Europa steht heute besser da als am Anfang der Krise

JAKOB ZIRM (Die Presse)

Der Euro als Zahlungsmittel funktioniert, und die Neuverschuldung der Staaten sinkt. Europas Bürgern bringt die Krisenbekämpfung aber schmerzhafte Einschnitte.

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Zuerst Zypern, nun bald vielleicht Slowenien. Zuvor bereits Griechenland, Portugal und Irland. Die Liste jener EU-Mitgliedsländer, die bereits Hilfe von den anderen Staaten der Eurozone benötigen oder kurz davor stehen, wird von Tag zu Tag länger. Es scheint, als würde die vor vier Jahren ausgebrochene Staatsschuldenkrise trotz aller Gegenmaßnahmen schlimmer und schlimmer. Doch dieser Eindruck täuscht.

Europa gleicht derzeit einem schwer kranken Patienten: Die seit Langem bestehenden Wunden brechen zwar öffentlichkeitswirksam auf, dennoch zeigt die seit einigen Jahren verabreichte Medizin langsam ihre Wirkung. Der Patient ist also gesünder als bei Ausbruch der Krankheit, obwohl er vordergründig damals noch besser ausgesehen hat. Das beweist etwa ein Blick auf die harten Zahlen der Statistik. So halbierte sich seit 2009 das durchschnittliche Budgetdefizit in der Eurozone. Strukturell – also bereinigt um konjunkturelle Einflüsse – liegt es laut der Prognose für 2013 sogar bei nur noch minus 1,3 Prozent.

Das ist zwar immer noch weit von jenem Level entfernt, bei dem von einer fiskalpolitischen Gesundung gesprochen werden kann. Dennoch sollte diese positive Tendenz nicht kleingeredet werden. Besonders stark verbessert hat sich übrigens das viel gescholtene Griechenland, das sein strukturelles Minus bereits vollständig reduzieren konnte. Anders die Situation in Österreich, wo man zwar eine wesentlich bessere Ausgangslage hatte, wichtige Reformen – etwa im Pensionssystem – aber nach wie vor zu gering ausfallen.

(C) DiePresse

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Alles eitel Wonne also? Keineswegs. Selbst wenn sich Europa auf dem richtigen Weg zu befinden scheint, um aus der Intensivstation zu kommen, bedeutet dies noch lange nicht, dass es am Ziel ankommen wird. Denn gerade in den vergangenen Wochen kamen vor allem aus Frankreich immer wieder Bestrebungen, die bisherige Medizin Europas gegen die Schulden in Form einer Konsolidierung der Staatshaushalte (von Sparen im eigentlichen Sinn kann ja ohnehin nicht gesprochen werden) aufzuweichen. Dieses vor allem von linken Ökonomen propagierte „Herauswachsen aus der Krise auf Pump“ wäre jedoch ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, das schlussendlich in einem noch größeren Schuldendesaster enden würde.

Europa tut gut daran, an der bisher angewandten Therapie festzuhalten – auch wenn sie alles andere als schmerzfrei ist. Besonders direkt spüren dies naturgemäß die Krisenländer des Südens, in denen etwa im Gesundheitsbereich massive Einschränkungen hinzunehmen sind. Hier sollte natürlich gewährleistet werden, dass gewisse Mindeststandards nicht unterschritten werden. Doch dass ein wirtschaftlich schwacher Staat wie Griechenland sich dauerhaft einfach kein Sozialsystem auf deutschem Niveau leisten kann, sollte auch den Kritikern der Austeritätspolitik klar sein.


Einschnitte bringt die Krisenbekämpfung aber natürlich auch für die Bürger außerhalb der Krisenstaaten. So scheint die Inflation zwar geringer anzusteigen, als berechtigterweise befürchtet wurde. Wer heutzutage Vermögen auf der Bank deponiert, verliert aber in jedem Fall, auch ohne Crash des Finanzinstituts wie in Zypern. Denn die Zinsen liegen noch deutlich unter der Inflationsrate – und werden wahrscheinlich auch noch längere Zeit dort verweilen. Der Abbau der Schulden, die etwa für Hilfszahlungen an die Krisenländer aufgenommen wurden, wird also „sanft“ von den Sparern getragen.

Die Bekämpfung der Krise verlangt also allen Europäern etwas ab – egal, ob sie direkt oder „nur“ über ihr Sparkonto betroffen sind. Jede andere Erwartung wäre jedoch auch naiv gewesen. Dennoch fällt die Zwischenbilanz nach vier Jahren positiver aus, als viele vermeinen würden. So wurde nicht nur das ungehemmte Gelddrucken schlussendlich nicht umgesetzt, auch fatale Ideen wie Eurobonds sind wieder aus der öffentlichen Diskussion verschwunden, während der Euro als Zahlungsmittel nach wie vor funktioniert. Und das sollte uns für den Patienten Europa in jedem Fall optimistisch stimmen.

 

E-Mails an: jakob.zirm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.03.2013)

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88 Kommentare
 
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"Zuerst Zypern, nun bald vielleicht Slowenien. Zuvor bereits Griechenland, Portugal und Irland. Die Liste jener EU-Mitgliedsländer, die bereits Hilfe von den anderen Staaten der Eurozone benötigen..."

eine kurzsichtige aufzählung.

wer ein etwas längeres erinnerungsvermögen hat, der müsste u.a. auch deutschland dazuschreiben:
weil D von den anderen staaten der eu hilfe in form von nachfrage erhalten hat, konnte es sich vor ca 10 jahren sanieren.
ohne diese hilfe würde es heute ähnlich dastehen, wie die aufgezählten länder.

so ist das eben in einer gemeinschaft oder familie: mal braucht der eine hilfe und die anderen helfen. mal ist es umgekehrt.

nur dummköpfe glauben, ohne solidarische hilfe von anderen irgendwas erreichen zu können!

Re: "Zuerst Zypern, nun bald vielleicht Slowenien. Zuvor bereits Griechenland, Portugal und Irland. Die Liste jener EU-Mitgliedsländer, die bereits Hilfe von den anderen Staaten der Eurozone benötigen..."

Selten so einen Unsinn gelesen. Die Nachfrage nach deutschen Waren entstand deswegen, weil Deutschland aufgrund der Reformen billiger produzierte und die Waren qualitativ hochwertig waren. Kein Mensch kauft deutsche Waren, um Deutschland zu unterstützen. So wie auch jetzt niemand griechische Waren kauft,um Griechenland zu unterstützen. Erst wenn Preis und Ware stimmen, wird auch die Nachfrage aus dem Ausland kommen.Das hat mit Familie überhaupt nichts zu tun. Im übrigen gehören zB die Griechen nicht zu meiner Familie. Ich möchte niemand in meiner Familie haben, der Zahlen fälscht und chronisch Steuern hinterzieht. Nur Dummköpfe glauben,daß solidarische Hilfe daran etwas ändert. Die Griechen zB sind nach wie vor unwillig Steuern ordnungsgemäß einzuheben. Warum auch? Es gibt ja Trotteln im Norden, die"soldarisch" für die unwilligen griechischen Steuerzahler blechen.

wir brachten...

... eine belangsendung der europäischen union!

ps: bitte nicht von europa sprechen, wenn die eu gemeint ist.

Re: wir brachten...

das klingt irgendwie beleidigt, verletzt. warum?
ihr kleingeistigen haxlbeisser ohne argumente dürft doch eh auch eure hass-phrasen von euch geben....

Was nach ihr eigentlich wenn ...

es wieder bergauf geht - so wie nach jeder Krise?
... wenn sich der Euro doch erholt, weil totgesagte immer länger leben?
... wenn all euer klagen und jammern nutzlos geworden ist, weil es wieder besser, eine Lösung gefunden wird?
.... wenn all eure tollen Expertisen und negativen Ergüsse, doch nicht die Wahrheit sind?

Lasst mich raten...

Dann habt ihr das sicher auch schon alles vorher gewusst ;-)


Re: Was nach ihr eigentlich wenn ...

eine kassandra tut 2 dinge NIEMALS:

1. sie kümmert sich nicht um das gestern gesagte, denn sonst müsste sie ob des unsinns vor scham im boden versinken.

2. sie blickt nie in den spiegel, denn sonst müsste sie ob der (charakterlichen) hässlichkeit vor scham....

Gesund durch selbst Suggestion?

Der Autor erinnert mich an einem Heiler der einen Tot kranken als einen auf dem Weg der Besserung befindenden Patienten anpreist. Genesung durch selbst Suggestion? Wir wissen alle, dass es nicht funktioniert.

Man muss kein großer Prophet sein um festzustellen, dass nach Griechenland, Portugal, Spanien, Italien bald auch Frankreich unter dem Rettungsschirm stehen wird. Es werden nun unter dem Schirm mehr Länder stehen als außerhalb.
Es gibt eigentlich nur zwei Auswege aus der Situation: eine echte Transfer Union, die aber keine der noch außerhalb des Schirms sehenden Länder politisch durchsetzen können und wollen oder die Aufgabe des Euros und die Einführung der National Währungen mit entsprechenden Wechselkursen. Das was jetzt praktiziert wird ist die schlechteste Lösung.

Re: Gesund durch selbst Suggestion?

"Einführung der National Währungen mit entsprechenden Wechselkursen."

also das, was zb ungarn oder großbritannien haben. 2 länder, wo bekanntlich milch und honig fließen. wo dauernd abgewertet wird und die leute nur darauf warten müssen, dass ihnen deshalb die gebratenen tauben in den mund fliegen...

sorry: schwäbische hausfrauen sollten beim kuchenbacken bleiben und sich nicht volkswirtschaftlich äussern!

Re: Gesund durch selbst Suggestion?

Sie haben ja recht, Sie sind wirklich kein großer Prophet!
Auch Sie glauben also, so wie 95 % der User hier, dass mit einer nationalen Währung durch Abwertung sämtliche Probleme nachhaltig gelöst werden könnten?

Warum aber stehen genau diese Länder, die in den letzten Dekaden ihre Probleme stets durch Abwertungen kurzfristig in den scheinbaren Griff bekamen, jetzt wieder schlecht da ???

Gerade diese permanenten Abwertungs-Länder müssten ja heute nach unzähligen Abwertungen besser dastehen, als alle anderen !!!

Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

Ja in der Tat bin ich kein Prophet, den die Propheten haben der Menschheit nur Unheil gebracht. Im Gegensatz zu Ihnen kann ich aber logisch und Ideologie frei denken. Also nochmals für Sie zum Mitschreiben: Die südlichen Krisenländer stehen heute schlecht dar weil sie eben nicht abwerten können! Die Wechselkurse spiegeln die wirtschaftliche Leistung eines Staates wieder. Wenn es Ungleichgewichte gibt so können diese durch die Kursanpassung ausgeglichen werden. Lesen Sie doch einfach die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre oder besuchen ein VHS Kurs , vielleicht auf Zakynthos in Griechenland? so tuen Sie sich drei gute Dinge: 1. Ihren Horizont erweitern, 2 sich weiterbilden und 3. Der griechischen Wirtschaft helfen. Damit Sie aber ein bisschen vorbereitet auf die schöne griechische Insel fahren, schauen sie vorher die wirtschaftliche Entwicklung Argentiniens vom 2000 bis 2013 an. Ich bin guter Hoffnung, dass Sie VWL 1 mit Bravour besteht würden.

Re: Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

Ihre Volkswirtschaftlichen Vorlesungen können Sie sich sparen.

Beantworten Sie nur meine Frage:

WARUM STEHEN DIE KLASSISCHEN ABWERTUNGSLÄNDER, die dieses angebliche volkswirtschaftliche Wundermittel ständig praktiziert haben, HEUTE SO SCHLECHT DA?

Sie stehen nicht schlecht da, weil sie nicht abwerten können, sondern weil sie ihre Probleme eben IMMER nur durch Abwertungen scheinbar gelöst haben und nicht durch nachhaltige Reformen !

Ungleichgewichte können durch Kursanpassungen eben nicht ausgeglichen, sondern nur kaschiert werden.

Aber das dürfte für einen 08/15 Volkswirt am Stammtisch in seiner Volks-Wirtschaft wahrscheinlich zu hoch sein !

Re: Re: Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

Der "Wirtschaftsfachmann" Fritz äußert sich und heißt einen anderen einen 08/15 Volkswirt. Fritz ist nicht einmal ein 08/15 Volkswirt. Er ist das Produkt des EU-Fanatiker-Stammtisches. Null Verständnis gepaart mit Aggressivität.Wenn Sie sinnerfassend lesen könnten, hat Ihnen der Vorposter bereits erklärt warum die Abwertungen für diese reformunwilligen Länder so wichtig waren. Sie(Fritz) verstehen es nur nicht. Durch Abwertungen wurde die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit durch Preisminderung(abgewertete Währung) wieder wettgemacht. Selbstverständlich war dies nur eine Momentaufnahme. Danach führte die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit nach Auseinanderklaffen der Wettbewerbsunterschiede wieder zu einer Abwertung und das Spiel begann von Neuem. Das geht jetzt im Euro nicht mehr. Entweder die PIIGS in der Gesamtheit arbeiten mehr oder effektiver oder die Preisanpassung geschieht über Lohnverzicht, Sozialleistungsverzicht, höhere Steuern etc.Das wollen diese Leute aber nicht. Sie glauben, sie haben ein gottgebenes Recht trotz Minderleistung(selbstverständlich gibt es auch hier Ausnahmen) den gleichen Lebensstandard wie die hart Arbeitenden zu haben. Das wird aber auf Dauer nicht gehen und daher ist der Euro in der jetzigen Form zum Untergang verurteilt oder die hart Arbeitenden im Norden finanzieren die dolce far niente Gesellschaft im Süden.

Re: Re: Re: Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

"...wieder zu einer Abwertung und das Spiel begann von Neuem. Das geht jetzt im Euro nicht mehr."

Sie empfehlen mir sinnerfassend zu lesen und geben mir sogar noch recht! Sie haben endlich auch kapiert, dass der andauernde Abwertungszirkus KEINE nachhaltige Lösung der Probleme darstellt.
BRAVO! Das ist ja schon ein Fortschritt gegenüber dem Posting des Users Koba und seiner "grandiosen" volkswirtschaftlichen 08/15 Vorlesung!

Aber dass Ihnen Postings lieber sind, die Ihnen und der allgemeinen Meinung hier NICHT widersprechen, ist mir schon klar.
Das ist zwar keine Diskussion mit einer Auseinandersetzung verschiedener konträrer Meinungen mehr, sondern nur ein gegenseitiges Schulterklopfen und reichhaltigem grün-Stricherl Applaus.
Dass der EURO zum Untergang verurteilt wäre, höre ich schon seit 4 Jahren, es bringt einen Haufen grüner Stricherln, sonst hat es keine Bedeutung.

Wie oft -vor 1, 2 Jahren- haben hier die g´scheiten Anti-EU-User schon die neue fertig gedruckte DM, den neuen Schilling gesehen?

Aber jetzt ist der EU-Fanatiker wieder aggressiv !

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

Sie haben es noch immer nicht verstanden.Diese Abwertungen sind an Stelle der Reformen getätigt worden.Sie stellen quasi eine Ersatzreform dar,da sonst die ungheuren Verwerfungen,die jetzt in der EuroZone immer deutlicher sichtbar werden,in diesen Ländern eingetreten wären(Arbeitslosigkeit, Zusammenbruch des Gesundheitswesens,Sozialsystemkürzungen etc).Dumm ist nur,daß auch die Soliden getroffen werden.Keine Zinsen für die Guthaben der Soliden,um den Schuldenbeuteln zu helfen.Der angenehme Nebeneffekt für D,Ö und andere besteht darin,daß gleichzeitig die Staatsschulden durch Entwertung geringer werden(nominal steigen sie sogar).Wie verzweifelt die Lage in manchen Ländern der Eurozone ist,wird durch die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen im Euro-Deviseninland sichtbar.Eine noch nie dagewesene Sache.Mir ist kein Fall in der ganzen Wirtschaftsgeschichte bekannt. Nicht nur in der Eurozone.Ein Fortbestand des Euro ist heute schon nur dadurch möglich, daß durch ungeheure Transferzahlungen, sei es über sogen."Rettungsschirme" oder demokratisch nicht legitimiert über die EZB(eigentlich ESZB) .Letztes Beispiel:die ELA.Konzipiert zur kurzfristigen Liquiditätsstützung an sich solventer Banken,wird sie heute schamlos zur kaum verhüllten Staatsfinanzierung sowie zum Fortbestehen insolventer Banken benützt.Von sound banking keine Spur.Der Rechtsbruch bzw. die Mandatsüberschreitung ist eine alltägliche Erscheinung in Euroland.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

Nein ich habe Sie nicht verstanden, warum Sie mir andauernd Grundsätzliches über den Abwertungszirkus der früheren jahre erzählen. Ich habe Ihnen schon vorgestern erklärt, dass ich damit vollkommen ÜBEREINSTIMME:
Sie sollten das lieber dem User KOBA mitteilen, der ja als einzige wahre Lösung wieder zu den nationalen Währungen zurückkehren will, um alle Probleme wieder mit entsprechenden Wechselkursen regulieren zu können.

Auch hier die Aufforderung, weil Sie den Ausdruck EURO-Deviseninland auch hier verwenden, mir den Unterschied zwischen EUROZONE und EURO-Deviseninland zu erklären!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

Kapitalverkehrskontrollen sind das Mittel von Devisenvorschriften. Sie werden normalerweise eingeführt um 1)den Devisenabfluß zu verhindern und oder 2) die Kontrolle über den heimischen Geldmarkt(Geldpolitik) zu erleichtern bzw. sicherzustellen.Beispiel: Es macht wenig Sinn die Zentralbankzinsen zu senken, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln und der Bankenapparat transferiert das Geld aber ins Ausland. Deviseninland ist der Raum, in dem eine Währung gesetzliches Zahlungsmittel ist(üblicherweise ein Staat). Deviseninländer sind die Normadressaten, die in diesem Raum ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben.Die Devisenvorschriften gelten für alle.In der Eurozone(Deviseninland) haben wir aber das Kuriosum, daß dies nicht so ist. Die Zyprer(Deviseninländer der €Zone)unterliegen den Vorschriften,Deutsche(auch Deviseninländer)zB nicht.Daher:kein einheitlicher Währungsraum. Devisenausländer können auch Normadressaten sein. Aber nur in Bezug auf faktische und Rechtsverhältnisse mit Deviseninländern.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

"Deviseninland ist der Raum, in dem eine Währung gesetzliches Zahlungsmittel ist(üblicherweise ein Staat)."

Ist Portugal jetzt Deviseninland oder nur Mitglied der EUROzone? Ist dann ein Portugiese, der in Lissabon wohnt, in Österreich zwangsläufig ein Deviseninländer?

"Devisenausländer können auch Normadressaten sein".
No na !!!
ALLE Menschen sind "Normadressaten", sind jetzt -umgekehrt- alle Menschen zwangsläufig Devisenausländer?

Es ging bei unserem Disput ursprünglich gar nicht um Devisenin- oder Devisenausländer, sondern um
DevisenINLAND und DevisenAUSLAND!

Mit einem Wort, Sie tun sich auch mit sich selbst schwer, weil Sie den Unterschied offensichtlich nicht kennen. Es ist auch schwer nach diesen beiden Begriffen zu googeln, weil es kaum Lösungen gibt.

Im österreichischen Recht gab es den Begriff "Devisenausland" bis ins Jahr 2002. Der hatte aber absolut nichts mit Zyperns Kapitalverkehrskontrollen zu tun.
Ich gebe Ihnen aber einen Tipp:
Fragen Sie einen Tiroler aus dem Außerfern, oder einen Vorarlberger, die könnten das noch wissen, was Sie nicht wissen, mir aber großspurig vorgeworfen haben!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

Ein in Portugal Ansässiger (nicht zwangsläufig ein portugiesischer Staatsbürger) ist für die Eurozone Deviseninländer.Portugal ist demnach Deviseninland,da Portugal Teil der Eurowährungszone. Devisenausländer können besipielsweise dann Normadressaten sein, wenn es sich um die Ausfuhr von inländ. Geld aus der Währungszone handelt.Oder in Zypern nichtansässige Russen, die ihr Geld nicht frei ausführen können(aus D könnten sie es zB). Die Begriffe Devisenausland und Deviseninland existieren immer. Sie sind nur in Österreich(und in der Eurozone mit Ausnahme Zyperns) dzt. nicht relevant, weil alle Auslandstransaktion, die zB durch das DevGes 1946 bewilligungspflichtig sind, generell bewilligt sind.Die Situation mit Zypern ist aber skurril und das zeigt nur wie verquer die Situation in der Eurozone ist und daß Zypern derzeit kein Teil der Eurozone ist, weil dort über das gesetzliche Zahlungsmittel Euro in der Eurowährungszone nicht frei verfügt werden kann. Im übrigen beende ich die Lehrstunde für Sie. Der Erwerb von Wissen setzt nämlich eine gewisse Grundausstattung von Intellekt voraus, eine Voraussetzung, die mir bei Ihnen nicht gegeben erscheint.Seine Ignoranz durch Frechheit zu kompensieren versuchen,reicht nur im Wirtshaus unter intellektuell Gleichgestellten.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

Das haben Sie jetzt sehr schön fabuliert, ist leider aber falsch!

Ein Deviseninländer ist jemand, der in Österreich seinen ordentlichen Wohnsitz oder ständigen Aufenthaltsort hat.
Deviseninland gibt es nicht, das ist die EUROZONE.

Ein Devisenausländer in Österreich ist jemand, der in Österreich KEINEN ordentlichen Wohnsitz oder ständigen Aufenthaltsort hat!

DEVISENAUSLAND waren früher das Kleine Walsertal in Vorarlberg oder die Gemeinde Jungholz im tiroler Außerfern! Und sonst NICHTS !

Ihr "Intellekt" scheint mir dadurch gegeben, dass Sie -wie schon gesagt- mit Fachwörtern, die Sie gar nicht verstehen, aber hier im Forum gut klingen, Kompetenz vorgaukeln!
Aber das reicht eben nicht nur im Wirtshaus, sondern auch in diesem Forum-Panoptikum unter intellektuell Gleichgestellten und vor allem an Gleichgesinnten!

Re: Re: Re: Re: Gesund durch selbst Suggestion?

ich mische mich nur ungerne ein, aber sie vergessen eben einen, wenn nicht DEN entscheidenden punkt:
die mentalität!
diese länder sind weniger produktiv, nicht weil sie irgend eine unsichtbare macht daran hindert, gas zu geben. es ist die lebensart, die halt nicht mehr trägt.
natürlich könnte man versuchen, aus allen menschen arbeitsbienen zu machen wie die deutschen, aber warum sollte man? lasst sie doch ihr leben leben, auf deren niveau! unglücklicher waren sie vor dem euro bestimmt nicht - im gegenteil!

Euro für den innereuropäischen Export

damit alle unsere Produkte kaufen können.
In Summe haben wir vom Euro profitiert.

Offensichtlich hilft das Beispiel Gr und Zypern , etc, daß auch die Sozi sein wenig zur Einsicht kommen bzgl eines ausgeglichenen Budgets für Ö.

Was ist bei den Sparern "sanft"?

Die Sparer werden brutal enteignet. Beispiel: Zinsen in österreich 1%. Davon minus 25% KESt. also 0,75%. Teuerungsrate 2,5%. Daher Verlust in einem jahr:1,75%. Nehmen wir 10 Jahre dann ahben wir 17%. Und zwar für jedes Bankguthaben, also auch für unter 100.000,-€. Und da regen sich die Zyprer auf, die jahrelang Zinsen von 4-5% für ihre Sparguthaben bezogen haben, wenn sie einmal 6,75% zahlen sollen? Und mit ihnen alle Taxifahrer und SchotterMitzis Europas. Die wären selbst bei dieser Einmalzahlung immer noch deutlich besser gefahren als die Sparer Österreichs in den letzten 5 Jahren. Und erst die Pensionisten werden bluten.Zuerst weil die pensionen nicht ordnungsgemäß erhöht werden.Und zweitens:Weil nämlich langfristig angelegtes Geld keine Ertrag bringt(wir müssen ja den Schuldenbeuteln im Süden helfen). Die nächste Bruchstelle werden die Versicherungen und Pensionskassen sein. Nicht heute aber morgen.

Die Kontra Propaganda

Viele Politiker nützen die EU oder den Euro oder ähnliches um von ihren Problemen abzulenken. Kaum ein Land hat ein größeres pro Kopf einkommen wie Österreich und trotzdem schaffen wir es nicht unsere Schulden zu verkleinern. Es gehören extreme Reformen in Österreich umgesetzt.
100% Spekulationsverbot
Gemeinden zusammenlegung
Pensionsreform
Militär Reduzieren und schlussendlich abschaffen
Parteinförderungen kürzen
usw.... aber dafür sind unsere Politiker allesamt zu Geldgierig....Also kein EU problem sondern Hausgemacht

mit Punkt 4: "Militär reduzieren und schlussendlich abschaffen"

. . . ignorieren Sie die Demokratie.

Re: Die Kontra Propaganda

nach dem Vorschlag Militär abschaffen, hab ich das Lesen eingestellt.

Haben Sie das eigentlich zu Ende gedacht.
Drehen Sie doch einmal den Wasserhahn auf, da haben Sie ein gutes Argument, warum Ö verteidigungsfähig bleiben sollte.

Re: Re: Die Kontra Propaganda

Haben Sie schon etwas zu Ende gedacht?

"Drehen Sie doch einmal den Wasserhahn auf,"
dann werden auch Sie feststellen, dass das Wasser letztlich ins Ausland rinnt!

 
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