04.02.2012 11:06 | Meine Presse Merkliste0

Zu dumm für die Europäische Union?

DORIS KRAUS (Die Presse)

Die Befürworter des Reformvertrags geraten im Streit über ein Referendum in Argumentationsnotstand.

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Am 19. Oktober um zwei Uhr Früh dachten die Staats- und Regierungschefs der EU, sie hätten das Ärgste hinter sich. Die Briten hatten keine bösen Überraschungen aus dem Hut gezogen, die Polen hatte man mit Zuckerbrot und Peitsche auf Linie gebracht – und der portugiesische EU-Vorsitz durfte sich darauf freuen, dass das schwierigste Reformwerk, das in der Europäischen Union jemals geboren worden war, als „Vertrag von Lissabon“ in die Geschichte eingehen wird.

Doch dieser kollektive Seufzer der Erleichterung wurde etwas zu früh ausgestoßen. In der Hoffnung, dass – außer in Irland – in keinem Land der EU eine Volksabstimmung über das Nachfolgewerk zu der 2005 von den Niederländern und den Franzosen abgelehnten EU-Verfassung würde stattfinden müssen, haben Europas Regierungen eine Kleinigkeit übersehen: Ihre Bürger sind von den Neuerungen wesentlich weniger begeistert als sie selbst. Das Resultat: An der europäischen Basis brodelt es.

In Österreich droht dieses Gemisch aus tiefsitzenden EU-Ressentiments, Angst vor der Globalisierung, Widerwillen gegen Immigration und Furcht um nationale Heiligtümer wie die Neutralität langsam überzukochen. Die beiden davor schon etwas abgemeldeten Parteien BZÖ und FPÖ haben in dem Kreuzzug gegen den neuen EU-Vertrag und für eine Volksabstimmung darüber ein profitables neues Thema gefunden. Unterstützt werden sie dabei von der „Kronen Zeitung“, deren Herausgeber bereits seit einiger Zeit eine offen EU-kritische Linie fährt.

Die wahre Tragik aber ist, dass die politischen Befürworter des neuen EU-Vertrags den Widerstand gegen das Reformwerk dramatisch unterschätzen – und auf eigene Gefahr mit Argumenten gegen die Referendums-Befürworter antreten, die mehr Schaden als Nutzen anrichten. Dadurch wurden sie mittlerweile in eine Defensive gedrängt, aus der heraus sich das Plädoyer für die ungefragte Akzeptanz des Reformvertrags ungefähr so anhört wie die Ermahnung einer entnervten Mutter an ihren sturen pubertären Sohn: „Mein Lieber, wenn du älter bist, wirst du das verstehen. Aber jetzt glaube mir bitte: Das alles geschieht nur zu deinem Besten.“

Doch diese Argumente tragen wohl nur noch dazu bei, ein Staatsvolk, dem sonst bei allen Gelegenheiten eingeredet wird, mündig zu sein, bockig zu machen. Ebenso kontraproduktiv ist die Erklärung, man könne über diesen Vertrag gar keinen normalen Menschen mehr abstimmen lassen. Er sei nämlich durch die vielen Nachverhandlungen und politischen Kompromisse mittlerweile so verhunzt worden, dass ihn niemand mehr verstehen würde. Und warum bitte, kommt postwendend das Argument, warum brauchen wir so einen Vertrag dann überhaupt?

Der Fehler der Politik ist, dass sie sich scheut, offensiv und positiv ein Reformwerk zu verkaufen, dass viel Schweiß und Tränen gekostet hat, das aber die Organisation und die Funktion der EU verbessern wird. Österreichs Ex-EU-Kommissar Franz Fischler – immer bereit, einen Spaten einen Spaten zu nennen und sich dafür des öfteren mit diesem prügeln zu lassen – sagt es ganz richtig: „In der EU traut sich keiner mehr, die Dinge beim Namen zu nennen.“

Anstatt sich vor den EU-Gegnern hertreiben zu lassen, sollte die Regierung offensiv dazu übergehen, die Vorteile des EU-Vertrags zu erklären und mit Missverständnissen aufzuräumen, die derzeit ungestraft verbreitet werden dürfen. Nein, Österreich wird nicht von Brüssel in einen Krieg geschickt werden können. Nein, wir müssen in Zukunft keine Atomkraftwerke bauen. Nein, in Geldfragen kann nicht über uns drübergefahren werden. Ja, der Nationalrat kann sich in Zukunft beschweren, wenn ein EU-Gesetz eigentlich Sache der jeweiligen Nationalstaaten sein sollte.

Wenn der EU-Vertrag den Bürgern zugemutet werden kann, dann müsste er theoretisch auch aushalten, dass über ihn abgestimmt wird. Dann sollte sich die Politik nicht vor dem Ergebnis fürchten müssen. Mit ihrer defensiven Haltung aber signalisiert die Regierung unglücklicherweise, dass das Reformwerk so geraten ist, dass man besser nicht allzu genau hinschaut.

Was ist der Ausweg aus diesem Dilemma? Mut. Erstens der Mut, sich selbstbewusst-positiv zu Europa zu bekennen, und zwar als aktiver Teil davon. Zweitens der Mut, das Volk zu befragen, wenn die Alternative der Preis einer völlig ins negative kippenden EU-Stimmung wäre. Und drittens der Mut, die Konsequenzen klarzumachen. Denn die wahre Frage ist eindeutig: Dabei sein oder nicht dabei sein? Für die Antwort braucht auch der Bürger Mut.

EU-Politik mit „Tarnkappe“ Seite 5


doris.kraus@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.11.2007)

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25 Kommentare
 
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Die EU ist einfach UNREGIERBAR!

Schon 1990, damals umfaßte die EU gerade mal 12 Mitgliedsstaaten, wurde die Europäische Gemeinschaft vom SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein mit dem "Turmbau zu Babel" verglichen. Aber das haben besonders ehrgeizige Projekte in der Menschheitsgeschichte eben so an sich: Sie scheitern am von zu vielen Köchen versalzenen Brei!

Worum es bei der EU-Verfassung überhaupt geht, das wußten die europäischen Volksvertreter nicht einmal bei der Abstimmung zu der ersten, angeblich noch "lesbaren" Version: Als ein ARD-"Monitor"-Team am Abstimmungstag das Basiswissen von Bundestagsabgeordneten testete, erhielt es KEINE EINZIGE halbwegs brauchbare Antwort; die Damen und Herren waren völlig AHNUNGSLOS! Hauptsache, es wurde die Parole eingehalten, daß alle mit "JA" votieren sollen...

Es mag schon sein, daß die modifizierte Version des Textes einen "Kompromiß" darstellt. Aber mit dem, was man den "kleinsten gemeinsamen Nenner" bezeichnen muß, wird Europa insgewamt NIE ein "Global Player" sein...

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Wann gab es je

eine Volksabstimmung über die Verfassung der Republik Österreich,Mister Haider?

Warum gerade jetzt wegen der EU-Verfassung?

Noah von der Arche am Berg der Freude

Wie belügt doch ein Landeshauptmann aus dem Süden

die Bürger immer und immer wieder. Was für Märchen haben wir uns ihm anhören müssen. Wer erinnert sich noch an die legendäre Blutschokolade oder die Schildlaus von 1994?

Der Mann wollte ja kein unabhängiges Österreich sonder eine Alpenrepublik gemeinsam mit der Schweiz. Wer erinnert sich noch daran?

Man stelle sich vor: Statt 9 Bundesländer würde es 9 Kantone geben mit eigenem Steuersystem, Schulsystem, Verwaltungssystem. Und: Die repräsentative Demokratie würde abgeschafft werden.

Antworten Gast: PHJ
14.11.2007 03:33
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Wer lügt ?

Und welche Politiker ab Eu-Beitritt und ein Jahr zuvor haben nicht gelogen oder in Unkenntnis die Tatsachen verdreht (was einer Lüge ziemlich nahe kommt ) und falsche Hoffnungen genährt ?
Was haben Mock und Ederer nicht alles prognostiziert und was ist tatsächlich geschehen ? Ein bisserl denken und nicht philosophieren.

Antworten Gast: HB
13.11.2007 14:04
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Re: Wie belügt doch ein Landeshauptmann aus dem Süden

Wenn die repräsentative Demokratie durch die plebiszitäre ersetz würde, wäre das doch ein Riesen-Fortschritt !

Lepanto
13.11.2007 10:46
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Ja, ja, liebe Lü.genbarone!

Wie war das gleich 1994 mit dem Transitvertrag, der uns so großartig vor der Verkehrslawine schützt? Und wie war das mit dem Schilling? Etc usw. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, ...

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Re: Ja, ja, liebe Lü.genbarone!

Und wer schützt uns vor dem Wintersport-Transit-Verkehr nach Kärnten,wenn das Naßfeld etc. wieder genügend Schnee hat?

Sicher nicht Mister Haider!

Noah von der Arche am Berg der Freude

Andreas Mölzer, EU-Abgeordneter

sagte am letzten Sonntag in der ORF-Diskussionssendung 'Im Zentrum': " ... es ließe sich ein vereintes Europa in einer anderen, besseren Qualität (als die E.U.) herbeiführen ... "

Leider wurde Mölzer nicht gefragt was er sich dabei denkt, ich nehme an es war nur heiße Luft um die Zeit zu füllen u irgendetwas zu sagen, also e. rhetorischer Trick.

Leute wie Mölzer sollten öffentlich befragt werden wie sie sich ihr "vereintes Europa mit der guten Qualtität" vorstellten. Und welche internationale Verträge für so ein Europa abgeschlossen werden sollten, u was steht da drin, wie da die Entscheidungsstrukturen sein sollen. Wer in e. solchen Europa die Macht hat, ob es da eine Art von europ Parlament geben soll usw.

Vorrangig ist Frage "Wie soll so ein Europa mit der Mölzerschen Qualität errichtet werden?".

Herr Mölzer, als Anwalt der kleinen Leute bitte gehen Sie endlich klare Antworten u kein Wischi Waschi u kein Bla Bla.

Geschätze Frau Barbara S. (Gast)

Was stört Sie (Dich) an der EU?

Antworten Gast: tc_t
13.11.2007 09:59
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Re: Geschätze Frau Barbara S. (Gast)

was einem an der eu stören kann - ganz einfach... die eu

Antworten Antworten Ophicus
13.11.2007 10:29
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Re: Re: Geschätze Frau Barbara S. (Gast)

Wie außerordentlich sachlich.
Das überzeugt so richtig...

an Gast tc_t

Geh bitte .....

Gast: Allerdings
13.11.2007 07:49
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hat noch kein Politiker ein Mandat abgelehnt,

das er den Stimmen der Menschen verdankt, die er zu blöde für eine Abstimmung über den EU-Vertrag hält.

Es ist eben alles relativ.

Antworten Ophicus
13.11.2007 10:32
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Re: hat noch kein Politiker ein Mandat abgelehnt,

Es hat aber auch noch kein Politiker ein Mandat abgelehnt, dass er nicht diesen Stimmen verdankt (Zach zum Beispiel).
Und abgesehen davon verdanken die Politiker ihre Mandate zum größten Teil ohnehin der Partei und nicht dem Wähler - und das wissen sie auch.
Listenplätze sind mehr wert als Wählerstimmen.

Antworten Antworten Gast: 08/15
13.11.2007 18:45
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Re: Re: hat noch kein Politiker ein Mandat abgelehnt,

Ja, wie wahr ! Früher bekam man als treuer Gefolgsmann ein Lehen. Heute bekommt man als treuer Parteiknecht einen guten Listenplatz. Durchfüttern werden wir sie, genau wie früher, trotzdem müssen. Ob wir wollen oder nicht.

Gast: Montagmorgen
13.11.2007 07:30
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Frage:

Wenn das alles soooo kompliziert ist, warum hat dann das dumme Volk über den BEITRITT entscheiden dürfen?!?!?!

(Ja, ich weiß, das war rechlich-fomal notwendig!)

Und in der Vergangenheit ist oft über die Österreicher drübergefahren worden: Transit, Gentechnik, Unis, Sanktionen anno 2000, ......

Wirtschaftlich hat sich für die AN und Kleinbetriebe eigentlich so ziemlich alles verschlechtert, für die Konzerne aber alles verbessert. Nicht nur in Ö, europaweit!!!

Es möge mir keiner mit der Ostexpansion der Ösis kommen, die sonst nicht möglich gewesen sei - warum nicht?!?!?!

Gast: Barbara S.
13.11.2007 01:15
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Manipulatives Vertauschen von EU und Europa ist inzwischen zu abgedroschen

Frau Kraus, Sie fordern Mut, aber gleich im darauffolgenden Satz fehlt Ihnen selber der Mut, nämlich der Mut zur Wahrheit!
Wenn man heute immer noch in manipulativer Weise versucht, Europa mit der EU gleichzusetzen, so ist das nichts anderes als das Eingeständnis, daß die EU nichts Gutes sein kann (für die Bevölkerung).
Denn die EU wird gemeinhin negativ gesehen, Europa dagegen neutral bis positiv. Darum der scheinheilige Manipulationsversuch. Aber ok, in den Redaktionen ist man beauftragt dazu.
Es wird in Sachen EU schon seit 1994 geschrieben, was geschrieben werden muß. Durch Abhängigkeit mundtot gemacht, das ist nichts Neues. Nämlich abhängig von der Presseförderung, wer ist das nicht? Meines Wissens nach nur Kronenzeitung und Ganze Woche.

Daß man sich die EU-Dinge nicht beim Namen zu nennen traut, sieht man allein daran, dass die EU-Verfassung neuerdings als Reformvertrag tituliert wird (oder besser gesagt in den Redaktionen so bezeichnet werden muss).

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Sie überschätzen die Bürger

Schüssel hat den von Frau Kraus geforderten Mut bewiesen und den Menschen gesagt, was los ist. Die Menschen waren "klug" genug, um den Knechten des Herrn Dichant zu folgen und wählten nicht Schüssel, heraus kam -oh Schreck! - Gusenbauer. Was glaubt Frau Kraus, wem die Leser (sic!) des Kleinformates mehr glauben: Dichant, Haider und Strache - oder Gusenbauer? Irgendwie erinnert mich die Situation an den kleinen Maxl: "Recht soll mi in die Finger friern, wenn ma da Vater keine Fäustling' kauft!" Frau Kraus machte einen kleinen Fehler: Ihre Überschrift ist nicht mit einem Fragezeichen abzuschließen, sondern mit einem Rufzeichen!

Antworten Gast: Barbara S.
13.11.2007 01:35
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Zeichen von Argumentationsnotstand

So, so, mit einem Rufzeichen müsste man also die Überschrift abschliessen, um damit deutlicher zu betonen, wie überaus dumm, naiv, rückständig usw. die EU-verweigernden Bürger doch wären.

Diese Masche hat ja 1994 noch sehr gut funktioniert, in dem man den vielen in der EU-Frage Unentschlossenen suggeriert hat: Wo wollt ihr hingehören, etwa zu den Naiven und Rückständigen?
Aber Herr Brandhuber, diese Zeiten sind längst vorbei.
Wenn man von Seiten der EU-Befürworter heute nicht mehr auftischen kann als Beleidigungsversuche, so wird das für ein Aufrechthalten der EU-Mitgliedschaft nicht reichen.

Und die Bürger mit so Peanuts zu ködern, wie etwa mit Wegfall der Wechselgebühr bei einer Auslandsreise, damit sie sich um die Ersparnis vielleicht einen Lutscher kaufen können, das hilft auch nicht weiter.

Schon einmal nachgedacht, dass es sein könnte, dass die ach so dummen Bürger sich von den wenigen aber um so grösseren EU-Profiteuren nicht mehr länger für dumm verkaufen lassen?

Antworten Antworten lurch
13.11.2007 12:52
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Re: Zeichen von Argumentationsnotstand

Danke, Sie sprechen mir aus der Seele!

Klaus Brandhuber ist recht zu geben!

Der FPÖ und BZÖ und "Kronen-Zeitung" und "Heute" traue ich ohne weiteres zu dass sie so weit kampagnisieren dass die Mehrheit in einem Plebiszit für einen Austritt aus der EU stimmt.

Anti-EU-Hetze gehört zur Geschäftsgrundlage etlicher Parteien u Medien in Österreich u Anderswo fix dazu.

Anti-EU-Hetze lohnt sich allemal: Etliche erfolgreiche politische Karrieren sind darauf gegründet: Jörg Haider, Strache, Vaclav Klaus u.a.

Auf etwas wie die EU - auf etwas so (für die meisten Menschen) Unbekanntes, Abstraktes, Entferntes, Ausländisches, Kompliziertes, Konstruiertes wo die "abgehobenen Bürokraten", "Eurokraten", u wie die Schimpfwörter alle heißen über uns tüchtige, anständige, ehrliche, korruptionsfreie, steuerzahl-bewußte kleinen Männer u Frauen immer wieder "drüberfahren" - läßt sich unendlich schimpfen u beklagen.

Die große Koalition sollte tatsächlich eine breit angelegte Info-Kampagne starten um die Vorteile des Reformvertrags darzustellen - und zwar sofort!

Antworten Antworten Gast: Barbara S.
13.11.2007 00:59
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Wieso nur die Vorteile darstellen?

Wieso dürften nur die Vorteile der neuerdings als "Reformvertrag" getarnten EU-Verfassung dargelegt werden?
Die Nachteile einfach unter den Tisch kehren?

Das hat weniger mit "unbekannt, kompliziert, abstrakt" zu tun, sondern ganz einfach mit den vielen geradezu hinterfotzigen EU-Lügen, die den Österreichern 1994 aufgetischt wurden, um sie damit zu einer EU-Zustimmung zu verführen.

Die EU-Fanatiker fühlen sich doch immer für so ungemein gebildet, und haben folglich das Naserl mitunter so weit oben, dass ihnen der Regen reinrinnt. Dabei haben diese Hochnäsigen Fundamentales nicht begriffen.
Nämlich, dass Lügen kurze Beine haben!

Re: Wieso nur die Vorteile darstellen?

Danke Barbara S. für Dein klares Statement dass der Reformvertrag Vorteile bringen wird.

Gast: HerrAbisZ
12.11.2007 19:32
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Wo kann man den Vertrag in DEUTSCH lesen?

Das sollte als erstes veröffentlicht werden!

Lesen bildet! Ich würde das mal genauer lesen!

dresak
12.11.2007 19:04
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Ist 'ne gute Idee, aber

einige Mitgliedsstaaten müssten die Verfassung ändern, da Volksabstimmungen nicht in allen EU-Mitgliedsstaaten rechtlich bindend sind. Ausserdem sind die Mehrheitsklauseln unterschiedlich. Also empfiehlt sich dann doch eher eine Volksbefragung, und je nach ausgang ein entsprechendes politisches Follow-up.

Die aufgabe hier einen einheitlichen Mechanismus zu finden nder demokratipolitisch den Verfassungen aller Mitgliedsstaaten standhält ist schon wieder eine Aufgabe für sich...

 
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