11.02.2012 21:15 | Meine Presse Merkliste0

Gaza gehört unter eine internationale Aufsicht

CHRISTIAN ULTSCH (Die Presse)

Sinn ergäbe der israelische Einmarsch in Gaza nur, wenn danach eine Schutztruppe die Kontrolle übernähme.

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Wer in den Krieg zieht, sollte sich vorher ganz genau überlegen, wie er da wieder herauskommt. Das ist ein ehernes Militärgesetz. Missachtet wird es trotzdem immer wieder. Schon deshalb, weil sich, wie bei allen menschlichen Handlungen, auch die Folgen einer sogenannten Militäroperation nicht mechanistisch vorhersagen lassen. Es beansprucht ein anderes Gesetz Geltung, das Gesetz der unbeabsichtigten Folgen. Keiner, auch nicht der klügste Militärplaner, kann wissen, wohin der Gaza-Krieg führt.

Ihren Anspruch haben die israelischen Streitkräfte zu Beginn der Invasion in einer Erklärung festgehalten. Ziel sei es, die „terroristische Infrastruktur“ der palästinensischen Hamas zu schwächen, die „Abschreckungskraft“ der israelischen Armee zu stärken und die Sicherheitslage der von Kassam-Raketen beschossenen Bürger in Israel „langfristig“ zu verbessern.

Doch wie langfristig sind die Überlegungen Israels tatsächlich angelegt? Ist der Krieg mehr als nur ein zynisches Wahlkampfmanöver, um Außenministerin Tzipi Livni (Kadima-Partei) und Verteidigungsminister Ehud Barak (Arbeitspartei) auch nach der israelischen Parlamentswahl im Februar an der Macht zu halten? Kann und will Israel mit diesem Krieg das strategische Umfeld verändern? Oder macht der Waffengang alles nur noch schlimmer?

Schon vor der Bodenoffensive sind Spekulationen aufgetaucht, dass Israel mit seiner Militäraktion die Hamas im Gazastreifen stürzen will. Das kann schon sein, gelingen aber wird es kaum. Die Hamas wird sich auch nach der israelischen Offensive nicht in Luft auflösen. Im Gegenteil: Sie mag nun militärisch geschwächt werden, doch politisch dürfte sie gestärkt aus der Auseinandersetzung hervorgehen. Zeiten des Krieges sind Zeiten äußerster Polarisierung und des Schulterschlusses. Und „Widerstand“ ist das Lebenselexier der Hamas: je blutiger, desto belebender.

Doch bevor sie wiedererstarkt und zu neuer radikaler Stärke findet, muss die Hamas-Führung ihr Überleben sichern. Dafür ist sie auch zu taktischen Kniffen bereit. Schon versucht die Hamas, unter dem Mantel ihres Erzfeindes, des gemäßigten Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas (Fatah), Zuflucht zu finden. Es bahnen sich Gespräche über eine Neuauflage einer Einheitsregierung an. Die Hamas will sich offenbar wieder in eine Koalition mit der Fatah einbinden lassen, deren Milizen sie vor eineinhalb Jahren aus dem Gazastreifen verjagt hat. Ein Zweckbündnis, das schnell wieder zerfallen könnte.

Wohin man den Blick wendet: Ein langfristiger Nutzen der israelischen Militäraktion lässt sich zunächst nicht erkennen. Was den Bürgern in Südisrael vorerst mehr Sicherheit vor Hamas-Raketen bringen mag, wird auf lange Sicht aufgewogen durch den neuen Hass, den die israelische Armee mit ihrer demütigenden Offensive sät, und zwar nicht nur unter Palästinensern. Israel verliert seine letzten Freunde, wenn es dermaßen unverhältnismäßig agiert: Mehr als 440 Palästinenser sind vergangene Woche im Zuge der israelischen Angriffe getötet worden; den über 10.000 Kassam-Raketen, die palästinensische Extremisten seit dem Jahr 2001 laut dem Sderot-Medienzentrum abgefeuert haben, sind insgesamt 32 Israelis zum Opfer gefallen.

Israel muss auf Provokationen der Hamas reagieren und seine Bürger schützen. Doch die jetzige massive militärische Antwort ist kontraproduktiv; außer sie wäre in ein breiteres diplomatisches Konzept eingebettet. Sinn ergäbe die Militäraktion nur, wenn sie die Spielregeln im Gazastreifen nachhaltig veränderte. Und das wiederum wäre nur vorstellbar, wenn die Palästinensergebiete, samt Westjordanland, unter ein internationales Mandat gestellt würden. Eine Schutztruppe aus bis zu 10.000 Blauhelmen oder EU-Soldaten müsste einrücken, um einen Puffer zu bilden, die Blockade aufzubrechen und die palästinensische Wirtschaft in Gang zu bringen. Gleichzeitig müsste sich Israels Armee zurückziehen und ein straffer Zeitplan für Friedensverhandlungen aufgestellt werden. Auslaufen könnte das Mandat erst nach Unterzeichnung eines Friedensvertrags.

Israel hat zuletzt signalisiert, dass es, wie zuvor auch im Libanon, eine internationale Präsenz wünscht. Doch würden auch die Palästinenser zustimmen, die man gleichsam politisch entmündigen würde? Und hat die internationale Gemeinschaft den Willen und genug Soldaten für solch eine riskante Mission? Wie jede Krise bietet auch diese die Chance für einen Neuanfang, doch bleibt fraglich, ob irgendeiner der Beteiligten weitsichtig genug dafür ist.

Einmarsch in Gaza Seiten 1 bis 3


christian.ultsch@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.01.2009)

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52 Kommentare
 
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Gast: Crusader
18.01.2009 10:13
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An alle die glauben Islamisten verteidigen zu müssen...

Video aus Irak-Krieg schockiert Bosnien
14.01.2009 | 14:44 | (APA)

Ein Video über die Ermordung amerikanischer Soldaten im Irak schockt die Öffentlichkeit in Bosnien-Herzegowina. Auf dem Video, welches das bosniakisch-kroatische Fernsehen ausstrahlte, ist zu sehen, wie US-Soldaten im Irak durch islamistische Scharfschützen getötet werden. Die DVDs seien von Mujaheddins in das Land gebracht worden, die aus dem Irak-Krieg nach Bosnien zurückkehrten.

VOR UNSERER HAUSTÜR!
DESHALB KEIN ISLAM IN EUROPA!

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Männer raus

Krieg haben wir immer Männern zu verdanken. Daher ein Traum: Alle Männer raus aus diesem ewig geschüttelten Krisengebiet, einfach verbannt, auf beiden Seiten. Frauen und Kinder könnten dann friedlich neben-und miteinander leben. Die könnten es, denn Frauen sind genetisch konstruktiv , Männer eben destruktiv.
Männer sind Aggression, Fanatismus, Religionserfinder, Gewalt, Militär, Krieg, Leid und Elend, Misshandlung, Unterdrückung, Overkill !! Sie rauben, plündern, morden, rotten aus, nicht nur in Palästina, im Sudan, in der ganzen Geschichte. Es kämpfen keine Völker, es kämpfen immer Männer, die Frauen leiden. Man sollte ihnen ihre widerlichen Spielzeuge endlich wegnehmen, durch die sie glauben, sich verwirklichen zu müssen. Sie tragen eine schwere Kollektivschuld an Frauen und Kindern.
Natürlich nicht Sie, lieber Leser.

Gast: Pong
08.01.2009 22:06
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in einem anderen Kommentar gefunden, DANKE

Re: JA, Israel hat das Recht auf Selbstverteidigung.
Ihre Angaben sind falsch. Die Resolution, auf die Sie sich beziehen, ist die 181er, die eine Teilung Palästinas vorsah, allerdings durfte diese teilung nicht ohne die im Völkerbundsmandat eindeutig festgelegte Volksabstimmung stattfinden - was die Engländer als mandatsmacht ignorierten. Die Staatsausrufung war eine einseitige Unabhängigkeitserklärung ohne rechtliche Grundlage, wurde aber von einer (damals relativen ) Mehrheit westlicher Staaten anerkannt. Die sich auf das Rückkehrrecht der Palästinenser und die Bedingungen für die Anerkennung beziehende Resolution 194 wurde von Israel ebenso ignoriert wie alle anderen, die Israel in seiner Politik eingeschränkt haben würden. Grundsätzlich ist ausserdem festzuhalten, dass hier ein Staat auf fremdem Territorium gegründet wurde, dessen Besitzverhältnisse 1948 nur 5,67 % des Landes in rechtlich korrektem Eigentum der Zionisten war. Diese Fakten sind belegbar und bei der UNO nachprüfbar.

Gast: Christian
07.01.2009 17:12
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Nicht isoliert einzelne Maßnahmen setzen! ES geht eine gerechte GESAMTLÖSUNG her!

Der Nahost-Konflikt schwelt bereits seit langem, Westbank und Gazastreifen sind seit 1967 von Israel besetzt! Anfangs haben sich die Palästinener sehr ruhig verhalten und kaum Widerstand geleistet. Es hätte also in dem so langem Zeitraum von mehr als 40 Jahren genügend Zeit für eine Lösung des Nahost-Konflikts gegeben. Ohne Intifada wäre nicht einmal die 2-Staatenlösung angedacht geworden, die Israel die jüd. Mehrheit im Großteil des Landes sichern soll! Einen Multikulti-Staat wollten weder Juden noch Araber (nicht zuletzt, weil Israel den arab. Vertriebenen die Rückkehr nicht gestatten will).

Ohne souveränen Staat mit garantierten Grenzen und Beendigung der Besetzung die Grenzen zwischen Gaza und Agypten international überwachsen zu lassen, ist natürlich eine israel. Chuzpe!

Übrigens: wer erinnert sich noch die brutale Tötung von österr. UN-Soldaten an der israel.liban. Grenze vor ein paar Jahren durch israel. Feuer trotz UN-Intervention?

Gast: Christian
07.01.2009 17:11
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Nicht isoliert einzelne Maßnahmen setzen! ES geht eine gerechte GESAMTLÖSUNG her!

Der Nahost-Konflikt schwelt bereits seit langem, Westbank und Gazastreifen sind seit 1967 von Israel besetzt! Anfangs haben sich die Palästinener sehr ruhig verhalten und kaum Widerstand geleistet. Es hätte also in dem so langem Zeitraum von mehr als 40 Jahren genügend Zeit für eine Lösung des Nahost-Konflikts gegeben. Ohne Intifada wäre nicht einmal die 2-Staatenlösung angedacht geworden, die Israel die jüd. Mehrheit im Großteil des Landes sichern soll! Einen Multikulti-Staat wollten weder Juden noch Araber (nicht zuletzt, weil Israel den arab. Vertriebenen die Rückkehr nicht gestatten will).

Ohne souveränen Staat mit garantierten Grenzen und Beendigung der Besetzung die Grenzen zwischen Gaza und Agypten international überwachsen zu lassen, ist natürlich eine israel. Chuzpe!

Übrigens: wer erinnert sich noch die brutale Tötung von österr. UN-Soldaten an der israel.liban. Grenze vor ein paar Jahren durch israel. Feuer trotz UN-Intervention?

Gast: wunderer
07.01.2009 08:08
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Der erste Satz des Artikels hat es bereits in sich!

Warum sollte sich überhaupt jemand überlegen müssen wie er aus einem Krieg wieder heraus kommt?
Sollten wir uns als normal denkende Menschen nicht andere Fragen in der heutigen Zeit stellen.
Natürlich! Aber die Menschheit hat bei so viel Unrecht was tagtäglich weltweit passiert keine Zeit mer dazu.

Nun, ganz kurz zu Gaza.
Wenn jemand auf mein Land, in mein Haus kommt, mir mtteilt ich soll jetzt gehen, denn er ist jetzt hier, anschließend mich anderweitig einsperrt, mir sein schönes Leben provokant offen zeigt, mich nicht daran teilnehmen lässt, obwohl ich mich bei der ungerechten Behandlung nicht mal gewehrt habe (wehren konnte), würde ich mich fragen was Israel eigentlich noch von mir haben möchte. Irgendwann reicht es ja wohl jedem, speziell wenn es ums schlichte Leben geht!

Öffentliche Schulen (UN Schulen) werden bombadiert und keiner sagt was! Das Veto von den US ist hoffentlich der letzte Schmutz einer jahrelangen die Welt ins verderben stürzenden Regierung.

mfg

Gast: ökono-mist
06.01.2009 03:53
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Unzivilisiertes (weil auch ziviles!) "Gazagrad" & Guantánamo:

Mal sehen, ob sich Obama in diesen beiden Causen konsistent verhalten wird.

Und wie er darauf reagiert, daß man ihn durch diese spezielle Terminisierung der Bombardements und das Schaffen vollendeter Tatsachen schon vor Beginn seiner Amtszeit quasi zur zum Abnicken verdammten "Lame Duck" gemacht hat, der die Flugrichtung schon vorgegeben ist.

Von seiner Reaktion (die spätestens am 21. Jänner zu erfolgen hätte) wird es nämlich auch abhängen, ob er als amerikanischer Präsident ernst genommen werden kann oder nicht.
P. S.: Es ist schwer vorstellbar, daß hypermoderne, hochgerüstete Armeen keine andere Möglichkeit finden, die primitiven Kleinraketen aus den "Ofenrohren" der Hamas abzufangen. Was meinen Sie, Herr (Ben) Segenreich? (So, wie Ihre Kommentare klingen, dürfen Sie anscheinend selber gar nichts meinen, sondern müssen die Meinung der Regierung Ihres Gastlandes wiedergeben-im Gegensatz zu vielen mutigen israelischen Bürgern, die Menschen-u. Völkerrecht nicht ausklammern!)

Gast: Bösewicht
05.01.2009 15:00
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Blauhelme in Gaza

Gab es das nicht schon im Libanon? Die Blauhelme agierten als brave Notare terroristischer Aktivitäten - aber an den Grenzverletzungen änderten sie nichts.

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Re: Blauhelme in Gaza

Dem war so. Wer angesichts islamofaschistischer Apokalyptiker nach Blauhelmen verlangt, muss sich den Vorwurf sträflicher Naivität oder unseriöser Ambitionen gefallen lassen.

Gast: mig29
05.01.2009 14:31
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Sehr geehrter Herr Ultsch, die Idee mit den Blauhelmen

ist doch mehr als naiv. Nehmen Sie zur Kenntnis, das Organisationen wie die Hamas an keiner friedlichen Koexistenz mit Israel interessiert sind. Das Existenzrecht Israels wurde und wird von Hamas nicht nicht anerkannt.
Egal was Israel anstellt. Organisationen wie die Hamas mit radikal islamistischen Hintergrund werden niemals mit Israel in friedlicher Koexistenz leben wollen. So lange Terrororganisationen wie Hamas, Dschihad, Al Kaida oder wie immer diese A.....l... heißen nicht entwaffnet werden, wird es keinen Frieden geben. Man muß sich leider mit dieser Tatsache abfinden. Traurig aber wahr.

Gast: mig29
05.01.2009 14:17
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Lieber Herr Ultsch, die Idee mit Blauhelmen

eine Pufferzone zu schaffen, ist, verzeihen Sie, blauäugiges Gefasel. So lange es die Hamas und sonstige Islamisten, egal wie sie sich nennen in dieser Region gibt, wird es keinen Frieden geben. Diese Herrschaften werden Israel niemals das Existenzrecht zusprechen. Terrorakte, wie Selbstmordanschläge bzw. der permanente Raketenbeschuß israelischen Territoriums wird nicht aufhören. Ganz gleich was Israel macht und wie weit Israel diesen Herrschaften entgegenkommt.
So lange es nicht gelingt die Hamas und andere komplett zu entwaffnen, wird sich nichts ändern.
Diese Fanatiker haben bislang auch jeden Waffenstillstand, Friedensabkommen und Gespräche auf höherem politischen Niveau sofort durch Terroranschläge torpediert.

bisamberg
05.01.2009 14:15
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Eher umgekehrt

Es wäre besser Israel unter internationale Aufsicht, aber ohne der USA, zu stellen.

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Ach so?

Die Friedenstrupe soll dan gleich aus Iranern gebildet werden?
Ein ganz legaler völkerrechtlich garntierter Holocaust?

Gast: hobbit
05.01.2009 12:46
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Unrealistisch

Eine internationale Schutztruppe ist unrealistisch. Welches Land ist bereit, seine Soldaten zwischen diese Fronten zu schicken? Außerdem gab es das schon mal: Nach dem I. Weltkrieg war Palästina ein Mandatsgebiet des Völkerbundes, dessen Verwaltung den Briten oblag, die es bis zur Unabhängigkeit Israels verwalteten.

Die Briten wissen ein Lied davon zu singen, was es heißt, zwischen Juden und Arabern aufgerieben zu werden. Die werden sich das nicht noch einmal antun. Umso mehr, als nun völlig neue Methoden des Kampfes angewendet werden. Terrorzellen, deren Mitglieder sich in die Luft sprengen, verschanzen sich in Wohngebieten, um beim Gegenschlag möglichst viele zivile Opfer zu provozieren und so den Propagandakrieg, den Krieg um die öffentliche Meinung zu gewinnen. Kein Politiker, der bei Trost ist, schickt die Soldaten seines Landes in so einen Krieg.

Gast: Vorsicht
05.01.2009 11:28
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Schutztruppe?

Mit einer Schutztruppe würde die internationale Gemeinschaft das Unrecht, das Israel den Palästinensern antut, unterstützen - also die "Drecksarbeit" für Israel machen.

Das wäre für alle Staaten, die so eine Schutztruppe zur Wahrung des Unrechts unterstützen, moralisch untragbar.

Gast: Intellektueller
05.01.2009 09:46
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Kommen wir zur Sache !

Im Moment ist es völlig egal, wer bei diesem brutalen
Krieg schuld sei. Es sterben viele unschuldige Zivilisten
u.a mit Streubomben. Was muss noch passieren, dass
die Herrschaften in UNO etwas unternehmen sollen ?

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Re: Kommen wir zur Sache !

Wer erwartet, daß die UNO das Problem löst, in dem sie etwas "unternimmt" und nicht nur darüber diskutiert, der ist sicher nicht intellektuell. Sondern sehr naiv.

Antworten Gast: österreicher
05.01.2009 11:09
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Re: Kommen wir zur Sache ! Man sollte schon unterscheiden,

wer zielgenaue Raketen und international weitgehend geächtete Streubomben oder Schrapnell in Wohngebiete verschießt. Um den hohen Blutzoll unter Zivilisten zu vermeiden, sollte man solche "Einsätze" zuerst verbieten und international ächten!

Und einmal mehr sei den Israelis gesagt: Bevor man sich in ein fremdes Land hineindrängt und dort einen Staat gründet, sollte man zunächst die dort lebenden Bewohner fragen. Kein Staat auf dieser Welt würde sich eine fremde Staatsgründung auf seinem Territorium gefallen lassen.

Mit den "Originees" daher gefälligst verhandeln und den "Landraub" nicht gewaltsam fortsetzen.

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Verhandeln?

Lesen sie einmal die Charta der Hamas.
http://www.palestinecenter.org/cpap/documents/charter.html

Antworten Antworten Antworten panda82
05.01.2009 20:49
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Re: Verhandeln?

Schau an, schau an...

Eine Papagei und plapert ganze Zeit die gleiche Melodie...

Hast du schon heute gelesen!!!

Hast du schon heute deinen Hausjude geschlagen!!!

Antworten Antworten Ophicus
05.01.2009 12:49
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Re: Re: Kommen wir zur Sache ! Man sollte schon unterscheiden,

Kein Staat würde sich eine fremde Staatsgründung auf seinem Territorium gefallen lassen, aber zum Zeitpunkt der Gründung Israels gab es keinen Staat, zu dessen Territorium das Mandatsgebiet Palästina gehört hätte.
Die Bevölkerung Palästinas wollte daher einen eigenen Staat. Und diese Bevölkerung war Teils arabisch und Teils jüdisch - daher die geniale Idee einen arabischen und einen jüdischen Staat zu gründen (die Idee eines gemeinsamen Staates wurde nicht zuletzt von den Arabern heftig abgelehnt).
Und heute gibt es einen arabischen und einen jüdischen Staat. Dass die Grenzen nicht so aussehen wie damals vorgesehen liegt nicht zuletzt an diversen Kriegen (die von Arabern angefangen wurden) und massiven Flüchtlingsbewegungen von hunderttausenden Arabern UND Juden.
Vertreibungen, Beschuss von Wohngebieten usw. gab es von beiden Seiten. Dass Israel dabei mehr Schaden angerichtet hat liegt schlicht und ergreifend an ihren größeren Kapazitäten, nicht an ihrer bösartigen Einstellung.

Antworten Antworten Antworten Gast: österreicher
05.01.2009 15:09
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Re: Re: Re: Kommen wir zur Sache ! Palästine stand unter VB-Treuhandschaft!

Diese vr. Institution war einer (privatrechtlichen Vormundschaft) nachgebildet. Den Araber wurde bekanntlich das im 1.WK- versprochene Selbstbestimmungsrecht mit der Begründung verweigert, sie seien noch nicht reif für einen souveränen Staat.

Ob das nun eine Ausrede für eine Art Kolonialisierung war, sei dahingestellt: jedenfalls hatte der Vormund GB Palästina TREUHÄNDIG, also im Interesse seiner Einwohner, zu verwalten.

Ob England tatsächlich dieser Verpflichtung nachgekommen ist?

Antworten Antworten Antworten Antworten Ophicus
05.01.2009 17:59
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Re: Re: Re: Re: Kommen wir zur Sache ! Palästine stand unter VB-Treuhandschaft!

Richtig. Aber treuhändig für ALLE Einwohner, nicht nur die Araber. Darum eben der Teilungsplan.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Österreicher
06.01.2009 02:27
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Re: Re: Re: Re: Re: Kommen wir zur Sache ! Palästine stand unter VB-Treuhandschaft!

Den Arabern wurde das Selbstbestimmungsrecht versprochen, weil es damals kaum Juden in Palästina gab!

Ein Vormund, der sein Mündel schädigt, macht sich schadenersatzpflichtig! so einfach ist das!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: österreicher
05.01.2009 23:53
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Re: Re: Re: Re: Re: Kommen wir zur Sache ! Palästine stand unter VB-Treuhandschaft!

Am Ende des 1.WK, als die Treuhandschaft begründet wurde, gab es noch eine 95 % arab. Bevölkerungsmehrheit. Die Engländer taten nach außen so, als würden sie die Einwanderung von europ. Juden verhindern, "unter der Tuchent" ließen sie - bes. nach dem 2.WK - 100 000e ins Land! Wie zB. zB. 7000 (wahrscheinlich noch mehr) jüdische Auswanderer mit Duldung der angelsächsischen Besatzungsmacht über Österreich und Italien nach Palästina gebracht wurden, können Sie einem Bericht in dieser Zeitung entnehmen!

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Re: Re: Re: Kommen wir zur Sache ! Man sollte schon unterscheiden,

Fragt sich nur wo Israel die feinen Möglichkeiten her hat....

Sie vergessen aber auch dass es erst durch den Zyionismus zu einem Massen Exodus Richtung Israel gekommen ist, der diese Probleme heraufbeschwörte.

Diese Geschichte ist weit komplizierter als wir uns vorstellen können. Aber eines steht fest, beide Parteien finden anscheinend immer wieder einen Grund damit sie dem anderen einen Stein auf den Schädel schießen können.

In diesem Sinne...

 
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