25.05.2012 14:14 | Meine Presse Merkliste 0

Zwischen Audimax und Ulrichsberg

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Die „Kameradschaft 68“ steht hoch im Kurs. Gut so: Eine rote Nostalgie ist allemal besser als eine braune.

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Wenn nächstes Jahr die „Kameradschaft 68“ ihre Veteranentreffen aus Anlass des 40-jährigen Revolutionsjubiläums abhalten wird, wird hierzulande ein Festredner häufig gebucht werden: Erwin Buchinger. Der Sozialminister ist für die linken Kameraden, was Jörg Haider bis zum Abtauchen in der Wörthersee-Society für die rechten war. Buchinger im Audimax vor den 68er-Weißt-du-noch-Genosse-Träumern ist das dramaturgische Pendant zu Haider auf dem Ulrichsberg vor den braun gewandeten Es-war-nicht-alles-schlecht-Verwirrten.

Menschen, die mit den Zumutungen der Freiheit nicht zurechtkommen, begeben sich eben gern in den bergenden Schoß der Nation oder der Klasse und ihrer massenwirksamen Personifizierungen.

Bei allen Parallelen liegt der gravierende Unterschied zwischen den beiden Nostalgikervereinen auf der Hand: Die „Kameradschaft 68“ hat sich in unseren Breiten außer der degoutanten Sympathie mit sowjetischen oder chinesischen Mörderbanden und deutschen Terroristen nicht wirklich etwas zu Schulden kommen lassen, und Ignoranz ist gottlob nicht strafbar. Die Ulrichsberg-Nostalgiker hingegen schwelgen in Erinnerungen, die von den singulären Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die von ihrer Generation in unserem Land begangen wurden, nicht zu trennen sind.

Seien wir also froh, dass heute die roten Nostalgiker gesellschaftlich viel höher im Kurs stehen als die braunen.


Gelassenheit gegenüber der neuen Links-Nostalgie ist angebracht, weil es sich um eine Placebo-Ideologie handelt. Ganz gleich, ob sie sich wie Erwin Buchinger im Schoße ihrer Mutterparteien aufhalten oder sich wie Oskar Lafontaine in abgespalteten Parteien profilieren: Die linken Flügelmänner der europäischen Sozialdemokratie denken nicht daran, die ideologischen Versatzstücke, mit denen sie hantieren, in die politische Realität umzusetzen. Die lateinamerikanischen Beispiele zeigen zu deutlich, dass die konsequente politische Realisierung linker Rhetorik ohne den Angriff auf die grundlegenden bürgerlichen Freiheiten nicht auskommt.

Nein, wir Europäer müssen uns vor den neuen Linken nicht fürchten. Sowohl Buchingers täglich umfassender werdendes Totalversorgungsversprechen gegenüber den angeblich oder tatsächlich von den Segnungen einer guten Wirtschaftsentwicklung ausgeschlossenen Österreichern als auch Lafontaines Plädoyer für eine grundlegende Revision der politischen Ökonomie in Deutschland sind im Wesentlichen Entertainment-Phänomene.

Der Unterschied besteht lediglich darin, dass Lafontaine ein Egomane ist, der die Rendite aus seinem Unterhaltungsgeschäft für sich allein einstreifen möchte, während Buchingers Mischung aus basischristlichem Gefühl und altlinkem Denken ihn zum sozialdemokratischen Teamspieler macht. (Dass er Alfred Gusenbauer mittelfristig dennoch gefährlich werden kann, ist eine andere Geschichte. Sie hat mehr mit der hedonistischen Präferenz des Kanzlers zu tun als mit der machiavellistischen Ambition des Sozialministers.)


Die österreichische Variante des linken Polit-Entertainments ist natürlich auch von der großkoalitionären Regierungskonstellation entscheidend geprägt. SPÖ und ÖVP agieren nach dem strategischen Kalkül, dass sie FPÖ, BZÖ und Grünen dann am wenigsten Terrain überlassen, wenn sie nach dem Motto „Des bissl Opposition, des ma brauchn, mach ma uns auch noch selber“ agieren. Das hat schon während der Koalitionsverhandlungen prächtig funktioniert, nach deren Ende sich die SPÖ rühmen konnte, der neoliberalen Politik der Schwarzen die „Giftzähne“ gezogen haben, während die ÖVP vermeldete, den zu befürchtenden Rückfall des Landes in den Steinzeitsozialismus weitgehend verhindert zu haben.

Die ÖVP versuchte zwischendurch gegenzusteuern, zum Beispiel mit einem Bildungsmodell, das stärker auf Leistung und Differenzierung setzt. Dass sich die ÖVP zwischendurch auch selbst von links attackiert (zum Beispiel in Pensionsfragen), muss man wohl auf die Unerfahrenheit einiger ihrer Vertreter im Unterhaltungsgeschäft zurückführen.

Man kann davon ausgehen, dass dieses Modell bis zum nächsten Wahlkampf ganz gut funktionieren wird. Woran die Parteistrategen möglichst bald zu arbeiten beginnen sollten, ist die Erfindung von Antworten auf die Frage, wer dieses Land eigentlich in der abgelaufenen Legislaturperiode regiert hat.

Die linke Nostalgie Seiten 1 bis 4


michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.08.2007)

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28 Kommentare
 
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Gast: Arnulf Siehdichfür
04.08.2007 20:07
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"Braun gewandet"

Teilnehmer am jährlichen Ulrichsbergtreffen tragen keine Braunhemden, wie uneingeweihte Leser meinen könnten, sondern den braunen
Kärntner Anzug mit grünem (!!!) Kragen.

Gast: Jack
04.08.2007 19:45
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Erinnerung...

Ich kann mich, da ich 1968 an der Uni Wien studierte, gut an diese Zeit erinnern.
Da kam im August 1968 der Einmarsch der
Truppen des Warschauer Paktes in die CSSR.In zahlreichen Diskussionen mit
Proponenten der 68-iger Bewegung konnte ich damals festellen,dass sie ihre Ideale aufgaben, wenn es galt, diesen
Einmarsch zu rechtfertigen.(diese Aussage ist natürlich nicht allgemeingültig)
Spricht man heute mit diesen Personen, so weichen sie diesem Thema wohlweislich aus!
Die Ideologie der 68-iger war -und ist- daher kein monolithischer Block.
Es gab eben Leute, die vernünftige Reformen wollten, und solche, bei denen
nur die Ideologie im Vordergrund stand.

MM
04.08.2007 18:56
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Anfang

"Eine rote Nostalgie ist allemal besser als eine braune"
Mit dieser Denkweise fängt das Problem erst so richtig an - Es ist hoffentlich auch Ihnen, lieber Hr.Fleischhacker, klar: die linken Spiner sind eine tägliche Realität - s.Buchinger und Lafontain u.a. - die braunen Nostalgiker höchstens Geschichte.

Antworten Gast: Jack
05.08.2007 14:03
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Re: Anfang

Die braunen Nostalgiker sind nur solange
Geschichte, solange die ,wie Sie sie nennen, "linken Spinner" sich innerhalb des demokratischen Spektrums bewegen !
Es wäre nichts schlechter, als eine Radikalisierung auf der linken Seite, denn dann stünden sich innerhalb kürzester Zeit " linke und rechte Spinner " auf der Strasse gegenüber. Die späten Zwanziger und frühen Dreißiger des vorigen Jahrhunderts (vor allem in Deutschland)sollten uns eine Lehre sein !!

Antworten Gast: Noch ÖVP-Wähler
04.08.2007 20:51
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Re: Anfang

Die momentane Realität für die große Mehrheit der Österreicher und der EUropäer ist wohl seelen- und herzloser, Straßenwalzendrüberfahrender, egomanischer Turbokapitalismus. Einer steuert und verdient, der Rest ist platt. Die daneben Stehenden glauben davon verschont zu sein, könnten aber schon morgen erkennen, dass sie nur einfach in der nächsten Spur der Straßenwalze lagen, daher ein klein wenig später "geplättet" werden. Dieses Phänomen konnte man über Jahrzehnte in Lateinamerika beobachten (Erodierung bis Untergang des Mittelstandes) jetzt erreicht es Dank Globalisierung und falsch aufgezogenrer EU auch uns. Was für ein Fortschritt ! Hierorts wurde er lange durch maßvolle Politik von SPÖ und ÖVP aufgehalten, mit Vrantz (als Vorbereitung, Schüssel schon Vize) und vor allem Schüssel als Kanzler war dann alles anders. Er versteht vermutlich bis heute nicht warum er abgewählt wurde - ich schon, denn ich bin christlich-sozial, Schüssel (und sein Team)eher republikanisch nach US-Muster

Drei Säulen

Von den drei Säulen Kultur und Religion, Politik, Wirtschaft wurde die Säule Wirtschaft von der ÖVP unter Schüssel ganz massiv gestärkt. Wobei leider in unserer österreichischen Diktion das "Wirtschaft" meist mit den Unternehmen und deren Eigentümern gleichgesetzt wird. Wirtschaft bedeutet jedoch das Befriedigen der Bedürfnisse für die Menschen. In der sozialen Marktwirtschaft sind die privaten Unternehmen in erster für die Befriedigung dieser Bedürfnisse zuständig und der Gewinn für die Unternehmenseigentümer ist eine gut geeignete Motivation, aber kein Selbstzweck. Die Wirtschaft bezieht ihre Kräfte aus der Gesellschaft (Politik) und deren religiöse und kulturelle Fundamente, werden diese vernachlässigt, dann wird es der Wirtschaft auch bald schlechter gehen. Also Pensionen nach unten anpassen, wenn notwendig, JA. Aber muss man dann gleichzeitig das teuerste Fluggerät als Abfangjäger anschaffen? Sparen verkündigen durch einen jet-settenden-Finanzminister? Abgeordnete in den Landtagen

Antworten Antworten MM
04.08.2007 22:13
0 0

Jedem seine Realität,

aber ob die Mehrheit der Österreicher sich als vom Turbokapitalismus ausgebeutete und um ihren Mehrwert gebrachte proletarische Masse versteht, wage ich doch zu bezweifeln. Wo ich aber sicher bin: sollte auch nur ein Teil der Thesen z.B. eines Lafontaine in die Realtität umgesetzt werden, dann gute Nacht Österreich (und Deutschland und Europa und...)

Sozial

Ich fühle mich nicht vom Turbokapitalismus niedergewalzt, allerdings verfolge ich mit einiger Sorge die Hektik an den Börsen und das fieberhafte auf und ab von Papierchen mit fiktiven Werten. Das Finanzkapital hat einen anderen Charakter als das Produktivkapital in Form von Maschinen usw.. Mit meinem nur durchschnittlichen Wirtschaftswissen vermute ich jedoch, dass durch die weitere Zunahme der Bedeutung von Zinsen und Wertpapieren die eigentliche Arbeit, nämlich die Arbeit als sinngebende Tätigkeit für uns Menschen, an Bedeutung bzw. Wert verliert. Es besteht doch auch die Gefahr, dass die durch Arbeit geschaffene Wertvermehrung in zunehmenden Maß von der "Arbeit" der Spekulanten abgeschöpft wird. Natürlich arbeiten in den Wertpapierabteilungen der Banken auch Menschen, allerdings ist auch zu beobachten, dass es hier innerhalb kürzester Zeit durch "richtige" oder "falsche" Entscheidungen zu massiven Gewinnen (zum Teil fiktiv) oder Verlusten (zum Teil ebenfalls fiktiv) kommen kann.

Gast: Beobachter
04.08.2007 14:52
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150 Millionen Seelen warnen vor Buchinger & Co

Die weit ueber 100 Millionen die die Kommunisten nach der Geburt umgebracht wurden, und die mindestens 50 Millionen allein in Westeuropa, die die "68" dank ihrer Ideologie im Mutterleib haben toeten lassen klagen an.
Es geht nicht an, dass ein PolPot friedlich an Altersschwaeche sterben kann, und ein Buchinger Minister sein kann, ohne sich von diesen Teufeln klar zu distanzieren.
ZUM KOTZEN, meine Damen und Herren, ZUM KOTZEN.

Antworten Gast: Original Beobachter
04.08.2007 16:09
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Re: 150 Millionen Seelen warnen vor Buchinger & Co

Hier sind auch die Millionen europäischer Kinder zu erwähnen, die unter dem gesellschaftspolitischen und propagandistischen Einfluß der 68er durch Abtreibung ermordet wurden. Macht Platz für Multikulti!

Man sollte die Ungeistesgeschichte von der Frankfurter Schule bis zur Nichtabschiebung von Drogendealern einmal gründlich aufarbeiten und das Netz scheinbarer Zufälligkeiten entwirren. Aber für dieses zeitgeschichtliche Projekt gibt es sicher keine Förderungen.

modestus
04.08.2007 10:03
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saure gurken

ein unnötiges sommerthema...

Antworten Gast: Graf Gudenus
04.08.2007 12:05
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saure gurken,

in dieser entsprechenden Zeit gilt doch anzumerken, dass Autor schreiben kann; eine seltene Ausnahme

Gast: pit
04.08.2007 09:56
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wo ist der Unterschied ?

> Die „Kameradschaft 68“ hat sich in unseren Breiten außer der degoutanten Sympathie mit sowjetischen oder chinesischen Mörderbanden und deutschen Terroristen nicht wirklich etwas zu Schulden kommen lassen, und Ignoranz ist gottlob nicht strafbar. Die Ulrichsberg-Nostalgiker hingegen schwelgen in Erinnerungen, die von den singulären Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die von ihrer Generation in unserem Land begangen wurden, nicht zu trennen sind.<
Die Opfer von Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot und Cie werden den Unterschied nicht gespürt haben.
Unrecht und Verbrechen sind gleichwertig, ob rot oder braun.

Antworten Gast: 69er
04.08.2007 15:41
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Re: wo ist der Unterschied ?

Braun IST ein Rot-ton.

Antworten Gast: geheimrat
04.08.2007 11:52
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Re: wo ist der Unterschied ?

Das sehe ich auch so....... und die 120 Millionen Toten des roten Fortschritts wären Ihnen Herr Fleischhacker, könnten sie den Artikel lesen, sicher unendlich dankbar !

Gast: Christdemokrat
04.08.2007 09:05
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Träumer versus Realisten

Für so manchen 68er hat der Satz "wer mit 18 kein Sozialist ist hat kein Herz, wer mit 30 noch immer ein Sozialist ist, hat kein Hirn" gegolten. Die soziale Marktwirtschaft ist jenes Gesellschaftsmodell, das uns den Wohlstand gebracht hat an dem auch wir Kleinbürger teilhaben können. Nun fürchten viele Menschen - wahrscheinlich gar nicht zu unrecht - dass es nicht mehr mit den Steigerungsraten weitergehen kann, da auch Chinesen, Inder uva. teilhaben wollen. D.h. wir werden ein wenig zum Teilen kommen müssen und hier sollten doch jene die riesige Vermögen angesammelt haben und über exhorbitante Einkommen verfügen vorangehen. Dafür brauchen wir neue Wege da das Teilen auch etwas mit Verzicht zu tun hat, diesen lehrt uns der Materialismus nicht (Sozialismus und Kapitalismus sind rein materialistische Geisthaltungen), dazu brauchen wir ein festeres Fundament mit einem Überbau der auch Zufriedenheit aus gelungenen Beziehungen schöpfen lässt. "Beziehungsarbeit" ist jedoch nicht gut bezahlt.

Beziehungspflege

Die 68er haben zwar mit ihrer Kritik an der autoritären Erziehung als Weg zu Aggression und Krieg wichtige Nachdenklichkeiten ausgelöst. Allerdings hat uns der antiautoritäre Weg auch zu einigen Irrtümern geführt. Dem Slogan "Liebe statt Hiebe" konnte auch ich einiges abgewinnen, allerdings Sager wie "Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment" haben einiges an Beziehungsverwirrungen ausgelöst. Wer soll den Kindern Liebe geben, wenn die Eltern nach diesem Motto ihre "Beziehungsfreiheiten" leben wollen? Wenn es also im nächsten Jahr zu Feierlichkeiten im Rahmen der 68er kommen sollte, dann wäre es lehrreich nicht nur die Aufbrüche zu glorifizieren, sondern sich auch die Irrwege die ausgelöst wurden etwas genauer anzusehen. In einem ist jedoch dem Kommentator eindeutig beizupflichten: Eine rote 68er Nostalgie ist weit weniger gefährlich als eine braune Nostalgie. Die Unterscheidung der Geister bleibt uns zu keiner Zeit erspart. NT: "Prüfet und behaltet das Gute."

Antworten Antworten HR Geiger
06.08.2007 14:43
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Re: Beziehungspflege

Wie war das nochmal mit den Hitlerjungen, die ihre eigenen Väter denunzierten und statt daheim in der Familie zu sein lieber beim paramilitärischen Drill (Authorität) ihres Fähnleins lernten, wie man andere Menschen hasst und umbringt? Ist DAS Ihr Ideal für Erziehung? DAS waren Kindersoldaten in unseren Breiten - man sehe sich nur die Fotos von "Volkssturm-"Kompanien an, wo verzweifelte 15-jährige neben Greisen auf den vollkommen sinnlosen Tod warteten. Denken Sie bitte daran, bevor Sie Afrika zitieren!

Antworten Antworten Gast: Lehrer
04.08.2007 15:43
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Re: Beziehungspflege

Erziehung ohne Authoritaet fuert zu MONSTERN. Die Kindersoldaten, die weltweit taetig sind, sind der lebende Beweis. Child-Empowerment war ja die Devise von Pol Pot. Kalaschnikov in die Hand, gegen die (elterliche und andere) Authoritaet aufgehetzt, und schon verwirklicht sich das "68er" Erziehungswunder.

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Re: Re: Beziehungspflege

Afrikanische Kindersoldaten als Beispiel für die Auswirkung anti-authoritärer Erziehung? Sie wissen schon, dass diese Kinder meist ihren Familien entrissen und durch militärischen Drill (Authorität, nicht wahr) und Todesdrohungen zu Soldaten gemacht werden?

Gast: H. Schuh
04.08.2007 08:40
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Pest oder Kolera

Weshalb ist denn rot besser als braun? Wieso ist es denn besser mit Millionen roten als braunen Opfern? Das Leiden aller Opfer, die ermordet und gelitten haben, wird die Gesinnung der Täter sicher nicht das Leiden ungeschehen machen.

Antworten Faktum Est
04.08.2007 13:06
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Der Unterschied ist einfach:

bei und in Österreich gab es kaum Opfer eines roten Terrors. Daher darf dieser ideologisch und nostalgisch verklärt werden. Aber nur ein paar Kilometer weiter, in Ungarn und Tschechien denkt man ganz anders...
Beide Ideologien waren/sind menschenverachtend, grausam - und gehörten für immer geächtet.
Denn so wie es nichts gibt, was den Nationalsozialismus entschuldigen kann, so gibt es auch nichts Menschliches im Sozialismus.

Antworten Antworten Gast: Beobachter
04.08.2007 16:16
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Bei uns in Oesterreich

In Oesterreich gab es sehr wohl VIELE MILLIONEN von Opfern des Kommunismus. Von den freien Bauern der heutigen Ukraine bis zu den Helden von Budapest.
Der Horizont des "Faktum Est" scheint auf das illegitime Oessistan beschraenkt, wie es heute von Buchinger & Co "regiert" wird.

Antworten Antworten Antworten modestus
06.08.2007 14:11
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Re: Bei uns in Oesterreich

aha...ein monarchist...oder besser ein legitimist..

Gast: Beobachter
03.08.2007 22:22
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Einmal ehrlich, sie haben schon Besseres produziert

1) Ganz so harmlös und friedfertig waren manche 68er von Palmers über Ebergassing, Krawalle vor der spanischen und chilenischen Bitschaft bis zu Versammlungsstörungen und Überfällen auf politische Gegner auch wieder nicht

2) Viele Alt-68er begünstigen die Massenmigration zur sogenannten "multikulturellen Gesellschaft". Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks haben Ihnen sicher bekannte Galeonsfiguren die Kurve vom ideologischen zum biologischen Angriff auf Europa bestens gekratzt. Und ob der Bevölkerungsaustausch, mit dem die Europäer aus der Evolution fliegen und durch afroasiatische Zuwanderer ersetzt werden, so harmlos ist, daß man sich "nicht fürchten" muß, wage ich zu bezweifeln.

Antworten HR Geiger
06.08.2007 14:49
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Einmal ehrlich, sie haben schon Besseres produziert, Herr "Beobachter"

1) Ein paar Krawalle von linken Chaoten und einen misslungenen Anschlag auf einen Strommasten südöstlich von Wien mit sieben Jahren Nazi-Diktatur auf eine Stufe zu stellen, ist schon ein starkes Stück.
2) Nachdem Sie sich in diesem Forum als Legitimist geoutet haben, verwundert Ihr Angriff auf die "multikulturelle Gesellschaft" doch sehr - gerade die ö-u Monarchie war eine multikulturelle Gesellschaft par ecellance, wie man an den Familiennamen der Österreicher - von Sedivy bis Capellari - und an deren Lieblingsgerichten - von Gulasch bis Powidltatschgerln - leicht ablesen kann.

 
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