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Der unabhängige Kosovo im Brutkasten

CHRISTIAN ULTSCH (Die Presse)

Zur Unabhängigkeit gab es keine realistische Alternative. Doch die Kosovo-Frage ist damit noch lange nicht geklärt.

Serbien hat den Kosovo nicht erst am 17.Februar2008 verloren, sondern schon 1999. Damals hätte der jugoslawische Ex-Machthaber Milosevic das Rambouillet-Abkommen unterzeichnen und einer Autonomielösung zustimmen können. Doch er wählte den Krieg gegen die Nato und schlug Hunderttausende kosovo-albanische Zivilisten in die Flucht. Damit trieb er eine Geschichte der Unterdrückung auf die Spitze, gegen die sich die Albaner jahrelang friedlich, später auch bewaffnet zur Wehr setzten.

Diesen historischen Kontext unterschlagen viele, die nun von Belgrad über Moskau bis zur Wiener FPÖ-Zentrale die Unabhängigkeit Kosovos geißeln. Es wäre der albanischen Mehrheit im Kosovo nach den blutigen Erfahrungen der 90er-Jahre nicht zuzumuten gewesen, wieder unters serbische Joch zurückzukehren. Seit 1999 werden Serbien und der Kosovo völlig getrennt voneinander regiert. De facto wurde der unabhängige Kosovo vor achteinhalb Jahren geboren – und lag seither im Brutkasten eines UNO-Protektorats. Die Geburt war nicht mehr rückgängig zu machen.

Zur Unabhängigkeit des Kosovo gab es keine echte Alternative. Lange hätte der bisherige Schwebezustand nicht mehr aufrechterhalten werden können. Das war bereits 2005 klar. Deswegen erhielt damals ja auch der finnische Ex-Präsident Ahtisaari den Auftrag der UNO, den endgültigen Status des Kosovo zu klären. Seine mühseligen Verhandlungen scheiterten: Serbien beharrte auf seiner territorialen Integrität, die Albaner im Kosovo auf Unabhängigkeit. Ahtisaari schlug deshalb vor, dem Kosovo eine „überwachte Unabhängigkeit“ zu gewähren. Ein internationaler Repräsentant, ernannt von der EU und ausgestattet mit Eingriffsrechten, soll der Regierung in Pristina auf die Finger schauen, besonders auf die Rechte der serbischen Minderheit achten.

Es wäre schön gewesen, wenn Russland den Ahtisaari-Plan in der UNO unterstützt hätte. Doch Moskau, das wirtschaftlichen und politischen Gewinn aus seiner „slawischen Solidarität“ lukriert, legte sich quer. Daraus ergibt sich die knifflige völkerrechtliche Situation, dass immer noch die UN-Resolution 1244 aus dem Jahr 1999 gilt. Und darin ist ausdrücklich von der territorialen Unverletzlichkeit Jugoslawiens die Rede; allerdings, und das lässt Belgrad gerne unter den Tisch fallen, nur im Zusammenhang mit dem Übergangsabkommen. Der endgültige Status des Kosovo, so heißt es in der Resolution 1244, müsse erst „in einem politischen Prozess“ geklärt werden. Und das passiert jetzt. Außerhalb des Weltsicherheitsrats, weil es anders nicht geht.

Das Völkerrecht ist biegsam. Letztlich ist es eine realpolitische Entscheidung, den Kosovo anzuerkennen oder nicht. Die überwiegende Mehrheit der EU, darunter auch Österreich, hat sich aus guten Gründen dafür entschieden: Denn der Balkan hätte weniger Chancen, sich zu beruhigen, wenn dem Kosovo das Recht auf Selbstbestimmung vorenthalten wird.

Doch mit der Unabhängigkeitserklärung ist die Kosovo-Frage noch lange nicht gelöst. Das wird erst dann der Fall sein, wenn Russland den Kosovo als UN-Mitglied akzeptiert und sich auch Serbien mit der neuen Realität abfindet. Und das kann dauern: Immerhin sind die Serben gezwungen, 15Prozent eines Territoriums abzutreten, das sie als historisches Kernland betrachten. Für viele fühlt sich die Abtrennung wie eine Amputation an.

Den Schmerz wird Serbien nur dann überwinden, wenn es mit der eigenen Vergangenheit ins Reine kommt und den Blick nach vorne richtet, nach Europa. Mit den Strafen, die Serbien nun gegen den Kosovo und dessen Unterstützer verhängen will, schadet es sich selbst. Botschafter aus EU-Staaten abzuziehen, die Kosovo anerkennen, kann nur eine vorübergehende Maßnahme symbolischen Protests sein.

Mit ihrer Mission im Kosovo übernimmt die EU nun volle Verantwortung, hoffentlich auch gestalterisch. Denn zuletzt gaben im Kosovo die USA Tempo und Richtung vor. Die EU war vor allem damit beschäftigt, geeint zu bleiben.

Stabilität auf dem Balkan ist ein europäisches Anliegen. Die USA und Russland machen sich zwar wichtig, sind aber nicht direkt betroffen, wenn etwas schiefgeht, wenn Kriegs- oder Wirtschaftsflüchtlinge kommen. Deshalb läge es auch im Interesse der EU (vor allem Österreichs!), den Balkan zu integrieren. Die Vision muss jetzt sein, Kosovo und Serbien als Mitglieder der EU gleichsam wieder zu vereinen. Unerlässlich dafür ist jedoch, dass Belgrad und Pristina ihre Beziehungen normalisieren. Das ist der Hebel, den die EU hat, um die Kosovo-Frage endgültig zu lösen.

Kosovo erklärt sich unabhängig Seiten 1 bis 4


christian.ultsch@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.02.2008)


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50 Kommentare
 
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Von montenegrina am 19.02.2008 um 23:28

alles gutte

wen man gross wirt mann will ja egene haus baun, mann bleibt nicht mit di eltean fur immer susamen. weil mann mit di elteran nicht gud klla kommt. so ist di liebe und der respekt zu elteran beser, wen mann aleine eigene weg geht. Kosovo will alleine weiter leben weill ser ville pasiert ist zwischen Serben und Kosovo, ist beser das jeder egene weg geht..... Mit Montenegro wa genau so.. jezt ist beser alene... Alless Gute Kosovo..... L.g

Von Gast: montenegrina am 19.02.2008 um 23:10

is wird alles gud

wen mann kleines kind ist,und mann wird grosse junge ,mann komt nicht gud klla mit di eltean , dan mann bleibt nicht mit eltern susamen ,sonder sucht mann egene wohnung- das heist-Kosovo- will nicht mit Serbien susamen leben. Kan mann nicht das gegen tun, genau wi mit egene kinder . Mit montenegro wa genau so.. dan Kosovo alless gutte. L.g

Von Gast: Dr.N. am 19.02.2008 um 19:55

KiM

hier ein interessanter link. sollte man sich auf der zunge zergehen lassen. ich glaub nämlich, dass das was auf dem video (und andere sachen auch) zu sehen ist, der grund ist warum jeder serbe ein unabhängiges albanisches kosovo nicht akzeptieren wird/will/kann.
http://www.youtube.com/watch?v=sFPSMK6ftWs&eurl=http://www.pi-news.net/2008/02/widerstand-gegen-unabhaengiges-kosovo/
ich sagen nicht, dass serben keine gräultaten im balkankonflikt verübt haben. ganz und gar nicht. versteht mich nicht falsch. doch das was auf youtube zu sehen ist, tja... das is nach milosevic passiert,... unter KFOR "schutz"...

Antworten Von Gast: Weiden am 20.02.2008 um 00:07

Re: KiM

Natürlich, ein durchaus trauriges Video. Das Problem ist aber dass du nur eine Seite betrachtest. Du wirst v.a. auf YouTube eine Menge Videos von albanischen Massengräbern finden, auf anderen, härteren Seiten (Nothingtoxic.com) auch Videos von zahlreichen schwangeren Frauen denen das Baby rausgeschnitten wurde.

Was sind zerstörte Kirchen gegen solche Greueltaten? Wiederaufbaubare Gemäuer gegen endgültig ausgelöschtes Leben und zahlreichen zerstörten Existenzen?

Von Gast: Weiden am 19.02.2008 um 01:12

KS

lol, dieses Geschrei von Albaner & radikale Moslems strotzt nur so vor Unwissenheit... kommt wohl davon, wenn sich Leser billiger Zeitungen auf die Presse Webpage verirren :)

a) ein nicht zu unterschätzender Teil der Albaner ist katholisch, v.a. im Kosovo. Es gibt Dutzende Kirchen im Kosovo.

b) ca. 30% (!!!) der Personen in der kosovarischen Spitzenpolitik sind katholisch

c) Albaner sind generell nicht religiös, von religiöser Radikalität zu reden ist lächerlich. Jeder der schonmal diese Regionen besucht hat (kann ich nur empfehlen, hab selber sehr viel gelernt!), wird feststellen dass die Röcke der Damen im Sommer dort keineswegs länger sind als bei uns, der Alkoholpegel auf Feten ebenfalls nicht tiefer ist

d) Albaner sind generell aus releigiöser Sicht sehr tolerant. Ich darf erinnern das Albanien DAS EINZIGE LAND Europas ist in dem es NACH dem zweiten Weltkrieg mehr Juden gab als VORHER. Warum? Weil Albanien AKTIV Juden aufgenommen und unter Schutz gestellt hat.


Von navy am 18.02.2008 um 14:56

Solche peinlichen Artikel sind einfach lächerlích

Historisch ist bewiesen, das 700.000 Albaner den Kosovo verliessen in 1999, nachdem die NATO einen kriminellen Bomben Terror übers Land legte. Genau davor hatte zuvor bereits das UNHCR gewarnt und die Albaner waren im Kosovo lt. OSCE Berichten, Deutschen Gerichtsurteilen bei Abschiebungen nicht verfolgt! Kurz gesagt, ist ebenso bewiesen, das die Führer der Albaner Clans die Bevölkerung aufforderte den Kosovo zu verlassen, wie es eben auch in jedem Kriegs Gebiet geschieht. Und im Gegensatz zum Autor dieses Artikels, war ich einer der wenigen Deutschen, welche damals und auch in 1997 in Albanien war und 1998 schon selbst in Albanien die Todesschwadrone der UCK Kriminellen live miterlebte!

Antworten Von Gast: HALLO NAVY !!! am 19.02.2008 um 16:17

Re: Solche peinlichen Artikel sind einfach lächerlích

SCHÖN MAL WIEDER VON DIR ZU LESEN !!!

Einer von sehr wenigen gut informierten im Deutschsprachigen Foren! Speziell Jugoslawien!

NAVY mir ist aufgefallen das dieser Schreiber Thomas Roser
auch ein Serbenhetzer in sämtlichen Pressen ist!
Gehört der zur Rathenfelder propaganda clique?

Kannst du mir was über den Wirt all dieser übertriebenen
Meinungsverblender nennen-etwa die ICG,oder wer noch?

DANKE das du dich für die Wahrheit und auch damit für uns einsetzt!Es ist nicht leicht als ein Serbe die Deutschen
zu mögen(du wirst das verstehen!!)aber bei leuten wie dich, fällt die Dankbarkeit dafür um so stärker aus!!!


Von Gast: Alex am 18.02.2008 um 14:06

Ein schwarzer Sonntag für das Christetum und alle nicht albanische Völker in Kosovo !!!

Danke USA und EU !!!

Von Gast: Mladen am 18.02.2008 um 13:51

... dieser Artikel wurde aus einer Albanischer Zeitung kopiert?

Der Verfasser muss ein Genie sein: Anstatt ein Bericht zu schreiben hat er es einfach aus irgendwelchen regionalen albanischen Zeitungen kopiert.


Von bisamberg am 18.02.2008 um 13:19

Wer braucht den Kosovo ???

Wieder eine vertrottelte Vorgabe der USA welche die
EU treu ud gehorsam erfüllt.
Das Geld von uns Steuerzahlern wird für diesen "Staat" vergeudet. Haben wir nicht genug Probleme in der EU bzw. Österreich welche mit diesem Geld sinnvoller gelöst werden könnten.
Die Minderheitenpolitik in Europa ist idiotisc.

Von Peter Weber am 18.02.2008 um 13:14

Erschreckend !!!!!!

Mit besorgniss stelle ich fest,das Weltweit grosse Symphatie für die Kosovo Albaner besteht.Es entzieht sich meinem verständniss,das so wenig über dieses Volk bekannt sein kann!
Der Kosovo ist inzwischen Drogenumschlagplatz Nr.1 n Europa! Lieferungen aus dem nahen Osten und Ländern wie Afganistan werden allesamt über den Kosovo vertieben.Dies ist doch Tatsache und bekannt.Die heutigen Politiker sind bekannterweise Kriegsverbrecher und Redelsfüher bzw.Anführer der terroristischen vereinigung UCK.Auch dies wird keiner,auch kein Albaner abstreiten können!
Über 50 Orthodoxe Kirchen wurden in den vergangenen Jahren von radikalen moslemischen Albanern entweiht und zerstört!
Ebenso wurden nicht nur Serben aus dem Kosovo vertrieben sondern auch andere Ethnische Gruppen wie z.B über 180.000 Zigeuner.Die natürlich auch keine Moslime sind!
Wie kann ein vernünftig denkender Mensch einen Eigenständigen Statt Kosovo akzeptieren.Der Drogenhandel und Terroristen hervorbringt.

Antworten Von Gast: Azem Kelmendi am 03.05.2008 um 04:39

Re: Erschreckend !!!!!!

Ich kann dazu nur sagen, dass dieser Mensch, der das geschrieben hat ein echter rassist sein muss...

Ich selbst stamm aus dem kosovo und Ich weiss, was für ne schwere Zeit mein Volk hinter sich hat... diese person spricht über die UCK in bezug zur terroristischen verhältnissen... übersetzt heisst die UCK " die befreiungsarmee von kosovo"! Ich meine, wir mussten uns wehren auch wenn Blut fliessen musste und jeder von uns weiss, das man den krieg vermeiden konnte nur da gab es den einen "Teufel" unter den serben (Milosovic) der unsere rasse einfach wegradieren wollte... Diese Person gleicht Adolf Hitler denn sein Ziel war nicht anders... Und die Zigeuner wurden nicht einfach so vertrieben, denn wie wenige wissen haben die Verstecke von flüchtlingen verraten um ihr eigenes leben zu schonen, sowas kann man nicht in der kriegszeit schmerzlos verkraften, deshalb der gegenzug! Wer kann sich denn noch ein Leben vorstellen wo Kosovaren und Serben miteinander leben können... ich kann es nich

Antworten Von Gast: Sie am 18.02.2008 um 21:33

Re: Erschreckend !!!!!!

Wau das haut um.... wiso wissen das nicht alle. kopfschütteln über die Albaner

Von Peregrin am 18.02.2008 um 12:37

keine Geschichtsfaelschung, bitte

Nicht Serbien hat "den Krieg gegen die NATO" gewaehlt, sondern die NATO hat Serbien ueberfallen und den Kosovo okkupiert. Raedelsfuehrer waren Typen wie Fischer und Solana. Begruendung waren angebliche serbische Greueltaten gegen die albanische Zivilbevoelkerung (fuer die es seltsamerweise seither kein UN-Tribunal gab). UN-Mandate kamen erst hintennach. Seither hat unter den Augen der KFOR eine ethnische Saeuberung grosser Teile des Kosovo von Serben stattgefunden.

Von dresak am 18.02.2008 um 11:16

Gelungener Beitrag

Gefällt mir, griffig, und mit Perspektive.

Von Gast: Horst am 18.02.2008 um 11:06

Wieso?

Wieso werden die separatistischen Bewegungen in GB, Spanien oder der Türkei nicht von Amerika oder der NATO unterstützt?

Antworten Von Austro-Serbe USA am 26.02.2008 um 07:46

Separatismus - Eine unendliche Geschichte

Na weil die in der NATO sind mein Freund. Der Teufel beisst sich nicht selbst in den Hintern. Ich persoenlich unterstuetze alle separatistischen Bewegungen. Die der Mexikaner in Kalifornien und Texas, die der Lakota in Nord Dakota, Sued Dakota, Nebraska, Wyoming und Montana, die der Iren in Nordirland, die der Flamen in Belgien, die der Basken in Frankreich, die der Sorben in Deutschland, die der Roma im Burgenland, die der Slowenen in der Steiermark, die der Sardinier in Italien, die der Suedtiroler in Italien, die der Kurden in der Tuerkei, et cetera, et cetera, et cetera.

Antworten Von Austro-Serbe USA am 26.02.2008 um 07:34

Separatismus - Eine unendliche Geschichte

Na weil die in der NATO sind mein Freund. Der Teufel beisst sich nicht selbst in den Hintern. Ich persoenlich unterstuetze alle separatistischen Bewegungen. Die der Mexikaner in Kalifornien und Texas, die der Lakota in Nord Dakota, Sued Dakota, Nebraska, Wyoming und Montana, die der Iren in Nordirland, die der Flamen in Belgien, die der Basken in Frankreich, die der Sorben in Deutschland, die der Roma im Burgenland, die der Slowenen in der Steiermark, die der Sardinier in Italien, die der Suedtiroler in Italien, die der Kurden in der Tuerkei, et cetera, et cetera, et cetera.

Von Ophicus am 18.02.2008 um 10:07

Das Völkerrecht ist biegsam

Es ist völlig richtig. Das Völkerrecht ist biegsam, doch um es zu biegen ist ein wenig Anstrengung nötig. Der Jurist spricht hier von Auslegung des Rechts. Dabei sucht man sich eine vielversprechende Stelle des Rechts (z.B. das kaum definierte Selbstbestimmungsrecht der Völker) und argumentiert wieso aus dem was da steht jetzt das folgen muss was man haben will. Seriöser ist es zwar eine solche Auslegung unabhängig vom gewünschten Ergebnis vorzunehmen, aber das ist eben Realpolitik.
Darauf haben die EU und die USA aber verzichtet, aus Angst dass sich andere ebenso auf diese Argumentation stützen könnten - in Fällen in denen man eine solche Unabhängigkeit überhaupt nicht brauchen kann. Auch das ist eine realpolitische Entscheidung, hat aber mit dem Biegen des Völkerrechtes nicht mehr viel zu tun. Das ist schon ein glatter Bruch.
Wenn Realpolitik über das Recht gestellt wird ist das nicht wirklich neu oder überraschend, aber sich darüber freuen sollte man dann denn doch nicht.

Von Gast: BatoXx am 18.02.2008 um 10:07

Rambouillet

Artikel von Christian Ultsch:

Damals hätte Ex-Machthaber Milosevic das Rambouillet-Abkommen unterzeichnen und einer Autonomielösung zustimmen können!??
Das Abkommen war ABSICHTLICH mit UNANNEHMBAREN Forderungen gespickt damit sichergestellt wurde
das die Verhandlungen scheitern! Tatsächlich haben die Serben den Rambouillet Vertrag unterschrieben
der den Albanern eine maximale Autonomie und Selbstverwaltung ermöglicht hätte! Die Kosovo-Albaner haben sich geweigert und NICHT unterschrieben weil Ihr Ziel schon immer die Abspaltung war auch wenn die
albanische Bevölkerungsmehrheit erst in den letzten 50 Jahren entstanden ist!

Daraufhin wurde der Rambouilletvertrag SO OFT geändert bis er für die Serben inakzeptabel wurde!
Die Albaner haben erst dann unterschrieben aber NUR um in den Medien den Serben die Schuld für ein scheitern
der Verhandlungen in die Schuhe zu schieben. Danach fing die Bombardierung Serbiens an was im
Vorfeld der einzige Zweck von Rambouillet war.

Von Gast: BatoXx am 18.02.2008 um 10:05

Rambouillet

Geheimhaltung und Inhalt von Kapitel 7, 8 und Anhang B.

Der Text des Rambouillet-Abkommens wurde während der Verhandlungen mehrfach revidiert. Nach Abschluss der Verhandlungen wurde öffentlich, dass die Kapitel 7 und 8 sowie der Anhang B des Vertrages vor der Öffentlichkeit, und nach Aussage des serbischen Verhandlungsführers Ratko Markovich auch bis kurz vor dem Verhandlungsende vor der serbischen Delegation, geheim gehalten worden waren. Kapitel 7 erläutert dabei die militärische Seite der Vertragsimplementierung, Anhang B geht auf den Status der internationalen Streitkräfte (KFOR, Kosovo Forces) ein. In Anhang B wurden Forderungen wie die freie Beweglichkeit der NATO in ganz Jugoslawien, inklusive des Luftraumes und der See und ihrer Nutzung für Manöver, Training und andere Operationen (Artikel 8), die die völlige Immunität von NATO und NATO-Personals gegenüber jugoslawischen Behörden (Artikel 6) und die kostenlose Nutzung der gesamten Infrastruktur Jugoslawiens (Artikel 10)

Von Gast: BatoXx am 18.02.2008 um 10:02

Rambouillet

Die insbesondere in Anhang B enthaltenen Bestimmungen wurden von vielen Kritikern als unannehmbar eingeschätzt. So sagte MdB Hermann Scheer nach Bekanntwerden von Anhang B Es war unrichtig von der Bundesregierung, zu glauben und dem Parlament und der Öffentlichkeit zu suggerieren, dieser Vertrag hätte von Belgrad jemals unterschrieben werden können. Lord Gilbert, ein Vertreter des britischen Verteidigungssonderausschusses schätzte die im Rambouillet-Entwurf geforderten Bedingungen als absolut unannehmbar ein. Michael Mccgwire, früher politisch, militärischer Analyst am Brookings Institution in Washington glaubt, dass die entsprechenden Kapitel wären nachträglich von der NATO eingefügt worden um die Verhandlungen scheitern zu lassen. Laut einer von Richard Goldstone geführten Untersuchungskommission zum Anhang B sei dieser versehentlich aus einem früheren Friedensvertrag kopiert worden.

Von Gast: Cleopatra am 18.02.2008 um 07:58

Guter Artikel

Ein echt guter Artikel!!!!Dieser Artikel trifft den Nagel auf den Kopf!!!
Die Geschichte zeigt immer wieder: Wer einen Krieg beginnt, verliert ihn auch früher oder später!!!!
Serbien könnte heute vieles haben...hat aber fast alles verloren!
*selbst schuld* :-)

Antworten Von Ophicus am 18.02.2008 um 10:21

Re: Guter Artikel

Die Geschichte zeigt, dass jeder früher oder später auch mal verliert. Wer einen Krieg beginnt gewinnt den recht oft auch. Wenn später eine vernichtende Niederlage folgt, dann hat das mit der früheren Agression im Normalfall nicht viel zu tun.
Wer einen Krieg nicht selbst beginnt verliert diesen Krieg sogar recht oft und hat meistens nicht viel davon, wenn später der eigene Feind wieder gegen wen anderen verliert. Karthago lag auch noch in Trümmern als die angreifenden Römer 500 Jahre später selber untergegangen sind.

Die Geschichte zeigt immer wieder, dass sie die "Bösen" nicht bestraft.

Von Gast: Bush am 18.02.2008 um 07:51

Independent

God bless Kosovo!!!!!!!!!!!

 
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