25.05.2012 15:11 | Meine Presse Merkliste 0

Schwarzer September

OLIVER PINK (Die Presse)

Wofür Werner Faymann nichts kann: für die konzeptlose und desperate Verfassung der ÖVP im Wahlkampf.

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Was-wäre-wenn-Thesen tragen das Risiko in sich, dass sie nicht überprüfbar sind. Dennoch lässt sich relativ risikolos behaupten: Hätte die ÖVP Alfred Gusenbauer besser behandelt, hätte sie die Große Koalition nicht aus wahltaktischen Gründen beendet, dann wäre Alfred Gusenbauer noch länger Kanzler geblieben und wohl auch der Spitzenkandidat der SPÖ bei den regulären Nationalratswahlen 2010 geworden. Er wäre ein leichterer Gegner als Werner Faymann gewesen.

Man kann Werner Faymann vieles vorwerfen. Aber nicht, dass die ÖVP nun so dasteht, wie sie dasteht. Obwohl das derzeit bei manchen Funktionären der Volkspartei in einer Mischung aus Zorn und Frust so durchklingt. Dass Faymann in der „Kronen Zeitung“, in „Österreich“ und „Heute“ täglich hochgejubelt wird, wird manchem Sozialdemokraten wohl peinlich sein, ihm selbst eher nicht – jedenfalls wird sich der SPÖ-Kanzler-Aspirant nicht mittels Einstweiliger Verfügung zur Wehr setzen, um in „Krone“ und Co. nicht mehr Tag für Tag Heldensagen und andere Hagiografien über sich lesen zu müssen. Aber das hat mit der ÖVP nichts zu tun.

Die ÖVP ist an der sich abzeichnenden Misere schon selbst schuld. Sie hätte absehen können, ja müssen, dass die SPÖ Alfred Gusenbauer in dem Moment als Kanzlerkandidaten austauscht und durch Faymann ersetzt, in dem sie die Koalition aufkündigt. Die ÖVP-Führung hat den stets freundlich-charmanten und in ihren Augen wohl harmlosen Werner Faymann anscheinend unterschätzt.

Wenn man eine Koalition schon platzen lässt, wofür es freilich viele gute Gründe gab, dann sollte man ein Programm in der Schublade haben, wie es mit dem Land weitergehen soll. Doch das hatte die ÖVP nun ebenso wenig, wie sie es 2006 hatte. Das, was von der ÖVP derzeit als Wahlprogramm ausgegeben wird, wurde, wenn der Eindruck nicht ganz trügt, eilends zusammengeflickt: da ein kleines Anti-Inflationspaket, dort geborgte Ideen wie das einkommensabhängige Kindergeld. Damit war das LIF schon 1998 hausieren gegangen, zuletzt hatte es die SPÖ promotet. Beide Male war der Vorschlag von der ÖVP strikt zurückgewiesen worden.

Und auf die Idee, Anti-„Krone“-Inserate ausgerechnet in der „Kronen Zeitung“ schalten zu wollen, muss man auch erst einmal kommen. Wenn man damit abblitzt, darf man sich nicht wundern. Denn welche Zeitung lässt sich schon gerne auf eigenem Papier beschimpfen. Das nachfolgende Echo, das die ÖVP mittels kurzfristig einberufener Pressekonferenz erzielen wollte, hielt sich ebenfalls in Grenzen.

Der ÖVP-Wahlkampf mutet dilettantisch an. Erst wurden Plakate mit viel zu viel Text präsentiert. Sollte die Absicht bestanden haben, hiermit eine Botschaft zu transportieren, dann ging diese in der Wortwüste unter. Dann wurden Plakate geklebt, in denen Richter als Werbeträger für eine Anti-Kindesmissbrauchs-Kampagne missbraucht wurden. Die ÖVP-Klientel im Juristen-Milieu soll darob hellauf begeistert gewesen sein, wie man sich vorstellen kann.

Dass die ÖVP nun auch noch ein wenig ausländerfeindliche Töne anschlägt, kann immerhin mit taktischen Motiven entschuldigt werden. Man muss FPÖ und BZÖ dieses Feld ja nicht zur Gänze überlassen. Der gelernte Österreicher weiß: Ganz so schlimm wie plakatiert wird es mit der ÖVP dann schon nicht werden. Auch CDU und CSU in Deutschland geben sich in Wahlkämpfen gerne ein wenig restriktiver, um rechts den Raum eng zu machen.


Das „Momentum“, wie die Amerikaner sagen, das Wilhelm Molterer nach seiner „Es reicht!“-Rede für kurze Zeit auf seiner Seite wähnen konnte, hat sich verflüchtigt. Der Schwung ist nun auf Faymanns Seite. ÖVP und SPÖ haben die Rollen getauscht. Faymann hat seine Partei geeint, die Geschlossenheit der ÖVP bröckelt. Die siebenten Zwerge von rechts murren bereits, wichtige Landeshauptmänner halten sich im Wahlkampf ostentativ zurück. Während die Werte der ÖVP in den Umfragen beständig sinken, steigen jene der SPÖ. Dies nur mit dem EU-Schwenk und dem „Krone“-Kniefall der SPÖ erklären zu wollen, wie das nicht wenige in der ÖVP tun, ist zu billig.

Wenn man schon eine Regierung verlässt, um die nachfolgende Neuwahl zu gewinnen, sollte man zumindest ein Konzept für den Wahlkampf im Kopf haben. Oder sich das alte nicht stehlen lassen.

Es könnte aber auch sein, dass die ÖVP nach 22 Jahren in der Regierung ihr „politisches Kapital aufgebraucht“ hat, wie das Alfred Gusenbauer in Bezug auf seine eigene Person so treffend formulierte.

ÖVP-Wahlkampf Seite 4


oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2008)

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57 Kommentare
 
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28.9.

Hoffen wir, daß diesmal auf den "Schwarzen September" kein "Roter Oktober" folgt!

driver
04.09.2008 17:02
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meinen Kommentar relativieren

Grundsätzlich bleibe ich dabei, daß der kritische Beitrag von Herrn Pink vieles vom Erscheinungsbild der ÖVP wieder gibt.
Man muß aber berücksichtigen, daß im Gegensatz zu den anderen Parteien, die ÖVP ihren Wahlkampfstart offiziell noch nicht vollzogen hat!
Weiters denke ich daß die Themen:
-Familie, -Pflege,-Einkommen (Teuerung, Steuerreform, Pensionen),-Arbeitsplätze und -Europa
durchaus schwergewichtig sind für eine mittelfristige Strategie. Nur muß da jetzt bald auch ein Stakkato von allen Funktionären und v.a. Ländesfürsten kommen. Was Faymann mit der Krone bietet ist ja tiefstes Niveau und ich kann nicht glauben, daß wir mehrheitlich ein Volk von Idioten sind, die dieses Trauerspiel nicht durchschauen! Im Vergleich zu Faymann und Strache wirkt ja der Haider wieder geradezu staatsmännisch!Unerklärlich ist mir wie kluge Männer wie Androsch sich mit Faymann identifizieren können! Kreisky wird im Grab rotieren!
Daß der Bierkutscher aus Wien íhm applaudiert überrascht nicht.

Antworten Gast: Manfred K.
04.09.2008 18:08
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Re: meinen Kommentar relativieren

Im Prinzip sind die Inhalte der ÖVP dem Gros der Wählerschaft vollkommen egal, da allein schon das vor Arroganz nur so strotzende Erscheinungsbild der ÖVP abschreckend wirkt.

Krokodilstränen

Machen gerade Sie sich nur keine Sorgen um die ÖVP, Herr Pink! Man glaubt sie Ihnen ohnehin nicht!
Eine einzige Umfrage (Sample 1000), in der ÖVP und SPÖ (innerhalb der statistischen Schwankungsbreite) Kopf an Kopf liegen und die Medien haben ein Thema: Willi Molterer muß weg, die Wahl ist schon verloren, Sepp Pröll muß her...
Ruhig Blut! Umfragen 4 Wochen vor dem Wahltag mit der notorischen Unzuverlässigkeit der letzten Jahre sind (noch lange) kein Grund zur Häme oder für "wohlmeinende" Ratschläge!
Zu St.Michael wissen wir's dann alle!

Antworten Gast: ZEF
04.09.2008 12:49
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Re: Krokodilstränen

Eines ist jedenfalls sicher: Wenn die ÖVP am 28. September nicht die Nr. 1 wird, sind die Tage von Pater Willi als Parteiobmann gezählt und die "Zukunftshoffnung" Josef Pröll bekommt die Chance, mit dem "Lieblingsschwiegersohn" Werner Faymann die Wahlversprechen von SPÖVP umzusetzen.

Sowohl Faymann als auch Pröll sind schon jetzt auf dem besten Weg, Gusenbauers Schicksal zu erleiden, der vor den Wahlen auch viel zu viel versprochen hat und von dem Wählern und Parteimitgliedern nach der Wahl prompt beim Wort genommen wurde.

Angesichts des Diktats der leeren Kassen sollten wahlkämpfende Politiker eigentlich schon klüger geworden sein.

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Re: Re: Krokodilstränen

Leider gibt's bei der ÖVP derzeit nur Salonbauern als Personalreserve!

Krokdilstränen

Machen gerade Sie sich nur keine Sorgen um die ÖVP, Herr Pink! Man glaubt sie Ihnen ohnehin nicht!
Eine einzige Umfrage (Sample 1000), in der ÖVP und SPÖ (innerhalb der statistischen Schwankungsbreite) Kopf an Kopf liegen und die Medien haben ein Thema: Willi Molterer muß weg, die Wahl ist schon verloren, Sepp Pröll muß her...
Ruhig Blut! Umfragen 4 Wochen vor dem Wahltag mit der notorischen Unzuverlässigkeit der letzten Jahre sind (noch lange) kein Grund zur Häme oder für "wohlmeinende" Ratschläge!
Zu St.Michael wissen wir's dann alle!

Paige
03.09.2008 18:15
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http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/371646/index.do?offset=25#kommentar0

Noch ein Kommentar von O. Pink.
Seine Gusenbauer-Verehrung hier ist schon Legende... von Objektivität hält der SPÖ-Schreiberling rein gar nichts.

Das Konzept der ÖVP ist klar wie immer: Seriosität, Verantwortungsbewusstsein, Stabilität, wirtschaftliche Kompetenz, Verlässlichkeit, zuerst Staatshaushalt sanieren (Verwaltungsreform), dann entlasten, keine neuen Schulden, weil diese unsozial sind, besonders Leistungsträger und Familien liegen der ÖVP am Herzen, aber auch der soziale Friede - wozu auch die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Standortsicherung (Firmenentlastungen, Blum-Bonus etc.) gehört. Wer fleißig ist, soll belohnt werden, dem Schwachen soll auf die Beine geholfen werden, damit er wieder selber gehen kann, er soll aber nicht dauernd getragen werden, sodass seine Muskeln verkümmern... Die ÖVP möchte selbständige mündige Bürger erziehen - die SPÖ unmündige und abhängige. Wohlhabende wählen ÖVP. Naturgemäß will die ÖVP also den Wohlstand mehren. Arme wählen SPÖ...

Antworten Paige
04.09.2008 08:20
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Mein letzter Satz geht so weiter:

also fördert die SPÖ die Armut. Sie sorgt dafür, dass die Menschen arm sind, arm bleiben und arm werden.

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Re: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/371646/index.do?offset=25#kommentar0

Meine "Muskeln", wie Sie es bezeichnen, reichen immerhin für rd EUR 120.000,- ESt pro Jahr, und das aus arbeitabhängigem Einkommen und nicht aus Kapitalvermögen oder Vermietung und Verpachtung. Aus meinem Einkommen resultiert Mittelstand, sicher nicht Reichtum. Weshalb ich deshalb ÖVP wählen muss, das erkläre mir einer.

Antworten Antworten Paige
03.09.2008 20:28
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Dann leben Sie auch im Wohlstand

Ich meinte nicht die Reichen, sondern all jene, die Steuern zahlen - sie sind die "Leistungsträger" - da gehören kleine Arbeiter genau so dazu wie etwa ein Stronach. Wenn Sie es eher schätzen, dass Sie noch mehr von Ihrem sauer verdienten Geld an den Sozialstaat abliefern müssen, dann sollten Sie freilich nicht der ÖVP Ihr Vertrauen schenken. Wenn Sie gerne alles herschenken wollen, dann wählen Sie halt irgendwelche Linken - wir haben ja genug solche: BZÖ, FPÖ, SPÖ, LIF, Fritz, KPÖ, Grüne... alle entweder Sozialisten oder Kommunisten.

Aber bitte seien Sie dann auch konsequent und geben zu allererst Ihr selbst verdientes Geld her. Ca. 50% (und mehr über div. andere Steuern) der Einnahmen dürfen wir steuerzahlenden Menschen heute schon an den Staat abliefern und zwar nicht deswegen, weil die ÖVP - der böse Willi - das Geld dann den Superreichen schenkt, sondern das kostet eben unser aufgeblähter Sozialstaat, das Land mit den jüngsten (Früh-)Pensionisten...

Cicero
03.09.2008 17:49
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Der dummköpfige Tom93 mag schwätzen, soviel er mag.

Und noch ein paar Dinge übersieht Oliver Pink!
Das ist die EU-Politik der ÖVP im Vergleich zur SPÖ. Die ÖVP erklärt klar und deutlich, daß Österreich nicht nur von der EU profitiert, sondern, weil mitten in Europa gelegen, auch von der EU abhängig ist. Schlußfolgerung der ÖVP, glaubwürdiger Partner im vereinten Europa sein und zur Weiterentwicklung der EU beitragen. Die SPÖ dagegen, Fähnchen im Wind, je nachdem wie es der Kronenzeitung paßt.
Und das ewige Gerede davon, die ÖVP sei in der Vergangenheit beim Schuldenmachen ja dabei gewesen. Das ist nur bedingt richtig.
Schüssel-Grasser haben das jährliche Defizit der roten Finanzminister von 3,5 % auf 0,7 % gesenkt, auf Null ging nicht, weil dies den „kleinen Mann“ zu hart getroffen hätte.
Molterer peilt nach wie vor das Nulldefizit an und ist auf dabei auf gutem Weg. Durch die jüngsten wirtschaftlichen Gegebenheiten eben ein Jahr später.
Daraus folgt, notwendige Steuerreform ohne Gegenfinanzierung. Ist das nichts?

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Re: Der dummköpfige Tom93 mag schwätzen, soviel er mag.

Bin wieder einmal zu 100% mit Ihnen einer Meinung!

Antworten mick232
03.09.2008 18:22
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Re: Der dummköpfige Tom93 mag schwätzen, soviel er mag.

Grasser hat das Defizit gesenkt, gleichzeitig wurde natürlich die Abgabenquote entsprechend erhöht. Wenn man nicht ausgabenseitig spart, dann muss man einnahmenseitig erhöhen. Ansonsten ist selbstverständlich eine Defizitsenkung nicht drin.

Die Frage ist nur, wie Molterer sich seine Steuerreform vorstellt. Irgendwo muß er sparen oder die Steuern erhöhen, wenn er gleichzeitig ausgeglichen bilanzieren will.

Der Mittelstand und der Faktor Arbeit soll entlastet werden.
Vermögen soll nicht besteuert werden.
Familien und alleinerziehende Mütter sollen entlastet werden.
Eine Verwaltungsreform wird am Widerstand in den eigenen Reihen scheitern, ebenso wie die Gesundheitsreform.
Nettozahlungen an die EU können auch nicht gekürzt werden.

Was bleibt dann übrig?

Antworten Antworten Gast: Christian
03.09.2008 21:00
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Re: Re: Der dummköpfige Tom93 mag schwätzen, soviel er mag.

Wenn jetzt das untere Drittel der Einkommenbezieher überhaupt keine Steuern mehr bezahlt und die Abgabenquote steigt, werden die oberen 2/3 belastet. Was soll da unsozial sein?

Antworten Antworten Cicero
03.09.2008 19:23
0 1

Nur die Gesamtschau der Politik Schüssel-Grasser bringt ein gültiges Ergebnis

Falsch! Die Abgabenquote hat sich unter Schüssel-Grasser zunächst tatsächlich erhöht von rund 44 % auf mehr als 45 %, dann aber auf weniger als 42 % ermäßigt.
Das wurde durch die Steuerreform 2004/2005 erreicht, die ohne Gegenfinanzierung auskam. Möglich wurde das durch die Wirtschaftsmaßnahmen. Die wichtigste, Senkung der Körperschaftssteuer von 34 % auf 25 %. Dadurch konnten Firmen im Land gehalten werden und neue zur Zuwanderung animiert werden. Das brachte Arbeitsplätze mit entsprechender Steuerleistung. Die Deutschen, besonders Bayern haben das auch massiv beklagt.
Ein weiteres Element dieser Wirtschaftspolitik war die Möglichkeit Verluste ausländischer Töchter im Inland zu verrechnen. Das hat die Gründung von Tochterfirmen im ehemaligen Ostblock erheblich befördert mit entsprechender endgültiger Steuerleistung im Inland. Typisches Beispiel die OMV mit ihrer Erwerbung der rumänischen Petrom.
Wer das nicht sehen will, dem ist nicht zu helfen.

Tom93
03.09.2008 16:31
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LETZTE MAHNUNG!

herr pink, sie müssen mal wieder etwas deutlicher die bedürfnisse ihrer leserschaft erfüllen: schreiben sie einfach in ihrem nächsten kommentar jeweils 100 mal: "faymann ist eine rote sau!", "SPÖ=SchuldenparteiÖsterreichs", "die sozis wollen uns unser geld stehlen" und "pensionisten gehören ihr-wißt-schon-was" dann werden sie zum umjubelten heros der geistig unterbelichteten kernleserschaft! vergessen sie einmal, daß sie journalist sind und verwandeln sie sich wenigstens einen artikel lang in missethon! es wird ihr schaden nicht sein...

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"faymann ist eine rote sau!"

Gefällt mir! Bravo Tom!

Antworten Gast: Christian
03.09.2008 21:05
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Re: LETZTE MAHNUNG! man kann es auch einfacher sagen!

WER EINMAL LÜGT, DEM GLAUBT MAN NICHT, UND WENN ER AUCH DIE WAHRHEIT SPRICHT!

Die SPÖ hat schon einmal ihre Wahlversprechen nicht eingehalten. Wer wird das nächste mal daran schuld sein, wenn das versprochene Paradies nicht in Erfüllung geht? Doch nicht der Faymann, weil er vom Regieren nichts versteht!

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Re: LETZTE MAHNUNG!

Ich kann mich diesem Kommentar nur vollinhaltlich anschließen. Aber der Fleischhacker machts wieder gut!

Cicero
03.09.2008 16:01
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Ein Redakteur und die Wirklichkeit

Hr. Oliver Pink ist Redakteur in der neuerdings linkskatholisch geführten, daher nicht mehr bürgerlichen Presse. Das verursacht Pflichten, denen er nachkommen muß. Er darf die SPÖ nicht kritisieren, er darf höchstens, sie nicht loben. Die ÖVP aber muß immer geprügelt werden, denn sie ist christlichsozial-wirtschaftlich orientiert und das verträgt sich nicht mit Linkkatholisch. Wo kämen wir da hin?
Pech für Oliver Pink mit seinem heutigen Leitartikel, er mußte ihn der Druckerei für die Erstausgabe lange vor der gestrigen TV-Diskussion Molterer-Strache abliefern. So schaut der Leitartikel auch aus!
Zu behaupten, die ÖVP hätte im Gegensatz zu Faymann kein Wahlprogramm, läßt tief blicken.
Dabei ist es ganz einfach. ÖVP = Keine neuen Schulden, bereits verdientes Geld für die Familien. SPÖ = Neue Schulden, Geld verschenken auf Teufel komm raus. Und vor allem, Faymann verspricht mehr als er halten kann, selbst wenn er Bundeskanzler wird.
Wenn Pink das nicht sieht, na ja, dann!

Antworten Gast: michael
03.09.2008 17:33
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Re: Ein Redakteur und die Wirklichkeit

sorry, aber ich finde es lobenswert, wenn sich ein redakteur der presse nicht der wirklichkeit verschließt.

Antworten Antworten Cicero
03.09.2008 17:56
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Politische Wunschvorstellungen und die Wahrheit

Ach ja, wenn Sie nicht lesen und nicht hören können, dann haben Sie natürlich recht.
Aber zu behaupten, die ÖVP hätte kein Programm, ist einfach nicht wahr.
Mag schon sein, das Programm der ÖVP paßt nicht jeden ins Konzept, ist ja nicht verboten. Aber – noch einmal – zu behaupten sie hätte gar kein Programm, ist „Anti-ÖVP-Eifer“ der abzulehnen ist.
Das ist ein Verstoß gegen die journalistische Redlichkeit.

Antworten Tom93
03.09.2008 16:17
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"Wenn Pink das nicht sieht, na ja, dann..."

...hat er recht!. denn die övp will auch neue schulden. haben sie nicht von den wahlzuckerln von herrn molterer gehört? glauben sie das geld dafür kommt vom himmel? wissens ie nicht, daß wir auch nach 8 jahren övp-finanzministern immer noch ein defizit haben? wieso soll herr pink etwas erfinden, was nicht da ist, nämlich originäre ideen der övp die gemeinsam so etwas wie ein schlüssiges wahlprogramm ergeben? die övp koliert bei sicherheits- und migrationspolitik die fpö, bei gesellschafts- und sozialpolitik die spö. übrig bleiben die pensionsautomatik und die leere phrase "keine neuen schulden" - und da lügt die övp einfach. herrn pink zu prügeln, weil er nicht wie missethon schreibt, ist ziemlich billig und macht nur klar, wessen geistes kind sie sind.

Gast: Gebhard Altenstein
03.09.2008 16:00
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Ins Schwarze getroffen

Ihr Artikel zur övp trifft den Nagel auf den Kopf.
Ich würde nur einen Aspekt hinzufügen: Nach der Wahl wird diese Partei nach ca zwei, drei Monaten zu Kreuze kriechen und Werner Faymann zum Kanzler wählen. Das ganze dann halt wie vorher, nur ohne Molterer und das Finanzministerium! Wozu noch wählen?

driver
03.09.2008 14:37
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Für wen war dieser Artikel gedacht?

Offensichtlich ein kleiner Intelligenztest von Herrn O.Pink!

So scherzlich es für mich als ÖVP-Wähler ist, bin ich froh, daß endlich jemand - und hoffentlich nicht zu spät - der lethargischen ÖVP den Spiegel vor die Nase gehalten hat!
Leider ist jeder Satz wahr, obwohl ein wenig die fremdverschuldeten (Krone) Wunden zu lecken muß wohl auch drinn sein!

Wacht auf in der ÖVP! V.a. ihr Fürsten in NÖ und OÖ!
Wollt ihr wirklich 5 Jahre von einem Faymann regiert werden? Jetzt alles für Willi - auch wenn er nicht als Model auftreten kann, aber so schön ist der Fayman auch nicht!
Ich werde den Verdacht nicht los, daß hier wieder im Hintergrund die FREIMAUER unterwegs sind! Im Vodergrund ihre Vasallen wie der Ferry Mayer, der Retter der Republik!

Was allerdings die ÖV an Strategischer Ausrichtung für 5 Jahre anbietet ist wirklich eine Zumutung!

Wo ist eigentlich Herr Hahn in Wien?
Bitte mal laut aufzeigen, damit wir Wähler wissen, ob sie noch da sind!

 
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