Genossenschaftsbanken. Am Sonntag beriet die Regierung in Nikosia über eine längere Schließung der Geldinstitute – bis sich die Lage beruhigt habe. So das überhaupt realistisch ist.

Die Bevölkerung des Inselstaates ist empört: Dass Bankkunden mittels einer Steuer zwangsweise zur Rettung maroder Geldinstitute beitragen sollen, ist ein Tabubruch. Ein Aufschrei war also zu erwarten. Die Frage ist halt, ob es eine Alternative dazu gegeben hätte.

Nicht umsonst ist monatelang um das Zypern-Rettungspaket gerungen worden – die Sache ist tatsächlich ordentlich vertrackt.

Die Ausgangslage: Zypriotische Banken waren aufgrund des Schuldenschnitts in Griechenland in die Klemme geraten. Es drohte ein Bankenkollaps, der Regierung in Nikosia aber fehlte das Geld, um die Banken zu stützen.

Was tun? Die Lösung des Problems erwies sich als äußerst mühsam. Klar war wohl von Anfang an: Das ohnehin fragwürdige, gängige EU-Hilfsmodell (siehe Griechenland) würde im Fall Zyperns nicht durchzusetzen sein. Ein Schuldenschnitt komme nicht infrage. Zu Recht.

Zypern ist nämlich mit seiner Steuerpolitik eindeutig ein Sonderfall, das Land hat sich über die Jahre als Steueroase positioniert. Zahlen gefällig? Schätzungen zufolge kommen auf die rund 900.000 Einwohner des Staates rund 250.000 Kapitalgesellschaften. Eh klar: Gewinne von Körperschaften werden lediglich zu zehn Prozent, also weit unter dem EU-Durchschnitt, versteuert. Besonders attraktiv für Unternehmen ist dort auch das Faktum, dass Eigentumsverhältnisse nicht dokumentiert werden müssen. Nicht zu vergessen: Solcherart in Zypern gegründete Unternehmen werden von der EU anerkannt, sie können daher munter Geschäften in anderen EU-Ländern nachgehen.

Zypern bekommt dennoch bis zu zehn Milliarden Euro aus dem Euro-Rettungsfonds ESM. Problematisch genug: Im Endeffekt bedeutet das, dass just jene Länder helfend einspringen, die über die Jahre – dank Zypern – massive Steuerausfälle hinnehmen mussten. Das muss man erst einmal den Steuerzahlern erklären können.

Wohl auch deswegen kam es quasi zur „maßgeschneiderten“ Lösung für Zypern: Das Land hat zähneknirschend eingewilligt, seine Unternehmenssteuern auf immer noch wohlfeile 12,5 Prozent anzuheben. Dafür gibt es auch die Milliardenhilfskredite. Vor allem aber: Die Bankkunden sollen zur Kasse gebeten werden.

Das hat eine gewisse Logik: Wer hat wohl das größte Interesse daran, dass die Banken nicht kollabieren? Eben – deren Kunden. Zumal sich das Mitleid mit ihnen bei den EU-Obersten in Grenzen halten dürfte: Immer wieder gab es Vorwürfe, dass Zypern mit seiner – sagen wir: toleranten – Finanzaufsicht Schwarzgelder anlocke. Angeblich halten Russen und Briten einen großen Teil der Guthaben auf zypriotischen Banken, rund 70 Milliarden Euro. Aber Genaueres weiß man natürlich nicht.

Eine durchaus logische Entscheidung also. Aber auch eine äußerst gefährliche Gratwanderung.

Denn natürlich werden von der Steuer, die den Bankkunden gleich von ihren Guthaben abgezogen wurde, auch kleine Sparer getroffen. Und wir alle wissen, wie empfindlich Bankkunden auf die Sorge um ihr mühsam Erspartes reagieren. Nicht umsonst sind in den vergangenen Jahren immer wieder marode Banken um jede Menge Geld von Staaten aufgefangen worden. Mit dem Totschlagargument: Bankkunden sind höchst sensibel. Ist ihr Vertrauen einmal dahin, kann das unabsehbare Folgen für die Finanzwelt haben.

EZB-Direktor Jörg Asmussen betonte am Samstag, es gebe keine Gefahr, dass das Modell Zypern auch in anderen Ländern angewandt werden könne. Ob dem Glauben geschenkt wird? Das Experiment Zypern wird jedenfalls in die Geschichte eingehen. So oder so.

 

E-Mails an: hanna.kordik@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.03.2013)

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68 Kommentare
 
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Türkei

Die Türkei ist sicher bereit zu helfen aber den Zyprioten sind offenbar die russen (und deren Bedingungen) lieber

Das muss man sich geben:

"....kommen auf die rund 900.000 Einwohner des Staates rund 250.000 Kapitalgesellschaften.

Eh klar: Gewinne von Körperschaften werden lediglich zu zehn Prozent, also weit unter dem EU-Durchschnitt, versteuert. Besonders attraktiv für Unternehmen ist dort auch das Faktum, dass Eigentumsverhältnisse nicht dokumentiert werden müssen.
Nicht zu vergessen: Solcherart in Zypern gegründete Unternehmen werden von der EU anerkannt.."

Das ist erst...

...der Anfang. Kommt bei uns sicher auch. Alles was Niet- und Nagelfest ist, zum Beispiel Immobilien, Bankguthaben, Pensionskontos, Abfertigungskassa, wird besteuert. Kapitalverkehrskontrollen wird es auch geben. Ca. 100 Mrd. Euro braucht Österreich um die Verschuldung auf die 60% Marke des BIP zu senken, wenn man die Schulden der ausgelagerten Gesellschaften mit einrechnet. Nachdem die Haushalte in Österreich ein Vermögen von 308 Mrd. Euro halten kann es nur von daher kommen.
Das wird noch ein heißer Tanz.

Wer da jetzt

Recht hat oder nicht, über das mache ich mir keine Gedanken mehr. Für mich sind Politiker Betrüger, Unterschlager, Lügner, also Kriminelle, gleich welche Partei oder Coleur. Eine Partei fällt für mich unter den "Tierschützerparagraphen". Also eine kriminelle Vereinigung, gegründet zum Zweck von kriminellen Abreden und Durchführungen. "Wenn auch nur einzelne dieser Personen einer Vereinigung eine kriminelle Abrede oder eine Kriminelle Handlung begehen, so ist für alle der Tatbestand dieser Abreden oder Handlungen Strafbar". So stehts im Gesetz. Und das trifft wohl auf alle politischen Parteien zu. Ich für meinen Teil habe jedenfalls heute auch den Rest meiner Guthaben von der Bank abgezogen, weil auf 1,25% kann ich verzichte.

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man darf nicht vergessen wieder merkels werk


Alternativlos

"Alternativlos" ist so ziemlich das dümmste Wort, das man verwenden kann.
Es gibt immer Alternativen.

Ob es sinnvolle Alternativen sind ist eine andere Frage, aber um das beurteilen zu können muss man sie erst einmal vergleichen. Was man aber nicht tun kann, wenn man ihre Existenz leugnet.

Was auch immer man von den Alternativen hält - diese "logische Entscheidung" hat gewaltige Nachteile.
Etwa werden damit grundlegende Werte der westlichen Zivilisation ausgehebelt. Denn dass man mit den Kunden der zypriotischen Banken kein Mitleid hat weil viele (keineswegs alle!) von der Politik angelockte Geldwäscher sind ist klassische Diskriminierung. Genausogut könnte man allen Journalisten eine Strafzahlung aufbrummen, weil viele von ihnen bewußt falsche Informationen verbreiten oder illegale Quellen nutzen - ohne dass man aber sagen könnte welche das nun genau betrifft. Pauschalverurteilungen eben.

Was die niedrige Steuer für Unternehmen mit den Bankguthaben zu tun hat ist auch nicht wirklich schlüssig erklärt. Ich kann eine Firma in Zypern gründen, aber meine operative Tätigkeit und mein Bankkonto woanders haben. Und umgekehrt.
Es ist auch nichts verwerflich daran, dass man Steuern in der gesetzlichen Höhe zahlt.

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Vertrauen ist weg

Wie man das wieder grade biegen kann? Ist das Dummheit oder Absicht???

Re: Vertrauen ist weg

Da ich Dummheit ausschliesse, kann es nur Absicht sein.
1) Man baut Feindbilder auf: Schwarzgeld
2) Damit wird von der Tatsache abgelenkt, dass alle Guthaben durch Schulden "gedeckt" sind. Will man Schulden abbauen, muss man auch Guthaben abbauen.
3)...
4)...
...

Re: Re: Vertrauen ist weg

Bei leuten wie bill gates&co könnten ja ruckzuck tausende milliarden abgebaut werden... u. sie wären auch dann noch nicht arm....!

7 fache Bilanzsumme der Banken, gemessen am BIP Zyperns

Was hat dies mit der Tatsache gemein, dass Zypern ein attraktiver Standort (Off-shore-Gesellschaft) für die Schifffahrt ist. Die Reedereien lassen ihre Schiffe unter zypriotischer Flagge fahren. Doch nichts Genaues weiss man nicht.

In diesem Zusammenhang (Schwarzgeldwäsche) weiss man auch nichts Genaues....

Nun teilt Schäubles Finanzstaatssekretär Kampeter plötzlich mit, ihm lägen keine Erkenntnisse über illegale Einlagen vor. Er räumt sogar ein, dass Zypern alle Geldwäsche-Standards erfüllt (“Berlin wäscht Zypern rein”).
http://lostineu.eu/bewusste-irrefuhrung/

Re: In diesem Zusammenhang (Schwarzgeldwäsche) weiss man auch nichts Genaues....

Ein höchst interessanter Link! Aber mit der Versicherung des Herrn Kampeter, wonach Zypern "alle Geldwäsche-Standards erfüllt", vermag ich leider überhaupt gar nix anzufangen: Soviel ich weiß, ist doch das Geldwaschen ein krimineller Akt! Von welchen sog. "Standards" ist also hier die Rede? Oder gibt es etwa bereits eine Art "Geldwaschen-Light" in der EU? Wundern würde es mich jedenfalls kaum! Jedenfalls sehen wir hier nur ein weiteres dramatisches Beispiel dafür, wie dilletantsich das ganz Projekt EU geplant und vorbereitet wurde! Was haben denn Staaten wie Zypern, deren einziges "Geschäftsfeld" darin besteht, sich der Welt als weiteres Steuerparadies anzubieten, nun wirklich in der Europäischen Gemeinschaft verloren? Oder dass Mitgliedsstaaten, um andere zu "retten", selbst teure Kredite aufnehmen müssen?

Der erste Schritt in die völlig falsche Richtung war für mich jedenfalls die Streichung jenes Passus im Lissabon-Vertrag, der es jedem Mitglied VERBOTEN hatte, ins Trudeln geratene andere finanziell zu unterstützen. Zuerst zwang man die Parlamente der 27 EU-Staaten, den Lissabon-Vertrag möglichst rasch durch zu winken; aber beim ersten Problem am Horizont, wurde dieser "lästige" Paragraph sofort storniert. Vertragstreue, vielleicht sogar mit "Handschlagqualität" wird es, so betrachtet, in der EU vermutlich nie geben...

Warten wir mal ab

Ich war auch am Anfang entsetzt, aber wie immer, mal drüber schlafen und dann nochmal beurteilen ...
Noch besteht eine realistische Chance die "Richtigen" zu zwangsbesteuern.
Und das sind sicher nicht Sparer die vielleicht jahrelang ihr schwerverdientes auf die Seite gebracht haben ( und das kann auch ruhig einen Freibetrag von 50.000 Euro pro Person haben)
Vielleicht war es wirklich eine gewitzte und kalkulierte Taktik, zuerst das Volk schockieren , dann zuwarten und erst schlußendlich nach europaweiten Protesten den Beitrag für riesige (und unmöglich redlich ersparte Summen) zu erhöhen und den der kleinen Sparen gegen Null schrumpfen zu lassen - Ich wünsche es mir auf alle Fälle

Etwas googeln und man/frau weiss mehr

Schätzungsweise ein Drittel der Einlagen bei Banken auf Zypern besitzen Ausländer, unter ihnen viele reiche Russen und Briten. Zypern steht im Ruf, ein sicherer Hafen für Schwarzgeld zu sein und wenig gegen Geldwäsche zu unternehmen. (dpa-AFX)
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fruehaufsteher/medienschau-zyperns-bankkunden-zahlen-beim-hilfspaket-mit-12118881.html

Damit wurde ein deutliches Zeichen gesetzt, dass die Nettozahler der EU nicht mehr bereit sind, vor allem für reiche Zyprioten, Russen u. Briten die Kastanien aus dem Feuer zu holen

Ich verstehe die Politiker der österr. Oppositionsparteien überhaupt nicht, die sich auf einmal schützend vor die Steuerhinterzieher u. vielleicht auch vor die Ganoven stellen, die unter Schüssel-Grasser in Österreich Hochkonjunktur hatten. Die haben vielleicht noch immer viele Millionen aus dem erzielten Rebbach aus undurchsichtigen Privatisierungen in dieser an dunklen Geschäften reichen Regierungszeit der Beiden in Zypern geparkt, um so unsere Gerichte an der Nase herumführen zu können.

Die Oppositionspolitiker würden es wohl lieber sehen, wenn wir wieder einmal für die Zyprioten, die Russen u. Briten die Kastanien aus dem Feuer holen müssten.
Der Bucher z.B. rennt mit dem Aufstecker „Genug gezahlt“ herum. Finden dann endlich einmal die Organe der EU eine halbwegs vernünftige Lösung, was ohnehin selten genug vorkommt, dann plärrt er „Tabubruch“, wenn einmal auch die zur Kasse gebeten werden, die Mitschuld haben am drohenden Bankrott ihres Landes.

Wer eine Million am Konto hat, ist in Österreich kein Armer mehr und noch weniger auf Zypern. Den wird man allerdings auch fragen dürfen, woher das Geld stammt.
Mit Fug und Recht wird man daher vor allem von Zyprioten u. von denen, die zum Schaden ihres Landes ihr Schwarz- bzw. ergaunertes Geld dort geparkt haben, verlangen können, einen angemessenen Beitrag zur Sanierung Zyperns zu leisten.

zeichen

die politik ( in EU und auf der ganzen welt) kann dein Geld/Eigentum jederzeit enteignen. Normal drucken sie mehr Geld, selbe effekt. Jeder der tausend euro oder dollar in der tasche hat wird per gesetz zum verbrecher.
bei uns sagt ma:
"you're screwed"

Endlich einmal hat die EU das Richtige getan

Noch dazu, wo wir EU-Bürger als ständige Melkkühe der Union das in der Vergangenheit regelmäßig ungefragt tun mussten u. auch weiterhin tun werden müssen.
Nur krank im Hirn können daher sein, die noch immer ein Haar in der Suppe finden, wenn die Finanzminister der EU endlich einmal das Richtige tun.

Nichts Genaues weiss frau also nicht???

In den Einlagen der zyprischen Banken schlummerten selbst Ende Januar noch 68,461 Mrd. Euro den Schlaf der Gerechten, nach 70,157 Mrd. Euro im Dezember. Nach der Teilenteignung der Sparer werden es 5,8 Mrd. Euro weniger sein. Zum Hoch im Mai 2011 wurden 72,843 Mrd. Euro an Spareinlagen bei den zyprischen Banken gebunkert.
Laut den Daten der Zentralbank Zyperns gehören immerhin 42,790 Mrd. Euro der Bankeinlagen Zyprioten, 20,883 Mrd. Euro waren Einlagen von Ausländern, darunter eben auch Einlagen von Russen.
http://www.querschuesse.de/zypern-zum-aderlass-mit-dem-sparer
Bei Querschüsse weiss man auch noch mehr.

Tabubruch?!

Nicht schlecht: Jetzt ist es schon ein Tabubruch, wenn eine Bevölkerung, die es sich viele Jahre auf Pump hat wohl ergehen lassen, die Zeche dafür nicht zur Gänze von anderen (EU-Ländern) begleichen lassen, sondern auch selbst etwas beitragen soll.

Bitte in den Staatsbankrott entlassen

Nachdem sich die Zypr. Regierung monatelang gegen alles "gewehrt" hat, was in der EU-Finanzwelt die Norm ist oder zumindest sein sollte und die Bevölkerung wütend gegen einen eigenen Beitrag demonstriert, sollten sie die Suppe auch selber auslöffeln.

Warum muß mein Steuergeld zur Rettung der Schwarzgeldkonten von russisichen Millionären herhalten.
Es reicht!

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Wir alle

Wir schimpfen gerne über DIE GEMEINDE über DEN STAAT, über DIE BANKEN und und und. Hat sich eigentlich schon einmal einer gefragt , wer das ist ?
Das sind WIR ALLE. Leider bedenken wir das nicht. Insbesonder die Banken: Das ist die Summe aller Kunden, wer denn sonst? Und wenn ein Bank krachen geht, dann gehen deren Kunden krachen. Das müsste einmal in die wirklich dummen Populistenhirne am Stammtischen, in die Politzirkel und in die Zeitungsredaktionen hinein. Geschieht aber leider nicht

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Re: Wir alle

sehe ich nicht so:

ich bin kein beamter

ich bin kein banker

und ich bezahle um einiges mehr steuern als ich zurückbekomme (garnichts)

also wenn sie sagen, dass wir alle dazugehören, stimmt das zwar in dem sinne, dass wir alle dafür zahlen, profitieren tun aber nur wenige und ich zb nicht.


Es geht auch anders

So alternativlos ist es nicht, die Sparer bluten zu lassen:

http://www.taz.de/!101198/


Gier...

.... ist nun eine der sieben Todsünden! Punkt.

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wohlstand auf schulden

Zypern hat mit dem Geld reicher Steuerflüchtlinge einen gewissen Wohlstand zumindest für die oberen 10 000 aufgebaut.
Allerdings hat dann die Gier eingesetzt und es wurde daraus eine Schuldenblase die jetzt geplatzt ist.
Dass die Konsequenzen nun von der breiten Öffentlichkeit getragen werden müssen ist tragisch.
Ich würde dringend raten den Entscheidungsträgern in Politik und Finanz die letzte Hose auszuziehen. gegen sie müsste sich der Zorn der Bevölkerung richten, weniger gegen die EU die versucht den Euro vor dem Kollaps zu retten!

Revolution

Ich wünsche dem zypriotischen Volk die Kraft zur Revolution. Solche Methoden machen den Staat unglaubwürdig - ein Staat der keine Rechtssicherheit gewähren kann ist eine Bananenrepublik und hat in der EU-nichts verloren.
Steuergesetze rechtzeitig an EU-Norm anzupassen wäre vielleicht der richtige Weg gewesen - jedoch hätte er vermutlich einflußreiche Kreise betroffen deren mafiöse Geschäfte damit gestört würden.

 
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