08.11.2009 12:02 | Meine Presse Merkliste0

Die Totengräber der Solidarität

NORBERT MAYER (Die Presse)

Die Senioren-Chefs von SPÖ und ÖVP bedienen sich und die Ihren erneut bei den Renten. Schäbiger geht's nicht.

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Post-Chef Anton Wais sollte unlängst im staatlichen Rundfunk erklären, warum seinem Betrieb beim Paketversand die Kundschaft abhanden kam. Die Antwort wäre: Weil Menschen, die auf Lieferung von Ware warten, nicht einen gelben Zettel im Postkasten vorfinden wollen, der ihnen Bescheid gibt, zu welchen Amtsstunden man wegen der Entgegennahme des Pakets vorsprechen darf.

Wais schien dies nicht zu interessieren. Er blühte hingegen auf, als er seine Lösung des Problems präsentierte: Mitarbeiter abbauen, hunderte. Fünfzig Jahre alt sollten sie schon sein (wenn es solch ungewöhnlichen Überstand bei der Post überhaupt noch gibt). Und wer kümmert sich um die Konsequenzen? Der Betrieb? Die Regierung? Falsch. Vor allem jene verfolgte Minderheit, die kräftig Steuern zahlt, kommt für diese Frührentner auf, die auch noch 45 Monatsgehälter Abfindung erhalten.

An den rasch vergreisten Postler, der nicht bereit war, ein Paket zur Zufriedenheit der Kunden abzugeben, sollte man denken, wenn man versucht, die derzeitige Pensionsdebatte nachzuvollziehen. Diese Person gehört jetzt zur mächtigsten Lobby des Landes, vor der alle Politiker zittern.

Zwei Millionen Rentner hat dieses Land, und sie sind hoffentlich noch viele Jahre rüstig. Für sie haben die Senioren-Obmänner Karl Blecha (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP) eben wieder einen netten Bonus herausgeschunden. Tenor: Wer wird denn so schäbig sein, den armen Alten die paar Euro Mehrwert nicht zu gönnen?

Mit Verlaub: Die Schäbigkeit liegt voll und ganz bei Proporz-Politikern der alten Schule, denn langfristig gesehen werden sich Phänotypen wie Khol oder Blecha als Totengräber der Solidarität erweisen. Sie betreiben ein arges Pyramidenspiel. Wissentlich wird die Generation der heute Dreißigjährigen um ihre materielle Zukunft betrogen.

Das Verhalten der Altpolitiker mag aus machiavellistischer Sicht verständlich sein. Sie sind Interessensvertreter, und was kümmert solche die Not der Enkel? Aber dass Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) und sein Kassenwart Wilhelm Molterer (ÖVP) wieder einmal in Hochform kommen, wenn es darum geht, Geld auszugeben, das man noch gar nicht verdient hat, ist der Gipfel des Opportunismus.

Die große Koalition ist angetreten, um drängende Probleme zu lösen. Und was macht sie? Klientelpolitik; auf der einen Seite bedient sie fesche Hütchenspieler der Hochfinanz oder Abfertigungsprinzen in staatsnahen Betrieben, auf der anderen Seite gibt es Kuchenkrümel statt Beschäftigung für immer mehr Menschen, die in der Mitte ihres Lebens freigestellt werden. Willkommen im Klassenkampf, Herr Gusenbauer! Grüß Gott, Herr Molterer! Dieses Land wird wegen Ihrer Scheu, mittelfristig zu rechnen, zweigeteilt.

Sie stellen nämlich die Pyramide auf den Kopf; die breite Schicht der Pensionisten oben, die immer schmäler werdende Spitze der jungen Systemerhalter unten, die mit schlecht bezahlten Teilzeitjobs nur die Zukunft der Vorgängergeneration finanziert, während ihre eigene trostlos bleibt. Das ist beschränkt christlich, beschränkt sozialdemokratisch, vor allem aber beschränkt.

Meist kommt nun von erfahrener Seite die Moralkeule: Immerhin hätten die Pensionisten das Land aufgebaut, heißt es dann oft. (Kurzer Exkurs: Die in den Zwanzigerjahren Geborenen sind heute fast alle über 80 oder tot.) Scharenweise in Rente sind zuletzt aber die 68er gegangen. Diese Generation mit der Gnade der späten Geburt genießt auch ungeniert den Vorteil der frühen Pension. Und lässt Kinder und Enkel fragen, was denn das für ein Fremdwort sei: Chancengleichheit.

Man rechne die „läppischen“ paar Euro, von denen Khol und Blecha reden, einfach zusammen: Zusätzlich 100 Mio. Euro Apanage machen in dreißig Jahren, wenn der heute fünfzigjährige Pensionist ans Ende seines Lebens gekommen ist, drei Milliarden Euro. In 30 Jahren stehen dem heute Dreißigjährigen noch mindestens zehn Arbeitsjahre bevor, eher er sich dann für zehn Jahre bis zu seinem wahrscheinlichen Ableben mit wesentlich geringerer Pension begnügen muss. Die weiteren läppischen Sprünge, die garantiert vor jeder künftigen Wahl kommen, werden weitere „vernachlässigbare“ Milliarden ausmachen.

Wer jetzt zu viel ausgibt, wird in dreißig Jahren dutzendfach ungerecht gewesen sein. Und erzieht künftige Generationen, die in Vater Staat nur einen korrupten Ausbeuter sehen werden.


norbert.mayer@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.11.2007)

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121 Kommentare
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Gast: pit
19.11.2007 14:24
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jaja, den so reich Beschenkten

werden die Augen übergehen, wenn sie merken, daß nach Abzug erhöhter Krankenversicherungsbeiträge sowie einer doppelt-progressiven Steuer nicht einmal die Preisindexsteigerung abgegolten wurde ..

harryqu
17.11.2007 18:11
0 0

danke herr mayer!

...ein beachtlich harter, aber einer der besten artikel der letzten zeit!

als einer der angesprochenen 30er sehe ich mich in genau dieser situation.
liebendgerne würde ich meine einzahlungen an das staatliche pensionssystem schon jetzt einstellen und für meine eigene vorsorge verwenden! denn so, wie die herren molterer und gusi damit umgehen, kommt mir wirklich alles hoch!
ich hoffe nur, dass man der schwarz-roten packel-partie bei der nächsten wahl einen dicken denkzettel verpasst...!

...leider aber sind die alternativen sehr dünn gesät!!

Gast: kummerbund
15.11.2007 19:49
0 0

beschränkt, aber wahr

lieder hat norbert mayer mit seinen ausführungen recht. es mag stimmen, dass es pensionisten (vor allem frauen) gibt, deren pensionen geradezu lächerlich niedrig sind. aber ist das ein grund, nach dem gießkannenprinzip einmal freundlich (fast) allen mehr zu geben?
und was sollen sich die heute 20-, 30-jährigen mit ihren (ebenfalls lächerlich entlohnten) mc jobs dabei denken? Wer sich von einem praktikum, von einem freien dienstvertrag zum nächsten hanteln muss, bis sich die arbeitgeber erbarmen, ihn anzustellen? das mitleid mit jenen, die da einige "läppische" millionen bekommen, dürfte sich in grenzen halten. und das zurecht.

Gast: markus
15.11.2007 18:11
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DANKE!

DANKE FÜR DIESEN MUTIGEN KOMMENTAR!!!

Gast: Johann Z
15.11.2007 17:09
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Man muß nur "Unterkommen"

Der gelernte Österreicher sagt nichts gegen die unmoralischen Zustände, denn man muß dort nur "unterkommen" d.h. in die Paradiese der Abräumer einsteigen, und man hat es für sein Leben geschafft. Früher war das Bahn, Post, Staatsbetrieb, Gemeinde oder Beamter. Nur sind die alle jetzt in Pension! Wen wundert's, wenn die ehemaligen "Untergekommenen" Ihren Lobbyismus ungeniert weiter betreiben? Bahn und Post gehen der Pleite entgegen, da ist nichts mehr zu holen. Dann also auf in die Pension, da klappt noch alles wie früher und man ist wieder unter sich. Die Weicheier Gusi und Molti stecken wir locker in die Tasche.....Wer probiert folgende Wahlslogans:
- Senken des Frühpensionsalters
- Erhöhen der Pension auf Produktivitätssteigerungsrate von Robotern
- Forschungsausgaben nur mehr Lebenserhaltende Entwickung ab 85 Jahren
- neue Schule zur Senkung des IQ, damit alle jungen mitmachen

Gast: hadigue
15.11.2007 16:56
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Pensionserhöhung ungerechtfertigt?

Also wirklich - diese unverschämten Pensionisten!!! Was soll das? Man muß doch mit 445,--€ auskommen oder nicht!?
Mit Zuschuss erehalte ich 664,-- € monatlich. Ich weiss garnicht, was ich mit so viel Geld machen sollte! Ich zahle ja nur 400,--€ Miete mit Strom, da bleiben mir doch ganze 264,- € zum leben.
Das ist zu viel - ich gebe Ihnen recht Herr Mayer! was soll ich mit so viel Geld anfangen!
Ich habe nun die Lösung gefunden! Ich zahle Ihnen Herr Mayer das mir verbleibende Geld damit Sie sich bei den Mindest-Pensionisten erkundigen können, wie sie überhaupt überleben! - Ziehen Sie sich bitte warm an - es ist sehr kalt bei uns weil Heizung können wir nur zu b estimmten Zeiten aufdrehen! und nehmen Sie sich doch bitte etwas zu essen mit - wir können keine Partys schmeissen - aber das macht ja nichts - Sie sitzen ja im Vollen - mal eine Frage - geben Sie mehr als 100,-- pro Tag aus?
Mir verbleiben 2,50 € tägl. zum verprassen!
Wachen Sie doch bitte auf! Ab zur Untersuchung!

Lepanto
15.11.2007 17:47
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Re: Pensionserhöhung ungerechtfertigt?

Hadique, Sie sozialistischer Modernisierungsverlierer! Erzählen Sie uns doch, wieviel Sie einbezahlt haben, Sie Träger unseres Systems, auf dass Sie Ansprüche über 445,-- erworben haben! Na, sagen Sie schon, wo man so schuften kann? Und dann gleicht 400 Euro für die Miete. Für eine Eigentumswohnung oder ein Häusl hat¿s wohl nicht gelangt? Echt, krass, ey! Lieber alles zum Branntweiner getragen? Los, gibs schon zu? Und jetzt erklären Sie uns noch, wie sie die Internetgebühren schultern, Sie Held des Sozialismus! Oder posten Sie nur aus Buchingers Vorzimmer?

Antworten Antworten Gast: hadigue
15.11.2007 18:20
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Re: Re: Pensionserhöhung ungerechtfertigt?

bin Antoalkoholiker und rauche nicht!
Habe aber 16 Jahre meine Mutter nach Schlaganfall gepflegt. Sie war blind, bettlägrig und konnte nur im Rollstuhl vorwärts bewegt werden. Wurde von mir täglich gewaschen, habe für sie gekocht und den Haushalt geführt!!! Als meine Mutter 2000 starb, hatte ich selbst Schlaganfall und bin halbseitig gelähmt!!!
Es ist halt nicht alles so, wie sich das kleine Hänschen vorstellt.
Also Sie Klugscheisser, jetzt wissen Sie alles

Lepanto
15.11.2007 21:49
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Re: Re: Re: Pensionserhöhung ungerechtfertigt?

Das übliche halt. Also, wie viel haben Sie einbezahlt?

poldionkel
16.11.2007 14:15
0 0

Re: Re: Re: Re: Pensionserhöhung ungerechtfertigt?

lieber lepanto, mit verlaub, sollten die angaben von hadigue stimmen dann gibt es auf ihr entgleistes posting nur eines, einen wohl gezielten tritt zwischen ihre großen zehen, wie gesagt mit verlaub.

Gast: G.Gruza
15.11.2007 16:38
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Pensionsanpassung

Nicht die Pensionsanpassungen ob 10,- oder 30,- € sind für mich maßgeblich. Können die Pesionisten den Lebensstandard halten, oder hat er sich seit Pensionsantritt verbessert oder verschlechtert? Hat man schon eine Umfrage gemacht, wie ein Pensioist/in vor Antritt der Pension gelebt hat? Wie oft hat man ein Restaurant/Heurigen in der Woche/Monat besuchen können. Hat man ein Auto gefahren, ist man auf Urlaub (incl. Kurzurlaube) gefahren. Wie viel Zeit hat man für Familie und Freunde für Kuren aufwenden können. Das sind für mich Kriterien (und andere mehr) die man erkunden sollte, bevor gejammert wird.

Gast: K.Moser
15.11.2007 15:26
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Leitartikel von N.Mayer

Dieser Leitartikel ist sachlich nicht fundiert und in die Reihe gewissenloser Hetzartikel einzuordnen.

Ich wünsche Herrn Mayer und allen sogenannten Experten nach ihrem Übertritt in den Ruhestand eine ASVG-Mindestpension, damit sie endlich wissen worüber sie reden.

Herberti
15.11.2007 14:37
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Falsche Adresse:

Die Wirtschaft wuchs 2006 um 5.1%, und wird 2007 voraussichtlich um mehr als 6% wachsen.
http://tinyurl.com/256cq6

Und zwar nominal. Genauso, wie die Pensionen nur um 2.9% nominal angehoben werden.

Frühpensionierungen sind ein anderes Thema.

Zu 3 Milliarden Euro in 30 Jahren fallen mit 3 Milliarden Euro in einem Jahr ein. So viel würden nämlich unsere 500.000 Moslems netto kosten, wenn man ihnen zugestehen würde, sie wären gleich produktiv wie die Ossis in Deutschland. 15 Mio Ossis kosten nämlich 90 Milliarden Euro netto pro Jahr, das sind 6000 Euro pro Person.

Und Ossis können Deutsch, sind gebildet und arbeiten auch manchmal. Alles Eigenschaften, die man bei unseren Moslems nicht immer vorfindet. 15-64 jährige Türken arbeiten bekanntlich nur zu 46.2%, währenddessen Österreicher zu 72.5% arbeiten. Das kann man bei der Statistik Austria hier auf Seite 21 nachlesen:
http://tinyurl.com/2szkqr

Sisyphus
15.11.2007 19:23
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Re: Falsche Adresse:

Wo ich noch anfuerhen moechte, dass die Zahl der Schueler im Durchschnitt bei den Oesterreichern 6x hoeher weil die Tuerken nicht gerade fuer ihren Drang zu Bildung bekannt. Heisst gut gerechnet..Unsere, von den Genossen aller Coleurs hochgelobten, zukuenftigen Systemerhalter sind ausser Belastung..NICHTS WEITER..ganz davon abgesehen, dass die Verbrechensrate bei Auslaendern WESENTLICH hoeher (ein weiterer Kostenfaktor), die Herrschaften wegen JEDEM SCHAAAS zum Arzt gehen etc. etc....

Aber das ist unseren Genossen/Gruenossen MEHR ALS WURSCHT sinds doch deren Waehlerschaft..ist schon interessant..Alles was nix is waehlt die Genossen... ;-)

Gast: Rufus
15.11.2007 14:37
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Freier Markt kontra Staatsdienst

Danke für die tolle Analyse in Ihrem Artikel! Was aber noch fehlen würde, ist die Betrachtung des Aspekts, ob sich ein "Postler" wie Anton Wais den Gesetzen der freien Marktwirtschaft unterwerfen darf/kann! D.h. darf er wirklich anordnen, dass tausende Postangestellte am Samstag ausliefern bzw. auch sonst eventuelle Abend-/Nachschichten verichten müssen. Oder stehen wir dann dem nächsten Streik (gerade in D ein aktuelles Thema) gegenüber? Ist es da nicht eigentlich verständlich, dass er lieber Mitarbeiter abbaut, um das Unternehmen zu retten? Dies wäre sicher anders, würden die Politiker auf einen staatlichen Postdienst mehr Wert legen, tun sie aber nicht. Also zahlt man im Endeffekt lieber mehr Rente und Abfertigung. Kommt das nicht auf¿s Gleiche raus?

Gast: Gabriel
15.11.2007 14:19
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2 Fragen an den Redakteur

Bitte beantworten Sie mir:

Als in den 50er Jahren die ASVG-Gesetze entstanden war Konsens, dass die Pensionen zu je einem Drittel von den Arbeitnehmern, den Arbeitgebern und der öffentlichen Hand getragen werden. Ist der Budgetanteil größer als diese 33% ?

Wie entwickelte sich der prozentuelle Anteil der ausgezahlten Pensionen am BSP seit 1945 ?

Eine ehrliche Beantwortung dieser Fragen würde die Diskussion ein für alle Mal beenden !

Ophicus
15.11.2007 16:29
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Re: 2 Fragen an den Redakteur

Genau das ist ja das Problem. Die 33% Anteil der öffentlichen Hand treffen den Steuerzahler. Damit vor allem aktive Arbeitnehmer.
Das war in den 50ern nicht so ein Problem, weil auf einen Pensionisten halt mehrere Steuerzahler kamen. Durch höhere Lebenserwartung und niedrigere Geburtenrate wird der gleich bleibende Anteil der öffentlichen Hand (so er denn gleich bleibt) zu einem immer größeren Anteil für den einzelnen Steuerzahler.
Eingezahlter Betrag in die Pensionskasse plus Zinsen dividiert durch die LebenserwartungminusAlter und man hat eine angemessene Pensionsleistung. Die Drittelregelung ist unsachlich zum Quadrat.

Gast: Lösung
15.11.2007 13:24
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Dem Gusenbauer ist Österreich doch ganz egal.

Man sollte die derzeitige Politikergeneration ins Exil schicken. Sonst wird es nie Politik für Österreich geben.

* Rückführung der Moslems in ihre Heimatländer
* keine Sozialleistungen für Immigranten
* hohe Förderung österreichischer Familien
* Verschärfung des Arbeitsrechts (keine prekären Dienstverhältnisse mehr)
* Pensionen jährlich an die Einnahmen anpassen

Anders geht es nicht mehr. Hau ab, Gusi!

Cerberuss
15.11.2007 13:08
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ja,ja,ja,ja,ja!

Mutterkreuzmentalität wohin man schaut.
Nein, meine Lieben, wir brauchen keine Reproduktionsrate von 1.0 (oder vielleicht 1.1, damit es uns noch besser geht). Wir brauchen eine gerechte verteilung des Produktivitätszuwachses. Die Frage ist, wieviele Arbeitsstunden für die Produktion welches Gutes benötigt wird. Computer- und Automobilindustrie sind weitestgehend automatisiert.
Einst musste auch ein Wohlhabender drei Jahresgehälter in ein Auto investieren, heute sind sie ab sechs Monatsgehälter dabei und dereinst wird wohl die Zwei-Wochen-Pension für ein Kleinstauto genügen.
Klar, die Lagerhaus-Mafia-Bauern feiern fröhliche Urständ - bei den Lebensmittelpreisen wird man sich was einfallen lassen müssen …

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Am Anfang war das Wort.

Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Will das die Wirtschaftkammer, der Auftraggeber der "Presse" und der Pensions-"Experten"? Selten einen derart verantwortungslosen, hetzterischen Beitrag gelesen. Wo steht, dass selbst von der 2,9% der Mindestrentner 40% zurück in System fließen. Bei ASVG-Höchtpensionen verbleiben netto gerade mal 0,6% und die vielgelästerten Spitzenbeamten "lukrieren" netto gerade mal 0,4%. Aber darum geht's den Heuchlern ja nicht. Anpatzen, auseinanderdividieren. Die schwächste "Presse"-Redaktion seit langer Zeit!

Antworten Gast: schmarin
15.11.2007 13:26
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Re: Am Anfang war das Wort.

auch ich halte diesen Artikel für äußerst SCHÄBIG und der (bald nicht "meiner") PRESSE nicht würdig! Pfui

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Die systematische Ausbeutung der Familien im Sozialsystem

Unser Sozialsystem pervertiert die Idee der Vorsorge für das Alter durch das Aufziehen von Kindern. Lebenslang Kinderlose erhalten 2x Unterstützung durch andere: In der Kindheit von ihren Eltern und im Alter von den Kindern anderer. Sie selbst leisten aber in Ihrer Aktivzeit nur 1x Unterstützung für ihre Eltern. Sie können daher im Verlauf ihres Lebens ein Viertel mehr konsumieren, als sie selbst erwirtschaftet haben. Und sie haben ein wesentlich höheres Einkommen/Person in der Aktivzeit und in der Pension als Familien mit Kindern, bei geringeren Kosten. Das geht nur, indem der Staat Familien mit Kindern "ausbeutet".

"Jeder Mensch muß seine Lebensform frei wählen können, wenn er nur der Freiheit Anderer ... keinen Abbruch tut" (Kant). Das gilt auch für die persönliche Karriere und den Kinderwunsch. Allerdings fehlen heute die Rahmenbedingungen für den zweiten Teil des Zitats.

http://www.ohnepolemik.at/politik/gleichheit/ Kap. "... Familienpolitik, Feminismus"

Ophicus
15.11.2007 12:36
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Re: Die systematische Ausbeutung der Familien im Sozialsystem

Schon richtig. Grundaussage: Jeder muss für sich selbst sorgen.
Jetzt kommt eben noch der soziale Gedanke dazu, dass man jene Menschen nicht sterben lassen will, die eben nicht für sich selbst sorgen können. Kinder, Behinderte, Arbeitslose und Alte. Streng genommen würde hier die Hilfe nur denen zustehen, die ihre Hilflosigkeit nicht selbst verschuldet haben (also etwa zu blöd waren in vierzig Jahren genug Geld für die Rente auf die Seite zu legen anstatt jedes Jahr nach Griechenland zu fahren). Aber wir sind ja nicht so und helfen den Dummen auch noch, immerhin sind das fast alle - auf die eine oder andere Art.
Um sicher zu gehen, dass die Schlauen davon nicht benachteiligt werden kommt man zu dem System, wo man die Dummen eben auch dazu zwingt was auf die Seite zu legen. Pflichtversicherung nennt sich das. Damit leistet man aber Beiträge und hat plötzlich einen Anspruch. Und der geht über den Gedanken der Lebenserhaltung von Hilflosen weit hinaus. Und damit fängt alles an...

Gast: Watchdog
15.11.2007 10:30
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Buchinger: Die Renten sind sicher !

Dümmer gehts gar nicht. Vor Jahren versucht man es mit einer Pensionsreform. Dann kommen Gusi und Buchi, und wissen es besser. Weil 2 Millionen Pensionisten sehr viele Wähler sind!

Gerald
15.11.2007 12:30
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Re: Buchinger: Die Renten sind sicher !

Der Spruch die Renten sind sicher, ist eigentlich ein sicherer Indikator, dass bald die nächste Kürzung kommt. Vranitzky hat das damals in seinem Brieferl geschrieben und *zack* kam danach die Kürzung. Dann versprach es Schüssel und *zack* war die nächste Reform da. Und nun ist es Buchinger. Wann kommt die Reform?

Fritz
15.11.2007 10:19
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Soziale Wärme.

Wenn man die Kommentare zu diesem dummen Leitartikel liest, hat man den Eindruck, dass die Schreiber (und Gusi-Wähler?) schön langsam draufkommen, dass die von Gusenbauer im Wahlkampf propagierte "soziale Wärme" auch irgend jemand bezahlen muss.

Auch heute noch beruhigt sein Buchinger die Dummen, "dass alles finanzierbar sein wird".

Aber nicht der gute Onkel vom Mars wird das finanzieren, sondern immer nur die Beitrags- und Steuerzahler.

Den entrüsteten jungen Schreibern in diesem Forum, sowie dem Schreiber dieses Kommentar¿s einen guten Rat:

Setzt ebensoviele Kinder in die Welt, ernährt sie und gebt Ihnen eine ebenso gute Ausbildung, wie wir (Jahrgang 1943) es getan haben, dann wird Euch auch eine ASVG-Pension sicher sein.

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