25.05.2012 14:29 | Meine Presse Merkliste 0

Ein Einwanderungsland will es nicht wahrhaben

RAINER NOWAK (Die Presse)

Eine der größten Migrationswellen fand gerade statt. Das ist aber nicht einmal Strache & Co. aufgefallen.

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Das sind keine Meinungen, sondern schlichte Tatsachen. Erstens: Österreich war und bleibt ein Einwanderungsland. Zweitens: Wien ist eine multikulturelle Stadt. Drittens: Die gewaltigen Integrationsprobleme in Österreich harren dennoch weiter eines Lösungsansatzes.

Die ersten beiden Fakten begründen sich weniger in der gerne verklärten k.-u.-k.-Vergangenheit (Stichwort: fröhliche Ziegelböhmen) als in der deutlichen Entwicklung der vergangenen fünf Jahre. Laut jüngstem Migrationsbericht hat Österreich seit 2004 eine der größten Wanderungswellen der Zweiten Republik erlebt. Pro Jahr ließen sich hier rund 100.000 Nicht-Österreicher nieder, mehr als 60.000 zogen wieder woanders hin, im Schnitt blieben 40.000 im Land. Das sind Asylbewerber, Studenten, sogenannte Schlüsselarbeitskräfte, Familienangehörige von bereits in Österreich lebenden anerkannten Flüchtlingen und vor allem sehr, sehr viele EU-Bürger. Auch weil es ihnen in Wien und Österreich gut gefällt.

Obwohl sich die aktuelle und die vergangenen Bundesregierungen wahrhaft bemüht haben, jeden Zuzug zu bremsen.

Vor kurzem hat es ein Vertreter der Statistik Austria trocken und prägnant formuliert: Der Einwanderungsland-Streit sei einfach "obsolet". In Zahlen ausgedrückt heißt das: In Österreich weisen bereits 1,35 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund auf, sind also etwa gar keine österreichischen Staatsbürger und/oder wurden im Ausland geboren. Die tausenden europäischen Zuwanderer auf Zeit - die Union macht es möglich - sind in Österreich nicht überall aufgefallen. Heinz-Christian Strache warnt auf Plakaten nicht vor italienischen Verbrecherorganisationen, französischem Lohndumping oder portugiesischen Bräuchen, um ein paar seiner sonst gerne verwendeten Klischees zu strapazieren. Er warnt auch nicht vor deutschen Studenten.

Warum? Weil die neuen (Lebensabschnitts-) Österreicher mit europäischem Pass, die auf kurz oder lang ein generelles passives und aktives Wahlrecht bekommen werden, bessere Ausländer für Strache & Co. sind? Weil sie reden wie die Ausländer im Urlaub, großteils nicht in der Moschee beten oder sich häufig besser als die genannten Volksvertreter kleiden? Eigentlich sonderbar, denn die immer wieder geschürte Angst vor Job-Verlust wäre bei der willigen Konkurrenz aus Deutschland wohl mehr gerechtfertigt als beim ungelernten Flüchtling aus Tschetschenien, der auf eine Gelegenheitsarbeit hofft.

Sämtliche Prognosen sagen nebenbei, dass der Zuzug weitergehen wird und muss: Weil innerhalb der Union auch Bürger der jüngeren Mitgliedsländer in Österreich werden leben können und der Arbeitsmarkt und der Sozialstaat es ohnehin brauchen werden: Mindestens 40.000 Personen pro Jahr müssen und werden das sein. Eine Alternative zu mehr Zuwanderung gibt es bisher nicht, nicht einmal die Rechtsaußen-Parteien konnte eine vorlegen oder auch nur andeuten. Dass dafür ein neues Zuwanderungsgesetz zusätzlich zum (dann hoffentlich reparierten) Asylgesetz notwendig sein wird, das die Blue-Card-Idee der EU-Kommission in Österreich umsetzt, ist klar. Dass dies die große Koalition schafft und beschließt, leider eher nicht.

Dass Österreich aber kein fröhlicher Melting Pot mit einem kosmopolitischen Unesco-Manhattan namens Wien wird, sagen die Verfasser des Migrationsberichts auf Nachfrage ebenfalls klar und deutlich dazu: Es gibt ein ernstes Integrationsproblem für künftige und neue Österreicher. Innerhalb der türkischen und der jugoslawischen Community geht die Integration nur äußerst schleppend voran. Die häufig genannten Catering-Unternehmer, Modeschöpfer und Top-Manager sind und bleiben einsame Ausnahmen. Die Aufstiegschancen sind sehr schlecht, der Nicht-Zugang zur Bildung besorgniserregend. Abgesehen von Wir-haben-uns-lieb-Kampagnen mit Bildern vom Naschmarkt - etwa von Gemüsesorten mit dem hübsch altmodischen Attribut "exotisch" - sind die politischen Anstrengungen bisher großteils wirkungslos geblieben. Die müssten beim Sprachunterricht (Deutsch, aber auch der eigenen Sprache als Grundlage!) ansetzen, bei der beruflichen Ausbildung weitergehen und dürften vor der sozialen Durchmischung zwischen neuen und alten Österreichern nicht haltmachen.

Das ist nicht nur eine Bringschuld Österreichs. Vielleicht kann man aber von Zuwanderern auch mehr verlangen, wenn der Staat selbstbewusst als Einwanderungsland auftritt.


rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.11.2007)

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57 Kommentare
 
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Wieso Einwanderungsland?

Weil heute schon wieder einmal von SPÖ-Seite behauptet wurde, daß Österreich ein Einwanderungsland ist:

Es ist mir nicht bekannt, daß man die im WK II von den Nazis gewaltsam besetzten Länder, wie z.B. Dänemark, dann als Naziländer bezeichnet hätte. Wieso also ist Österreich ein Einwanderungsland, nur weil es von illegalen Einwanderern und Scheinasylanten überflutet wird und seine Politiker und Behörden zu blöd waren und sind, das von Österreich am 15.6.1990 unterzeichnete und am 1.9.1997 in Kraft getretene Dubliner Übereinkommen bzw. die nachfolgende Dublin-II-Verordnung konsequent anzuwenden (Wichtigste Regel für die Zuständigkeit: Der Vertragsstaat, in den der Asylbewerber nachweislich zuerst eingereist ist, muss das Asylverfahren durchführen.)? Österreich ist schließlich spätestens seit der am 1.5.2004 in Kraft getretenen EU-Erweiterung 2004 komplett von sicheren Drittstaaten umgeben! Von Deutschland werden von jeher Asylbewerber, die über die Landesgrenzen nach Deutschland einreisen, entsprechend der Drittstaaten-Regelung des Art. 16a Abs. 2 Grundgesetz ohne inhaltliche Prüfung ihres Asylantrages rigoros in die jeweiligen „sicheren Drittstaaten“ zurückgewiesen - bei uns wird selbst in ganz eindeutigen Fällen endlos herumgesch..... Und die Argumentation der Dummlinken, daß wir diese dubiose "Bevölkerungs-Bereicherung" für die Sicherung der Pensionen brauchen, ist total schwachsinnig: Wie sollen unqualifizierte Arbeitlose und fleissige Kriminelle die Pensionen sichern?

Gast: nikki10
18.11.2007 18:29
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gehirnwäsche

bei dem ganzen integrationsgedudel fällt eine vollkommen gleichgeschaltete medienlandschaft (ausnahme Krone) auf.
die gehirnwäsche der österr. bevölkerung wird mit einer vehemenz bertrieben, dass einem schwindlig wird. man getraut sich als normal denkender österreicher schon gar keine kontroverse meinung zur öffentlich kolportierten haben, weil man einfach das gefühl hat, sofort als idiot, nazi, dumpfbacke oder politisch unkorrekt
(was immer das sein mag und von wem auch immer dieser schwachsinn erfunden wurde) hingestellt zu werden. Der grösste blödsinn ist dann noch das geflügelte Wort vom "Ausländerfeind". Das Gegenteil davon wäre nämlich INLÄNDERFREUND. Und was bitte ist denn für einen österreicher wichtiger? sich um
die INLÄNDER zu kümmern von denen es einer ganzen menge beschissen geht, oder das land mit muslimischen Zuwanderern zu füllen?

panda82
16.11.2007 17:37
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Ich verstehe von den Postings, dass die Österreicher aussterben!!!

Man kann aber in diesem Falle Abhilfe schaffen, in dem man aus Anatolien Zuchthengste holt..

Die Kinder werden etwas dunkel aussehen, ist aber ja nicht dramatisch...


Antworten Gast: Schnauzibär
16.11.2007 21:56
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Willst Du, verirrter Panda,

hier Rassismus von Süden nach Norden betreiben? Besser ist, anatolische "Zuchthengste" bleiben in ihrem Stall und Du mit ihnen.

Wenn anatolische "Zuchthengste" und ihre Fohlen wirklich so tüchtig wären, würden Wirtschaftsflüchtlinge aus der EU in der Türkei Sozialhilfe begehren und nicht umgekehrt.

qilin
15.11.2007 09:26
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Ausländer... 2

Ohne Rückhalt, erstklassiges Deutsch und eine politischen Intervention wäre sie verärgert und wütend wieder heimgefahren...
Wer also bleibt hier? - nur wer's anderswo noch schlechter findet. Und das sind eben nicht die Arbeitswilligsten und die Bestausgebildeten...

qilin
15.11.2007 09:25
0 0

Ausländer...

Es ist nicht nur eine Frage wer nach Österreich 'reindarf' und wer nicht, es ist auch eine Frage wer hier bleiben möchte. Meine Freundin (EU-Bürgerin, mehrsprachig, mit vielseitiger Berufserfahrung) ist vor ein paar Monaten zu mir gezogen. Nach der Anmeldung musste sie bei der 'Einwanderungsbehörde' um eine 'Aufenthaltsbewilligung' vorsprechen, wo ihr gesagt wurde, sie müsse innerhalb von drei Monaten einen Arbeitsvertrag nachreichen, sonst würde sie ausgewiesen - sie dürfe sich dann aussuchen ob nach Deutschland oder nach Frankreich... Als sie ein paar Wochen später mit einem solchen Vertrag wiederkam, sagte ihr der Beamte wörtlich: "So einen Zettel kann sich jeder selbst aus dem Internet ausdrucken - bringen Sie mir eine Gehaltsbestätigung." Nun darf aber ohne Aufenthaltsbewilligung niemand eingestellt werden, kann also auch keinen Gehalt bekommen - das klassische 'Hauptmann von Köpenick'-Dilemma.

Gast: Christian
15.11.2007 02:24
0 0

"Europa bekommt die Auswanderer, China und andere Mächte die Rohstoffe"

Endlich ist das auch einmal einer ORF-Reporterin aufgefallen!
Statt froh zu sein, daß der Bevölkerungsdruck, der massive Umweltschäden verursacht, endlich in Österreich nachläßt, nimmt man ungezählte Wirtschaftsflüchlinge aus anderen Kontinente auf, die sich als Asylanten ausgeben (s.a. einen Beitrag weiter unten: " IN DEUTSCHLAND ENTSPRACHEN HEUER NUR 256 PERSONEN DEN ASYLKRITERIEN IN ÖSTERREICH 4640.")
Die EU sollte wohl ausreichen, um den inländischen Bedarf an Arbeitskräften ausreichend zu decken.
Doch die Propagandawelle der Medien für eine ungezügelte Zuwanderung rollt weiter: zuletzt bei einer Diskussionrund im Abendjournal, wo unbedarft Journalisten a la A. Rohrer ihre Träume von unbeschränkter , wobei man die verschämt als Integration umschriebene Zwangsassimilierung als Allheilmittel anpreist!

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Re:

Die Mittwoch-Diskussion im Abendjournal habe ich mir auch "gegeben".
Es fand und findet regelrechte INDOKTRINATION statt. Gut, wenn es auch anderen Hörern auffällt. Ich glaube, die Verbreiter dieses Zuwanderungsschwachsinns werden dafür leider auch noch gut bezahlt.

stefania
14.11.2007 22:17
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die soziale Durchmischung

der neuen und alten Österreicher.
Genau dran liegt¿s Herr Nowak -Moslemmädchen dürfen sich nicht mit Österreichern "durchmischen"-und das liegt nicht an den "Alt"-Österreichern.

4x4
14.11.2007 16:05
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Nowak will es nicht wahrhaben, ....

... dass sehr viele Österreicher die Nase gestrichen voll haben von den zugewanderten "Kulturbereichern".

Gast: pit
14.11.2007 15:40
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Den Unterschied zwischen

einem tschechischen Arbeiter und einem ostanatolischen Bergdorfbewohner sollte man schon bedenken ..

Gast: ABK
14.11.2007 15:34
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Die Linke

Man muss P. Kondylis recht geben: Nachdem die Linke in allem, aber wirklich in allem historisch versagt hat geht sie jetzt mit Amerikanismus schwanger(Einwanderungsland, Menschenrechte, blue-card, Europäischer Bundesstaat u.s.w.) Welche Leere das hinterlässt zeigt dieser Artikel sehr gut! EU-Bürger werden dann schon auch als "Ausländer" bezeichnet nur um dem Strache eins auszuwischen. Dass die sogenannten Schmelztiegel der Grosstädte auch Ghettos und mafiöse Vereinigungen auf beiden Seiten erzeugt haben und zum Unwesen des 19.Jh. geführt haben, sollte in einem nicht manichäischen Kontext auch erwähnt werden.

Ausländer
14.11.2007 14:02
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meistens Blödsinn :-(

.

Herberti
14.11.2007 12:58
0 0

Warum läßt man weiter Moslems herein?

Statistik Austria:
http://tinyurl.com/34v2ju

Zuwanderer 2006, ua:
14.141 Ex-Jugoslawen (oft moslemische Bosnier und Kosovoalbaner)
9.225 Asiaten
4.897 Türken
3.089 Afrikaner
2.438 Russen (oft moslemische Tschetschenen)
2.173 Iraner
usw

Von 100.972 Zuzüglern waren nur 39.098 aus der EU, 602 Schweizer, 1549 Amerikaner und 338 Japaner. Es sind nicht alles Moslems, und es gibt auch einige Wegzüge. Trotzdem:

Unter welchem Titel, mit welchem Recht und welcher Einladung kommt bitteschön der Rest zu uns?

Österreich hatte in den 70ern 7.3 Mio Einwohner, jetzt 8.3 Mio, und für 2050 sind 9.5 Mio Einwohner vorausgesagt. Es ist völlig verrückt. Und niemand soll sagen, die Migration ließe sich nicht stoppen. Im Gegensatz zum Klimawandel kann hier sehr schnell umgesteuert werden, und mit Ausweisungen und Rückkehrhilfen der soziale Frieden, die Finanzierbarkeit der Sozialsysteme und die Sicherheit wieder hergestellt werden.

Antworten franzmann
14.11.2007 14:44
0 0

Re: Warum läßt man weiter Moslems herein?

im unterschied zu eu bürgern bleiben die zuwanderer aus moslemischen länder leider nur zu gerne in ö. das sozialsystem ist super und die österreicher sind auch noch so blöd, die intoleranten moslemischen sitten zu tolerieren, die ja der eigentliche grund sind, warum die islamische welt im mittelalter lebt.

Die wahre Gefahr...

... sind PROTESTANTEN!

Sie, mit denen wir schon viele blutige und grausame Schlachten gefochten haben fallen über unser armes, ungeschütztes Land herein!

Wer schützt uns vor ihnen?

jopc
14.11.2007 12:48
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wer läuft denn weg?

Eine unbestreitbare Tatsache bleibt bestehen:
Weglaufen aus ihren Heimatländern wie z. B. Türkei oder Nigeria tun nicht die gebildeten und Leute die auch dort nichts auf die Reihe kriegen.
Ungebildete Türken aus dem letzten Winkel von Anatolien sind die Problemgruppe. Die beharren auf ihren mittelalterlichen Gebräuchen auch hier.

Gast: Don Quichote
14.11.2007 12:39
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So viele ...

... und leider immer die gleichen Denkfehler in einem einzigen Artikel. Warum werden deutsche Einwanderer nicht als Ausländer gesehen? Wohl weil sie sich problemlos in unsere Gesellschaft einbinden und ihren Beitrag zum Gemeinwohl und zum Sozialsystem leisten. Woher, Hr. Redakteur, wissen Sie, daß der Sozialstaat die Zuwanderer braucht? Kennen Sie die nicht getürkten Zahlen der Sozialversicherung über Einzahlungen und Auszahlungen? Es gibt durchaus eine Alternative zur derzeitigen Zuwanderung, nämlich eine mit Hirn und Augenmaß. Das Ausländerproblem im Land rührt aus einer gründlich daneben gelungenen, kurzsichtigen, abgehobenen Politik, die besonders Parasiten und Schmarotzer anzieht. Nicht fehlender Bildungszugang ist das Probem, sondern mangelnde Bildungsbereitschaft und -fähigkeit. Nicht die Herkunft ist das Problem, sondern die nicht vorhandene Integrationsbereitschaft /-fähigkeit. Ich sehe keine besondere Bringschuld Österreichs, sondern nur eine Holschuld der Zuwanderer.

Gast: Jobverlustige
14.11.2007 12:18
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Einwanderung vom anfänglichen Nutzen zum Schaden geworden

Richtig, es ist nicht zu überhören und zu übersehen, dass Österreich in den letzten Jahren enorm viele (zuviele) Einwanderer erhalten hat. In öffentlichen Verkehrsmittel (nicht nur Wiens) und so manchen Schulklassen, Ämtern, Spitälern sind Deutsch sprechende Österreicher zur Minderheit geworden. Daran sieht man aber auch, dass weder Anpassung noch Integration stattgefunden haben.
Unter anderem sieht man an den roten Zahlen unserer Sozialbudgets und an den vielen Arbeitslosen, dass Einwanderung nicht zu einer Entlastung unserer Sozialsysteme sondern zu einer Belastung führten, abgesehen von den sozialen Spannungen (auch der Einwanderer untereinander siehe Türkendemos).
In so einer Situation ist zuerst Problembewältigung angebracht und nicht der Ruf nach neuerlicher Einwanderung die vorhandene Probleme noch vergrößert.
Österreicher dürfen auch verlangen, dass Einwanderung nur dann erfolgt wenn der Nutzen für sie größer ist als der Schaden.

Gast: Michel
14.11.2007 12:16
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Zuzug "ohne Alternative" für Ö????

Soso, die Zukunft Österreichs und ihrer Sozialsysteme ist also nur durch massiven Zuzug zu retten? "Ohne Alternative"? Sorry, aber dieser Scheiß, den alle nachbeten, ist an Phantasielosigkeit kaum überbietbar. Nur ein Gedanke hiezu: Das Bismark¿sche System, wo drei Beschäftigte einen Rentner erhalten soll, ist ja schon längst obsolet - siehe Statistiken. Nun stellen sie sich bitte vor, das Sozialversicherungssystem würde über eine völlig andere Art der Besteuerung und Abgaben finanziert. Da gibts¿verschiedenste Lösungsansätze, und wir - die Politiker - haben bis 2030 Zeit, das auf neue Füße zu stellen und umzusetzen. Das soll nicht gehen? Wie sind aber schon vor inzwischen bald 40 Jahren auf den Mond geflogen, oder?

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Lauter Wanderer

Als Deutscher mit österreichischem Migrationshintergrund habe ich nicht vergessen, dass ich schon in Österreich einen Migrationshintergrund hatte. Etwas slowenisch, etwas ungarisch und wer weiß, was noch ...
Wer bitte, ist ohne Migrationshintergrund? Spätestens, wenn er ein paar Generationen zurück nachschaut?
Und wo es in abgelegenen Dörfern früher wirklich schon lange keine Zuwanderung gab, haben die dort Geborenen davon nicht profitiert - oder?

franzmann
14.11.2007 11:06
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den nagel nicht getroffen

einwanderungsland ja oder nein, ist doch eine frage des wollens und nicht des seins. die österreicher wollens mehrheitlich nicht, da ändern auch 40000 am willen des volkes vorbeigeschmuggelte einwanderer nichts daran.

tatsache ist weiters, dass trotz konkurrenz um den arbeitsplatz, jeder sofort einsieht, dass ein deutscher oder slowake hier besser herpasst als eben ein türke. das ist äußerst politisch unkorrekt. dennoch eine binsenweisheit, die sogar ein einwanderungspropagandist wie nowak verbreitet. solange also unser zuwanderunssystem nicht im stande ist zu verhindern, dass massenweise islamische anatolier einwandern, solange werden die österreicher zuwanderung als bedrohung empfinden!

Gast: Konservativer Todfeind
14.11.2007 10:37
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Immer wieder witzig zu lesen ...

... dass Nationalisten den IST Zustand eines Landes als Idealzustand hinstellen - Und dass seit 100Jahren ... Ueber politisch Rechte kann man nur lachen - aber man sollte Sie NICHT ernst nehmen ... (Deswegen gibt es wohl auch nur -linkes- Kabarett) ...

4x4
14.11.2007 09:54
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Falsch, Herr Nowak!!

"....schlichte Tatsachen. Erstens: Österreich war und bleibt ein Einwanderungsland"

OK, es ist eine Tatsache, dass Österreich bis jetzt ein Einwanderungsland ist.

Aber ob es das auch in Zukunft bleibt, ist (noch!!!) keine Tatsache, sondern eine Bedrohung der Stabilität Österreichs, die es abzuwenden gilt!

Ophicus
14.11.2007 09:37
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Sie sagen es...

"Die tausenden europäischen Zuwanderer auf Zeit - die Union macht es möglich - sind in Österreich nicht überall aufgefallen. Heinz-Christian Strache warnt auf Plakaten nicht vor italienischen Verbrecherorganisationen, französischem Lohndumping oder [...] deutschen Studenten. Warum?"

Vergleiche hierzu:

"Innerhalb der türkischen und der jugoslawischen Community geht die Integration nur äußerst schleppend voran."

CW
14.11.2007 09:09
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Soziales Problem

In diesem Kommentar und überhaupt häufig in der Debatte um Zuwanderung wird am Kern der Sache vorbei diskutiert. Es geht nicht darum aus welchem Land jemand kommt, es geht nicht um Aussehen, nicht einmal um Religionszugehörigkeit. In Wahrheit ist es ein soziales Problem, eine Frage des Bewusstseinszustandes des Einwanderers. Ob jemand Deutscher, Afrikaner, Türke oder Pole, Christ, Muslim oder Atheist ist, ist völlig egal. Ob er aber nicht nur Toleranz einfordert, sondern auch selbst bereit ist, die Kultur seiner neuen Heimat anzuerkennen, sich zu integrieren, die Sprache zu erlernen, unser Verständnis von Menschenrechten, Gleichberechtigung und Demokratie zu verinnerlichen, das macht den Unterschied.

 
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