25.05.2012 16:04 | Meine Presse Merkliste 0

Cabriofahren im offenen Feuilletonwagen

Michael Fleischhacker (Die Presse)

Darf eine Politikerin nach zwei Monaten aus der Karenz zurückkehren? Muss ein Burgtheater-Direktor ein Linker sein? Über den Sinn und Nutzen von Vorurteilen für unser Leben.

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Freitagabend war „Faust“-Premiere im Wiener Burgtheater. Hätte anstrengend werden können: beide Teile an einem Abend, der zweite Teil auf nicht einmal zwei Stunden komprimiert. Regie: Matthias Hartmann, neuer Burgtheater-Direktor.

Es war also damit zu rechnen, dass man neben einer Einschätzung der aktuellen Regiearbeit sich auch Gedanken darüber würde machen müssen, welche Rückschlüsse das Gezeigte auf die Arbeit Hartmanns als Theaterdirektor während der kommenden Jahre zulassen würde.

Aber die Damen und Herren vom Feuilleton haben uns die Arbeit wieder einmal abgenommen. Ein linker Filmheini hat schon vor einer Woche erklärt, was man von einem Menschen zu halten hat, der sich nicht der sortenreinen Übertragung des hinterpakistanischen Problemfilms auf die Burgtheater-Bühne verpflichtet fühlt und unter Wolfgang Schüssel von Franz Morak bestellt wurde: „Ein eitler, hohler und ziemlich uninteressanter Schwätzer“ sei der, in anderen Worten „eine Art geistiger Cabriofahrer fürs Feuilleton“.

Wie's wirklich war? Nu ja, sechseinhalb Stunden Cabriofahrt im offenen Feuilletonwagen halt, und die nicht neue Erkenntnis, dass Vorurteile ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens bleiben: Die Linken ersparen sich das Denken, und wir haben eine Hetz.

Ein wenig ist das auch die Entschädigung dafür, dass wir selbst uns mit Vorurteilen eher zurückhalten müssen, weil die so dumpf sind und sumpfig und aus den braunen Untergründen unserer bürgerlichen Existenz kommen. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, wir würden hier problematisieren, dass Frau Glawischnig schon nach zwei Monaten Babypause wieder in den Beruf zurückkehrt. Weil nämlich unserem Vorurteil nach ein Neugeborenes zumindest ein halbes Jahr in der einigermaßen dauerhaften Obhut seiner Mutter bleiben sollte.

Der Einwand, dass das eine höchst persönliche Entscheidung sei, ist richtig, trifft nur nicht den Kern: Warum sollte alles, was der persönlichen Entscheidung obliegt, automatisch der öffentlichen Diskussion entzogen sein? Auch Herrn Hartmanns private Ansichten über Politik und Gesellschaft obliegen ja wohl seiner persönlichen Entscheidung und werden dennoch zur Diskussion gestellt.

Glawischnigs kurze Babypause und die Anfeindungen des neuen Burgtheater-Direktors ob seiner vermuteten oder tatsächlichen ideologischen (Nicht-)Positionierung sind wunderbare Beispiele für die in jahrzehntelanger Kleinarbeit hergestellte Asymmetrie unserer Debattenkultur:

Wer sagt, dass er die individuelle Entscheidung von Frau Glawischnig respektiert, sie aber aus grundsätzlichen Erwägungen für problematisch hält, muss im günstigsten Fall nur mit Empörung rechnen. Wer den Burgtheater-Direktor öffentlich beleidigt, nur weil der sich dazu bekennt, kein Linker zu sein, gilt in der Regel als „mutig“.

Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, macht das richtig Spaß.

michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.09.2009)

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24 Kommentare
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toller artikel

... der von blumenau.

ich bin sicher nicht der meinung von fleischhacker und fand den vergleich so uninteressant wie unelegant, aber das herbeizitieren einer meute von linkslinken emanzen, die ihm das leben zur hölle macht, weil er seine meinung über glawischnigs vorgehen kundtut, ist irgendwie paranoid, fast schon lustig.

Gast: lalala
07.09.2009 19:20
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hier...anreiz zu einer öffentlichen diskussion.

http://fm4.orf.at/stories/1626585/

Gast: Langweilig
07.09.2009 19:01
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Langweilig

Ich würde sie dann doch gerne mal finden, diese vielen Linken, von denen Fleischhacker sich permanent bedrängt sieht. Ja gäbe es sie nur! Dann würde mir der geistige Schmarrn den er hier absondert überhaupt nichts ausmachen! Gäbe es eine ernstzunehmende Linke (Nein, die Grünen sind links; die sind die mehr oder weniger einzige bürgerliche Partei Österreichs), dann bitte schön, schimpfen sie fleissig darüber, wie ihnen - sie armer Mensch! - ihre konventiell-unkonventionelle Meinung verboten würde.
Der Punkt ist aber - in Österreich gab und gibt es keine starke, ernstzunehmende Linke, und wird es (leider) auch niemals geben.
Warum sich FH trotzdem dieser oben beschriebenen Phantomschmerzen rühmt kann hier nachgelesen werden: http://fm4.orf.at/stories/1626585/" target="_blank">http://fm4.orf.at/stories/1626585/

dr. ochs
06.09.2009 11:18
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Prolepsis, oder was?

Es ist ja gegen die Netiquette, sich mit einer Art Antwort an die Spitze eines Threads zu setzen: Nur, wenn mir einige Poster vorwerfen ich hätte den Artikel Fleischhackers nicht genau genug gelesen, weil er ja Vorurteile als Vorurteile benennt, dann kann ich nur fein lächeln :-)
Es ist nicht heraußen, noch lange nicht, dass Herr Fleischhacker diese Vorurteile, betreffend Glawischnig nicht voll und ganz teilt! In der Rhetorik nennt man sowas Prolepsis!

Antworten Ka_Sandra
06.09.2009 15:46
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Re: Prolepsis, oder was?

Rhetorische Finessen wie Prolepsis sind mir nicht so geläufig wie Ihnen, obwohl man derlei Kunstgriffe ja manchmal selbst anwendet, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Was genau Fleischhacker jetzt persönlich von der kurzen Babypause Eva Glawischnigs hält, ist mir nicht bekannt. Ich kann mir übrigens vorstellen, dass sie es durchaus genießen würde, länger in Karenz zu bleiben und diese schöne Zeit stressfrei zu genießen. Und wer nicht gerade eine Top-Funktion hat, kann sich auch eine mehrjährige Karenz leisten, ohne unbedingt seiner Karriere zu schaden. In Österreich kann man sich dies auch finanziell eher leisten als in den meisten anderen Ländern.

Glawischnig fühlt sich aber als Chefin der Grünen halt auch sehr ihrer anspruchsvollen Aufgabe verpflichtet, obwohl man seine eigene „Unersetzlichkeit“ meist krass überschätzt.

Vom Stillen abgesehen, hat Eva G. sicher bestens die Versorgung ihres zweiten Kindes organisiert. Ob sie trotzdem manchmal ein Spur schlechtes Gewissen dem Baby gegenüber hat, z.B. wenn es krank ist und sie ihm mehr Zuwendung geben möchte, als es ihr berufsbedingt möglich ist? Wahrscheinlich ja. Trotzdem ist sie weit davon entfernt, eine Rabenmutter zu sein.

Ich respektiere ihre Entscheidung (auch wenn ich selbst jahrelang gerne bei meinen Kindern zuhause geblieben bin) und finde es überhaupt sehr positiv, dass sie noch ein Kind bekommen hat.

Antworten Antworten leokoller3
06.09.2009 17:30
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Re: Re: Prolepsis, oder was?

Bei einer linken Emanze vom Kaliber einer G. muss man es wirklich lobenswert finden, dass sie sich noch ein Kind angeschafft hat. Dass sie es ueberhaupt zwei ganze Monate zuhause ausgehalten hat, ueberrascht mich auch noch positiv. Aber das hat sie wahrscheinlich auch nur gemacht, um sich selbst von den Strapatzen einer neunmonatigen Schwangerschaft zu erholen. Alles Vorurteile.

Gast: Beobachter
06.09.2009 10:50
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Mutter-Kind

Es geht um nicht weniger als Zukunft. Der Hinweis, dass ein Kind für die Mutter wichtiger sein sollte, als andere "Dinge," selbst wenn es die "Dinge" einer Parteivorsitzenden sind, impliziert nicht der Vorhalt "Rabenmutter". Diese "Dinge" können auch andere Personen erledigen, während die Beziehung zwischen Mutter und Kind in den ersten Lebensmonaten besonders ist. Ach ja, es gibt ja auch noch den Vater. Aber auch er hat das Kind nicht geboren, es hing nicht an seiner Nabelschnur, er kann es nicht stillen......... Warum - um Gottes willen - wollen viele Menschen nicht wahrhaben, was die Natur (ich sage die Schöpfung) uns zeigt? Millionen von Euro werden in die Förderung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf investiert, trotzdem wird ein Umdenken in Richtung: Vorrang für das Kind, d.h. für unsere Zukunft, vor allem in den wichtigsten - weil prägenden Phasen - des Lebens, notwendig sein. Die Anforderungen an den Menschen werden größer und damit auch an sein physische und psychische Stabilität und für diese kann vor allem in den frühen Lebensmonaten und Jahren sehr viel getan werden. Getan werden, wenn nicht alle anderen "Dinge", wie Karriere, beruflicher Erfolg und............ Priorität haben. Nun, ich weiss dass alles kann mit einem Satz vom Tisch gewischt werden: Konservative Ansichten, eben. Die Gefahr dass stillende Mütter die ihren Berufseinstieg zugunsten des Kindes hinausschieben, den Fortschritt behindern ist natürlich ebenso groß wie ein nichtlinker Theaterdirektor

Gast: roman
06.09.2009 05:16
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linke künstlergilde

Künstler bleibe bei deinem kunstverständnis und pflege es sorgsam und werde nicht zum trittbrettfahrer in der politik,die dich bei der hand genommen hat.
ihre kommentare sind so geistreich erfrischend und treffend,ich genieße sie und warte schon auf ihren nächsten.

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Herr Fleischhacker

ein Kommentar der nur die volle Bewunderung verdient. Ich hasse Schleimer doch zeigen solche Geistesblitze einfach wieso man "Die Presse" lesen sollte.

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Was haben Hartmann und Glawischnigg

gemeinsam? Nun, beide behaupten, keine Linken zu sein und finden es zum Kotzen, wie "schamlos" die Österreicher "rechts wählen". Wie dieses? Na, sie sind Grüne, also keine Linken, sondern Ultralinke wie auch Mr. Butcher von der "neuen" Presse; denn auch er beschimpft einen Großteil der Österreicher (die bürgerlichen) als "Braune". Zitat: "...braunen Untergründen unserer bürgerlichen Existenz kommen." So hat er hier auch nichts anderes im Sinn, als diese beiden Herrschaften gegen irgendwelche Ressentiments zu verteidigen und stellt dabei geschickt Hrn. Hartmann als bekennenden "Nichtlinken" quasi als Rechten hin, um nicht einseitig zu wirken.

Wie es sich mit dem Herrn wirklich verhält, liest man am besten in folgendem Interview nach:

http://diepresse.com/home/kultur/news/502314/index.do?from=suche.intern.portal


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Fleischhauer für Fleischhacker


Sehr geehrter Herr Fleischhacker,

ich darf ihnen ein köstliches Buch ans Herz legen, dass ein bundesdeutscher Fast-Namensvetter verfasst hat.

"Unter Linken" von Jan Fleischhauer

Untertitel: "Von einem, der aus Versehen konservativ wurde"
Eine entlarvende Abrechnung mit dem Schickimicki-Linksgutmenschentum.

Köstlich auch der Blog: http://unterlinken.de/

Antworten Gast: MH
06.09.2009 17:37
0 0

Re: Fleischhauer für Fleischhacker

Das Buch ist wirklich köstlich und kann sehr empfohlen werden.
Ich nehme stark an, Michael Fleischhacker wird es ohnehin kennen. Es wurde auch einmal in der Presse vorgestellt.

Ophicus
05.09.2009 21:49
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Entscheidungen

Man darf schon auch über persönliche Entscheidungen von Politikern diskutieren. Nur dürfen halt andere auch einen solchen Diskussionsbeitrag wieder diskutieren.

So wie Sie das Recht haben Frau Glawischnigs kurze Babypause schlecht zu finden haben eben andere das Recht diesen kommentar schlecht zu finden. Was ich - obwohl kein Fan von Frau Glawischnig etwa auch tue - schlicht weil die nicht unwesentliche Frage ausgeblendet wird wie sich wer um das Kind kümmert. Dass die Mutter nicht 24/7 beim Kind ist reicht mir für ein Rabenelternattest jedenfalls nicht aus.

Problematisch wird es aber - und ich nehme an darum ging es in dem Kommentar - wenn man seinen Unwillen über eine Entscheidung oder einen Kommentar eines anderen nicht diskutiert sondern diffamiert. Wenn man verurteilt, statt zu beurteilen, agitiert statt zu argumentieren.

SOKs
05.09.2009 19:45
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Hilflos

S.g. Hr. Chefredakteur,
ich bin müde von der Woche, will mich etwas entspannen bei den Neuigkeiten der Onlinezeitungen. Ich bin mir nicht klar, ob ich mich entspannt zurücklehnen soll/will oder mich zu einer Meinung couragieren. Ich lese Ihren Leitartikel, denk mir, nimmt er die 2 Themen jetzt auseinander, die Glawischnig und den neuesten Faust. Falsch geraten, schon wieder muss ich mich anstrengen statt zu emtspannen. Ich muss mir überlegen ob Sie recht haben, konform meiner Stimmung, oder wollen Sie mich aufrütteln. Zum Bilden einer eigenen Meinung.
Sie haben mir nicht geholfen. Worüber soll ich jetzt schimpfen? Die eine ist mir jetzt gerade wurscht, das andere habe ich mir eh so vor gestellt.
Ich bestehe darauf, dass Sie mir helfen eine eigene Meinung zu haben. Wie soll ich heute Abend noch diskutieren können mit meinen Freunden.

Antworten Ka_Sandra
05.09.2009 20:57
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Re: Hilflos

S.g. SOKs,
wenn Sie sich rechzeitig ein gut sortiertes Lager an Vorurteilen aufgebaut hätten, könnten Sie sich jetzt entspannt zurücklehnen.

Die meisten Österreicher haben da im Gegensatz zu Ihnen bestens vorgesorgt. Sie können jederzeit reflexartig auf ihr reichhaltiges Sortiment zurückgreifen und ersparen sich damit eine Menge Zeit und Denkarbeit.

Trotzdem noch schönen Samstagabend ;-)

Antworten Antworten SOKs
06.09.2009 14:11
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Re: Re: Hilflos

Mein Problem ich habe zu vile Vorurteile. Habe mir den Faust also am Samstag abend nochmal vorgenommen. Und habe bereits in der "Zueignung - Vorspiel auf dem Theater" aus dem Diskurs des Direktor mit dem Dichter neue Kraft für gelebtes Vorurteil geholt. Direktor: Besonders aber laßt genug geschehn ! Man kommt, zu schaun, man will am liebsten sehn.

Antworten Antworten Antworten Ka_Sandra
06.09.2009 16:03
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Re: Re: Re: Hilflos

Nun, und wie lautet dieses Vorurteil denn konkret?

Vielleicht können Sie es für mich in einem kurzen Satz zusammenfassen, um Ihre neugewonnenen Kräfte nicht wieder sofort zu strapazieren?

Antworten Antworten Antworten Antworten SOKs
06.09.2009 16:33
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Re: Re: Re: Re: Hilflos

Die da lauten:
Glawischnig - bleib daheim beim Kind, so lang es geht - da ist nichts so wichtig wie das Kind. Wennst gut bist fügst Du Dich wieder ein
Faust ist ein Genuß - ein Spiegel, 6 Stunden Cabriofahren ohne Paus macht nicht so richtig Spaß (nur) "zum schaun". Liewehr und Gründgens kommen wieder ins Spiel.

Antworten Antworten Hugo99
06.09.2009 07:42
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Re: Re: Hilflos

Ach wie sind doch die Österreicher mies!
Sie haben doch nicht auch ein Vorurteil?

Antworten Antworten Antworten Ka_Sandra
06.09.2009 11:11
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Re: Re: Re: Hilflos

Wer kann schon von sich behaupten, völlig frei von Vorurteilen zu sein? Natürlich hab ich auch welche.

Wichtig ist, sich der Gefahr von Verallgemeinerungen bewusst zu sein und dagegen anzukämpfen. Mühselig. Aber ich arbeite daran ;-)

dr. ochs
05.09.2009 19:32
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Cabriofahren in der geschlossenen U-Bahn...

"Weil nämlich unserem Vorurteil nach ein Neugeborenes zumindest ein halbes Jahr in der einigermaßen dauerhaften Obhut seiner Mutter bleiben sollte."
Hat jetzt Frau Glawischnig ihr Baby im Stadtpark ausgesetzt? Vermeidet Frau Glawischnig den Kontakt mit ihrem Baby? Etc....
So was Doofes habe ich schon lange nicht gelesen!

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Re: Cabriofahren in der geschlossenen U-Bahn...

Also in Frankreich - auch kein Bananen Staat so nebenbei - wurde über die Rasche Rückkehr einer Mutter an den Justizpalast mehr Druckerschwärze verbraten als an "echte" Nachrichten. Jedoch muss man einfach ehrlich zugeben, dass auch moderne Menschen sich schwer tun, die schnelle Hingabe von Frau Glawischnig in ihr Business als "leicht" abzutun. Das hängt ohne Zweifel an gewissen Rollenfantasien und Unbehagen an gewissen - richtigen - Verhaltensweisen, dass auch Frauen schnell in den Beruf wollen.

Herr FH hat nur richtigerweise angedeutet, dass eben auch heute der rasche Wiedereintritt einer Mutter in den Beruf gewisse Vorurteile erhebt. Nicht mehr und auch nicht - fälschlicherweise - weniger.

Antworten Gast: Auch keine Rabenmutter
05.09.2009 23:38
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Re: Cabriofahren in der geschlossenen U-Bahn...

Fleischhacker bezeichnet dies ja ohnehin als Vorurteil, lesen Sie doch genauer!

Und da ja bekanntlich in jedem Vorurteil ein Körnchen Wahrheit steckt: Es ist wohl unbestritten, dass es optimal für ein Neugeborenes ist, von seiner Mutter ein halbes Jahr voll gestillt zu werden. (Und dies wird selbst der äußerst tüchtigen Eva Glawischnig neben ihrer politischen Tätigkeit wohl kaum gelingen.)

Antworten Ka_Sandra
05.09.2009 21:14
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Re: Cabriofahren in der geschlossenen U-Bahn...

Fleischhacker bezeichnet dies ja ohnehin als Vorurteil, lesen Sie doch genauer!

Und da ja bekanntlich in jedem Vorurteil ein Körnchen Wahrheit steckt: Es ist wohl unbestritten, dass es optimal für ein Neugeborenes ist, von seiner Mutter ein halbes Jahr voll gestillt zu werden. (Und dies wird selbst der äußerst tüchtigen Eva Glawischnig neben ihrer politischen Tätigkeit wohl kaum gelingen.)


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