25.05.2012 15:27 | Meine Presse Merkliste 0

Leitartikel: Kein Obama weit und breit

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Werden die Jüngeren unter uns noch einen türkischstämmigen Bundeskanzler erleben? Eher nein. Schade.

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Barack Obamas Wahlsieg wirkt auf eine zunehmend fatale Art inspirierend, sowohl in der Kritik als auch in der Zustimmung. Einerseits spricht aus etlichen Reaktionen kaum verhohlener Rassismus (Klaus Emmerich) oder halblustige Verblödung (Silvio Berlusconi). Andererseits verbirgt sich in der bis zur Hysterie gesteigerten Begeisterung vieler Europäer über diesen Sieg das Unbehagen über den eigenen Umgang mit Minderheiten, Zuwanderern und Deklassierten. Der Atlantische Ozean fungiert dabei als eine Art moralisches Entlastungsgerinne.

Drittens aber inspiriert der historische Sieg, der alle bewegt und die meisten begeistert, Politiker und Kommentatoren zu Vergleichen zwischen der jeweils eigenen politischen Situation und dem Generationenwechsel in den Vereinigten Staaten.

Dass das eigentlich nur schiefgehen kann, belegen die vielen medialen Hinweise auf angebliche Parallelen zwischen der sich abzeichnenden Neuauflage der Großen Koalition in Österreich und dem Sieg Barack Obamas über John McCain, die an Absurdität schwer zu überbieten sind. Sowohl das freundliche gemeinsame Auftreten von Werner Faymann und Josef Pröll als auch die rasche Budgeteinigung zwischen SPÖ und ÖVP werden als gelungene Versuche dargestellt, auch den desperaten Österreichern „Change“ und „Hope“ einzuimpfen, als Mittel gegen die beginnende Krise.

Das Einzige, was Faymann/Pröll und Obama verbindet, ist die Tatsache, dass sich ein größerer Gegensatz in diesem Sonnensystem schwer denken lässt. Obamas Risiko ist, dass er jung und unerfahren ist und man nicht weiß, ob er seine Heilsversprechen auch einlösen können wird. Faymanns und Prölls Problem ist, dass sie seit ihrer Postpubertät Teil des berufspolitischen Paralleluniversums sind. Dafür besteht praktisch null Risiko, dass sie jemanden enttäuschen, weil sich niemand etwas von ihnen erwartet. Zu Recht, wie die jüngste Einigung auf ein neuerliches Fantasiebudget ohne Maßnahmengrundlage gezeigt hat.


Lohnender als der eher zwänglerische Versuch, durch frei erfundene Gemeinsamkeiten am Märchensieg Barack Obamas mitzunaschen, wäre ein analytischer Blick auf jene Unterschiede zwischen Europa und den Vereinigten Staaten, die dazu führen, dass dort wahr wurde, was hier schwer denkbar bleibt: Es hört wissenschaftlich auf den sperrigen Namen „soziale Mobilität“ und beschreibt die Aufstiegschancen und -hindernisse von Angehörigen sozial, ethnisch oder kulturell diskriminierter gesellschaftlicher Gruppen.

Konzentriert man sich auf die deutschsprachigen Länder, so fällt zunächst ein prinzipieller Unterschied auf. Die USA definieren (ebenso wie die ehemaligen Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich) ihr Staats- und Staatsbürgerdenken über das sogenannte Jus Solis, das Bodenrecht: Wer auf dem Staatsgebiet (inklusive Kolonien) geboren wird, ist Amerikaner. Deutsche und Österreicher hingegen folgen dem Jus Sanguinis, dem Blutrecht: Österreicher oder Deutscher ist zunächst nur, wer das Blut deutscher oder österreichischer Eltern in sich trägt. Das hat einen unmittelbaren Einfluss auf den Umgang der angestammten Bevölkerung auch mit den integrationswilligsten Zuwanderern: Man scheidet so die „echten“ Österreicher von den anderen, nicht nur in der ersten Generation.


Die zweite wesentliche Voraussetzung für größere soziale Mobilität in den USA ist das weniger dichte sozialstaatliche Netz: Sozialer und ökonomischer Aufstieg ist in den USA eine Überlebensfrage. Für den, der es einmal ins österreichische Sozialsystem geschafft hat, gilt das nur noch bedingt. Umgekehrt ist der „Wirtschaftsflüchtling“ in Österreich eine Bedrohung, die man vom Arbeitsmarkt fernhalten muss, während der leistungsbereite Zuwanderer in den Vereinigten Staaten mit Respekt für seine Aufstiegsambitionen rechnen kann. In der angelsächsischen Kultur ist „Aufsteiger“ ein Ausdruck des Respekts, bei uns ist es ein Schimpfwort. Wer aufsteigen will, obwohl ihn das gesellschaftliche Solidarsystem auch so ernähren würde, dem wird ein moralischer Defekt unterstellt, im mildesten Fall Gier.

Vielleicht werden die Jüngeren unter uns noch einen türkischstämmigen Bundeskanzler erleben. Aber nur, wenn es zu einer gesteuerten Zuwanderungspolitik und zu einer radikalen Änderung der Integrationspolitik kommt.

Das wären „Change“ und „Hope“ für Zuwanderer und „echte“ Österreicher. Der Obama, der sie verkündet, ist weit und breit nicht in Sicht.


michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.11.2008)

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59 Kommentare
 
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LePenseur
09.11.2008 18:57
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Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!

Wenn man schon vergleichen will, dann nicht die Rolle der schwarzen Minorität in den USA (wo diese schon seit Jahrhunderten, wenn auch anfänglich nicht freiwillig, lebt) und den Türken in Österreich (die fast alle erst in den letzten 20 Jahren hierher kamen), sondern eher die "Arbeitssklaven" des 19. Jh. in Wien — m.a.W. die Ziegelböhm'!

Und hier muß man natürlich konstatieren, daß einer, der Jonaš, Kleštil, Vranitzky, Blecha oder Klima heißt, aufgrund des angestammten Vorurteils alpenländischer Hochroithpointners, Alm-Öhis & Co. es bekanntlich nie und nimmer an die Spitze der Alpenrepublik schaffen kann. Geht halt einfach nicht — oder? *Ironie off*

Herr Chefredakteur, versuchen Sie nicht, Ihre Leser mit gutmenschlichen Wortspenden verkohlen zu wollen. Daß es Kreise in diesem Land gibt, die einen radikalen Wechsel in der Zuwanderungspolitik hin zu noch mehr Überfremdung wünschen, ist bekannt. Daß "Die Presse" jetzt offenbar auch dazugehört, finde ich ausgesprochen bedenklich!

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Ein völlig sinnloser Vergleich!

Unseren "Barack Obama" hatten wir schon 1970: Er hieß Bruno Kreisky und war JUDE! Und trotzdem wurde er zur Ikone aller jener, die sich nach einen geistigen Aufbruch in Österreich sehnten. JEDER wurde vom "Sonnenkönig" eingeladen, "ein Stück Weges mit ihm zu gehen". Zugegeben: Seine "Visionen" waren nicht billig; aber auf vielen Sektoren hatte er viel weiter gebracht!

Daß damals im notorischen "Naziland" Österreich ein Jude Bundeskanzler werden konnte, das war schon ein Quantensprung in Toleranz!

Fleischhackers Vergleich von Obama mit einem hypothetischen türkischstämmigen rotweißroten Bundeskanzler hinkt zumindest so lange, als daß "österreichische" Bundesheersoldaten mit Migrationshintergrund sich noch beim Hissen unserer Fahne ostentativ umdrehen, weil diese anzusehen ihr Glaube verbietet!

Ich weiß natürlich, was Autor Fleischhacker mit Kolumnen wie diese wirklich beabsichtigt: Er will unseren Landsleuten ein schlechtes Gewissen machen; aber wozu eigentlich?

modestus
09.11.2008 11:24
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fortschrittlich

herr fleischhacker entwickelt sich weiter...keine frage.
von der politikerbeschimpfung, abgekupfert vom serbenliebling handke, war es zur österreichbeschimpfung ein logischer schritt.
nostalgie ist ein schmerzprodukt....a. unterberger...das war halt noch DIE PRESSE !!!!

Antworten Paige
09.11.2008 15:09
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mhm

Mir gehts auch so. Unterberger geht den schweren, den graden Weg...

Antworten Antworten Gast: Schön wenn man links und rechts leben kann ...
10.11.2008 17:07
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... @-gerader Weg-

Sich sein ganzes Leben nicht weiter entwickeln bzw stur bleiben obwohl man langsam merken muss dass man einer Lebenslüge aufsitzt ist für Dich -schwer-? (Die Erde dreht sich weiter und die Konservativen bleiben ein Leben lang in der Nachkriegszeit stecken - Und das soll eine Leistung sein ? Lächerlich)

Christian
09.11.2008 04:15
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Wer Obamas Rede

Wer Obamas Rede am Wahlabend gehoert oder gelesen hat, findet jeden Vergleich mit Proell oder Faymann nur laecherlich. Da spricht ein intelligenter, gefuehlvoller Mensch mit einer optimistischen und versoehnlichen Haltung. Bei uns kommen inhaltsleere Worthuelsen, berufspolitisch-verbogene Banalitaeten.

Herman
08.11.2008 22:06
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hier ginge es um die Identität einer Kultur

. . . doch so ein weltumspannender Markt, Globalisierung und Multies Kapitalismus manifestieren und 'social justice' Utopie bleibt,
zerstört der blatante Multikulturalismus das Fundament der freien Welt: Freiheit und Selbstverwirklichung.
Die irrelevante Diskussion wurde zum Maulkorb einer Kulturnation, unserer.

Gast: Maria
08.11.2008 19:25
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Kein Unterschied

Der türkischstämmige Präsident wäre in Österreich genauso möglich bzw. unmöglich wie in Amerika.

Unmöglich ist es (hoffentlich), wenn man streng muslimische Sitten fordert zB die Gemahlin nur von Kopf bis Fuß verhüllt auftreten soll (oder siehe Türkei: erst bis der Mann entsprechenden politischen Einfluß erreicht hat), die Familie zu Hause die Landessprache nicht erlernt, die Mädchen nicht zum Schwimmunterricht dürfen, nur ein muslimischer, türkisch-stämmiger Ehemann für die Töchter in Frage kommt u.v.a. , wenn man als amerikanischer bzw. österr. Präsident beim Football-Spiel auf der Ehrentribüne die Türken bejubelt mit türkischem (rassistischem?) Nationalstolz ...

Der ständige Rassismusvorwurf an die Österreicher ist unangebracht. Es wäre hoch an der Zeit, würde man (gerade Medien) sich mit den wirklichen Ursachen betreffend der Ablehnung bestimmter Einwanderer befassen anstatt dumpfe Rassismusvorwürfe zu unterstellen bis sie (Gott behüte) wahr werden.

dr. philpp
08.11.2008 16:58
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Türkischstämmiger Bundeskanzler einen gebildeten, nicht islamischen Menschen, der sich 100% zu Österreich bekennt

Davon gibt es so wenige, dass wird nicht funktionieren.
Eher schon die islamische Republik Österreich mit einer Minderheit von nativ people.

Gast: Vertumnus
08.11.2008 15:52
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Äpfel und Birnen

1. Obama wurde in Hawaii geboren, ein Bundesstaat von Amerika

2. Seine Mutter war eine weiße US-Bürgerin aus Kansas

3. Obama selbst versuchte mehr als Weißer aufzutreten und nicht wie ein klassischer Afroamerikaner

4. Die Afroamerikaner gehörten schon seit Beginn der USA zur amerikanischen Gesellschaft (natürlich früher mit wenig bis gar keine Rechte), was man von der türkischen Minderheit in Österreich natürlich nicht behauten kann.

Man sieht, dass der Vergleich an allen Stellen hinkt, also bitte beim nächsten Mal zuerst nachdenken und dann schreiben.

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Häh

Er wollte als Weisser auftreten??
Warum hat er dann eine Afroamerikanerin geheiratet? Wohl gerade deswegen, weil er dem Nimbus ein weisser Wolf im schwarzen Schafpelz zu sein entkommen wollte?

Antworten Weiden
09.11.2008 11:05
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Re: Äpfel und Birnen

Ha, Punkt 3 ist wohl der grösste Schwachsinn. Worin äussert sich denn sein "nicht-afroamerikanisches Auftreten"?

Fleischhacker hat ja auch gemeint "die Jüngeren" unter uns. d.h. in 60 Jahren vll. Dann hätten die Türken auch schon 100 Jahre Österreich hinter sich (Afro-Amis sind seit 140 Jahren frei).


Gast: Manioc
08.11.2008 15:52
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Gute Idee

Die Idee, Menschen mit Migrationshintergrund, wie das heute so schön blöd heißt, in verantwortungsvolle Positionen in der Verwaltung der Kommunen und auch auf Landes- und Bundesebene einzusetzen, wird vom wesentlich konservativer orientierten Deutschland schon viel länger in die Tat umgesetzt.

Der Grund?
Ganz einfach, wenn Migranten in ein Amt kommen und von einem ehemaligen Landsmann zur Schnecke gemacht werden, ist das viel humaner, als müßte das ein Einheimischer besorgen.
Damit hätte die Gesamtheit der Bevölkerung wieder eine gute Chance, daß ihre Anliegen mit ähnlichem Enthusiasmus verfolgt werden, wie heute die Anliegen der Immigranten.

Gast: sobieski
08.11.2008 15:20
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kein fähiger Pressechefredakteur weit und breit

nur provozieren wird halt mit der Zeit auch fad - speziell dann, wenn Fleischhacker die Realität nach wie vor verweigert. Wo sind bitte in Österreich leistungswillige und integrationsfreudige Türken zu sehen? Von 6 schulpflichtigen Kindern schaffen bestenfalls 4 den Pflichtschulabschluss. Dafür sind wir ein Einwanderungsland? Da kann sich selbst ein Handelsschüler ausrechnen, daß von diesen Einwanderern mehr aus dem Staatstopf herausgenommen, als eingezahlt wird.
Terror in den Schulen und in den Wiener Parks, wo österreichstämmige Kinder Schutzgeld bezahlen müssen. Aber vor diesen Fakten bewahren den Herrn Chefredakteur seine breiten Scheuklappen. Der Presse täte ein neuer Chefredakteur sehr gut - besser heute, als morgen!

Antworten Gast: Manioc
08.11.2008 15:45
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Re: kein fähiger Pressechefredakteur weit und breit

Für den mangelnden Schulerfolg sind allerdings großteils die konkurrierenden Kulturen verantwortlich.
Wenn Väter ihre Kinder so indoktrinieren, daß sie Lehrerinnen nicht ernst nehmen, dann braucht sich niemand zu wundern, daß diese Kinder nichts lernen. Auch die Bereitschaft, sich auf die Kultur des Gastlandes einzulassen, wird mit viel Druck verhindert. Das sind nur zwei Symptome kulturellen Kampfes unter vielen.

Über den angeblich mangelhaften Leistungswillen möchte ich so laut auch wieder nicht reden.
Daß diese Leute aus kulturellem und verwandtschaftlichem Druck oft unter sich bleiben, heißt nicht zwangsläufig, daß sie nicht in der Lage sind, Leistung zu erbringen und das auch tun, bloß, weil wir nicht in der Lage sind, das zu erkennen.

Gast: Niederösterreicher
08.11.2008 14:44
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Der von Fleischhacker angestellte Vergleich "schwarzer" US-Präs. u. turkstämmiger österr. Buka "hatscht"

weil nur in den USA geborene amerik. Staatsbürger zum Präsidenten gewählt werden können. Damit wäre schon eine tüchtiger Mann wie Gov. Schwarzenegger von der Wahl ausgeschlossen.

US-Präs. sind für gewöhnlich mit weit älter als 50 Jahre. Da die große Einwanderungswelle nach Ö. erst vor ca. 30 bis 40 Jahren eingesetzt hat, wird es nur wenige in Österr. geborene Türken im passenden Alter geben, die in den USA zum Präsidenten gewählt werden könnten.
Günstiger wäre die Situation in Ö. für naturalisierte Türken, weil es für das Amt des Bundeskanzlers kein Alterlimit gibt. Doch wird man auch in Ö. für gewöhnlich keinen Politiker unter 50 zum BuKa wählen, weil hier auch die poltit. Erfahrung eines langen Lebens zählt.

Die von Fleischhacker angestellten Vergleiche sind daher nicht aktuell.


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Unterschied Österreich-USA:


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Re: Unterschied Österreich-USA:


In die USA migrieren (aus)gebildete, intelligente und leistungswillige Zuwanderer.

Nach Österreich kommt der Rest.

Antworten Antworten Gast: von Scheibenstein
08.11.2008 13:44
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Re: Re: und die Mexikaner in den USA

Gemach, gemach: da ist gar kein Unterschied zwischen den USA und Europa !
Denn die USA habe millionenfach die mexikanischen Gastarbeiter ! Sogar Bush hat 50 Prozent von Ihnen legalisiert !!!

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Fleischhacker widerspricht sich selbst!

Zurecht kritisiert Herr Fleischhacker den "zwänglerischen Versuch, durch frei erfundene Gemeinsamkeiten am Märchensieg Obamas mitzunaschen". Obwohl ein bisserl Aufbruchstimmung auch uns Österreicher gut tun würde. Nur: Woher nehmen und nicht stehlen?

Leider macht der Autor dann aber in anderer Weise den gleichen Fehler: Man kann eben die USA und Österreich (bzw. andere europäische Staaten) nicht miteinander vergleichen!

Wer in die USA auswandert tut dies mit der erklärten Absicht, in seinem Leben ein völlig neues Kapitel aufzuschlagen: Er will ab nun Amerikaner sein - und NUR NOCH das! Viele der bei uns lebenden Türken orientieren sich bewußtseinsmäßig hingegen noch immer an ihrer EIGENTLICHEN HEIMAT! Sie lesen türkische Zeitungen, sehen türkisches TV, holen zum Heiraten (größteils analphabetische) Mädchen aus kleinen Dörfern in Anatolien. Wie soll auf DIESE Weise "Integration" stattfinden?

Von Herrn Fleischhacker hätte ich mehr Realitätssinn erwartet; oder bin ich naiv?

Antworten Gast: Anna-Lisa
08.11.2008 14:33
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Re: Fleischhacker widerspricht sich selbst!

Integration ist immer beidseitig! Sie ist nur dann möglich, wenn man sich in dem Land auch als angenommen fühlt und willkommen ist. Wenn dies nicht der Fall ist, wird man sich immer am Herkunfsland orientieren. Vielen Einheimischen fehlt es leider an Auslandserfahrung. Sie können nicht nachvollziehen, was es heisst, seine Heimat verlassen zu müssen, sei es aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen.

Gast: Neoliberal
08.11.2008 11:10
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Scheinheiliger Kommentar

Sie wiollen einen Leader mit Migrantischem Hintergrund? Aber gerne! Da müssen Sie nur die Paddeistützen vom Generaldirektor bis zur Putzfrau eliminieren und damit die Möglichkeit schaffen nicht von Machtgeilen Paddei, Raiffeisen-, Kammerfunktionären behindert zu werden. (an die Wand stellen habe ich mir nicht zu schreiben getraut). PS: 2-3 Jahre und Praymann+Co sind weg.

Gast: ^Schön wenn man links und rechts leben kann ...
08.11.2008 09:36
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... Fleischhacker ist halt so wie ich mir Konservative vorstelle

... Aus Selbstschutz etwas arrogant und herablassend aber nicht rassistisch bzw übertrieben patriotisch . Auf Grund fehlender Lebenserfahrung natürlich etwas naiv schliesslich verbrachte er seine Jahre studierend auf der UNI und reiste nicht stattdessen Hippiemässig durch die Weltgeschichte oder machte Krawall auf der Strasse/in der Uni . Irgendwann wird er draufkommen dass die Hippies/Krawallmacher aus seiner Generation mittlerweile auch ruhiger geworden sind dafür aber das Doppelte wie er verdienen - Aber was solls . Reisen kann man Immer noch - Grenzerfahrungen aus der Jugend im Alter nachholen ist schon schwieriger . Zusammengefasst : Er versucht eh ein guter Mensch zu sein (Aber was ist mit dem durchschnittlichen PressePoster los ? Genau das Gegenteil - aggressiv - hetzend - Rechts aussen . Conclusio : Widerlich weil er auf seine menschenfeindliche engstirnige Art noch stolz ist . Er versucht nicht einmal ein besserer Mensch zu werden/sein)

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Re: ... Fleischhacker ist halt so wie ich mir Konservative vorstelle

aus ein, zwei kommentaren erkennen sie, ob jemand ein guter mensch ist oder nicht? psychologiestudium nicht mehr nötig, wieder was eingespart, hier gibt es menschen, die das ohne studium in rekordzeit erkennen.

machen sie sich nicht so lächerlich.

mfg
mc

Sozen stelle ich mir so vor wie Kugelfisch/Simpson/ den Obdachlosen

Hat viel Krawall gemacht, ging sechzehn Jahre in die erste Klasse, war obdachlos bis zur Frühpension, hielt sich für sexy, hetzt ständig gegen alles, was nicht links ist, ist widerlich, ekelhaft, präpotent und hat Probleme mit Orthographie und Interpunktion.

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Re: Sozen stelle ich mir so vor wie Kugelfisch/Simpson/ den Obdachlosen

wollens ein Foto von mir sehen?
bin zB ein junger fescher bursch, offen für andere ideen(die nicht menschenfeindlich oder rassistisch sind), lege wert auf kommunikation und einer gemeinsamen basis um das beste herauszuholen. UND: Ich bin Sozi... hach welch verbrechen.
"Ich bin nicht Ihrer Meinung, werde aber alles daran setzen dass Sie diese frei äussern dürfen"Voltaire

Des weiteren kann ich mich nur vielen hier anschliessen. österreich ist mit Amerika nicht vergleichbar. Blut und Boden gegen eine Nation geformt von Migranten. Wird nicht so wirklich klappen.
Darüber hinaus wäre Integration und ein strafferes Einwanderungsgesetz notwendig um etwas zu bewegen.
Aber reden kann man ja viel.
Reden ohne zu handeln ist und bleibt ein Verbrechen.

 
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