25.05.2012 15:28 | Meine Presse Merkliste 0

Wer tut sich diesen Job noch an?

MARTINA SALOMON (Die Presse)

Das Image der Politik ist im Keller. Mit schuld daran ist die mitunter äußerst fragwürdige Personalauswahl.

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Demnächst ist es wieder so weit: Das neue Spitzenpersonal der Republik wird bestellt. Da wären allerdings heikle Fragen zu stellen: Wer tut sich diesen Job noch an? Und wie rational ist die Auswahl? Erfolgreiche, gut verdienende Menschen müssen einigermaßen tollkühn sein, um ihren Job für die Politik an den Nagel zu hängen. „Ich will nicht nach fünf Jahren als Versorgungsfall gelten“, ist eine häufige Antwort, wenn man Manager fragt, ob sie ein Ministeramt reizen würde.

Tatsächlich ist jeder, der einen Fuß in die Politik setzt, auf alle Ewigkeiten angepatzt. Bei jedem weiteren Karriereschritt wird er verdächtigt, diesen nur dank seiner mächtigen Freunde geschafft zu haben. Belege, dass das in den vergangenen Jahrzehnten oft so lief, gibt es zuhauf. Selbst aus den Reihen der FPÖ, die sich in den 90er-Jahren zur „Kontrollpartei“ stilisierte und damit Wahlen gewann, sitzen bis heute zahlreiche blaue Vertrauensleute in Ministerien und staatsnahen Organen. Die Wähler haben es nur mittlerweile wieder vergessen.

Aber der Umkehrschluss, dass jeder, der einmal an der Politik angestreift ist, für die Wirtschaft diskreditiert ist, kann ja wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Ein Ministeramt – oder ein Job im Kabinett – ist ein Knochenjob mit hohen Anforderungen und akuter Absturzgefahr. Entscheidungen müssen oft blitzartig gefällt werden. Krisenkommunikation ist wichtig, am medialen Pranger steht man schnell, da genügt schon ein unvorsichtiger Sager. Es gibt nicht ein paar Jahresgehälter zum Trost für jene, die vorzeitig in die Wüste geschickt werden. Aus Sicht der Boulevardmedien müssten Minister überhaupt im Büßergewand daherkommen und höchstens einen alten VW-Käfer fahren (oder ist das schon wieder zu „retro“ und daher auch zu dekadent?). Für Privatleben bleibt kaum Zeit. „Ich fürchte, dann lässt sich mein Partner scheiden“, ist eine ebenso häufig gehörte Antwort von Kandidaten, die als ministrabel gelten, aber dankend ablehnen.

Das macht die Auswahl schwierig. Ohnehin gibt es eine Lawine an Kriterien, die mit der fachlichen Eignung fast nichts zu tun haben. Die Landesorganisationen müssen befriedigt werden, das ist bei Rot und Schwarz ident. Da wird dann 24 Stunden vor der Nominierung bei den Landeschefs zwecks Personalwünschen nachgefragt, was schon häufig zu bösen Überraschungen – sprich: reichlich unbedarften Ministern – geführt hat. Bei der ÖVP kommen noch die Bünde dazu. So gäbe es aus Sicht von Josef Pröll eine Menge fähiger Bauernbündler. (Die Bauern sind deutlich erfolgreicher in Nachwuchsrekrutierung als andere ÖVP-Bünde.) Aber zu viele dürfen es dann in der schwarzen Regierungsmannschaft auch wieder nicht sein. Im Zweifel wird daher vielleicht ein zweitklassiger ÖAABler vorgezogen, weil es eben der Parteistruktur entspricht. In der SPÖ ist klar, dass diesmal die Gewerkschaft wieder mitredet, und Hans Dichand sowieso. Beide Koalitionäre müssen darüber hinaus auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis achten etc. etc.

Nicht genug damit, werden davor auch noch diejenigen, die die Auswahl treffen, in Funktionärshinterzimmern ausgedealt. Dort wird dann, wie im Fall Alfred Gusenbauer, entschieden, dass der Kanzler und Parteichef abgelöst werden soll – einfach, weil absehbar ist, dass man mit ihm keine Wahl mehr gewinnen wird. Womit sich die Katze in den Schwanz beißt: Der Zynismus, mit dem die Politikerauswahl stattfindet, hat sich mittlerweile gegen die Politikerzunft als Ganzes gewendet. Das Image ist im Keller, womit es noch schwieriger wird, Menschen für diesen Job zu gewinnen. Speziell bei der Jugend ist die Politik überhaupt unten durch.

Was also tun? Manches könnte man zum Beispiel durchaus von den USA abkupfern, auch wenn die Systeme natürlich schwer vergleichbar sind. Aber warum nicht (zumindest in der Partei) eine Miniversion der Vorwahlen abhalten, bevor ein Spitzenkandidat gekürt wird? In den USA suchen sich Minister ihre Stäbe aus, aber wenn die Amtszeit endet, ist auch der Job vorbei. Dafür gelten sie nicht als Versorgungsfall, wenn sie sich danach um Arbeit umschauen, und selbst zwischen den Parteien ist das Freund-Feind-Schema nicht ganz so ausgeprägt.

Politik braucht Profis. Schön wäre es, gäbe es statt der Inflation an Arztserien im TV endlich ein paar coole Politikseifenopern. Vielleicht inspiriert ja die Obama-Manie die Drehbuchautoren. Aber bitte nicht die österreichischen. Noch mehr „Mundls“ brauchen wir echt nicht.


martina.salomon@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.11.2008)

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32 Kommentare
 
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Gast: Schön wenn man links und rechts leben kann ...
15.11.2008 03:30
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... Warum sich ÖVP PolitikerInnen so etwas antun ist klar ...

... Wer kann sich einen Schüssel Molterer und Konsorten schon in der Privatwirtschaft vorstellen ? Warum sich Linke so etwas antun ist mir allerdings ein Rätsel (Das Problem von linker Politik : Es profitieren hauptsächlich die rechten EvolutionsverweigererInnen)

Antworten Gast: Manioc
16.11.2008 02:10
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Re: ... Warum sich ÖVP PolitikerInnen so etwas antun ist klar ...

Heh, der Begriff Evolutionsverweigerer stammt von mir!!

Na gut, es paßt ja auch.

Aber inhaltlich wird umgekehrt ein Schuh draus:
Leute wie Klima, Vranitzky, Ederer, Schröder und Konsorten verstehen Wirtschaft sehr begrenzt.

Problematisch ist eher, daß sich Konservative eher zu gut in der Wirtschaft auskennen. Die meisten sind WU-Absolventen und wissen ganz genau, wie man eine Firma, die eigentlich schon morgen Konkurs anmelden müßte, noch ein paar Jahre legal über die Runden bringt, um genug Kohle rauszuziehen. Viel was anderes lernt man an der WU heute nicht mehr.

Die Leute aus dem konservativen Lager, die wissen, wie man Firmen lukrativ führt, gehen doch nicht in die Politik.

Antworten Antworten Gast: Schön wenn man links und rechts leben kann ...
16.11.2008 10:56
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... In der Privatwirtschaft erfolglosere SozialdemokratInnen sind Dir nicht eingefallen ?

... Klima (VW) , Vranitzky (Bankdirektor) , Ederer (Siemens) , Schröder (bekommt auch seine Mio für ein paar Minuten reden)

Antworten Antworten Antworten Gast: Manioc
16.11.2008 20:11
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Re: ... In der Privatwirtschaft erfolglosere SozialdemokratInnen sind Dir nicht eingefallen ?

Das Kriterium für mich war nicht der Verdienst, sondern die Qualifikation, bzw. das Jobprofil.
Klima und Vranitzky sind von der Qualifikation her bestenfalls mittlere Manager, Frau Ederer könnte in einem normalen Privatunternehmen wahrscheinlich noch nicht einmal die Registratur leiten und Schröder möchte ich nicht einen einzigen Geschäftsabschluß vorbereiten lassen.

Diese Leute verdienen viel Geld mit ihren Beziehungen, dafür, daß sie ihren Namen hergeben, der Kompetenz vortäuschen soll.

Wirkliche Wirtschaftskompetenz hat von diesen Leuten niemand.

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Wer tut sich diesen Job noch an?

ich würde sagen, darum geiffern genügend parteisoldaten, wo sonst, außer in der politik bekommt man ohne oder mit wenig ausbildung so einen gut dotierten job?

Peregrin
14.11.2008 12:18
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Menschen für diesen Job zu gewinnen

Warum sollte man? Es ist ja ueberhaupt ein Fehler, den Politiker-"Job" fuer eine normale, sittlich akzeptable Taetigkeit zu halten. Eher zu vergleichen waeren Demokratenpolitiker mit jenen gewissenlosen Zivilversagern, die bei einem Mafiaclan anheuern und sich in dieser Struktur nach oben "arbeiten", bis sie eben "gemachte Maenner" sind.

Antworten Gast: Manioc
14.11.2008 13:45
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Re: Menschen für diesen Job zu gewinnen

Man kann ja viel gegen Politiker haben, und ich hab's auch, aber so einfach kann man es sich auch wieder nicht machen.
Eine der Realität am nächsten kommende Aussage ist der alte Kalauer 'Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient'

Bei mündiger, kritikfähiger Bevölkerung kann vieles, was wir heute beklagen, nicht geschehen.

So eine Bevölkerung könnte man auch haben, man müßte nur die entsprechenden Bildungsinitiativen setzen.
Aber warum sollten sich die Politiker ihre Aufgabe so selbst erschweren?
Wenn so etwas geschieht, dann nur auf Druck der Bevölkerungsschichten, die die notwendige Bildung bereits besitzen, bzw. auf Druck derer, die vielleicht wissen, daß sie noch etwas lernen könnten.
Wir können nichts anderes tun, als unseren Teil dieses Drucks aufzubauen und darauf zu warten, daß genug andere mitziehen.

Peregrin
14.11.2008 12:06
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Knochenjob mit hohen Anforderungen

Die selbstgemachte Belastung ist egal, weil diese Typen nichts verantworten muessen. Sollen sie halt frueher nachhause gehen, schlechter kann der Staat deswegen auch nicht mehr funktionieren und kein Mensch wird sie im Buero vermissen. Wahrscheinlich waere es einer ordentlichen Verwaltung sogar dienlich, wenn sich die Politiker moeglichst raushielten.

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Was ist denn an Personalqualität zu erwarten,...

wenn die Hauptqualifikation die Loyalität zu selbstsüchtigen und parasitären Gruppeninteressen ist? Eben!

democrates
14.11.2008 11:52
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Der extrem belastende Politikerberuf wäre praktisch sofort wegrationalisierbar!


Wird Ihnen Ihr souveränaler Wille mit dem mittelbaren Herrschaftsprinzip des Peudalismus (Politiker+Parteien+Parlamente) zu wenig treffsicher umgesetzt?
Ist Ihnen der staatliche Geld-Verbrauch (Steuern) zu hoch?
Sind Sie politisch unzufrieden?

Dann sollten Sie als Souverän(ator) Ihr ancien Staatsbetriebsystem auf den letzten Stand der Polittechnik bringen!

Die Staatenbetriebskosten moderner, innovativer, souveränaler e-DIREKTREGIERUNGS- u. DIREKTGESETZGEBUNGS-SYSTEMKONZEPTE liegen bei maximal 2 Promille der Peudalsysteme (Summe von Parteienförderungen, Politikergehältern, Parlamentebetriebskosten und Wahlenkosten).

Mit (Tel)e-REGENT regieren und gesetzgeben Sie, rund um die Uhr, Ihren Staat zusammmen mit allen anderern Souveränatoren (Wähler) direkt und unmittelbar selbst. Das ist nicht schwieriger als Telebanking.

So macht Politik wieder richtig Freude und Sie haben Ihren Staat jederzeit preisgünstig und fest im Griff!

bisamberg
14.11.2008 10:26
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"Elite" in der Politik

Zwei Politiker, im Aussehen fast indent, zeigen wie man sich trotz Unfähigkeit , jahrzehntelang behaupten kann.
Der SCHWARZE: Herr Neugebauer (Beamtengewerkschafter)
Der ROTE: Herr Fürst ( Postgewerkschafter)

Solche Leute sitzen in den Aufsichtsräten (Hr.Fürst in der AUA ????) und bestimmen die Politik in diesem Land.

TRAURIG und eigentlich eine SCHANDE !

Gast: besserwisser
14.11.2008 10:25
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Kein Mitleid

Mein Mitleid mit den Damen u. Herren Ministern hält sich in Grenzen. Jeder weiß, daß deren Bezüge und späteren Pensionen weit über der Armutsgrenze liegen. Also da muss sich keiner Sorgen machen. Ich behaupte sogar, daß Menschen die in der Privatwirtschaft nichts taugen ihr Heil in der Politik suchen, eben weil sie dort gut versorgt werden. Und genau dort müsste man den Hebel ansetzen. Man könnte sich ja mal an die Wurzeln von demokr. Systemen orientieren und nur noch Leute in die Politik lassen, die nebenher auch ihren zivilen Beruf ausüben. Im alten Griechenland hat das auch funktioniert. Heute ist das sogar noch in der Schweiz häufig verbreitet. Das würde auch gleich etwas günstiger für den Staat.

Gast: Gast
14.11.2008 09:18
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Naivität

Mich wundert Ihre Naivität, Frau Salomon!
Kennen Sie denn nicht die "Auswahlverfahren" innerhalb der Parteien, bis ein Kandidat / eine Kandidatin soweit ist, dass er/sie überhaupt kandidatwürdig wird?
Hier zur Info:
Unkritisch alles von "oben" übernehmen, bei zig Ungusteln Speichel lecken und sich erfolgreich an allen parteiinternen Intirigen beteiligen oder erfolgreich heraushalten. Alle Mitkandidaten hinauskicken, sich bewusst sein, dass es NIE um die Sache, sondern immer nur um MACHT geht. Der politische Gegner muss laufend schlecht gemacht werden (auch dort, wo er recht hat). Zu den Medien muss ein intensiver, ebenfalls unkritischer Kontakt gepflogen werden. Dort wird "man" dann unters Volk gebracht, das man mit leichtgriffigen Phrasen bei Laune hält und dem man zeigt, dass man alle Probleme ganz einfach lösen kann.
Kurz: Meister der Selbstverleugnung und Hang zur öffentlichen Prostituierung mit unbändigendem Willen zur Macht haben alle Chancen. Und wir sehen die Ergebnisse.

Antworten Peregrin
14.11.2008 12:10
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Re: Naivität

Das sind halt die "demokratischen Prozesse", auf die man sich in der westlichen Welt noch soviel einbildet. Demokraten haben nach dem gleichen Muster schon die griechischen Stadtstaaten und dann Rom so an die Wand gefahren, dass den Leuten fuer 2000 Jahre die Demokratie vergangen ist, aber manche wollen es halt immer wieder wissen.

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Re: Re: Naivität

nichts für ungut, aber wann hat es im röm. Imperium eine Demokratie gegeben ? Ganz offensichtlich verwechseln Sie REPUBLIK mikt DEMOKRATIE. Wie sagte bereits Kreisky........

Antworten Antworten my2cent
14.11.2008 12:49
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Re: Re: Naivität

in rom endete die demokratie mit der einsetzung von augustus als kaiser ... inwieweit war rom damals "an die wand gefahren"?

in den griechischen stadtstaaten waren bis zur zeit von alexander den großen demokratisch ... auch hier die frage - das war für sie "an die wand gefahren"?

nehmen sie sich die aussage von kreisky zu herzen

Antworten Antworten Antworten Peregrin
14.11.2008 15:16
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Re: Re: Re: Naivität

Gracchen, Sulla ... machen Sie sich einmal ein bisschen kundig ueber die Zustaende gegen Ende der Roemischen Republik. Wirtschaftskrise, Inflation, Hungersnot, Volksaufstand und Buergerkrieg nenne ich "an die Wand gefahren".

Bald auch in diesem Theater.

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Es gibt nur (mehr) EINEN wirklichen Politiker in Österreich


Wer die Innenpolitik der letzten 20 Jahre verfolgt hat weiß, vor allem im Hinblick auf die Personen und Geschehnisse der letzten Wochen und Monate, ganz genau: es gibt nur (mehr) EINEN wirklichen Politiker in Österreich:

WOLFGANG SCHÜSSEL

Ich hoffe daß beim Parteitag der ÖVP jemand aufsteht und sich der Krisenbewältigungs-Fähigkeiten dieses Mannes besinnt!

Erwin Pröll möge ENDLICH seinen Traum von seeligen Rot-Schwarz-Packeleien als Irrtum erkennen und der ÖVP und einschneidenden Reformen AUCH AUF KOSTEN DER BUNDESLÄNDER nicht mehr im Wege stehen. Die Dramatik der Situation verlangt es. Sein Neffe und ganz Österreich wird es ihm später zu danken wissen!

Wolfgang Schüssel soll für die nächsten Jahre als Krisenmanager die Partei und Österreich führen. Danach, wenn die Wirtschaft wieder läuft, mögen meinetwegen andere das Geld wieder zum Fenster rauswerfen.

ABER DOCH UM HIMMELS WILLEN NICHT JETZT IN DIESER SITUATION EINE POPULISTEN-REGIERUNG BILDEN!!!

Antworten RAL
14.11.2008 11:17
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Re: Es gibt nur (mehr) EINEN wirklichen Politiker in Österreich

Was für ein toller Krisenmanager ! Er hat alles dazu beigetragen, dass einerseits die Politikverdrossenheit in Österreich zugenommen hat und andererseits durch sein schlitzohriges Taktieren das Mißtrauen der Parteien zueinander stark zugenommen hat. Um die staatliche Pension madig und das dafür erforderliche Geld Privatversicherungen und dem Roulett der Finanzmärkte zuzuführen, hat er die Jungen gegen die Alten ausgespielt usw. . Dieser Mensch für den außer Macht nichts zählt, sitzt völlig zu Recht auf der hinteren Parlamentsbank !

Antworten Antworten Gerald
14.11.2008 12:04
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Re: Re: Es gibt nur (mehr) EINEN wirklichen Politiker in Österreich

Die Politikverdrossenheit hat nicht durch Schüssel zugenommen, sondern durch die SPÖ. Da diese kein Mittel sah dem erfolgreichen Kanzler mit Sachargumenten beizukommen wurde ein Schmutzkübelwahlkampf aller erster Güte gestartet (Napalm). Vor allem versuchte die bis zum Hals im BAWAG-Sumpf steckende SPÖ mit Dreckbatzerl werfen Schüssel madig zu machen (erfundene Pflegerin, haltlose Korruptionsbeschuldigungen wegen der €fighter, Foto mit Schüssel und Elsner lachend auf Staatsbesuch) und sie hatte leider Erfolg damit. Wie erfolgreich Schüssel war, sieht man daran, dass keine seiner Reformen die zuvor von den Sozis allesamt in den Dreck gezogen wurden, nachher rückgängig gemacht wurde, so wie z.B. die Pensionsreform und Aufbau der privaten Pension.
Schüssel hat die staatliche Pension nicht madig gemacht, weil er das gar nicht musste. Jeder der sein Hirn selbst benutzt weiß: das staatliche Pensionssystem ist seit Jahren bankrott und muss durch Steuergeld gestützt werden!

Antworten zsolnai
14.11.2008 09:52
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Re: Es gibt nur (mehr) EINEN wirklichen Politiker in Österreich

"Cave canem" sagt der Lateiner und meint "Vorsicht vor dem Hunde". Ich meine: "Vorsicht vor der Schüssel-Apotheose". Schüssel will an die Macht, koste es was es wolle. Daher das Motto: "So lange wählen, bis wir gewinnen!" Das heißt aber:" Neuwahlen, Neuwahlen...". Und wenn wir so weitermachen und Schüssels Motto befolgen, dann wird man einmal sagen können:"und wenn wir nicht gestorben sind, wählen wir noch viele, viele Jahre!" Lieber CANE in Wirklichkeit ist Schüssel die Krise!

Antworten Antworten Gast: radius
14.11.2008 10:35
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Re: Re: Es gibt nur (mehr) EINEN wirklichen Politiker in Österreich

Also bitte, da überschätzen Sie den Herrn Dr. Schüssel gewaltig. Soviele Schweinereien auf dem Finanzmarkt und Opportunisten in der Politik, dafür kann er wirklich nicht alleine verantwortlich sein.

Im Übrigen bin ich überzeugt, dass Herr Dr. Schüssel der Fähigste wäre.

Wer hat kurz vor der Wahl, als sich das Desaster schon abzeichnete, behauptet, wir haben die niedrigste Arbeitslosenzahl seit 2000. Es war Herr Faymann. Ist er Realitätsverweigerer oder Lügner?

Antworten Gast: 1968-er
14.11.2008 08:35
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Re: Es gibt nur (mehr) EINEN wirklichen Politiker in Österreich

Stimme 100%ig zu. Die ÖVP wird mit dem Populisten Faymann -leider- zugrunde gehen. (Siehe Burgenland: Niessl ist dergleiche). Ein verantwortlich denkender kann einer Regierung mit Faymann nicht zustimmen.
Hoffe auch, dass auf dem Parteitag jemand diesbezüglich aufstehen wird.

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Vorbild USA

Mehr Schwarze in die Regierung!

Antworten Gast: radius
14.11.2008 10:39
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Re: Vorbild USA

Woher sollen wir diese nehmen?
Seit mehr als 100 Jahren sind Schwarze unter unrühmlichen Gegebenheiten in die USA gekommen. Jetzt sind diese Amerikaner.
Ich denke, dass dieses bei uns noch dauern wird. Vielleicht in einer Generation! Ich bin überzeugt, dass dies auch bei uns möglich wäre. Dieses muss wachsen.

Gast: Manioc
13.11.2008 23:58
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Bedauernswert!

So arm, unsere Politiker, die Tränen sind kaum zurückzuhalten!

Dann schauen wir mal:

Minister bekommen nach einer Legislaturperiode eine Ministerpension, in der Regel 75% des Letztbezuges.
Dasselbe gilt für NR-Abgeordnete, Bundeskanzler etc.

Wenn ich vier Jahre arbeiten gehe und nachher nur noch feiere, kann ich unter der Brücke feiern.
Pension gibt's mit 40 Dienst-(Beitrags-)Jahren.

Viele Unternehmer, speziell aus Klein- und Mittelbetrieben würden sich über so ein Salär ziemlich freuen.
Aber die sind ja lt. Fr. Salomon wahrscheinlich nicht 'ministrabel', werden daher auch nicht gefragt.

Wenn's um den Arbeitsaufwand geht, da halte ich als Kleinunternehmer jederzeit mit den Figuren im Parlament mit. Jeder Spitalsarzt mit € 2000,-- netto kann über die 'Arbeits'-zeiten der Politiker nur lachen.

Es ist schön zu wissen, daß sich außer Politikern, Bankmanagern und Aufsichtsräten auch Journalisten in dieser Republik derartige Abgehobenheit leisten können!

 
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