Zypern: Die kapitalen Fehler einer Rettungsaktion

Mit der Idee, Bankkunden zu schröpfen, hat das Krisenmanagement der Euro-Finanzminister seine Glaubwürdigkeit verspielt. Über die Logik einer fatalen Krisenpolitik.

Darf man jemanden ins kalte Wasser werfen, nur damit er endlich Schwimmen lernt? Eigentlich nicht. Aber wenn schon, dann sollte zumindest bedacht werden, dass der Brachialschwimmlehrer selbst schwimmen können muss, damit er im Notfall nicht gemeinsam mit seinem Schüler untergeht. Die Euro-Finanzminister haben am vergangenen Wochenende grundsätzlich richtig gehandelt: Sie haben Zypern ins kalte Wasser gedrängt, da es keine andere Möglichkeit mehr gegeben hat. Aber sie haben das Land, statt ihm einen gesunden Schock zu versetzen, langsam hinunterrutschen lassen und sehen nun peinlich berührt zu, wie es hilflos strampelt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.03.2013)

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